Keine Verschärfung der Lex Koller
Der Nationalrat hat in der Herbstsession 2021 der Motion ”Änderung des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstucken durch Personen im Ausland” (Lex Koller) zugestimmt. Danach werden Verschärfungen im Bereich des Hauptwohnungserwerbs, der allgemeinen Bewilligungsgründe, des Vermutungstatbestands hinsichtlich der ausländischen Beherrschung einer Gesellschaft und des Bewilligungsverfahrens vorgesehen. Solche weiteren Verschärfungen lehnt die KGAST ab. Sie stellt fest: Die heute geltenden Regelungen haben sich in der Praxis bewahrt, garantieren Rechtssicherheit und sind deshalb wichtig für die Schweizer Volkswirtschaft.
Broschüren des BSV zur Vorsorge
Die Broschüre des BSV vermittelt grundlegende Informationen über unsere Altersvorsorge. Der Schwerpunkt liegt auf der ersten und der zweiten Säule (AHV und berufliche Vorsorge). Die dritte Säule, die freiwillige Vorsorge, wird in den Grundzügen ebenfalls dargestellt. Neben der Funktionsweise und der Aufgaben der drei Säulen wird deren Zusammenspiel erläutert.
In der selben Reihe bietet das BSV Broschüren zur Invaliditätsvorsorge und den Ergänzungsleistungen sowie diverse Ratgeber an.
WTW Pension Index
WTW. Die Vorsorgeverpflichtungen in Schweizer Unternehmensbilanzen beendeten das Jahr 2021 auf dem stärksten Stand in der Geschichte des Willis Towers Watson Pension Index . Die im Laufe des 4. Quartals 2021 verzeichnete positive Rendite der Vermögenswerte der Pensionskassen wurde durch den Rückgang des Diskontierungssatzes nur teilweise gemindert, sodass der Pensionskassenindex bis zum Jahresende einen Anstieg von 1% realisierte.
Die Vermögenswerte stiegen im Quartal um 2.5 %, während die Renditen auf Unternehmensanleihen zum Jahresende rund 7 Basispunkte niedriger waren als am Ende des dritten Quartals. Der exemplarische Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) stieg, wie aus dem Willis Towers Watson Pension Index hervorgeht, von 117.0 % am 30. September 2021 auf 118.0 % am 31. Dezember 2021.
Schweizer kehren meist zurück
BFS. Von den Schweizerinnen und Schweizern, die im Jahr 2011 auswanderten, kehrten 50% bis 2020 wieder in die Schweiz zurück, zwei Drittel von ihnen bereits in den ersten drei Jahren nach der Auswanderung. Bei den Ausländern beträgt die Rückkehrquote im gleichen Zeitraum 17%. Ausserdem kehren in der Schweiz Geborene häufiger zurück als im Ausland Geborene. Weitere Ergebnisse zu Migrationsverläufen auf Grundlage der neuen DVS-Daten sind unter diesem Link zu finden.
PensExpert mit neuer Leitung in diversen Regionen
PensExpert ordnet die Leitung der zwei Grossregionen Zürich sowie Zentralschweiz und Mittelland neu. Sebastien Godin übergibt die Führung der Zentralschweiz und des Mittellandes an Nicole Büchi und Mario Bucher. Godin, der seit beinahe 15 Jahren für PensExpert arbeitet, hat per 1. November 2021 die Leitung Innovationen und Fachsupport übernommen und ist neu Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung von PensExpert.
CS PK-Index 2021
CS. Im vierten Quartal 2021 nimmt der Credit Suisse-Pensionskassen Index um 4.30 Punkte resp. 2.09% zu; seine Veränderung seit Jahresanfang beträgt damit 8.24%. Per 31. Dezember 2021 steht der Index bei 209.75 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Der Monat Oktober (+0.83%) wurde von einem starken Dezember (+1.48%) übertroffen, im November (-0.22%) gab es eine leichte Konsolidierung. Somit konnte das insgesamt sehr erfreuliche Jahr positiv beendet werden.
Der Hauptanteil an der positiven Entwicklung im vierten Quartal ist den Aktien (+1.94%) zuzuschreiben. Der Renditebeitrag von Aktien Schweiz beträgt +1.15% und der von Aktien Ausland +0.78%. Auch die Anlageklasse Immobilien (+0.23%) hat einen positiven Renditebeitrag erzielt. Die Obligationen (inkl. Wandelanleihen) haben das Ergebnis mit einem Beitrag von -0.20% leicht reduziert. Die restlichen Anlagekategorien waren eher unauffällig, aber ausser den Alternativen Anlagen dennoch leicht positiv.
Zinswende?
HZ. Der SNB-Kassazinssatz, der sich aus der Durchschnittsrendite für zehnjährige Bundesanleihen berechnet, notierte am Montag 10.1.22 mit +0,066 Prozent erstmals seit dem 26. November 2018 wieder positiv. Und auch die zehnjährige Benchmarkanleihe der Eidgenossenschaft rentiert knapp im Plus. Die Renditen der kürzeren Laufzeiten sind aber zum Teil noch deutlich im Minus.
UBS PK-Performance 2021
Die Frau, das Opfer
Katharina Fontana kritisiert in der NZZ den Opferkult um die Frauen. “Es ist Zeit, Gegensteuer zu geben. Die Frauen sollten sich die Stigmatisierung ihres Geschlechts nicht mehr gefallen lassen”, schreibt sie.
Kommt hinzu, dass die Rezepte, die unter dem Titel der Gleichstellung propagiert werden, letztlich einen klaren politischen Drall haben. Während die frühere Frauenbewegung nach gleichen Rechten und weiblicher Selbstbestimmung strebte, ist die heutige Frauenpolitik von linken Vorstellungen dominiert. Ein schönes Beispiel lieferte die Frauensession, die letzten Herbst im Bundeshaus stattgefunden hat – eine Art Pseudoparlament, wo sich vorab Aktivistinnen aus demselben politischen Milieu ein Stelldichein gaben.
Das Happening brachte einen Strauss von Petitionen hervor, etwa die Einführung einer Elternzeit, die Schaffung eines Fonds zur Finanzierung von Krippen, die Stärkung der Geschlechterforschung an den Universitäten oder die «Aufwertung» der unbezahlten Arbeit. Allesamt Forderungen, die viel Geld kosten und zu einem kräftigen Ausbau des Staates führen würden. Und das im Namen der Frauen.
Nüchtern betrachtet, zeigt sich: Die Frauen werden in die Opferrolle gesteckt, auch heute noch, denn in dieser Rolle sind sie besonders lohnend. Man vereinnahmt sie und instrumentalisiert sie, um neue Vorschriften, Kontrollen und Subventionen einzuführen und um die staatliche Sphäre auszuweiten. Es ist Zeit, Gegensteuer zu geben. Die Frauen sollten sich die Stigmatisierung ihres Geschlechts nicht mehr gefallen lassen.
Profond mit 12,7% Rendite
Die Profond Vorsorgeeinrichtung hat 2021 hat mit ihrer Realwertstrategie mit einem hohen Aktien- und Immobilienanteil und dem positiven Marktumfeld eine Performance von 12.7 Prozent erwirtschaftet. Dies erlaubt es Profond, die Altersguthaben mit 8 Prozent zu verzinsen. Die Altersrentner werden mit einer einmaligen Zusatzrente von 1000 Franken bedacht. Der Deckungsgrad beträgt 117%.
Auch Berset für höheres Rentenalter?
Der Blick schreibt: Alain Bersets Departement findet, dass eine Erhöhung des Rentenalters «mittelfristig unumgänglich» sei. In dessen Partei kommt das nicht gut an. SP-Co-Chef Cédric Wermuth findet die Aussage «absurd».
Dass die Bürgerlichen sich für die Rentenalter-Erhöhung aussprechen, erstaunt wenig. Ihre Haltung deckt sich mit jener ihrer Partei. Höchst erstaunlich ist, dass auch Genosse Alain Berset (49) ein höheres Rentenalter für notwendig hält – ganz im Gegensatz zu seiner Partei: Die SP kämpft seit Jahren dagegen an, dass Arbeitnehmende länger arbeiten müssen, bis sie ihre wohlverdiente Rente erhalten.
Doch wie Blick publik gemacht hat, schreibt Bersets Innendepartement (EDI) in einem Aussprachepapier, eine Erhöhung des Rentenalters über 65 Jahre hinaus werde «mittelfristig unumgänglich». Damit bricht der SP-Bundesrat ein linkes Tabu. Das Rentenalter 65 für Männer – und 64 Jahre für die Frauen – ist den Sozialisten und mit ihnen auch den Gewerkschaften heilig. Berset hat damit eine der Säulen des linken Selbstverständnisses umgestossen.
Die Genossen werden sich verwundert die Augen gerieben haben, als sie von Bersets Tabubruch im Blick gelesen haben. Er kann sich des Zorns vieler Genossen sicher sein. Auch jenem des SP-Co-Präsidenten? Cédric Wermuth (35) versucht, den Ball flach zu halten. Auf Anfrage sagt er: «Welchen Vorschlag Alain Berset genau in den Bundesrat gebracht hat, weiss niemand», sagt er. Es handle sich bei dem Dokument um ein Aussprachepapier aus der Ämterkonsultation und damit nicht um eine definitive Position.
Die Bevölkerungsentwicklung kippt
Die Anzahl der Länder, in denen innerhalb eines Jahres mehr Menschen sterben als geboren werden, nimmt stetig zu. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), die auf UN-Daten basiert. Demzufolge geht der «natürliche Saldo» aus Geburten und Sterbefällen weltweit zurück, weil die Fertilität rückläufig ist und die Bevölkerungen zunehmend altern. Deutschland ist dabei weltweit das erste Land, in dem es solch einen Sterbeüberschuss gibt: seit dem Jahr 1972 werden hier Jahr für Jahr weniger Menschen geboren als dass Menschen sterben. Vor 1990 trifft das ausserdem auf Ungarn (1982) und Tschechien (1986) zu. Um die Mitte dieses Jahrhunderts werden mit Ausnahme von Norwegen und Schweden alle Länder in Europa einen negativen natürlichen Saldo entwickeln.
AOK: Anhörung zur überarbeiteten Weisung betr. Experten
Die OAK BV hat die Weisungen W – 01/2012 «Zulassung von Experten für berufliche Vorsorge» überarbeitet. Die Anpassungen betreffen vor allem die folgenden vier Themen:
1. Kontinuierliche Weiterbildung (Ziff. 3.1.2)
2. Voraussetzungen für juristische Personen (Ziff. 3.2 bis 3.3)
3.Befristung der Zulassung juristischer Personen (Ziff. 3.4)
4. Entzug der Zulassung (Ziff. 4.5).
“Bürgerliche Bundesräte wollten Rentenalter 66+”
Der Blick berichtet über die Auseinandersetzung im Bundesrat zur Haltung gegenüber der Renteninitiative der Jungfreisinnigen.
Grenzgänger und Sozialversicherung
Was müssen Unternehmen beachten, die Grenzgängerinnen und Grenzgänger beschäftigen? Wie sind die Zuständigkeiten zwischen den Ländern geregelt? Die Handelskammer Deutschland-Schweiz hat die wichtigsten Regelungen mit einem Länderschwerpunkt Deutschland-Schweiz zusammengefasst.
2020 lebten rund 62’300 Personen in Deutschland und arbeiteten in der Schweiz. Deutschland und die Schweiz unterhalten ein Sozialversicherungsabkommen, in dem die Zuständigkeiten geregelt sind. Auch in den bilateralen Verträgen und im Abkommen über die Personenfreizügigkeit (FZA) mit der EU gibt es länderübergreifende Bestimmungen. Weiter besteht zwischen der Schweiz und Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).
Behandelt werden Fragen zu AHV, IV, Berufliche Vorsorge und Pensionskasse, Unfallversicherung, Steuern und Weiterversicherung nach Kündigung (Art. 47a BVG).








