compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) schliesst das Jahr 2020 mit einer Performance von 5,22 %. Das Vermögen beläuft sich insgesamt auf 38’543 Mio. Franken, verglichen mit 36’440 Mio. Franken Ende 2019. Die Ungewissheit über die Mittelzuflüsse führten dazu, dass die Anstalt den Liquiditätsanteil erhöhte.Dadurch verfügte compenswiss stets über genügend flüssige Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Gemäss STAF-Entscheid flossen im Jahr 2020 zum ersten Mal zusätzliche Mittel in der Höhe von rund 2 Mrd. Franken in den AHV-Fonds.
Kapitalanlagen
Plattform für das Schweizer Asset Management
Die neue online Plattform beautycontest.ch verbindet qualifizierte Investoren mit Asset Managern in der Schweiz. Sie ermöglicht die anonymisierte Suche nach geeigneten Assets und Asset Managern vor dem aufwendigen Auswahlverfahren (beauty contest). Die Plattform ist sowohl Suchmaschine wie auch Branchenbuch. Am 1. Dezember 2020 ist der Pre-Launch erfolgt.
Gemäss eigener Darstellung verfolgt beautycontest.ch das Ziel, die Anbieter und das Angebot des Schweizer Asset Marktes im Speziellen für Privatmarktanlagen übersichtlicher und transparenter zu machen. Dazu gehört auch die neue Gruppe «Asset Market Switzerland» auf LinkedIn. Die Dienstleistung ist für Investoren wie Asset Manager kostenlos. Bereits sind 40 Asset Manager dabei. Darunter Anbieter wie Baloise Asset Management, Mobiliar, Schroders Blue Orchard, Allianz Global Investors, Partners Group oder NN Investment Partners.
20 Mrd. Mehrerträge für PKs?
Eine Gruppe von Finanzfachleuten hat bei der NZZ ihre Vorstellungen deponiert, wie die Pensionskassen 20 Mrd. p.a. mehr Rendite erzielen können. Zu dieser Gruppe gehören Finanzprofessor Walter Farkas (ETH und Universität Zürich), Mathematikprofessor Martin Schweizer (ETH), der frühere Wirtschaftsprofessor und heutige Unternehmer Andreas Zimmermann, der ehemalige Raiffeisen-Risikochef Beat Hodel sowie der Ökonom Jakob Schaad. Praktiker aus der PK-Branche sind nicht dabei, wie die Auflistung zeigt.
Als Ausgangspunkt dienen Vergleichszahlen aus dem Ausland, die zeigen sollen, das mehr möglich ist. Empfohlen werden passive Indexfonds, mit welchen eine um 1 Prozent höhere Nettorendite erzielt worden wäre. Die aktive Anlage lohne sich nicht. Kritisiert wird weiter der Rechtsrahmen, der zu übermässig kurzfristigem Denken verleite und höhere Aktienanlagen verhindere. Gefordert wird ein durchschnittlicher Aktienanteil von 60 statt der aktuellen 30%. Weiter möchte die Gruppe die Anlagerichtlinien abschaffen und durch Grundsätze ersetzen.
PPCmetrics: Anlagestrategien 2020
Das Research Paper von PPCmetrics befasst sich, wie auch schon in den vorangehenden Jahren, mit der Frage, welche Renditen verschiedene exemplarische Anlagestrategien von Schweizer institutionellen Investoren erreicht haben und welche Anlageentscheide sich ausbezahlt haben.
Für den Vergleich werden gängige Marktindizes herangezogen, d.h. breit diversifizierte Portfolios auf Basis häufig gehandelter Titel und entsprechend der Marktkapitalisierung zusammengesetzt. Damit soll eine grösstmögliche Vergleichbarkeit der Renditen von Anlagekategorien gewährleistet werden.
Im Fazit wird festgehalten:
Bezüglich der bedeutenden Anlageentscheidungen im Jahr 2020 bestanden wesentliche Unterschiede hinsichtlich des Einflusses dieser Entscheidungen auf die Rendite. Das weiterhin sinkende Zinsniveau führte dazu, dass das Eingehen von höheren Zinsrisiken (Anleihen mit langer Laufzeit) mit einer Mehrrendite entschädigt wurde. Das Eingehen von Kreditrisiken wurde ebenfalls und wie bereits im Vorjahr mit einer Zusatzrendite entschädigt. Diese fiel insbesondere im Bereich von EUR denominierten Anleihen und Anleihen von Schuldnern mit tiefer Bonität (d.h. Rating BBB) relativ hoch aus. Aufgrund der Abwertung der Mehrzahl der internationalen Leitwährungen gegenüber dem Schweizer Franken, hatte eine Währungsabsicherung einen relativ starken positiven Einfluss auf die erzielte Rendite.
ASIP: Start ins neue Vorsorgejahr
Coronabedingt ist der traditionelle Neujahrsanlass des ASIP dieses Jahr ausgefallen. Als Ersatz hat der Verband die Referate seines Präsidenten J.R. Roulet und von Direktor Hanspeter Konrad (ab Minute 10) auf Video aufgenommen und über YouTube publiziert.
Auch das Referat von Dr. Stefan Kull mit einer Standortbestimmung und einem Ausblick zu den Themen China, Weltwirtschaft, Emerging Markets und Schweiz / Europa steht als YouTube Beitrag zur Verfügung.
“Milliarden für Amerikaner”
Florian Schwab lässt sich in der Weltwoche darüber aus, dass grosse öffentliche Pensionskassen als Depotbank J.P. Morgan wählen, und die einheimischen Anbieter (CS, UBS) leer ausgehen.
Der Befund lässt aufhorchen: Drei der grössten Pensionskassen für Staatsangestellte verwahren ihr Anlagevermögen bei der amerikanischen Grossbank J. P. Morgan. Neben der Publica, der Pensionskasse für die Bundesangestellten, sind dies die kantonalzürcherische BVK und die Pensionskasse der SBB. Ihr flüssiges Vermögen betrug Ende 2019 zusammen etwa 92 Milliarden Franken.
Im Jahr 2011, als die BVK zu J. P. Morgan als globaler Depotbank wechselte, hatte dies ein politisches Nachspiel. Gregor Rutz, damals Kantonsrat und heute Nationalrat für die Zürcher SVP, verlangte von der Regierung eine Erklärung. Die Stimmung war aufgrund des Steuerstreits zwischen den USA und der Schweiz aufgeheizt. Heute sieht Rutz die Sache entspannter: «Wir dürfen nicht übertreiben mit protektionistischen Massnahmen.»
Die Erklärung der Kantonsregierung, laut der die Gelder von der Schweizer Niederlassung von J. P. Morgan verwahrt würden und Schweizer Recht zur Anwendung komme, habe der Sache etwas von ihrer Brisanz genommen. «Aber trotzdem finde ich, dass Schweizer Pensionskassen wenn irgend möglich mit Schweizer Anbietern zusammenarbeiten sollten.» Und diese gibt es: die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse, Pictet und die Zürcher Kantonalbank.
“Über die PK-Vermögen und den Staat profitieren alle von Wertsteigerungen”
Gottlieb Keller, Präsident der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel, geht in einem Beitrag in der NZZ der Frage nach, wer und auf welche Weise von der Geldflut und den damit ausgelösten Wertsteigerungen bei Realwerten profitiert:
Wenig Beachtung findet, dass Altersvorsorge-Einrichtungen, Versicherungen und der Staat die grössten Grundeigentümer und Besitzer eines sehr grossen Anteils der Marktkapitalisierung der Unternehmen sind. So besassen im Jahr 2017 nach Angaben der Nationalbank die Pensionskassen rund 40 Prozent des Finanzvermögens, wobei die Ansprüche an die AHV nicht einbezogen waren. Vom nun deutlich im Preis gestiegenen Grundeigentum gehört ein grosser Teil dem Staat (Bund, Kantone und Gemeinden).
Der Stadt Zürich gehören 58 Prozent des Bodens und vom Bauland 36 Prozent. In den letzten zehn Jahren ist in Zürich der Anteil an Grundeigentum privater, natürlicher Personen von knapp über 41 Prozent auf unter 35 Prozent gefallen, während der Anteil von Pensionskassen und Versicherungen auf über 30 Prozent gestiegen ist. Damit ist über die Pensionskassenvermögen und den Staat die gesamte Bevölkerung an den Wertsteigerungen durch die Geldflut beteiligt. Auch hält die von der SNB geschaffene Geldflut den Schweizerfranken in einem für die Wirtschaft der Schweiz erträglichen Wechselkurs-Rahmen und schützt so die Arbeitsplätze in der Schweiz.
Kurz- und mittelfristige Hypo-Richtsätze wieder auf Rekordtief
Die Richtsätze, die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen, sind laut MoneyPark im Dezember weiter gesunken. Damit erreichen die zwei- und fünfjährigen Laufzeiten wieder das Niveau vom August 2019 – dem Allzeittief der Hypothekarzinsen. Die zehnjährige Laufzeit ist mit 1.14 Prozent jedoch noch rund zehn Basispunkte vom damaligen Tiefpunkt entfernt.
Swiss Life Asset Managers öffnet Immobilien Anlagegruppen
Die Anlagestiftung Swiss Life plant die Durchführung einer Öffnung über rund 500 Millionen Franken mit Liberierung Anfang Mai 2021. Das Kapital wird zur Reduktion der Fremdkapitalquote, für den Ankauf weiterer Liegenschaften, die Realisierung von Neubauprojekten und für laufende Investitionen in den Bestand verwendet.
Zur Finanzierung dieser Aktivitäten öffnet die Anlagestiftung Swiss Life ihre Anlagegruppen «Immobilien Schweiz» und «Geschäftsimmobilien Schweiz». Die Zeichnungsfrist wird vom 1. Februar bis zum 31. März dauern und die Liberierung am 5. Mai 2021 stattfinden. Die Öffnung richtet sich an bestehende und neue Anleger, welche gemäss Schweizer Gesetz als steuerbefreite Vorsorgeeinrichtungen gelten.
Durch mehrere Akquisitionen konnten die beiden Portfolios weiter erfolgreich wachsen. Es wurden Liegenschaften in Zürich, Genf, Schaffhausen und Aarau sowie Projektentwicklungen in St. Gallen und Nyon erworben. Zudem investieren die beiden Anlagegruppen in Anteile am Einkaufzentrum Glatt in Wallisellen.
Eine Immobilie auf dem Weg zu den Pensionskassen
Der Tages-Anzeiger hat einen sehr ausführlichen Bericht über das Schicksal einer Immobilie an der Zürcher Weststrasse publiziert, welche nach dem Tod der Besitzerin über zwei gemeinnützige Stiftungen von einer Anlagestiftung erworben wurde. Das Mehrfamilienhaus (ohne Zentralheizung) ging für rund 9 Mio. Franken an die Fundamenta in Zug, welche es nun renoviert. Den bisherigen Mietern wurde gekündigt. Die bisher relativ günstigen Mieten (ca. 2000 Fr. für eine 4 Zimmer-Wohnung) dürften sich nach Einschätzung des TA beinahe verdoppeln. Zum Vorgehen der Fundamenta schreibt die Zeitung:
Die Anlagestiftung aus Zug verfolgt ein einfaches Geschäftsmodell: das Absichern von Pensionskassenbeiträgen in Boden und Beton. Bereits 79 Pensionskassen haben Geld gegeben, bei der zweiten «Kapitalerhöhung» im Juni kamen Zusagen für 109 Millionen Franken. Seit der Gründung vor rund eineinhalb Jahren hat die Fundamenta Group Investment Foundation ein Grundstück und zehn Häuser erworben. Zwei davon liegen in Zürich, beide in Wiedikon. Als Ziel gilt eine Rendite von 3 bis 4,5 Prozent.
Die künftigen Mieter der Weststrasse 145 werden also die Renten vieler Schweizerinnen mitfinanzieren.
Das Geschäft mit Immobilien sei komplex, sagt Geschäftsführer Daniel Kuster. «Aufgrund dieser Anforderungen macht es für viele Vorsorgeeinrichtungen Sinn, einen Teil ihrer Gelder in indirekte Immobilienanlagen zu investieren.» Dies sorge auch für eine bessere Verteilung des Risikos.
Gerade hat die Foundation ihren Jahresbericht veröffentlicht. Darin ist die Weststrasse 145 mit einem Wert von 9,415 Millionen Franken aufgeführt. Das macht 1,3 Millionen Franken mehr, als für das Haus ausgeschrieben war. Dieser Preis muss nicht dem Verkaufswert entsprechen, liegt laut Experten aber wohl nahe daran. (…)
Tant de bruit …
Lukas Hässig nimmt sich auf Inside Paradeplatz ein weiteres Mal die CS vor, konkret betroffen ist deren Pensionskasse, die einen grösseren Abschreiber verdauen muss.
Die Nachricht tauchte zuerst nur auf Fachseiten auf, gestern nahm dann Bloomberg den Ball auf. Zwei von der CS geschaffene Rückversicherungs-Vehikel mit Sitz im steuergünstigen Guernsey würden ihr Geschäft abwickeln.
Hinter der technisch klingenden Meldung steckt eine Bombe fürs Personal der Grossbank. Dieses war via Pensionskasse zu 100 Prozent wirtschaftliche Eigentümerin eines der zwei Vehikel. Das andere gehört einem Abu Dhabi-Staatsfonds.
Im Fall der CS-Pensionskasse, mit 29’000 Versicherten und Rentnern eine der grössten Vorsorgestiftungen des Landes, geht es um die sogenannte Humboldt Re. In ihrem Geschäftsbericht wies die CS-PK das Engagement in die Humboldt unter „Insurance-linked-Strategien“ aus.
Per Ende 2016 lag der Wert des Vehikels bei 501 Millionen Franken. Ende 2017 wies die PK für Humboldt noch 458 Millionen aus, 2018 waren es 2 Millionen mehr. Im 2019 folgte der Taucher. Per 31. Dezember wurde die Humboldt Re nur noch mit 367 Millionen Franken bewertet.
Das sind 134 Millionen weniger als 3 Jahre zuvor. Ein Debakel – zulasten der kleinen und mittleren Mitarbeiter der Bank, die in der PK versichert sind.
Die CS setzt sich zur Wehr und schreibt in einer Mitteilung u.a.:
Finanzanlagen unterliegen Wertschwankungen. Als Pensionskasse mit einem Anlagevermögen von rund CHF 17,6 Milliarden achten wir daher auf ausreichende Diversifikation. Auch wenn der Wert unserer ILS-Anlagen für sich allein betrachtet 2019 um rund 20% abgenommen hatte, erzielten wir 2019 eine überdurchschnittliche Performance von 11,3% für unser PK-Vermögen.
Auch für das laufende Jahr werden wir eine ausgezeichnete Performance (4,4% YTD per 30.11.2020) ausweisen können, zu dem auch die erwartete Aufwertung unserer ILS-Anlagen in diesem Jahr um über 10% beigetragen hat. Der Entscheid, dieses Engagement zu beenden, wurde im langfristig besten Interesse unserer Versicherten getroffen. Letzteres gilt für alle unsere
The world’s largest asset managers
Key industry observations
- Investment is a fast-changing industry: 232 names in the TWT 2009 list of 500 largest AMs are not in the 2019 list
- Mandate and process trends have been broadly favouring drivers which enhance competitive edges and reduce the friction points in products through more advanced technology, lighter governance or more streamlined service
- Client requirements for returns are increasing which is tending to favour products that may involve higher risk
Raiffeisen Immobilien Schweiz 4Q20
Raiffeisen Economic Research hat die Ausgabe Q4 ihrer Immobilien-Studie publiziert. In der Zusammenfassung der Ergebnisse heisst es:
[Bei den Mietwohnungen] hat sich die Leerstandquote von 2.63% auf 2.76% er-höht. Die zwar abnehmende, aber weiterhin hohe Bautätigkeit hat den Mietwohnungsleerstandweiter in die Höhegetrieben. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass er vor allem dort steigt, wo es ohnehin schon viele leerstehende Objekte gibt. Vielerorts sind mit den Leerständen die An-gebotsmieten deutlich unter Druck geraten. Damit konnten Neubauwohnungen gegenüber Altbauten an Attraktivität gewinnen. So konzentriert sich der Anstieg der Leer-stände in den letzten Jahren verstärkt auf Altbauwohnungen.
Neben der Entwicklung der Leerwohnungen gehen wir in dieser Ausgabe der Frage nach, wem unsere Mietwohnungen eigentlich gehören. Das Ergebnis dürfte viele überraschen: Rund die Hälfte aller vermieteten Wohnungen sind im Besitz von Privatpersonen. Von einer Dominanz der Immobilienfirmen oder Investmentgesellschaften kann also keine Rede sein. Im Zuge des Baubooms der letzten Jahre haben sich die Besitzverhältnisse aber deutlich zugunsten der institutionellen Investoren verschoben. Ob diese Entwicklung wünschenswert ist, ist schwierig zu beantworten. Aus einer reinen Risikoperspektive ist die wachsende Professionalisierung des Marktes, gerade angesichts der steigenden Leerstände, sicher nicht schlecht. Grosse, risikobewusste Investoren dürften gegenüber Marktveränderungen und Krisen deutlichweniger anfällig sein.
ASIP-Umfrage zu nachhaltigen Anlagen
Der Pensionskassenverband hat bei seinen Mitgliedern eine Umfrage zum Thema ESG und Anlagen durchgeführt. Es haben 160 Kassen oder 22% der Mitglieder teilgenommen. Die Ergebnisse werden als repräsentativ bezeichnet. Der Verband schreibt dazu in einer Mitteilung:
Die zentralen Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass für die 160 befragten Pensionskassen die Hauptmotive für die Umsetzung von ESG/ Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie zum einen Nachhaltigkeit aus Überzeugung, zum anderen der Nutzen für das Risikomanagement sind. So verwendet bereits mehr als die Hälfte der befragten Pensionskassen die Ausschlussliste des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen SVVK-ASIR, und über ein Drittel haben eine Nachhaltigkeitsstrategie in ihrem Anlagereglement verankert.
Rund 60% bis 80% der Pensionskassen, die in Aktien und Obligationen investiert sind, befassen sich mit einer Nachhaltigkeitsstrategie bzw. mit der Umsetzung sowohl von ESG-Negativ- als auch ESG-Positivkriterien. Nachhaltigkeitsstrategien finden aber auch bei über der Hälfte der in Immobilien und Private Equity investierten Pensionskassen Anwendung. (…)
Wie Pensionskassen diesen Risiken im Rahmen des Anlageprozesses konkret Rechnung tragen, steht aber immer in der Verantwortung der obersten Führungsorgane. Sie tragen letztlich auch die treuhänderische Verantwortung für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Bewirtschaftung der Vermögen ihrer Versicherten. Die Forderungen nach weiterer Regulierung sind daher nicht zielführend. Es braucht diesbezüglich keine Regulierung des Gesetzgebers. Der Verband erinnert daran, dass mehr Regulierung die Bürokratie verstärkt, und damit auch die Verwaltungskosten unnötig aufbläht, aber zu keinem Zusatznutzen führt.
ESG, drei Buchstaben – was bedeuten sie wirklich?
Vor rund 20 Jahren kamen für institutionelle Anleger in der Schweiz die ersten nachhaltigen Lösungen auf den Markt. Diese führten aber ein Schattendasein aufgrund ihrer zum Teil unterdurchschnittlicher Resultate. Heute ist vieles anders. Die ESG Umsetzungen bleiben nicht hinter den «normalen» Umsetzungen zurück und die Relevanz der Thematik nimmt bei Investoren stetig zu, einerseits aufgrund sozialer Veränderungen in der Gesellschaft, gestiegene Wahrnehmung und entsprechende Regulationen.
ESG ist in aller Munde, aber was es für ein Portfolio genau bedeutet, ist oft nicht genau bekannt. ESG steht für Environmental, Social, Corporate Governance. Es ist also nicht nur die Rücksichtnahme zur Umwelt, sondern auch gegenüber den Mitarbeitenden und gegenüber der Gesellschaft. AON befasst sich mit dem Thema in Nr. 6/20 ihrer Mitteilungen mit dem Thema.







