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Umfrage Kapitalbezug

Umfrage geschlossen.

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11.8.2014

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Umfrage zum Kapitalbezug: Die Resultate

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Nach dem Echo aus Medien, Politik aber auch den Fachverbänden und der Wissenschaft zu schliessen, ist das vom Bundesrat vorgeschlagene Verbot von Kapitalbezügen im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge unverhältnismässig und ein nicht zu tolerierender Angriff auf die Souveränität der Versicherten. Entspricht die veröffentlichte Meinung der öffentlichen? Mit unserer Umfrage lässt sich das nicht klären, aber zumindest für die Fachleute aus der 2. Säule etwas genauer abschätzen.

An unserer Umfrage haben 310 Personen teilgenommen. 8 Prozent aus der Altersgruppe der unter 35jährigen. Die restlichen verteilen sich ziemlich gleichmässig auf die drei Gruppen mit Alter 35-44, 45-54 und 55 und älter mit je rund 30%.

Knapp drei Viertel geben an, im Bereich berufliche Vorsorge tätig zu sein. Wir bezeichnen sie im Folgenden als „Profis“. Knapp 70 Prozent sind Wohneigentümer. Der Anteil der Wohneigentümer ist in beiden Gruppen mit knapp einem Drittel praktisch gleich hoch. Auch beim Vorbezug besteht nur ein geringer Unterschied: 23 Prozent bei den Profis, 21 Prozent bei den Übrigen.

Und das Schlussresultat: 62 Prozent bezeichnen die vom Bundesrat vorgeschlagene Einschränkung als richtig, 38 Prozent als falsch. Bemerkenswerterweise ist die Zustimmung unter den Profis mit 58 Prozent etwas geringer als bei den Übrigen mit 67 Prozent.

Nicht überraschend ist bei der Gruppe der Vorbezüger die Kritik am bundesrätlichen Vorschlag deutlich grösser als bei den anderen Teilnehmern. Von ihnen ist eine Mehrheit von 59 Prozent dagegen.

Lassen sich Unterschiede nach den Altersgruppen ausmachen? Die Gruppe der 35 bis 44jährigen stimmt dem Bundesrat mit 65 Prozent zu, die nächsthöhere mit Alter 45 bis 54 mit 59 Prozent und die älteren mit 62 Prozent. Das Alter scheint also nicht ausschlaggebend für die Reaktion zu sein.

Was schliessen wir daraus? Die rasche Ablehnung des bundesrätlichen Vorschlags beruht auf einem medialen Schneeballeffekt. Aus einer zuerst sehr vorsichtigen Bewertung der Vorschläge ist es nach den ersten lautstarken Kritiken rasch zu einer Ablehnung auf breiter Front gekommen. Die Medien haben den Trend aufgenommen, dito die Politik. Weniger aufgefallen sind die zustimmenden Kommentare.

Neben den zahlenmässigen Resultaten hat die Umfrage eine grosse Zahl interessanter Bemerkungen der Teilnahmer ausgelöst. Sie sind auf der Resultatseite jeweils unter "Kommentare" einsehbar. Sie vermitteln ein aufschlussreiches Bild der Meinungen unter den vorwiegend gut informierten Teilnehmern.

  Umfrage-Ergebnisse

Peter Wirth

 

Thomas Fink: Überlegungen zur Revision des Vorsorgeausgleichs

Thomas Fink, zugelassener Experte für berufliche Vorsorge SKPE (Swisscanto Vorsorge), hat in zwei Artikeln Überlegungen zur derzeit laufenden Revision des Vorsorgeausgleichs bei Ehescheidung angestellt. Fink zeigt an mehreren Beispielen, wie die geltende und wenig flexible 50:50 Aufteilung zu fragwürdigen und teils ungerechten Ergebnissen führt. Damit der Vorsorgeausgleich aus dem Blickwinkel der beruflichen Vorsorge zu einem angemessenen Ausgleich von Vorsorgeguthaben führt, sollten Gesetzgeber und Richter die Besonderheiten der beruflichen Vorsorge besser kennen und darauf Rücksicht nehmen. Die laufende Revision sieht eine gewisse Flexibilisierung vor, nötig wären aber tiefergreifende Eingriffe. Die Vorschläge von Fink betreffen eine Neudefinition des Teilungsverhältnisses sowie administrative Vereinfachungen durch die Einführung von Mindestbeträgen.

  Fink: Zur Revision / Fink: Vorschläge zur Revision /  Behandlung im SR SS14

 

Swisscanto PK-Monitor im Q2

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Auch im zweiten Quartal profitieren die Pensionskassen von der grosszügigen Liquiditätsversorgung der Zentralbanken, die ein gutes Umfeld für die Aktienmärkte bildete. Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt nochmals eine leichte Verbesserung der Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen, vor allem dank Kursgewinnen bei Aktien. Die Wertschwankungsreserven erreichen dadurch bei den vollkapitalisierten Vorsorgeeinrichtungen das höchste Niveau seit dem Ende der Finanzkrise.

Bei den erfassten privatrechtlichen Pensionskassen erhöhte sich der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad gegenüber dem Vorquartal leicht um 1,8 Prozentpunkte auf 113,0%. Die privatrechtlichen Kassen nähern sich dadurch ihrem Ziel, eine Schwankungsreserve von durchschnittlich 16% des Vorsorgevermögens aufzubauen, die ihnen bei negativen Marktentwicklungen ein Sicherheitspolster gibt. Ein ähnlich positives Bild zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung, bei denen der vermögensgewichtete Deckungsgrad ebenfalls um 1,8 Prozentpunkte auf 103,4% anstieg.

 

CS PK-Index im Q2: über dem Strich

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Minder und die Folgen: Flucht in Kollektivanlagen

Mit 54 Prozent Ja-Stimmen hat das Schweizervolk im März 2013 die Minder-Initiative angenommen. Man versprach sich tiefere Managerlöhne, höhere Renditen für Anleger und allgemein mehr Gerechtigkeit bei kotierten Aktiengesellschaften. Doch in der Umsetzung des Bundesrates ist die Initiative zum Schock-Gesetz für Pensionskassen geworden, schreibt die Solothurner Zeitung.

Richtungsentscheid des Bundesrates
zur AV2020

Der Bundesrat hat Entscheide zur Altersvorsorge 2020 gefällt. Er bleibt weitgehend bei seinem in die Vernehmlassung gegebenen Entwurf. Im Herbst soll die Botschaft vorliegen. Das BSV schreibt dazu in einer Mitteilung:

“Mit Blick auf eine ausgewogene und mehrheitsfähige Vorlage hat der Bundesrat die zentralen Elemente des Vorentwurfs bestätigt: Referenzrentenalter 65/65 mit Flexibilisierung, Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge mit Kompensationsmassnahmen, Zusatzfinanzierung für die AHV über die Mehrwertsteuer und Interventionsmechanismus für die AHV. In Anbetracht der Vernehmlassungsergebnisse hat er jedoch folgende Anpassungen am Reformprojekt beschlossen:

  • Die maximale Erhöhung der Mehrwertsteuer für die AHV beträgt nicht 2, sondern 1,5 Prozentpunkte. Damit soll die voraussichtliche Finanzierungslücke bis im Jahr 2030 geschlossen werden.
  • Auf den Koordinationsabzug in der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird verzichtet. Das vereinfacht die 2. Säule. Gleichzeitig werden die Altersgutschriftensätze gesenkt. Damit bleibt das Leistungsniveau erhalten.
  • Der Ertrag des bereits bestehenden Mehrwertsteuerprozents (Demographie-Prozent) geht vollständig an die AHV und wird nicht mehr zwischen AHV (83 %) und Bund (17 %) aufgeteilt. Dafür wird der Bundesanteil an den Ausgaben der AHV entsprechend gesenkt. Das vereinfacht deren Finanzströme.

Der Bundesrat hat das EDI beauftragt, diese Anpassungen am Reformprojekt vorzunehmen und ihm die Botschaft mit den Entwürfen für den Verfassungs- und den Gesetzestext bis im Herbst zum Entscheid zu unterbreiten.”

  Mitteilung BSV / Stellungnahmen  / Infos zur AV2020