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PKE wählt neuen Geschäftsleiter

23. Dezember 2025 By pwirth in Personelles

Ronald Schnurrenberger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der PKE Pensionskasse Energie, wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 nach über 16 Jahren Tätigkeit bei der PKE infolge Pensionierung von seiner Position zurücktreten.

Zum neuen Geschäftsführer und Leiter Versicherung hat der Stiftungsrat Patrick Nasciuti ernannt. Nasciuti, 44, bringt als langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Administration Pensionskasse bei GastroSocial und Mitglied im Vorstand des ASIP umfassende Erfahrungen mit.

Swisscanto PK-Monitor November 2025

22. Dezember 2025 By pwirth in Index Tags: Swisscanto PK-Monitor

Performance YTD

(pw) Die ZKB wird ihren Swisscanto Pensionskassen-Monitor, der bisher vierteljährlich publiziert wurde, künftig monatlich erstellen. Ob die Kurzfristigkeit der Daten den Pensionskassen dienlich ist, ist eine andere Frage. Wünschenswert wäre jedenfalls, dass die Publikation nicht in Dunkel- / Hellblau geschrieben wäre. Die Lesbarkeit leidet darunter, besonders am PC-Monitor.

Ob damit ein besonderer Bezug zu Zürich (Wappen, See, FDP) hergestellt werden soll, entzieht sich unserer Kenntnis. Die ZKB-Medienstelle wäre jedenfalls gut beraten, das wohl von der PR-Agentur entwickelte Konzept aus Lesersicht zu überdenken. 

Zu den Novemberzahlen wird festgehalten: 

  • Performance: Im November lag die Performance der Vorsorgeeinrichtungen bei 0,5 Prozent. In der Folge beträgt die kumulierte Nettorendite (gleichgewichtet) für 2025 im Schnitt 5,0 Prozent; sie liegt damit 3,0 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Sollrendite aus der Schweizer Pensionskassenstudie von Swisscanto.
  • Deckungsgrad: Die Deckungsgrade der Pensionskassen erklimmen in diesem Jahr neue Höchstwerte. Von Ende April bis Ende November verbesserte sich der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen von durchschnittlich 115,1 Prozent auf 120,3 Prozent. Dies sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat.
  • Anlageklassen: Die höchste Performance erzielten im November Aktien Schweiz (+4,0 Prozent), dicht gefolgt von Rohstoffen (+3,8 Prozent). Die kumulierte Rendite 2025 von Rohstoffen beträgt per Ende November 38,1 Prozent. Dies, insbesondere dank der starken Performance von Gold. Bei Aktien Schweiz sind es 13,8 Prozent.
  • Finanzmärkte: Der November war zunächst geprägt durch aufkommende Ängste rund um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) und Kreditrisiken, was die Aktienmärkte zwischenzeitlich belastete. In der zweiten Novemberhälfte setzte an den Börsen jedoch eine Erholung ein. Eine Zinssenkung im Dezember durch die US-Notenbank Fed ist nun vom Markt weitgehend eingepreist.
  • Ausblick: Auch wir im Asset Management der Zürcher Kantonalbank erwarten im Dezember eine Zinssenkung der US-Fed und rechnen mit einem Jahresendrally bei den Aktien. Aktuell sehen wir mehr Potenzial bei den risikoreichen Anlagen als bei Staatsanleihen. Im alternativen Bereich betrachten wir Gold als weiterhin attraktiv; dies auch dank den Käufen von Zentralbanken.

  ZKB-Monitor

BR: Details zu den Plänen zur Frühpensionierung

22. Dezember 2025 By pwirth in Bundesrat, Gesetzgebung Tags: Frühpensionierung

Markus Brotschi bringt im Tages-Anzeiger Details zum Vorhaben des Bundesrats, für die Frühpensionierung ein Mindestalter 63 vorzuschreiben. 

Wichtige Details waren bis jetzt aber nicht bekannt – so blieb etwa offen, ob diese Schranke nur für nach dem gesetzlichen Obligatorium angesparte Pensionskassengelder gilt oder auch für darüber hinausgehende Leistungen. Wäre dieses überobligatorische Kapital weiterhin vor 63 verfügbar, könnten Erwerbstätige mit grossem Pensionskassenkapital weiter ab 58 in Rente gehen, wie das heute zulässig ist.

Doch der Bundesrat will keine Zweiklassengesellschaft bei der Frühpensionierung. Die höhere Hürde für Frühpensionierungen soll für alle gelten, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen auf Anfrage bestätigt. Sowohl Leistungen aus obligatorisch angesparten Geldern wie auch aus überobligatorischem Kapital sollen erst ab 63 bezogen werden dürfen. (…)

Anders sieht es bei Umstrukturierungen in Firmen aus, bei denen es zu Entlassungen kommt. In solchen Fällen gibt es heute im Rahmen von Sozialplänen oft die Möglichkeit einer Frühpensionierung, meist mit abgefederten Rentenkürzungen. Solche entlassungsbedingten Frühpensionierungen will der Bundesrat auch künftig zulassen. Dies zeigen interne Dokumente zur Ämterkonsultation, die diese Redaktion gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat.

Allerdings will der Bundesrat auch für diese Fälle das Mindestbezugsalter auf 60 erhöhen. Gemäss dem geltenden Gesetz sind entlassungsbedingte wie auch freiwillige Frühpensionierungen meistens ab 58 möglich, bei Personalabbau in Ausnahmefällen sogar früher. Weiterhin zulassen will der Bundesrat auch Regelungen wie im Baugewerbe, wo Frühpensionierungen mit 60 erfolgen.

Gleichzeitig mit der Erschwerung von Frühpensionierungen will der Bundesrat das freiwillige Weiterarbeiten nach 65 fördern. Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, soll sich in der zweiten Säule weiter versichern können. Heute ist das nur bis 70 möglich und wenn dies das Reglement der Pensionskasse vorsieht. Der Bundesrat will die Pensionskassen nun verpflichten, über 65-Jährige zu versichern, wenn diese das wollen.

Während die Erhöhung des Frühpensionierungsalters bei den bürgerlichen Parteien auf Widerstand stossen dürfte, rennt der Bundesrat mit der Weiterversicherung für über 65-Jährige offene Türen ein. So verlangt FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt mit einem Vorstoss vom Bundesrat eine Gesetzesreform, die in die gleiche Richtung geht.

  Tages-Anzeiger / Motion Silberschmidt

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Zwei PK-Klassen bei der Migros Belegschaft

21. Dezember 2025 By pwirth in Pensionskassen Tags: MPK, NZZaS

Die hohe, von der Migros-PK publizierte Verzinsung der Altersguthaben von 7,25% hat grosse Aufmerksamkeit gefunden. Aber nur etwas mehr als die Hälfte der bei der Migros Beschäftigten profitiert davon. Der Rest ist zu deutlich  weniger guten Bedingungen bei der globo M-Sammelstiftung versichert. Die NZZ am Sonntag schreibt: 

Von einer solchen Verzinsung des Altersguthabens können Angehörige der meisten anderen Pensionskassen in der Schweiz nur träumen – unter ihnen viele Mitarbeitende des Migros-Konzerns. Die Genossenschaft gewährt nicht allen Angestellten Zugang zu den MPK-Konditionen.

Von den schweizweit rund 86’600 Mitarbeitenden der Gruppe waren Ende 2024 nur etwas mehr als die Hälfte bei der MPK versichert. Der Rest gehört der Vorsorge in globo M an, einer Gemeinschaftsstiftung für Migros-Tochtergesellschaften, oder externen Einrichtungen.

Zu den Ausgeschlossenen zählt etwa das Personal des Discounters Denner, des Onlinehändlers Digitec Galaxus, der Gesundheitsgruppe Med­base, der Fitnesscenter wie Activ Fitness und der Molino-Pizzerien. Offiziell sind sie fester Teil der Migros-Gruppe. Doch bei der Vorsorge endet der Zusammenhalt. Innerhalb der Migros herrscht eine Klassengesellschaft mit erheblichen finanziellen Auswirkungen.

Die Vorsorgewerke der Tochterunternehmen in globo M bieten Versicherten und Rentnern deutlich schlechtere Konditionen als die MPK. Jährliche Rentenerhöhungen, bei der Stammkasse fast Standard, bleiben Globo-Versicherten verwehrt. In den vergangenen Jahren passten sie die Altersrenten nicht einmal der Teuerung an.

Die Verzinsung des Sparkapitals wiederum variierte stark. Denner- und Molino-Angestellte erhielten 2024 einmal 5 Prozent. Digitec-Galaxus-Mitarbeitende mussten sich meist mit 1 Prozent begnügen, das Medbase-Personal erhielt nie mehr als das gesetzliche Minimum.

Auch bei den Einzahlungen in die Pensionskasse bestehen Unterschiede. Die MPK-Versicherten profitieren von 17 Prozent Arbeitgeberanteil am versicherten Lohn, unabhängig von Alter und Lohnhöhe. 2024 stammten insgesamt zwei Drittel der MPK-Beiträge von den Arbeitgebern. Bei in globo M, wo Denner, Digitec Galaxus und andere versichert sind, bezahlten die Arbeitgeber im Schnitt nur 55 Prozent.

Je nach Lohn, Sparplan und Zinsentwicklung ergeben sich daraus über die Jahre Unterschiede von mehreren hunderttausend Franken beim Alterskapital – mit direkten Folgen für die Rente.

Die Migros begründet die unterschiedliche Behandlung der Mitarbeiter historisch: «Unternehmen, die bei Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge im Jahr 1985 schon Teil der Migros-Gruppe waren, sind mehrheitlich bei der MPK versichert.

Unternehmen, die später dazugestossen sind, oft nicht», sagt der Sprecher Andy Zesiger. Diese Erklärung stimmt aber nur bedingt. Ein klares Muster betreffend MPK-Anschluss der Migros-Töchter gibt es nicht. Die 1958 gegründete Migros Bank zum Beispiel gehört seit je dazu.

Mitarbeitende von Hotelplan, 1935 gegründet und dieses Jahr an die Dertour Group verkauft, mussten die MPK dagegen vor über zehn Jahren verlassen. Die Verantwortlichen erachteten die grosszügigen Vorsorgepläne für das Reisepersonal als zu teuer und als Problem für die Wettbewerbsfähigkeit.

Kostenüberlegungen dürften auch der Hauptgrund sein, warum neu erworbene Firmen wie Denner, Digitec Galaxus, Medbase, Activ Fitness oder Molino nicht integriert wurden. Zudem achten die Verantwortlichen der MPK darauf, ihre Top-Stellung zu schützen.

Nicht jedes Tochterunternehmen kann einfach beitreten, wie Zesiger erklärt: «Unternehmen mit mehr als hundert Mitarbeitenden, die zur MPK wechseln möchten, müssen sich in bestehende Rückstellungen, Wertschwankungsreserven und freie Mittel einkaufen.» Der hohe Deckungsgrad der MPK mache das für manche zu einer zu hohen Hürde.

  NZZaS /   Artikel NZZaS

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Top-Verzinsungen 2025/26, auch Rentner profitieren

20. Dezember 2025 By pwirth in Pensionskassen Tags: Blick, Verzinsung

Ruedi Studer hat im Blick eine Liste mit den Zinsen grösserer Pensionskassen zusammengestellt. Sie reicht von den 7,5% der UBS-Kasse bis hinunter zu den 2,5% bei der SBB-Vorsorgeeinrichtung. Die Kassen mit 5 und mehr Prozent sind oben wiedergegeben. Studer schreibt dazu: 

«Bei vielen Pensionskassen hören wir derzeit Zahlen zwischen 4 und 5 Prozent, obwohl die gesetzliche Mindestvorgabe nur 1,25 Prozent beträgt. Das ist eine gute Nachricht», sagt Lukas Müller-Brunner (43), Direktor des Pensionskassenverbands Asip.

Die meisten Vorsorgeeinrichtungen hätten mittlerweile genügend Rückstellungen gemacht und stünden auf gesunden Beinen. «Viele sind damit nun in der Lage, ihr an der Börse verdientes Geld fast telquel an die Versicherten und Rentner weitergeben zu können – anstatt Reserven bilden zu müssen.»

Nicht nur die Versicherten profitieren, sondern zunehmend auch die Rentnerinnen und Rentner. Diese hatten während der starken Teuerungsjahre das Nachsehen. Das Gesetz über die berufliche Vorsorge sieht zwar vor, dass die Altersrenten der Preisentwicklung angepasst werden – aber eben nicht automatisch wie bei der AHV, sondern «entsprechend den finanziellen Möglichkeiten» der jeweiligen Kasse.

Bei den Pensionskassen besteht also durchaus Nachholbedarf, die Kaufkraft der Rentnerinnen aufzubessern und auch real zu erhöhen. Vielerorts gehen die Rentner noch leer aus, doch zunehmend kommt Bewegung in die Sache. So heben etwa die Kassen von Migros und SRG die laufenden Renten allgemein um 1,5 Prozent an.

Andere beteiligen die Rentner mit Sonderzulagen an den Renditen. Bei Coop erhalten alle Hauptrentenbezüger eine Zusatzpauschale von 500 Franken. Die Swisscom-Pensionskasse Complan wiederum hat eine einmalige Zusatzzahlung «in einer Bandbreite von einer halben bis drei Monatsrenten» beschlossen, wobei die Höhe von den unterschiedlichen Umwandlungssätzen zum Pensionierungszeitpunkt abhängt.

  Blick

ASIP moniert verschärfte Lizenzpolitik zu tech. Grundlagen

19. Dezember 2025 By pwirth in Aktuarielles, Verbände Tags: ASIP, Technische Grundlagen

Der Pensionskassenverband kritisiert in einem Schreiben an seine Mitglieder die verschärfte Lizenzpolitik zur Nutzung der technischen Grundlagen BVG 2025. Der Verband schreibt: 

Für die Nutzung der technischen Grundlagen ist wie bisher der Erwerb einer Lizenz notwendig. Mit der Veröffentlichung der neuen Grundlagen kommt es an dieser Stelle aber zu einer Veränderung: Die Lizenzbestimmungen für die Grundlagen BVG2025 sehen erstmals vor, dass für Vorsorgeeinrichtungen im Wettbewerb (gemäss Liste der OAK BV) neu ebenfalls eine Lizenzpflicht besteht. Davon ausgenommen bleiben weiterhin Vorsorgeeinrichtungen, die nicht im Wettbewerb stehen. 

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat sein Befremden gegenüber der verschärften Lizenzpolitik ausgedrückt und steht mit den beiden Expertenbüros in Kontakt, um eine angemessene Lösung für die betroffenen Vorsorgeeinrichtungen zu finden. Wir werden unsere Mitglieder über den Fortgang der Diskussionen informieren.

2. Säule: Bloss Steuersparvehikel?

19. Dezember 2025 By pwirth in Allgemein, Medien

(pw) Werner Vontobel, früherer Ringier-Journalist (und Basler Studienkollege), hält wenig bis nichts von der Beruflichen Vorsorge und hat dies in den letzten Jahren mehrfach zum Ausdruck gebracht. Neuerdings wieder in einem Beitrag auf infosperber.

Die von ihm erwähnten Zahlen zu Neurenten, Kapitalbezügen, Verteilung nach Einkommensgruppen etc., die er aufzählt, lassen sich unterschiedlich interpretieren, sie sprechen nicht a priori gegen das System. Und seine implizite Kritik  an den gesetzlich geregelten Steuerabzügen (nicht -ersparnissen!) durch Beiträge und Nachzahlungen geht ins Leere, ausser man betrachtet jeden Rappen, der dem Staat entgeht, als Diebstahl.

Die unterschiedlich hohen Renten von Männern und Frauen lassen sich objektiv erklären. Sie sind nicht «beschämend», wie Vontobel meint und damit suggeriert, wir hätten es hier mit einem weiteren Fall von Diskriminierung zu tun. Irreführend ist auch seine Bemerkung, dass die AHV «trotz ihren bloss 50 Mrd. Kapital» die auch «für Normalbürger tragfähige Säule» der Altersvorsorge sei. Das Kapital der 1. lässt sich nicht mit dem Vermögen der 2. Säule vergleichen. 

Er übersieht geflissentlich, dass die AHV nur deshalb «tragfähig» ist, weil sie auf einem weltweit einzigartigen Umverteilungsmechanismus beruht und abhängig ist von den massiven Beiträgen der allgemein nicht besonders geschätzten gut Verdienenden.

Und vor allem aber muss Vontobel die Augen vor den gewaltigen demographischen Problemen verschliessen, die auf die Schweiz (und alle anderen Länder) in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zukommen und die umlagefinanzierten Systeme vor allergrösste Probleme stellen. Als Beispiel sei auf Frankreich und Deutschland verwiesen, deren Altersvorsorge absehbar vor dem Kollaps steht – ohne 2. Säule. 

  Infosperber

Motion Schwander: AHV-Rentner von der Bundessteuer befreien

18. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: Motion

Der Ständerat hat die Motion mit 35 gegen 5 Stimmen verworfen. Die Beratung fand im Rahmen der a.o. Session statt. 

  Motion 

Ständerat lehnt Steuererhöhung bei der Altersvorsorge ab

18. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: Kapitalbezug

Einer Mitteilung des Arbeitgeberverbands ist zu entnehmen, dass der Ständerat im Rahmen der Beratung des Entlastungspakets 27 die Höherbesteuerung von Kapitalbezügen in der 2. und für die Säule 3a abgelehnt hat. Der Verband hält fest: 

Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Streichung der geplanten höheren Besteuerung von Kapitalbezügen aus der 2. und 3. Säule. Diese Massnahme hätte das Vertrauen in das bewährte Dreisäulensystem und die langfristige Altersvorsorge untergraben und den Anreiz für eigenverantwortliches Sparen und freiwillige Einzahlungen massiv reduziert.

Dieser Schritt ist darüber richtig, da der Bund ein Ausgaben- und kein Einnahmeproblem hat. Anstatt die Steuerlast für individuelle Vorsorgesparer zu erhöhen, sollte die Stabilisierung des Bundeshaushaltes primär über die Reduktion der Ausgaben erfolgen.

  Ratsprotokoll SR / Meldung SAV

Immobilien: gesucht und knapp

18. Dezember 2025 By pwirth in Kapitalanlagen Tags: Immobilien, PPCmetrics, SRF

SRF berichtet über die Entwicklung und Probleme der Immobilienanlagen von Pensionskassen.

22 Prozent der Anlagen von Schweizer Pensionskassen fielen 2023 auf Immobilien. Das zeigen Zahlen des Bundes. Seitdem geht es weiter aufwärts, sagt Romano Gruber, Immobilienexperte beim Beratungsunternehmen PPC Metrics.

Die Immobilieninvestitionen hatten sich bereits in der Vergangenheit kontinuierlich erhöht: 2004 waren es noch 14 Prozent aller Anlagen gewesen. Pensionskassen spüren den Anlagenotstand zunehmend. Zinsprodukte wie Obligationen werfen im Tiefzinsumfeld kaum noch Rendite ab, und einen grossen Anteil in Aktien anzulegen, ist zu riskant.

Von den 22 Prozent, die zuletzt in Immobilien steckten, entfielen 19 Prozent auf Schweizer Immobilien. «Man investiert in das, was man kennt», sagt Romano Gruber. «Man kann die Immobilien besichtigen, im Ausland ist das etwas schwieriger.»

Zudem seien Fremdwährungen ein Hindernis, denn «die Renten müssen schliesslich in Schweizer Franken bezahlt werden». Die Hälfte der Schweizer Pensionskassen investiert im Bereich Immobilien ausschliesslich in der Schweiz.

Ist das eine gute Anlage? In den vergangenen Jahren waren Immobilien eine sehr gute Anlage. Vor allem Schweizer Immobilien haben in knapp zehn Jahren eine Rendite von mehr als 60 Prozent eingefahren. Immobilien im Ausland kamen auf 24 Prozent. Sie haben also deutlich schlechter abgeschnitten und waren zudem noch volatiler. Im Ausland ist der Anteil an Geschäfts- und Büroimmobilien höher, und gerade dieser Sektor ist während der Covid-Pandemie und mit dem nachfolgenden Zuwachs an Homeoffice unter Druck geraten.

Was ist der Nachteil? Laut PPC Metrics will ein Grossteil der Pensionskassen (67 Prozent) den Immobilienanteil weiter erhöhen. Je nach Szenario bedeutet das einen jährlichen Investitionsbedarf zwischen 6.5 und 22.2 Milliarden Franken.

Aber Romano Gruber sagt: «Wenn mehr Geld in den Immobilienmarkt fliesst, wird es immer schwieriger, das Volumen zu platzieren. Es gibt in der Schweiz schlicht nicht genügend Angebote, das Geld zu investieren. Man muss dann vielleicht Abstriche bei der Qualität oder bei der Rendite machen.» Eine Lösung könnte sein, den Blick ins Ausland zu richten.

  Bericht SRF

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OAK-Weisung «Empfehlungen an die Aufsichtsbehörden»

18. Dezember 2025 By pwirth in Aufsicht Tags: OAK

Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) hat die Mitteilungen M – 01/2025 «Empfehlungen an die Aufsichtsbehörden nach Art. 61 BVG für die Beurteilung der finanziellen Risiken der beaufsichtigten Vorsorgeeinrichtungen» publiziert. Diese Mitteilungen ergänzen die Weisungen W – 01/2025 der OAK BV «Mindestanforderungen an die Aufsichtstätigkeit der Aufsichtsbehörden nach Art. 61 BVG».

Die OAK BV empfiehlt den Aufsichtsbehörden, ein Instrument zu verwenden, das eine systematische Beurteilung der finanziellen Risiken ihrer beaufsichtigten Vorsorgeeinrichtungen ermöglicht. Für die Gesamtbeurteilung einer Vorsorgeeinrichtung durch die Aufsichtsbehörden sind Kennzahlen zur Risikobeurteilung ein wichtiges unterstützendes Mittel.

Entsprechend enthalten die Mitteilungen einen Vorschlag für ein Kennzahlenset, das den Aufsichtsbehörden zur Beurteilung verschiedener finanzieller Risiken dient.

  Mitteilung M-01/2025 / Weisung W-02-2025

IFZ-Studie 2025 zu den SGE: die Last der Regulierung

17. Dezember 2025 By pwirth in Pensionskassen, Studie, Umfrage Tags: SGE

Die alljährlich erscheinende IFZ Studie bestätigt, dass sich die Konsolidierung unter den Anbietern beruflicher Vorsorge fortgesetzt hat. Den Trend fasst der Initiator der Studie, Prof. Dr. Florian Schreiber, so zusammen: «Weg von firmeneigenen Lösungen – hin zu kollektiven Modellen». Auf der UBS-Website wird dazu weiter ausgeführt: 

Hinter dem Konzentrationsprozess in der Branche verbergen sich drei strukturelle Entwicklungen:

  • Erstens nimmt die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen insgesamt ab. Ende 2024 waren noch 1285 Vorsorgeeinrichtungen aktiv – ein Rückgang um mehr als ein Drittel im Vergleich zu 2012 und um mehr als 90 Prozent gegenüber der Inkraftsetzung des BVG im Jahr 1985.
  • Zweitens verschieben sich die Marktanteile von kleinen Pensionskassen hin zu Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen (SGEs). Ende des Jahres 2023 standen 232 Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen (SGEs) noch 1088 übrigen Pensionskassen gegenüber (2022: 233 vs. 1120).
  • Drittens werden viele der verbliebenen Marktteilnehmer grösser. Sie verwalten die Vorsorgegelder von immer mehr Versicherten. Kümmerten sich im Jahr 2008 noch drei Viertel der Vorsorgeinstitutionen um weniger als 500 aktive Versicherte, waren es Ende 2023 nur noch 54,6 Prozent. Gleichzeitig wuchs der Anteil von Einrichtungen mit mehr als 10 000 aktiven Versicherten von 2,5 auf 6,4 Prozent. Eine durchschnittliche SGE umfasst 15 134 aktiv Versicherte.

«Während sich der Markt weiter konsolidiert, verschwinden zahlreiche kleinere, firmeneigene Pensionskassen», beobachtet Florian Schreiber. «Sie können den steigenden Anforderungen an Effizienz, Regulierung und Risikomanagement kaum noch gerecht werden und schliessen sich einer Sammeleinrichtung an, die Skaleneffekte nutzt und professionelle Strukturen bietet.»

Die Bedeutung der Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen ist dadurch in den vergangenen Jahren immer grösser geworden. «Sie haben sich zu tragenden Pfeilern der beruflichen Vorsorge in der Schweiz entwickelt», urteilt Florian Schreiber.

Insgesamt betreuen SGEs inzwischen den grössten Anteil der aktiv Versicherten: Rund drei Viertel (74,1 Prozent) der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind bei einer SGE versichert.

Befragt nach den aktuell grössten Herausforderungen, nannten die im Rahmen der IFZ-Studie 2025 befragten SGEs wie in den Vorjahren an erster Stelle die zunehmenden Regulierungsanforderungen.

Aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung im Vorsorgemarkt gerieten die Einrichtungen vermehrt in den Fokus des Gesetzgebers und der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV), erklärt Florian Schreiber: «Die Umsetzung und Kontrolle solcher regulatorischer Vorhaben hat sich gemäss den befragten Vorsorgeeinrichtungen auch in den Verwaltungskosten niedergeschlagen.» 91 Prozent der SGEs gaben für die vergangenen fünf Jahre gestiegene Verwaltungskosten an.

Erstmals werden auch Versicherungsbroker befragt und die ambivalente Haltung der Vorsorgeeinrichtungen zu diesem Vertriebskanal aufgezeigt. Dazu heisst es:

19 Brokerunternehmen nahmen teil und steuerten ihre Einschätzungen zum Marktumfeld bei. Dabei beantworteten sie die interessanten Fragen, nach welchen Kriterien sie Arbeitgebern eine Vorsorgeeinrichtung empfehlen und welche Themen Arbeitgebern bei der Auswahl besonders wichtig sind.

Als Topthema der Arbeitgeber haben die Broker die finanzielle Leistungsfähigkeit von Vorsorgeanbietern ausgemacht. Die Solvenz und die Verzinsung von SGEs werden von 89 Prozent der Befragten als «wichtig» oder «sehr wichtig» bezeichnet. « (…)

Zudem wünschen sich viele Arbeitgeber eine individuellere Beratung und mehr Transparenz über die verzinsten Ansprüche. Auch Wahlpläne und die Koordination zwischen privater und beruflicher Vorsorge gelten als Themen, die immer mehr gefragt sind.

Die Broker gaben auch an, anhand welcher Kriterien sie Vorsorgeeinrichtungen bewerten und Unternehmenskunden empfehlen. Dabei spielen finanzielle Kriterien die Hauptrolle. 89 Prozent der befragten Broker stuften den Deckungsgrad als «sehr wichtig» ein. Fast genauso stark werden die Verzinsung des Vorsorgekapitals und die Anlageperformance bewertet.

  IFZ Studie

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ESG-Studie 2025

17. Dezember 2025 By pwirth in Kapitalanlagen, Studie Tags: ESG

Picard Angst hat ihre ESG-Studie 2025  für institutionelle Anleger publiziert und hält dazu fest: 

Für die vorliegende Studie wurden reale institutionelle Portfolios im Umfang von rund 150 Mrd. Schweizer Franken detailliert untersucht. Dieses Anlagevolumen setzt sich aus den Anlageallokationen von 71 Pensionskassen, Sammelstiftungen und Versicherungen aus der Deutschund Westschweiz zusammen.

Die Portfolios wurden anhand von fünf etablierten Klimaindikatoren bewertet. ESG- und insbesondere Environment Ratings wurden dabei bewusst nicht berücksichtigt, weil sie aktuell nicht Bestandteil der Reporting Empfehlungen sind und methodisch schwer vergleichbar sind.

Grundlage für die Analyse bilden die Daten von MSCI ESG Research. Es wurden sämtliche Anlagekategorien berücksichtigt, für welche eine solide Datengrundlage mit hoher Abdeckung verfügbar ist. Dazu gehören die Aktien, die Unternehmensund Staatsanleihen sowie die Wandelanleihen.

Alternative Anlagen, Derivate, Immobilien und Rohstoffe wurden hingegen nicht bewertet. Ziel war es, breit abgestützte Erkenntnisse zum Klimaprofil in der institutionellen Vermögensverwaltung in der Schweiz zu gewinnen und relevante Entwicklungen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Abschliessend wird festgestellt:

Die Auswertung zeigt, dass das Klimaprofil sehr stark mit der Gewichtung der Anlagekategorien und der Sektoren zusammenhängt. Dabei wirkt sich aufgrund der Dominanz von verhältnismässig klimaeffizienten Wirtschaftszweigen in der Schweiz, ein Home Bias positiv aus.

In Bezug auf die Art des Investors spielt die Grösse eine weit weniger wichtige Rolle als die Art der Institution. Sammelstiftungen haben augrund von strukturellen Eigenschaften einen höheren Anreiz, Klimaaspekte zu berücksichtigen. Letztlich bleibt dies jedoch ein strategischer Entscheid des obersten Organs und das Erzielen einer angemessenen Rendite ist die Hauptaufgabe der institutionellen Vermögensanlage.

  ESG-Studie

 

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Linke Pläne und bürgerliches Versagen

17. Dezember 2025 By pwirth in Politik

In der Gewerbezeitung hält Kollege Werner C. Hug den bürgerlichen Politikern eine Kapuzinerpredigt. Sie haben nicht begriffen, was sich hinter der von der Linken geforderten Überwindung des Kapitalismus verbirgt. Im Parteiprogramm der SP nebulös formuliert, wird inhaltlich konsequent die Abschaffung von Kapital- und Marktwirtschaft gefordert. Das betrifft in besonderem Masse auch die Sozialversicherung und die 2. Säule. Hug schreibt: 

Die Jusos prägen seit Beginn des neuen Jahrhunderts die Politik der SP. Die bürgerliche Mehrheit hat jedoch die Strategie der Linken bis heute noch nicht begriffen. Im Gegenteil: Bewusst oder unbewusst unterstützt sie den Ausbau der staatlichen Tätigkeiten.

Das beginnt bei der Geburt mit erweiterten Vater- und Mutterschaftsferien, mit der Finanzierung von Kitas durch den Bund, der Forderung nach Durchmischung in den Schulen, der Indoktrinierung der Gymnasien über ihre Lehrer, die teilweise sogar bis in die Universitäten reicht, mit Mindestlöhnen, mit einem Leistungsausbau im Gesundheitswesen, usf.

Die Sozialversicherungen werden über Umverteilungen ausgebaut, Eigenverantwortung wird zum Fremdwort. Finanziert werden alle diese staatlichen Leistungen von den «Reichen», die ja sowieso von zu tiefen Steuern profitieren.

Schon heute verlangt die SP – gemäss Parteiprogramm – dass AHV und Pensionskassen, aber auch die Notenbank ihre Gelder nur «sozial-ökologisch» anlegen sollen. Dabei haben alle drei genannten Institutionen in erster Linie die Aufgabe, ihr anvertrautes Kapital sicher und renditeorientiert zu investieren.

Nur so erreichen sie das Ziel, den Aktionären – Kantonen und Bund – und den Versicherten ein höheres Vermögen zu erschaffen. Entscheidet die Politik darüber, welche börsenkotierten Titel die Pensionskasse kaufen und welche sie nicht erwerben darf, steht nicht mehr die Rendite, sondern ein Werturteil im Vordergrund. Darüber kann getrost gestritten werden, wie das Beispiel derselben SP-Vertreter beweist: Bei der Festlegung des BVG-Mindestzinses verlangen sie stets höhere Renditen. (…)

Ob Krankenkassenprämien oder ökologische Anlagen von Pensionskassen: Stets geht es der SP um Umverteilung von erwirtschafteten Geldern: zunächst über die Schaffung von speziellen Fonds zur Finanzierung des Umbaus der Wirtschaft zu sozialökologischen Unternehmungen, zu deren «Demokratisierung», zu Fonds für Unternehmen des Service public und öffentlicher Infrastrukturaufgaben, gespeist von Kapitalien der Pensionskassen.

Im zweiten Schritt über deren vollständige Verstaatlichung. Mit der «Demokratisierung» der Wirtschaft einher geht auch die Entmachtung der Besitzenden und damit der Überführung des Kapitals der Unternehmungen an die Mitarbeitenden sowie die Sozialisierung des Bodenrechtes. Über das Vorkaufsrecht wird Grund und Boden allmählich verstaatlicht, das Privateigentum abgeschafft. (…)

Das Ganze gipfelt in der Forderung zum Eintritt der Eidgenossenschaft in die EU. Im Zentralorgan der EU fühlt sich die SP wohl. Denn in Brüssel wird von oben herab dekretiert, umverteilt und erlassen, was unten noch getan werden darf. Das jedoch widerspricht unserem direkt-demokratischen Staatswesen ganz fundamental. Souverän ist in der Schweiz einzig und allein das Volk. (…)

«Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will» (Jean-Jacques Rousseau). Aber es gilt auch die Präambel unserer Bundesverfassung: «… gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen …»

Gelingt es der Politik nicht, diese Grundwerte der Eidgenossenschaft wieder umzusetzen, laufen Wirtschaft und Gesellschaft immer mehr Gefahr, in Richtung Zentralverwaltungswirtschaft abzugleiten.

  Artikel Hug

 

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Technische Grundlagen BVG2025: Steigende Lebenserwartung und Invalidierung

17. Dezember 2025 By pwirth in Aktuarielles Tags: Lebenserwartung, Technische Grundlagen

Die neuen technischen Grundlagen BVG2025 der beiden  Herausgeber – Libera und Aon – wurden veröffentlicht. Sie zeigen eine weiterhin steigende Lebenserwartung für beide Geschlechter, vor allem aber eine markant höhere Wahrscheinlichkeit invalid zu werden, wovon vor allem Personen unter 40 Jahren betroffen sind. 

Für die technischen Grundlagen BVG 2025 haben insgesamt 14 grosse autonome Pensionskassen ihre Daten der Jahre 2020 bis 2024 zur Verfügung gestellt. Die Datenbasis, die rund 1.5 Millionen aktive Versicherte und 0.9 Millionen Rentenbezüger umfasst, zeigt, dass die in der Schweizer beruflichen Vorsorge versicherten Personen weiterhin ein immer höheres Alter erreichen – und damit auch immer länger Vorsorgeleistungen beziehen.

So ist die beobachtete Lebenserwartung der 65-jährigen Männer und Witwer innerhalb von fünf Jahren um etwa 0.4 Jahre auf 20.8 Jahre angestiegen. Bei den gleichaltrigen Frauen hat sich die Lebenserwartung um etwa 0.3 Jahre auf 22.5 Jahre erhöht.

Bei den Witwen hingegen wurde eine deutlich stärkere Zunahme der Lebenserwartung um gut 0.5 Jahre auf 22.6 Jahre beobachtet.

Hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, invalid zu werden, zeigt sich – entgegen der bei den beiden letzten Ausgaben der technischen Grundlagen beobachteten Tendenz – über alle Altersklassen hinweg betrachtet ein durchschnittlicher Anstieg der Invalidisierungswahrscheinlichkeiten von rund 10%.

Besonders deutlich ist der Anstieg der Invaliditätsfälle bei Versicherten unter 40 Jahren, während die Wahrscheinlichkeiten, invalid zu werden, in höheren Altersklassen tendenziell gesunken sind.

Die Wahrscheinlichkeiten für den Anspruch auf eine Ehegatten- oder Lebenspartnerrente im Todesfall sind für Männer relativ stabil geblieben und für Frauen angestiegen. Das Alter der anspruchsberechtigten Hinterlassenen zum Zeitpunkt des Todes hat sich gegenüber den technischen Grundlagen BVG 2020 im Schnitt nur geringfügig verändert. (…)

Für die Extrapolation der Entwicklung der Lebenserwartung knüpfen die technischen Grundlagen BVG 2025 an die bisherigen Grundlagen an und verwenden ein aktuelles Modell des Bundesamtes für Statistik (BFS), welches gegenüber dem in den BVG 2020 verwendeten Modell unverändert ist, jedoch vom BFS mit den neuesten Bevölkerungsdaten aktualisiert worden ist.

Aufgrund der genannten statistischen Entwicklungen dürfte die Anwendung der technischen Grundlagen BVG 2025 im Vergleich zu den technischen Grundlagen BVG 2020 bei Pensionskassen, die Periodentafeln verwenden, zu einem Anstieg der Vorsorgekapitalien der Rentenbezüger führen. Bei Verwendung von Generationentafeln könnte sich demgegenüber eine leichte Abnahme ergeben.

Die technischen Grundlagen BVG 2025 sehen erstmals die Möglichkeit vor, die Grundzahlen mit Gewichtungsfaktoren zu versehen. Damit wird es dem Anwender ermöglicht, kassenspezifische Anpassungen an den technischen Grundlagen BVG 2025 einfach und direkt vorzunehmen.

Website BVG Grundlagen /     Mitteilung 

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Kommentar

Rückspiegel

Politik im Vermietungsgeschäft
Die Basler PK will mit ihren Immobilien in Genf eine angemessene Rendite erzielen. Das stört die Linke. Link

OAK auf dem Holzweg
Die Oberaufsicht will sich mit der risikobasierten Aufsicht einen alten Traum verwirklichen. Experte Roger Baumann hält nichts davon. Link

Bloss keine Reform
Die SGK-N wagt mit zwei BVG-Änderungen einen neuen Reformanlauf. Der ASIP reagiert heftig. Link

inter-pension not amused
Die OAK will den Handlungsspielraum der Sammelstiftungen noch weiter engen. Ihr Verband wagt ein skeptisches Räuspern. Link

Novas Erbe
Mathieu Erb folgt auf Colette Nova im BSV. Link

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