Waadt: Proteste gegen PK-Reform
Die Kantonsangestellten im Kanton Waadt wehren sich gegen die Revision der Pensionskasse , die nächstes Jahr in Kraft treten soll. Diese sieht insbesondere die Erhöhung des Rentenalters um zwei Jahre vor, bei den Gefängniswärtern beispielsweise von 60 auf 62.
Generell würde das Rentenalter des Staatspersonals auf 65 statt 63 Jahre angehoben. Dies hätte zur Folge, dass die Angestellten 40 statt 38 Jahre arbeiten müssten, um eine volle Rente zu bekommen, wurde argumentiert.
Bereits am Nachmittag war es zu Protestaktionen gekommen. So hatten laut den Angaben der Gewerkschaften rund 1000 Lehrperson gestreikt. Am Mittag hatten sich zudem am Universitätsspital CHUV zwischen 200 und 250 Angestellte zu einer Protestaktion versammelt.
Wall Street warns of seismic pension fund shift into bonds this month
The bond bear market, touted by billionaire fund managers Bill Gross and Ray Dalio, is about to run into a multibillion-dollar roadblock.
Strategists across Wall Street, from Credit Suisse Group to J.P. Morgan Chase, predict that the runup in stocks will spur portfolio rebalancing by U.S. pension funds, driving pent-up demand into bonds as managers shift their more than $7 trillion in assets. While the S&P 500 index has returned about 6.2% since the beginning of the year, 10-year Treasury futures have slumped 1.5%, pushing yields to near the highest since 2014. The bond benchmark was little changed in trading Thursday (25.1.18).
With those profits and losses in mind heading into month-end, pension funds will purchase about $24 billion in fixed-income securities, while selling an unusually high $12 billion of U.S. equities, according to a Credit Suisse model. And they don’t have many more chances to make the shift: funds have less than five trading sessions to complete their month-end allocation requirements. On top of that, the Federal Reserve’s policy meeting falls on Jan. 31, which may push some to get their trades done early.
“Verantwortung geht ans Parlament”
Josef Bachmann, ehemaliger Geschäftsführer der PwC Pensionskasse, schreibt in einem Editorial der AWP Soziale Sicherheit zur Frage flexibler Renten und dem Entscheid des Bundesgerichts, mit welchem die Anwendung des Systems auf laufende Renten untersagt wurde.
Vor dem höchsten Gericht ist eine Würdigung des neuen Systems, das sich an den Grundsätzen der 2. Säule orientiert, ausgeblieben. Wiederum haben sich die Richter, mangels anderer gesetzlicher Grundlagen, nur auf BVG Artikel 65d (Massnahmen bei Unterdeckung) abgestützt. Schade, dass sich das Gericht nicht über das Unrecht der Umverteilung und der Ungleichbehandlung der Versicherten geäussert hat. Schade auch, dass die Leistungserhöhungen nun nicht gewährt werden können.
Aber der Entscheid der Richter bedeutet nicht das Ende der Bemühungen für eine nachhaltig und faire Reform der 2. Säule. Das Urteil ist ein Auftrag an das Parlament. Der Gesetzgeber hat die Chance und die Pflicht, die Lage aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen neu zu beurteilen.
Ein Rentensystem mit unplanbaren, variablen Zuflüssen kann keinen fixen Abfluss haben. Das funktioniert nicht und alle wissen es. Deshalb hatten früher viele Vorsorgeeinrichtungen Sicherheitsventile in Form von Sanierungsklauseln in ihren Reglementen. Damit waren Leistungskürzungen bei schlechten finanziellen Rahmenbedingungen möglich. Das hat die Sicherheit des Vorsorgewerkes und die Fairness unter allen Versicherten gewährleistet.
Das Verbot von Rentenkürzungen im Überobligatorium war ein fahrlässiger Eingriff in die 2. Säule, genauso wie die Festlegung des Umwandlungssatzes durch das Volk nach dem Prinzip «wollt ihr lieber mehr oder weniger Rente». Wir müssen zurück zum Fundament der 2. Säule, zu den Prinzipien der transparenten Finanzierung im Kapitaldeckungsverfahren.
FuW: Wie es wirklich um die Finanzen der Pensionskassen steht
Die FuW berichtet über Berechnungen der PPC zum Deckungsgrad:
Auf den ersten Blick geht es den Pensionskassen blendend. Die Investments in Aktien, Obligationen und Immobilien haben gemäss Berechnung von Credit Suisse 2017 eine Brutto-Performance von durchschnittlich 8% eingetragen. Und die Bilanzen dürften im Schnitt einen Deckungsgrad von 108% aufzeigen, wie das Beratungsunternehmen PPCmetrics erwartet.
Andreas Reichlin, PPC-Geschäftsleitungsmitglied, setzt aber das Deckungsverhältnis bei Diskontierung zum Zehnjahres-Marktzins auf nur 100% an, wie er am Dienstag an der Jahreskonferenz der zürcherischen Stiftungsaufsicht darlegte.
Der Deckungsgrad misst, in welchem Verhältnis der Marktwert des Vermögens einer Kasse zu ihren bilanzierten Verpflichtungen steht. «Beim vermuteten Ergebnis von durchschnittlich 100% sind die Vorsorgeeinrichtungen zwar rechnerisch voll gedeckt, doch eine Reserve im Sinne eines risikotragenden Eigenkapitals fehlt», gab Reichlin zu bedenken.
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Rentenreform: SGB-Frauen strikt gegen gleiches Rentenalter
Die NZZ schreibt zum Thema “Haltung des Gewerkschaftsbunds zum Referenzalter 65/65”:
Heute sind die gewerkschaftlichen Reihen wieder geschlossen. So fand sich am 13. Frauenkongress der SGB, welcher am 19.1.18 in Bern stattfand, keine einzige Stimme, die sich im Hinblick auf eine neue Reform auf die Erhöhung des Rentenalters einlassen würde. Die Reform war zwar nur beiläufig ein Thema. Im Fokus stand die Monetarisierung von Care-Arbeit, welche noch immer grösstenteils von Frauen verrichtet wird. Doch auf Nachfrage äusserten sich die Gewerkschafterinnen nicht minder dezidiert: «Keine Rentenaltererhöhung ohne Lohngleichheit!» So lautete der Tenor. Und der Lohngleichheit ist man mit dem Entscheid der Ständeratskommission, die ebenfalls am Freitag getagt hat, immerhin ein kleines Stückchen näher gekommen (siehe Zusatz).
Tiefere Mieten – Problem für PKs?
Die neue Immobilienstudie der UBS geht von sinkenden Mieten aus. Der Tages-Anzeiger schreibt dazu:
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt hat sich gedreht. Mietwohnungen stehen immer häufiger leer, gleichzeitig werden neue Einheiten gebaut, obwohl die Zuwanderung zurückgeht. Die Grossbank UBS geht in ihrer neusten Immobilienstudie davon aus, dass die Leerstandsquote im nächsten Jahr mit knapp 3 Prozent einen Rekord erreichen wird. Die Höchstmarke aus dem Jahr 1998 lag bei 2,8 Prozent.
«Wir rechnen deshalb mit einem Preiseinbruch bei den ausgeschriebenen Wohnungen von 2,5 Prozent in diesem Jahr und von bis zu 10 Prozent innert drei Jahren», sagt Claudio Saputelli, Leiter der UBS-Studie. Die Preise ausgeschriebener Wohnungen, die sogenannten Angebotsmieten, waren im vergangenen Jahr bereits um 1 Prozent und im Jahr zuvor um 1,3 Prozent gesunken.Die Preise bereits vermieteter Wohnungen, die sogenannten Bestandesmieten, bleiben hingegen weiter stabil, wie Saputelli ergänzt: «Sie sind im historischen Vergleich nicht überhöht.» Bei den Angebotsmieten hingegen liegen die Preise durchschnittlich 20 Prozent über dem Mittel aller Mietverträge. Falls die Bautätigkeit nicht deutlich einbreche oder eine neue grosse Einwanderungswelle erfolge, sei eine Preiskorrektur unausweichlich, sagt Saputelli.
Mitte vergangenen Jahres zählte das Bundesamt für Statistik 65’000 leere Wohnungen – 8400 oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Derzeit besteht laut Fachleuten ein Überangebot von gegen 12’000 Wohnungen. Besonders in Agglomerationen seien die Leerbestände hoch, sagt Robert Weinert vom Immobiliendienstleister Wüest Partner. Spitzenreiter ist die Region Oberaargau im Kanton Bern, wo mehr als 11 Prozent aller Mietwohnungen leer stehen. In der Region Olten beträgt die Leerstandsquote 7,4 Prozent, in Erlach-Seeland BE 5,6 Prozent, in Aarau und Umgebung 5,8 Prozent und in der Region Mutschellen AG 5,1 Prozent. In den Städten bleibt die Auslastung dagegen sehr gut: Die Stadt Zürich hat praktisch keine leeren Wohnungen (0,2 Prozent), die Stadt Bern kommt auf einen Wert von 1,5 Prozent, Winterthur auf 1,2 Prozent.
Sozialleistungen im internationalen Vergleich
Im Vergleich zu den fünf bevölkerungsreichsten Ländern Europas sind die Sozialausgaben pro Einwohnerin und Einwohner in der Schweiz relativ hoch. Während die Ausgaben in Deutschland und Frankreich nur leicht tiefer liegen, sind sie im Vereinigten Königreich, in Italien und in Spanien deutlich geringer. Die Funktionen Alter und Krankheit/Gesundheitsversorgung machen sowohl in der Schweiz als auch in den fünf untersuchten europäischen Ländern den grössten Teil der Sozialausgaben aus. Die Ausgaben nach Funktion widerspiegeln die demografischen, wirtschaftlichen und soziopolitischen Eigenheiten der untersuchten Länder.
Werden die Sozialausgaben hingegen in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen, sind die Sozialausgaben in der Schweiz tiefer als in vier der fünf untersuchten Ländern. Ein Grund dafür ist auch das hohe BIP pro Einwohner in der Schweiz.
Im Beobachtungszeitraum sind die Ausgaben für Sozialleistungen in Prozent des BIP in der Schweiz und in Deutschland relativ stabil geblieben. In Frankreich, Italien und Spanien sind sie hingegen langfristig angestiegen. Besonders stark war die Zunahme während der Wirtschaftskrise von 2009.
UBS-PK mit technischem Zins von 1,5%
Das Kürzen des technischen Zinses von 3% auf 1,5% bei der UBS-Pensionskasse impliziert ein starkes Absenken zukünftiger Rentenleistungen. Die UBS schafft mit Zuschüssen von maximal 720 Mio. Fr. für die aktiv Versicherten einen weitreichenden Ausgleich, schreibt Werner Enz in der NZZ. Weiter hält er fest:
Die UBS-Pensionskasse führt als Beweggründe für die Anfang 2019 erfolgende Anpassung die hartnäckig niedrigen Zinsen, die steigende Lebenserwartung und den hohen Rentneranteil ins Feld. Mit rund 60% liegt der Rentneranteil auf einem hohen Stand. Es sei, so sagt eine führende Vertreterin der UBS-Pensionskasse, vorausblickend vom Stiftungsrat als zentral erachtet worden, die Umverteilung infolge der zu hohen Umwandlungssätze zu stoppen. Im geltenden Regime wurden für Neurentner zuletzt auf Jahresbasis etwa 70 Mio. Fr. zulasten der Aktiven umverteilt.
Hinzu kommt, dass ein überproportionaler Teil der Anlageerträge für laufende Renten-Verpflichtungen eingesetzt werden müssen, weil früher mit 3% technischem Zins oder noch höher kalkuliert wurde. Zwar liege der Deckungsgrad der Kasse mit 131,9% per Ende 2017 nach BVG-Berechnungsweise in einer komfortablen Zone. Werde aber ein marktnaher, sogenannt ökonomischer Deckungsgrad errechnet, komme man noch auf 103,3%.
Auch die UBS mit restriktiveren PK-Leistungen
Finews berichtet über einschneidende Reglementsänderungen bei der UBS-Pensionskasse. Das Portal schreibt:
Gegenüber den vermeldeten Finanzzielen für 2020, dem Aktienrückkauf-Programm und der Zusammenlegung der weltweiten Vermögensverwaltung ging diese Neuerung bei der UBS etwas unter. Sie birgt jedoch einigen Zündstoff: Die Pensionskasse der UBS in der Schweiz und die UBS haben Massnahmen beschlossen, um die «langfristige finanzielle Stabilität der Pensionskasse zu unterstützen».
So wird der Umwandlungssatz gesenkt, das ordentliche Pensionierungsalter und die Arbeitnehmerbeiträge werden erhöht und das Alterssparen beginnt früher. Details dazu gehen aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Änderungen werden laut der Mitteilung Anfang 2019 in Kraft treten. Auf die bereits Pensionierten haben die Massnahmen keine Auswirkung, wie es weiter hiess.
Die UBS folgt damit ihrer Erzrivalin Credit Suisse (CS), die bereits vor zwei Jahre die Vorsorgeleistungen für ihre Angestellten reduzierte. Per 2017 senkte die CS-Pensionskasse sowohl den Umwandlungssatz für die Renten als auch den technischen Zinssatz. Das Pensionierungsalter wurde von 63 auf 65 Jahre angehoben – was damals für einigen Aufruhr sorgte.
Indes, die Vorsorge bildet einen gewichtigen Lohnbestandteil und ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Suche und Bindung von Banking-Talenten. Wohl nicht ganz zufällig wirft die UBS nun 720 Millionen Franken auf, um die Auswirkungen des tieferen Umwandlungssatzes auf künftige Pensionsleistungen abzuschwächen. Die Einlage erfolgt in drei Tranchen in den Jahren 2020, 2021 und 2022.
Kompensations-Schacher um den Umwandlungssatz
Unter dem Titel “Neue Fronten im Streit um die zweite Säule” schreibt Fabian Schäfer im Tages-Anzeiger:
Die Gewerkschaften pokern hoch. Sie wollen der Gegenseite Bedingungen diktieren, bevor sie sich auf eine neue Diskussion über den Umwandlungssatz einlassen. Dabei nehmen sie ihren Lieblingsfeind ins Visier: Lebensversicherer wie Swiss Life oder Axa, die für Tausende vor allem kleinere Firmen mit rund einer Million Angestellten die Vorsorge übernehmen.
Im Vertrauen darauf, dass die Wirtschaftsverbände sowie SVP, FDP und CVP den Umwandlungssatz um jeden Preis senken wollen, stellen die Gewerkschaften möglichst hohe Forderungen. Doch die Gegenseite reagiert unbeeindruckt. «Das Kalkül der Gewerkschaften geht nicht auf», sagt Martin Kaiser vom Schweizerischen Arbeitgeberverband. Natürlich bleibe die Senkung des Umwandlungssatzes ein wichtiges Anliegen. «Aber wir sind nicht bereit, dafür irgendeinen Kuhhandel zu machen.»
PK-Ausweise: Eine Überprüfung lohnt sich
Die Unia Work-Zeitung informiert, was im PK-Ausweis steht und wie er zu lesen und zu überprüfen ist.
Renten und Renditen
Die jetzt bekannt gewordenen hervorragenden Ergebnisse für das Anlagejahr 2017 kontrastieren heftig mit den in letzter Zeit publizierten, teils drastischen Senkungen des Umwandlungssatzes. Fabian Schäfer schreibt dazu im Bund:
Welch ein Kontrast zu den vergangenen Monaten: Nachdem die Pensionskassen zuletzt vor allem mit Rentensenkungen und düsteren Prognosen für Aufsehen gesorgt haben, erfreuen sie das Publikum nun mit üppigen Renditen. 6,7 Prozent waren es bei der Pensionskasse des Bundes, 8,2 Prozent bei jener des Kantons Bern. Die Kasse der SBB erzielte 5,3 Prozent, jene der Post 6,1 Prozent. Sogar bei 11 Prozent lag die Rendite bei der Sammelstiftung Profond, die von einem hohen Aktien- und Immobilienanteil profitierte. Insgesamt erzielten die Vorsorgewerke gemäss dem Pensionskassenindex der Credit Suisse eine Rendite von rund 8 Prozent. Dies ist das viertbeste Ergebnis seit Bestehen des Index im Jahr 2000.
Ist nun alles halb so wild? Gingen die Pensionskassen mit den Rentensenkungen zu weit? Im Durchschnitt senkten sie die Umwandlungssätze, die für die Höhe neuer Renten entscheidend sind, seit 2005 von 6,9 auf 6 Prozent. Doch nicht einmal Gewerkschafter sagen, die Pensionskassen hätten im grossen Stil übertrieben. Aus ihrer Sicht gingen lediglich einzelne Kassen zu weit, die den Umwandlungssatz unter 5 Prozent drückten, so etwa die Pensionskassen des bundeseigenen Rüstungskonzerns Ruag. Dessen Leitung hält weiterhin an der Kürzung fest. Die Ruag-Kasse hat im vergangenen Jahr eine Rendite von 3,9 Prozent erzielt. (…)
Matthias Kuert Killer vom Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse sagt, die Pensionskassenchefs und die Arbeitgeber stünden jetzt vor einem Glaubwürdigkeitstest: Sie beteuerten stets, der Mindestzins sei nur ein Minimum, und wenn die Renditen höher seien, gäbe es mehr Zins. Wenn sie dieses Versprechen nun nicht einhielten, glaube ihnen niemand mehr, sagt Kuert Killer. «Wollen die Pensionskassen die berufliche Vorsorge nicht selber abschaffen, müssen sie jetzt die Versicherten gebührend beteiligen.» Sonst werde die Akzeptanz der zweiten Säule leiden.
UBS PK-Performance Dezember 2017
Die UBS hält zu den Ergebnissen ihres Index Pensionskassen-Performance für 2017 fest:
Mit einer durchschnittlichen Rendite von 7,82% war 2017 ein sehr erfolgreiches Anlagejahr für die Pensionskassen in unserem Sample. Dies ist die höchste Jahresperformance seit 2009. Der mit Abstand wichtigste Performance-Treiber waren die Aktienmärkte. Sie kannten 2017 nur eine Richtung: aufwärts. Trotz Risiken, wie den Wahlen in Frankreich und Deutschland oder den geopolitischen Brandherden im Fernen und Nahen Osten, wuchs die globale Konjunktur robust.
In der Schweiz drückten die Negativzinsen auf die Renditen. Auf globaler Ebene lieferten Anleihen ein ansehnliches Ergebnis. Die Zentralbanken agierten sehr behutsam, was sich dieses Jahr kaum ändern dürfte. Wir erwarten auch für 2018 ein breit abgestütztes Wirtschaftswachstum, von dem Aktien weiterhin profitieren dürften.
Die Pensionskassen in unserem Sample erzielten im Dezember eine durchschnittliche Monatsperformance von 0,62% nach Gebühren. Die kleinen Vorsorgewerke mit verwalteten Vermögen unter CHF 300 Mio. schnitten mit 0,70% am besten ab. Die mittleren Pensionskassen mit Vermögen zwischen CHF 300 Mio. und CHF 1 Mrd. verbuchten 0,56%, dicht gefolgt von den grossen mit über CHF 1 Mrd. mit 0,55%.
Milliarden für den Zukunftsfonds
Die NZZ schreibt:
Die Lancierung des Zukunftsfonds Schweiz geht auf die Zielgerade. Das Vehikel soll Jungunternehmen in der Schweiz und in Europa den Zugang zu Risikokapital ermöglichen. Laut dem Initiator Henri B. Meier ist die erste Runde des Bewilligungsverfahrens für den Zukunftsfonds bei der Finanzmarktaufsicht Finma mittlerweile abgeschlossen. Nach der endgültigen Genehmigung durch die Finma werde eine erste Emission mit einem Volumen von 500 Mio. Fr. erfolgen. Dies soll laut Meier, 81-jähriger Unternehmer und ehemaliger Finanzchef des Pharmakonzerns Roche, in den kommenden Monaten geschehen.
«Arranger» bei der geplanten Transaktion ist die Luzerner Bank Reichmuth. Mit mehreren Schweizer Banken würden derzeit Gespräche über eine Partizipation an der Emission geführt. Die erste Emission werde idealerweise nach zwei oder drei Jahren investiert sein, sagt Meier. Für die ersten 500 Mio. Fr. strebe der Zukunftsfonds Investitionen in 250 bis 300 Einzelunternehmen an. Die Hälfte der Gelder könne der Fonds auch im europäischen Ausland investieren. Meier geht davon aus, dass sich über eine Periode von drei bis fünf Jahren auch in der Schweiz genügend Investitionschancen finden lassen. (…)
Prämieneinnahmen im Lebensversicherungsgeschäft rückläufig
Gemäss Hochrechnungen des Schweiz. Versicherungsverbands SVV sind die Prämieneinnahmen im Lebensversicherungsgeschäft 2017 um 3,8 Prozent zurückgegangen, wobei der Rückgang weniger stark ausfällt als im Vorjahr (2016: minus 6,0 Prozent):
- – 4,2 Prozent im Kollektivleben, in welchem die Lebensversicherer den KMU und ihren Angestellten Lösungen für die berufliche Vorsorge anbieten. Diese Leistungen sind nach wie vor sehr gefragt. Aber es wird für die Lebensversicherer immer schwieriger, den umfassenden Versicherungsschutz zur Verfügung zu stellen und die Nachfrage der KMU zu erfüllen. Grund dafür sind die hohen Kapitalanforderungen verbunden mit den tiefen Zinsen und dem überhöhten BVG-Umwandlungssatz.
- – 2,9 Prozent im Einzelleben: Die Lebensversicherer können im aktuellen Tiefzinsumfeld kaum noch attraktive Zinsversprechen abgeben. Das bremst insbesondere die Entwicklung des Neugeschäfts.



