Swiss Life Asset Managers öffnet Immobilien Anlagegruppen
Die Anlagestiftung Swiss Life plant die Durchführung einer Öffnung über rund 500 Millionen Franken mit Liberierung Anfang Mai 2021. Das Kapital wird zur Reduktion der Fremdkapitalquote, für den Ankauf weiterer Liegenschaften, die Realisierung von Neubauprojekten und für laufende Investitionen in den Bestand verwendet.
Zur Finanzierung dieser Aktivitäten öffnet die Anlagestiftung Swiss Life ihre Anlagegruppen «Immobilien Schweiz» und «Geschäftsimmobilien Schweiz». Die Zeichnungsfrist wird vom 1. Februar bis zum 31. März dauern und die Liberierung am 5. Mai 2021 stattfinden. Die Öffnung richtet sich an bestehende und neue Anleger, welche gemäss Schweizer Gesetz als steuerbefreite Vorsorgeeinrichtungen gelten.
Durch mehrere Akquisitionen konnten die beiden Portfolios weiter erfolgreich wachsen. Es wurden Liegenschaften in Zürich, Genf, Schaffhausen und Aarau sowie Projektentwicklungen in St. Gallen und Nyon erworben. Zudem investieren die beiden Anlagegruppen in Anteile am Einkaufzentrum Glatt in Wallisellen.
Eine Immobilie auf dem Weg zu den Pensionskassen
Der Tages-Anzeiger hat einen sehr ausführlichen Bericht über das Schicksal einer Immobilie an der Zürcher Weststrasse publiziert, welche nach dem Tod der Besitzerin über zwei gemeinnützige Stiftungen von einer Anlagestiftung erworben wurde. Das Mehrfamilienhaus (ohne Zentralheizung) ging für rund 9 Mio. Franken an die Fundamenta in Zug, welche es nun renoviert. Den bisherigen Mietern wurde gekündigt. Die bisher relativ günstigen Mieten (ca. 2000 Fr. für eine 4 Zimmer-Wohnung) dürften sich nach Einschätzung des TA beinahe verdoppeln. Zum Vorgehen der Fundamenta schreibt die Zeitung:
Die Anlagestiftung aus Zug verfolgt ein einfaches Geschäftsmodell: das Absichern von Pensionskassenbeiträgen in Boden und Beton. Bereits 79 Pensionskassen haben Geld gegeben, bei der zweiten «Kapitalerhöhung» im Juni kamen Zusagen für 109 Millionen Franken. Seit der Gründung vor rund eineinhalb Jahren hat die Fundamenta Group Investment Foundation ein Grundstück und zehn Häuser erworben. Zwei davon liegen in Zürich, beide in Wiedikon. Als Ziel gilt eine Rendite von 3 bis 4,5 Prozent.
Die künftigen Mieter der Weststrasse 145 werden also die Renten vieler Schweizerinnen mitfinanzieren.
Das Geschäft mit Immobilien sei komplex, sagt Geschäftsführer Daniel Kuster. «Aufgrund dieser Anforderungen macht es für viele Vorsorgeeinrichtungen Sinn, einen Teil ihrer Gelder in indirekte Immobilienanlagen zu investieren.» Dies sorge auch für eine bessere Verteilung des Risikos.
Gerade hat die Foundation ihren Jahresbericht veröffentlicht. Darin ist die Weststrasse 145 mit einem Wert von 9,415 Millionen Franken aufgeführt. Das macht 1,3 Millionen Franken mehr, als für das Haus ausgeschrieben war. Dieser Preis muss nicht dem Verkaufswert entsprechen, liegt laut Experten aber wohl nahe daran. (…)
Gesundheit und Geschlecht
Frauen und Männer haben eine unterschiedlich hohe Lebenserwartung bei Geburt. Frauen leben im Durchschnitt vier Jahre länger, ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität ist jedoch weniger gut. Zahlreiche Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) deuten auf Unterschiede in der Gesundheit von Frauen und Männern hin. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten weitgehend durch gesellschaftliche Normen wie Geschlechterrollen und -beziehungen geprägt und beeinflusst werden. Eine geschlechtsspezifische Analyse der Gesundheit fördert das Verständnis der gesundheitlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern und ermöglicht es, auf dieser Basis spezifische Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien zu entwickeln, die der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen.
Stresstest gut überstanden
Nach dem Ausbruch der Pandemie sind die Börsenkurse dramatisch eingebrochen. Deshalb fiel der durchschnittliche Deckungsgrad von 113 Prozent Anfang Jahr auf rund 103 Prozent Ende März. Diese Zahlen stammen von der Pensionskassenberaterin PPCmetrics. Sie basieren auf Angaben von 322 meist grösseren Pensionskassen, die total mehr als 700 Milliarden Franken Vorsorgekapital verwalten, und wurden für den Tages-Anzeiger aktuell aufbereitet. Zum Vergleich: Das gesamte Vorsorgevermögen in der Schweiz beträgt rund 1000 Milliarden Franken.
Bei knapp einem Drittel der berücksichtigten Pensionskassen lag der Deckungsgrad Ende März unter 100 Prozent. Doch erfreulicherweise erholte sich die Börse rasch wieder. Ende November gab es nur noch bei 8 Prozent der untersuchten Pensionskassen eine Unterdeckung.
Marco Jost von PPCmetrics rechnet damit, dass die schweizerischen Pensionskassen dieses Jahr eine Rendite von etwa 2 bis 2,5 Prozent erwirtschaften werden, was dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht. Das bedeutet, dass sich auch bei der Verzinsung nichts ändern dürfte: Die Versicherten erhalten auf ihrem Vorsorgekapital in der Regel einen Zins zwischen einem und zwei Prozent.
Die Resultate der PK-Statistik 2019
Eine Billion Schweizer Franken betrug 2019 die Bilanzsumme aller Pensionskassen der Schweiz. Die Wertschwankungsreserven nahmen um fast 43 Milliarden Franken zu. Die Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten und der Rentner wuchsen um 68 Milliarden Franken an.
PensExpert mit neuer Geschäftsleitung
Ab Januar 2021 steht die PensExpert unter einer neuen operativen Leitung. Der bisherige CEO wird Verwaltungsratspräsident. Zudem stossen zwei Neue zur Geschäftsleitung.
Nach über zwanzig Jahren gibt Mitgründer Jörg Odermatt die operative Leitung der PensExpert ab und übernimmt ab dem zweiten Quartal 2021 das Präsidium im Verwaltungsrat. Er wird weiterhin für begleitende und strategische Aufgaben und für die Netzwerkpflege zur Verfügung stehen. Zudem wird er die deutsche Tochtergesellschaft PensExpert in Frankfurt bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen.
Seine Nachfolge als CEO tritt Rafael Lötscher an. Er hatte während zehn Jahren die Fachgruppe Sozialversicherungen und Vorsorge der BDO Schweiz unter sich und war stellvertretender Niederlassungsleiter BDO Zug. Als Partner von BDO hat er ein breites Fachwissen in den Bereichen Treuhand und Steuern aufgebaut und dieses auch als Referent über viele Jahre weitergegeben.
Pensions Swamped in a Sea of Negative Real Rates
As the name implies, defined-benefit pensions promise to pay a set amount to retirees. While corporate America has largely moved away from this structure in favor of 401(k) options (or “defined contribution” plans), virtually all state and local governments still offer these reliable retirement payouts. And they’ve been falling behind in a big way: In the 2019 fiscal year, states had $1.48 trillion in unfunded pension liabilities, while the 50 largest local governments faced $478 billion in adjusted net pension liabilities, according to calculations from Moody’s Investors Service. The 100 largest corporate defined-benefit plans had a deficit of $285 billion in November, according to Milliman data.
That $2 trillion hole is only going to get deeper as the Federal Reserve pledges to keep interest rates near record-low levels for years to come as the U.S. emerges from the Covid-19 pandemic. Moody’s, unlike many states and cities, uses a market-based discount rate to determine the present value of a pension’s future liabilities. The lower the rate, the larger the current value. Analysts expect to apply a 2.7% rate to local governments’ fiscal 2021 reporting, down from 4.14% in fiscal 2018 and about the same as Milliman’s current discount rate for corporate pensions. It will likely cause pension shortfalls “to increase by double-digit percentages” in the next two years, Moody’s says.
Nationalrat in Pensionskassen-Affäre verstrickt
Franz Grüter liess sich als Stiftungsrat einer Pensionskasse über Jahre hohe Provisionen auszahlen. Jetzt hat die Aufsicht ein Verfahren eröffnet. Der Politiker bestreitet die Vorwürfe, wie der Tages-Anzeiger schreibt.
In der Pensionskasse PK-Aetas geht es drunter und drüber. Auslöser ist eine Anzeige, die bei der bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht eingegangen ist. Sie verlangt die Absetzung des gesamten Stiftungsrats. Zudem sollen zivil- und strafrechtliche Schritte geprüft werden. Gezeichnet wurde die Anzeige von zwei Geschäftsleitungsmitgliedern der PK-Aetas. Stiftungsratspräsident ist Franz Grüter, Luzerner SVP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident des IT-Unternehmens Green.
PK-Aetas wurde 2003 in Bern gegründet. Damals brachte Grüter die Pensionskasse von Green in die Sammelstiftung ein. Er nahm Sitz im Stiftungsrat und bezog ein Honorar von jährlich bis zu 15’000 Franken. Doch das war nicht alles, wie in der Anzeige nachzulesen ist: Grüter handelte mit der PK-Aetas eine sogenannte Brokerage-Vereinbarung aus – als Provision für die Vermittlung des Unternehmens, dem er selbst vorstand. Anfänglich bewegte sich diese Selbstvermittlungsgebühr bei 3000 Franken pro Jahr. Mit dem Wachstum der Green-Gruppe erhöhten sich die Provisionen. In den letzten Jahren waren es jeweils rund 15’000 Franken.
In der Aufsichtsanzeige werden weitere Anschuldigungen erhoben. Es geht um mehrere heikle Geschäfte, in denen ein weiterer Stiftungsrat im Zentrum seht: Der Immobilienfachmann kaufte Ende 2016 von der PK-Aetas mit zwei Partnern die Aqre AG – zum Nominalpreis von 100’000 Franken. Im Herbst 2017 erhielt diese das exklusive Mandat, das Immobilien-Portefeuille der Sammelstiftung im Umfang von 99 Millionen Franken zu verwalten – dies jedoch zu deutlich besseren Konditionen als die frühere Verwaltungsgesellschaft. Laut Anzeige bekommt die Aqre AG viermal mehr für eine vergleichbare Dienstleistung.
ETH muss Schadensersatz-Ansprüche prüfen
SDA. Laut Bundesverwaltungsgericht (BVGer) muss die ETH Zürich die Schadensersatzansprüche der von ihr – noch nicht rechtskräftig – entlassenen Professorin prüfen. Die ETH hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass sie nicht für die Prüfung der Ansprüche zuständig sei.
Mitte Juli 2019 hatte die ETH entschieden, zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Professorin zu entlassen. Die Professorin wehrte sich gerichtlich gegen die Kündigung und forderte gleichzeitig Schadensersatz und Genugtuung. Das Verfahren betreffend die Kündigung ist noch hängig.
Jedoch hiess das BVG in einem am 28.12.2020 publizierten Urteil eine Beschwerde der Professorin gut. Diese wehrte sich gegen eine Verfügung der ETH, wonach das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) zuständig sei für die Prüfung der Schadensersatzansprüche der Professorin.
Die Professorin fordert Schadensersatz in unbestimmter Höhe, sollte die Kündigung rechtskräftig werden. In diesem Fall bestünde der Schaden aus dem, was sie verdient und als Pensionskassenguthaben erlangt hätte, wäre sie bis zur Pension angestellt geblieben.
Dazu schulde ihr die ETH auch eine Genugtuung in Höhe von 100’000 Franken sowie die Erstattung der Anwaltskosten, die in der Administrativuntersuchung gegen die Professorin angefallen waren. (Urteil A-3974/2020)
Von wegen bestes Vorsorgesystem
Angela Agostini, Leiterin Vorsorge bei Descartes Vorsorge, ist nicht überzeugt, dass das schweizerische 3-Säulen-System das beste der Welt sei, wie wir uns lange Zeit gerne einredeten. Das Übel sieht sie insbesondere bei der wachsenden Umverteilung in der 2. Säule als Folge des Politikversagens. Auf Finews schreibt sie:
Die 2. Säule, die seit gut 30 Jahren auf dem obligatorischen Zwangssparen aufbaut und inzwischen über einen Kapitalstock von geschätzt einer Billion Franken verfügt, sah nichts dergleichen vor.
Die Solidarität sollte einzig innerhalb der Pensionskassen und Anlagestiftungen spielen, die die Gelder verwalten und entsprechend ihrer Anlageleistungen Altersrenten auszahlen – individuell abgestuft nach Höhe des angesparten Altersguthaben eines Versicherten.
Aber wir haben nicht mit der Politik gerechnet, die längst einer weiteren Dimension der staatlich verordneten Solidarität stattgegeben hat: der Umverteilung von Jung zu Alt. Weil die einst angedachte Rendite längst nicht mehr zu erzielen ist, wird die aktive Generation verknurrt, zu Gunsten der Rentnergeneration auf einen stetig wachsenden Teil ihres Alterskapitals zu verzichten.
Dieser Betrag erreicht inzwischen bereits 7,2 Milliarden Franken pro Jahr. Die Besitzstandwahrung garantiert den Rentnern eine lebenslängliche Rente, die in den meisten Fällen mit einem Umwandlungssatz von 7,2 Prozent gerechnet wurde und von der aktiven Generation mitfinanziert wird. Im Vergleich zu den AHV-Auszahlungen von 45 Milliarden Franken im vergangenen Jahr ist es bald einmal ein Fünftel, den sich die Rentner «aneignen».
BGer weist Beschwerde gegen Saurer-PK zurück
Das St.Galler Tagblatt schreibt zum Entscheid des Bundesgerichts, die Beschwerde eines Rentners der Saurer Pensionskasse vollumfänglich abzuweisen:
Das jahrelange juristische Geplänkel nimmt ein endgültiges Ende. Als letzte Instanz hat das Bundesgericht die Beschwerde eines Pensionärs der Arboner Firma Saurer gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes, Ernst Frei, abgewiesen. Begehren und Begründung seien eine «rein appellatorische Kritik», schreibt das Gericht im entsprechenden Urteil. «Nicht ansatzweise» werde «die dafür erforderliche Bedürftigkeit» geltend gemacht.
Das Bundesgericht ist erst gar nicht auf die Beschwerde eingetreten. Allerdings wurden auch keine Gerichtskosten erhoben.
Der Rentner beklagte, dass der Stiftungsrat der Pensionskasse ab 2008 deren Interessen missachtet hätte. Freie Mittel wären einseitig verwendet worden und Informationen verweigert. Zur Diskussion standen rund 200 Millionen Franken. Seit den Neunzigern hätten sich unverbrauchtes Deckungskapital sowie Reserven und Rückstellungen angehäuft. Der Pensionär forderte, die Mittel in einer Teilliquidation jenen zu verteilen, die sie erspart hätten.
St.Galler Tagblatt /
Entscheid BGer / Entscheid Bundesverwaltungsgericht
Aon: BVG-Reform und Kennzahlen 2021
Aon hat in ihrem Newsletter 8/2020 die wichtigsten Daten und Kennzahlen zur Altersvorsorge und zum Stand der BVG-Reform zusammengestellt.
Praxis der Auffangeinrichtung unter Beschuss, neu als umhüllende PK
Comparis publiziert einen “Expertenkommentar” zur Praxis der Auffangeinrichtung. Neu auch Versicherung überobligatorischer Löhne. Leo Hug hat einiges zu kritisieren.
Bis Ende 2019 konnten arbeitslose Personen ihr Pensionskassenvermögen an die Stiftung Auffangvorrichtung BVG überweisen und weitere Einzahlungen leisten. Falls bis zur Pensionierung keine Anstellung mit Pensionskassenaufnahme erfolgte, durften Sie das Vermögen in Form einer Rente beziehen. Alternativmöglichkeiten wie Freizügigkeitsstiftungen zahlen das Alterskapital nur in Form einer einmaligen Kapitalleistung und nicht als Rente aus.
Anfang 2020 hat die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ihre Praxis geändert. Neu werden Personen, die zum Entlassungszeitpunkt ein von der bestehenden Pensionskasse vorgegebenes Mindestalter für eine Frühpensionierung erreicht haben, aus dem Rentenangebot ausgeschlossen. Bei vielen Pensionskassen liegt das Mindestalter bei 58 Jahren. (…)
Die von der Stiftung eingeführte Neuerung ist gemäss der Branchenzeitschrift «Schweizer Personalvorsorge» (Ausgabe 09/20) rechtlich umstritten. Gemäss BVG-Verordnung (Art. 60 Abs. 2 lit.c) ist die Stiftung verpflichtet, alle Arbeitnehmenden auf deren Begehren aufzunehmen.
Libera Sozialversicherungen 2021
Die Sozialversicherungsbroschüre 2021 der Libera ist per sofort in vier Sprachen auf ihrer Website aufrufbar. Sie gibt auf wenigen Seiten einen Überblick über die 3 Säulen, ihr Zusammenwirken und die wichtigsten Kennzahlen.
FAQ zur Umsetzung der Fachrichtlinie 4
Die Oberaufsichtskommission hat ein Papier mit Antworten zu zentralen Aspekten der Umsetzung der FRP 4 zum technischen Zins publiziert. Sie ist von allen zugelassenen Experten für berufliche Vorsorge verbindlich anzuwenden. Die FRP 4 regelt Form und Inhalt der Empfehlung des Experten zum technischen Zinssatz gemäss Art. 52e BVG.











