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Anhaltender Trend zur Teilzeit

8. Dezember 2025 By pwirth in Statistik, Versicherte Tags: Teilzeiterwerb

Fast 40 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Je nach Alter, Geschlecht und Beruf zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Silvia Perroud schreibt dazu in CHSS:

Im Jahr 2024 arbeiteten gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 1,9 Millionen Erwerbstätige Teilzeit (BFS 2025). Zwischen 1991 und 2024 ist die Teilzeitquote um 13 Prozentpunkte auf 39 Prozent gewachsen.

Zwar ist die Teilzeitquote 2024 bei Frauen mit 58 Prozent fast dreimal höher als bei Männern (21%), doch die Zunahme ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Kommt hinzu: Bei Frauen ist die Zunahme ausschliesslich auf Beschäftigungsgrade zwischen 50 und 89 Prozent zurückzuführen. Bei Männern stiegen auch Beschäftigungsgrade unter 50 Prozent an.

Neben den geschlechterspezifischen Differenzen gibt es bei der Teilzeitquote auch Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So nimmt Teilzeitarbeit mit dem Alter zu: Während bei den 15- bis 24-Jährigen 28 Prozent Teilzeit arbeiten, sind es bei den 55- bis 64-Jährigen 43 Prozent. Teilzeitpensen von unter 50 Prozent sind dabei bei den 15- bis 24-Jährigen häufiger verbreitet als in den übrigen Altersgruppen.

Wer über das AHV-Referenzalter hinaus erwerbstätig ist, arbeitet selten Vollzeit: Bei den 65-Jährigen und älteren Erwerbstätigen beträgt die Teilzeitquote 86 Prozent, kleine Pensen sind dabei besonders verbreitet.

Deutliche Unterschiede in Bezug auf den Beschäftigungsgrad finden sich auch je nach ausgeübtem Beruf. Besonders häufig wird Teilzeit in Dienstleistungsberufen und im Verkauf sowie bei Hilfsarbeitskräften gearbeitet: In beiden Berufshauptgruppen arbeitet mehr als jede zweite Person Teilzeit (siehe Grafik 2). Auch in intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie bei Bürokräften ist Teilzeitarbeit mit Anteilen von über 40 Prozent verbreitet.

Demgegenüber sind Teilzeitpensen bei Bedienern von Anlagen sowie in Montageberufen deutlich seltener anzutreffen: Hier liegt der Anteil bei rund 20 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist Teilzeitarbeit in Handwerksberufen mit 15 Prozent.

CHSS

«Die Schweizer sparen fleissig»

8. Dezember 2025 By pwirth in Statistik, Versicherte Tags: BFS, NZZ

«Steigende Lebenshaltungskosten? Der Schweizer Mittelstand verkraftet sie, wie neue Daten zeigen, meint Matthias Benz in der NZZ. Es stellt sich allerdings die Frage, wie repräsentativ der dargestellte Durchschnitts-Haushalt ist. 

Für wichtige Ausgabenposten wie das Wohnen, die Krankenkassenprämien oder Lebensmittel müssen die Bewohner heute mehr ausgeben als vor einigen Jahren. Gibt es deshalb in der Schweiz auch eine Erschwinglichkeitskrise?

Eine Antwort erlauben neue Daten zum Jahr 2023. Es war das Jahr, als die Inflation auf dem Höhepunkt war: Ende 2023 kostete der typische Warenkorb eines Schweizer Haushaltes rund 5 Prozent mehr als noch Ende 2021.

Das Wohnen wurde teurer, weil die Energiekrise im Zuge des Ukraine-Kriegs die Preise für Strom und Erdgas nach oben trieb. Bei den Krankenkassen gab es erstmals seit Jahren einen Prämienschub. Im Parlament wurden Forderungen nach einer «Kompensation» der Bürger laut.

Doch der Schweizer Mittelstand scheint diese Belastungen verkraftet zu haben. Der durchschnittliche Haushalt ist im Jahr 2023 nicht ans finanzielle Limit gekommen. Vielmehr konnte er sogar mehr sparen als üblich. Das zeigen jüngst veröffentlichte Daten der Haushaltsbudgeterhebung. In dieser Erhebung ermittelt das Bundesamt für Statistik jedes Jahr detailliert, wie viel die Schweizer Haushalte einnehmen und ausgeben.

Der Schweizer Durchschnittshaushalt hatte im Jahr 2023 etwas mehr als zwei Personen und erzielte ein Bruttoeinkommen von 10’341 Franken pro Monat. Vergleicht man das Einkommen mit dem Vorjahr, lag es um rund 400 Franken höher. Mit diesem Geld konnte der Haushalt inflationsbedingte Mehrausgaben bestreiten.

Tatsächlich gab der Durchschnittshaushalt im Jahr 2023 rund 5 Prozent mehr für die Krankenkassenprämien aus als 2022. Doch in absoluten Zahlen relativiert sich der Anstieg: Die Mehrkosten beliefen sich auf rund 30 Franken im Monat.

Ebenfalls wurde die Kategorie «Wohnen und Energie» teurer. Der Durchschnittshaushalt legte dafür 75 Franken mehr pro Monat aus als im Vorjahr. Die Ausgaben für Lebensmittel stiegen ebenfalls leicht.

Insgesamt gab der Durchschnittshaushalt rund 200 Franken pro Monat mehr aus. Das war weniger als die Zunahme des Bruttoeinkommens von 400 Franken. Unter dem Strich sparte der Durchschnittshaushalt rund 200 Franken mehr als im Vorjahr.

  NZZ / BFS Haushaltseinkommen / BFS

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Übertragung der 1e-Vorsorge auf FZ-Einrichtungen

5. Dezember 2025 By pwirth in Bundesrat, Gesetzgebung Tags: 1e-Pläne, Freizügigkeit

Arbeitnehmer, die in der 2. Säule in einem 1e-Vorsorgeplan mit wählbarem Anlagerisiko versichert sind, sollen ihr Vorsorgeguthaben bei einem Stellenwechsel vorübergehend auf eine Freizügigkeitseinrichtung übertragen können.

Dies gilt, wenn das Guthaben andernfalls in eine Vorsorgeeinrichtung eingebracht werden müsste, die keine Wahl der Anlagestrategie zulässt. Zudem soll generell sichergestellt werden, dass Vorsorgeguthaben nicht auf Freizügigkeitseinrichtungen verbleiben, obwohl die Versicherten diese Guthaben wieder in eine Pensionskasse einbringen müssten.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes zur Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet. 

In der Mitteilung des Bundesrats wird u.a. festgehalten: 

In Umsetzung der Motion 21.4142 «Altersguthaben schützen bei einem Austritt aus einem 1e-Plan» von Ständerat Josef Dittli schlägt der Bundesrat vor, den betroffenen Versicherten die Möglichkeit zu geben, das Vorsorgeguthaben aus dem 1e-Plan vorübergehend für zwei Jahre auf eine Freizügigkeitseinrichtung zu übertragen.

Um sicherzustellen, dass das Guthaben von der Freizügigkeitseinrichtung nach Ablauf der zwei Jahre auf die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen wird, soll gleichzeitig der nötige Informationsaustausch zwischen den Einrichtungen geregelt werden.

Melden Versicherte ihrer neuen Vorsorgeeinrichtung nicht, wo sie bisher versichert waren, so müssen die Vorsorgeeinrichtungen neu aktiv nach dem Guthaben der Versicherten suchen. Veranlasst die versicherte Person die Übertragung nicht selbst, muss die neue Vorsorgeeinrichtung die Übertragung verlangen.

Der Bundesrat hat nun die Botschaft für die entsprechende Änderung des Freizügigkeitsgesetzes ans Parlament überwiesen und den Bericht über die Ergebnisse der Vernehmlassung verabschiedet.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer hat sich in der Vernehmlassung für die Möglichkeit ausgesprochen, dass Vorsorgeguthaben von 1e-Vorsorgeeinrichtungen vorübergehend auf eine Freizügigkeitseinrichtung übertragen werden können. Ebenso sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für die zusätzlichen Melde- und Einforderungspflichten zur Vermeidung von vergessenen Guthaben aus. Kritik an einigen Details der Vorlage wurden so weit möglich berücksichtigt.

  Mitteilung  BR / Botschaft des Bundesrates

 

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Bundesfinanzen: «Zappenduster»

5. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: Bund, Rentenalter


Die Bundesfinanzen laufen aus dem Ruder. Die Ausgaben wachsen deutlich schneller als die Einnahmen – nicht zuletzt wegen der Altersvorsorge: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner müssen von immer weniger Beitragszahlenden finanziert werden.

Gleichzeitig braucht die Schweiz Milliarden für ihre Verteidigungsfähigkeit. So rutschen die Bundesfinanzen langfristig in die roten Zahlen. Das vermeintliche Sparpaket, das derzeit im Parlament beraten wird, ist derweil zu einem «Sparpäckli» geschrumpft.

Ist es nun also Zeit für neue Schulden? Im Podcast sagt Michele Salvi (Vizedirektor Avenir Suisse): Finger weg von der Schuldenbremse. Die Schweiz braucht keine zusätzliche Verschuldung, sondern zuerst eine nachhaltig finanzierte Altersvorsorge.

Sein Appell: das Ausgabenwachstum des Bundes konsequent bremsen und gleichzeitig das Rentenalter im Einklang mit der steigenden Lebenserwartung erhöhen. Darüber spricht Salvi mit Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») im Podcast aus der Denkfabrik: Think dänk!

  Avenir Suisse

 

Namensänderung des Vereins BVG-Auskünfte

4. Dezember 2025 By pwirth in Verbände, Versicherte Tags: BVG-Auskünfte

Der Verein BVG-Auskünfte ändert seinen Namen. Er heisst ab dem 6. Januar 2026 neu «Verein kostenlose Pensionskassen-Auskünfte». Der 1998 gegründete Verein bietet Versicherten eine unabhängige und unentgeltliche Beratung in Fragen der beruflichen Vorsorge. 

  BVG-Auskünfte

NZZ-Vergleich der 3a-Fonds

4. Dezember 2025 By pwirth in Versicherte Tags: Säule 3a

Die 5 topplatzieren 3a-Vorsorgefonds der NZZ-Liste

Kurz vor dem Jahresende und damit vor dem Einzahlungsschluss für 2026 hat Michael Ferber in der NZZ eine grosse Auslegeordnung zur Säule 3a vorgelegt mit einer detaillierten Tabelle mit den Renditen 2025 sowie über 5 Jahre der 3a-Vorsorgefonds. An der Spitze liegt frankly developed der ZKB mit 7% über 5 Jahre. Erwartungsgemäss sind die Renditen umso höher, je stärker der Aktien-Anteil ist. Kurz zusammengefasst höt Ferber fest:

1. Einordnung und Sparpotenzial
Gegen Jahresende erinnern Finanzexperten daran, Einzahlungen in die Säule 3a zu tätigen, um Steuern zu sparen und langfristig Vermögen aufzubauen. Angeschlossene Personen dürfen bis 7258 Franken einzahlen, Erwerbstätige ohne Pensionskasse bis zu 36’288 Franken. Damit das Vorsorgekapital wächst, ist die richtige Anlageform entscheidend. Besonders Anlagen mit hohem Aktienanteil haben in den jüngsten Jahren am besten abgeschnitten.

2. Zinskonto oder Wertschriftensparen
Viele setzen weiterhin auf klassische Zinskonten. Diese werfen jedoch aufgrund des SNB-Leitzinses von null Prozent kaum Ertrag ab. Zwar bleibt der Steuervorteil attraktiv, doch über längere Zeit wird er durch die tiefe Verzinsung verwässert. Für einen langfristigen Anlagehorizont eignen sich Wertschriftenanlagen mit Aktien deutlich besser, auch wenn sie temporäre Verluste verursachen können.

3. Produktauswahl und Bedeutung der Kosten
Der Markt fuer 3a-Wertschriftenprodukte ist stark gewachsen; zahlreiche Banken und Vorsorge-Apps bieten unterschiedliche Fonds und Strategien an. Die Unterschiede in der Performance sind teils gross und haengen wesentlich mit den Gebühren zusammen. Hohe Kosten schmälern über Jahre hinweg das Vorsorgekapital massiv. Daher werden kostengünstige, passive Produkte wie ETFs oder Indexfonds empfohlen.

4. Versicherungs­lösungen und weitere Empfehlungen
3a-Versicherungsprodukte eignen sich vor allem bei Absicherungsbedürfnissen wie Tod oder Invalidität, bieten aber weniger Flexibilität und oft intransparente Kosten. Zusätzlich wird geraten, Einzahlungen früh im Jahr vorzunehmen, mehrere Konten zu führen und Kapitalbezüge zu staffeln. Trotz geplanter höherer Besteuerung von Kapitalbezügen bleibt die Säule 3a wegen steuerlicher Vorteile attraktiv.

  NZZ

Nullzins und Zinseszins

3. Dezember 2025 By pwirth in Kapitalanlagen Tags: Zinsen

Luca Niederkofler schreibt in der Bilanz: «Der Zinseszins gilt als das «achte Weltwunder». Denn damit können Vermögen gemacht werden. Doch für Schweizer Sparer wirkt er heute kaum noch. Über die Effekte und die Alternativen.»

Der Satz «Zinseszins ist das achte Weltwunder» wird Albert Einstein zugeschrieben. Er beschreibt den Effekt, bei dem Zinsen auf die ursprüngliche Anlagesumme sowie auf die bereits erwirtschafteten Zinsen anfallen. Durch ihn lässt sich auf die lange Frist wirklich viel Geld verdienen. Das Vermögen vergrössert sich exponentiell. (…)

Nachdem die Leitzinsen kürzlich für rund neun Monate auf einem «Spitzenniveau» von 1,75 Prozent notierten, senkte die Schweizer Nationalbank (SNB) sie in den darauffolgenden 16 Monaten erneut auf 0 Prozent. Die langfristigen Folgen einer anhaltenden Niedrigzinspolitik sind für Renten, Sparer und Renditen erheblich.

Den grössten Effekt des dauerhaft tiefen Zinsniveaus dürften Arbeitnehmende bei ihrer Altersvorsorge spüren. Während die Altersguthaben um die Jahrtausendwende laut dem WH&P-Pensionskassenvergleich mit über 4 Prozent verzinst wurden, liegt die Verzinsung seit 2008 (mit wenigen Ausnahmen) im Durchschnitt bei rund 2 Prozent. (…)

Über längere Zeiträume ist der Effekt beträchtlich: Werden über 30 Jahre hinweg monatlich 500 Franken ohne Verzinsung gespart, beträgt der heutige Wert der zukünftigen 180’000 Franken bei einer Inflation von 2 Prozent nur noch rund 135’000 Franken. Die Teuerung führt damit zu einem Kaufkraftverlust von fast einem Viertel. Das Halten von Bargeld bleibt im Zusammenspiel von fehlenden Zinsen und positiver Inflation besonders unattraktiv.

  Bilanz

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Motion SGK-S: Weiterarbeit in der AHV attraktiver machen

2. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: AHV, Motion

Eingereicht von der SGK-S
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, die folgenden Massnahmen in die nächste AHV-Revision aufzunehmen und so die Weiterarbeit nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters zu fördern:

  • Zuschläge auf den Rentenbetrag bei Aufschub der Rente erhöhen,
  • den heutigen Kürzungssatz der Altersrente beim Rentenvorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr beibehalten oder erhöhen.

Zu diesem Zweck kann er von den versicherungstechnischen Prinzipien abweichen. Die Situation von Menschen mit einer langen Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit muss berücksichtigt werden.

Stellungnahme Bundesrat: Der Bundesrat hat Verständnis für das Anliegen der Motion. Ihm ist es wichtig, Anreize für den Erhalt der Erwerbstätigkeit über das Referenzalter hinaus zu schaffen. Er lehnt die vorliegende Motion hingegen ab, weil diese bereits sehr konkrete Massnahmen in einem sehr restriktiven Rahmen vorsieht.

Der Nationalrat hat der Motion zugestimmt. 

  Motion / Ratsprotokoll

BVV 2: Stellungnahme inter-pension

2. Dezember 2025 By pwirth in Verbände Tags: BVV2, inter-pension, Stellungnahme

inter-pension hat die Stellungnahme zur Vernehmlassung zu «Änderung verschiedener Verordnungen BV 2026″ publiziert. Besonders unglücklich ist der Verein mit den geplanten Änderungen zu Art. 27h Abs. 1 VE-BVV 2. Dazu heisst es:

«Die vorgeschlagene Änderung wird im erläuternden Bericht zu den Änderungsvorschlägen fälschlicherweise als «rein sprachliche Bereinigung» bezeichnet. Die Änderung würde jedoch eine materielle Änderung mit absolut unverhältnismässigen Auswirkungen darstellen.» Der Antrag lautet: «auf die «Bereinigung» von Art. 27h Abs. 1 BVV 2 entweder ganz zu verzichten oder zumindest den Zusatz «einschliesslich der technischen Rückstellungen» und die damit offenbar ungewollt ausgelöste materielle Änderung ersatzlos zu streichen.

  Stellungnahme inter-pension

Motion: Flatrate für BVG-Beiträge

2. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: Beiträge, Motion

Eingereicht von: Jürg Gossen, GLP
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, die Beiträge an die berufliche Vorsorge mit einem einheitlichen Beitragssatz auszugestalten und die Altersgrenze für die Beitragspflicht der Altersrente auf 20 Jahre herabzusetzen.  

Begründung: (…) Unternehmen erhalten mit einem einheitlichen Beitragssatz positive Anreize, mehr ältere Arbeitnehmende länger zu beschäftigen, was dem Fachkräftemangel und der Arbeitsmigration entgegenwirkt. Auch deshalb sah die BVG-Reform vor, den Unterschied zwischen den Beiträgen für ältere und für jüngere Arbeitnehmende zu verkleinern. (…) Zudem soll die Altersgrenze auf 20 Jahre gesenkt werden. Damit profitieren junge Personen früher von Arbeitgeberbeiträgen und können über einen längeren Zeitraum ein rentenbildendes Alterskapital aufbauen.

Stellungnahme Bundesrat: Die Einführung einheitlicher Altersgutschriftensätze wirft mehrere Probleme auf. Diese betreffen primär die Einführungs- und Umstellungsphase (Übergangszeit). Würde der einheitliche Altersgutschriftensatz ab sofort für alle Versicherten gelten, wären jahrzehntelange, erhebliche Kompensationsmassnahmen notwendig, um die Rentenverluste älterer Generationen (ü45) auszugleichen, die bereits einen Teil ihres Altersguthabens mit gestaffelten Altersgutschriften gebildet haben und zum Pensionierungszeitpunkt entsprechend über zu wenig Altersguthaben verfügen würden. (…) Die Wirksamkeit einheitlicher Altersgutschriftensätze zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Arbeitnehmer ist nicht belegt. Zu diesem Schluss kam auch die dritte nationale Konferenz zum Thema «Ältere Arbeitnehmer», die am 25. April 2017 stattfand. Ohnehin betreffen die Altersgutschriften des BVG nur die obligatorische berufliche Vorsorge, die nur für einen kleinen Teil der Versicherten massgebend ist, was die Wirksamkeit eines einheitlichen Altersgutschriftensatzes weiter reduzieren würde. 

Motion

Anreize für Erwerbsarbeit im Rentenalter

2. Dezember 2025 By pwirth in Parlament Tags: Motion

(SDA) Der Nationalrat hiess am Montag zwei Motionen der Sozial- und Gesundheitskommission des Ständerates (SGK-S) gut. Die Forderung nach einem um 5000 Franken höheren AHV-Freibetrag des Einkommens von Rentnerinnen und Rentnern überwies der Rat mit 130 gegen 60 Stimmen und mit einer Enthaltung.

Diese Erhöhung von heute 16’800 auf 21’800 Franken ist Teil der Leitlinien, die der Bundesrat Ende November für die nächste grosse AHV-Revision verabschiedete. Auch er will Arbeit über das Rentenalter hinaus fördern und ist mit der Motion einverstanden.

Die zweite Motion, die höhere Zuschläge für Pensionierte verlangt, die den AHV-Bezug aufschieben, überwies der Nationalrat mit 129 gegen 62 Stimmen, diesmal gegen den Willen des Bundesrats. Die Motion verlangt auch, die Altersrente bei einem Vorbezug im heutigen Ausmass zu kürzen oder die Ansätze dafür zu erhöhen.

Die Mehrheit der Nationalratskommission sah dies als Mittel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Ausgaben für die AHV zu senken. Samira Marti (SP/BL) hielt namens der Minderheit dagegen, dass die Flexibilisierung dazu führen könnte, dass für eine existenzsichernde Rente länger gearbeitet werden müsse.

Beide Motionen will der Nationalrat rasch umgesetzt sehen, unabhängig von der geplanten Reform «AHV 2030». Die zweite Motion kommt wegen dieser explizit eingefügten Forderung noch einmal in den Ständerat.

Der Bundesrat will zwar ebenfalls Anreize für längeres Arbeiten setzen und Frühpensionierungen finanziell weniger attraktiv machen. Doch konkrete Massnahmen, wie die Motion sie fordert, lehnt er ab. Damit würde laut Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider der Spielraum für bessere Lösungen verloren gehen.

Sie plädierte für den vom Bundesrat Ende November vorgespurten Weg, die Forderungen mit der Reform AHV 2030 umzusetzen. Die Vernehmlassung dazu soll Anfang 2026 beginnen, Ende 2026 soll die Vorlage für das Parlament bereit sein.

Bericht SDA  / 

 

Führungswechsel bei der IST

1. Dezember 2025 By pwirth in Personelles

Im Zuge einer langfristig vorbereiteten Nachfolgeregelung übergibt der bisherige CEO Markus Anliker nach mehr als 14 Jahren die Leitung der IST Investmentstiftung per 1. Dezember 2025 an Markus Studer. 

Mit Markus Studer übernimmt ein Investment- und Organisationsexperte die Geschäftsführung. Er leitete zuletzt bei PMG Investment Solutions in Zug den Bereich «Product Platform» als Managing Partner. Davor war er während über zehn Jahren in verschiedenen Führungspositionen bei Blackrock tätig – unter anderem im Private-Equity-Geschäft sowie zuletzt als Chief Operating Officer Schweiz & Israel. Weitere berufliche Stationen umfassen u.a. Tätigkeiten im Bereich Private Markets bei Swiss Re und UBS.

Die 1967 von zwölf Pensionskassen gegründete IST verwaltet per 30. September 2025 ein Vermögen von rund 10 Milliarden Franken für aktuell rund 420 Anleger.

  Mitteilung IST

«Öffentlichrechtliche PKs müssen sich strategisch öffnen»

28. November 2025 By pwirth in Pensionskassen

Emmanuel Ullmann, Geschäftsführer der Pensionskasse Kanton Solothurn und Vorstandsmitglied des ASIP, schreibt in der NZZ über die Situation der Vorsorgeeinrichtungen von Bund, Kantonen und Gemeinden und ihre  Wachstumsstrategie durch die Aufnahme neuer Arbeitgeber. Sie treten damit in Konkurrenz zu den privaten Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, was nach seiner Ansicht aber nicht mit einem erhöhten Risiko für den Staat verbunden ist:

Mit der Ausfinanzierung dieser Kassen wurden gleiche Bedingungen auf dem Vorsorgemarkt geschaffen. Was damals als grosser Kraftakt galt, hat sich heute klar ausgezahlt. Der Deckungsgrad dieser Kassen ist seither markant gestiegen, viele von ihnen verfügen inzwischen über freie Mittel und können ihren Versicherten attraktive Verzinsungen auf dem Vorsorgekapital gewähren und teilweise sogar den Rentnerinnen und Rentnern die Teuerung ausgleichen. (…)

Doch der positive Blick auf die aktuellen Bilanzen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben. Viele öffentlichrechtliche Kassen weisen einen hohen Anteil von Rentnervermögen gegenüber dem Kapital der aktiven Versicherten auf.

Dies kann trotz versicherungsmathematisch nachhaltigen Parametern bei ungünstigen Kapitalmärkten zu einer Unterdeckung und damit zu einer Sanierung der Kasse führen, welche für den Staat und den Versicherten besonders herausfordernd wäre, da die Rentnerbestände von Gesetzes wegen kaum an der Sanierung beteiligt werden dürfen.

Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt die verantwortungsvolle strategische Öffnung der öffentlichrechtlichen Kassen an Bedeutung. Verschiedene Einrichtungen verfolgen heute eine aktive, aber moderate Wachstumsstrategie über die Kantonsgrenzen hinweg. 

Sie möchten neue Arbeitgeber und Versicherte aufnehmen und so ihren Versichertenbestand diversifizieren – im öffentlichen Bereich, aber auch in definierten Branchen wie Bildung, Gesundheitswesen oder Energiewesen. (…)

Die verfolgten Anlagestrategien lassen eine erwartete Performance zu, die in der Regel rund einen Prozentpunkt höher ist als die Aufwendungen für die eingegangenen Verpflichtungen. Zudem zeigen viele kantonale Vorsorgeeinrichtungen eine besondere Verbundenheit mit der Schweiz, was sich auch in den Anlagen widerspiegelt. (…)

Damit wird klar: Die öffentlichrechtlichen Pensionskassen haben Massnahmen umgesetzt, um ihren Versicherten eine stabile und sichere berufliche Vorsorge anzubieten. Das moderate Wachstum öffentlichrechtlicher Pensionskassen ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein wirksames Instrument zur Sicherung dieser Nachhaltigkeit für den Staat und den Versicherten.

  NZZ

 

Abendrot: Pionierhaftes Projekt für das Wohnen im Alter

28. November 2025 By pwirth in Kapitalanlagen Tags: Abendrot, Immobilien

Die für ihre innovativen Bauprojekte bekannte Basler Stiftung Abendrot hat in Winterthur ein wegweisendes Projekt für das Wohnen im Alter verwirklicht. Dazu heisst es auf der Webseite von Abendrot: 

«Am westlichen Rand des Winterthurer Lagerplatz-Areals entstand mit dem «Zusammen_h_alt» ein pionierhaftes Wohnprojekt, das zeigt, wie Leben im Alter auch aussehen kann.

Die Genossenschaft, getragen von ihren Bewohnern, entwickelte das Haus in enger Partnerschaft mit der Stiftung Abendrot – und schreibt damit an einem zukunftsweisenden Kapitel gemeinschaftlichen Wohnens.

Die Idee entstand Mitte der 2000er-Jahre in einer Winterthurer Männergruppe: In Gesprächen über das Altwerden tauchte der Wunsch auf, eine eigene Form des Wohnens für die Zeit «nach Arbeit und Familie» zu entwickeln.

Die Leitplanken: Reduzieren des privaten Wohnraums zugunsten von Gemeinschafts- und Begegnungsorten. Bald stiessen weitere Interessierte dazu. Aus einer losen Gruppe Gleichgesinnter entstand 2008 zunächst ein Verein und 2010 die Genossenschaft Zusammen_h_alt.

Abendrot übernahm die Finanzierung und den Bau. Die Genossenschaft brachte ihre Vision eines «Dorfs im Haus» ein: kleine, flexible Wohnungen und grosse gemeinschaftliche Räume, viel Platz für Begegnung. In Workshops, Retraiten und Versammlungen entstand ein detailliertes Raum- und Nutzungskonzept, das mehr als Wohnen vorsah – eine «soziale Infrastruktur», wie es Abendrot nennt.

Dazu zählen 75 Wohnungen unterschiedlicher Grösse, ergänzt durch Bibliothek, Gemeinschaftsküche, Gästezimmer, Plattform, Musikzimmer, Waschsalon, Dachterrassen und vielem mehr. «Das Nebeneinander von gemeinschaftlichem Alterswohnen und Hochschulbetrieb stellte eine planerische Herausforderung dar – und zugleich eine Chance, Vielfalt auf engem Raum zu realisieren.», sagt Tina Puffert, Projektleiterin bei Abendrot.

Heute wohnen 96 Menschen zwischen Anfang 50 und über 80 im Haus. Die Vielfalt ist gross: Berufstätige treffen auf Pensionierte, Ruhesuchende auf Gesellige. Platz hat es für beides. «Ich wollte nicht in einer betreuten Wohnform landen, aber auch nicht allein», erzählt Bewohnerin Sylvia Felix.

«Hier bin ich Teil einer Gemeinschaft, ohne meine Unabhängigkeit aufzugeben. Und es ist beruhigend zu wissen, dass jemand hinschaut, wenn man länger nicht aus der Wohnung kommt.»

Für viele war der Einzug ein grosser Schritt: Ein Grossteil der heutigen Bewohnerinnen und Bewohner lebte zuvor in Einfamilienhäusern und hat grosszügigen Wohnraum gegen deutlich kleinere Wohnungen eingetauscht.

Dies verlangte Loslassen – bot aber auch die Chance, Neues zu gestalten. «Wir müssen uns im Alter erlauben, unser Leben nochmals neu zu betrachten und zu entwickeln», meint Gründungsmitglied Peter Hajnoczky.»

  Projekt Abendrot

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Aktive skeptisch, Pensionierte zufrieden

28. November 2025 By pwirth in Studie, Umfrage Tags: Swiss Life, Vorsorge-Panorama

Das neue «Vorsorge-Panorama Schweiz» von Swiss Life zeigt: Die Hälfte der Bevölkerung kommt finanziell einfach oder sehr einfach über die Runden – international ein hoher Wert. Eine Mehrheit schafft es, Geld auf die Seite zu legen. Rund die Hälfte hält Wertschriften. Doch die finanziellen Erwartungen an den Ruhestand sind verhalten. Zusammenfassend kann festgestellt werden: 

  • Paare im Rentenalter sind am häufigsten mit ihren Finanzen zufrieden (72%), Alleinerziehende im Erwerbsalter am seltensten (32%).
  • 38% der befragten 18- bis 80-Jährigen nehmen ihre finanzielle Lage schlechter als vor einem Jahr wahr – vor allem wegen höherer Lebenshaltungskosten.
  • Nur 17% finden, dass die Schule sie ausreichend auf Finanz-, Vorsorge- und Anlagethemen vorbereitet hat. Lediglich eine Minderheit traut sich zu, spezifische Vorsorgebegriffe wie «Koordinationsabzug» (22%) oder «Umwandlungssatz» (31%) erklären zu können.
  • 62% der 18- bis 64-Jährigen können Geld auf die Seite legen. Jüngere sparen oft für Reisen oder den Hauskauf, Ältere, um den Ruhestand geniessen zu können.
  • Nur 42% der 18- bis 64-Jährigen sind zuversichtlich, im Ruhestand den Lebensstandard halten zu können. Bei den Pensionierten sagen 71%, dass ihnen dies gelungen ist.
  • 51% der Befragten halten im freien Vermögen Aktien, Anleihen und/oder Fonds mit gemischten Anlageklassen.
  • Die Hälfte der Bevölkerung würde zusätzlich verfügbares Geld auf ein Sparkonto legen; lediglich 32% würden es investieren.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung empfindet es als einfach oder sehr einfach, finanziell über die Runden zu kommen, wie aktuelle Daten des Bundesamts für Statistik zeigen. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit hinter den Niederlanden auf Platz 2.

Gleichzeitig hat selbst in der wohlhabenden Schweiz etwa ein Viertel Mühe, über die Runden zu kommen. Die Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Lage blieb in den letzten zehn Jahren weitgehend stabil. Zwischen 2021 und 2023 nahm sie jedoch sowohl im Erwerbs- als auch im Rentenalter leicht ab.

Allgemein gilt: Die finanzielle Zufriedenheit nimmt mit dem Alter zu. Von den untersuchten Haushaltstypen sind Paare im Rentenalter finanziell am häufigsten zufrieden (72%), Alleinerziehende im Erwerbsalter am seltensten (32%).

Auf die von Swiss Life gestellte Frage, wie sich die finanzielle Situation des Haushalts im Vergleich zum letzten Jahr entwickelt hat, berichten 38% der 18- bis 80-Jährigen von einer (meist leichten) Verschlechterung. 17% nehmen eine Verbesserung wahr, während 45% keine Veränderung feststellen.

Als Hauptgründe für die Verschlechterung nennen die Betroffenen gestiegene Krankenkassenprämien (51%) sowie höhere Kosten für Konsumgüter und Dienstleistungen (35%).

  Studie Swiss Life

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