Swisscanto PK-Monitor November 2025
Performance YTD
(pw) Die ZKB wird ihren Swisscanto Pensionskassen-Monitor, der bisher vierteljährlich publiziert wurde, künftig monatlich erstellen. Ob die Kurzfristigkeit der Daten den Pensionskassen dienlich ist, ist eine andere Frage. Wünschenswert wäre jedenfalls, dass die Publikation nicht in Dunkel- / Hellblau geschrieben wäre. Die Lesbarkeit leidet darunter, besonders am PC-Monitor.
Ob damit ein besonderer Bezug zu Zürich (Wappen, See, FDP) hergestellt werden soll, entzieht sich unserer Kenntnis. Die ZKB-Medienstelle wäre jedenfalls gut beraten, das wohl von der PR-Agentur entwickelte Konzept aus Lesersicht zu überdenken.
Zu den Novemberzahlen wird festgehalten:
- Performance: Im November lag die Performance der Vorsorgeeinrichtungen bei 0,5 Prozent. In der Folge beträgt die kumulierte Nettorendite (gleichgewichtet) für 2025 im Schnitt 5,0 Prozent; sie liegt damit 3,0 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Sollrendite aus der Schweizer Pensionskassenstudie von Swisscanto.
- Deckungsgrad: Die Deckungsgrade der Pensionskassen erklimmen in diesem Jahr neue Höchstwerte. Von Ende April bis Ende November verbesserte sich der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen von durchschnittlich 115,1 Prozent auf 120,3 Prozent. Dies sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat.
- Anlageklassen: Die höchste Performance erzielten im November Aktien Schweiz (+4,0 Prozent), dicht gefolgt von Rohstoffen (+3,8 Prozent). Die kumulierte Rendite 2025 von Rohstoffen beträgt per Ende November 38,1 Prozent. Dies, insbesondere dank der starken Performance von Gold. Bei Aktien Schweiz sind es 13,8 Prozent.
- Finanzmärkte: Der November war zunächst geprägt durch aufkommende Ängste rund um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) und Kreditrisiken, was die Aktienmärkte zwischenzeitlich belastete. In der zweiten Novemberhälfte setzte an den Börsen jedoch eine Erholung ein. Eine Zinssenkung im Dezember durch die US-Notenbank Fed ist nun vom Markt weitgehend eingepreist.
- Ausblick: Auch wir im Asset Management der Zürcher Kantonalbank erwarten im Dezember eine Zinssenkung der US-Fed und rechnen mit einem Jahresendrally bei den Aktien. Aktuell sehen wir mehr Potenzial bei den risikoreichen Anlagen als bei Staatsanleihen. Im alternativen Bereich betrachten wir Gold als weiterhin attraktiv; dies auch dank den Käufen von Zentralbanken.
BR: Details zu den Plänen zur Frühpensionierung
Markus Brotschi bringt im Tages-Anzeiger Details zum Vorhaben des Bundesrats, für die Frühpensionierung ein Mindestalter 63 vorzuschreiben.
MoreWichtige Details waren bis jetzt aber nicht bekannt – so blieb etwa offen, ob diese Schranke nur für nach dem gesetzlichen Obligatorium angesparte Pensionskassengelder gilt oder auch für darüber hinausgehende Leistungen. Wäre dieses überobligatorische Kapital weiterhin vor 63 verfügbar, könnten Erwerbstätige mit grossem Pensionskassenkapital weiter ab 58 in Rente gehen, wie das heute zulässig ist.
Doch der Bundesrat will keine Zweiklassengesellschaft bei der Frühpensionierung. Die höhere Hürde für Frühpensionierungen soll für alle gelten, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen auf Anfrage bestätigt. Sowohl Leistungen aus obligatorisch angesparten Geldern wie auch aus überobligatorischem Kapital sollen erst ab 63 bezogen werden dürfen. (…)
Zwei PK-Klassen bei der Migros Belegschaft
Die hohe, von der Migros-PK publizierte Verzinsung der Altersguthaben von 7,25% hat grosse Aufmerksamkeit gefunden. Aber nur etwas mehr als die Hälfte der bei der Migros Beschäftigten profitiert davon. Der Rest ist zu deutlich weniger guten Bedingungen bei der globo M-Sammelstiftung versichert. Die NZZ am Sonntag schreibt:
MoreVon einer solchen Verzinsung des Altersguthabens können Angehörige der meisten anderen Pensionskassen in der Schweiz nur träumen – unter ihnen viele Mitarbeitende des Migros-Konzerns. Die Genossenschaft gewährt nicht allen Angestellten Zugang zu den MPK-Konditionen.
Von den schweizweit rund 86’600 Mitarbeitenden der Gruppe waren Ende 2024 nur etwas mehr als die Hälfte bei der MPK versichert. Der Rest gehört der Vorsorge in globo M an, einer Gemeinschaftsstiftung für Migros-Tochtergesellschaften, oder externen Einrichtungen.
Zu den Ausgeschlossenen zählt etwa das Personal des Discounters Denner, des Onlinehändlers Digitec Galaxus, der Gesundheitsgruppe Medbase, der Fitnesscenter wie Activ Fitness und der Molino-Pizzerien. Offiziell sind sie fester Teil der Migros-Gruppe. Doch bei der Vorsorge endet der Zusammenhalt. Innerhalb der Migros herrscht eine Klassengesellschaft mit erheblichen finanziellen Auswirkungen.
Die Vorsorgewerke der Tochterunternehmen in globo M bieten Versicherten und Rentnern deutlich schlechtere Konditionen als die MPK. Jährliche Rentenerhöhungen, bei der Stammkasse fast Standard, bleiben Globo-Versicherten verwehrt. In den vergangenen Jahren passten sie die Altersrenten nicht einmal der Teuerung an.
Die Verzinsung des Sparkapitals wiederum variierte stark. Denner- und Molino-Angestellte erhielten 2024 einmal 5 Prozent. Digitec-Galaxus-Mitarbeitende mussten sich meist mit 1 Prozent begnügen, das Medbase-Personal erhielt nie mehr als das gesetzliche Minimum.
Auch bei den Einzahlungen in die Pensionskasse bestehen Unterschiede. Die MPK-Versicherten profitieren von 17 Prozent Arbeitgeberanteil am versicherten Lohn, unabhängig von Alter und Lohnhöhe. 2024 stammten insgesamt zwei Drittel der MPK-Beiträge von den Arbeitgebern. Bei in globo M, wo Denner, Digitec Galaxus und andere versichert sind, bezahlten die Arbeitgeber im Schnitt nur 55 Prozent.
Top-Verzinsungen 2025/26, auch Rentner profitieren
Ruedi Studer hat im Blick eine Liste mit den Zinsen grösserer Pensionskassen zusammengestellt. Sie reicht von den 7,5% der UBS-Kasse bis hinunter zu den 2,5% bei der SBB-Vorsorgeeinrichtung. Die Kassen mit 5 und mehr Prozent sind oben wiedergegeben. Studer schreibt dazu:
«Bei vielen Pensionskassen hören wir derzeit Zahlen zwischen 4 und 5 Prozent, obwohl die gesetzliche Mindestvorgabe nur 1,25 Prozent beträgt. Das ist eine gute Nachricht», sagt Lukas Müller-Brunner (43), Direktor des Pensionskassenverbands Asip.
Die meisten Vorsorgeeinrichtungen hätten mittlerweile genügend Rückstellungen gemacht und stünden auf gesunden Beinen. «Viele sind damit nun in der Lage, ihr an der Börse verdientes Geld fast telquel an die Versicherten und Rentner weitergeben zu können – anstatt Reserven bilden zu müssen.»
Nicht nur die Versicherten profitieren, sondern zunehmend auch die Rentnerinnen und Rentner. Diese hatten während der starken Teuerungsjahre das Nachsehen. Das Gesetz über die berufliche Vorsorge sieht zwar vor, dass die Altersrenten der Preisentwicklung angepasst werden – aber eben nicht automatisch wie bei der AHV, sondern «entsprechend den finanziellen Möglichkeiten» der jeweiligen Kasse.
Bei den Pensionskassen besteht also durchaus Nachholbedarf, die Kaufkraft der Rentnerinnen aufzubessern und auch real zu erhöhen. Vielerorts gehen die Rentner noch leer aus, doch zunehmend kommt Bewegung in die Sache. So heben etwa die Kassen von Migros und SRG die laufenden Renten allgemein um 1,5 Prozent an.
Andere beteiligen die Rentner mit Sonderzulagen an den Renditen. Bei Coop erhalten alle Hauptrentenbezüger eine Zusatzpauschale von 500 Franken. Die Swisscom-Pensionskasse Complan wiederum hat eine einmalige Zusatzzahlung «in einer Bandbreite von einer halben bis drei Monatsrenten» beschlossen, wobei die Höhe von den unterschiedlichen Umwandlungssätzen zum Pensionierungszeitpunkt abhängt.
ASIP moniert verschärfte Lizenzpolitik zu tech. Grundlagen
Der Pensionskassenverband kritisiert in einem Schreiben an seine Mitglieder die verschärfte Lizenzpolitik zur Nutzung der technischen Grundlagen BVG 2025. Der Verband schreibt:
Für die Nutzung der technischen Grundlagen ist wie bisher der Erwerb einer Lizenz notwendig. Mit der Veröffentlichung der neuen Grundlagen kommt es an dieser Stelle aber zu einer Veränderung: Die Lizenzbestimmungen für die Grundlagen BVG2025 sehen erstmals vor, dass für Vorsorgeeinrichtungen im Wettbewerb (gemäss Liste der OAK BV) neu ebenfalls eine Lizenzpflicht besteht. Davon ausgenommen bleiben weiterhin Vorsorgeeinrichtungen, die nicht im Wettbewerb stehen.
Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat sein Befremden gegenüber der verschärften Lizenzpolitik ausgedrückt und steht mit den beiden Expertenbüros in Kontakt, um eine angemessene Lösung für die betroffenen Vorsorgeeinrichtungen zu finden. Wir werden unsere Mitglieder über den Fortgang der Diskussionen informieren.
2. Säule: Bloss Steuersparvehikel?
(pw) Werner Vontobel, früherer Ringier-Journalist (und Basler Studienkollege), hält wenig bis nichts von der Beruflichen Vorsorge und hat dies in den letzten Jahren mehrfach zum Ausdruck gebracht. Neuerdings wieder in einem Beitrag auf infosperber.
Die von ihm erwähnten Zahlen zu Neurenten, Kapitalbezügen, Verteilung nach Einkommensgruppen etc., die er aufzählt, lassen sich unterschiedlich interpretieren, sie sprechen nicht a priori gegen das System. Und seine implizite Kritik an den gesetzlich geregelten Steuerabzügen (nicht -ersparnissen!) durch Beiträge und Nachzahlungen geht ins Leere, ausser man betrachtet jeden Rappen, der dem Staat entgeht, als Diebstahl.
Die unterschiedlich hohen Renten von Männern und Frauen lassen sich objektiv erklären. Sie sind nicht «beschämend», wie Vontobel meint und damit suggeriert, wir hätten es hier mit einem weiteren Fall von Diskriminierung zu tun. Irreführend ist auch seine Bemerkung, dass die AHV «trotz ihren bloss 50 Mrd. Kapital» die auch «für Normalbürger tragfähige Säule» der Altersvorsorge sei. Das Kapital der 1. lässt sich nicht mit dem Vermögen der 2. Säule vergleichen.
Er übersieht geflissentlich, dass die AHV nur deshalb «tragfähig» ist, weil sie auf einem weltweit einzigartigen Umverteilungsmechanismus beruht und abhängig ist von den massiven Beiträgen der allgemein nicht besonders geschätzten gut Verdienenden.
Und vor allem aber muss Vontobel die Augen vor den gewaltigen demographischen Problemen verschliessen, die auf die Schweiz (und alle anderen Länder) in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zukommen und die umlagefinanzierten Systeme vor allergrösste Probleme stellen. Als Beispiel sei auf Frankreich und Deutschland verwiesen, deren Altersvorsorge absehbar vor dem Kollaps steht – ohne 2. Säule.
Motion Schwander: AHV-Rentner von der Bundessteuer befreien
Der Ständerat hat die Motion mit 35 gegen 5 Stimmen verworfen. Die Beratung fand im Rahmen der a.o. Session statt.
Ständerat lehnt Steuererhöhung bei der Altersvorsorge ab
Einer Mitteilung des Arbeitgeberverbands ist zu entnehmen, dass der Ständerat im Rahmen der Beratung des Entlastungspakets 27 die Höherbesteuerung von Kapitalbezügen in der 2. und für die Säule 3a abgelehnt hat. Der Verband hält fest:
Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Streichung der geplanten höheren Besteuerung von Kapitalbezügen aus der 2. und 3. Säule. Diese Massnahme hätte das Vertrauen in das bewährte Dreisäulensystem und die langfristige Altersvorsorge untergraben und den Anreiz für eigenverantwortliches Sparen und freiwillige Einzahlungen massiv reduziert.
Dieser Schritt ist darüber richtig, da der Bund ein Ausgaben- und kein Einnahmeproblem hat. Anstatt die Steuerlast für individuelle Vorsorgesparer zu erhöhen, sollte die Stabilisierung des Bundeshaushaltes primär über die Reduktion der Ausgaben erfolgen.
Immobilien: gesucht und knapp
SRF berichtet über die Entwicklung und Probleme der Immobilienanlagen von Pensionskassen.
More22 Prozent der Anlagen von Schweizer Pensionskassen fielen 2023 auf Immobilien. Das zeigen Zahlen des Bundes. Seitdem geht es weiter aufwärts, sagt Romano Gruber, Immobilienexperte beim Beratungsunternehmen PPC Metrics.
Die Immobilieninvestitionen hatten sich bereits in der Vergangenheit kontinuierlich erhöht: 2004 waren es noch 14 Prozent aller Anlagen gewesen. Pensionskassen spüren den Anlagenotstand zunehmend. Zinsprodukte wie Obligationen werfen im Tiefzinsumfeld kaum noch Rendite ab, und einen grossen Anteil in Aktien anzulegen, ist zu riskant.
Von den 22 Prozent, die zuletzt in Immobilien steckten, entfielen 19 Prozent auf Schweizer Immobilien. «Man investiert in das, was man kennt», sagt Romano Gruber. «Man kann die Immobilien besichtigen, im Ausland ist das etwas schwieriger.»
Zudem seien Fremdwährungen ein Hindernis, denn «die Renten müssen schliesslich in Schweizer Franken bezahlt werden». Die Hälfte der Schweizer Pensionskassen investiert im Bereich Immobilien ausschliesslich in der Schweiz.
OAK-Weisung «Empfehlungen an die Aufsichtsbehörden»
Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) hat die Mitteilungen M – 01/2025 «Empfehlungen an die Aufsichtsbehörden nach Art. 61 BVG für die Beurteilung der finanziellen Risiken der beaufsichtigten Vorsorgeeinrichtungen» publiziert. Diese Mitteilungen ergänzen die Weisungen W – 01/2025 der OAK BV «Mindestanforderungen an die Aufsichtstätigkeit der Aufsichtsbehörden nach Art. 61 BVG».
Die OAK BV empfiehlt den Aufsichtsbehörden, ein Instrument zu verwenden, das eine systematische Beurteilung der finanziellen Risiken ihrer beaufsichtigten Vorsorgeeinrichtungen ermöglicht. Für die Gesamtbeurteilung einer Vorsorgeeinrichtung durch die Aufsichtsbehörden sind Kennzahlen zur Risikobeurteilung ein wichtiges unterstützendes Mittel.
Entsprechend enthalten die Mitteilungen einen Vorschlag für ein Kennzahlenset, das den Aufsichtsbehörden zur Beurteilung verschiedener finanzieller Risiken dient.
IFZ-Studie 2025 zu den SGE: die Last der Regulierung
Die alljährlich erscheinende IFZ Studie bestätigt, dass sich die Konsolidierung unter den Anbietern beruflicher Vorsorge fortgesetzt hat. Den Trend fasst der Initiator der Studie, Prof. Dr. Florian Schreiber, so zusammen: «Weg von firmeneigenen Lösungen – hin zu kollektiven Modellen». Auf der UBS-Website wird dazu weiter ausgeführt:
Hinter dem Konzentrationsprozess in der Branche verbergen sich drei strukturelle Entwicklungen:
- Erstens nimmt die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen insgesamt ab. Ende 2024 waren noch 1285 Vorsorgeeinrichtungen aktiv – ein Rückgang um mehr als ein Drittel im Vergleich zu 2012 und um mehr als 90 Prozent gegenüber der Inkraftsetzung des BVG im Jahr 1985.
- Zweitens verschieben sich die Marktanteile von kleinen Pensionskassen hin zu Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen (SGEs). Ende des Jahres 2023 standen 232 Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen (SGEs) noch 1088 übrigen Pensionskassen gegenüber (2022: 233 vs. 1120).
- Drittens werden viele der verbliebenen Marktteilnehmer grösser. Sie verwalten die Vorsorgegelder von immer mehr Versicherten. Kümmerten sich im Jahr 2008 noch drei Viertel der Vorsorgeinstitutionen um weniger als 500 aktive Versicherte, waren es Ende 2023 nur noch 54,6 Prozent. Gleichzeitig wuchs der Anteil von Einrichtungen mit mehr als 10 000 aktiven Versicherten von 2,5 auf 6,4 Prozent. Eine durchschnittliche SGE umfasst 15 134 aktiv Versicherte.
More«Während sich der Markt weiter konsolidiert, verschwinden zahlreiche kleinere, firmeneigene Pensionskassen», beobachtet Florian Schreiber. «Sie können den steigenden Anforderungen an Effizienz, Regulierung und Risikomanagement kaum noch gerecht werden und schliessen sich einer Sammeleinrichtung an, die Skaleneffekte nutzt und professionelle Strukturen bietet.»
Die Bedeutung der Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen ist dadurch in den vergangenen Jahren immer grösser geworden. «Sie haben sich zu tragenden Pfeilern der beruflichen Vorsorge in der Schweiz entwickelt», urteilt Florian Schreiber.
ESG-Studie 2025
Picard Angst hat ihre ESG-Studie 2025 für institutionelle Anleger publiziert und hält dazu fest:
Für die vorliegende Studie wurden reale institutionelle Portfolios im Umfang von rund 150 Mrd. Schweizer Franken detailliert untersucht. Dieses Anlagevolumen setzt sich aus den Anlageallokationen von 71 Pensionskassen, Sammelstiftungen und Versicherungen aus der Deutschund Westschweiz zusammen.
Die Portfolios wurden anhand von fünf etablierten Klimaindikatoren bewertet. ESG- und insbesondere Environment Ratings wurden dabei bewusst nicht berücksichtigt, weil sie aktuell nicht Bestandteil der Reporting Empfehlungen sind und methodisch schwer vergleichbar sind.
Grundlage für die Analyse bilden die Daten von MSCI ESG Research. Es wurden sämtliche Anlagekategorien berücksichtigt, für welche eine solide Datengrundlage mit hoher Abdeckung verfügbar ist. Dazu gehören die Aktien, die Unternehmensund Staatsanleihen sowie die Wandelanleihen.
Alternative Anlagen, Derivate, Immobilien und Rohstoffe wurden hingegen nicht bewertet. Ziel war es, breit abgestützte Erkenntnisse zum Klimaprofil in der institutionellen Vermögensverwaltung in der Schweiz zu gewinnen und relevante Entwicklungen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Abschliessend wird festgestellt:
MoreLinke Pläne und bürgerliches Versagen
In der Gewerbezeitung hält Kollege Werner C. Hug den bürgerlichen Politikern eine Kapuzinerpredigt. Sie haben nicht begriffen, was sich hinter der von der Linken geforderten Überwindung des Kapitalismus verbirgt. Im Parteiprogramm der SP nebulös formuliert, wird inhaltlich konsequent die Abschaffung von Kapital- und Marktwirtschaft gefordert. Das betrifft in besonderem Masse auch die Sozialversicherung und die 2. Säule. Hug schreibt:
MoreDie Jusos prägen seit Beginn des neuen Jahrhunderts die Politik der SP. Die bürgerliche Mehrheit hat jedoch die Strategie der Linken bis heute noch nicht begriffen. Im Gegenteil: Bewusst oder unbewusst unterstützt sie den Ausbau der staatlichen Tätigkeiten.
Das beginnt bei der Geburt mit erweiterten Vater- und Mutterschaftsferien, mit der Finanzierung von Kitas durch den Bund, der Forderung nach Durchmischung in den Schulen, der Indoktrinierung der Gymnasien über ihre Lehrer, die teilweise sogar bis in die Universitäten reicht, mit Mindestlöhnen, mit einem Leistungsausbau im Gesundheitswesen, usf.
Die Sozialversicherungen werden über Umverteilungen ausgebaut, Eigenverantwortung wird zum Fremdwort. Finanziert werden alle diese staatlichen Leistungen von den «Reichen», die ja sowieso von zu tiefen Steuern profitieren.
Schon heute verlangt die SP – gemäss Parteiprogramm – dass AHV und Pensionskassen, aber auch die Notenbank ihre Gelder nur «sozial-ökologisch» anlegen sollen. Dabei haben alle drei genannten Institutionen in erster Linie die Aufgabe, ihr anvertrautes Kapital sicher und renditeorientiert zu investieren.
Technische Grundlagen BVG2025: Steigende Lebenserwartung und Invalidierung
Die neuen technischen Grundlagen BVG2025 der beiden Herausgeber – Libera und Aon – wurden veröffentlicht. Sie zeigen eine weiterhin steigende Lebenserwartung für beide Geschlechter, vor allem aber eine markant höhere Wahrscheinlichkeit invalid zu werden, wovon vor allem Personen unter 40 Jahren betroffen sind.
MoreFür die technischen Grundlagen BVG 2025 haben insgesamt 14 grosse autonome Pensionskassen ihre Daten der Jahre 2020 bis 2024 zur Verfügung gestellt. Die Datenbasis, die rund 1.5 Millionen aktive Versicherte und 0.9 Millionen Rentenbezüger umfasst, zeigt, dass die in der Schweizer beruflichen Vorsorge versicherten Personen weiterhin ein immer höheres Alter erreichen – und damit auch immer länger Vorsorgeleistungen beziehen.
So ist die beobachtete Lebenserwartung der 65-jährigen Männer und Witwer innerhalb von fünf Jahren um etwa 0.4 Jahre auf 20.8 Jahre angestiegen. Bei den gleichaltrigen Frauen hat sich die Lebenserwartung um etwa 0.3 Jahre auf 22.5 Jahre erhöht.
Bei den Witwen hingegen wurde eine deutlich stärkere Zunahme der Lebenserwartung um gut 0.5 Jahre auf 22.6 Jahre beobachtet.
«Zwei-Klassen-Vorsorge» bei der UBS
Gemäss eines Berichts von Inside Paradeplatz erhalten die in der UBS-PK versicherten Angestellten der UBS eine Verzinsung von 7,5%, jene bei der CS-Kasse von 5%. Dazu schreibt Lukas Hässig:
MoreEs klingt für die meisten Versicherten wie eine Meldung aus dem Schlaraffenland. „Die PK UBS verzinst Ende 2025 die Altersguthaben mit 7,5%“, so der Titel einer internen Mitteilung. Der Satz gelte „für Versicherte der Pensionskasse der UBS (PK UBS)“, steht darunter – in fett gesetzter Schrift.
Damit ja keiner der übernommenen Credit Suisse auf den Gedanken kommt, dass er ebenfalls Anrecht auf die eindrückliche 7,5 Prozent Verzinsung aufs eigene Altersguthaben habe. Bei der CS-PK sind es nämlich deutlich weniger. 5 Prozent. (…)
Bis 2020 war von solch eindrücklichen Werte nichts zu sehen. Zwischen 2015 und 2020 betrug die jährliche Verzinsung der Altersguthaben zwischen 1,25 Prozent (2015) und 3,5 Prozent (2019).
Die CS-Versicherten sehen sich auch beim Umwandlungssatz im Hintertreffen. Per 2027 passt sich die PK der untergegangenen Grossbank dem Modell von „Siegerin“ UBS an.





