Fast 40 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Je nach Alter, Geschlecht und Beruf zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Silvia Perroud schreibt dazu in CHSS:
Im Jahr 2024 arbeiteten gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 1,9 Millionen Erwerbstätige Teilzeit (BFS 2025). Zwischen 1991 und 2024 ist die Teilzeitquote um 13 Prozentpunkte auf 39 Prozent gewachsen.
Zwar ist die Teilzeitquote 2024 bei Frauen mit 58 Prozent fast dreimal höher als bei Männern (21%), doch die Zunahme ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Kommt hinzu: Bei Frauen ist die Zunahme ausschliesslich auf Beschäftigungsgrade zwischen 50 und 89 Prozent zurückzuführen. Bei Männern stiegen auch Beschäftigungsgrade unter 50 Prozent an.
Neben den geschlechterspezifischen Differenzen gibt es bei der Teilzeitquote auch Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So nimmt Teilzeitarbeit mit dem Alter zu: Während bei den 15- bis 24-Jährigen 28 Prozent Teilzeit arbeiten, sind es bei den 55- bis 64-Jährigen 43 Prozent. Teilzeitpensen von unter 50 Prozent sind dabei bei den 15- bis 24-Jährigen häufiger verbreitet als in den übrigen Altersgruppen.
Wer über das AHV-Referenzalter hinaus erwerbstätig ist, arbeitet selten Vollzeit: Bei den 65-Jährigen und älteren Erwerbstätigen beträgt die Teilzeitquote 86 Prozent, kleine Pensen sind dabei besonders verbreitet.
Deutliche Unterschiede in Bezug auf den Beschäftigungsgrad finden sich auch je nach ausgeübtem Beruf. Besonders häufig wird Teilzeit in Dienstleistungsberufen und im Verkauf sowie bei Hilfsarbeitskräften gearbeitet: In beiden Berufshauptgruppen arbeitet mehr als jede zweite Person Teilzeit (siehe Grafik 2). Auch in intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie bei Bürokräften ist Teilzeitarbeit mit Anteilen von über 40 Prozent verbreitet.
Demgegenüber sind Teilzeitpensen bei Bedienern von Anlagen sowie in Montageberufen deutlich seltener anzutreffen: Hier liegt der Anteil bei rund 20 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist Teilzeitarbeit in Handwerksberufen mit 15 Prozent.


Nach der gescheiterten Reform ist vor dem nächsten Versuch. NR Christian Lohr, Mitte, hat ein Postulat eingereicht, mit dem Ziel, im BVG Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte in einer kleinen Teil-Revision zu ermöglichen. Das Modell, das er dazu vorschlägt, ist jenes der Temporärbranche. Im eingereichten Text heisst es:
