Bafu-Expertise zu Finanzmarkt und Klimarisiken
pw. Nicht weniger als 84 Seiten umfasst eine vom Bundesamt für Umwelt in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel “Berücksichtigung von Klimarisiken und -wirkungen auf dem Finanzmarkt”, welche nicht zuletzt für Vorsorgeeinrichtungen und ihre Investitionstätigkeit von erheblicher Bedeutung sein dürfte.
Da unter dem Titel “Klima” derzeit alles und jedes und besonders beliebige Forderungen offenbar akzeptiert werden, scheint eine kritische Auseinandersetzung kaum mehr möglich. Das zeigt sich auch in der Interpretation der Expertise durch die Klima-Allianz Schweiz, wo sich Gesinnung und Kommerz gegenseitig die Hand reichen.
Die Klima-Allianz stellt gleich im Titel fest: “Investitionen in fossile Wirtschaft sind gesetzwidrig”, obwohl solches kaum aus der Expertise herausgelesen werden kann. Wo “fossile Wirtschaft” anfängt und wo sie aufhört, bleibt unklar, zumal bekanntlich jeder Atemzug zu einer Erhöhung des Co2 -Gehalts der Luft führt und eigentlich unterbleiben sollte und kein Schritt ohne Carbon Footprint möglich ist.
Die überaus detaillierten juristischen Abklärungen geben auch keine Antwort auf die Frage, wieweit solche toxischen Investitionen resp. ihr Unterbleiben reale Klimaeffekte überhaupt haben. Die beiden Autorinnen scheinen sie ungefragt vorauszusetzen.
Mitteilung Klima-Allianz / Expertise Bafu / Kommentar “Immergrün”
Eigenheimerwerb: Tragbarkeitsregeln aufgeweicht
Eine Studie von MoneyPark zeigt aufschlussreiche Daten zur Entwicklung auf dem schweizerischen Eigenheimmarkt und zur Finanzierung des Erwerbs. Im Exec Summary wird zusammengefasst:
- Die Immobilienpreisestiegenin den letzten zehn Jahren über fünfmal mehr als die Einkommen. Nicht zuletzt deshalb zeigen mehr Anbieter grössereFlexibilität bei ihren Tragbarkeitskriterien, um weiterhin Neukunden zu gewinnen.
- MoneyPark-Analysen legen nahe, dass mittlerweile über 40 Prozent der Eigenheimkäufer die übliche Tragbarkeitsgrenze von 33 Prozent überschreiten. Berücksichtigt wurden dabei jeweils 500 Neufinanzierungen pro Jahr bei einem Sample der 50 gängigsten Hypothekaranbieter.
- Die Analyse der Kundengruppen pro Tragbarkeitsklasse ergibt, dass nicht wenig Verdienende ohne finanzielle Mittel eine hohe Tragbarkeit aufweisen, sondern gut (und doppel-)verdienende, finanzstarke Käufer, die sich ein teureres und grösseres Eigenheim leisten möchten. Bei nur leicht erhöhten Tragbarkeiten von bis zu 40 Prozent finden sich vor allem Familien, die im Vergleich zu den Standard-Tragbarkeiten nicht höhere Kaufpreise finanzieren möchten, sondern aufgrund von Teilzeit-Einkommen temporär ein niedrigeres Einkommen erzielen.
- Je höher die Tragbarkeit ist, desto weniger Finanzierungspartner gewähren eine Hypothek. Während Versicherungen in ihren Vergabekriterien sehr strikt sind und kaum über die Standard-Tragbarkeit hinaus finanzieren, zeigen Pensionskassen/Stiftungen und vereinzelte Banken eine grössere Flexibilität bei der Festlegung ihrer Kriterien.
BR- contra ASIP-Modell: Was kostet die Reform?
Markus Brotschi greift im TA die Diskussion um die Kosten der Reformmodelle von Bundesrat (SoKo) und ASIP auf. Die Kostenrechnung ist schwierig, da schwer abzuschätzen ist, wie viele Destinatäre überobligatorisch versichert und von der UWS-Senkung nicht betroffen sind. Zudem stellen sich Zuordnungsprobleme: sind bereits getätigte Rückstellungen den Kosten zuzuschlagen oder nur zusätzliche Belastungen, und bildet der Rentenzuschlag nun Teil planmässigen Finanzierung? Der TA schreibt:
Ausgerechnet der Arbeitgeberverband, der einen grossen Teil dieser Wirtschaft vertritt, kämpft vehement für den Kompromiss mit den Gewerkschaften. Dass dieser Kompromiss in der Politik so schlecht dastehe, dafür sei massgeblich der Pensionskassenverband (Asip) verantwortlich. «Der Asip rechnet den Sozialpartnerkompromiss schlecht», hält der Arbeitgeberverband in einer Stellungnahme fest. Konkret geht es um die Kosten der Reform. Der Asip liess seinen eigenen Reformvorschlag und jenen der Sozialpartner von Pensionskassenexperten der St.Galler Beratungsfirma «c-alm» durchrechnen. Diese kamen zum Schluss, dass der Sozialpartnerkompromiss 3,25 Milliarden, der Asip-Vorschlag jedoch nur 2,1 Milliarden pro Jahr kostet. Das Sozialpartnermodell wäre demnach rund eine Milliarde Franken teurer.
«Das ist falsch», sagen nun die Arbeitgeber. Die vom Asip beauftragten Experten hätten sich beim Sozialpartnermodell um 400 Millionen verrechnet. Den Fehler ortet der Arbeitgeberverband bei der Annahme, bei wie vielen Personen künftig ein höherer Lohnanteil versichert wäre. Hier hätten sich die «c-alm»-Experten auf Zahlen der gescheiterten Reform Altersvorsorge 2020 gestützt, was zu viel mehr Betroffenen und deutlich höheren Kosten führe, als dies der Fall sei. «Ob es sich um eine vorsätzliche Schlechtrechnung handelt oder ob dem Experten ein kaum nachvollziehbarer, peinlicher Fehler unterlaufen ist, bleibt offen», hält der Arbeitgeberverband fest.
Die Kontrahenten auf der VPS-Bühne
Die Podiumsteilnehmer im Zürcher Hotel Metropol. Von links: Kaspar Hohler, Chefredaktor VPS; Roger Baumann, Partner c-alm: Kurt Gfeller, Vizedirektor SGV; Martin Kaiser, Geschäftsleitungsmitglied Arbeitgeberverband; Hanspeter Konrad, Direktor ASIP; Gabriela Medici, Zentralsekretärin SGB; Peter Schnider, Direktor VPS.
pw. Die “Horizonte und Trends”-Tagung des VPS Verlags war ganz der BVG-Revision gewidmet mit der Auseinandersetzung um die aktuell primär diskutierten Modelle: jenem des Bundesrats auf Basis des Sozialpartner-Kompromisses (SoKo) und dem Alternativvorschlag des ASIP.
Erstmals traten in der Öffentlichkeit die beiden massgeblichen Verfechter beider Lösungen gegeneinander an: Martin Kaiser vom Arbeitgeberverband und Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP. Weiter auf der Bühne standen Kurt Gfeller vom Gewerbeverband und Gabriela Medici vom Gewerkschaftsbund plus die Moderatoren des VPS. Roger Baumann, der wesentlich am ASIP-Projekt beteiligt war, fiel die Rolle des Experten zu, die er aber seiner Nähe zum ASIP wegen nicht in der vielleicht erwünschten Neutralität erfüllen konnte.
Kaiser nahm für die SoKo-Lösung resp. jene des Bundesrats in Anspruch, dass sie als einzige auch politische Parameter berücksichtigt: also Besserstellung von Teilzeitlern und von älteren Arbeitnehmern. In hübscher und zeitgeistiger Metaphorik sprach er vom “einzigen Modell, das fliegen kann”. Er wiederholte, und das mehrfach, dass sein Verband am vieldiskutierten Rentenzuschlag hingegen keine Freude habe. Aber das sei dem Kompromiss geschuldet.
Start ins BVG-Revisionsjahr
pw. Der traditionelle und stets gut besuchte ASIP-Anlass zum Jahresstart stand dieses Jahr im Zeichen der laufenden BVG-Revision.
Direktor Hanspeter Konrad resümierte den aktuellen Stand, wobei erstmals der Pensionskassenverband mit einem eigenen Modell in die Diskussion eingestiegen ist. Das wurde bekanntlich von den Trägern des Sozialpartnerkompromisses (SoKo) nicht gut aufgenommen. Konrad seinerseits kritisierte, dass diese die Auseinandersetzung zur Schicksalsfrage hochstilisiert hätten und ihr Modell mit einer undemokratischen “take it or leave it”-Einstellung verteidigten.
Im Zentrum der Diskussion stand natürlich der kollektiv von allen Erwerbstätigen zu finanzierende Rentenzuschlag, obwohl nur eine Minderheit der Versicherten von der geplanten Senkung des UWS betroffen ist. Laut Konrad sind es 12 Prozent in reinen BVG-Kassen, weitere 25 Prozent in BVG-nahen Einrichtungen. Die Kompensationsmassnahmen gemäss SoKo seien teuer, während beim ASIP-Vorschlag sie aus bereits bestehenden Rückstellungen finanziert werden könnten.
Konrad warf den Sozialpartnern vor, ihr Vorschlag sei systemfremd und würde die Entwicklung der letzten Jahre nicht berücksichtigen, in welchen die Kassen ihre Sätze gemäss Swisscanto bereits auf durchschnittlich 5,7 Prozent gesenkt hätten. Als Fazit stellte er fest: das vom Bundesrat übernommene Modell sei keinesfalls die einzig möglich Lösung, diese könne auch ohne neue Umverteilung gefunden werden.
Auch die Podiumsdiskussion war in wichtigen Teilen der BVG-Revision gewidmet. Unter der Moderation von Hanspeter Konrad diskutierten Ruth Humbel, CVP, neue Präsidentin der SGK-N, und Andri Silberschmidt, neu gewählter FDP-Nationalrat und früherer Präsident der Jungfreisinnigen.
Humbel zeigt sich gegenüber den Chancen der Bundesratsvorlage vorsichtig optimistisch. Die kritische Einstellung ihres Parteipräsidenten Gerhard Pfister mit seinen kürzlichen Äusserungen an einer CVP-Veranstaltung bezeichnete sich mit politischer Finesse als “suboptimal”. Als SGK-Präsidentin ist sie wohl um eine gewisse Neutralität bemüht.
Bundesrat will bei Vermittlerprovisionen aktiv werden
Dominik Feusi schreibt im Tages-Anzeiger über Bemühungen von BR Berset, “brisante Vorschläge zur beruflichen Vorsorge” bei den umstrittenen Vermittlerprovisionen durchzusetzen.
Bei der Gesetzesrevision, die der Bundesrat Ende November beschlossen hat, geht es eigentlich um die Aufsicht über die AHV. Doch der dafür verantwortliche Bundesrat Alain Berset (SP) hat brisante Vorschläge zur beruflichen Vorsorge eingebaut – und dies ohne die übliche Vernehmlassung. Berset schlägt vor, dem Bundesrat die umfassende Kompetenz zu geben, Vermittlerprovisionen zu regeln, wohlwissend, dass sein eigenes Departement damit betraut würde. Der Artikel ist offen formuliert, er könnte die Provisionen auch verbieten. Die Stellungnahme der dafür eingesetzten BVG-Kommission holte Bundesrat Berset dafür nicht ein.
Seit Jahren kritisieren SP und Gewerkschaften, dass die Pensionskassen Provisionen an Vermittler bezahlen. Diese Broker vermitteln Arbeitgeber dann an jene Pensionskassen, die ihnen am meisten bezahlen, statt an jene, die die besten Leistungen zu tiefen Gebühren anbieten. Oft seien es Kassen mit hohen Verwaltungsgebühren, welche die Broker bezahlen könnten und deshalb wachsen würden – zum Schaden der Versicherten, die diese Gebühren bezahlen. Dies sagt Urs Eicher, Präsident von PK-Netz, einer Lobby der Arbeitnehmerinteressen, die von den Gewerkschaften getragen wird.
Die Broker aber sagen, Vermittler würden stets im Sinne der Versicherten handeln. «Ein Broker, der nur auf Vermittlergebühren aus ist, der verschwindet rasch vom Markt», so Markus Lehmann, Präsident der Swiss Insurance Brokers Association (Siba).
Rentensplitting statt UWS-Senkung
Martin Wechsler und Fabian Thommen vom Expertenbüro Wechsler haben ein Alternativmodell zur BVG-Revision entwickelt, das eine Leistungssicherung ohne Mehrkosten erlaubt. Erreicht wird dies durch ein Rentensplitting nach AHV-Vorbild. In ihren Unterlagen schreiben sie dazu:
Zur Sicherung der BVG-Renten braucht es nicht zusätzliche Beiträge, sondern mutigere und volkswirtschaftlich vorteilhaftere Schritte. Das folgende Modell Thommen/Wechsler zeigt eine innovative sowie einfach und rasch umzusetzende Möglichkeit auf, die berufliche Vorsorge nachhaltig, sozial und volkswirtschaftlich verträglich zu sichern: Dazu sollen in der beruflichen Vorsorge in Analogie zur AHV die Renten von Ehepaaren gesplittet werden. Weil die Renten zwischen den Geschlechtern dann gleichmässiger verteilt sind, können die Hinterlassenenrenten im Rentenalter wegfallen. Dies führt zu Einsparungen, welche rund 0.8 Prozentpunkte beim Umwandlungssatz betragen. Damit erreicht man kostenmässig das gleiche Ziel wie mit einer Senkung des BVG-Umwandlungssatzes auf 6.0 %. Der BVG-Umwandlungssatz kann folglich bei 6.8 % belassen werden – und dies ohne Beitragserhöhungen.
Monatliche Altersrente in CHF aus AHV und beruflicher Vorsorge nach Geschlecht 2017
Beim Rentensplitting werden die während der Ehe erworbenen Vorsorgeansprüche der Ehegatten aufgeteilt, dies betrifft sowohl Renten- als auch Kapitalbezüge.
Das Rentensplitting führt auch zu einer Verbesserung der Vorsorgesituation bei verheirateten Geringverdienenden und Teilzeitbeschäftigten.Als Fazit halten sie als Vorteile ihres Modells fest:
• Sicherung der Renten ohne Mehrbelastung von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden,
• Geschlechtergleichstellung bei Ehepaaren in der beruflichen Vorsorge mittels Rentensplitting und Wegfallen der Hinterbliebenenrente im Rentenalter,
• Beibehaltung des Umwandlungssatzes von 6.8 % im BVG,
• Erhöhung der Umwandlungssätze bei umhüllenden Pensionskassen um 13 %.
Pfister: schlechte Karten für den Kompromiss, Update
Das St. Galler Tagblatt berichtet über kritische Bemerkungen des CVP-Präsidenten zum Sozialpartnerkompromiss anlässlich des Dreikönigsanlasses:
Alain Berset hat vor Weihnachten den Renten-Kompromiss in die Vernehmlassung geschickt. Bereits heute zeichnet sich aber ab: Er wird es im Parlament schwer haben. Wichtige Kreise aus der Wirtschaft lehnen ihn ab. Nebst dem Gewerbeverband etwa der Pensionskassenverband ASIP oder Scienindustries, der Verband der Chemie- und Pharmabranche. CVP-Präsident Gerhard Pfister sagt: «Das ist eine schlechte Voraussetzung für einen Kompromiss. Die Chancen im Parlament sind nicht sehr gross.» Es liege nun an der CVP, eine mehrheitsfähige Lösung zu erarbeiten.
Die CVP ist sowohl im Ständerat wie auch im Nationalrat die Mehrheitsmacherin. Pfister will eine möglichst breite Allianz schaffen für einen neue Lösung. Wie sie aussieht, lässt Pfister offen. Er will nun aber mit den anderen bürgerlichen Parteien ausloten, ob es einen Konsens gibt, der auch bei einem Referendum von Links bei der Stimmbevölkerung mehrheitsfähig ist. «Ich appelliere an die SVP Hand zu bieten für pragmatische Schritte, sonst zwingst sie uns zu einem Kompromiss mit den Linken», sagt Pfister.
Die NZZ schreibt dazu: Die Chancen der Vorlage im Parlament seien nicht sehr gross, sagte Pfister. Voraussichtlich werde es am Parlament liegen, eine tragfähige Lösung zu suchen. Die Einschätzung ist aufschlussreich, da die CVP bei den bevorstehenden Reformen in der Altersvorsorge eine zentrale Rolle spielen wird. Pfister sagte dazu, entscheidend sei die Frage, ob man eine Lösung mit der Linken oder den anderen bürgerlichen Parteien suchen wolle. Beim Vorschlag des Bundesrats besteht aus seiner Sicht das Risiko, dass ihn wichtige Teile der Wirtschaft ablehnen.
Im Tages-Anzeiger heisst es: CVP-Präsident Pfister scheint den Kompromiss bereits abgeschrieben zu haben: «Es liegt nun am Parlament – an der CVP – eine mehrheitsfähige Lösung zu finden», sagte er vor Medienschaffenden.
Levrat will das nicht hinnehmen. Er zeigte sich tief besorgt darüber, dass Wirtschaft und Parteien den Sozialpartnern in den Rücken fallen. Bisher hätten die politischen Kräfte ihren Segen gegeben, wenn zwischen den Sozialpartnern eine Einigung zu Stande gekommen sei, sagte er.
Die Entscheide des Ständerates zur Überbrückungsrente seien ein erster Bruch mit dieser Tradition gewesen. Die kleine Kammer hatte die Unterstützung für ältere Arbeitslose in der Wintersession zusammengestrichen. Auch dabei handelt es sich um eine Lösung der Sozialpartner.
Nun drohe das gleiche Szenario bei der beruflichen Vorsorge, warnte Levrat. Damit werde ein Grundprinzip der Konkordanzdemokratie in Frage gestellt. «Die Parteien spielen mit dem Feuer, wenn Kompromisse nicht mehr unterstützt werden.»
“Stresstest offenbart große Löcher in Europas Pensionskassen”
Der Druck auf Europas Pensionskassen ist hoch. Und er könnte sogar noch steigen. „Risiken durch unerwartete Marktszenarien dürften substanzielle Auswirkungen auf die Finanzausstattung haben, die Träger müssten dann noch mehr Hilfe leisten.“ Das ist das Ergebnis des Stresstests für die Branche, den die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa am Dienstagabend veröffentlicht hat.
Um die finanzielle Standfestigkeit von Europas Pensionskassen zu testen, entwickeln die Aufseher stets neue Szenarien aus unerwarteten Marktentwicklungen und deren Konsequenzen für die Zukunft.
Diesmal ging es um eine plötzliche Neubewertung von Risikoprämien, um einen Zinsschock bei Papieren mit kurzen Fälligkeiten und einzelnen, unverhofft starken Schwankungen an den Aktienbörsen.
Die Auswirkungen für die 176 Pensionskassen aus 19 europäischen Ländern, die im neuesten Stresstest der Eiopa untersucht wurden, wären vor allem kurzfristig spürbar. Insgesamt würden so rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus den teilnehmenden Ländern verloren gehen, haben die Aufseher errechnet.
Retraites : qui est le mastodonte BlackRock?
Créé il y a plus de 30 ans, BlackRock, considéré comme le plus important gestionnaire d’actifs au monde, se retrouve au coeur d’une polémique en plein conflit sur la réforme des retraites. En quoi consiste ses activités ? Qui sont ses clients ? Quels sont les leviers de sa croissance exponentielle ? Et, qui est Larry Fink, son emblématique patron et fondateur ?
BSV-Direktor Jürg Brechbühl nimmt Abschied
Die Zeitschrift CHSS des BSV hat mit dem früheren Direktor (bis November 2019) des Bundesamts ein Interview geführt. Auszüge:
Sie begannen Ihre berufliche Karriere im BSV 1982 und erlebten von Hans Hürlimann über Alphons Egli, Flavio Cotti, Ruth Dreifuss, Pascal Couchepin bis hin zum jetzigen EDI-Vorsteher Alain Berset insgesamt sechs Bundesräte. Wer blieb Ihnen in besonders nachhaltiger Erinnerung?
Als juristischer Mitarbeiter erlebte ich Hans Hürlimann und Alphons Egli nur von Weitem. Alle hatten ihre Eigenheiten. Das hervorragende Zahlengedächtnis von Bundesrat Cotti war für mich eine grosse Herausforderung. Danach durfte ich zehn Jahre lang mit Ruth Dreifuss zusammenarbeiten; für mich eine ganz wichtige Zeit. Sie stand uns allen als Bundesrätin sehr nahe. Nur ganz kurz arbeitete ich mit Bundesrat Pascal Couchepin zusammen. Ihn habe ich als Liberalen im besten Sinn des Wortes kennengelernt. Und schliesslich Bundesrat Alain Berset, ein sehr fordernder, aber auch staatsmännischer Bundesrat, mit dem die Zusammenarbeit sehr vertrauensvoll und produktiv war.
Wie hat sich die Sozialpolitik in den Jahren Ihres Wirkens im BSV gewandelt? Gab es qualitative Veränderungen? Ist es schwieriger geworden, sozialpolitische Dossiers durch das Parlament und allenfalls Volksabstimmungen zu bringen, oder sind die Herausforderungen in den letzten gut dreissig Jahren dieselben geblieben?
Der politische Entscheidungsprozess ist in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden. Dies hat einmal mit den erschwerten Umständen zu tun. Ich bin überzeugt davon, dass Geschäfte in einer Referendumsdemokratie erfolgreich sind, wenn es gelingt, Konsolidierungsmassnahmen mit genügend positiven Aspekten zu verknüpfen, sodass das Geschäft als Gesamtpaket bei einer Mehrheit des Souveräns Bestand hat. So hätte beispielsweise die Erhöhung des Frauenrentenalters von 62 auf 64 Jahre in der 10. AHV-Revision ohne die klare Verbesserung der Stellung der Frauen in der AHV durch das Rentensplitting oder die Erziehungsgutschriften, die gleichzeitig eingeführt wurden, keine Chance gehabt. In der Sozialpolitik ist der Spielraum für ausgewogene Revisionspakete gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung deutlich enger geworden.
NZZ: “Pensionskassen sollten sich vor Euphorie hüten”
Die NZZ schreibt: “Die Börsenhausse hat bei vielen Vorsorgeeinrichtungen die finanzielle Situation verbessert – aber nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, tun sich Fragen auf.”
“Damit im Alter mehr als der halbe Lohn da ist”
Der Tages-Anzeiger schreibt über die Notwendigkeit, neben AHV und Pensionskasse selber für das Alter zu sparen.
Mit den Renten sinkt auch das Vertrauen in die berufliche Vorsorge. Die Lebenserwartung steigt seit Jahren kontinuierlich, das Rentenalter bisher nicht. Das angesparte Vorsorgekapital reicht je länger, je weniger aus, um die bis ans Lebensende garantierte Renten zu finanzieren. Deshalb werden in der beruflichen Vorsorge jährlich gegen sieben Milliarden Franken an Menschen im Ruhestand umverteilt. Das sind Vermögenserträge aus Vorsorgekapital, die eigentlich Angestellten – also den aktiven Versicherten – zustehen würden. Reto Spring, Präsident des Finanzplaner-Verbands Schweiz und Partner der Beratungsfirma Academix, spricht unverhohlen von «Rentenklau».
Er empfiehlt vor allem jüngeren Menschen, den Fehlbetrag selber anzusparen: «Wer das nicht tut, wird im Alter eine spürbare Einbusse beim Lebensstandard hinnehmen müssen.» Spring hält es für möglich, dass Renten aus AHV und Pensionskasse auf die Hälfte des beruflichen Gehalts sinken. Wer sich nach der Pensionierung finanziell nicht derart stark einschränken möchte, kann mit einer klugen und vor allem konsequenten Vorsorge den Lebensstandard im Rentenalter spürbar erhöhen.
In einem ersten Schritt ist es sinnvoll, den Spielraum bei der Säule 3a auszuschöpfen. Zunächst ist der Steuerabzug interessant: Wer einer Pensionskasse angeschlossen ist, kann für das Jahr 2019 bis zu 6826 Franken vom steuerbaren Einkommen abziehen. Die Steuerersparnis variiert je nach Einkommen und dürfte rund ein Drittel des einbezahlten Betrags ausmachen. Grossverdiener sind aufgrund des höheren Grenzsteuersatzes im Vorteil.
An der Börse läuft’s rund
Die SRF-Tagesschau berichtet über das erstaunliche Börsenjahr 2020 und die Effekte auf die Pensionskassen.
En 2020, la mort de l’épargne
Après les frais bancaires, le rendement des avoirs de l’épargnant est négatif. Quant à son 2e pilier, principal avoir de la classe moyenne, il est rongé par la baisse continue du taux de conversion.







