Läuft und läuft …
Die Zahlen 2016 der PKRück sind erfreulich. Neben dem Anstieg der Versicherten, der Ausdehnung des Marktanteils und dem hohen Jahresgewinn wuchs auch das Eigenkapital um 9 Prozent auf 61 Millionen Franken. Die erstmals nach Solvenz II berechnete Solvenzquote liegt bei komfortablen 233 Prozent, was mehr als dem Doppelten des aufsichtsrechtlichen Minimums entspricht. Damit bietet die PKRück höchste Sicherheit.
Die Zahl der bei PKRück versicherten Personen stieg 2016 um 6,3 Prozent bzw. um 11’000 auf 186’000 Versicherte. Damit einher ging ein Zuwachs der Bruttoprämien um 3,6 Prozent von 122,0 Millionen auf 126,4 Millionen Franken. Der leicht geringere Anstieg der Prämien im Vergleich zur Anzahl der Versicherten verdeutlicht das nach wie vor rückläufige Preisniveau im Markt. Die PKRück geht jedoch davon aus, dass die Preise die Talsohle erreicht haben und das bestehende Prämienniveau keine weiteren Preisnachlässe zulässt.
Erhebung zu Freizügigkeit und Säule 3a
Nach der ersten Datenerhebung im Vorjahr hat der Verein Vorsorge Schweiz zum zweiten Mal eine Datenerhebung für das Berichtsjahr 2016 durchgeführt. Insgesamt haben 36 Mitgliedsinstitute, die mit rund 85 Mrd. Franken 55% des Freizügigkeits- und 3a-Kapitals vereinen, an der Erhebung teilgenommen. Sie wurde neu in Kooperation mit der Stiftung Auffangeinrichtung mit Fragen rund um die kontaktlosen Vermögen erweitert. Die wichtigsten Erkenntnisse:
Freizügigkeitsstiftungen
• Zunahme der Konten um 3.0% (20152: 2.4%) respektive 4.0% (4.8%) bei den Depots in der Berichtsperiode
• Wertschriftendurchdringung mit durchschnittlich 13.5% (13.0%) beinahe halb so hoch wie in der Säule 3a
• Wertschriftendurchdringung steigt pro Alterskohorte kontinuierlich an bis zu 17.3% bei den 55 bis -65-Jährigen
• Vorzeitige Auszahlungen etwa für Wohneigentumsförderung (WEF) oder definitives Verlassen der Schweiz unverändert niedrig und leicht fallend bei 1.7% (2.0%)
Säule-3a-Stiftungen
• Zunahme der Konten um 4.7% (2015: 5.3%) respektive 9.2% (7.7%) bei den Depots in der Berichtsperiode
• Wertschriftendurchdringung mit durchschnittlich 22.7% (21.4%) fast doppelt so hoch wie bei Freizügigkeitsstiftungen
• Wertschriftendurchdringung steigt pro Alterskohorte kontinuierlich an mit einem Höhepunkt bei den 45 bis 54-Jährigen bei 28.3%
• Vorzeitige Auszahlungen für WEF oder definitives Verlassen der Schweiz unverändert niedrig bei 1.7% (1.7%).
Immobilien-Käufe der PKs in Australien
Im Fokus der Immobilienkäufe von Schweizer Pensionskassen steht nicht nur die Schweiz. Ein beliebter Standort sind die beiden Städte Sydney und Melbourne in Australien. Besonders Geschäftsimmobilien sind begehrt. Mit den Käufen am anderen Ende der Welt wollen die Pensionskassen ihr Portfolio diversifizieren.
Australien ist als Ziel beliebt, weil das Land als stabil und transparent gilt. Seit 25 Jahren hat es keine Rezession mehr gegeben. Doch einige Ökonomen warnen vor einer Immobilienblase, was auch die Pensionskassen treffen würde.
Wie die Pensionskassen in Australien vorgehen, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.
EU: Stress mit Stresstest
Wie widerstandsstark ist der Pensionskassenmarkt in Europa? Das ist die finale Frage, welche die EU-Aufseher klären möchten. Bei dem Prozess handelt es sich um ein so genanntes “double-hit-Szenario”, das fallende Zinssätze und einen Wertverfall der Assets simuliert.
Gabriel Bernardino, Chairman von Eiopa: “Der zweite Eiopa-Stresstest der Pensionskassen soll die Effekte von ungünstigen Marktbedingungen auf Pensionskassen, Mitglieder und Begünstigte testen. In einem zweiten Schritt sollen die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die finanzielle Stabilität analysiert werden. Das wird Daten zur Verletzlichkeit des Pensionsmarktes bereitstellen und Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft aufzeigen.”
Beim letzten Stresstest kam die Eiopa zu dem Ergebnis, dass eine lange Niedrigzinsphase die deutschen Lebensversicherer deutlich härter treffen als die meisten ihrer europäischen Wettbewerber. Für die deutschen Aktuare kam das Ergebnis jedoch wenig überraschend: “Inwiefern in einem stark regulierten Markt wie dem Versicherungssektor der Eiopa-Stresstest zusätzliche Erkenntnisse liefert, ist für uns nicht ersichtlich”, erklärte der damalige DAV-Chef Wilhelm Schneemeier.
UBS PK-Performance: April 2017
Die UBS kommentiert die Resultate ihres Performance-Index für April 2017 wie folgt: Nach einem flauen Start in den April gewannen die Finanzmärkte nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich kräftig an Fahrt. Die deutlich gesunkene Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Marine le Pen und der Ausschluss Jean-Luc Mélenchons aus dem Rennen reduzierten die im Markt vorhandene Risikoaversion deutlich und verliehen den Aktienmärkten in den letzten Tagen des Aprils erneuten Schwung. Dabei trug die Abschwächung des Schweizer Frankens zur Performance der Wertschriften bei.
Die Pensionskassen im Sample erzielten im April mit einer durchschnittlichen Monatsperformance von 0,94% deutlich höhere Renditen nach Gebühren als im Vormonat. Die kleinen Vorsorgewerke mit unter 300 Mio. Franken Vermögen verbuchten mit 1,07% das beste Ergebnis, gefolgt von den mittleren mit 300 Mio. bis CHF 1 Mrd., welche 0,92% erwirtschafteten. Am schlechtesten schnitten die grossen Pensionskassen mit verwalteten Vermögen über 1 Mrd. Franken mit 0,77% Monatsrendite ab.
US faces crisis as pension funding hole hits $3.85tn
US cities and states face a “looming crisis” after the collective funding hole in the public pension system jumped by $434bn in just one year, raising fears of further Detroit-style bankruptcies.
According to academic research shared exclusively with FTfm, US public pension funds lack $3.85tn that they need to pay the retirement benefits of current and retired workers.
Joshua Rauh, author of the research and a professor of finance at Stanford Graduate School of Business, said: “[The large deficit in US public pensions] is a looming crisis. It is particularly a near-term issue for a number of cities.”
The situation is especially difficult for cities such as Chicago, which Mr Rauh estimates has unfunded pension liabilities that equal 19 years of the city’s tax revenues.
Erste Kontroversen um die Verordnungen zur AV2020
Der Tages-Anzeiger berichtet über die Arbeit des BSV an den Verordnungen zur Altersvorsorge 2020 mit ihren vielen Gesetzesänderungen. Kreise, die mit den ersten Entwürfen vertraut sind, aber daran keine Freude haben, werden Sie wohl dem TA zugespielt haben. Bundeshausredaktor Fabian Renz schreibt:
Die Bundesverwaltung tüftelt schon jetzt an den Verordnungen herum, in denen die Fein- und Einzelheiten des gewaltigen Gesetzesprojekts geregelt sind. Wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf Anfrage bestätigt, werden die Verordnungsentwürfe noch vor der Abstimmung in eine öffentliche Vernehmlassung geschickt. Der Start erfolge voraussichtlich «in den nächsten Wochen».
Vor allem ein Vorschlag sorgt im Hintergrund jetzt schon für Kontroversen. Es geht um die Menschen, die bei Inkrafttreten der Reform mindestens 45 Jahre alt sind. Für diese sogenannte Übergangsgeneration enthält die Gesetzesvorlage eine spezielle Schutzklausel: Den Betroffenen wird garantiert, dass sie aus der Pensionskasse mindestens gleich viel Geld erhalten, wie es unter den heutigen Regeln der Fall wäre – der tiefere Mindestumwandlungssatz würde ihnen also keine Verluste verursachen.
Der noch interne Verordnungsentwurf des BSV sieht nun aber vor, dass dieser Schutz nur gilt, wenn man bis zum 65. Geburtstag arbeitet. Wer früher aufhört, bekäme die Verluste nicht ausgeglichen. Vor allem ältere Jahrgänge könnte dies empfindlich treffen, da ihnen die Zeit fehlt, sich ein grösseres Altersguthaben anzusparen.
Der “Ritter der Renten”
Was muss man vollbringen, um zum “Ritter der Renten” geschlagen zu werden? Wir wissen es nicht und erfahren es leider auch nicht aus dem Interview, das die Unia-Zeitung “work” mit Urban Hodel, dem Geschäftsführer des PK-Netz, geführt und ihm dabei den Titel verliehen hat. Zweifellos liegen ihm aber die Interessen der Arbeitnehmer am Herzen, und besonders auch die AV2020. Auszüge:
work: Urban Hodel, die Pensionskassen senken die Renten, weil die Zinsen tief sind. Manche senken den Umwandlungssatz, der die Jahresrente bestimmt, sogar massiv. Ist das angemessen?
Urban Hodel: Ein grosser Teil ist Schwarzmalerei. Man handelt nach der Devise «Gürtel enger schnallen auf Vorrat». Gewisse Probleme sind real. Das Zinsniveau ist tief. Es braucht zweifellos Anpassungen.
In diesem Ausmass? Noch vor kurzem lag der Umwandlungssatz bei 6,5 Prozent und mehr.
Man muss sehen, dass schon kleine Zinsänderungen wegen des Zinseszinseffekts starke Auswirkungen auf die Rente haben. Rund ein Drittel der Rente wird aus den Zinsen erwirtschaftet. Im Kapitaldeckungsverfahren, das wir in der zweiten Säule haben, ist die Abhängigkeit von Zinsen sehr stark. Aber die Reaktionen auf die Tiefzinssituation sind definitiv zu heftig. Deshalb fordern wir unsere Stiftungsräte auf, dieser Panikmache nicht zu folgen.
Ein verhaltenes Ja zur AV2020
pw. Selten war in der Öffentlichkeit wie auch in Fachkreisen die Diskussion um Stand und Zukunft der Beruflichen Vorsorge so intensiv wie gerade jetzt. Davon war an der Mitgliederversammlung des Pensionskassenverbands jedoch wenig zu spüren. Die Traktanden – inklusive Jahresrechnung, Jahresbericht des Präsidenten und Ausführungen zum Resultat der Umfrage über die Beurteilung der Altersvorsorge 2020 – beanspruchten gerade einmal 31 Minuten. Keine Frage, keine Wortmeldung, keine Diskussion. Stillschweigend und jeweils einstimmig und ohne Enthaltung wurden die einzelnen Traktanden verabschiedet.

ASIP-Präsident Jean Rémy Roulet bei seinem Referat an der ASIP-Mitgliederversammlung in Bern. Rechts im Bild Direktor Hanspeter Konrad und Vizepräsident Christoph Ryter.
Denkbar, dass dies Ausdruck der verbreiteten Stimmung im Lager der 2. Säule ist. Teile der Mitglieder sind entschieden gegen diese Vorlage, andere – die Mehrheit – unterstützen sie, aber ohne grossen Enthusiasmus. Der Parlamentsentscheid wird vielfach als alternativlos angesehen und als das kleinere Übel, verglichen mit der Ablehnung und den damit verbundenen, schwer voraussehbaren Folgen.
Das spiegelt sich in den Resultaten der Umfrage, welche im April durchgeführt wurde. Von den 935 Mitgliedern haben lediglich 188 teilgenommen, davon lehnen 29 die Vorlage ab, 159 sind grundsätzlich dafür, davon 60 mit Vorbehalt. Von allen Mitgliedern haben sich damit nur knapp 100 explizit und zustimmend zur Vorlage geäussert.
Wie Direktor Hanspeter Konrad ausführte, wird sich der Verband elektronisch in den Abstimmungskampf einschalten und sich primär mit “Fact Checking”, Aufklärung und Informationen zu den zahlreichen Elementen der Vorlage äussern. Der ASIP wird sich jedoch keinem Abstimmungskomitee anschliessen.
Konrads Ausführungen machten deutlich, dass dem Verband viel am Erfolg der Vorlage liegt. Aber erst muss er noch Überzeugungsarbeit in den eigenen Reihen leisten. Die aktive Unterstützung, die er sich bei den Mitgliedern erhofft, scheint jedenfalls nicht gesichert, zumal die Arbeitgeber in vielen Fällen ein politisches Engagement ihrer Pensionskasse nicht gerne sehen. Ob das beauftragte PR-Büro daran viel ändern kann, ist fraglich.
Seniorenrat unterstützt AV2020
An ihrer Delegiertenversammlung unterstützten sämtliche SSR-Delegierte, mit einer Ausnahme, die Vorlage des Parlamentes. Nachdem in den letzten 20 Jahren alle Reformvorhaben an der Urne gescheitert waren, sollte im Herbst eine Rentenvorlage an der Urne wieder einmal erfolgreich werden, schreibt der SSR. Die laufenden Renten blieben gesichert und für Neurentner sei erstmals seit langem ein AHV-Ausbau vorgesehen. Eine Erhöhung des Mehrwertsteuer-Satzes um 0,6 Prozent sichere die Finanzierung der AHV für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Es würden aber weiterhin Sanierungsmassnahmen notwendig sein.
UBS-Studie: Zweite Säule vor Negativspirale?
pw. “Wachsen Pensionskassen-Vermögen unendlich?” ist eine von Veronica Weisser und Tobias Knoblich verfasste Studie der UBS überschrieben. Zweifellos nicht; die Frage ist eher, wann ist beispielsweise in der Schweiz der Gipfelpunkt der Vermögensakkumulation erreicht und was bedeutet der Übergang von einer wachsenden zu einer stabilen oder gar schrumpfenden Bilanzsumme in der 2. Säule?
Die Antwort ist abhängig von demographischen Faktoren, aber auch von der Entwicklung der Kapitalmärkte. Zu beidem lassen sich diverse Szenarien konstruieren und kombinieren.
Je nach Entwicklung der massgebenden Faktoren sehen die Autoren der Studie die Gefahr einer Negativspirale für das System der beruflichen Vorsorge. Sie schreiben:
Übersteigen (…) die Abflüsse aus einer Pensionskasse aufgrund der in Zukunft stark steigenden Rentnerzahlen die Zuflüsse und kann die Differenz nicht oder nur unvollständig mit den erwirtschafteten Renditen ausgeglichen werden, so droht eine Negativspirale. Bei schrumpfenden Vermögen und einer wachsenden Anzahl Rentner sinken die Risikofähigkeit und damit die Renditen einer Pensionskasse. Es müssten ständig Sanierungmassnahmen durchgeführt werden.
Hier liesse sich einwenden, dass bei korrekt gesetzten technischen Parametern (die man allerdings erst ex post kennt) die Negativspirale keineswegs zwingend ist, da die Verpflichtungen stets den vorhandenen Vermögen entsprechen und es folglich unerheblich ist, ob die einzelne Kasse oder das Gesamtsystem wächst oder schrumpft.
NZZ: “Hehre Versprechen und störrische Risiken”
Die Volatilität der Kapitalmärkte verträgt sich schlecht mit der Vorstellung, sichere BVG-Renten garantieren zu können. Professor Heinz Zimmermann weist zu Recht auf Widersprüche hin, schreibt Werner Enz in der NZZ zu einem Anlass der CFA Schweiz. Weiter heisst es in seinem Beitrag:
Zimmermann erinnerte an die Unmöglichkeit, über den Kapitalmarkt sozialpolitische Leistungsziele sicher zu erfüllen. Die Politiker, vor allem solche linker Provenienz, fordern «sichere Renten», aber geben keine Rechenschaft darüber, wie diese in der Praxis finanziert werden sollen. Zimmermann wies auf Umverteilungseffekte im BVG-System hin, die vielfältig, komplex und intransparent seien. Solange Geld einbezahlt werde, könnten für eine gewisse Zeit nach der Logik eines Ponzi-Systems übersetzte Renten ausbezahlt werden. Der Finanzmarktspezialist forderte eine Abkehr von garantierten Zinsen, mehr Eigenverantwortung und eine Risikokultur, die Anlagerisiken weniger als Störfaktor und mehr als Ertragsquelle werte.
Pensionskassen wenden sich von Ryanair ab
Gleich sieben grosse Pensionsfonds, die gemeinsam 300 Milliarden Euro Vermögen verwalten, verkaufen Ryanair-Aktien, berichtet die «Financial Times» . Unter anderem trennten sich die dänische Pensionskasse ATP und Folksam aus Schweden von dem Papier.
Einigen Anlageprofis laufe die Ryanair-Linie in Sachen Arbeitnehmerrechte und Sozialpartnerschaft eigenen Wertvorstellungen zuwider. Andere fürchteten, dass auf Ryanair eine Welle kostspieliger Gerichtsverfahren zurollen und das Bereederungsmodell der Airline in sich zusammenbrechen könnte. Tatsächlich muss sich Ryanair derzeit vielerorts unbequeme Fragen stellen lassen.
Primatwechsel der Stadt Bern
Trotz Systemwechsel bleiben die Renten sämtlicher städtischer Angestellter der Stadt Bern unangetastet. Die Steuerzahler kostet dies 40 Millionen Franken.
TA: “21-Milliarden-Loch der Pensionskassen”
Noch immer beanspruchen 39 Pensionskasse eine Staatsgarantie. Die finanzielle Situation der meisten ist aber so schlecht, dass sie noch längere Zeit darauf angewiesen sein werden. Wie sich aus den Zahlen des Berichts der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge errechnen lässt, fehlen ihnen zurzeit 21 Milliarden Franken. Die Mehrheit dieser Kassen werden von Gemeinden getragen, ein Dutzend von Kantonen, heisst es im Tages-Anzeiger.
Was die Kommission hinterfragte: Ende 2016 lagen nur noch 4 Prozent des Vorsorgekapitals dieser Kassen in Einrichtungen, die einen Deckungsgrad von mindestens 100 Prozent ausweisen und somit über mindestens so viel Vermögen verfügen wie sie ihren jetzigen und künftigen Rentnern auszahlen müssen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 16 Prozent. Er ist gesunken, obwohl die Renditen der Pensionskassen vergangenes Jahr deutlich gestiegen sind, bei jenen mit Staatsgarantie lag sie mit 3,9 Prozent gar noch höher als bei den anderen (3,6 Prozent). Von den Pensionskassen ohne Staatsgarantie sind 88 Prozent in Überdeckung. (…)
Nach Einschätzung von Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbands, kann man aktuell nicht von Versäumnissen reden, die liegen schon längere Zeit zurück. Die meisten Kassen seien die finanziellen und strukturellen Probleme angegangen und strebten zum Beispiel einen Deckungsgrad von mindestens 100 Prozent an. Konrad geht davon aus, dass in den betreffenden Kassen auch die Primatsfrage zur Diskussion stehen wird.




