Die Basler Pensionskasse ist mit der Kündigung von über 100 Mietern in Genf politisch in die Bredouille geraten. Parlamentarier in Basel und Genf  setzen sich für die Mieter zur Wehr. Direkte Eingriffsmöglichkeiten bestehen nicht, aber bei der geplanten Sanierung kann Genf der Pensionskasse das Leben schwer machen. Der Blick schreibt:

Welchen Hebel hat der Staat? Die Kantonsbehörden betonen, dass sie zwar Kündigungen als «privatrechtlichen Akt» nicht verhindern können – sehr wohl aber beim nächsten Schritt das letzte Wort haben werden. Denn sobald das Baugesuch für die Sanierungsarbeiten eingereicht ist, kann der Staat Auflagen machen. Etwa, dass Mieter in ihren Wohnungen bleiben oder dass die Sanierung etappenweise im sogenannten Rochade-System erfolgt. (…)

Auch die Stadt Genf tritt beherzt auf. So kritisierte der Stadtrat öffentlich Aussagen der Verwaltung, wonach einzelne Mieter in subventionierten Wohnungen untergebracht werden könnten. Dies sei, so der Stadtrat, der Versuch, «soziale Verpflichtungen der Eigentümer auf die öffentliche Hand abzuwälzen», wie die «Tribune de Genève» schrieb.

Die Stadt verweist dabei auf Zahlen: Ende 2025 waren bei der städtischen Wohnverwaltung bereits über 5000 Gesuche für subventionierte Wohnungen pendent, wie die «Tribune» weiter berichtete. Ersatzlösungen für die Carl-Vogt-Mieter seien kaum realistisch.

Bereits zuvor aktiv geworden ist die Basler Politik. Im Verwaltungsrat der Pensionskasse sitzt mit Tanja Soland (50) auch eine Regierungsrätin. Basta-Grossrätin Patrizia Bernasconi (59) kritisierte gegenüber Blick: «Gerade eine öffentlich-rechtliche Pensionskasse hat auch eine soziale Verantwortung.» Die Politikerin forderte in einem Vorstoss Antworten.

Die PKBS hält in einer Mitteilung dagegen:

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