Die hohe, von der Migros-PK publizierte Verzinsung der Altersguthaben von 7,25% hat grosse Aufmerksamkeit gefunden. Aber nur etwas mehr als die Hälfte der bei der Migros Beschäftigten profitiert davon. Der Rest ist zu deutlich weniger guten Bedingungen bei der globo M-Sammelstiftung versichert. Die NZZ am Sonntag schreibt:
MoreVon einer solchen Verzinsung des Altersguthabens können Angehörige der meisten anderen Pensionskassen in der Schweiz nur träumen – unter ihnen viele Mitarbeitende des Migros-Konzerns. Die Genossenschaft gewährt nicht allen Angestellten Zugang zu den MPK-Konditionen.
Von den schweizweit rund 86’600 Mitarbeitenden der Gruppe waren Ende 2024 nur etwas mehr als die Hälfte bei der MPK versichert. Der Rest gehört der Vorsorge in globo M an, einer Gemeinschaftsstiftung für Migros-Tochtergesellschaften, oder externen Einrichtungen.
Zu den Ausgeschlossenen zählt etwa das Personal des Discounters Denner, des Onlinehändlers Digitec Galaxus, der Gesundheitsgruppe Medbase, der Fitnesscenter wie Activ Fitness und der Molino-Pizzerien. Offiziell sind sie fester Teil der Migros-Gruppe. Doch bei der Vorsorge endet der Zusammenhalt. Innerhalb der Migros herrscht eine Klassengesellschaft mit erheblichen finanziellen Auswirkungen.
Die Vorsorgewerke der Tochterunternehmen in globo M bieten Versicherten und Rentnern deutlich schlechtere Konditionen als die MPK. Jährliche Rentenerhöhungen, bei der Stammkasse fast Standard, bleiben Globo-Versicherten verwehrt. In den vergangenen Jahren passten sie die Altersrenten nicht einmal der Teuerung an.
Die Verzinsung des Sparkapitals wiederum variierte stark. Denner- und Molino-Angestellte erhielten 2024 einmal 5 Prozent. Digitec-Galaxus-Mitarbeitende mussten sich meist mit 1 Prozent begnügen, das Medbase-Personal erhielt nie mehr als das gesetzliche Minimum.
Auch bei den Einzahlungen in die Pensionskasse bestehen Unterschiede. Die MPK-Versicherten profitieren von 17 Prozent Arbeitgeberanteil am versicherten Lohn, unabhängig von Alter und Lohnhöhe. 2024 stammten insgesamt zwei Drittel der MPK-Beiträge von den Arbeitgebern. Bei in globo M, wo Denner, Digitec Galaxus und andere versichert sind, bezahlten die Arbeitgeber im Schnitt nur 55 Prozent.








