“Alternativlos”
“Der Sozialpartnerkompromiss ist alternativlos” ist das Interview von Claude Chatelain mit SR Paul Rechsteiner in der Schweizer Personalvorsorge überschrieben. Auszüge:
Sie waren zu Beginn der Verhandlungen noch dabei?
Ja, bei der Eröffnung der Verhandlungen war ich dabei. Ich kann positiv vermerken, dass der Ansatz, der von den Sozialpartnern vertieft worden ist, das Ziel er reicht hat. Dies in der Logik eines Kompromisses. Wenn man den Kompromiss und auch die Botschaft gründlich studiert, muss man dem zustimmen, sofern man eine Lösung will. Sie ist alternativlos.
Alternativlos? Die Bürgerlichen inklusive CVP haben sich klar dagegen aus gesprochen.
Das waren Parteipositionen im Vernehmlassungsverfahren und in den Medien. Man darf aber davon ausgehen, dass die Mitglieder des Parlaments und vor allem der vorberatenden Kommissionen sich vertieft mit der Materie beschäftigen wer den. Dann werden sie feststellen, dass alle anderen Vorschläge vom ASIP bis zum Gewerbeverband zu massiven Renteneinbussen führen würden.
Zankapfel ist der Rentenzuschlag. Kritiker bemängeln, dass er zu einer systemfremden und dauerhaften Vermischung von umlagefinanzierter 1. und kapitalgedeckter 2. Säule führt.
Da haben sic etwas missverstanden. Der Zuschlag will Rentensenkungen für jene verhindern, die nur im Obligatorium versichert sind oder nur einen geringen überobligatorischen Teil haben und besonders auf die 2. Säule angewiesen sind.
Im BVG hat es immer schon Zuschüsse
gegeben, wie sie jetzt vorgeschlagen werden, zum Beispiel für die Eintrittsgeneration
oder bis heute für Kassen mit ungünstiger Altersstruktur.
Finanzperspektiven der AHV
SDA. Der AHV-Fonds dürfte in den kommenden zehn Jahren zunächst noch etwas zunehmen und dann massiv schmelzen, falls die AHV-Reform scheitert. Im vergangenen Jahr wies der AHV-Fonds einen Stand von 47,1 Milliarden Franken aus. Dieser dürfte bis 2023 auf 48,4 Milliarden Franken klettern. Danach beginnt die Talfahrt. Bis 2031 dürfte der AHV-Fonds lediglich noch 29,2 Milliarden Franken in der Kasse haben. Das jährliche Betriebsergebnis sinkt den Perspektiven zufolge von 1,9 Milliarden Franken im Plus auf ein Minus von 6,1 Milliarden im Jahr 2031.
Die geplante AHV-Reform 21 soll die Perspektiven allerdings erheblich verbessern. Laut den neuesten Berechnungen des Bundes könnten damit das jährliche Betriebsergebnis aufpoliert und das Kapital im AHV-Fonds bis 2031 auf 56,6 Milliarden Franken aufgestockt werden. Mit der nächsten AHV-Reform soll unter anderem das Frauenrentenalter auf 65 Jahre angehoben werden. Das Geschäft soll im März vom Ständerat behandelt werden. Ein Inkrafttreten ist für 2022 geplant. (sda/hzi/kbo)
Frauen und 2. Säule
Kaspar Hohler, Chefredaktor «Schweizer Personalvorsorge», hat sich mit Salomè Vogt (Avenir Jeunesse) und Eliane Albisser (PK-Netz) über die spezifischen Bedürfnisse von Frauen sowie von jungen Menschen in der 2. Säule unterhalten. Die beiden sind sich bezüglich sog. «Frauenfallen» in der Vorsorge relativ einig. In der Frage, ob hinsichtlich Umverteilung von jung zu alt die Solidarität überstrapaziert wird, gehen ihre Meinungen allerdings auseinander. Auszüge:
Gibt es «die» Frauenanliegen, die in der 2. Säule adressiert werden können und sollen?
Salomè Vogt: Frauen arbeiten öfters Teilzeit, auch für mehrere Arbeitgeber. Neue Arbeitsformen nützen daher eher Frauen. Entsprechend sollte man die Vorsorge anpassen. Frauen werden von der Senkung des Koordinationsabzugs eher profitieren, und das ist richtig so. Wenn ich eine Tochter hätte, würde ich ihr dies mit auf den Weg geben: Eine gute Vorsorge führt über eine gute Ausbildung, einen guten Job mit einem relativ hohen Lohn. Man muss sich von Anfang an überlegen, wie man seine Berufsbiografie definiert. Wenn man als Frau 100% zuhause sein möchte, kann eine Heirat zur Absicherung beitragen. Solche Sachen muss man sich, insbesondere als Frau, gut überlegen.
Die Vorsorge als Spiegelbild des Lebens- und Arbeitswegs. Gibt es «die» Frauenanliegen, Frau Albisser?
Eliane Albisser: Rund um den Frauenstreik wurde bereits viel Sensibilisierungsarbeit geleistet. In der 1. Säule gibt es systembedingt praktisch keine Unterschiede zwischen den Renten von Männern und Frauen. In der 2. Säule besteht hingegen ein Gender Pension Gap von 63%. Diese immense Differenz ist ein Beweis für die nicht vorhandene Gleichstellung zwischen den Geschlechtern. Die Rentensituation der Frauen ist besonders prekär, weil sich die 2. Säule an einer typischen männlichen Erwerbsbiografie orientiert. Die unterschiedlichen Erwerbsbiografien von Männern und Frauen widerspiegeln sich sodann in der Rentenhöhe. Die im grossen Umfang von Frauen geleistete Betreuungsarbeit wirkt etwa nicht rentenbildend. Das Resultat sind grosse Vorsorgelücken.
Erwerbslosenquote gemäss ILO erhöht sich auf 4,9%
Im 4. Quartal 2020 blieb die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal unverändert. Die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro erwerbstätige Person ging um 2,0% zurück. Im gleichen Zeitraum stieg die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) in der Schweiz von 3,9% auf 4,9% und in der EU von 6,6% auf 7,5%. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor.
BFS: “Erfahren Sie mehr”
Das Bundesamt für Statistik preist in einer Meldung die neu publizierten Kennzahlen der Pensionskassenstatistik 2015-19 an. Es schreibt: “Entdecken Sie die wichtigsten Informationen zum Vermögen, den Beiträgen sowie den Leistungen aller Pensionskassen in einer praktischen Broschüre zusammengefasst. Erfahren Sie mehr über die Anzahl aktiver Versicherter, Rentner, Kapitalbezüger sowie deren Leistungen. Blicken Sie auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre in der beruflichen Vorsorge zurück.” Das geben wir doch gerne weiter.
Mehr Inflation, bitte
Sie nennen ihr Projekt «SNB Observatory» und wollen damit eine Debatte über die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank initiieren. Würde diese den Vorschlägen folgen, müsste sie ihr Konzept grundlegend ändern. Beteiligt sind die drei Ökonomen: Yvan Lengwiler, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Basel und von 1994 bis 2001 wissenschaftlicher Berater der SNB; Stefan Gerlach, früher Vizepräsident der irischen Notenbank, jetzt Chefökonom der Bank EFG; Charles Wyplosz,Graduate Institute, Genf. Die NZZ schreibt dazu:
In ihrem Paper argumentieren die drei Ökonomen nun, die Schweiz habe unter den herrschenden Bedingungen «zu viel des Guten»; die Inflation sei zu tief. Sie warnen vor Deflation und sehen die Handlungsfähigkeit der SNB eingeschränkt, weil deren Zins mehr oder weniger an der faktischen Untergrenze verharre und ihr nur noch übrig bleibe, das Preisniveau mit massiven Interventionen über den Wechselkurs zu steuern.
Die Ursache orten die Ökonomen einerseits in der (zu) erfolgreichen Inflationsbekämpfung der SNB und in strukturellen Faktoren, die die Inflation und den Gleichgewichtszins über die letzten Jahrzehnte gesenkt haben. Andererseits argumentieren sie, die Inflationserwartungen seien übermässig gesunken. Als Gegenmittel schlagen sie vor, dass die Nationalbank Preisstabilität nicht länger als eine Teuerung zwischen 0 und 2% definiere und auch Abweichungen unter null toleriere, sondern stattdessen ein Punktziel von 2% festlege.
Um dieses Ziel herum solle die Teuerung über die Zeit ausgeglichen schwanken müssen. Das hätte ihrer Ansicht nach zwei Vorteile: Wenn allgemein eine höhere Inflation erwartet würde, müsste erstens die SNB normalerweise weniger tiefe Zinsen setzen und zweitens würde eine Anpassung der realen Löhne und Preise einfacher, als dies bei stabilen oder gar sinkenden Preisen der Fall ist.
Junge Freisinnige und die Altersvorsorge
Mit ihrer Renteninitiative wollen die Jungfreisinnigen die Altersvorsorge nachhaltig sichern. Wie das funktionieren soll, erläutern Patrick Eugster (Präsident Initiativkomitee) und Matthias Müller (Präsident Jungfreisinnige Schweiz) im Interview mit HZ. Auszüge:
Tatsächlich gestalten sich Reformbemühungen in der Altersvorsorge traditionell schwierig. Warum kann sich die Politik bei diesem wichtigen Thema nicht auf zukunftsfähige Lösungen einigen?
Müller: Die fehlgeschlagenen Reformen der vergangenen Jahre haben eines gemeinsam: Sie alle zielten darauf ab, einzelnen Wählergruppen zusätzliche Ansprüche zu gewähren. Zudem mangelte es den bisherigen Massnahmen grundsätzlich an Nachhaltigkeit.
Wo liegen die Gründe dafür?
Eugster: Die Politik ist darauf ausgerichtet, das Interesse von Wählermehrheiten umzusetzen. Leider lässt sich mit diesem kurzfristigen Denken die Altersvorsorge nicht nachhaltig sanieren.
Und das ist bei Ihrer Initiative anders?
Müller: Ja! Mit unserer Initiative wird die Altersvorsorge strukturell saniert. Dafür haben wir drei konkrete Schritte vorgesehen: Wir fordern das Rentenalter 66 für beide Geschlechter und eine anschliessende Kopplung an die Lebenserwartung. Viele westeuropäische Länder tun das übrigens heute schon. Das gesamte System soll so reformiert und entpolitisiert werden, damit unsere Renten nachhaltig gesichert sind.
Dutch pensions fear new law to become straightjacket
IPE. The draft of the new Dutch pension law, which was under consultation until yesterday, limits pension funds in several respects, according to Pensioenfederatie, the Dutch association for pension funds.
The association wants more possibilities for pension funds to determine the risk appetite of their members, how to attribute returns to the different age groups in a fund and how to share longevity risk, it said in its 18-page official response to the consultation. Pensioenfederatie also fears a possible tsunami of secondary regulation that could reduce pension funds’ room for manoeuvre even further.
“In no less than 20 instances, the draft law leaves the possibility for more, lower-level regulation,” said policy advisor Marcel Lever, commenting on the draft law in a call with journalists.
“This of course means we can at this stage only give a generic opinion about the draft law because so many details remain unclear. But details can be of decisive importance.”
The association is therefore demanding a “careful process” to determine this lower-level regulation. “It’s important this will be available for consultation before the law is sent to parliament [after summer],” the organisation said.
PKs verstärken Konkurrenz im Hypomarkt
Moneypark schreibt in ihrem Blog zur aktuellen Zinssituation auf dem Hypothekarmarkt:
Die Analyse von effektiv abgeschlossenen 10-jährigen Festhypotheken zeigt, dass im Jahr 2020 neue Rekordmarken an möglichen Einsparungen gesetzt wurden und dies trotz tiefem Zinsniveau. Hypothekarnehmer, die Zinsen vergleichen, sparten 2020 beim Abschluss einer 10-jährigen Hypothek durchschnittlich 22 Prozent gegenüber dem Richtsatz.
Ein gewichtiger Grund dafür ist der vermehrte Einstieg von Pensionskassen in die Anlageklasse Hypotheken. Die Einsparungsmöglichkeiten korrelieren mit dem vermehrten Abschluss von Hypotheken bei alternativen Kapitalgebern. Die Aussichten sind gut, dass sich auch 2021 der Wettbewerb unter den Anbietern verstärkt und damit sehr attraktive Hypothekarkonditionen möglich sind.
Gewerbemieten im 2. Lockdown
pw. Während sich die Zweifel an Sinn und Zweck des bundesrätlich und gegen den Willen der Kantone durchgesetzten zweiten Lockdowns exponentiell mehren, werden die in Kauf genommenen Kollateralschäden zunehmend erkennbar.
Der Detailhandel und die Gastbetrieben, welche vielfach den Grossteil ihrer Reserven bereits in der ersten Runde im Frühjahr verbrauchten, plagen Existenzsorgen.
Der Arbeitgeberverband, noch bis gestern in Nibelungentreue hinter dem Bundesrat stehend und alle Massnahmen treuherzig akzeptierend, macht sich auf Druck der Mitgliederverbände erstmals Gedanken um die wirtschaftlichen und menschlichen Konsequenzen der Massnahmen und äussert zaghaft erste Forderungen nach einer Lockerung. Und er spricht – welche Überraschung – von Selbstverantwortung.
Und unweigerlich kommt jetzt die Frage der Gewerbemieten wieder aufs Tapet. Das überrascht nicht, weil auf Seite der Vermieter die Lust merklich geschwunden ist, Kosten für die staatlichen Ad hoc-Massnahmen zu übernehmen. Das Parlament hat seinerseits mit den wirren und unhaltbaren Projekten für erzwungene Mietreduktionen seinen Teil zu den Problemen beigetragen.
Die geplagten Mieter suchen sich zu wehren und der “Blick” ist dafür eine beliebte Plattform. Dass die Zeitung an vorderster Front steht wenn es gilt, harte Massnahmen zu fordern, steht für einmal im selben Blatt.
Wie schon im Frühjahr sieht sich die Zürcher BVK in der Schusslinie. In der Abwägung zwischen den Eigeninteressen, der sozialen Verantwortung und der öffentlichen Wahrnehmung muss sie einem schmalen Pfad folgen. Steht man aber einmal in der Schusslinie der Medien, sind Schusswunden wohl unvermeidlich.
Der Bundesrat und auch kantonale Regierungen (zuvorderst jene von Basel-Stadt mit ihrem unsäglichen bis skandalösen Verhalten) verlieren an Glaubwürdigkeit. Absehbar ist eine unfruchtbare Schuldzuweisung hüben und drüben. Wenn nicht sehr rasch Lockerungen in Kraft treten, dürfte sich eine hässliche Diskussion entwickeln. Die Pensionskassen als grosse Immobilienbesitzer und Vermieter dürften ihren Teil davon abbekommen.
5,2% Rendite für 2020
compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) schliesst das Jahr 2020 mit einer Performance von 5,22 %. Das Vermögen beläuft sich insgesamt auf 38’543 Mio. Franken, verglichen mit 36’440 Mio. Franken Ende 2019. Die Ungewissheit über die Mittelzuflüsse führten dazu, dass die Anstalt den Liquiditätsanteil erhöhte.Dadurch verfügte compenswiss stets über genügend flüssige Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Gemäss STAF-Entscheid flossen im Jahr 2020 zum ersten Mal zusätzliche Mittel in der Höhe von rund 2 Mrd. Franken in den AHV-Fonds.
Jungbürgerliche kontra Pfister
Der Blick versammelt in einem Beitrag Kommentare der Jungparteien von SVP und FDP zur Referendumsdrohung von Mitte-Pfister gegen die AHV-Reform gemäss SGK-S. Sie sind nicht amüsiert.
«So ein Abbau der Frauenrenten kommt nicht in Frage», so Pfister. Notfalls werde seine Partei sogar das Referendum dagegen ergreifen. Eine klare Warnung an die bürgerlichen Partner, bei der AHV-Reform nicht zu überborden.
Eine Warnung, die bei den rechten Jungparteien schlecht ankommt. «Die Jungen verlieren gerade komplett die Hoffnung, jemals eine Altersrente, wie wir sie heute kennen, zu kriegen», klagt JSVP-Präsident David Trachsel (26). Die allermeisten würden merken, dass das AHV-System nicht mehr funktioniere und die finanziellen Löcher gigantisch seien.
Immer mehr Leute, darunter insbesondere Junge, seien bereit, länger zu arbeiten, ist Trachsel überzeugt. Dass Frauen gleich lang wie Männer arbeiten sollen, sei für die Junge SVP eine Selbstverständlichkeit.
«Vor diesem Hintergrund ist es für uns ein Hohn, dass Mitte-Präsident Gerhard Pfister selbst Minimalschritte in die richtige Richtung – wie Rentenalter 65 ohne oder mit nur geringen Ausgleichsmassnahmen – torpediert und kurzsichtige linke Anliegen mit aller Gewalt durchsetzen möchte», ärgert sich Trachsel über Pfisters Referendumsdrohung. Pfister mache damit Linkspopulismus auf Kosten der jungen Generation.
Harsch reagiert auch Jungfreisinnigen-Präsident Matthias Müller (28). Er sieht in Pfisters Aktion einen Beleg dafür, dass die Altersvorsorge-Politik nur von kurzfristigem Denken geprägt sei. «Derweil türmen sich die Schuldenberge in der ersten Säule», so Müller. «Die Leidtragenden sind wir Jungen.»
Es sei offensichtlich, dass das Parlament nicht in der Lage sei, die AHV für die Zukunft zu sichern. «Statt das Defizit zu reduzieren, werden Leistungen auf Pump ausgebaut.»
Plattform für das Schweizer Asset Management
Die neue online Plattform beautycontest.ch verbindet qualifizierte Investoren mit Asset Managern in der Schweiz. Sie ermöglicht die anonymisierte Suche nach geeigneten Assets und Asset Managern vor dem aufwendigen Auswahlverfahren (beauty contest). Die Plattform ist sowohl Suchmaschine wie auch Branchenbuch. Am 1. Dezember 2020 ist der Pre-Launch erfolgt.
Gemäss eigener Darstellung verfolgt beautycontest.ch das Ziel, die Anbieter und das Angebot des Schweizer Asset Marktes im Speziellen für Privatmarktanlagen übersichtlicher und transparenter zu machen. Dazu gehört auch die neue Gruppe «Asset Market Switzerland» auf LinkedIn. Die Dienstleistung ist für Investoren wie Asset Manager kostenlos. Bereits sind 40 Asset Manager dabei. Darunter Anbieter wie Baloise Asset Management, Mobiliar, Schroders Blue Orchard, Allianz Global Investors, Partners Group oder NN Investment Partners.
Pictet: Performance von Aktien und Obligationen 1926-2020
“Der durchschnittliche jährliche (annualisierte) Wertzuwachs einer Anlage am Schweizer Aktienmarkt lag im Zeitraum von Anfang 1926 bis Ende 2020 bei ca. 7,8%”, schreibt die Bank Pictet in ihrer jährlich erscheinenden Analyse der langfristigen Performanceentwicklung. Die Studie vergleicht die Performance von Schweizer Aktien mit denjenigen von Schweizerfranken-Obligationen seit Ende 1925.
Die Analyse der historischen Renditen zeigt, dass Schweizer Aktien bei Anlagezeiträumen von mehr als 13 Jahren in den letzten 95 Jahren keine Verluste einfuhren (mit Ausnahme des Crash von 1929). Im Kommentar wird festgehalten:
Der durchschnittliche jährliche (annualisierte) Wertzuwachs einer Anlage am Schweizer Aktienmarkt lag im Zeitraum von Anfang 1926 bis Ende 2020 bei ca. 7,8%. Unsere Analysen zeigen, dass ein Anleger, der zu Beginn des Jahres 1926 CHF 1000 in Aktien investiert hätte, diesen Betrag Ende des Jahres 2020 auf CHF 1 276 000 vermehrt hätte. Bei einer durchschnittlichen Kostenquote von 0,5% pro Jahr wären in den gleichen 95 Jahren Kosten in Höhe von ca. CHF 462’000 entstanden, sodass der Nettogewinn bei CHF 814’000 liegen würde.
Obwohl wir noch fünf Jahre warten müssen, bis wir über Daten eines ganzen Jahrhunderts verfügen, ist die Chance gross, dass der Schweizer Aktien-markt in den letzten 100 Jahren aus einer anfänglichen Investition von 1000 CHF 1 Million CHF gemacht hat.Eine Anlage in Schweizer Obligationen hätte über denselben Zeitraum von 1926 bis 2020 sehr viel weniger eingebracht.
Aus den anfänglich investierten CHF 1000 wären (vor Gebühren) CHF 50 000 geworden. Ein Ertrag, der nach Inflationsbereinigung kaum positiv geblieben wäre. Aufgrund der weltweit sehr niedrigen Zinsen dürfte sich daran auch in Zukunft nichts ändern.
UBS PK-Performance Januar 21
Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Januar insgesamt und innerhalb jeder Grössengruppe eine durchschnittliche Performance von –0,19% nach Gebühren. Seit Messbeginn 2006 erwirtschafteten die Pensionskassen eine Rendite von 63,86%.







