Noch mehr Steuermittel für die Publica?
Die Publica muss den Umwandlungssatz senken. Die eigenen Mittel reichen nicht für einen Ausgleich der Renten. Deshalb soll jetzt ein weiteres Mal der Bund mit Steuermitteln einspringen. Der Bundesrat schlägt eine doppelte Finanzspritze an das Personal vor: Einmalig will er 160 Millionen Franken einschiessen und ab 2019 dauerhaft jährlich wiederkehrend je 40 Millionen. Damit erhöht der Bund die Pensionskassenbeiträge der über 45-Jährigen, und zwar einseitig auf Kosten des Bundes. Die Wortführer von SVP und FDP lehnen diese Vorschläge in den laufenden Beratungen in der Finanzkommission ab. Ihnen schliesst sich Werner C. Hug an. In der Bernerzeitung heisst es dazu:
Hug unterscheidet klar: Eine grosszügige Abfederung für die ältesten Angestellten sei absolut notwendig. Die Finanzspritzen für die Jüngeren hingegen lehnt er ab. «Hier werden Versicherte vergoldet, die im Vergleich zu anderen ohnehin feudale Renten erhalten werden. Das ist unnötig und ungerecht, der grösste Teil der Privatwirtschaft könnte sich das niemals leisten.»
Diese Ungleichbehandlung erfüllt Werner C. Hug mit Sorge: «Die anhaltenden Finanzierungsprobleme der Pensionskassen verschärfen die Zweiklassengesellschaft in der beruflichen Vorsorge.» Nur die Kassen einiger finanzstarker Branchen und der öffentlichen Hand könnten es sich leisten, die notwendigen Einschnitte so grosszügig aufzufangen. Damit vergrössere sich der Abstand zu den vielen Pensionskassen, deren Arbeitgeber weniger freigiebig sein könnten oder wollten. «Das schadet dem ganzen System.» Hug fordert, gerade die Publica als grösste Pensionskasse solle sich «marktkonform» verhalten und die Probleme aus eigener Kraft lösen, ohne zusätzliches Geld vom Bund.
UBS PK-Performance Oktober 2017
- Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Oktober eine durchschnittliche Monatsperformance von 1,32% nach Gebühren.
- Alle Pensionskassen im Sample verbuchten letzten Monat positive Renditen.
- Das beste Oktober-Ergebnis von 2,33% erzielte ein kleines Vorsorgewerk mit weniger als CHF 300 Mio. verwaltetem Vermögen.
Blick: “Sammelstiftungen kommen ins Trudeln”
Moritz Kaufmann befasst sich im Blick mit den Folgen des Neins zur AV2020 für die Sammelstiftungen. Dazu heisst es:
Umwandlungssätze von über sechs Prozent sind Standard – obwohl sich die kaum noch eine Kasse leisten kann. Eigentlich hätten die Sammelstiftungen längst Senkungsschritte einleiten sollen. Doch sie haben sich verzockt. «Die Sammelstiftungen haben gepokert: Sie gingen davon aus, dass die Rentenreform angenommen wird», sagt Stefan Thurnherr (VZ): «Im Zuge dieser Anpassung hätten sie eine Senkung rechtfertigen können. Jetzt kommen sie unter Druck. Das geben Kassenverantwortliche selber zu.»
Wer glaubt, dass nur eine Minderheit der Arbeitnehmer bei Sammelstiftungen angeschlossen ist, irrt! Immer weniger Firmen wollen eine eigene Pensionskasse betreiben und schliessen sich einer Sammelstiftung an. Laut der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK) kommen 2,4 Millionen Arbeitnehmer bei Sammelstiftungen unter – das sind 60 Prozent der werktätigen Bevölkerung!
Immerhin: Die Gemini-Sammelstiftung hat angekündigt, den Umwandlungssatz zu senken. Schrittweise auf 5,6 Prozent im Jahr 2022. «Da die Sammelstiftungen dem Wettbewerb ausgesetzt sind, versucht man Senkungen möglichst hinauszuschieben», räumt die Pensionskasse ein. Andere Sammelstiftungen würden aber folgen, ist man bei Gemini überzeugt.
Die Sammelstiftung Asga, der 12’000 KMU und über 100’000 Versicherte angeschlossen sind, bietet nach wie vor 6,3 Prozent. Dies könne man sich leisten: «Wir wachsen und haben ein gutes Aktiven-Rentner-Verhältnis», heisst es. Doch auch die Asga sieht ein: «Massnahmen sind notwendig. Ein zu hoher Umwandlungssatz ist ein Systemrisiko.»
Switzerland after the Referendum
IPE hat in ihrer aktuellen Ausgabe von November 2017 einen Schwerpunkt auf Aktualitäten aus der Schweiz gelegt. Barbara Ottawa schreibt “Goodbye AV2020” und zitiert eine Reihe prominenter Vertreter der Schweizer Vorsorgeszene dazu. Susanne Rust nimmt die katastrophale Verfassung der Genfer Kasse mit ihrem Sanierungspaket von 4,7 Mrd. Franken intensiv unter die Lupe. Von Ottawa wiederum stammt der Beitrag “On Pause” zum Thema “Standardisierung” für einen besseren Vergleich der Finanzierungssituation resp. der Risikofähigkeit von Vorsorgeeinrichtungen. PPCmetrics hat dazu eine Studie verfasst, weitere Schritte hat der Bundesrat im Rahmen des Postulats Vitali aber abgelehnt. Eine ähnlich vertiefte Behandlung der Frage findet man in den Schweizer Medien vergeblich. Weitere Beiträge sind dem Thema Rendite und steigende Anlagerisiken gewidmet. Dazu gibt es ausführliches Zahlenmaterial zu den Asset Managers.
PK-Gelder für den Immobilienkauf: In Zukunft noch attraktiver?
Sinkt der Umwandlungssatz in der Pensionskasse, wird ein Vorbezug für den Immobilienkauf noch attraktiver, wie eine Umfrage der GfK im Auftrag von MoneyPark aufzeigt. Schon heute bezieht jeder dritte Immobilienkäufer PK-Gelder. Ohne Vorsorgegelder könnten sich die Schweizer eine Immobilie für rund 790‘000 Franken kaufen. Im Schnitt kostet aber bereits eine Eigentumswohnung 840‘000 Franken. Rund 80 Prozent der Immobilienfinanzierungen wären ohne den Vorbezug nicht realisierbar, wie Moneypark auf ihrer Website schreibt.
So erstaunt es nicht, dass jeder dritte Immobilienkäufer mit dem Gedanken spielt, PK-Gelder für den Immobilienkauf vorzubeziehen. Über die Zeit zeigt sich eine leicht zunehmende Tendenz. Sowohl was die Bereitschaft PK-Gelder vorzubeziehen, als auch was die Höhe des Vorbezugs anbelangt. Hatten 2013 die Kunden noch mit einem Vorbezug in Höhe von 56‘000 Franken gerechnet, so steigt der gewünschte Vorbezug in diesem Jahr auf 72’000 Franken an.
Werden rein abgeschlossene Finanzierungen mit PK-Vorbezug betrachtet, so wären 80 Prozent dieser Immobilienfinanzierung ohne die Möglichkeiten eines Vorbezugs nicht realisierbar gewesen. Auch hier zeigt sich über die Zeitachse hinweg ein leicht ansteigender Trend, was darauf schliessen lässt, dass der Vorbezug eher wichtiger wird für die Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum.
Eckwerte für die BV 2018
Der Pensionskassenverband ASIP hat in den Fachmitteilungen 109 die Eckwerte für die Berufliche Vorsorge 2018 zusammengestellt.
AV2020: Stimmverhalten nach Partei, Geschlecht und Alter
Nach der Sotomo Motivanalyse ist jetzt auch die Voto-Analyse des Abstimmungsergebnisses zur AV2020 publiziert worden.
Grosse Zustimmung fand die Vorlage bei SP, Grünen und GLP, geringere Zustimmung ist bei den CVP-Wählern festzustellen, jene von FDP waren deutlich, jene der SVP massiv gegen die AV2020. Die Autoren der Studie stellen fest:
“Die Rentenreform 2020 scheiterte primär an der wuchtigen Ablehnung der SVP-Wähler (84 Prozent Nein). Ein derart geschlossenes Stimmverhalten der SVP-Anhängerschaft sei sonst nur aus Abstimmungen zu migrations- oder europapolitischen Themen bekannt, schreiben die Verfasser der Voto-Studie, welche das Stimmverhalten der Bevölkerung analysiert.” Weiter heisst es:
Wer den Grund für das Scheitern in der Geschlechterfrage sucht, der wird enttäuscht. Soziale Merkmale spielten für den Entscheid nur eine sekundäre Rolle: Männer lehnten die Vorlage zu etwa gleichen Anteilen ab wie Frauen. Aber auch von einem Generationenkonflikt kann keine Rede sein: Die Unterschiede im Stimmverhalten zwischen den Altersgruppen sind gering.
Die tiefste Zustimmung zur Reform findet sich bei den Seniorinnen und Senioren. So belief sich der Nein-Stimmenanteil bei der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre auf 58 Prozent. Damit zeigt die Voto-Studie: Das Ergebnis zur Rentenreform wurde weder von den Frauen noch von den Jungen massgeblich beeinflusst.
Klar ist: Die Rentenreform scheiterte an einer Vielzahl von Ablehnungsgründen. Am häufigsten wurde der Rentenzuschlag von 70 Franken genannt. Das geht aus der Voto-Studie hervor. Der zweithäufigste Grund war die Rentenalter-Erhöhung der Frauen und weiter der Umfang des Gesamtpakets. Der prüfende Blick auf die Umfrageresultate offenbart: Keines dieser einzelnen Motive alleine hätte die Rentenreform zu Fall bringen können. Aber in der Summe ergaben sie eine ablehnende Mehrheit.
Die Voto-Studien sind ein gemeinsames Projekt des Forschungszentrums (FORS) in Lausanne, des Zentrums für Demokratie Aarau (ZDA) und des Befragungsinstituts Link in Luzern. Finanziert wird Voto von der Schweizerischen Bundeskanzlei. Voto wird seit Herbst 206 anstelle der Vox-Analysen vom Bund in Auftrag gegeben.
Doris Bianchi wechselt zu Berset
Der Gewerkschaftsbund schreibt auf seiner Website:
Die Spezialistin für Sozialversicherungen Doris Bianchi wird persönliche Mitarbeiterin von Bundesrat Alain Berset. Sie unterstützt den Vorsteher des EDI insbesondere in Fragen der Gesundheitspolitik und der Statistik. Sie verlässt den SGB Ende Januar nach 12 Jahren beim SGB. Die promovierte Juristin war beim SGB vor allem zuständig für Fragen rund um die Sozialversicherungen, seit 2011 als geschäftsführende Sekretärin.
Als neue Zentralsekretärin im Bereich Ökonomie arbeitet seit anfangs November Isabel Martinez beim SGB (60 %). Martinez hat Wirtschaftswissenschaften in Bern studiert und 2016 in St. Gallen promoviert. Anschliessend forschte sie für ein Jahr am Institute of Socio-Economic Research LISER in Luxemburg. Neben ihrem Pensum beim SGB wird Isabel Martinez an der Universität St. Gallen weiterhin forschend tätig sein.
CS verliert Depot der PK-SBB
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Pensionskasse der SBB den Auftrag neu ausgeschrieben. Das Milliardendepot wurde nun zur Bank JP Morgan transferiert, schreibt die Handelszeitung.
Die Pensionskasse der Schweizerischen Bundesbahnen (PK SBB) stehen hinter dem Milliardenabfluss bei der Credit Suisse. Die Bank hatte vergangene Woche bei der Publikation der Quartalszahlen angegeben, 13,3 Milliarden Franken eines Staatsbetriebs an die Konkurrenz verloren zu haben. Dieser hatte die Depotstelle – oder neudeutsch Global Custody – abgezogen.
Die PK SBB hat das Depotmandat neu der Bank JP Morgan übergeben, wie PK-Geschäftsführer Markus Hübscher gegenüber der «Handelszeitung» erklärt. Diese ist nun für die Depotführung und das Gesamtreporting verantwortlich. Der Entscheid für einen Wechsel des Global Custody sei bereits im vergangenen Jahr gefällt worden.
Einen konkreten Grund für die Abkehr von der Credit Suisse mag Pensionskassen-Chef Hübscher nicht nennen. Er betont lediglich: «Wir hatten schon länger keinen Wechsel mehr. Daher haben wir das Mandat neu ausgeschrieben.»
Auf aktive Verwaltungsmandate hat der Wechsel der Depotstelle keinen direkten Einfluss, wie Hübscher betont. Die Credit Suisse habe weiterhin einzelne Mandate. CS-Chef Tidjane Thiam sagte an der Medienkonferenz vom 2. November, dass der Abfluss für die Grossbank verkraftbar sei, weil das Mandat nicht sehr rentabel gewesen sei.
Grosse Hoffnung für freie PK-Wahl
pw. Das Thema freie PK-Wahl kommt und geht. Jérôme Cossandey (Avenir Suisse) greift es gegen den Trend jetzt wieder auf. In einem Interview mit Cash erklärt er die Vorteile aus seiner Sicht. Dass die Trennung von Firma und Kasse wahrscheinlich zu einem Leistungsabbau auf breiter Front führen könnte, sieht er nicht. Auch nicht, dass die neuen Kassen, welche ihre Destinatäre auf dem freien Markt akquirieren müssten, mindestens so strengen Sicherheitsanforderungen genügen müssten wie heute die Assekuranz in der Kollektivversicherung. Denn pleite dürfte eine solche Kasse unter keinen Umständen gehen. Vorteile liessen sich m.E. nur erkennen für Versicherte, deren Vorsorge jetzt im Rahmen einer Vollversicherung stattfindet. Dass von Arbeitnehmerseite schon längerem keine Forderung nach der freien PK-Wahl mehr erhoben wird, spricht Bände. Auszüge aus dem Interview.
In einem Beitrag für Avenir Suisse fordern Sie nun unter anderem die Einführung einer freien Pensionskassenwahl für die Versicherten. Welche Idee steckt dahinter?
Wir leben in einer Gesellschaft, die immer stärker durch individualisierte Lebensläufe charakterisiert wird. Die Leute wechseln viel öfter als früher ihre Jobs, aber auch die Arbeitgeber sind viel mobiler geworden. Das zeigt sich in der zunehmenden Zahl an Firmengründungen, Konkursen und Fusionen. Man arbeitet vielleicht auch nicht mehr 100 Prozent, sondern ist bei mehreren Arbeitgebern angestellt oder gar teilweise selbstständig.
Und deshalb soll man seine Pensionskasse selbst wählen können?
Die Vorstellung, dass nur mein Arbeitgeber zu meiner Altersvorsorge schaut, ist nicht mehr zeitgemäss. Nach unserem Vorschlag sammelt man bei mehreren Arbeitgebern seine Beiträge für die berufliche Vorsorge und transferiert sie zur eigenen Pensionskasse. Hinzu kommt: Befindet sich die PK in Unterdeckung (wenn nicht alle Verpflichtungen durch das Vorsorgevermögen gedeckt sind, Anm. d. Red.) und wird ein Teil der Firma geschlossen, verliert man den Job und man muss Verluste in der PK realisieren. Mit der freien PK-Wahl könnte man immerhin das Kapital noch bei der alten Kasse behalten und die Sanierung abwarten.
Rentenreformen haben es schwer an der Abstimmungsurne. Wie schätzen Sie die Chancen für Ihren Vorschlag ein?
Die letzte Vorsorge-Abstimmung hat gezeigt, dass die Politik grosse Mühe hat, eine Antwort auf das Problem der finanziellen Nachhaltigkeit zu geben. Deshalb wird sich die nächste Reform wohl wieder auf den Umwandlungssatz fokussieren. Aber wir leben in Bezug auf die Vorsorge immer noch in den 1970er Jahren. Obwohl die Modernisierung der Gesellschaft im aktuellen Vorsorgesystem zu wenig berücksichtigt wird, wird die freie PK-Wahl in der nächsten Legislatur kaum ein Thema sein. Da bleibe ich realistisch.
Aufregung um 1 Promille
Der Bund berichtet über eine Motion im Berner Gemeinderat, mit welcher der Personalvorsorgekasse die Anlage von Geldern in Firmen mit mehr als 5% Rüstungsgütern beim Umsatz untersagt werden sollte. Einem solchen Eingriff steht allerdings Bundesrecht entgegen. Der Bericht im Bund steht unter dem Titel “Pensionskassen dürfen mit Renten in die Waffenproduktion investieren”. Im Artikel heisst es:
Der Berner Gemeinderat kann nach eigenen Angaben nicht verbieten, dass Rentengelder für die Produktion von Kriegsmaterial verwendet werden. Das schreibt er in seiner Antwort auf eine Motion von drei Fraktionen und lehnt den Vorstoss deshalb ab.
Das Grüne Bündnis und die Junge Alternative, die Grüne Freie Liste und die EVP sowie die Links-Fraktion AL/GPB-DA/PdA fordern einen neuen Passus im Reglement der Personalvorsorgekasse (PVK). Diese soll die Finger von Firmen lassen, die mehr als fünf Prozent ihres Umsatzes mit der Herstellung von Kriegsmaterial erwirtschaften. (…)
Die PVK hat zehn Millionen Franken in Unternehmen investiert, die Kriegsmaterial herstellten. Darunter sind Firmen wie Hewlett Packard und General Electric, die nur einen geringen Teil ihres Umsatzes mit Rüstungsgütern erzielten. Die Investition der PVK in Rüstungsgüter-Umsätze betrage insgesamt zwei Millionen Franken verteilt auf 38 Firmen in 15 Fonds. Das entspreche 0,1 Prozent des Gesamtvermögens der PVK.
Die erste «Vorsorgebank»
Die Tellco schreibt in einer Medienmitteilung:
Nach der Übernahme der Zürcher Privatbank Dominick Company AG durch die Tellco Gruppe im Juli 2017 erfolgt mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen zur Tellco AG nun der nächste Schritt. Dadurch entsteht zugleich die erste Vorsorgebank der Schweiz.
Durch die Bündelung der Kompetenzen bieten die über 140 Mitarbeitenden der Tellco AG vom Hauptsitz in Schwyz und den Zweigniederlassungen in der ganzen Schweiz aus sowohl institutionellen wie auch privaten Kundinnen und Kunden individuell auf sie abgestimmte Lösungen zur Vorsorge- und Finanzplanung. Dank dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen kann der ganzheitliche Dienstleistungsansatz von Tellco optimal erfüllt und das Angebot weiter ausgebaut werden. Nach wie vor gelten dabei die Tellco-Grundwerte: Bodenständigkeit trifft auf umfassendes Fachwissen und ein proaktives, transparentes Vorgehen, wobei der langfristige Erfolg der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt steht.
PK-Immobilien und Sozialverantwortung
Die Siedlung an der Zürcherstrasse 12 bis 22 in Baden wird saniert, was happige Mieterhöhungen nach sich zieht. Die Besitzer räumen nun ein, Fehler gemacht zu haben – sagen aber auch: «Es ist nicht unsere Aufgabe, Sozialwohnungen anzubieten.»
“Rentenalter 65 für Frauen gestorben”
“Das Frauenrentenalter 65 ist für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) nach dem Nein zur Rentenreform im September kein Thema mehr. Bei einer neuen AHV-Revision will er sich dafür einsetzen, dass Frauen auch künftig mit 64 Jahren in Pension gehen können”, schreibt der Tages-Anzeiger und glaubt offenbar daran.
Forderungen zur Rentenreform
Der Gewerkschaftsbund berichtet über die Beschlüsse an der Delegiertenversammlung vom 3.11.17 zur Neuauflage der Rentenreform.
Die SGB-Delegierten fordern:
- Die AHV-Renten müssen erhöht werden, damit sie mit den steigenden Krankenkassenprämien und Gesundheitskosten Schritt halten.
- Die AHV braucht zusätzliche Mittel – vor allem in Form von höheren Lohnbeiträgen. Das AHV-Mehrwertsteuerprozent muss endlich vollständig in die AHV fliessen.
- In der zweiten Säule dürfen Banken und Versicherer keine Gewinne mehr auf Kosten der Versicherten machen. Der SGB wird eine entsprechende Kampagne lancieren.
- Für langjährige, ältere Arbeitnehmende muss der Kündigungsschutz verbessert werden. Bei Stellenverlust ab 58 sollen sie in der alten Pensionskasse bleiben können. Weiter braucht es mehr [?] Branchenlösungen für den vorzeitigen Altersrücktritt.
- Das Frauenrentenalter muss bei 64 Jahren bleiben.
Weiter haben die Delegierten beschlossen, in der anstehenden Revision des Gleichstellungsgesetzes den Druck für effektive Massnahmen zur Beseitigung der Lohnungleichheit zu erhöhen. Die Missachtung des entsprechenden Verfassungsartikels ist ein über 20-jähriger Skandal und gehört dringend beendet. Es braucht behördliche Kontrollen, Sanktionen und den stärkeren Einbezug der Gewerkschaften.





