CS PK-Index im Q3 2018
- Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung (seit 1. Januar 2017 auf 1% p.a.) ist im Berichtsquartal um 0,38 Punkte (resp. 0,25%) auf den Stand von 153,24 Punkten gestiegen, ebenfalls ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index liegt somit im 3. Quartal 2018 0,55% über der BVG-Vorgabe.
- Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 1. Januar 2000) beträgt per 30. September 2018 2,97%. Demgegenüber steht eine annualisierte BVG-Mindestverzinsung von 2,30%.
- Die höchste annualisierte Rendite (seit 1. Januar 2000) per 30. September 2018 weisen mit 3,16% erneut Pensionskassen mit einem Anlagevermögen zwischen CHF 150 Mio. und CHF 500 Mio. aus.
Positive Rendite im dritten Quartal stark durch Aktien getrieben:
- Aktien Schweiz im Berichtsquartal am stärksten positiv (+3,87%), aber hinter SPI (TR) (+4,65%).
- Aktien Ausland im dritten Quartal positiv (+2,11%), aber knapp unter dem Vergleichsindex MSCI AC World ex Switzerland (NR) (+2,51%).
- Obligationen CHF mit Quartalsrendite von –0,45%, aber +0,10% über dem SBI AAABBB 1–15Y (TR).
- Quartalsrendite von –1,29% bei Obligationen FW signifikant über Bloomberg Barclays Global Aggr. (TR), der bei –2,54% steht.
- Immobilien mit einer positiven Quartalsrendite (+0,18%) und über dem Vergleichsindex mit +0,44% (50% KGAST und 50% SXI Real Estate Funds Broad [TR]).
- Liquidität (Cash-Bestände, Devisentermingeschäfte zur Währungsabsicherung) mit stark positiver Rendite (+5,56%), jedoch nur mit einem Beitrag von 0,05%.
Swisscanto PK-Monitor im Q3 2018
Swisscanto schreibt zu den Ergebnissen ihres Pensionskassen-Monitors im dritten Quartal 2018:
Die Finanzierungssituation der Vorsorgeeinrichtungen hat sich im dritten Quartal 2018 geringfügig verschlechtert (Abb. 1). Bei den privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen sank der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad im dritten Quartal um 0,2 Prozentpunkte auf 112,3%. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung sank der geschätzte Deckungsgrad leicht und ist nun bei 105,9%.
Der Pensionskassen-Monitor schreibt die Rendite für jede Vorsorgeeinrichtung aufgrund von Indexrenditen fort. Die erfassten Vorsorgeeinrichtungen erwirtschafteten im dritten Quartal 2018 eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von 0,41%, die jedoch unterhalb der für diesen Zeitraum notwendigen Sollrendite liegt. Mit Ausnahme von Aktien Schweiz und Aktien Welt lieferten sämtliche Anlageklassen negative Beiträge zur Rendite (Tabelle).
Abbildung 3 zeigt die Verteilung der geschätzten kumulierten Renditen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2018.
Die Berechnungen basieren auf der Vermögensallokation der Vorsorgeeinrichtungen per 31. Dezember 2017 und gehen von der Annahme aus, dass während dieser Zeit keine wesentlichen Änderungen in der Allokation vorgenommen wurden.
Pensionskassen-Rating mit Vergleichstool
Firmen, welche eine Sammelstiftung für den Anschluss suchen oder ihre bestehende wechseln wollen, finden mit dem neuen Schweizer Pensionskassen-Rating ein Online Tool, das nicht nur einen Überblick über das bestehende Angebot bietet, sondern diese gemäss den Bedürfnissen der Firmen wertet.
Es wird die Frage beantwortet, bei welcher Pensionskasse der Beitragszahler das beste Gesamtpaket aus Sicherheit, Kosten Performance und Leistung findet. Dazu werden alle wesentlichen Aspekte für die Bewertung einer Pensionskasse in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit beurteilt. Das Rating basiert auf von den Pensionskassen selbst publizierten Daten aus Jahresberichten und Reglementen. Alle Pensionskassen werden bezüglich des Ratings gleichbehandelt.
Aktuell werden 14 Gemeinschaftsstiftungen, 32 Sammelstiftungen, 36 öffentlich-rechtliche Pensionskassen, 2 Vollversicherungen und 18 privatrechtliche Kassen erfasst, wobei natürlich nicht alle Kassen allen Interessierten offenstehen.
Das Rating wird angeboten von der SPRA GmbH in Aarau. Zur Wahl stehen ein 14 tätiges und ein 1 monatiges Abo, das jeweils eine unbegrenzte Anzahl von Abfragen bietet und 190 resp. 300 Franken kostet. Angesichts des Gesamtaufwands für die Wahl oder den Wechsel eines Anbieters ein bescheidener Betrag.
WTW: Die 300 grössten Pensionsfonds weltweit
Gemäss der neuesten Ausgabe der Global 300 Research, einer Studie des Thinking Ahead Insitute’s von Willis Towers Watson, wuchs das Vermögen der weltweit grössten Pensionskassen 2017 um 15.1% auf USD 18.1 Billionen. Die Vermögen der Schweizer Pensionskassen wuchsen ebenfalls stark an, blieben aber mit 12.2% Wachstum etwas hinter dem Durchschnittswert. Pensionskassen aus Schwellenländern gewannen auf der Weltbühne an Bedeutung.
Laut der Studie machen die US-Fonds mit 133 Fonds in den Top 300 den Löwenanteil aus. Danach folgt UK mit 25 Fonds, Kanada mit 18 sowie Japan und Australien mit je 17 Fonds. Die Schweiz belegt mit Deutschland den siebten Platz mit je 9 Fonds in den Top 300, vor Dänemark (8) und Schweden (7). Das Gesamtvermögen der neun erfassten Schweizer Pensionskassen nahm 2017 um 12.2% zu, was unter dem Durchschnitt der Top 300 dieser Studie liegt. Dies ist grösstenteils mit der tieferen Aktienquote der Schweizer Kassen im globalen Vergleich zu erklären.
Mercer-Index: Schweizer Altersvorsorge fällt auf Rang 11 zurück
Im vielbeachteten Mercer Global Pension Index ist die Schweizer Altersvorsorge erneut zurückgefallen, vom 8. auf den 11. Rang und nur noch geringfügig vor Irland und Deutschland. Mercer schreibt dazu:
In der Bewertung erhält das Altersvorsorgesystem der Schweiz wie auch im letzten Jahr insgesamt 67.6 Punkte. Allerdings fällt es im Ländervergleich vom 8. auf den 11. Rang zurück. Dies liegt daran, dass sich Chile (69.3), Neuseeland (68.5) und Kanada (68.0) gegenüber 2017 in der Gesamtbewertung verbessert haben. Immerhin konnte die Schweiz im Sub-Index Nachhaltigkeit etwas besser abschneiden als 2017 (+2.8 Punkte), vor allem aufgrund der positiven Entwicklung bei den Indikatoren „Vorsorgevermögen in Prozent des Bruttoinlandsprodukts“ und „reales Wirtschaftswachstum“. Beim Sub-Index Angemessenheit wurden wegen der Neuaufnahme des Indikators „Haushaltsverschuldung“ jedoch 2.2 Punkte weniger erreicht als letztes Jahr.
Mercer leitet daraus Empfehlungen für die Schweiz ab:
- Einführung einer Regelung, einen Teil der Altersleistung als Rente beziehen zu müssen
- Einführung von Steuerbegünstigungen auch für monatliche Rentenzahlungen anstatt nur für die einmalige Kapitalausschüttung
- Ergreifen von Massnahmen zur Reduktion der – mehrheitlich aus Hypotheken stammenden – Verschuldung der Privathaushalte
- Schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters zur Anpassung an die Lebenserwartung
- Steigerung der Wohneigentumsquote mittels Anreizen ausserhalb des Pensionssystems
- Stärkere Einschränkung des Zugriffs auf Leistungen vor Renteneintritt.
“Die Wohltat als Dämon”
Mit grosser innerer Zustimmung haben wir die Kolumne von Claudia Wirz in der NZZ gelesen:
Die grösste Sorge der Schweizer Jungen zwischen 16 und 25 gilt der AHV. Das sagt zumindest das jüngste Jugendbarometer der Credit Suisse. Weder die Arbeitslosigkeit noch die Migration oder die künstliche Intelligenz bereiten der Schweizer Jugend so viel Kummer wie die Altersvorsorge. Wie konnte es nur dazu kommen, dass so etwas ausgerechnet in einem der reichsten Länder der Welt passiert? Wie konnte es dazu kommen, dass ein Sozialwerk, das eigentlich dafür geschaffen wurde, der Bevölkerung die Furcht vor der Altersarmut zu nehmen, zu einem veritablen Treiber von Ängsten, Zwängen und Verunsicherungen wird?
Wie konnte sich eine Wohltat in eine Art Dämon verwandeln, der schon das Leben der Teenager in Beschlag nimmt? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist gewiss weder einfach noch bequem. Alarmieren sollte der Befund aber trotzdem. Denn eines ist klar: In einer reichen Gesellschaft, in der die grösste Sorge der 16- bis 25-Jährigen der Altersrente gilt, stimmt etwas nicht.
“Les caisses de pension suisses restent très peu vertes”
Les placements actuels des institutions de prévoyance soutiennent un réchauffement climatique de 4 à 6°C. La faute au cadre réglementaire, affirment certains gérants. Faux, répond un groupement d’associations pour le climat.
Rechtsgutachten: Zwang zum Ausstieg aus fossilen Energien?
Die Klima-Allianz Schweiz hat eine Medienmitteilung zu einem von ihr in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten publiziert, das aufzeigen soll, dass die “treuhänderische Sorgfaltspflicht auch bei Klimarisiken gilt. Pensionskassen müssen sich abzeichnende Wertverluste auf den Anlagen in Unternehmen der fossilen Energien entdecken und vermeiden. Ein Ausstieg aus diesem Sektor verstösst nicht grundsätzlich gegen die Pflicht zur Diversifikation des Portfolios.” Weiter heisst es in der Mitteilung:
Das Risiko fallender Preise und Renditen der Wertschriften von Unternehmen, welche die bevorstehende Wende von der fossilen zur klimaneutralen Wirtschaft nicht schaffen, ist seit Jahren ein Thema in der Fachwelt. Immer mehr Stimmen aus dem Finanzsektor und der Wissenschaft sehen die Unternehmen der fossilen Energien auf der Verliererseite, während die grüne Wirtschaft boomt.
Bedeutende Investoren wie der Rockefeller Family Fund und die Pensionskassen von New York, London und Berlin haben die Klimarisiken erkannt und steigen aus den Firmen der fossilen Brennstoffe aus. Die Anleger sind sich einig, dass die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens den Trend verstärken wird. Zudem werden die immer häufigeren Klimaschäden und die explodierenden Kosten die Wende antreiben: diese Ansicht wird zunehmend mehrheitsfähig.
Dutch schemes plead for pensions reform progress
ABP and PFZW, the two largest pension funds in the Netherlands, have urged the government, employers and unions to press on with agreeing pensions reform.
At the presentation of their third-quarter results, three of the country’s five largest schemes indicated that a cut to pension payouts and accrued pension rights remained a real threat in the coming years.
Corien Wortmann, chair of the €419bn civil service scheme ABP, said she could no longer explain to members that her pension fund was not allowed to grant indexation for the forseeable future, even though the economy was booming and salaries were rising. “This should be a strong encouragement to put lots of work into a new pensions system,” she stated.
ABP’s funding has been improving in recent months and rose to 104.7% over the last quarter, exceeding the minimum required level by 0.5 percentage points. Wortmann said this would limit the chance of cuts next year to almost zero, but would not allow for inflation compensation for a number of years. Dutch schemes cannot grant even partial indexation until they reach a funding ratio of at least 110%.
Peter Borgdorff, chairman of the €203bn healthcare scheme PFZW, said it was still too early to exclude the possibility of cuts as the scheme’s funding stood at 101.5%, despite improving 0.9 percentage points in the third quarter.
Sammelstiftungen: “Das Spiel auf Zeit”
Sergio Bortolin, Geschäftsführer der Asga Pensionskasse, befasst sich in seinem Beitrag für die VPS Sondernummer mit dem wachsenden Druck, der auch die Sammelstiftungen zur Senkung ihrer Umwandlungssätze zwingt.
Gemäss Schweizer Pensionskassenstudie 2018 der Swisscanto ist der durchschnittliche Umwandlungssatz bei 6.09 Prozent. Da Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen Gefangene des BVG-Obligatoriums sind, bringt es ihnen wenig, wenn sie den korrekten Umwandlungssatz anwenden. Sie hätten dann zu viele Fälle, bei denen in der umhüllenden Betrachtung die Schattenrechnung mit 6.8 Prozent eingreifen würde. Deshalb verfolgen die meisten Pensionskassen eine moderate Reduktion des Umwandlungssatzes. Sie hoffen, dass endlich auch die politische Diskussion um die gesetzlichen Parameter ins Rollen kommt. (…)
Bleiben die Zinsen tief, muss der technische Zins bei einer Sammel- und Gemeinschaftseinrichtung trotz guter Struktur bei 2 Prozent liegen. Sofern man gar keine Umverteilung zulassen will, ergibt sich automatisch ein Umwandlungssatz von 5 Prozent. Bis dahin ist es für die meisten Einrichtungen noch ein weiter Weg.
Die Liste der Auswahlkriterien der Broker für Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen zeigt, dass die Höhe des Umwandlungssatzes nur eine relative Bedeutung hat. Er kommt erst an fünfter Stelle. Dies widerspricht der These, dass die Umwandlungssätze wegen des Wettbewerbs hoch bleiben. Einer weiteren Reduktion steht daher nichts im Wege, zumal der «Tsunami» der Babyboomer vor der Tür steht. Die Pensionierungswelle wird uns, wenn nichts geändert wird, ab 2026 überrollen!
SGB: Keine Gleichsetzung beim Rentenalter
Der Gewerkschaftsbund schreibt in einer Mitteilung zu seiner Stellungnahme bei der AHV-Reform:
Statt für eine wirksame Verbesserung der Leistungen zu sorgen, will der Bundesrat das Leistungsniveau für Frauen massiv senken, indem er das Frauenrentenalter anheben will. Allein bis 2030 wären hiervon schon 600’000 Frauen unmittelbar betroffen. Die Gleichheit zwischen Mann und Frau beim Rentenalter würde nicht mit einer Gleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt einhergehen.
So liegt zum Beispiel die Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Frauen in Vollzeitstellen umgerechnet bei 58,5 Prozent im Vergleich zu 85,5 Prozent bei den Männern. Hinzu kommt die bestehende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern. Und ausserdem leisten die Frauen weiterhin den Grossteil der unbezahlten Betreuungs- und Familienarbeit. Weil die Situation der Frauen nicht mit jener der Männer vergleichbar ist, lehnt der SGB eine Gleichsetzung beim Rentenalter klar ab.
In einem ergänzenden Kommentar heisst es:
Für den SGB ist klar: Die heutigen Probleme der Altersvorsorge können nur mit einer Erhöhung der AHV-Renten gelöst werden. Ein höheres Frauenrentenalter lehnt der SGB ab. Die im Gegenzug dafür vorgeschlagenen Kompensationsmassnahmen stellen keinen Ausgleich dar für die realen Probleme der betroffenen Frauen.
Broker und Kunden und Anbieter
Das Dreieck von Broker, Kunden und Sammeleinrichtungen gibt immer wieder Anlass für teils hitzige Diskussionen. Die Broker würden zwei Hüte tragen, wird ihnen gerne vorgeworfen, was sich auch optisch nicht gut macht und in Zeiten intensivster Governance-Debatten umso auffälliger ist. In der VPS-Sondernummer zu den Sammelstiftungen haben vier Vertreter der Branche Stellung bezogen und ihre Geschäftsmodell gerechtfertigt, das zugleich Kommissionen der Anbieter und Zahlungen der Kunden enthält. Eigentlich nicht mehr zeitgemäss – aber gar nicht so einfach zu ändern. Auszüge aus dem aufschlussreichen Round Table.
Die Transparenz ist ein wichtiger Schritt. Der nächste Schritt wäre, dass Broker nur noch vom Kunden im Stundenansatz für den Aufwand bezahlt werden, den sie haben. Was spricht dagegen?
Peter Imhof (Allvisa): Wenn wir von den Anbietern mit eigenem Aussendienst Angebote erhalten würden, aus denen der gesamte Beratungs- und Betreuungsaufwand herausdividiert werden kann, wäre die Abrechnung über den eigenen Aufwand besser machbar. Dann kommt aber noch ein anderer Punkt hinzu: Wenige KMU wollen, dass der Aufwand in Rechnung gestellt wird.
Wieso?
Imhof: Wenn wir den Aufwand in Rechnung stellen, ist das KMU im Risiko. Nehmen wir an, ich betreibe für eine Ausschreibung einen hohen Aufwand, der auf Stundenbasis gerechnet Kosten von 12’000 Franken ergibt. Die gewählte Lösung beinhaltet dann eine Courtage von 3000 Franken. Wenn der Kunde mich nach Aufwand entschädigt, erhält er die Courtage, muss mir aber 12’000 Franken zahlen. Im Courtagenmodell kann er hingegen sagen, die 12’000 Franken sind dein Problem, Broker. Das ist der Deal. Letztlich entscheidet der Kunde selbst, welches Abrechnungsmodell er möchte.
Jürgen Mischkulnig (Pension und Life Consulting): Die Erfahrung, dass Kunden lieber die Courtage wählen, machen wir auch. Wir bieten dem Kunden alle Formen der Bezahlung an, von Pauschalcourtagen über Mischmodelle bis zu Nettoprämien mit jährlichem Stundenaufwand, alles. Aber: Bis zu Courtagengrösse von 15’000 bis 20’000 Franken pro Jahr will der Kunde das Courtagenmodell. Er will das, und zwar genau deshalb, weil das unternehmerischen Risiko dann eben bei uns ist und nicht bei ihm. Die Courtage ist im Gegensatz zur Aufwandsentschädigung auch mehrwertsteuerbefreit, dies ist aber nicht ausschlaggebend. Es gibt aber auch Unternehmen, die bewusst sagen, ich will eine Nettoprämie und rechne den Brokeraufwand über ein Honorar ab, weil meine Mitarbeiter nicht für diese Dienstleistung zahlen sollen. Im Falle der Courtage zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ja gemeinsam über die Beiträge an die Vorsorgelösung.
Josef Zopp (Weibel Hess): Die Entschädigungsproblematik wird, auch historisch bedingt, immer den Brokern zugeschoben. Das ist nicht ganz fair. Wir tun uns selber schwer mit den unterschiedlich hohen Entschädigungen. Wenn schon Courtagen, dann sollten sie einheitlich sein, oder dann sollte es eine Nettoprämie geben. Es würde aber den Interessen eines Versicherungsaussendienstes entgegenlaufen, wenn er plötzlich seiner Dienstleistung gegenüber dem Kunden fakturieren müsste. Und rund die Hälfte des Bestands wird immer noch durch den Aussendienst betreut. Bei uns Brokern redet man immer von Interessenkonflikten – beim Aussendienst stellt man diese Frage gar nicht.
Funds Back Proposal to Remove Zuckerberg as Facebook Chairman
Several public funds with holdings in Facebook Inc.,including New York City’s pension funds, are backing a shareholder proposal to push out Chief Executive Mark Zuckerberg as chairman of the social-media giant’s board of directors.
The state treasurers of Rhode Island, Illinois and Pennsylvania, as well as the New York City comptroller are joining the shareholder proposal previously filed by Trillium Asset Management in June, the officials said in a release on Wednesday.
The announcement has no practical effect on Mr. Zuckerberg and his position as both CEO and chairman because he has a lock on the bulk of Facebook’s supervoting shares, each of which gives him 10 times the votes of average shareholders. According to Facebook’s latest proxy, his share of the voting power among Facebook investors was 59.9%.
Still, the news heightens scrutiny of the company’s corporate governance after a string of missteps and controversies, and reflects a view among some investors that Mr. Zuckerberg needs additional support guiding the company.
“Klimaretter im Nebenjob”
Die Sendung “Eco” von SRF geht auf die Rolle und Bedeutung nachhaltiger Investments bei Pensionskassen und anderer institutioneller Anleger ein. Auf einer Liste werden die Anteile der Anlagen gemäss ESG-Kriterien grosser PKs dargestellt. Wir erlauben uns, bei Anteilen bis zu 100% (Swiss Re) oder auch 91% (BVK) ein Fragezeichen zur Aussagekraft zu setzen. Auf der Eco-Website heisst es dazu:
Auch grosse Schweizer Pensionskassen gehören zu den Trendsetters: Die Pensionskassen des Bundes und des Kantons Zürich sowie der AHV-Fonds haben das Thema ESG in ihre Risikoanalyse zumindest für Teile des Vermögens integriert.
Doch warum nimmt das Thema plötzlich Fahrt auf? Aus drei Gründen: Viele Regulatoren treiben ESG international voran. So müssen beispielsweise Pensionskassen in Grossbritannien ab Oktober 2019 begründen, warum sie ESG bei ihren Anlagekriterien nicht berücksichtigen. In Frankreich müssen Vermögensverwalter seit 2016 ESG- und Klimaberichte ihrer Anlagen ausweisen.
In der Schweiz gibt es solche Vorgaben für die Finanzbranche bisher noch nicht. Dafür wurde auf Ebene der G20, der 20 grössten Industrieländer, die Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD) gegründet. Sie will einheitliche Standards schaffen, nach denen Unternehmen weltweit über ihre Klimarisiken informieren.
Lebenserwartung und Deckungsgrad
Michael Weidmann und Manfred Thalmann (Libera) behandeln in einem Beitrag für die Schweizer Personalvorsorge 10-18 den Zusammenhang der Lebenserwartung eines Versichertenbestandes auf Umwandlungssatz, Vorsorgekapital und Deckungsgrad.








