Wohnungsnot: Der Elefant im Raum
Rudolf Strahm nimmt in einer Kolumne für “Direkt” die schwierige Situation für viele Mieter auf dem Immobilienmarkt unter die Lupe. Nicht nur sind in vielen Landesteilen Wohnungen Mangelware, sie werden – der Zusammenhang ist logisch und direkt – auch teurer. Während aber vielfach bloss nach Regulierung und Unterstützung gerufen wird, bringt Strahm die wichtigsten Gründe für die aktuelle Situation aufs Tapet:
Der grösste, oft unbenannte Elefant – das eigentliche Kernproblem – ist die strukturelle Kluft zwischen Angebot und Nachfrage von Wohnungen. Im Jahr 2018 wurden in der Schweiz etwa 50’000 Neuwohnungen gebaut. Seither sinkt die Neubauzahl trotz starkem Bevölkerungswachstum, und sie wird nächstes Jahr auf rund 30’000 fallen, wie die Baugesuche als vorlaufendem Indikator aufzeigen. Das wird sich auswirken!
Sprachregelungen zur Umbenennung oder Verdrängung der Wohnungsnot sind eine Selbsttäuschung. Der oft zitierte Leerwohnungsbestand in einer Momentaufnahme kann täuschen, denn wenn die Mobilität gross ist, ist auch die momentane Leerwohnungsziffer wegen Teilrenovationen höher – trotz Knappheit.
Ein Elefant im Raum – ich benenne das Tabu – ist auch die Zuwanderung und die allgemeine demografische Entwicklung. Hohe Zuwanderung mit gleichzeitig sinkendem Neuwohnungsbau treibt auch die Mieten hoch. Man darf das nicht ausblenden. (Allerdings steht die Mieterseite recht machtlos da: Denn die Zuwanderung aus Europa wird aufgrund der bilateralen Verträge faktisch nur durch den Arbeitsmarkt gesteuert, und die Migration aus Drittstaaten faktisch durch die Gerichtspraxis.)
PPCmetrics Pensionskassen-Jahrbuch 2023
Entwicklung technischer Zinssatz 2008 bis 2022 und der historische Richtungswechsel im Berichtsjahr
Die PPCmetrics AG veröffentlicht zum neunten Mal das «Pensionskassen-Jahrbuch» (bisher «Analyse der Geschäftsberichte von Pensionskassen»). In der Studie werden systematisch Strukturdaten von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen analysiert.
Die Studie stützt sich auf eine breite und repräsentative Peer Group von 299 Pensionskassen mit einem kumulierten Vorsorgevermögen von rund 727 Mrd. Frankn und rund 3.7 Mio. Versicherten. Die Datenerhebung durch PPCmetrics wurde im Jahr 2008 erstmalig durchgeführt, somit steht für die Analyse eine Datenhistorie von 15 Jahren zur Verfügung. In der Medienmitteilung wird dazu ausgeführt:
Die Credit Suisse und die UBS fungieren als zwei der wichtigsten Depotbanken und Global Custodians in der Schweiz. Bei rund 40% der untersuchten Pensionskassen mit einem Global Custodian war dies per Ende 2022 die UBS, bei rund 30% die Credit Suisse. Auch in der Vermögensverwaltung ist die Bedeutung der neuen UBS zentral: Kumuliert verwaltete sie per Ende 2022 einen Anteil von rund 40% des Gesamtvermögens der Schweizer Pensionskassen.
US: Public Pensions Report 2023
(WSJ) After three years of roller-coaster returns, state and local government pension funds are reporting a little more normalcy. For the year ended June 30, the funds‘ median return was 8.3%, according to Wilshire Trust Universe Comparison Service. That’s about the average return for the past decade and above pension plans‘ long-term targets of around 7% per year.
This year’s stock performance drove the gains. Private equity, meanwhile, lost money for the first time since the 2008-09 financial crisis, according to a Burgiss Group index that excludes venture capital. Private equity is typically reported on a one-quarter lag. That means pension funds‘ June 30 figures reflected private equity performance for the twelve months ended March 31 and included poor performance in early 2022.
That contributed to missed targets at some of the largest plans. The California Public Employees‘ Retirement System, the nation’s biggest pension fund, reported a preliminary return of 5.8% for the year ended June 30. The second-largest, the California State Teachers‘ Retirement System, returned 6.3%.
10 Fehler
Ausländische Arbeitskräfte in der Schweiz
(BFS) Je nach Herkunftsland unterscheidet sich die Situation der 1,12 Mio. ausländischen Arbeitskräfte in der Schweiz. Personen aus gewissen EU-Staaten haben hohe Erwerbstätigenquoten von 85% oder mehr, andere haben Quoten unter 60% (Russland, Eritrea, Türkei). Erwerbstätige aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich sind eher hochqualifiziert und in Führungspositionen, jene aus Sri Lanka und Eritrea hingegen oft als Hilfsarbeitskräfte tätig. Das widerspiegelt sich auch in unterschiedlichen Arbeitsbedingungen. Dies sind einige Ergebnisse aus der Publikation zu den «Ausländischen Arbeitskräften in der Schweiz» des Bundesamtes für Statistik (BFS).
APK: Leistungsziel von 60 Prozent
Nau hat ein Interview mit Bruno Rudolf, SVP-Grossrat des Kt. Aargau, geführt. Es dreht sich um das PK-Dekret, mit dem das Leistungsziel der Aargauischen Pensionskasse incl. AHV bei 60 Prozent stabilisiert werden soll.
D: Rentenkollaps
Die NZZ beschäftigt sich mit einem Thema, das in Deutschland sicherheitshalber gerne ausgeklammert wird: Die katastrophale Situation der Rentenversicherung.
Der einzige Grund, warum die Rentenkasse noch nicht vollends kollabiert ist, sind die immer neuen Steuermilliarden, mit denen die Bundesregierung das System Jahr für Jahr notdürftig stabilisiert. Jeder vierte Euro, den der deutsche Staat aus Steuern einnimmt, wandert mittlerweile in die Rentenkasse. Allein im laufenden Jahr werden es 112 Milliarden Euro sein. Tendenz: steil steigend.
Während man der Regierung den demografischen Wandel nicht vorwerfen darf, muss sie sich doch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie das Problem verschleppt. Wenn sie das System einfach weiterlaufen liesse wie bisher, müssten die Beitragssätze für die Arbeitnehmer künftig stark steigen. Auch darüber herrscht Konsens unter Ökonomen.
Geburtenrückgang
pw. Zwar fehlt es nicht an Zuwanderung – 2022 nahm die Bevölkerung der Schweiz um fast eine Viertelmillion zu – aber die Geburten gehen zurück. Im Kanton Zürich bspw. im selben Jahr um 14 Prozent, was mit 4538 etwa dem Stand von 2006 entspricht. Die Gründe liegen im Dunkel. Auf der Website des Zürcher Präsidialdepartements werden sie auf einen Rückgang der Fertilität zurückgeführt, was auch nicht erhellend ist, weil der Tatbestand einfach einen anderen Namen erhält. Andere Ursachen, bspw. Folge der Covid-Impfung, werden hierzulande nicht ernsthaft diskutiert. Aber mit den sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen müssen wir dennoch klarkommen. Stefan Millius schreibt in der Weltwoche dazu:
Die Altersklasse ab 75 Jahren wächst rund sieben Mal so schnell wie die Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren. Inzwischen haben die ersten Babyboomer das Alter von 75 Jahren erreicht. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. 2017 machte der liberale Think-Tank Avenir Suisse folgende Feststellung: «Bereits 2016 sind erstmals mehr inländische Arbeitskräfte aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden als nachgerückt.»
Das war vor sechs Jahren, und die Lage hat sich inzwischen massiv zugespitzt. Derzeit sind in der Schweiz rund 55 Prozent mehr Menschen im Alter zwischen 55 und 60 Jahren und stehen damit kurz vor der Pensionierung, als es 15- bis 20-Jährige vor dem Eintritt ins Arbeitsleben gibt. Es ist eine simple Primarschulrechnung: Die einen gehen – und viel weniger rücken nach. (…)
PK SBB: 100% Kapitalbezug
Die Pensionskasse SBB informiert auf ihrer Website die Versicherten:
Ab 1. Januar 2024 können Sie bei Pensionierung das gesamte Vorsorgeguthaben zu 100% als Kapital beziehen. Bisher war der Bezug des Vorsorgeguthabens mit maximal 50% Kapital und 50% Rente möglich.
Bei einem Kapitalbezug zu 100% ist ein Bezug der Überbrückungspension nur mit vollständiger Vorfinanzierung vor Antritt der Pensionierung möglich. Zudem erlöschen mit dem vollständigen Kapitalbezug alle weiteren Leistungen der Kasse.
Wir werden über die weiteren Details im nächsten Newsletter Gleis 2 informieren.
Wie verloren, so gewonnen
Oliver Dichter, Leiter Asset Liability Management von PPCmetrics, hat HZ Insurance ein Interview zur aktuellen Lage und der Zukunft der PKs gegeben. Auszüge.
[Hat] sich die finanzielle Lage der Pensionskassen im Jahr 2022 im Durchschnitt gar nicht wirklich verschlechtert?
Nicht wirklich, denn alles, was auf der Anlageseite der Bilanz einer Pensionskasse verloren ging, ging ja quasi ebenso aufseiten der Verpflichtungen verloren. Insofern haben sich die Bilanzen, wenn man sie ökonomisch oder marktnah bewertet, nicht stark verschlechtert.
Inwieweit kommt ein Umfeld steigender Zinsen, wie wir es jetzt sehen, den schwächelnden PK zugute?
Das höhere Zinsumfeld führt dazu, dass Kassen, die in Unterdeckung geraten sind, die also keine Wertschwankungsreserven mehr haben und deren Deckungsgrad unter 100 Prozent liegt, nun aus der Unterdeckung aufsteigen können, indem sie eine Minderverzinsung vornehmen. Wenn eine Kasse zu dieser harten Massnahme greift und in einem positiven Zinsumfeld eine Nullverzinsung ansetzt, dann erzielt sie dadurch selbst ohne jedes Anlagerisiko eine Differenz zur erwarteten Rendite und kann mit einer Sanierungswirkung rechnen.
Was meinen Sie?
Hansueli Schöchli nimmt – sehr berechtigt – die zahllosen laufenden Meinungsumfragen kritisch unter die Lupe, konkret jene von Groupe Mutuel und Le Temps zur Altersvorsorge, welche nicht ganz überraschend eine Mehrheit für die 13. AHV-Rente und eine kleine Minderheit für die Erhöhung des Rentenalters ergaben. Schöchli schreibt dazu:
«Sind Sie dafür, dass sich Ihr Leben künftig verbessert?» Nicht nur Hellseher ahnen, ob die Volksmehrheit in der Schweiz diese Frage eher bejahen oder verneinen würde. Das gilt auch für folgende Frage: «Sind Sie dafür, dass sich Ihr Leben künftig verschlechtert?» Und für diese Frage: «Sind Sie für eine bessere Welt?»
Die Belästigung der Bevölkerung mit solchen Erhebungen könnte man sich deshalb schenken. Trotzdem laufen manche Fragen der Meinungsforschung im Kern auf eine der genannten Fragestellungen hinaus. Die jüngste Illustration lieferte diese Woche die Krankenkasse Groupe Mutuel mit der Publikation einer Umfrage des Instituts M. I. S. Trend über die Altersvorsorge.
Unter anderem sagten dabei 62 Prozent, dass sie sicher oder wahrscheinlich für die gewerkschaftliche Volksinitiative stimmen werden, die eine 13. AHV-Monatsrente verspricht – was faktisch einer Erhöhung der AHV-Renten für alle um 8,3 Prozent entspricht. Skepsis meldeten 26 Prozent an. Der Fall für den Urnengang vom nächsten Jahr zu dieser Volksinitiative erscheint also klar.
Maillard: «Ce sont les PME qui vont payer la facture de la réforme LPP»
Il pourrait devenir le fossoyeur de la loi sur la prévoyance professionnelle. Pierre-Yves Maillard dit tout le mal qu’il pense de la copie du parlement et livre sa vision d’un deuxième pilier juste et durable.
Le Temps: Tout le monde s’accorde à dire qu’une réforme de la LPP est nécessaire et urgente. La décision de lancer le référendum a-t-elle été difficile à prendre?
Pierre-Yves Maillard: C’était une évidence. Le parlement a manifesté un tel mépris du travail fait en amont entre partenaires sociaux. Il n’y avait donc aucune hésitation. Pour la réforme de l’AVS, on savait que les fronts étaient plus figés et que le peuple devrait arbitrer. Mais, pour la LPP, nous sommes partis dans l’esprit du partenariat social puisque le Conseil fédéral nous avait confié ce mandat. Le compromis trouvé avait le soutien de la principale faîtière patronale, l’Union patronale suisse, mais elle ne l’a pas défendu avec assez de force. C’est triste parce que cette opération aura des conséquences lourdes sur le dossier. Et le partenariat social sort très abîmé.
Grosse Unsicherheit bei der BVG-Revision
Die Sorge um die Renten nimmt weiter zu, es ist dringender denn je, das System anzupassen. Doch bezüglich Reform bleibt die Schweizer Bevölkerung zutiefst gespalten, wie eine Umfrage der Groupe Mutuel in Partnerschaft mit «Le Temps» zeigt. In einer Mitteilung der Groupe Mutuel heisst es dazu:
Die Schweiz ist bei der Reform ihres Rentensystems zutiefst gespalten. Hätte die Bevölkerung im Juni über das Referendum gegen die Reform der 2. Säule abgestimmt, wäre das Ergebnis laut einer Umfrage unklar. 30 Prozent der Befragten sprachen sich für das Referendum aus und lehnten damit die nach langen Verhandlungen in den eidgenössischen Räten verabschiedete Reform ab. 29 Prozent waren bereit, das Referendum abzulehnen und somit den vom Parlament erarbeiteten Kompromiss zu akzeptieren.
Aber es sind vor allem die 41 Prozent der Unentschlossenen, die nachdenklich stimmen. Sie zeigen, dass zu diesem Zeitpunkt bei einem so wichtigen Thema fast jeder zweite Schweizer noch zögert. Die Abstimmung findet wahrscheinlich erst im Frühjahr 2024 statt, aber die Kampagne scheint noch lange nicht entschieden zu sein und dürfte daher äusserst spannend werden.
Bei den weiteren Reformen, die momentan diskutiert werden, beginnt sich die Idee einer allgemeinen Erhöhung des Rentenalters, als Reaktion auf den demografischen Wandel, langsam durchzusetzen. Seit 2020 die erste jährliche Umfrage durchgeführt wurde, zeichnet sich eine deutliche Veränderung ab. Die Zahl der Personen, die eine solche Erhöhung ablehnen, sinkt von 49 Prozent auf 34 Prozent. Der Vorschlag eines einheitlichen Beitragssatzes für alle Altersgruppen scheint ebenfalls zu überzeugen und findet sogar eine wachsende Zahl von Befürwortern unter den kurz vor der Pensionierung stehenden Personen.
Der Blick schreibt zu den AHV-Initiativen:
Wahrscheinlich schon im März des nächsten Jahres dürften die beiden AHV-Initiativen vors Volk kommen. Für die 13. AHV-Rente sieht es dabei gut aus: 62 Prozent der Befragten sprechen sich für die linke Initiative aus, nur 26 Prozent lehnen sie ab. Der Rest ist unentschlossen.
Umgekehrt das Bild bei der jungfreisinnigen Renten-Initiative. Die Befragten haben wenig Bock, deutlich über 65 hinaus arbeiten zu müssen. 56 Prozent lehnen die Initiative ab, nur 33 Prozent sind dafür. Jeder neunte Befragte weiss noch nicht, wie er stimmen wird.
Verbesserungen für Anlagestiftungen dank MWSt-Revision
Am 16. Juni 2023 hat der National- und Ständerat nach eingehender Beratung die Teilrevision des MWST-Gesetzes verabschiedet. Neben diversen weiteren Änderungen konnte auch eine Steuerausnahme für das Anbieten von Anlagegruppen von Anlagestiftungen und die Verwaltung von Anlagegruppen erreicht werden. Marco Tiefenthal, PwC, stellt dazu u.a. fest:
Mit der Teilrevision des MWST-Gesetzes in der Sommersession 2023 wurde nun das Anbieten von Anlagegruppen von Anlagestiftungen und die Verwaltung dieser Anlagegruppen nach BVG durch Personen, die diese verwalten oder aufbewahren, die Depotbanken und deren Beauftragte (natürliche oder juristische Personen, denen die Anlagestiftungen Aufgaben delegieren können), als Ausnahmebestimmung in Art. 21 Abs. 2 Ziff 19 lit. g MWSTG aufgenommen.
Dadurch wird die mehrwertsteuerliche Benachteiligung von Anlagestiftungen gegenüber kollektiven Kapitalanlagen gemäss KAG aufgehoben und die Attraktivität von Anlagelösungen über eine Anlagestiftung gesteigert.
Aktuell ist davon auszugehen, dass die Änderungen per 1. Januar 2025 in Kraft treten. Grundsätzlich ist es jedoch möglich – wenn auch unwahrscheinlich – dass ein fakultatives Referendum gegen die Änderung des MWSTG ergriffen wird, was eine zeitliche Auswirkung auf dessen Inkrafttreten haben kann.
VZ Pensionierungs-Barometer 2023
VZ macht den Erwerbstätigen wenig Hoffnung auf eine ausreichende Rente. Laut seinen Berechnungen sind seit 2002 die zu erwartenden Renten um 21 Prozent geschrumpft. Bei vielen Menschen dürfte sich laut VZ eine grosse Einkommenslücke auftun, wenn sie in Pension gehen. Trotzdem glaube immer noch eine deutliche Mehrheit der Menschen, nach der Pensionierung ohne finanzielle Probleme leben zu können.
Der VZ Pensionierungs-Barometer untersucht die Entwicklung der Renten aus AHV und Pensionskassen und das Vertrauen in das Vorsorgesystem. Der Barometer wird 2023 zum fünften Mal erhoben und setzt sich aus drei Indizes zusammen: Erwartungs-, Renten- und Vertrauensindex.
Erkenntnisse aus dem Erwartungsindex. Der Erwartungsindex zeigt, wie ernst die Lage für einige ist:
• Seit 2002 sind die zu erwartenden Renten um 21 Prozent geschrumpft. Im Beispiel beträgt der Rückgang fast 16’000 Franken pro Jahr.
• Bei der Pensionierung werden dann noch kleinere Renten ausbezahlt. Im berechneten Beispiel ist die effektiv ausbezahlte Rente fast 10 Prozent tiefer als die ursprünglich erwartete. Der wichtigste Grund: Weil die Menschen immer älter werden, müssen viele Pensionskassen ihre Umwandlungssätze senken. Das hat dann tiefere Renten zur Folge. Die BVG-Reform will den gesetzlichen Umwandlungssatz von 6,8 auf 6,0 Prozent senken.Ob die Schweizerinnen und Schweizer die Reform an der Urne annehmen oder ablehnen: Schon heute ist klar, dass die Pensionskassen ihre Umwandlungssätze weiter reduzieren müssen – und so auch die ausbezahlten Renten. Weil zudem kaum eine Pensionskasse die Inflation ausgleicht, büssen die Renten laufend an Kaufkraft ein.





