UK: Pension Funds sollen Wirtschaft mit Private Equity-Anlagen ankurbeln
CNN. The UK economy badly needs a boost — and the government hopes the nation’s vast pension savings might deliver one. UK finance minister Jeremy Hunt announced Monday that nine of Britain’s biggest pension providers had agreed to increase their investments in high-growth UK companies, a move that he said could unleash up to £50 billion ($64.5 billion) of funding if other pension funds followed suit.
As part of the compact, firms including Aviva (AIVAF), Legal & General (LGGNY) and Mercer have committed to allocate at least 5% of assets in their default funds to unlisted companies by 2030. All UK workplace pension plans offer default funds, which savers who don’t choose their own investment strategy are automatically enrolled into.
UBS: Private Equity schlägt Aktien und Anleihen
UBS hat einen Artikel publiziert, der die Vorteile von Private Equity betont und beschreibt, wie die Anleger zu mehr Transparenz und weniger Komplexität kommen. Zusammenfassend wird festgehalten:
- Seit Januar 2022 ist Private Equity nach BVV eine eigene Anlageklasse – und für Pensionskassen hoch interessant:
Im Langzeitvergleich 2006—2021 erzielt Private Equity die höchste Performance aller Anlageklassen, bis 4x tiefere
Volatilität als Aktien und grössere Resilienz als Anleihen. - Das Spektrum an Direktanlagen und PE-Fonds ist sehr vielfältig und ermöglicht eine breite Diversifikation.
- Die Intransparenz bei PE ist für institutioneile Anleger eine Herausforderung: Andes als bei börsenkotierten Unternehmen
gibt es keine tagesaktuellen Kennzahlen, sondern Quartalsabschlüsse ohne standardisierte Bewertungsmethode. Das
macht die Due Diligence anspruchsvoll – und den Vergleich verschiedener PE-Anlagen untereinander schwierig. - UBS hat ein PE-Modul für den Asset Wizard entwickelt – und ermöglicht so erstmals eine ganzheitliche Betrachtung,
umfassende Analyse, Aufbereitung der wichtigen Kennzahlen nach einem konsistenten Standard und einheitliche
Bewertung des gesamten Portfolios: Aktien, Anleihen und neu auch Private-Equity-Anlagen.
Mögliche Fusion der PKs von CS und UBS, Knackpunkt 1e-Pläne
Viel spricht dafür, dass sich nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auch die Pensionskassen der beiden Finanzhäuser zusammenschliessen. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Vorsorgepläne schafft dabei Unklarheiten. Michael Ferber schreibt dazu in der NZZ:
In Bankenkreisen ist zu hören, es sei generell viel zu früh, um allfällige Auswirkungen auf die Pensionskassen zu nennen. Die UBS-Pensionskasse gebe bei diesem Prozess aber jetzt den Ton an. Eine wichtige Rolle bei diesem Entscheid spielt, ob die UBS das Inlandgeschäft der Credit Suisse verkaufen oder integrieren will. Ende Sommer könnte es so weit sein. Die Frage der CS Schweiz müsse zuerst geklärt werden, heisst es in Vorsorgekreisen. Schliesslich waren dort Ende 2022 allein 7280 Versicherte der Credit-Suisse-Pensionskasse tätig.
Die CS-Pensionskasse hatte Ende 2022 eine Bilanzsumme von 17,4 Milliarden Franken, mehr als 18 000 aktive Versicherte und rund 11 000 Rentner. Die Vorsorgeeinrichtung der UBS ist in der Schweizer Vorsorge ein sogar noch grösserer «Tanker». Sie kam Ende 2022 auf eine Bilanzsumme von 27,8 Milliarden Franken und hatte mehr als 20 000 aktive Versicherte und rund 16 000 Rentenbezüger.
Käme es zu einer Fusion, wäre ein Szenario, dass sich die beiden Pensionskassen auf einen gemeinsamen Vorsorgeplan einigen. Die Vermögen würden zusammengeführt, und die Kassen würden eine gemeinsame Anlagestrategie verfolgen. «Zudem müssten technische Parameter wie Umwandlungssätze und technische Zinsen angeglichen werden», sagt Willi Thurnherr von dem Beratungsunternehmen Aon Schweiz. Die Pensionskassenexperten seien bei einer Fusion gezwungen zu prüfen, dass die Versicherten der beiden Kassen gleichgestellt werden und dass ihre «wohlerworbenen Rechte» bestehen bleiben. Dies heisse beispielsweise, dass die Kasse mit dem niedrigeren Deckungsgrad die andere dafür kompensieren müsste.
Aargauer PK mit neuem Auftritt
Die Aargauische Pensionskasse (APK) hat ab dem 12. Juli 2023 einen neuen Auftritt. Der Kanton Aargau mit seinem Wasserschloss diente dabei als Inspiration. Neben dem neuen Logo tritt die APK mit frischen Farben, eigener Bildwelt, neuer Typografie und dem Anspruch «Vorsorge seit 1908» auf.
UBS PK-Performance
- (UBS) Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Juni eine durchschnittliche Performance von 0,71 % nach
Abzug von Gebühren. Seit Jahresbeginn steht die Rendite bei 3,51 % und die annualisierte Rendite seit
Publikation unseres Barometers im Jahr 2006 bei 2,97%. -
Im vergangenen Monat war die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen 2,32 Prozentpunkten. Das
beste Ergebnis (1,88%) erzielte eine grosse Pensionskasse mit verwalteten Vermögen über CHF 1 Mrd. Das
schlechteste Ergebnis (-0,44%) erzielte eine mittelgrosse Pensionskasse mit verwalteten Vermögen zwischen
CHF 300 Mio. und 1 Mrd.. Die geringste Performancespanne (1,7%) wiesen die kleinen Pensionskassen mit
weniger als CHF 300 Mio. verwalteten Vermögen auf.
CS PK-Index Juni 2023
CS. Im Berichtsmonat nimmt der Pensionskassen Index um 1,38 Punkte bzw. 0,71% zu; seine Veränderung seit Jahresanfang beträgt damit 3,86%. Per 30. Juni 2023 steht der Index bei 195,89 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000.
Der Hauptanteil an der positiven Entwicklung im Juni ist den Aktien (+0,79%) zuzuschreiben, insbesondere den Aktien Ausland (+0,72%). Die Liquidität (inklusive Devisentermingeschäfte zur Währungsabsicherung) trägt ebenfalls 0,05% zum Monatsergebnis bei. Die Immobilien (-0,05%), Obligationen CHF (-0,03%) und auch Obligationen FW (-0,04%) belasten hingegen diesen Monat die insgesamt erfreuliche Rendite. Die übrigen Anlagekategorien waren eher unauffällig.
IZS: Obligationenquote in neuer Perspektive
pw. Das Ende der Ultratiefzinsen lässt die Obligationen in einem neuen Licht erscheinen. Die schrittweise Abwendung der Pensionskassen in den letzten 15 Jahren dürfte zumindest an ihren Endpunkt gelangt sein. Aber die Situation ist komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Zinswende ist begleitet von einem unerwartet starken Anstieg der Inflation und mit Blick auf das Ausland mit hohen Absicherungskosten. Zudem hat sich der Bondmarkt stark gewandelt und diversifiziert. Es handelt sich hier um eine sehr heterogene Landschaft, deren Einbau in die Anlagestrategie der PKs nicht einfach ist.
Mit den damit verbundenen Fragen hat sich ein Online-Anlass der IZS befasst. Die zwei Referenten, Christian Fitze (Ecofin) und Manfred Burger (DWS Asset Management) gingen in ihren Ausführungen detailliert auf die gewandelte und sich weiterhin rasch ändernde Situation ein. Ihre an ein professionelles Publikum gerichteten Ausführungen mit hoher Aktualität dürften den Teilnehmern zahlreiche Erkenntnisse und Aufschlüsse geboten haben.
WTW: Pension Risk-Studie 2023
WTW schreibt in einer Mitteilung zur Pension Risk-Studie 2023 über die Deckungsgrade der SLI-Unternehmen:
Trotz stark negativen Renditen steigt der durchschnittliche Deckungsgrad der Vorsorgeverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr um 7%, weil die Verpflichtungen wegen des Zinsanstiegs stärker sinken als die Planvermögen. Die Entwicklung der Anlagemärkte im ersten Halbjahr 2023 ist bisher positiv. Zu diesen Resultaten kommt die aktuelle Pension Risk Studie von WTW zum Deckungsgrad der SLI-Unternehmen in der Schweiz.
Im Vergleich zum Vorjahr sind 2022 die Vorsorgeverpflichtungen der analysierten SLI-Unternehmen um CHF 47.8 Mrd. gesunken (-23.7%). Im gleichen Zeitraum sank das Planvermögen um CHF 37.6 Mrd. (-18.3%). Der durchschnittliche Deckungsgrad, bei
welchem alle Unternehmen gleichgewichtet werden, stieg deshalb nochmals deutlich von 92% auf 99% (2021 vs. 2022).Nachdem 2022 ein insgesamt überaus negatives Börsenjahr war, erholen sich die Aktienmärkte im ersten Halbjahr 2023. «Der anfänglich starke Anstieg der Inflation ist nun etwas abgeflacht oder sogar zurückgegangen wegen der Massnahmen der Zentralbanken und die Realwirtschaft erweist sich als robust. Deshalb sehen wir nun eine Gegenbewegung. Allerdings werden noch weitere Zinsschritte erwartet», betont Christian Heiniger, Pensionskassenexperte und Senior Director bei WTW in Zürich.
WTW: SLI Benchmarking-Studie 2023
WTW schreibt zu den Ergebnissen der Benchmarking-Studie 2023:
Die seit rund 15 Jahren niedrigen Anleiherenditen hatten einen starken Einfluss auf den Schweizer Pensionsmarkt. Langsam, aber sicher mussten die Stiftungsräte vor allem in den letzten fünf bis zehn Jahren darauf reagieren: Da sie künftig geringere Anlagerenditen erwarteten, senkten sie ihre technischen Zinssätze (und erhöhten damit ihre gesetzlich vorgeschriebenen Pensionsrückstellungen).
In dieser Zeit haben sich zudem die Umwandlungssätze, die den Arbeitnehmenden bei der Pensionierung für die Umwandlung ihres Kapitalbetrages in eine Rente angeboten werden, auf dem Markt schrittweise, aber stetig reduziert.
Die gute Nachricht dieser Studie für die derzeitigen Beschäftigten von SLI-Unternehmen ist, dass die durchschnittliche Altersrente aus den Pensionskassen in allen vier letzten Studien seit 2017 weitgehend stabil geblieben ist. Das bedeutet, dass es den SLI-Pensionskassen trotz Marktturbulenzen und volatiler Investitionen,
welche zu einem veränderten Ausfinanzierungsgrad führen, im Allgemeinen gelingt, die Altersrenten, die sie ihren Mitarbeitenden anbieten, stabil zu halten.
OAK: Fachrichtlinie 7 als Mindeststandard
OAK. Die OAK BV hat die revidierte Fachrichtlinie FRP 7 der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten (SKPE) zum Mindeststandard erhoben. Dazu wurden die Weisungen W – 03/2014 (Erhebung von Fachrichtlinien der SKPE zum Mindeststandard) entsprechend angepasst. Für sämtliche von der OAK BV zugelassene Expertinnen und Experten ist die Anwendung der revidierten FRP 7 damit verpflichtend.
Die revidierte FRP 7 regelt die Pflichten und Aufgaben der Expertinnen und Experten bei der gesetzlichen Prüfung von Vorsorgeeinrichtungen im Wettbewerb. Sie wurde anlässlich der Generalversammlung der SKPE vom 30. März 2023 beschlossen und gilt für alle Abschlüsse ab dem 1. Januar 2024.
Ehrverletzungsklage im Fall Aerne abgewiesen
Der Tages-Anzeiger berichtet über die von Serge Aerne gegen einen Journalisten angestrengte Ehrverletzungsklage wegen dessen Berichterstattung über die Pensionskasse Phoenix. Die Klage wurde abgewiesen.
Anfang November 2019 hatte der heute 57-jährige Journalist in der «SonntagsZeitung», die wie diese Zeitung von Tamedia herausgegeben wird, den Artikel «Heikle Geschäfte mit Vorsorgegeld» publiziert. Darin warf er unter anderem die Frage auf, ob Serge Aerne, Gründer der Pensionskassen-Sammelstiftung Phoenix, mithilfe einer Tarnfirma heikle Geschäfte der Pensionskasse mit Nahestehenden verheimlichen wollte.
Firmen des «schillernden Unternehmers» hätten der Phoenix Dienstleistungen verkauft. In diese Firmen war Aerne involviert. Laut dem Bericht gab es Zweifel, dass Aerne die verschiedenen Interessen – jene der Stiftung und jene seiner Firmen – habe auseinanderhalten können. Aerne war von Mitte 2012 bis Ende April 2014 Geschäftsführer der Pensionskasse.
Rentner wehren sich gegen Streichung von Zuschlägen
Der Blick berichtet über einen Gerichtsfall, mit welchem ein Rentner die Betreiber des Kernkraftwerks Gösgen (oder wohl deren Pensionskasse?) zur Rückgängigmachung der gestrichenen Zuschläge zwingen wollte.
Beim erwähnten Senior ging es vor Gericht um 5500 Franken, die ihm bisher insgesamt nicht ausbezahlt wurden. Das liess sich der Ingenieur, der zwei Jahrzehnte im Kernkraftwerk Gösgen gearbeitet hat, nicht bieten. Und er bekam vom Richteramt Olten-Gösgen Anfang Juni in allen Punkten recht. Das KKW muss ihm den Betrag nachzahlen, zuzüglich fünf Prozent Zins.
Das Urteil könnte weitreichende Konsequenzen haben: Der Senior steht stellvertretend für Hunderte Pensionäre, die ebenfalls um ihre Zuschläge kämpfen.
Wechsel in der Geschäftsleitung der Avadis Vorsorge AG
Seit 1. Juli 2023 ist Christian Zoss neues Geschäftsleitungsmitglied der Avadis Vorsorge AG. Er übernimmt die Gesamtverantwortung für den Bereich Vermögensanlagen, der die Vermögensverwaltungsmandate von Avadis und die Avadis Anlagestiftungen umfasst. Christian Zoss folgt auf Dr. Claudia Emele, die sich auf eigenen Wunsch auf die Geschäftsführung und Weiterentwicklung der Avadis Anlagestiftungen konzentrieren wird.
Zoss ist seit Sommer 2016 Leiter Vertrieb Anlagen bei Avadis. Davor war er bei verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern in der Schweiz verantwortlich für die Betreuung der institutionellen Kunden. Der 51-Jährige ist Betriebsökonom und Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA).
Mehr Transparenz bei den Vermögensverwaltungskosten
pw. Die Vermögensverwaltungskosten der Pensionskassen sind in der Diskussion um die 2. Säule ein Dauerbrenner. Während die Fachleute fast einhellig der Meinung sind, die Kosten seien generell angemessen und im internationalen Vergleich sogar günstig, scheint für die Kritiker jeder Franken, der dafür ausgegeben wird, ein Franken zu viel. Jetzt will c-alm mit einem neu aufgeschalteten Webportal zumindest für verbesserte Transparenz sorgen. c-alm schreibt dazu:
Die Auffassungen, inwieweit in der 2. Säule die Vermögensanlagen kosteneffizient bewirtschaftet werden, gehen auseinander. In unserer langjährigen Beratungserfahrung stellen wir fest, dass im Wertschriftenbereich (Aktien, Obligationen) bei im Wettbewerb vorgenommenen Mandatsausschreibungen ab 100 Mio. Franken Gesamtkosten im tiefen, einstelligen Basispunktbereich (1 Basispunkt entspricht 0,01% des Vermögens) an der Tagesordnung sind.
Kleine Pensionskassen, andere institutionelle Anleger (u.a. gemeinnützige Stiftungen) und insbesondere Privatanleger verzichten jedoch oftmals aufgrund ihrer Grösse auf Mandatsausschreibungen im Wettbewerb. Die resultierenden Vermögensverwaltungslösungen sind deshalb preislich nicht kompetitiv.
Hier will die c-alm mit dem neuen, am 3. Juli freigeschalteten Economico-Webportal Abhilfe schaffen. Die Marktplatzfunktionalität des Webportals orientiert sich an der in unserer Beratungserfahrung etablierten «Best Practice» und bietet zunächst Schweizer institutionellen Anlegern und Privatanlegern mit einem Mandatsvermögen von 0,5 Mio. bis 30 Mio. Franken einen kostenlosen Zugang zu einem transparenten Vermögensverwaltungskosten-Vergleich von individuell massgeschneiderten Vermögensverwaltungslösungen (das Economico zu Grunde liegende Konzept der Vermögensverwaltungskosten ist hier einsehbar).
Glaubwürdigkeit gemäss Ethos
Ethos hat eine neue Methodik entwickelt, mit der die durch die Aktivitäten der kotierten Unternehmen verursachte Klimaerwärmung bewertet werden kann. Die Methodik soll auch die Glaubwürdigkeit der Transitionspläne der Unternehmen sowie die Risiken, die der Klimawandel für ihre Aktivitäten birgt, messen. In einer Mitteilung heisst es dazu:
In den letzten Monaten haben die Teams von Ethos deshalb eine neue Methodik entwickelt, welche die Glaubwürdigkeit der Klimawandelpläne beurteilt und den kotierten Unternehmen einen Temperatur-Score zuweist. Dieser Score widerspiegelt den Anstieg (in Grad ausgedrückt), der bis 2100 weltweit erreicht würde, wenn die gesamte Wirtschaft mit dem gleichen Ehrgeiz und der gleichen Klimaleistung handeln würde wie das analysierte Unternehmen.








