Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge OAK BV hat am 23. Juni 2025 die Weisungen W – 01/2025 «Mindestanforderungen an die Aufsichtstätigkeit der Aufsichtsbehörden nach Art. 61 BVG» publiziert.
Aufsicht
«Handlungsbedarf bei Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen»
Die SonntagsZeitung hat mit Vera Kupper Staub, Präsidentin der OAK, ein Interview zur Finanzierungssituation der Pensionskassen und zur Tätigkeit der Behörde geführt. Auszüge:
Hätten die Kassen angesichts der guten Anlageergebnisse nicht grosszügiger sein dürfen?
Nein. Mit dem Aufbau von Wertschwankungsreserven erhöhen die Pensionskassen ihre Stabilität und schaffen so langfristige Sicherheit für die Versicherten. Wie kann der Bevölkerung die wichtige Rolle der Anlagerendite als dritter Beitragszahler neben Arbeitgeber und Arbeitnehmer erklärt werden?
Hier besteht ein Handlungsbedarf. Wir müssen den Versicherten immer wieder aufzeigen, dass im Kapitaldeckungsverfahren der 2. Säule der Ertrag auf dem angesparten Vermögen zentral ist und einen substanziellen Beitrag dazu leistet, wie hoch später ihre Rente sein wird.
Allerdings gibt es bei den Renditen der verschiedenen Pensionskassen grosse Unterschiede. Versicherte, die bei einer Kasse mit mehrjähriger schwacher Anlagerendite sind, haben das Nachsehen. Warum sind solche Kassen für die Aufsicht kein Thema?
Es stimmt, dass bei den Anlageergebnissen grosse Differenzen bestehen. Nun sind aber nicht alle Pensionskassen gleich risikofähig. Entsprechend verfolgen sie je nach Risikoprofil unterschiedliche Anlagestrategien. Grundsätzlich gilt: Ein höherer Aktienanteil bringt langfristig bessere Renditen, aber auch höhere Risiken.
Was der richtige Ertrag-Risiko-Mix für die einzelne Pensionskasse ist, muss deren oberstes Organ entscheiden. Die Aufsicht greift nur ein, wenn das oberste Organ seinen Ermessensspielraum überschreitet oder missbraucht.
MoreOAK-Bericht 2024 zur finanziellen Lage der VE
Die OAK BV fasst in ihrem jährlich erstellten Bericht zur finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtungen die in ihrer Umfrage erfassten Daten und Ergebnisse detailliert zusammen – eine weitere Bestätigung der in anderen Erhebungen ermittelten Informationen. Der wichtigste Unterschied liegt in der fast vollständigen Erfassung aller Kassen, die 97% des Totals erreicht.
Ein spezielles Kapitel ist dem Thema «Stresstest» gewidmet. Die OAK schreibt dazu:
Für die Systemaufsicht der beruflichen Vorsorge ist nicht nur wichtig zu wissen, wie sich die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen aktuell darstellt, sondern auch, wie sich diese in einem negativen Finanzmarktumfeld verändern kann. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas untersucht die OAK BV diese Fragestellung und versucht dadurch fünf zentrale Fragen zu beantworten:
– Wie stark sinken die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen, sollte es zu einer gravierenden Marktkorrektur kommen?
– Was wäre der Einfluss von potenziellen mehrjährigen Sanierungsmassnahmen auf die Deckungsgrade nach einer solchen Marktkorrektur?
– Stellen die Vorsorgeeinrichtungen, die auch nach hypothetischen Sanierungsmassnahmen in Unterdeckung bleiben würden, ein materielles Risiko für das Vorsorgesystem dar?
– Welche Faktoren tragen dazu bei, dass sich die Vorsorgeeinrichtungen bei einer Marktkorrektur finanziell unterschiedlich entwickeln?
– Welche Möglichkeiten zur Stärkung der finanziellen Robustheit bestehen gegebenenfalls?
Die Ergebnisse sind allerdings wenig überraschend, und die Schlussfolgerungen und Anregungen an die PKs kommen über Bekanntes nicht hinaus. Die hohen DGs Ende 2024 boten möglicherweise auch nicht die optimale Ausgangslage für die Untersuchung. Zusammenfassend wird festgehalten:
Insgesamt zeigt die Analyse, dass das Schweizer Vorsorgesystem per Ende des Jahres 2024 gut aufgestellt ist, um auch in herausfordernden Zeiten seine Verpflichtungen zu erfüllen. Die identifizierten einrichtungsspezifischen Verbesserungspotenziale bieten die Chance, die Robustheit des Systems weiter zu stärken und für zukünftige Herausforderungen zu wappnen.
OAK: Berechnungsbeispiele zur Mitteilung 01/24
Die OAK BV hat vier Berechnungsbeispiele erstellt, welche die maximal möglichen Leistungen für eine Vorsorgeeinrichtung ermittelt, die ihre Zielwertschwankungsreserve zu mindestens 75 %, aber noch nicht 100 % erreicht hat.
Die OAK weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Berechnungsbeispiele die maximal möglichen Leistungen zeigen. Für eine Vorsorgeeinrichtung kann diejenige Verzinsung, die ihre individuelle Risikofähigkeit berücksichtigt, auch deutlich unter diesem Maximum liegen.
Sie empfiehlt dem obersten Organ, im Zusammenhang mit der Gewährung von Leistungsverbesserungen allfällige Überlegungen und Empfehlungen des zuständigen Experten für berufliche Vorsorge zu berücksichtigen.
Vorbehalte gegen Sammelstiftungen
Laetitia Raboud, Direktorin der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge, äussert sich in einem Interview mit der BSV-Zeitschrift «CHSS» zum Wachstum der Sammelstiftungen, das ihr anscheinend Kopfzerbrechen bereitet. Dass laufend Firmenpensionskassen das Handtuch werfen und sich einer Sammelstiftung anschliessen, scheint zwangsläufig zu sein. Trotzdem warnt sie vor dem quantitativen Wachstum. Weiter reichen ihre Vorschläge nicht. Dass ein Umfeld geschaffen werden könnte, das auch kleineren Kassen ein Überleben erlaubt, scheint 39 Jahre nach Inkraftsetzen des BVG illusorisch. Auszüge:
Frau Raboud, seit zehn Monaten amtieren Sie als Direktorin der OAK BV. Wo sehen Sie in der beruflichen Vorsorge Handlungsbedarf?
Ich sehe vor allem bei den Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen Handlungsbedarf. Mittlerweile sind über drei Viertel aller Versicherten in der beruflichen Vorsorge bei einer Sammel- oder einer Gemeinschaftseinrichtung versichert. Jedes Jahr ziehen sich etwa 4 Prozent aller Vorsorgeeinrichtungen vom Markt zurück. Immer mehr firmeneigene Vorsorgeeinrichtungen werden aufgelöst, und die Arbeitgeber schliessen sich stattdessen einer Sammel- oder einer Gemeinschaftseinrichtung an.
Wo sehen Sie die Gründe für diesen Konzentrationsprozess?
Die Gründe dafür sind vielfältig: An erster Stelle stehen die steigenden Kosten und die immer anspruchsvolleren Erwartungen an das oberste Organ. Darüber hinaus werden die Strukturen immer komplexer, schwerer zu verstehen und zu verwalten.
Aufsicht: Ostschweiz will sich Zürich anschliessen
(SDA) Die vorberatende Kommission des St. Galler Kantonsrats hat sich für die Zusammenlegung der Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht mit derjenigen von Zürich ausgesprochen. Die Vorlage wird in einer der kommenden Sessionen behandelt.
Mit einer Zusammenführung könne der Aufsichtsauftrag über die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge besser und kostengünstiger erfüllt werden, teilte die Staatskanzlei mit.
Eine interkantonale Vereinbarung sei eine geeignete Form, um eine gemeinsame Aufsichtsregion zu bilden. Dabei könnten die kantonalen und regionalen Interessen «bestmöglich berücksichtigt» werden.
Die Staatswirtschaftliche Kommission begrüsst, dass die beiden Organisationen in einer neuen öffentlich-rechtlichen Anstalt zusammengeführt werden. Sie lege Wert auf eine zeitgemässe Public Corporate Governance, ein faires Gebührenmodell und befürworte, dass der Standort St. Gallen erhalten bleibe, heisst es in der Mitteilung .
Der interkantonalen Vereinbarung über die BVG- und Stiftungsaufsicht sollen die Kantone Zürich, Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Thurgau und Tessin beitreten.
Nouvelles irritations pour les caisses de pension
Dans une interview accordée à Emmanuel Garessus de allnews, Laurent Schlaefli, directeur de Profond et président d’inter-pension, met en évidence les inconvénients de la communication de la CHS en matière d’amélioration des prestations pour les assurés. Le fait que la CSSS-E se soit prononcée en faveur de la suppression de l’art. 46 OPP est porteur d’espoir. Par ailleurs, M. Schlaefli répond à des questions actuelles sur la situation des caisses de pension. Extraits.
L’objectif d’une telle décision n’est-il pas idéologique et ne réduit-il pas l’attrait du deuxième pilier?
Exactement. En tous les cas, avec un telle décision, beaucoup de caisses seront impactées. La question est de savoir ce que feront les autorités de surveillance régionales, car c’est eux les destinataires de cette communication. Je pourrais m’imaginer qu’une caisse de pension puisse aller jusqu’au Tribunal fédéral si une autorité devait mettre en place cette communication, qui n’est pas une directive, autre instrument que la CHS PP possède dans son arsenal.
Ce thème se situe au point de divergence entre une droite qui vise un système plus libéral et une gauche qui cherche à augmenter la rémunération. Le but de la Commission consiste à empêcher qu’une caisse de pension ne prenne des risques démesurés en termes de sous-couverture. Or cette décision n’exerce annuellement pratiquement aucun effet sur le degré de couverture. Ce serait une pire décision que de prendre davantage de risques dans l’allocation des actifs.
A qui profite une telle décision?
Les caisses de pension publiques et les fondations collectives sont touchées, mais pas les caisses de pension autonomes comme celles de Nestlé, Roche ou Novartis. On prend pour hypothèse qu’une caisse propre à l’entreprise ne puisse pas faire faillite, arguant du fait que l’entreprise la couvrirait au besoin.
Mais n’oublie-t-on pas que plusieurs entreprises ne se portent pas au mieux? Si leurs caisses de pension étaient en sous-couverture, les entreprises en difficultés auraient-elles les millions nécessaires pour les renflouer? Je refuse d’admettre qu’elles aient toutes les moyens nécessaires.
Entre-temps, Profond doit respecter les nouvelles contraintes alors que nous avons plus de 2000 entreprises partenaires qui seraient à même d’apporter les fonds nécessaires en cas de difficultés de l’une d’elles.
allnews /
OAK: Anhörung zu Weisungsentwurf
Die OAK hat den Weisungsentwurf «Anforderungen für die Übertragung von Vorsorgeguthaben und von kollektiven Mitteln von einer Nicht-1e-Vorsorgeeinrichtung auf eine 1e-Vorsorgeeinrichtung» (Frist: 02.12.2024) in die Anhörung gegeben.
OAK: Deckungsgrade nach dem 3. Quartal 2024
Im dritten Quartal 2024 hat sich die finanzielle Lage der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen weiter positiv entwickelt. Dies zeigen die Hochrechnungen der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV).
Im Gesamtjahr erzielten die Vorsorgeeinrichtungen eine Performance von durchschnittlich + 8,5 %. Der durchschnittliche kapitalgewichtete Deckungsgrad liegt mit 118,5 % per Ende September 2024 deutlich über den 110,3 % per Ende 2023.
Die durchschnittliche Performance – mit Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten – der Vorsorgeeinrichtungen seit Jahresbeginn beträgt gemäss den Hochrechnungen der OAK BV + 8,5 %.
Die Anlagekategorien Infrastrukturanlagen (+ 18,9 %) und Aktien (+ 14,4 %) entwickelten sich mit einem Zuwachs von mehr als 10 Prozent besonders positiv, gefolgt von den Kategorien alternative Anlagen (+ 7,8 %), Immobilien (+ 6,7 %) und Obligationen (+ 3,3 %).
Profond in «moderatem Wettbewerb»
HZ Insurance hat mit Laurent Schlaefli, Präsident von inter-penion und Geschäftsführer von Profond, ein Interview zu aktuellen Themen der beruflichen Vorsorge geführt. Dabei kam auch die neue Regelung der OAK für SGE zur Sprache. Auszüge:
Herr Schlaefli, wie gehen Sie mit den aktuellen Herausforderungen an den Finanzmärkten um?
Es gibt immer Herausforderungen – sowohl heute als auch in Zukunft. Deshalb überprüfen wir regelmässig unsere Anlagestrategie, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Aktuell sehen wir beispielsweise, dass Alternative Anlagen immer mehr an Attraktivität gewinnen, während der Schweizer Immobilienmarkt weniger interessante Wachstumschancen bietet. Aktien haben sich historisch als die attraktivste Anlageklasse erwiesen.
Welche Innovationen planen Sie, um sich im wettbewerbsintensiven Markt weiterhin zu differenzieren?
Ich würde nicht von einem intensiven Wettbewerb sprechen. Wir bewegen uns in einem Umfeld, in dem der Anbieterwechsel für KMU oft ein langwieriger und komplexer Prozess ist. Der Wettbewerb ist also moderat, bringt aber Effizienz und Innovation in die Branche. Als autonome Stiftung versuchen wir, unsere Leistungen an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen.
Das betrifft nicht nur die klassischen Leistungen wie Alters-, Todes- und Invaliditätsabsicherungen, sondern auch zusätzliche Leistungen, die für angeschlossene Unternehmen und Versicherte einen Mehrwert gegenüber anderen Anbietern darstellen. So haben wir beispielsweise für die Art und Weise, wie wir mit unserem Ökosystem kommunizieren, den Innovationspreis von Finanz und Wirtschaft erhalten.
MoreUnerwünschte Effekte der OAK-Mitteilung 1/24
Nachdem inter-pension und auch das PK-Netz sich kritisch zur Mitteilung M 01/2024 geäussert haben, zeigen nun Kate Kristovic und Silvia Bahmann von Libera auf, welche unerwünschte Wirkungen die in der Mitteilung festgelegten Parameter auf die für Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen geltende Obergrenze des technischen Zinses haben werden.
Wird die neue Definition der Obergrenze für die Jahre 2018 bis 2024 angewendet, ergeben sich nachfolgende Prozentsätze. Als Vergleich werden die Prozentsätze nach der bisherigen Mitteilung gezeigt.
Die beiden Autorinnen halten dazu fest:
MoreIn den meisten Jahren kam die Obergrenze nur knapp über dem BVG-Mindestzinssatz und damit beim definierten Minimum zu liegen. Wie in der simulierten Vergangenheit ist auch in Zukunft mit einer deutlich volatileren Obergrenze als mit dem bisherigen Ansatz zu rechnen, da sie neu stark vom Zinsniveau und den jährlichen Anlagerenditen abhängt.
Auch PK-Netz kritisiert OAK Mitteilung 1/24
Nach inter-pension hat auch das gewerkschaftliche PK-Netz Kritik an der Mitteilung 01/2024 der OAK geäussert. Zwar wird begrüsst, dass dazu die Fachverbände beigezogen worden sind, doch werden auch bei der neuen Formel wesentliche Mängel festgestellt. Diese sind gemäss dem PK-Netz:
- Inflationsparameter fehlt: Die Formel gibt den obersten Organen in einem Teuerungsumfeld nicht genügend Spielraum bei der Verzinsung. Sie müsste in jedem Fall den Leistungserhalt ermöglichen.
Im Jahr 2022, als mit der Zinswende der Marktzins anstieg und sich die Kassen mit Negativpeformances konfrontiert sahen, wäre die Verzinsungsobergrenze mit der neuen Formel bei 1.25% (untere Limite: BVG-Mindestzins (1%) plus 0.25%) gelegen. Damit hätte nicht einmal die Inflation aufgefangen werden können.(…)
OAK: neue Mitteilung zu altem Thema, inter-pension kritisiert
Die OAK Berufliche Vorsorge hat die Mitteilung M-01/2024 publiziert. Sie ist die leicht überarbeitete Fassung der Mitteilung M-02/2023 die bei den Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen und den Fachverbänden auf heftige Kritik gestossen ist. Es handelt sich um eine Auslegung von Art. 46 BVV2. Zu der Mitteilung schreibt die OAK:
MoreDie OAK BV hat sich mit den Kritiken befasst, die von den verschiedenen Akteuren im Bereich der Vorsorge an den letztjährigen Mitteilungen geäussert wurden und hat diese Mitteilungen überarbeitet.
In den neuen Mitteilungen wird die Verzinsungsobergrenze für Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, die weniger als 75 % der Zielschwankungsreserven geäufnet haben, neu definiert.
Die neue Obergrenze setzt sich zum einen aus dem Marktzins und zum andern aus einem Drittel der über dem Marktzins liegenden aktuellen Durchschnittsperformance der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen zusammen.
Nach unten wird die Obergrenze mit dem BVG-Mindestzinssatz zuzüglich 0,25 Prozentpunkte limitiert, nach oben mit 2,5 Prozentpunkten über dem Marktzins.
Ungleichbehandlung und BVV 2 Art.46
Nico Fiore, Geschäftsführer von inter-pension, kommentiert in HZ Insurance die laufende Diskussion um Artikel 46 BVV 2 und die vor einem Jahr von der OAK dazu publizierte Mitteilung 02/2023, die bei den Sammelstiftungen auf heftige Kritik gestossen ist. Fiore schreibt:
MoreDie Diskussion über die berufliche Vorsorge wird weiter durch Debatten über Artikel 46 BVV 2 belastet. Dieser Artikel betrifft speziell Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, die im Wettbewerb stehen, und schränkt deren Möglichkeiten ein, Leistungsverbesserungen zu gewähren.
Es wird festgelegt, dass Leistungsverbesserungen – höhere Verzinsungen der Altersguthaben – nur möglich sind, wenn mindestens 75 Prozent der Ziel-Wertschwankungsreserven erreicht sind.
Die OAK BV hat diesen Begriff im Laufe der Jahre präzisiert, aber die wiederholten Anpassungen in den Jahren 2023 und 2024 lassen Zweifel an der Notwendigkeit und dem gewählten Mechanismus dieser Regelung aufkommen.
Merkblatt zur Rentnerübernahme
Seit dem 1. Januar 2024 sind neue Bestimmungen zur Übernahme von Rentnerbeständen und rentnerlastigen Beständen in Kraft. Diese Gesetzesänderung haben die Aufsichtsbehörden zum Anlass genommen, ihre Praxis im Zusammenhang mit Rentnerbeständen und Rentnerübernahmen schriftlich festzuhalten.
Das auf der Webseite der Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden publizierte Merkblatt zeigt das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Rechtsinstituten und den darin verankerten unterschiedlichen Aufgaben der Aufsichtsbehörde auf. Es soll eine Anleitung für den Praxisgebrauch sein, um solche Geschäfte in einheitlicher Weise zu handhaben.



