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PK-Strategie für Privatkunden

19. Juli 2025 By pwirth in Versicherte Tags: Kapitalbezug

CIC (Schweiz) ermöglicht Privatkunden, ihr Vermögen 1:1 wie dasjenige ihrer PK anzulegen. Finews schreibt dazu: 

«Wir sind bereit, unsere gesamten Investitionen in Echtzeit offenzulegen. Wenn wir beispielsweise beschliessen, den Anteil an Nestlé-Aktien in unserer Pensionskasse zu erhöhen, weil wir den Zeitpunkt für günstig halten, profitieren auch unsere Kundinnen und Kunden von diesem Anlageentscheid.

Ihre Portfolios funktionieren exakt wie unsere», fasst Olivier Maillard, Leiter Private Banking für den Marktbereich Jurabogen und Mittelland bei der CIC (Schweiz) und anerkannter Experte für berufliche Vorsorge, zusammen.

Das Angebot der CIC (Schweiz) läutet gewissermassen das Ende der «Zwei-Klassen-Vorsorge» ein: Bisher unterschieden sich institutionelle Lösungen oft deutlich von jenen für «gewöhnliche» Privatpersonen – in Bezug auf Rendite, Kosten oder Sicherheit.

Im hier vorgestellten Modell schliessen sich Privatkundinnen und -kunden einer bestehenden, bewährten Lösung an. So lassen sich zahlreiche Fallstricke vermeiden – besonders, wenn sich Kundinnen und Kunden bei der Pensionierung für den Kapitalbezug entscheiden.

«Das eigene Kapital selbst zu verwalten, ist äusserst aufwendig. Dessen sollte man sich bewusst sein», erklärt Olivier Maillard. «Es kann zu erheblichem Stress führen – was für eine langfristige Finanzstrategie denkbar ungünstig ist.» (…)

Konkret basiert das Angebot von CIC (Schweiz) auf dem sogenannten Verwaltungsmandat  «Pensionskassenreplikat». Im Rahmen dieses Angebots legen Kundinnen und Kunden ihr Vermögen in einer Struktur an, die exakt derjenigen entspricht wie die Vorsorgekasse der Bankmitarbeitenden – mit erselben Anlagestrategie, denselben regulatorischen Vorgaben und derselben Governance.

«Egal, ob es um die Altersvorsorge unserer Mitarbeitenden oder unserer Kundinnen und Kunden geht – die Massstäbe sind identisch: gleiche Verwaltung, gleiche Sorgfalt, gleiche Regeln», erklärt Mario Geniale, Head Investments bei der CIC (Schweiz).

  Finews / ICI

Entlassung vor der Pensionierung

19. Juli 2025 By pwirth in Versicherte Tags: Frühpensionierung

Die «Schweiz am Wochenende» schreibt über Entlassungen und erzwungene Frühpensionierungen.

Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit

  • Menschen ab 55 Jahren haben oft Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu finden.
  • Statistiken zeigen, dass 22,4 Prozent der Frühpensionierten unfreiwillig in die Pension gingen. ​

Gründe für Frühpensionierung

  • 23,6 Prozent nennen betriebliche Gründe für ihre Frühpensionierung.
  • 17,3 Prozent geben gesundheitliche Probleme an.
  • Höhere Pensionskassenbeiträge ab 55 Jahren erhöhen die Kosten für Arbeitgeber. ​

Herausforderungen für ältere Arbeitnehmer

  • Ältere Arbeitnehmer verlieren nicht häufiger ihren Job, aber die Jobsuche dauert länger. ​
  • Über 55-Jährige können bis zu 640 Taggelder von der Arbeitslosenversicherung erhalten. ​
  • Viele müssen auf ihre Pensionskassengelder zugreifen, wenn sie keine neue Anstellung finden. ​

Die Zeitung schreibt: 

Wie viele Menschen kurz vor der Pensionierung aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden, ist schwer zu beziffern – selbst die Behörden tun sich schwer mit einer genauen Definition von «frühpensioniert». Denn: Manche beziehen eine Rente und arbeiten weiter, andere hören ganz auf zu arbeiten, ohne Rentenbezug.

Doch es gibt grobe Anhaltspunkte: Ende 2024 bezogen laut AHV-Register rund 13’770 Männer unter 65 und 11’440 Frauen unter 64 eine vorzeitige AHV-Rente. Das entspreche rund 12 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen in ihrem Jahrgang.

Wie viele von diesen Personen freiwillig in die Frühpension gingen, ist unklar. Die letzte Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) beruht auf Auswertungen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) aus dem Jahr 2019.

Damals wurden Pensionierte befragt, ob sie sich selbst als «frühpensioniert» einstufen – eine Einschätzung also aus ihrer eigenen Perspektive, nicht anhand des effektiven Erwerbsstatus oder Leistungsbezugs.

77,6 Prozent sagten, sie seien «eher freiwillig» in die Pension gegangen. Das heisst aber auch: Fast jeder vierte Frührentner (22,4 Prozent) wurde «eher unfreiwillig» frühpensioniert.

Warum Menschen kurz vor der Pensionierung ihre Stelle verlieren, ist statistisch ebenfalls schwer zu belegen. Das BFS bestätigt: Es gibt keine belastbaren Daten zu den Gründen für eine unfreiwillige Frühpensionierung.

  Schweiz am Sonntag / Watson

 

 

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«VZ ist eine Gewinnmaschine»

16. Juli 2025 By pwirth in Dienstleister Tags: Anlageberatung

Das Vermögenszentrum (VZ) ist erfolgreich, gibt sich unabhängig und kundenfreundlich. Die Handelszeitung hat einen der «erfolgreichsten Vermögensverwalter der Schweiz» unter die Lupe genommen. Und äussert Zweifel an der Unabhängigkeit der «Gewinnmschine».

In der Finanzbranche gibt es Kritik. «Das VZ ist nicht wirklich unabhängig, das Unternehmen verdient mit den eigenen Anlagelösungen», sagen zwei Geschäftsleitungsmitglieder namhafter Banken. VZ-Gründer und Verwaltungsratspräsident Matthias Reinhart hält dagegen: «Beim VZ gibt es keine Interessenkonflikte, denn wir verkaufen keine eigenen Finanzprodukte.»

Fakt ist: Die Pensions- und Geldberatung ist ein wichtiges Akquisetool für die hauseigene Vermögensverwaltung. Keine zwölf Stunden nach dem ETF-Kurs klingelt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Telefon. Grund für den Anruf ist die Frage, ob sie nicht mit dem VZ ins Geschäft kommen wollen.

Wer in Sachen Pensionsvorbereitung oder Anlagefragen ins Detail will, bucht die Honorarberatung, die 180 bis 260 Franken pro Stunde kostet. Und diese Honorarberatung ist oft das Vorspiel dafür, dass die Boomer-Kundschaft dann auch die Vermögensverwaltung des VZ kauft.

Genau daran entzündet sich die Kritik: Auch das VZ verkaufe eigene Produkte, denn letztlich sei eine Vermögensverwaltung auch ein Finanzprodukt. Tatsächlich steuert die Honorarberatung keine 10 Prozent zu den Einnahmen bei. Der Löwenanteil kommt aus der eigenen Vermögensverwaltung, die in Konkurrenz zu anderen Banken steht.

Unstrittig ist: Reinharts VZ ist eine Gewinnmaschine. Die Finanzberatung, die der Ex-McKinsey-Mann mit seinem 2001 verstorbenen Partner Max Bolanz 1993 gegründet hat, ist eines der erfolgreichsten Finanzunternehmen der Schweiz. Die Zahl der Kundinnen und Kunden ist von rund 10’000 im Jahr 2008 auf mittlerweile 83’000 angewachsen.

Seit 2005 wächst das verwaltete Vermögen jährlich im zweistelligen Prozentbereich. Mittlerweile sammelt das VZ über 5 Milliarden Franken Neugeld pro Jahr ein, mehr als die Bank Vontobel im Private Banking. Und der Börsenwert von 6,8 Milliarden Franken ist fast doppelt so hoch wie jener von Vontobel.

  Handelszeitung

 

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Prevanto PK-Monitor 25-06

16. Juli 2025 By pwirth in Index Tags: Prevanto

Prevanto hat ihren monatlichen Monitor per 30.6.25 publiziert. Der aktuelle, geschätzte Deckungsgrad der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen beträgt 115.9% und hat sich im Vergleich zum Vormonat um 0.3% verschlechtert.

  Prevanto Monitor

IV-Renten für junge Menschen – kollabiert das System?

16. Juli 2025 By pwirth in Sozialversicherung Tags: IV

Der Tagesanzeiger beschäftigt sich in zwei Interviews und einem Podcast mit der rasch zunehmenden Anzahl psychischer Erkrankungen junger Menschen.

Die beiden interviewten Psychologen vertreten unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Thomas Ihde erkennt eine tatsächliche Zunahme der Erkrankungen, während Niklas Baer meint, dass es primär die Diagnosen sind, die in den letzten Jahren markant zugenommen haben.

Entsprechend der Unterschiede in ihren Einschätzungen kommen die beiden auch zu unterschiedlichen Meinungen darüber, was angesichts des enormen Problems unternommen werden sollte.

Ihde setzt auf einen vermehrten Einsatz und verstärkte Bemühungen um die psychische Situation junger Menschen. Er glaubt nicht, dass eine Eingrenzung von IV-Renten für Bezüger unter 30 Jahren hilfreich sei. Bear unterstützt den von den kantonalen Gesundheitsdirektoren vorgeschlagene Massnahme. Auszüge aus den Interviews:

Wie erklären Sie sich den enormen Anstieg der Zahlen? Nehmen psychische Erkrankungen bei Jungen zu?
Baer: Ich denke nicht, dass es mehr junge Menschen mit psychischen Problemen gibt als früher, sondern mehr Behandlungen. Das hat mit der Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen zu tun und ist eigentlich ein Fortschritt. Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung waren 2012 rund 5 Prozent der Bevölkerung aufgrund eines psychischen Problems in Behandlung, 2022 waren es schon etwa 8 Prozent.  Bei den 15- bis 24-Jährigen hat sich der Anstieg mehr als verdoppelt, auf 9 Prozent.

Daraus könnte man eigentlich den Schluss ziehen, dass es heute weniger Menschen geben müsste, die aufgrund von psychischen Problemen arbeitsunfähig sind. Wieso werden die Leute durch die Behandlungen nicht belastbarer?
Baer: Diese Frage beschäftigt mich schon lange. Die Behandlungen sind eine gute Sache, aber sie haben einen zu geringen Effekt auf die Arbeitsfähigkeit. Hinzu kommt: Je mehr Personen in Behandlung sind, desto mehr können grundsätzlich krankgeschrieben werden. Und wer lange krankgeschrieben ist, wird automatisch bei der IV angemeldet. Das führt wohl dazu, dass letztlich mehr Leute berentet werden. Der gesellschaftliche Fortschritt in Bezug auf psychische Erkrankungen hat also einen unguten Nebeneffekt.

Es wird noch schlimmer?
Ihde: Ja, wenn die heutigen Jugendlichen in fünf Jahren erwachsen werden, wird die IV-Quote noch mal massiv ansteigen. Wir befürchten, dass das ganze Rentensystem in ein paar Jahren kollabieren könnte. Der Telefondienst von Pro Juventute, der Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen unter der Nummer 147 rund um die Uhr unterstützt, wird förmlich mit Anrufen zugedeckt. Auch bei Pro Mente Sana können wir die Anrufe kaum noch abdecken.

Es gibt Fachleute, die sagen, es gebe nicht mehr psychische Erkrankungen als früher, sondern bloss mehr Diagnosen wegen der Enttabuisierung des Themas.
Ihde: Wenn wir von IV-Renten sprechen, dann reden wir von schwersten psychischen Beeinträchtigungen. Wer eine Rente zugesprochen bekommt, ist lange und schwer krank. Niemand entwickelt plötzlich Symptome einer Schizophrenie, nur weil heute mehr Menschen in den sozialen Medien über ihre Angststörungen reden. Der Anstieg der Rentenquote hat nichts mit der Enttabuisierung von psychischen Problemen zu tun.

  Interview Baer / Interview Ihde /  Podcast

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OAK: DG-Monitoring per 30.6.2025

16. Juli 2025 By pwirth in Aufsicht Tags: Deckungsgrad, OAK

Basierend auf der jährlichen Umfrage zur finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtungen werden von der OAK monatliche Hochrechnungen erstellt, die auf den individuellen Anlagestrategien der Vorsorgeeinrichtungen sowie der effektiven Entwicklung der Anlagemärkte fussen.

Das Monitoring beschränkt sich auf die Daten von 1237 Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie und ohne Vollversicherungslösung mit Vorsorgekapitalien von rund 907 Milliarden Franken.

Die Aufwertung des Schweizer Frankens um über 7 % im bisherigen Jahresverlauf belastete die Rendite nicht währungsgesicherter ausländischer Anlagen. Am stärksten legten Aktien zu (+ 6,5 %). Auch Immobilien (+ 2,6 %), alternative Anlagen (+ 2,1 %) und Obligationen (+ 0,3 %) trugen zum positiven Gesamtergebnis bei. Alle Angaben berücksichtigen Fremdwährungseffekte.

  Mitteilung OAK

 

«1e Vorsorgepläne konkurrenzieren Pensionskassen»

16. Juli 2025 By pwirth in Versicherte Tags: 1e-Pläne

Die individuellen Vorsorgelösungen für Kaderleute und Spezialisten werden immer beliebter. Mit derzeit über zwanzig Anbietern hat sich die Zahl der Anbieter solcher 1e-Pläne im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Banken, Versicherungen und unabhängige Gesellschaften entwickeln entsprechende Vorsorgeprodukte, damit sie im Wettbewerb um gut verdienende Führungskräfte präsent sind. Kurt Speck schreibt dazu auf HZ-Insurance:

«Die 1e-Pläne stellen für klassische Pensionskassen eine Konkurrenz dar», sagt Pensexpert-CEO Rafael Lötscher. Mit der Einführung von Kaderlösungen geht den Kassen Geld im überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge verloren, das wegen unterschiedlicher Umwandlungs- und Verzinsungssätze im Obligatorium nicht mehr zur Umverteilung verfügbar ist.

Anderseits helfen diese Vorsorgepläne für gut verdienende Arbeitnehmer einem Unternehmen bei der Suche nach einem talentierten Nachwuchs und der Abwerbung von Spitzenkräften. 

Auslöser für das Interesse an solchen Lösungen war eine Änderung in den Bestimmungen des Freizügigkeitsgesetzes: Die Pensionskassen müssen ihren Versicherten im Austrittsfall keine Mindestgarantien mehr gewähren. Seit dieser kostenlose Kapitalschutz in den 1e-Plänen entfällt, ist das Interesse gestiegen. 

Da jedoch nur Löhne ab 136’080 Franken zum Einstieg in einen 1e-Plan berechtigen, besteht eine natürliche Obergrenze. In ihrer jüngsten Studie zu den Kaderplänen schätzt die Beratungsfirma PwC die Zahl der berechtigten Arbeitnehmenden auf etwa 46’000 und stuft das verwaltete Vermögen bei rund 10 Milliarden Franken ein.

«Aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Versicherten haben 1e-Pläne nach wie vor ein Nischendasein», erklärt Jan Koller, Director People and Organisation bei PwC Schweiz.

Weil dieser Markt nur zu knapp 10 Prozent ausgeschöpft ist, besteht noch genügend Wachstumspotenzial. Gestützt auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren geht der PwC-Pensionskassenexperte davon aus, «dass das Anlagevolumen in den kommenden fünf Jahren um rund 5 bis 10 Milliarden Franken zunehmen wird».

Die weitere Einführung oder das neue Aufsetzen von Kaderplänen sieht er als wichtigsten Treiber für das künftige Wachstum, wobei dies stark mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt. Zudem beeinflussen der Verlauf und die Volatilität an den Finanzmärkten den Entscheid für oder gegen einen 1e-Plan.  

  HZ-Insurance

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Finanzkrise in Deutschland, PK-Anlagen gefährdet?

14. Juli 2025 By pwirth in International, Kapitalanlagen Tags: Deutschland

Dominik Ketterer warnt auf «Schweizerzeit» vor einer systemischen Krise des europäischen Finanzsystems. Besonders betroffen sei Deutschland, dessen Banken einen dramatischen Anstieg notleidender Kredite erlebten.  Dabei stehen Gewerbeimmobilienkredite im Fokus, wo auch Schweizer Pensionskassen investiert sind. Zahlen dazu werden von 2013 zitiert, neuere seien nicht verfügbar. Zu den Anlagen der PKs schreibt Ketterer: 

Die letzten verifizierbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2013 – und sie sind erschreckend. Die Migros-Pensionskasse investierte 1,435 Milliarden Euro in LBBW Immobilien, die Coop-Pensionskasse 2,45 Milliarden Euro in GBW Bayern mit 32.000 Wohnungen. 26 Schweizer Pensionskassen erwarben gemeinsam über die AFIAA die Romeo & Julia Hochhäuser in Frankfurt. Die verifizierte Gesamtsumme: 4,17 Milliarden Euro.

Das Problem: Seit 2013 herrscht wohl Funkstille. Keine Schweizer Pensionskasse veröffentlicht aktuelle Zahlen zu ihren Deutschland-Investments. Diese Geheimniskrämerei erfolgt genau dann, wenn deutsche Gewerbeimmobilien vor dem Kollaps stehen.

Bei normalem Wachstum der Pensionskassen-Vermögen dürften heute schätzungsweise acht bis zwölf Milliarden Schweizer Franken in deutschen Immobilien investiert sein – das Doppelte bis Dreifache der letzten bekannten Zahlen. 

  Schweizerzeit

 

Der Trend zur Einkind-Familie

11. Juli 2025 By pwirth in Statistik Tags: Demographie, Tages-Anzeiger

Der Beitrag im Tages-Anzeiger bringt eine Reihe interessanter Daten zur Entwicklung der Familie und der Kinderzahl in der Schweiz. Das Thema wird primär unter soziologischen und psychologischen Gesichtspunkten behandelt. Die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Aspekte finden keine Erwähnung – bspw. der im OECD-Bericht befürchtete Wohlstandsverlust aufgrund des demographischen Wandels. Auch wird nicht auf die erhebliche Differenz der Geburtenzahlen von Schweizerinnen und Ausländerinnen eingegangen. 

[Es] fällt auf, dass nicht nur die Geburten weniger werden, die Familien werden kleiner. Immer mehr Mütter haben nur ein Kind.

Im letzten Jahr sind die Drittgeburten (minus 3,6 Prozent) und die Zweitgeburten (minus 2,8 Prozent) deutlich zurückgegangen. Die rückläufige Geburtenzahl bremst somit weniger die Familiengründung als die Familienvergrösserung.

Im Schnitt werden Frauen in der Schweiz mit 31,3 Jahren zum ersten Mal Mutter – und belassen es zunehmend bei einem Kind.

Demograf Tomas Sobotka erkennt in den aktuellen Zahlen einen Trend zur Ein-Kind-Familie. Aber man müsse die Daten über mehrere Generationen vergleichen, um klarere Aussagen machen zu können.

Sobotka fokussiert dabei auf die Anzahl Kinder bei Frauen, die 45 Jahre alt sind und damit statistisch höchstwahrscheinlich keine Kinder mehr gebären werden.

So haben Frauen, die 1980 geboren sind, hierzulande am häufigsten zwei Kinder. Mit 42 Prozent machen sie den klar grössten Anteil aus. «Familien mit zwei Kindern sind mit Abstand die häufigste Familienform in der Schweiz», sagt Sobotka.

23 Prozent haben ein Kind und 17 Prozent drei oder mehr Kinder. Kinderlos sind 18 Prozent der heute 45-Jährigen. Im Vergleich zu Frauen, die in den 1960ern und 1970ern geboren wurden, nimmt die Zahl der Ein-Kind-Familien allerdings zu – damals waren es rund 15 Prozent, die bloss ein Kind hatten. Das Bild von Eltern mit nur einem Kind wird also gewöhnlicher.

TA

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BS: Mietzinsanstieg trotz Wohnschutz

11. Juli 2025 By pwirth in Kapitalanlagen Tags: BS, Immobilien

Nach drei Jahren Wohnschutz zieht der Kanton Basel-Stadt Bilanz. Das Mitte 2022 eingeführte Gesetz hatte zum Ziel, den Anstieg der Mietpreise zu bremsen. Wie die nun publizierte Auswertung durch das Statistische Amt aber zeigt, sind die Mietpreise in Basel in den letzten Jahren stetig weitergewachsen – genau so wie im Rest der Schweiz. Die Basler Zeitung schreibt:

Das Statistische Amt untersuchte drei Indikatoren, um die Auswirkungen des Wohnschutzgesetzes zu analysieren: Erwünschte Effekte, mögliche Nebenwirkungen und Anzahl Fälle, die vor die Wohnschutzkommission kamen.

Besonders interessant sind die Zahlen zu den Nebeneffekten. So zeigt sich, dass eine aussergewöhnlich hohe Anzahl Grundstücke kurz vor der Einführung des Wohnschutzgesetzes in Basel-Stadt in Stockwerkeigentum umgewandelt wurde. Danach ging diese Zahl rasch wieder zurück.

Dieser sogenannte Vorholeffekt dürfte durch die neu eingeführte Bewilligungspflicht ausgelöst worden sein. In vielen Fällen, so schreibt das Statistische Amt weiter, seien die Grundstücke nach der Umwandlung in Stockwerkeigentum Mietwohnungen geblieben.

  BaZ / Bericht Stat. Amt BS

ESG-Reporting auf dem Weg zum Standard

10. Juli 2025 By pwirth in Kapitalanlagen Tags: ASIP, ESG

Lukas Müller-Brunner, Direktor des ASIP, stellt in CHSS den ESG Reporting-Standard des Pensionskassenverbands vor. Mit seiner Hilfe soll die Vergleichbarkeit nachhaltiger Anlagestrategien verbessert werden.

Auch bei den Schweizer Pensionskassen hat das Interesse an ESG-Kriterien in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Was einst als Nischenthema galt, ist heute in der beruflichen Vorsorge breit verankert.

Diesen Wandel möchten die Kassen auch in ihrer Berichterstattung sichtbar machen. Viele von ihnen vermissten jedoch bislang breit akzeptierte, ganzheitliche und vergleichbare Indikatoren für das ESG-Reporting.

Gesetzlich vorgeschrieben ist derzeit lediglich, dass Pensionskassen ihre Stimmrechte bei Schweizer Unternehmen aktiv ausüben und dokumentieren müssen.

In diese Bresche ist der Schweizerische Pensionskassenverband (Asip) gesprungen. Er hat im Jahr 2023 in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten aus anderen Verbänden einen «ESG-Reporting Standard für Pensionskassen» entwickelt.

Damit können die Pensionskassen ihre ESG-Aktivitäten transparent machen. Beispielsweise können sie nachvollziehbar aufzeigen, wie sie investiert sind und welche Meilensteine sie beim nachhaltigen Anlegen erreicht haben.

Der ESG-Reporting-Standard hat zwar empfehlenden Charakter. Der Asip als Schirmherr verbindet damit aber ein klares Bekenntnis: Eigenverantwortlich und sozialpartnerschaftlich getragen von der ganzen Branche soll der Standard die bestmögliche Transparenz zur ESG-Umsetzung herstellen.

Mit dieser Selbstverpflichtung will der Verband dazu beitragen, dass die ohnehin immense Dichte an gesetzlichen Vorschriften und die Regulierungskosten in der beruflichen Vorsorge nicht weiter zunehmen. 

  CHSS /   FR

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Vorteile der Sammelstiftung gegenüber der Vollversicherung

10. Juli 2025 By pwirth in Allgemein

HZ Insurance hat mit Simon Tellenbach (VZ) ein Interview zu den Vorteilen der teilautonomen Sammelstiftung gegenüber der Vollversicherungslösung sowie den Folgen für die Rentner geführt. Auszüge. 

Worin besteht der Unterschied zwischen einer teilautonomen Sammelstiftung und einer Vollversicherung?
Bei einer Vollversicherungslösung garantiert ein Lebensversicherer die versicherten Leistungen sowie die Vorsorgevermögen gegenüber der Sammelstiftung und deren Versicherten. Eine teilautonome Sammelstiftung legt das Vorsorgevermögen der Versicherten selbst an, während die Invaliden- und Todesfallleistungen bei einem Lebensversicherer rückgedeckt sind, deshalb der Begriff «teilautonom».

Und eine vollautonome Sammelstiftung legt das Vorsorgevermögen der Versicherten ebenfalls selbst an und stellt die Invaliden- sowie Todesfallleistungen ohne vollständige Rückdeckung durch einen Lebensversicherer sicher, daher der Begriff «autonom» oder «vollautonom».

Welche Vorteile hat es für Unternehmen, sich einer teilautonomen Sammelstiftung anzuschliessen?
Teilautonome Sammelstiftungen bieten in der Regel spürbar tiefere Kosten als Vollversicherungslösungen, da kein Versicherer die Vorsorgevermögen der Versicherten garantiert. Weil teilautonome Sammelstiftungen die Vorsorgevermögen der Versicherten selbst anlegen, können sie Anlagestrategien mit höherem Renditepotenzial umsetzen. Für die Versicherten bieten sie deshalb höhere Verzinsungen und höhere Umwandlungssätze als Vollversicherungslösungen.

Ist es legitim, für die bereits berenteten Versicherten ein eigenes Vorsorgewerk innerhalb einer Sammelstiftung zu gründen und diese dahin zu verschieben?
Das ist ein Modell, welches einige (teil)autonome Sammelstiftungen umsetzen. Entscheidend dabei ist, wie die angeschlossenen Unternehmen für das Rentenvorsorgewerk haften, wie das Verhältnis zwischen den aktiv Versicherten und den Rentnern aussieht und wie die Deckungskapitalien der Rentner bewertet sind. Weist die Pensionskasse viele Aktive und wenige Rentner auf, so ist sie in der Regel sehr risikofähig. Bei einer vorsichtigen Bewertung stellt die Pensionskasse mehr Kapitalien für die zukünftigen Rentenzahlungen zurück. Wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, ist ein solches Modell legitim.

Welche Vorteile hat ein solches Modell?
Ein solches Modell hilft, dass Unternehmen mit verhältnismässig vielen Rentnern aus Pensionskassensicht wieder risikofähig(er) werden, da bei den meisten Sammelstiftungen mit diesem Modell alle angeschlossenen Unternehmen solidarisch für das Rentenvorsorgewerk haften.

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DGs leicht rückläufig

10. Juli 2025 By pwirth in Index Tags: WTW Pension Finance Watch

Nach einem starken ersten Quartal 2025 war die Ausfinanzierung von Schweizer Pensionszusagen in den Unternehmensbilanzen im zweiten Quartal 2025 leicht rückgängig.

Gemäss WTW Pension Index ging der Deckungsgrad um 1,3 Prozentpunkte auf 124,2 % zurück. Der Diskontierungssatz sank um nur drei Basispunkte, was minimale Auswirkungen auf die Bilanzposition hatte. 

Die Vermögenswerte blieben im zweiten Quartal 2025 weitgehend unverändert, während die Verpflichtungen aufgrund der leicht sinkenden Diskontierungssätze um 1,0 % zunahmen. Folglich verschlechterte sich der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) im zweiten Quartal um 1,3%, wie aus dem WTW Pension Index hervorgeht. Er sank von 125,5 % per 31. März 2025 auf 124,2 % per 30. Juni 2025.

Unternehmensanleihen waren im zweiten Quartal volatil, doch letztendlich veränderte sich der Diskontierungssatz nur geringfügig über das Quartal und ging um 3 Basispunkte zurück. Dies hatte nur bescheidene Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen in den Unternehmensbilanzen. Die Anlagenmärkte waren über das Quartal ebenfalls volatil, wobei die typischen Anlageklassen von Pensionskassen in der ersten Woche des zweiten Quartals um rund 5 % sanken, sich dann aber erholten und das Quartal praktisch unverändert abschlossen.

  WTW

Tiefe Geburtenrate gefährdet den Wohlstand

10. Juli 2025 By pwirth in Studie Tags: Alterung, Geburtenraten, OECD

Tiefe Geburtenraten und die damit einhergehende Alterung der Gesellschaft gefährden in hohem Masse den Wohlstand, stellt die Studie «OECD Employment Outlook 2025» mit dem Untertitel «Can We Get Through the Demographic Crunch?» fest. Die NZZ schreibt dazu: 

Der wirtschaftliche Aufstieg in den letzten Jahrzehnten war nur möglich, weil die Zahl der Beschäftigten Jahr für Jahr konstant gewachsen ist. Doch dieser Effekt verkehrt sich nun ins Gegenteil – aus zwei Gründen: Die Geburtenraten erreichen in allen Ländern neue Tiefststände: In der Schweiz kommen pro Frau gerade noch 1,3 Kinder auf die Welt, in Deutschland sind es 1,4.

Hinzu kommt die Welle an Pensionierungen bei den geburtenstarken Jahrgängen aus der Babyboomer-Generation. «Dies führt dazu, dass eine immer kleinere Zahl an Arbeitskräften das Einkommen für eine immer grössere Zahl von Menschen erwirtschaften muss, die zwar konsumieren, aber nicht produzieren», schreibt die OECD in ihrem Bericht.

Dies wirkt sich direkt auf unseren Wohlstand aus. «Die meisten OECD-Länder werden mit einem beispiellosen Einbruch des Pro-Kopf-BIP-Wachstums konfrontiert sein», schreibt die Organisation in ihrer Analyse. Und weiter: «Dies wird die Fähigkeit, den Lebensstandard zu verbessern, erheblich beeinträchtigen.»

Die OECD-Ökonomen untermauern ihre Aussage mit konkreten Berechnungen. Bisher erreichten die 38 Mitgliedstaaten ein durchschnittliches Pro-Kopf-Wachstum der Wirtschaft von 1,0 Prozent im Jahr. Dieses Tempo werde nun aber um 40 Prozent zurückgehen. Somit verlangsame sich das jährliche Wachstum in den kommenden Jahrzehnten bis 2060 auf nur noch 0,6 Prozent.

Für Europa sagt die OECD einen noch stärkeren Wachstumseinbruch voraus. So können die Schweiz und Deutschland mit einem jährlichen Plus von nur gerade 0,1 bis 0,3 Prozent rechnen. Österreich und Italien droht gar eine schrumpfende Wirtschaftsleistung pro Kopf. Denn diese Länder sind von der erwarteten Abnahme der Erwerbsbevölkerung überdurchschnittlich tangiert. (…)

Das grösste ungenutzte Potenzial aber sieht die Länderorganisation bei den älteren Beschäftigten. Es brauche eine bessere Beschäftigungspolitik für diese Gruppe – zumal diese von einer besseren Gesundheit profitiere und auch der Anteil der körperlich anstrengenden Jobs zurückgehe. Zu diesem Zweck sollen die berufliche Mobilität und das lebenslange Lernen gefördert werden.

Dass die Politik handle, sei auch deshalb wichtig, weil die Renten- und Gesundheitssysteme immer mehr kosteten, betont der Bericht. Dabei gehe es auch um die Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Denn die Älteren hätten bisher überdurchschnittlich vom höheren Wohlstand profitiert. Dagegen seien es primär die Jungen, welche die zusätzlichen Lasten aufgrund einer stagnierenden Wirtschaft zu tragen hätten.

  NZZ /  OECD-Studie (engl.)

 

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Rendite – eine Frage der Strategie

10. Juli 2025 By pwirth in Kapitalanlagen, Studie Tags: AMAS

Die Amas, Asset Management Association, hat ihren Report 2025 «Der 3. Beitragszahler: eine Frage der Anlagestrategie» publiziert. Zusammenfassend wird festgehalten: 

  • Der 3. Beitragszahler, also die Nettorendite aus der Vermögensanlage, trug 2024 rund CHF 90 Mrd. zu den Pensionskassenvermögen bei. Seit 2004 leistete der 3. Beitragszahler über CHF 600 Mrd. an die Pensionskassenvermögen.
  • Während sämtliche Anlageklassen positive Erträge erwirtschaftet haben, sind Aktien Welt und Alternative Anlagen die Top-Performer.
  • Die Vermögensverwaltungskosten sind erneut gesunken. Mit 0.41% sind sie im Schnitt 27% tiefer als im Jahr 2022.
  • Das Anlageuniversum von börsenkotierten Aktien schrumpft seit Jahren, gleichzeitig entscheiden sich viele Unternehmen gegen eine Kotierung. Damit ist die regulatorische Unterscheidung von kotierten und nicht-kotierten Instrumenten in Frage gestellt.
  • Pensionskassen haben Anlagerisiken im Griff. Viele Kassen haben aber das Potential, mehr Risiken einzugehen und damit die erwarteten Kapitalmarkterträge zu steigern.
  • Ein Rechtsgutachten zeigt: Stiftungsräte können persönliche Haftungsrisiken mit einfachen Verhaltensregeln weitgehend eliminieren.

  Report Amas /    FR / SRF

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Kommentar

Rückspiegel

Politik im Vermietungsgeschäft
Die Basler PK will mit ihren Immobilien in Genf eine angemessene Rendite erzielen. Das stört die Linke. Link

OAK auf dem Holzweg
Die Oberaufsicht will sich mit der risikobasierten Aufsicht einen alten Traum verwirklichen. Experte Roger Baumann hält nichts davon. Link

Bloss keine Reform
Die SGK-N wagt mit zwei BVG-Änderungen einen neuen Reformanlauf. Der ASIP reagiert heftig. Link

inter-pension not amused
Die OAK will den Handlungsspielraum der Sammelstiftungen noch weiter engen. Ihr Verband wagt ein skeptisches Räuspern. Link

Novas Erbe
Mathieu Erb folgt auf Colette Nova im BSV. Link

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