«Vollversicherung unter Druck»
Das Medienportal «BusinessClass» hat ein Interview mit Felix Brandenberger, Mitglied der Asga-Geschäftsleitung, geführt. Dabei ging es um die Situation der Vollversicherung (eine Konkurrenz zum Asga-Modell), Fragen zum Wechsel der PK, der Transparenz oder zur Rolle der Broker. Zur Situation der Vollversicherung meint Brandenberger:
«Die Vollversicherung in der beruflichen Vorsorge kommt zunehmend unter Druck. Hohe Kosten, Anlagenotstand, begrenzte Renditen und steigende Lebenserwartung machen sie für die Anbieter von Vollversicherungslösungen und die Unternehmen immer unattraktiver. Trotzdem bereichert die Vollversicherung die verschiedenen Vorsorgemodelle und bietet den Unternehmen, für welche die Werterhaltungsgarantie auf den Sparguthaben der Versicherten ein wichtiges Anliegen ist, eine sinnvolle und notwendige Ergänzung.
Aufgrund strenger regulatorischer Vorgaben, eines angespannten Zinsmarktes und des Kostendrucks der Unternehmen ist wohl davon auszugehen, dass das Vollversicherungsmodell auch in den nächsten Jahren unter Druck bleiben wird. Die Asga gibt praxisnahe Auskunft und beantwortet die wichtigsten Fragen, um Unternehmen und Versicherte bei der Orientierung in diesem komplexen Umfeld zu unterstützen.»
UBS erbt Blackrock-Mandat
Blackrock ist für den niederländischen Pensionsfonds PME nicht mehr grün genug und vergibt einen Teil des Aktien-Mandats von 5,9 Mrd. Dollar an die UBS. Finews schreibt dazu:
Die UBS kann sich über ein neues Vermögensverwaltungsmandat freuen. Die niederländische Pensionskasse PME, die Arbeitnehmer in der Metall- und Technologiebranche versichert, hat die jahrelange Zusammenarbeit mit dem US-Vermögensverwalter Blackrock beendet, wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst.
Im Rahmen der Verwaltung des ESG-Indexportfolios habe man Blackrock als externen Vermögensverwalter neu bewertet. Man sei zu der Einschätzung gelangt, dass der Vermögensverwalter bei Themen wie dem Klimarisiko nicht mehr im besten Interesse von PME handelt. «Nach dieser Überprüfung haben wir beschlossen, unsere Beziehung zu Blackrock zu beenden», heisst es weiter.
Blackrock habe viele Jahre lang «qualitativ hochwertige Dienstleistungen» erbracht, darunter die Verwaltung von Geldmarktfonds. Man betrachte es aber nicht mehr als ein Unternehmen, das «unsere Vision optimal umsetzen» könne, erklärte der Pensionsfonds. Künftig soll das Aktienportfolio von zwei statt drei Vermögensverwaltern verwaltet werden.
Berliner Zahnärztekasse verliert Hälfte des Vermögens
Der Pensionsfonds der Berliner Zahnärzte muss voraussichtlich die Hälfte seines Anlagevermögens abschreiben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Korruption. Das Handelsblatt schreibt:
Die Ermittlungen folgen auf Berichte mehrerer Medien, wonach der Pensionsfonds aufgrund von Fehlinvestitionen die Hälfte seines Vermögens in Höhe von 2,2 Milliarden Euro verloren habe. Die Zahlen seien vorläufig, eine endgültige Bewertung werde Anfang nächsten Jahres erwartet, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RBB unter Berufung auf den Leiter des Pensionsfonds VZB.
„Wir rechnen derzeit mit einem Verlust von rund der Hälfte unseres Anlagevermögens – etwa 1,1 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2024“, erklärte ein Vertreter der VZB per E-Mail. (…)
Mehr als 10’000 Zahnärzte in Berlin und dem umliegenden Bundesland Brandenburg sind Pflichtmitglieder der VZB und müssen monatlich bis zu 1500 Euro in die Kasse einzahlen, aus der sie nach ihrer Pensionierung ihre Renten beziehen sollen. Die VZB hat im April ihr Investmentteam ausgewechselt, und die neuen Mitarbeiter haben die Verluste aufgedeckt, über die zuerst der RBB berichtet hat.
«Demografie ist stärker als Fleiss»
Zur Sicherung unseres Wohlstands ist ein höheres Rentenalter notwendig, schreibt Patrick Chuard-Keller, Chefökonom des Arbeitgeberverbands in einem Beitrag auf der Website des Verbands. Dazu untersucht er die Alters- und Erwerbsjahre und vergleicht die Zahlen mit anderen europäischen Ländern. Seine Schlussfolgerung: Die Schweizer arbeiten nicht viel mehr als Bewohner anderer Länder, allerdings bei einem deutlich höheren Lebensstandard.
MoreDank der hohen Lebenserwartung sind Männer in der Schweiz lange in Pension. Im Schnitt rund 21 Jahre. In Deutschland sind es rund 19 Jahre, in Frankreich – dank tieferem Rentenalter – rund 23 Jahre.
Rechnet man nun aus, wie viele Jahre wir für ein Jahr in Rente arbeiten müssen, sieht die Bilanz so aus: In der Schweiz sind es rund 2,2 Arbeitsjahre pro Rentenjahr. Damit spielen wir in etwa in der gleichen Liga wie Deutschland und sind leicht vor Dänemark, Schweden oder den Niederlanden – noch vor den in diesen Ländern bereits beschlossenen Reformen.
In einer anderen Liga spielen nur Frankreich und Italien, wo wesentlich weniger Arbeitsjahre auf ein Rentenjahr kommen. Kein Zufall: Frankreich verfügt über ein Renten- und Sozialversicherungssystem am Anschlag – rein umlagefinanziert, bei alternder Bevölkerung und einem zu tiefen Rentenalter, was die Staatsverschuldung zusätzlich antreibt. Italien steht kaum besser da. Beide Länder sind warnende Beispiele dafür, was passiert, wenn Reformen zu spät oder zu zögerlich kommen. (…)
Die Realität bei der Stellensuche im Alter
Der Blick zeigt anhand eines konkreten Falles die Schwierigkeiten älterer Stellensuchender auf. Ein ernüchternder Bericht.
MoreDer Berner Franz Brunner (62) sucht seit über einem Jahr einen neuen Job. «Ich habe 150 Bewerbungen verschickt und nur Absagen bekommen», sagt er frustriert beim Treffen mit Blick. Dabei wäre er für vieles offen: Assistenz der Geschäftsleitung, kaufmännischer Spezialist oder Bankmanager. Auch punkto Arbeitsort ist er flexibel.
Brunner wohnt in Aarburg AG und würde fast ins gesamte Mittelland oder bis ins Berner Oberland pendeln. «Ich bin auch IT-affin», betont er. Die Hoffnung verliert er nicht. (…)
Sein Verdacht: «Man sieht meinen Jahrgang und prüft das Bewerbungsdossier gar nicht weiter.» Direkt würde ihm das natürlich kein Arbeitgeber bestätigen. Telefonische Rückfragen bei Jobvermittlungsbüros haben ihm die Altersdiskriminierung jedoch bestätigt. «Dort sagte man mir, dass man mein Dossier nicht an die Auftraggeber schicken könne. Die würden keine Leute in meinem Alter wollen», so Brunner.
Falsche Reformrezepte
In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger äussert VZ-Experte Karl Flubacher Kritk an den Plänen des Bundesrats zur Altersvorsorge. Ein spricht von einem Sammelsurium, das selbst für Fachleute kaum mehr zu überblicken ist. Auszüge.
Herr Flubacher, der Bundesrat will Frühpensionierungen erst ab 63 ermöglichen. Hat Sie dieser Vorstoss überrascht?
Ja, durchaus. Zumal wir momentan in der Schweiz bereits ein Sammelsurium an Rezepten zur Sanierung der Altersvorsorge herumliegen sehen.
Ein Sammelsurium?
Genau. Es herrscht eine regelrechte Reformkonfusion. Bei der AHV läuft eine Revision, die das Rentenalter von Mann und Frau angleicht und Teilrenten einführt. Ab 2026 kommt die 13. AHV-Rente hinzu. Parallel wird diskutiert, ob Ehepaare höhere Renten erhalten sollen. Dann stehen noch Pensionskassenrevisionen im Raum, und ebenfalls besprochen wird eine Erhöhung der Besteuerung von Vorsorgegeldern. Selbst für Fachleute wird es anspruchsvoll, all das zu überblicken.
Aber was halten Sie konkret von den Plänen, den Vorbezug der zweiten und dritten Säule auf 63 zu verschieben.
Nicht viel. Ich sehe darin einen Eingriff in die Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger. In einem liberalen Land sollte doch jeder und jede möglichst frei entscheiden können, wie lange er oder sie arbeiten will. Frühpensionierung erst ab 63 ist der falsche Weg – auch weil Frühpensionierungen nicht immer freiwillig sind.
Embarras de Richesse
Der Blick schreibt über die überreiche Swissair-Pensionskasse und deren Schwierigkeiten, das viele Geld sinnvoll an die schwindende Zahl ihrer Rentner zu verteilen.
MoreDerzeit hat die Allgemeine Pensionskasse (APK) der Swissair rund 2500 Rentenbezüger. Viele von ihnen sind ältere Semester, schliesslich ist das Grounding fast ein Vierteljahrhundert her – und deshalb profitieren viele von Umwandlungssätzen, die deutlich über 7 Prozent liegen.
Die Sätze sind im Vorsorgereglement festgelegt und klettern mit zunehmendem Alter auf maximal 7,65 Prozent. Was die Swissair-PK besonders lukrativ macht: Die Kassen sind prall gefüllt, das gesamte PK-Vermögen beläuft sich auf 1,09 Milliarden Franken. Und dank einer starken Rendite stieg der Deckungsgrad im letzten Jahr nochmals an – auf 127,3 Prozent. 2021 waren es sogar noch 138,1 Prozent.
2024 bekamen sie 6 Zusatzrenten, insgesamt also 18 Monatsrenten.Ein Zustupf, an den sich die Swissair-Pensionäre mittlerweile gewöhnt haben. Vor vier Jahren gab es insgesamt sogar 23 Monatsrenten. Mitunter bekommen sie jetzt mehr, als sie früher aus den Büros an Lohn mit nach Hause gebracht haben.
Das ganze Geld bringt aber auch ein Problem mit sich: Weil viele Rentenbezüger eben schon etwas in die Jahre gekommen sind, sinkt die Zahl der Mitglieder wegen Todesfällen deutlich.
Migros PK: Zins 7,25%
Ab 1. Januar 2026 werden die Altersguthaben und die Zusatzkonti der MPK mit 7,25 Prozent verzinst. Die laufenden Alters-, Hinterlassenen-, Invaliden- und Kinderrenten mit Rentenbeginn vor dem 1. Januar 2026 werden um 1,5 Prozent erhöht.
Im Rahmen der Anlagestrategie 2025 wurde ein neuer Index eingeführt, der Unternehmen bevorzugt, die aktiv zur nachhaltigen Transformation beitragen. Die Umstellung erfolgte bereits im März 2025. YTD erzielte die Pensionskasse eine Performance von 6,2 Prozent auf dem Gesamtvermögen.
Restrukturierungen innerhalb der Migros-Gruppe führten 2025 zu Teilliquidationen, die rund drei Prozent des Vermögens betrafen. Dank solider Renditen entwickelte sich das Gesamtvermögen dennoch positiv und stieg bis Ende November leicht auf 30,3 Milliarden Franken.
Noch rasch «Tausende sparen»
Auf 20 Minuten gibt Fabian Pöschl Tipps, was man vor dem Jahreswechsel finanziell noch alles tun und überprüfen könnte oder sollte, falls nicht schon geschehen. Das geht von der 3. Säule, über die Krankenkasse bis zum Fixkosten-Check.
Sozialversicherungsstatistik 2025
In der Gesamtrechnung 2023 stiegen die Einnahmen der Sozialversicherungen um 3,2% und die Ausgaben um 4,1%. Der Einnahmenanstieg ist vor allem auf das Wirtschaftswachstum sowie deutlich höhere Krankenkassenprämien zurückzuführen.
Der deutliche Ausgabenanstieg hängt unter anderem mit der Anpassung der AHV/IV-Renten an die wirtschaftliche Entwicklung zusammen. Zudem trugen stark steigende Ausgaben der Beruflichen Vorsorge dazu bei, indem weiterhin geburtenstarke Jahrgänge pensioniert wurden.
Hinzu kamen höhere Ausgaben der Krankenversicherung infolge neuer Therapien und Medikamente sowie der zunehmenden Alterung der Bevölkerung. Das Ergebnis der Gesamtrechnung belief sich auf 24,0 Milliarden Franken.
Umstrittene BR-Pläne für Mindestalter zum Rentenbezug
Gemäss der Leitlinien zur Reform AHV 2030 soll das Mindestalter für die Leistungen aus der 2. und 3. Säule auf 63 Jahre steigen, um Anreize für die Weiterbeschäftigung nach Alter 65 zu schaffen. Dagegen formiert sich Widerstand. Der Blick schreibt:
MoreDas Mindestalter für die Altersleistungen der zweiten und dritten Säule soll auf 63 Jahre steigen, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf Anfrage von cash.ch schreibt: «Der Bezug der Altersleistungen aus 2. Säule und Säule 3a soll frühestens ab Vollendung des 63. Altersjahres möglich sein.»
Gleichlautendes hatten Branchenvertreter zuvor berichtet – dass es eine Frühpensionierung in Zukunft erst ab 63 geben solle. Die Neuerung geht auf die Leitlinien zur Reform «AHV 2030» zurück, welche die finanzielle Lage der AHV für den Zeitraum 2030 bis 2040 festigen und das Sozialwerk an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen soll.
In der Verlautbarung zu den Reform-Leitlinien war der Baustein, der die berufliche Vorsorge in der zweiten Säule und das private Alterssparen in der dritten Säule betrifft, enthalten. Allerdings liess die Formulierung der Landesregierung Interpretationsspielraum: Das Mindestalter, ab dem Versicherte ihre Altersleistung beziehen können, soll «mit der AHV harmonisiert werden», heisst es in der Medienmitteilung.
Swisscanto Flex: «einfaches Modell statt Wahldschungel»
In einer Medienmitteilung gibt die Swisscanto Flex Sammelstiftung Verbesserungen ihrer Rentenleistungen bekannt. Es sind dies die Erhöhung des Umwandlungssatzes von 5,1 auf 5,25 Prozent und die Einführung eines Rentenschutzes. Man wolle ein einfaches Modell statt einen «Wahldschungel» und ein «Signal in der politischen Debatte» setzen, heisst es. Dazu wird ausgeführt:
MoreBislang erhielten Ehepartnerinnen und Ehepartner im Todesfall einer rentenbeziehenden Person eine Hinterbliebenenrente. Neu kommt zusätzlich ein Rentenschutz hinzu: Stirbt eine Person in den ersten zehn Jahren nach der Pensionierung beziehungsweise vor Vollendung des 75. Altersjahres, wird die Differenz zur Altersrente als einmalige Kapitalleistung ausbezahlt.
Die Leistungen aus dem Rentenschutz gehen an die Begünstigten gemäss Reglement. Im Fall unverheirateter Personen wird der nicht verbrauchte Rententeil als einmalige Kapitalleistung an die Hinterbliebenen gemäss Begünstigungsordnung ausbezahlt.
«Wir erleichtern unseren Versicherten die Entscheidung zwischen Kapital oder Rente», sagt Urs Ackermann, Geschäftsführer der Swisscanto Flex Sammelstiftung. «Wer eine Rente wählt, hat die Gewissheit, dass im tragischen Fall eines frühen Todes ein Teil der nicht bezogenen Leistungen bei den Hinterbliebenen ankommt.»
UBS PK-Performance November 2026
Monatlicher Durchschnitt, gleichgewichtet, nach Gebühren
Die Pensionskassen im UBS- Sample erzielten im November nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von 0,52%, wobei sie bei einzelnen Pensionskassen zwischen -0,25% und 1,68% betrug. Die Rendite seit Jahresbeginn liegt bei 5,4% und die annualisierte Rendite seit der Lancierung der UBS Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 bei 3,30%.
UBS Sorgenbarometer: Altersvorsorge auf Platz 3
Die Top-Sorgen 2025/2024
(UBS) Die Schweizer Bevölkerung blickt mit zunehmender Besorgnis auf die globalen Entwicklungen: Geopolitische Konflikte, steigende Lebenshaltungskosten und ein schwindendes Vertrauen in politische Institutionen prägen die Stimmungslage. Das zeigt das aktuelle UBS Sorgenbarometer, das seit 49 Jahren den Puls der Schweizer Stimmberechtigten misst und seit 1995 von gfs.bern erhoben wird.
Mit 45% bleibt das Gesundheitswesen – insbesondere die Krankenkassenprämien – auch 2025 mit Abstand die grösste Sorge der Bevölkerung. Auf Platz zwei folgt der Umweltschutz bzw. der Klimawandel (31%), an dritter Stelle die Altersvorsorge (30%). Trotz jüngster Reformen, etwa der Einführung der 13. AHV-Rente, bleibt die finanzielle Absicherung im Alter ein Dauerbrenner.
Anhaltender Trend zur Teilzeit
Fast 40 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Je nach Alter, Geschlecht und Beruf zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Silvia Perroud schreibt dazu in CHSS:
Im Jahr 2024 arbeiteten gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 1,9 Millionen Erwerbstätige Teilzeit (BFS 2025). Zwischen 1991 und 2024 ist die Teilzeitquote um 13 Prozentpunkte auf 39 Prozent gewachsen.
Zwar ist die Teilzeitquote 2024 bei Frauen mit 58 Prozent fast dreimal höher als bei Männern (21%), doch die Zunahme ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Kommt hinzu: Bei Frauen ist die Zunahme ausschliesslich auf Beschäftigungsgrade zwischen 50 und 89 Prozent zurückzuführen. Bei Männern stiegen auch Beschäftigungsgrade unter 50 Prozent an.
Neben den geschlechterspezifischen Differenzen gibt es bei der Teilzeitquote auch Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So nimmt Teilzeitarbeit mit dem Alter zu: Während bei den 15- bis 24-Jährigen 28 Prozent Teilzeit arbeiten, sind es bei den 55- bis 64-Jährigen 43 Prozent. Teilzeitpensen von unter 50 Prozent sind dabei bei den 15- bis 24-Jährigen häufiger verbreitet als in den übrigen Altersgruppen.
Wer über das AHV-Referenzalter hinaus erwerbstätig ist, arbeitet selten Vollzeit: Bei den 65-Jährigen und älteren Erwerbstätigen beträgt die Teilzeitquote 86 Prozent, kleine Pensen sind dabei besonders verbreitet.
Deutliche Unterschiede in Bezug auf den Beschäftigungsgrad finden sich auch je nach ausgeübtem Beruf. Besonders häufig wird Teilzeit in Dienstleistungsberufen und im Verkauf sowie bei Hilfsarbeitskräften gearbeitet: In beiden Berufshauptgruppen arbeitet mehr als jede zweite Person Teilzeit (siehe Grafik 2). Auch in intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie bei Bürokräften ist Teilzeitarbeit mit Anteilen von über 40 Prozent verbreitet.
Demgegenüber sind Teilzeitpensen bei Bedienern von Anlagen sowie in Montageberufen deutlich seltener anzutreffen: Hier liegt der Anteil bei rund 20 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist Teilzeitarbeit in Handwerksberufen mit 15 Prozent.







