Embarras de Richesse
Der Blick schreibt über die überreiche Swissair-Pensionskasse und deren Schwierigkeiten, das viele Geld sinnvoll an die schwindende Zahl ihrer Rentner zu verteilen.
MoreDerzeit hat die Allgemeine Pensionskasse (APK) der Swissair rund 2500 Rentenbezüger. Viele von ihnen sind ältere Semester, schliesslich ist das Grounding fast ein Vierteljahrhundert her – und deshalb profitieren viele von Umwandlungssätzen, die deutlich über 7 Prozent liegen.
Die Sätze sind im Vorsorgereglement festgelegt und klettern mit zunehmendem Alter auf maximal 7,65 Prozent. Was die Swissair-PK besonders lukrativ macht: Die Kassen sind prall gefüllt, das gesamte PK-Vermögen beläuft sich auf 1,09 Milliarden Franken. Und dank einer starken Rendite stieg der Deckungsgrad im letzten Jahr nochmals an – auf 127,3 Prozent. 2021 waren es sogar noch 138,1 Prozent.
2024 bekamen sie 6 Zusatzrenten, insgesamt also 18 Monatsrenten.Ein Zustupf, an den sich die Swissair-Pensionäre mittlerweile gewöhnt haben. Vor vier Jahren gab es insgesamt sogar 23 Monatsrenten. Mitunter bekommen sie jetzt mehr, als sie früher aus den Büros an Lohn mit nach Hause gebracht haben.
Das ganze Geld bringt aber auch ein Problem mit sich: Weil viele Rentenbezüger eben schon etwas in die Jahre gekommen sind, sinkt die Zahl der Mitglieder wegen Todesfällen deutlich.
Migros PK: Zins 7,25%
Ab 1. Januar 2026 werden die Altersguthaben und die Zusatzkonti der MPK mit 7,25 Prozent verzinst. Die laufenden Alters-, Hinterlassenen-, Invaliden- und Kinderrenten mit Rentenbeginn vor dem 1. Januar 2026 werden um 1,5 Prozent erhöht.
Im Rahmen der Anlagestrategie 2025 wurde ein neuer Index eingeführt, der Unternehmen bevorzugt, die aktiv zur nachhaltigen Transformation beitragen. Die Umstellung erfolgte bereits im März 2025. YTD erzielte die Pensionskasse eine Performance von 6,2 Prozent auf dem Gesamtvermögen.
Restrukturierungen innerhalb der Migros-Gruppe führten 2025 zu Teilliquidationen, die rund drei Prozent des Vermögens betrafen. Dank solider Renditen entwickelte sich das Gesamtvermögen dennoch positiv und stieg bis Ende November leicht auf 30,3 Milliarden Franken.
Noch rasch «Tausende sparen»
Auf 20 Minuten gibt Fabian Pöschl Tipps, was man vor dem Jahreswechsel finanziell noch alles tun und überprüfen könnte oder sollte, falls nicht schon geschehen. Das geht von der 3. Säule, über die Krankenkasse bis zum Fixkosten-Check.
Sozialversicherungsstatistik 2025
In der Gesamtrechnung 2023 stiegen die Einnahmen der Sozialversicherungen um 3,2% und die Ausgaben um 4,1%. Der Einnahmenanstieg ist vor allem auf das Wirtschaftswachstum sowie deutlich höhere Krankenkassenprämien zurückzuführen.
Der deutliche Ausgabenanstieg hängt unter anderem mit der Anpassung der AHV/IV-Renten an die wirtschaftliche Entwicklung zusammen. Zudem trugen stark steigende Ausgaben der Beruflichen Vorsorge dazu bei, indem weiterhin geburtenstarke Jahrgänge pensioniert wurden.
Hinzu kamen höhere Ausgaben der Krankenversicherung infolge neuer Therapien und Medikamente sowie der zunehmenden Alterung der Bevölkerung. Das Ergebnis der Gesamtrechnung belief sich auf 24,0 Milliarden Franken.
Umstrittene BR-Pläne für Mindestalter zum Rentenbezug
Gemäss der Leitlinien zur Reform AHV 2030 soll das Mindestalter für die Leistungen aus der 2. und 3. Säule auf 63 Jahre steigen, um Anreize für die Weiterbeschäftigung nach Alter 65 zu schaffen. Dagegen formiert sich Widerstand. Der Blick schreibt:
MoreDas Mindestalter für die Altersleistungen der zweiten und dritten Säule soll auf 63 Jahre steigen, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf Anfrage von cash.ch schreibt: «Der Bezug der Altersleistungen aus 2. Säule und Säule 3a soll frühestens ab Vollendung des 63. Altersjahres möglich sein.»
Gleichlautendes hatten Branchenvertreter zuvor berichtet – dass es eine Frühpensionierung in Zukunft erst ab 63 geben solle. Die Neuerung geht auf die Leitlinien zur Reform «AHV 2030» zurück, welche die finanzielle Lage der AHV für den Zeitraum 2030 bis 2040 festigen und das Sozialwerk an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen soll.
In der Verlautbarung zu den Reform-Leitlinien war der Baustein, der die berufliche Vorsorge in der zweiten Säule und das private Alterssparen in der dritten Säule betrifft, enthalten. Allerdings liess die Formulierung der Landesregierung Interpretationsspielraum: Das Mindestalter, ab dem Versicherte ihre Altersleistung beziehen können, soll «mit der AHV harmonisiert werden», heisst es in der Medienmitteilung.
Swisscanto Flex: «einfaches Modell statt Wahldschungel»
In einer Medienmitteilung gibt die Swisscanto Flex Sammelstiftung Verbesserungen ihrer Rentenleistungen bekannt. Es sind dies die Erhöhung des Umwandlungssatzes von 5,1 auf 5,25 Prozent und die Einführung eines Rentenschutzes. Man wolle ein einfaches Modell statt einen «Wahldschungel» und ein «Signal in der politischen Debatte» setzen, heisst es. Dazu wird ausgeführt:
MoreBislang erhielten Ehepartnerinnen und Ehepartner im Todesfall einer rentenbeziehenden Person eine Hinterbliebenenrente. Neu kommt zusätzlich ein Rentenschutz hinzu: Stirbt eine Person in den ersten zehn Jahren nach der Pensionierung beziehungsweise vor Vollendung des 75. Altersjahres, wird die Differenz zur Altersrente als einmalige Kapitalleistung ausbezahlt.
Die Leistungen aus dem Rentenschutz gehen an die Begünstigten gemäss Reglement. Im Fall unverheirateter Personen wird der nicht verbrauchte Rententeil als einmalige Kapitalleistung an die Hinterbliebenen gemäss Begünstigungsordnung ausbezahlt.
«Wir erleichtern unseren Versicherten die Entscheidung zwischen Kapital oder Rente», sagt Urs Ackermann, Geschäftsführer der Swisscanto Flex Sammelstiftung. «Wer eine Rente wählt, hat die Gewissheit, dass im tragischen Fall eines frühen Todes ein Teil der nicht bezogenen Leistungen bei den Hinterbliebenen ankommt.»
UBS PK-Performance November 2026
Monatlicher Durchschnitt, gleichgewichtet, nach Gebühren
Die Pensionskassen im UBS- Sample erzielten im November nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von 0,52%, wobei sie bei einzelnen Pensionskassen zwischen -0,25% und 1,68% betrug. Die Rendite seit Jahresbeginn liegt bei 5,4% und die annualisierte Rendite seit der Lancierung der UBS Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 bei 3,30%.
UBS Sorgenbarometer: Altersvorsorge auf Platz 3
Die Top-Sorgen 2025/2024
(UBS) Die Schweizer Bevölkerung blickt mit zunehmender Besorgnis auf die globalen Entwicklungen: Geopolitische Konflikte, steigende Lebenshaltungskosten und ein schwindendes Vertrauen in politische Institutionen prägen die Stimmungslage. Das zeigt das aktuelle UBS Sorgenbarometer, das seit 49 Jahren den Puls der Schweizer Stimmberechtigten misst und seit 1995 von gfs.bern erhoben wird.
Mit 45% bleibt das Gesundheitswesen – insbesondere die Krankenkassenprämien – auch 2025 mit Abstand die grösste Sorge der Bevölkerung. Auf Platz zwei folgt der Umweltschutz bzw. der Klimawandel (31%), an dritter Stelle die Altersvorsorge (30%). Trotz jüngster Reformen, etwa der Einführung der 13. AHV-Rente, bleibt die finanzielle Absicherung im Alter ein Dauerbrenner.
Anhaltender Trend zur Teilzeit
Fast 40 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Je nach Alter, Geschlecht und Beruf zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Silvia Perroud schreibt dazu in CHSS:
Im Jahr 2024 arbeiteten gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 1,9 Millionen Erwerbstätige Teilzeit (BFS 2025). Zwischen 1991 und 2024 ist die Teilzeitquote um 13 Prozentpunkte auf 39 Prozent gewachsen.
Zwar ist die Teilzeitquote 2024 bei Frauen mit 58 Prozent fast dreimal höher als bei Männern (21%), doch die Zunahme ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Kommt hinzu: Bei Frauen ist die Zunahme ausschliesslich auf Beschäftigungsgrade zwischen 50 und 89 Prozent zurückzuführen. Bei Männern stiegen auch Beschäftigungsgrade unter 50 Prozent an.
Neben den geschlechterspezifischen Differenzen gibt es bei der Teilzeitquote auch Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So nimmt Teilzeitarbeit mit dem Alter zu: Während bei den 15- bis 24-Jährigen 28 Prozent Teilzeit arbeiten, sind es bei den 55- bis 64-Jährigen 43 Prozent. Teilzeitpensen von unter 50 Prozent sind dabei bei den 15- bis 24-Jährigen häufiger verbreitet als in den übrigen Altersgruppen.
Wer über das AHV-Referenzalter hinaus erwerbstätig ist, arbeitet selten Vollzeit: Bei den 65-Jährigen und älteren Erwerbstätigen beträgt die Teilzeitquote 86 Prozent, kleine Pensen sind dabei besonders verbreitet.
Deutliche Unterschiede in Bezug auf den Beschäftigungsgrad finden sich auch je nach ausgeübtem Beruf. Besonders häufig wird Teilzeit in Dienstleistungsberufen und im Verkauf sowie bei Hilfsarbeitskräften gearbeitet: In beiden Berufshauptgruppen arbeitet mehr als jede zweite Person Teilzeit (siehe Grafik 2). Auch in intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie bei Bürokräften ist Teilzeitarbeit mit Anteilen von über 40 Prozent verbreitet.
Demgegenüber sind Teilzeitpensen bei Bedienern von Anlagen sowie in Montageberufen deutlich seltener anzutreffen: Hier liegt der Anteil bei rund 20 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist Teilzeitarbeit in Handwerksberufen mit 15 Prozent.
«Die Schweizer sparen fleissig»
«Steigende Lebenshaltungskosten? Der Schweizer Mittelstand verkraftet sie, wie neue Daten zeigen, meint Matthias Benz in der NZZ. Es stellt sich allerdings die Frage, wie repräsentativ der dargestellte Durchschnitts-Haushalt ist.
MoreFür wichtige Ausgabenposten wie das Wohnen, die Krankenkassenprämien oder Lebensmittel müssen die Bewohner heute mehr ausgeben als vor einigen Jahren. Gibt es deshalb in der Schweiz auch eine Erschwinglichkeitskrise?
Eine Antwort erlauben neue Daten zum Jahr 2023. Es war das Jahr, als die Inflation auf dem Höhepunkt war: Ende 2023 kostete der typische Warenkorb eines Schweizer Haushaltes rund 5 Prozent mehr als noch Ende 2021.
Das Wohnen wurde teurer, weil die Energiekrise im Zuge des Ukraine-Kriegs die Preise für Strom und Erdgas nach oben trieb. Bei den Krankenkassen gab es erstmals seit Jahren einen Prämienschub. Im Parlament wurden Forderungen nach einer «Kompensation» der Bürger laut.
Übertragung der 1e-Vorsorge auf FZ-Einrichtungen
Arbeitnehmer, die in der 2. Säule in einem 1e-Vorsorgeplan mit wählbarem Anlagerisiko versichert sind, sollen ihr Vorsorgeguthaben bei einem Stellenwechsel vorübergehend auf eine Freizügigkeitseinrichtung übertragen können.
Dies gilt, wenn das Guthaben andernfalls in eine Vorsorgeeinrichtung eingebracht werden müsste, die keine Wahl der Anlagestrategie zulässt. Zudem soll generell sichergestellt werden, dass Vorsorgeguthaben nicht auf Freizügigkeitseinrichtungen verbleiben, obwohl die Versicherten diese Guthaben wieder in eine Pensionskasse einbringen müssten.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes zur Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.
In der Mitteilung des Bundesrats wird u.a. festgehalten:
MoreIn Umsetzung der Motion 21.4142 «Altersguthaben schützen bei einem Austritt aus einem 1e-Plan» von Ständerat Josef Dittli schlägt der Bundesrat vor, den betroffenen Versicherten die Möglichkeit zu geben, das Vorsorgeguthaben aus dem 1e-Plan vorübergehend für zwei Jahre auf eine Freizügigkeitseinrichtung zu übertragen.
Um sicherzustellen, dass das Guthaben von der Freizügigkeitseinrichtung nach Ablauf der zwei Jahre auf die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen wird, soll gleichzeitig der nötige Informationsaustausch zwischen den Einrichtungen geregelt werden.
Bundesfinanzen: «Zappenduster»
Die Bundesfinanzen laufen aus dem Ruder. Die Ausgaben wachsen deutlich schneller als die Einnahmen – nicht zuletzt wegen der Altersvorsorge: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner müssen von immer weniger Beitragszahlenden finanziert werden.
Gleichzeitig braucht die Schweiz Milliarden für ihre Verteidigungsfähigkeit. So rutschen die Bundesfinanzen langfristig in die roten Zahlen. Das vermeintliche Sparpaket, das derzeit im Parlament beraten wird, ist derweil zu einem «Sparpäckli» geschrumpft.
Ist es nun also Zeit für neue Schulden? Im Podcast sagt Michele Salvi (Vizedirektor Avenir Suisse): Finger weg von der Schuldenbremse. Die Schweiz braucht keine zusätzliche Verschuldung, sondern zuerst eine nachhaltig finanzierte Altersvorsorge.
Sein Appell: das Ausgabenwachstum des Bundes konsequent bremsen und gleichzeitig das Rentenalter im Einklang mit der steigenden Lebenserwartung erhöhen. Darüber spricht Salvi mit Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») im Podcast aus der Denkfabrik: Think dänk!
Namensänderung des Vereins BVG-Auskünfte
NZZ-Vergleich der 3a-Fonds
Die 5 topplatzieren 3a-Vorsorgefonds der NZZ-Liste
Kurz vor dem Jahresende und damit vor dem Einzahlungsschluss für 2026 hat Michael Ferber in der NZZ eine grosse Auslegeordnung zur Säule 3a vorgelegt mit einer detaillierten Tabelle mit den Renditen 2025 sowie über 5 Jahre der 3a-Vorsorgefonds. An der Spitze liegt frankly developed der ZKB mit 7% über 5 Jahre. Erwartungsgemäss sind die Renditen umso höher, je stärker der Aktien-Anteil ist. Kurz zusammengefasst höt Ferber fest:
1. Einordnung und Sparpotenzial
Gegen Jahresende erinnern Finanzexperten daran, Einzahlungen in die Säule 3a zu tätigen, um Steuern zu sparen und langfristig Vermögen aufzubauen. Angeschlossene Personen dürfen bis 7258 Franken einzahlen, Erwerbstätige ohne Pensionskasse bis zu 36’288 Franken. Damit das Vorsorgekapital wächst, ist die richtige Anlageform entscheidend. Besonders Anlagen mit hohem Aktienanteil haben in den jüngsten Jahren am besten abgeschnitten.
2. Zinskonto oder Wertschriftensparen
Viele setzen weiterhin auf klassische Zinskonten. Diese werfen jedoch aufgrund des SNB-Leitzinses von null Prozent kaum Ertrag ab. Zwar bleibt der Steuervorteil attraktiv, doch über längere Zeit wird er durch die tiefe Verzinsung verwässert. Für einen langfristigen Anlagehorizont eignen sich Wertschriftenanlagen mit Aktien deutlich besser, auch wenn sie temporäre Verluste verursachen können.
3. Produktauswahl und Bedeutung der Kosten
Der Markt fuer 3a-Wertschriftenprodukte ist stark gewachsen; zahlreiche Banken und Vorsorge-Apps bieten unterschiedliche Fonds und Strategien an. Die Unterschiede in der Performance sind teils gross und haengen wesentlich mit den Gebühren zusammen. Hohe Kosten schmälern über Jahre hinweg das Vorsorgekapital massiv. Daher werden kostengünstige, passive Produkte wie ETFs oder Indexfonds empfohlen.
4. Versicherungslösungen und weitere Empfehlungen
3a-Versicherungsprodukte eignen sich vor allem bei Absicherungsbedürfnissen wie Tod oder Invalidität, bieten aber weniger Flexibilität und oft intransparente Kosten. Zusätzlich wird geraten, Einzahlungen früh im Jahr vorzunehmen, mehrere Konten zu führen und Kapitalbezüge zu staffeln. Trotz geplanter höherer Besteuerung von Kapitalbezügen bleibt die Säule 3a wegen steuerlicher Vorteile attraktiv.
Nullzins und Zinseszins
Luca Niederkofler schreibt in der Bilanz: «Der Zinseszins gilt als das «achte Weltwunder». Denn damit können Vermögen gemacht werden. Doch für Schweizer Sparer wirkt er heute kaum noch. Über die Effekte und die Alternativen.»
MoreDer Satz «Zinseszins ist das achte Weltwunder» wird Albert Einstein zugeschrieben. Er beschreibt den Effekt, bei dem Zinsen auf die ursprüngliche Anlagesumme sowie auf die bereits erwirtschafteten Zinsen anfallen. Durch ihn lässt sich auf die lange Frist wirklich viel Geld verdienen. Das Vermögen vergrössert sich exponentiell. (…)
Nachdem die Leitzinsen kürzlich für rund neun Monate auf einem «Spitzenniveau» von 1,75 Prozent notierten, senkte die Schweizer Nationalbank (SNB) sie in den darauffolgenden 16 Monaten erneut auf 0 Prozent. Die langfristigen Folgen einer anhaltenden Niedrigzinspolitik sind für Renten, Sparer und Renditen erheblich.
Den grössten Effekt des dauerhaft tiefen Zinsniveaus dürften Arbeitnehmende bei ihrer Altersvorsorge spüren. Während die Altersguthaben um die Jahrtausendwende laut dem WH&P-Pensionskassenvergleich mit über 4 Prozent verzinst wurden, liegt die Verzinsung seit 2008 (mit wenigen Ausnahmen) im Durchschnitt bei rund 2 Prozent. (…)









