Cash: Sieben einfache Geld-Tipps für Ihre Vorsorge
Nur wer früh und regelmässig seine Finanzen überwacht, kann im Ruhestand mit einem beruhigendem «Zusatzbatzen» rechnen. Sieben wichtige Ratschläge – gerade auch für jüngere Menschen.
Website of Belgian pension fund hacked
The website of Belgian pension fund Ogeo Fund was hacked , apparently targeted for containing the word “fund”. The site was hacked such that visitors were confronted with pornographic images, according to a report in the Belgian press that was confirmed by an Ogeo spokeswoman.
The €1.1bn multi-employer first pillar pension fund filed a complaint and asked a bailiff to confirm the piracy, according to the media report. The website was unavailable for several hours.
Complementa Risiko Check-up 2017
Complementa hat die Ergebnisse des Risiko Check-up 2017 publiziert. Dazu die wichtigsten Resultate:
Arbeitnehmer erhielten 2016 mit 1.7% eine gegenüber 2015 um 0.4% tiefere Verzinsung der Sparkapitalien. Diese Absenkung geht einher mit der Reduktion des BVG-Mindestzins, der um 0.5% auf 1.25% angepasst wurde. Für 2017 liegt der BVG-Mindestzins bei 1.0%, weswegen Complementa für 2017 von einer durchschnittlichen Verzinsung von 1.2% bis maximal 1.5% ausgeht.
Der real angewendete Umwandlungssatz wurde um 0.3% auf 5.8% ebenfalls gesenkt. Dieser Wert liegt damit bereits unterhalb der im Rahmen der Altersvorsorge 2020 diskutierten Anpassung des gesetzlichen Umwandlungssatzes von 6.8% auf neu 6.0%. Ferner sind bei den Pensionskassen weitere Absenkungen bereits geplant. Bis 2022 dürfte der durchschnittlich angewendete Umwandlungssatz um weitere 0.4% auf dann 5.4% fallen.
Pensionskassen versuchen, dem Tiefzinsumfeld jedoch nicht nur mit Leistungskürzungen zu begegnen. Bei der Vermögensbewirtschaftung sind sie auf der Suche nach ertragsreicheren Anlagen. Obligationen, welche zukünftig kaum noch Ertrag erwirtschaften dürften, werden zugunsten anderer Anlagekategorien abgebaut. So erhöhte sich die Quote der alternativen Anlagen in den letzten 3 Jahren von 6.2% auf 9.1%. Auch die Aktien- und Immobilienquote sind nochmals gestiegen.
Zudem ist erstmalig in der 2. Säule die Hälfte des Vermögens im Ausland investiert. Diese Umschichtungen haben das Ziel, die gesunkenen Renditeaussichten zu kompensieren, gleichwohl ist anzumerken, dass dies mit einem höheren Anlagerisiko einhergeht. Pensionskassen geben an, dass sie eine erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten dabei mehr fürchten, als einen möglichen Zinsschock oder Korrekturen bei den Immobilienpreisen.
Diversifikation der Vorsorgefinanzierung stärken
Roland Kriemler setzt sich in seinem Beitrag für eine umfassende Analyse der drei Säulen unserer Vorsorge mit Blick auf die aktuellen Marktverhältnisse wie auch die anstehende Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 ein. Er zeigt die Struktur der Vorsorge aus Sicht der Destinatäre, was keineswegs für eine Stärkung der AHV spricht, sondern angesichts des Potenzials von 2. und 3. Säule für eine Optimierung dieser zwei Säulen.
Nicht zuletzt mit Blick auf die AV2020 meint Kriemler: “Stellt man in der heutigen Debatte nur auf die 2015 erzielten, tiefen Pensionskassenrenditen von knapp 1 % ab und fordert die Stärkung der ersten Säule, verzichtet man auf einen Teil des Gewinnpotentials, welches bei den Pensionskassen aufgrund des Kapitaldeckungsverfahrens schlummert. Die AHV hingegen kann nur in geringem Ausmass von verbesserten konjunkturellen Entwicklungen profitieren. Somit ist die von einzelnen Exponenten ins Feld geführte Stärkung der AHV letztlich eine vertrauensbildende Massnahme hinsichtlich der Volksabstimmung vom 24. September 2017 und entspricht nicht einer adäquaten Finanzierung der Altersvorsorge..”
SRF Interview mit Manfred Hüsler, OAK
SRF hat Manfred Hüsler, Direktor der OAK interviewt. Zur Sprache kommen die Risikosituation bei Sammelstiftungen und die von der OAK geplanten Massnahmen. (Dauer: die ersten 3 Minuten der Sendung).
Allvisa Services übernimmt BvGe Management
Im Rahmen der Nachfolgeregelung übergibt Marcel C. Berlinger per 1. Juli 2017 die BvGe Management AG der Allvisa Services AG in Zürich. Ein weiterer personeller Ausbau der BvGe Management AG am Standort Wil SG ist geplant.
Die BvGe Management AG wird verstärkt und besteht neu aus 9 Mitarbeitern in Geschäftsführung und Verwaltung im Bereich der beruflichen Vorsorge. Neuer VR-Präsident der BvGe Management AG wird Roger Bergmann, geschäftsführender Inhaber der Allvisa Services AG.
Die BvGe Management AG wurde 2011 als Ausgliederung aus der Allvisa AG gegründet. Die Abspaltung der Allvisa Services AG (Geschäftsführungs- und Verwaltungsdienstleistungen) aus der Allvisa AG (Expertentätigkeit und Brokerage) und die Übernahme der BvGe Management AG sollen die Strategie einer unabhängigen Verwaltung und Geschäftsführung von Pensionskassen weiterführen.
OAK plant verbindliche Risikokennzahlen
In seinem Bericht über den Medienanlass der OAK anlässlich der Publikation ihres Berichts über die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen erwähnt Michael Ferber auch das schon seit längerem bestehende Vorhaben der Oberaufsicht, für alle PKs verbindliche Risikokennzahlen einzuführen. Ein Vorhaben, das unter anderem bei Teilen der Direktaufsicht auf scharfe Kritik stösst, was für die OAK aber kaum Grund sein dürfte, von ihren Plänen abzugehen. Ferber schreibt:
Da Sammeleinrichtungen und auch Gemeinschaftseinrichtungen untereinander im Wettbewerb stehen, könne ein risikoreicheres Handeln die Folge sein, hiess es bei dem Anlass. Folglich müssten Governance und Finanzierungssicherheit überprüft werden, bei Sammelstiftungen seien zusätzlich Anforderungen an die Transparenz zu stellen.
Die OAK Berufliche Vorsorge plant, für alle Vorsorgeeinrichtungen allgemein gültige, jährlich zu erhebende Risikokennzahlen einzuführen. Für Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen sind zudem zusätzliche Informationsanforderungen geplant.
Manfred Hüsler, Direktor des Sekretariats der OAK BV, sagte, es gehe dabei nicht darum, Solvenztests wie im Versicherungssektor einzuführen. Vielmehr sollten gewisse Basiskennzahlen fortgeschrieben werden, so dass sich die Entwicklung von Pensionskassen zeitnah verfolgen lasse. Die dafür anfallenden Verwaltungskosten bewegten sich in bescheidenem Rahmen, bei den Kassen fielen dadurch Beträge in Höhe von «wenigen tausend Franken» an.
Laut der OAK-Vize-Präsidentin Vera Kupper Staub ist es das Ziel, einen Minimalstandard für alle Pensionskassen zu Risikokennzahlen zu errichten. Als Beispiele nannte sie die Sollrendite oder die Sanierungsfähigkeit einer Pensionskasse. Die Risikokennzahlen sollten «kein Rating» sein.
TA: Reform ist «Angriff auf den Generationenvertrag»
Der Tages-Anzeiger berichtet über die Haltung der Wirtschaft zur Altersvorsorge 2020. Im Artikel heisst es:
Der Widerstand der Wirtschaft gegen die Altersvorsorge 2020 formiert sich. Nach dem Gewerbeverband hat heute auch Economiesuisse die Nein-Parole zur Rentenreform beschlossen. Den Lead im Abstimmungskampf übernimmt aber der Arbeitgeberverband.
Economiesuisse wird sich laut eigenen Angaben im Rahmen einer breiten Allianz aus Politik und Wirtschaft gegen die Vorlage engagieren. Den Lead bei der Abstimmungskampagne habe aufseiten der Wirtschaft der Arbeitgeberverband inne, erklärte Michael Wiesner, Kommunikationschef bei Economiesuisse, auf Nachfrage. Bei den politischen Parteien sei die FDP federführend.
Dass sich die Wirtschaft geschlossen gegen die AHV-Reform stellt, kommt nicht überraschend. Bereits nachdem das Parlament die Vorlage in der Frühjahrssession gutgeheissen hatte, waren die Reaktionen negativ ausgefallen. Aus Sicht der Wirtschaft wird das ursprüngliche Reformziel einer nachhaltigen Sicherung der AHV klar verfehlt.
PK Solothurn wird verselbständigt
Die Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) wird verselbständigt. Der Kantonsrat hat einen entsprechenden Antrag des Regierungsrates gutgeheissen.
Erweitert wird zudem der Kreis der Versicherten. Neu können sich auch Personen, die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit versichert sind oder im Hauptberuf eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben, bei der PKSO freiwillig versichern lassen.
Die zweigeteilte Vorlage des Regierungsrates wurde mit Ausnahme der Grünen wohlwollend aufgenommen und in der Schlussabstimmung mit je 96 Stimmen gutgeheissen. Zwei Mitglieder der Grünen enthielten sich der Stimme.
Juso gegen AV2020
Die Schweizer Jungsozialisten verweigern ihrer Mutterpartei bei der Rentenreform die Gefolgschaft. Die Mehrheit der JUSO-Delegierten sprach sich an ihrer Versammlung in Wohlen AG gegen die Altersvorsorge 2020 aus. Der Entscheid fiel mit 74 Nein- zu 12 Ja-Stimmen, wie die Jungsozialisten am mitteilten. Die Jungpartei beschloss ausserdem, dem linken Referendumskomitee beizutreten.
Blick /
OAK: Finanzielle Lage der VE 2016
Die Oberaufsichtskommission hat ihren Bericht zur finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtungen 2016 publiziert. In einer Mitteilung heisst es:
Die durchschnittliche1 erwirtschaftete Netto-Vermögensrendite aller Vorsorgeeinrichtungen betrug im Jahr 2016 3.7% (gegenüber 0.8% im Vorjahr). Obwohl diese verbesserte Rendite bei den meisten Vorsorgeeinrichtungen sowohl über der Verzinsung im Berichtsjahr als auch über dem technischen Zinssatz liegen dürfte, sind die individuell ausgewiesenen Deckungsgrade im Durchschnitt mit 103.0% konstant geblieben.
Per Ende 2016 wiesen 88% (87)% der privat- und öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie einen Deckungsgrad von mindestens 100% aus. Der entsprechende Anteil bei den wenigen noch verbleibenden öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Staatsgarantie betrug per Ende 2016 lediglich 4 (14)%. Die bestehenden Wertschwankungsreserven liegen bei sehr vielen Vorsorgeeinrichtungen aktuell weiterhin unterhalb ihrer Zielwerte.
Der durchschnittliche technische Zinssatz sank von 2.66% auf 2.43%. Aufgrund der sehr tiefen Obligationenrenditen ist zu erwarten, dass der Trend zu weiteren Senkungen beim technischen Zinssatz anhalten wird. Vorsorgeeinrichtungen mit relativ hohen technischen Zinssätzen, deren Deckungsgrad nur leicht über 100% liegt, müssen damit rechnen, dass eine notwendig werdende Senkung der technischen Zinssätze den entsprechenden Deckungsgrad unter die 100%-Marke und sie damit in den Sanierungsbereich fallen lässt.
Auch im Jahr 2016 haben viele Vorsorgeeinrichtungen die technischen Zinssätze und erstmals in stärkerem Ausmass die zukünftigen Zinsversprechen (insbesondere die Umwandlungssätze von Beitragsprimatkassen) gesenkt. Dennoch bleiben die durchschnittlichen künftigen Zinsversprechen mit 2.97% signifikant höher als die mittelfristigen Renditeerwartungen und die heute durchschnittlich verwendeten technischen Zinssätze von 2.43%.
Fees: Clear on management costs
Ueli Mettler und Benita von Lindeiner (c-alm) gehen in der IPE auf die hierzulande heiss umstrittene Frage der Vermögensverwaltungskosen ein. Sie schreiben u.a.:
Interestingly, disclosed costs have not only shown a strong increase from 2012 to 2013 – but have also, albeit to a much lesser degree, risen significantly from 2013 to 2014. This increase was probably partly the result of a lack of experience and less particularity on the auditors’ part – the first implementation of the new regulation was treated as a kind of grace period especially with respect to explicit transaction costs. At the same time, however, data show that the share of (expensive) alternative investments has risen from 6% in 2013 to 8.2% of total assets in 2015 – probably also accounting in part for the observed cost increase since 2013.
By now, only 7.2bps remain between disclosed costs and total cost measured in the cost survey. This difference can be attributed to implicit transaction costs such as spreads and to transaction and tax costs within collective investment vehicles.
The new cost regulation is considered to be highly successful both within Switzerland and abroad. Over 80% of formerly opaque costs are disclosed in the annual results today in a coherent, relatively simple and comprehensible way. All cost information is based on unambiguous and audited reports, ensuring full comparability with respect to level and quality.
Pensions in Switzerland: “Make or break”
Die Fachzeitschrift IPE hat in ihrer Ausgabe Mai 2017 eine Reihe von sehr lesenswerten Beiträgen der schweizerischen beruflichen Vorsorge gewidmet.
Barbara Ottawa beschäftigt sich mit der AV2020 und bringt dazu diverse Stimmen:
“I think it is very likely the draft will be rejected, given the complexity of the issue and the necessary efforts to reconcile all the different interests related to it,” says Peter Zanella, director at Willis Towers Watson Switzerland.
Willi Thurnherr, managing director at Aon Hewitt Switzerland, disagrees: “There is a good chance that people will approve the reform as a whole package.”
Heinz Rothacher, managing director at Swiss Complementa, is optimistic: “I think on 24 September the reform will be given the go-ahead, but only by a narrow margin. Because, by now, everyone – including parties, associations and unions – has realised that action is urgently needed.”
“Getting rid of the Koordinationsabzug would have cleaned up the currently too-technical BVG-system. This might also have led to a better understanding by the public. But the new formula with its varying discounts according to income makes the calculations extremely complex,” noted Peter Wirth Vorsorgeforum) in his commentary on the parliamentary decision. And he asked: “Is all that worth it for a drop in the conversion rate from 6.8% to 6%?”
BVK: Noch mehr Politik
Eine BVK DIVEST sich nennende Gruppierung hat sich jetzt neu in den immer heisser werdenden Wahlkampf für den Stiftungsrat der BVK eingeschaltet. Ihr geht es um Klimapolitik. In einer Mitteilung heisst es alarmistisch: “Die Altersvorsorge ist ein Risiko für den Klimaschutz”. Jetzt muss also der Stiftungsrat der Pensionskasse der drohenden Gefahr begegnen. Weiter wird ausgeführt:
Am 31. Mai werden mehr als 115’000 Versicherte ihre Stiftungsräte für die Arbeitnehmervertretung der BVK der Angestellten des Kantons Zürich, der nach Versichertenzahl grössten Pensionskasse der Schweiz, per e-Voting wählen. Die Klima-Allianz Schweiz und die Versicherten-Kontaktgruppe BVK DIVEST haben die Kandidierenden zu ihrer Einstellung zu Investitionen in fossile Energieunternehmen befragt und veröffentlichen eine Wahlempfehlung für «Renten ohne Risiko» – für Umwelt und Versicherte.
«Unsere Wahlempfehlung hilft jenen Versicherten, die sichere Renten und Klimaschutz verbinden wollen», sagt Geschäftsleiter Christian Lüthi. Der hohe Rücklauf der Umfrage zeigt, dass der Ausstieg aus den fossilen Anlagen auf der Agenda des BVK Stiftungsrates stehen wird.
NZZ Serie Pensionskassen
Die NZZ am Sonntag hat in den vergangenen Wochen das Thema Pensionskassen intensiv beackert und aus unterschiedlichsten Blickwinkeln analysiert. Die zehn Beiträge sind online verfügbar.





