Die 1292 Schweizer Pensionskassen erreichten 2024 eine Bilanzsumme von 1220,6 Milliarden Franken (Vorjahr 1129,1 Milliarden Franken) mit einem positiven Nettoergebnis der Vermögensanlagen von 83,7 Milliarden Franken (Vorjahr 54,2 Milliarden Franken). Zudem konnten höhere Wertschwankungsreserven gebildet und die Unterdeckung weiter reduziert werden. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen der Pensionskassenstatistik 2024 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
pwirth
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Wirtschafts- und Finanzdepartement kritisieren Verzicht auf höheres Rentenalter
Beobachter waren überrascht, wie einfach Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider (SP) ihre Leitlinien zur AHV-Reform im bürgerlich dominierten Bundesrat durchbrachte. Die Ämterkonsultation in der Bundesverwaltung, in die die NZZ über das Öffentlichkeitsgesetz Einblick erhielt, zeigt nun, dass sich zwei Departemente kritisch einbrachten. Tobias Gafafer schreibt:
MoreFür mehr Tempo hat sich die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) im Departement von Karin Keller-Sutter (FDP) ausgesprochen. Sie wünsche schon heute einen Entscheid, der die zentrale Frage des Referenzalters umfassen müsse, schreibt die Direktorin Sabine D’Amelio-Favez in der Stellungnahme.
Die EFV verweist auf die ungünstige Entwicklung der ersten Säule. Die Lebenserwartung steige in der Schweiz von Jahr zu Jahr, wodurch sich die durchschnittliche Dauer der Rentenzahlungen der AHV immer weiter verlängere.
Gleichzeitig verschlechtere sich das Verhältnis zwischen den Berufstätigen und den AHV-Bezügern laufend. Werde das Rentenalter nicht an diese Realität angepasst, werde die finanzielle Belastung der Berufstätigen und der Sozialversicherungen langfristig untragbar. (…)
Neue Fachleute für Personalvorsorge
Die neuen Fachleute für Personalvorsorge: Beatrice Ballmer, Niels Frowin Robert Bretschneider, Jessica Patricia Caviezel, Joanna Fiona De Silva, Corinne Dubied, Karin Fehr, Martin Kadlus, Thuyanthan Kumarasamy, Demetra Lénárt, Nicole Poelstra-Bieli, Elena Püntener, Corina Schenk, Tina Treier, Cyrill Urheim, Joel Wild, Petra Reinecke.
Nach zwei Jahren berufsbegleitender Ausbildung haben 16 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Personalvorsorge den eidgenössischen Fachausweis erworben. Sie sind damit als Fachpersonen der beruflichen Vorsorge qualifiziert.
Die Fachschule für Personalvorsorge bietet ein vielseitiges Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich der beruflichen Vorsorge. Ein zentrales Angebot ist die zweijährige, berufsbegleitende Ausbildung zur Fachfrau bzw. zum Fachmann für Personalvorsorge mit eidgenössischem Fachausweis.
Der Lehrgang vermittelt fundiertes Fachwissen und qualifiziert Absolventinnen und Absolventen als ausgewiesene Fachpersonen der beruflichen Vorsorge. An der Abschlussfeier vom 16. Januar 2026 konnten sie ihren eidgenössischen Fachausweis entgegennehmen.
In seiner Laudatio betonte Urs Fischer, Verwaltungsratspräsident der Fachschule, die Bedeutung des erfolgreichen Abschlusses: «Mit dem erworbenen Fachwissen sind Sie bereit, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen und aktiv dazu beizutragen, das Vertrauen der Versicherten in die Vorsorgeeinrichtungen und in das Schweizer Vorsorgesystem zu stärken».
Auch Schuldirektor Urs Hunziker würdigte die Leistung der Absolventinnen und Absolventen: «Der eidgenössische Fachausweis ist ein wichtiger Meilenstein für Ihre berufliche Zukunft». Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, den Erfolg zu feiern und den eingeschlagenen Weg mit Engagement weiterzuverfolgen.
Nach einem musikalischen Zwischenspiel überreichten Prüfungsleiter Manuel Gerhard, Urs Fischer und Urs Hunziker den Absolventinnen und Absolventen die Fachausweise.
Corina Schenk schloss die Fachausbildung mit der besten Jahrgangsleistung ab. Beim abschliessenden Apéro pflegten die Absolventinnen und Absolventen ihr Netzwerk und feierten gemeinsam das Erreichte.
Dänische AkademikerPension verkauft US-Treasuries
«The decision is rooted in the poor U.S. government finances, which make us think that we need to make an effort to find an alternative way of conducting our liquidity and risk management,» Investment Director Anders Schelde said in a written statement.
Grosse Differenzen bei Verzinsung und Renten
Die dezentrale und vielgestaltige 2. Säule bringt es mit sich, dass die Leistungen sehr unterschiedlich ausfallen. Eigentliche «Glückspilze» sind Angehörige von Rentnerkassen mit überschüssigen Vermögen. Der Blick erwähnt die Zellweger-Kasse, wie jene der Swissair mit weit grösseren Vermögen als versicherungstechnisch notwendig, was 2025 vier zusätzliche Renten ermöglichte. Der Blick schreibt dazu:
Die Höhe der späteren Rente hängt immer weniger von der eigenen Sparleistung ab – und immer stärker vom Arbeitgeber. Wer zufällig bei einem Unternehmen mit einer professionell verwalteten, gut kapitalisierten Kasse beschäftigt war, profitiert im Alter von Rentenerhöhungen und Zusatzrenten, wenn er Glück hat. Wer sein Berufsleben lang in eine Durchschnittskasse einzahlt, die nur das umsetzt, was PK-Berater empfehlen, erhält das Minimum.
Die zweite Säule wurde als robuste, faire Sozialversicherung geplant. Inzwischen ist sie zu einem Patchwork aus Gewinnern und Verlierern geworden. Transparenz fehlt, Vergleichbarkeit ebenso. Vielen Versicherten wird erst kurz vor der Pensionierung wirklich bewusst, wie wenig sie erhalten nach Jahrzehnten des Sparens.
Kündigung wegen Anpassung an «quartierübliche Zinsen»
In drei Liegenschaften im «Trendquartier» Länggasse in Bern haben Mietparteien die Kündigung erhalten, ohne dass saniert wird. Besitzerin ist die Personalvorsorgestiftung der Berner Burgergemeinden.
Die Mietzinse sollen in den betroffenen Liegenschaften um durchschnittlich 41 bis 64 Prozent steigen. Der Mieterverband bezeichnet solche Kündigungen zur Ertragsoptimierung als missbräuchlich und «erpresserisch». Laut Bundesgericht sind derartige Kündigungen jedoch rechtmässig, wenn Mietzinse nicht quartierüblich sind. Die Bernerzeitung schreibt dazu:
MoreDas Haus gehört der Personalvorsorgestiftung der Berner Burgergemeinde. Diese sei als Pensionskasse verpflichtet, «ihre Gelder möglichst sorgfältig und damit marktkonform und nachhaltig anzulegen», hält eine Sprecherin auf Anfrage fest.
Deshalb habe die Stiftung alle Liegenschaften im Portfolio überprüft. Dabei sei festgestellt worden, dass unter anderem die Mietzinse in der Liegenschaft im Länggassquartier «nicht mehr marktüblich» seien.
So lägen die Mieten der 2-Zimmer-Wohnungen samt Mansarde zum Teil knapp 60 Prozent unter dem marktüblichen Zins. Eine Anpassung des Mietzinses im laufenden Vertrag sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Daher habe man sieben Parteien letzten Sommer die Kündigung per Ende Juli 2026 ausgesprochen. Die Kündigungsfrist habe also ein Jahr betragen.
Ziel sei es gewesen, die Mieten um durchschnittlich 41 Prozent zu erhöhen. So kosteten die bisher für 929 Franken pro Monat vermieteten Zwei-Zimmer-Logis ab August neu 1310 Franken Miete pro Monat, so die Sprecherin.
Fehlanreize für Frühpensionierung beseitigen
Felix A.Müller hat in einem Buch die provokative Forderung gestellt: «Die Pensionierung abschaffen» und sie in einem FuW-Beitrag erläutert. Doris Bianchi, Direktorin des BSV, hält dagegen und sieht die Hürden für längeres Arbeiten nicht bei der AHV, sondern beim Arbeitsmarkt und den fehlenden Angeboten. Sie möchte kollektive Lösungen für Menschen in anstrengenden Berufen und sieht als Nutzniesser der Frühpensionierung insbesondere die vielgescholtenen Gutverdienenden. Bianchi schreibt:
MoreMüller hat also recht, wenn er die Unternehmen in die Verantwortung nimmt und fordert, dass die Zahl 65 aus den Köpfen verschwinden sollte. In der öffentlichen Verwaltung sieht es nicht viel anders aus.
In der Diskussion über die Flexiblisierung gegen oben geht allerdings die Flexibilisierung gegen unten vergessen. Wenn man nämlich die Menschen dazu ermuntern will, möglichst lange zu arbeiten, dann sollte man konsequenterweise auch schauen, dass es keine falschen Anreize gibt, früher aufzuhören.
Eine hohe Erwerbsbeteiligung bis zum Referenzalter ist für den Arbeitsmarkt wichtig, aber auch für die Finanzierung unserer Sozialwerke. Deshalb möchte der Bundesrat die Frühpensionierung in der ersten und der zweiten Säule bei 63 Jahren vereinheitlichen. Denn entscheidend für die Frühpensionierung ist die zweite Säule und nicht die AHV.
Und hier gibt es einen eklatanten Widerspruch: Diejenigen, die besonders laut ein längeres Arbeiten und ein höheres Rentenalter fordern, sind häufig dieselben, die auch die Frühpensionierung in der zweiten Säule schon mit 58 Jahren verteidigen.
Seelenforschung nach Erfolgsjahr oder realiter ante rem
(Kommentar Newsletter Nr. 543, 19.1.2026)
Die Zahlen für Performance und Deckungsgrad der Pensionskassen für 2025 von Swisscanto/ZKB, UBS, Complementa, PPCmetrics und WTW lassen erkennen: Es war ein ausgezeichnetes Jahr für die 2. Säule. Es wird sich so im laufenden Jahr kaum wiederholen. Aber die geäufneten Reserven und freien Mittel geben die Sicherheit, dass die Pensionskassen Schwächephasen und Rückschläge verkraften können.
Moreinter-pension lanciert PensionScan
Der Verband inter-pension lanciert mit PensionScan eine kostenlose Webapplikation, die das Lesen und Verstehen des Vorsorgeausweises vereinfacht. Ziel ist es, die Transparenz in der beruflichen Vorsorge zu stärken und Versicherten einen niederschwelligen Zugang zu ihren persönlichen Vorsorgedaten zu ermöglichen. Der Verband schreibt in einer Mitteilung:
Der Vorsorgeausweis ist für viele Versicherte schwer verständlich. Fachbegriffe, komplexe Zahlen und unterschiedliche Darstellungsformen erschweren die Einordnung. PensionScan setzt genau hier an: Die Webapplikation erklärt die Inhalte des Vorsorgeausweises strukturiert, verständlich und neutral – ohne Beratung und ohne kommerzielle Interessen.
Die Anwendung wird kostenlos vom Verband inter-pension zur Verfügung gestellt und steht allen Pensionskassen offen, unabhängig von Grösse oder Struktur. Jede Vorsorgeeinrichtung kann selbst entscheiden, ob sie PensionScan ihren Versicherten zur Verfügung stellen möchte.
Bereits zum Start des Jahres haben sich diverse grosse Pensionskassen für den Einsatz von PensionScan entschieden. Weitere Zusagen liegen vor, und die Zahl der teilnehmenden Pensionskassen wächst kontinuierlich.
Anleitung zur Einschätzung der eigenen Kasse
Ausgewählte Verzinsung bei Sammelstiftungen 2020-2024
Bernhard Kislig gibt im Tages-Anzeiger Tipps, wie die Versicherten die Qualität ihrer Pensionskasse einschätzen können und stellt folgende Vergleichsgrössen vor:
- Verzinsung: Bei einer langfristigen Anlage wie dem Altersparguthaben in der beruflichen Vorsorge ist die Verzinsung wichtig. Ist diese regelmässig gut, steigt das Vermögen dank dem Zinseszinseffekt bis zur Pensionierung deutlich stärker. Die Versicherten finden diese Kennzahl in der Regel im Geschäftsbericht oder in der Jahresrechnung ihrer Pensionskasse.
- Allgemeine Verwaltung: Im vergangenen Jahr beliefen sich die Verwaltungskosten pro versicherte Person bei der Gastro Social auf knapp 63 Franken. Bei der Fundamenta waren es mit 691 Franken rund elfmal so viel. Das Beispiel zeigt, dass es sehr grosse Unterschiede gibt.
- Vermögensverwaltung: Eine aktive Vermögensverwaltung, bei der Fachleute die Anlagen überwachen und fortlaufend anpassen, kostet mehr. Allerdings bringt das häufig weniger Rendite als ein passiver Ansatz, der sich an vorgegebenen Indizes orientiert.
5,3% Rendite, Gerichtsverfahren gegen Beschränkung der Verzinsung
Profond hält in einer Medienmitteilung fest, dass die Verzinsung der Altersguthaben von 2025 mit 2,25% durch rechtliche Vorgaben [Art. 46 BVV2] eingeschränkt wurde. Sie hat dagegen ein Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht eingeleitet. Weitere Sammelstiftungen oder die inter-pension sind nicht involviert. Profond sieht die Kompetenz für die Festlegung des Zinses beim Stiftungsrat. In der Mitteilung heisst es dazu:
Profond ist es wichtig, die Anlagerendite unter Berücksichtigung der finanziellen Sicherheit an die Versicherten weiterzugeben. Wie in den Jahren zuvor, verzinst Profond auch 2025 das maximal Mögliche. 2025 wurde die Verzinsung durch rechtliche Vorgaben eingeschränkt.
Profond sieht die Verantwortung für die Entscheidung über die Verzinsung jedoch beim Stiftungsrat und hat deshalb ein Gerichtsverfahren initiiert, um die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüfen zu lassen.
Bezüglich des Geschäftsverlaufs wird festgehalten:
MoreTrotz der schwierigen Situation an den Aktien- und Obligationenmärkten erzielte Profond 2025 eine provisorische Gesamtrendite von 5.3 Prozent.
Der provisorische Deckungsgrad liegt bei 110.1 Prozent, die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten bei 2.25 Prozent – und damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestzinssatz von 1.25 Prozent. Profond gibt somit einen wesentlichen Teil der Rendite an die Versicherten weiter, während der Rest in den Aufbau der Wertschwankungsreserve fliesst.
D: Altersvorsorge in Zeiten der Rezession
Deutschland erlebt die längste Phase wirtschaftlicher Schwäche seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Meldungen über Massenentlassungen häufen sich, bei grossen Konzernen in der Regel verbunden mit grosszügigen Abfindungen, die älteren Mitarbeitern die Frühpensionierung erlauben. Gleichzeitig fordern Wirtschaftsvertreter und Ökonomen die Erhöhung des Rentenalters, um den Kollaps der Rentenversicherung zu vermeiden und fachliches Know-how zu erhalten. Die NZZ schreibt dazu:
MoreEine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll nun unter anderem eine längere Lebensarbeitszeit prüfen. Für viele Experten kann es nur ein Ergebnis geben: So rechnete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im vergangenen November vor, dass die Zahl der Menschen im Erwerbsalter in Deutschland in den kommenden 40 Jahren um 23 Prozent sinken dürfte.
Der Kollaps der Sozialsysteme liesse sich nur über einen Ausweg vermeiden: länger arbeiten. Der wissenschaftliche Beraterkreis des Wirtschaftsministeriums schlug im Herbst sogar vor, das Rentenalter langfristig auf 73 Jahre zu setzen. Als Vorbild für ein ausgedehntes Arbeitsleben gilt vor allem Dänemark. Ab 2040 sollen die Menschen in Deutschlands nördlichem Nachbarland bis 70 arbeiten – länger als in allen anderen Staaten Europas. (…)
Die Denkfehler im Wohnschutz
Die negativen Effekte des ideologiegetriebenen Wohnschutzes zeigen sich mit aller Deutlichkeit in Genf und Basel. Trotzdem droht in Zürich die gleiche Entwicklung. An einer Tagung diskutierten Fachleute die absehbaren Konsequenzen, falls die entsprechende Abstimmung in Zürich angenommen wird. Die NZZ fasst die Ausführungen von Marie Seiler, CEO von Pensimo, zusammen:
MoreAm Podium geben sich die Investoren diplomatisch und betonen, die Abstimmung sei noch nicht verloren. Klar ist jedoch, dass viele von ihnen bereits heute einen grossen Bogen um Basel oder Genf machen – und künftig möglicherweise auch um Zürich.
Ähnlich argumentiert Marie Seiler, CEO von Pensimo, einer Anlagegruppe von Pensionskassen. Rund 70 Prozent des Pensimo-Portfolios entfallen auf Wohnen, davon etwa die Hälfte im Kanton Zürich. «Der Impact wäre sehr gross», sagt Seiler. Sie betont, die weitaus meisten Anleger auf dem Immobilienmarkt seien sich ihrer Verantwortung bewusst.
Pensimo hat dazu die eigenen Sanierungen analysiert: In über 90 Prozent der Fälle bleiben bestehende Gebäude erhalten, auch aus ökologischen Gründen. Und rund 80 Prozent der Sanierungen erfolgen heute im bewohnten Zustand. «Das soziale Bewusstsein in der Branche ist heute deutlich stärker. Auch wenn die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist», so Marie Seiler.
Complementa: Verzinsung 2025 im Schnitt 4,3%
Complementa hat die durchschnittlichen Renditen und Verzinsung für 2025 errechnet. Die Resultate sind erfreulich. Das Beratungsunternehmen schreibt auf der Website:
Die Pensionskassen haben ein erneut anspruchsvolles Anlagejahr erfolgreich abschliessen können. Im Schnitt haben die Vorsorgeeinrichtungen im Jahr 2025 eine Rendite von 5,9% verzeichnet. Das entspricht einem Anlageertrag im Umfang von 70 Mrd. Franken in der zweiten Säule.
Besonders erfreulich ist die Situation bei den Verzinsungen: Gemäss unserer Hochrechnung werden die Guthaben der Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 mit durchschnittlich 4,3% verzinst. Dies entspricht dem höchsten Wert der letzten 25 Jahre. Über die Verzinsung profitieren die Versicherten von den Renditen an den Kapitalmärkten was wiederum die Leistungen und letztlich die Rente verbessert.
TA: Wie reiche Rentner von der Abschaffung der Heiratsstrafe profitieren
Mischa Aebi schreibt im Tages-Anzeiger: Die Abschaffung der Heiratsstrafe bei der Steuer soll die Gleichstellung von erwerbstätigen Frauen fördern. Jetzt zeigt eine Analyse: Das grösste Steuergeschenk bekämen andere.
MoreDas erklärte Hauptziel der Individualbesteuerung ist die Gleichstellung erwerbstätiger Frauen. Die aktuelle Vorlage geht auf eine Initiative der FDP-Frauen zurück und wird von den linken Parteien unterstützt. (…)
Am stärksten würden aber nicht erwerbstätige Doppelverdiener-Ehepaare entlastet, sondern gut bis sehr gut situierte Rentnerinnen und Rentner. (…)
Der Grund liegt in der Progression: Weil Rentner weder Berufs- noch Zweiverdienerabzüge machen können, werden sie bei gleichem Einkommen mit einem höheren Tarif besteuert. Und je höher man in der Progressionskurve liegt, desto stärker wird man durch die Individualbesteuerung entlastet.
Wie gut die Rentner insgesamt wegkommen, zeigt eine Tabelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Zwar gibt es auch unter den Pensionierten Verlierer. Insgesamt jedoch werden sie überproportional entlastet.
Konkret: Unter dem Strich rechnet der Bund bei Einführung der Individualbesteuerung mit Steuerausfällen von rund 600 Millionen Franken pro Jahr. So viel weniger müssten die Steuerzahlenden insgesamt bezahlen.
Von diesen 600 Millionen Franken kämen 276 Millionen den Pensionierten zugute. Anders gesagt: Rund 46 Prozent der gesamten Steuerentlastung gingen an Rentner, obwohl sie nur 26 Prozent aller Steuerzahlenden ausmachen. Am stärksten profitiert dabei die Gruppe der Rentner in der höchsten Einkommensklasse – sie werden gemäss der Tabelle im Schnitt pro Kopf am meisten entlastet.



