Verlust von 500 Mrd.£ für britische PKs
FT. The gilt market rout that forced UK pension funds to rapidly sell assets in September contributed to driving down the value of retirement schemes by as much as ÂŁ500 bn, MPs were told on Wednesday.
Giving evidence to the Commons’ work and pensions select committee, Iain Clacher, a professor at Leeds University Business School, said based on his calculations “roughly £500bn is probably missing somewhere”.
“And this isn’t a paper loss,” he added. “This is a real loss because pension funds were selling assets to meet the collateral calls.”
Thousands of corporate pension plans had to raise cash to meet urgent calls on so-called liability-driven investing (LDI) strategies as gilt yields shot up following the government’s bungled “mini” Budget.
Die 100 grössten PKs
Auf der Website “Visual Capitalist” sind die weltweit 100 grössten Pensionskassen aufgelistet. An der Spitze stehen der Japan Government Pension Fund (1,7 Billionen Dollar) und der Norwegische Fund (1,5 Billionen). Die Nr. 100 – die Illinois Municipal – kommt auf 55 Mrd. Dollar. Eine Schweizer Kasse hat es damit nicht auf die Liste geschafft. Allerdings ist das meiste mit einer helvetischen Vorsorgeeinrichtung auch nicht vergleichbar.
Altersvorsorge: Nichts für Politiker
Im NZZ-Magazin fragt sich Albert Steck, weshalb die Politik in Sachen Altersvorsorge so kläglich versagt. Er hat einen Vorschlag:
Effektiv steckt die Schweizer Vorsorgepolitik in der Sackgasse. Sollte das Parlament mit der Reform der zweiten Säule erneut scheitern, bleibt konsequenterweise nur eine Lösung: Die überforderten Politiker müssen sich bei diesem Dossier selbst entmachten. So wie zum Beispiel in der Geldpolitik:
Da ist es völlig normal, dass ein unabhängiges Expertengremium die Leitzinsen bestimmt. Regierung und Parlament nehmen bewusst keinen Einfluss, um die Gefahr einer hohen Inflation zu verringern.
Auch bei der Schuldenbremse hat das Volk die Macht des Parlaments beschnitten. Mit Erfolg: Der Staatshaushalt steht solide da. Analog sollten die Politiker die Steuerung der beruflichen Vorsorge einem Komitee aus Fachleuten übertragen. So könnte es gelingen, die Altersrenten dem unerquicklichen politischen Hickhack zu entziehen.
Informations-Debakel
pw. Danny Schlumpf, Co-Autor des Buchs “Rentendebakel”, darf im Sonntagsblick sozusagen in eigener Sache über den Hick-Hack von Flavien Gousset mit Andri Silberschmidt zum Thema seines Buchs berichten. Gousset ist entsetzt, wie die Finanzindustrie jährlich Milliarden von den Versicherten abkassiert, wie im Buch beschrieben. Das sei “richtig krass”. An einem Streitgespräch mit Silberschmidt, wie vom Tages-Anzeiger gewünscht, ist er aber nicht interessiert. Vielleicht auch besser, sonst müsste er sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Sein Video auf Instagram ist bis Montag 8.51 Uhr 75’537 mal aufgerufen worden. Das freut Schlumpf, wer an einer kompetenten Diskussion um die Vorsorge gelegen ist, macht sich so seine Gedanken.
Blick / Instagram / Buch Rentendebakel / Kommentar ASIP / Weltwoche / YouTube / Infosperber
BVG-Reform: Noch ein Minderheiten-Antrag
Claude Chatelain befasst sich im Blick mit den Chancen der BVG-Reform – sie kommt am Dienstag in den Ständerat – und dem Minderheitenantrag MĂĽller, der mit einem geringeren Koordinations-Abzug Kosten sparen will.
Damian Müller ist FDP-Ständerat des Kantons Luzern. Er bemängelt, dass stets nur von den Kosten für die Übergangsgeneration die Rede ist und nicht von den langfristigen Kosten insgesamt. Denn um das Rentenniveau bei einer Senkung des Umwandlungssatzes halten zu können, müssen mehr Franken ins System gepumpt werden. Doch höhere Beiträge heisst auch höhere Kosten – für Arbeitnehmer, aber auch für Arbeitgeber. Und dies nicht nur befristet für 15 oder 20 Jahrgänge.
Kommissionsmitglied Damian Müller hat deshalb einen Minderheitsantrag eingereicht, der am Dienstag behandelt werden soll. Ohne ins Detail zu gehen: Bei den Zuschüssen für die Übergangsgeneration ist er grosszügiger als der Nationalrat und die Ständeratskommission; dafür tritt er bei den Langfristmassnahmen auf die Bremse, unter anderem indem der Koordinationsabzug weniger stark gekürzt wird. So sind bei seinem Antrag die totalen Kosten tiefer als bei den bisher bekannten Modellen.
 Blick /
 Fahne Wintersession 22 SR
Severin Moser soll neuer Präsident des SAV werden
SAV. Valentin Vogt hat sich entschieden, das Präsidium des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) Ende Juni 2023, anlässlich der nächsten Mitgliederversammlung, abzugeben. Der Vorstandsausschuss des SAV schlägt dem Vorstand zuhanden der Mitgliederversammlung Severin Moser zur Wahl als neuen Präsidenten vor. Der 60-jährige Ökonom verfügt über langjährige Erfahrung als CEO und Verwaltungsrat in der Versicherungsbranche und war bis Ende 2021 CEO der Allianz Versicherungen Schweiz und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Versicherungsverbands.
CS-Sorgenbarometer: Umwelt und Altersvorsorge an der Spitze
CS: Das Thema Umwelt steht 2022 an erster Stelle der Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer – allerdings prozentual auf gleichem Niveau wie letztes Jahr. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Themen AHV/Altersvorsorge und Energie, während die Pandemie nicht mehr unter den zehn wichtigsten Sorgen ist. Zudem hinterlässt der Krieg in der Ukraine auch in der Schweiz Spuren: der bis anhin starke Zukunftsoptimismus nimmt deutlich ab. Zu diesen Erkenntnissen kommt die neue Ausgabe des Credit Suisse Sorgenbarometer.
BVG-Reform in der Arena
Am «Rentenstreit reloaded» in der TV-Arena nahmen drei Nationalrätinnen und ein Ständerat teil: Flavia Wasserfallen, Nationalrätin SP, Bern; Ruth Humbel, Nationalrätin Die Mitte, Aargau; Katharina Prelicz-Huber Nationalrätin Grüne, Zürich; Alex Kuprecht, Ständerat SVP, Schwyz.
Ein Land für Rentner
Our global population is getting older. By 2050, the OECD predicts that 30% of people worldwide will be aged 65 or over.
While some countries are relatively prepared to handle this increase in the elderly demographic, others are already feeling the squeeze and struggling with the challenges that come with a rapidly aging population.
Which countries are the best equipped to support their senior citizens? This graphic uses data from the 2022 Natixis Global Retirement Index to show the best countries to retire in around the world, based on several different factors that we’ll dig into below.
Publica mit revidiertem Vorsorgereglement
BR. Das Vorsorgewerk der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) in das Vorsorgewerk Bund integriert und das Ende des Vorsorgeverhältnisses wurden präzisiert. Weiter wurden die Bestimmungen im Zusammenhang mit der gleichgeschlechtlichen Ehe sowie Leistungen im Vorsorgewerk des ETH-Bereichs angepasst.
Ein- und Austritte aus dem Erwerbsleben
BFS. Die Arbeitsmarkteintritte (Wechsel von «Nichterwerbsperson» zu «Erwerbsperson») ĂĽberstiegen zwischen 2010 und 2018 die Arbeitsmarktaustritte (von «Erwerbsperson» zu «Nichterwerbsperson/verstorben»). Seit 2019 finden hingegen mehr Austritte als Eintritte statt: 2021 lag die Differenz bei -28’000 Erwerbspersonen (274’000 Eintritte gegenĂĽber 302’000 Austritten).
Seit Mitte der 90er Jahre liegen die Arbeitsmarkteintritte der Frauen deutlich über den Austritten. Seit sechs Jahren ist die Situation jedoch anders: die Austritte entsprechen nahezu den Eintritten. Bei den Männern werden die Eintritte seit 25 Jahren grösstenteils durch die Austritte kompensiert.
Mehr Eigenverantwortung bei sinkender Ersatzquote
Michael Ferber beschreibt in der NZZ die Folgen der sinkenden Ersatzquote fĂĽr Versicherte und das System unserer Altersvorsorge. Betroffen sind vor allem BezĂĽger mittlerer Einkommen. Ferber schreibt:
In der Tat ist die durchschnittliche Ersatzquote in der Schweiz laut der Investmentgesellschaft Swisscanto bei einem Lohn von 80 000 Franken im Zeitraum 2011 bis 2020 um 11 Prozentpunkte auf 69 Prozent zurückgegangen. Die Niederlande oder Dänemark kommen hier laut dem Global-Pension-Index auf Werte von mehr als 80 Prozent.
Gemäss Studien von Finanzdienstleistern ist die Ersatzquote für manche Bevölkerungsgruppen sogar unter 60 Prozent gefallen. Dies ist heikel –denn dieses Ziel wird aus der Schweizer Verfassung abgeleitet, in der steht, die Renten aus erster und zweiter Säule sollten im Ruhestand die Fortsetzung des gewohnten Lebensstandards ermöglichen.
IV-Versicherte müssen Schaden mindern
CHSS. In zwei Kreisschreiben der Invalidenversicherung verleiht das Bundesamt fĂĽr Sozialversicherungen den Auflagen fĂĽr medizinische Behandlungen im Rahmen der Schadenminderung mehr Gewicht. Grundlage dafĂĽr ist ein Forschungsbericht.
Auflagen zur Schadenminderung kamen in der bisherigen IV-Praxis relativ selten zum Einsatz, wie eine Studie des BĂĽro Vatter und der Berner Fachhochschule (BFH) im Auftrag des Bundesamts fĂĽr Sozialversicherungen (BSV) aus dem Jahr 2020 zeigt. Seitens der einzelnen IV-Stellen wurden sie zudem in unterschiedlichem Masse angewendet.
Aus Babys werden Rentner
CHSS. Die Alterspyramide der Schweiz hat ihre klassische Form verloren. Grund dafür sind die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge, die nun ins Rentenalter kommen: Einer schwach besetzten Jugendgeneration steht eine wachsende Zahl von über 65-Jährigen gegenüber. Auch der Altersquotient – das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im Rentenalter und der Bevölkerung im Erwerbsalter – hat sich seit 1948 stark verändert: Während damals weniger als 16 über 65-Jährige auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren entfielen, sind es heute bereits über 30. Im Jahr 2050 dürfte der Altersquotient gemäss dem Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) auf 46,5 steigen.
Lohngefälle kein Mass für Diskriminierung
Der Arbeitgeberverband schreibt zu den Ergebnissen der neuesten Analyse der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern basierend auf der LSE 2020:
Die neuste Analyse des Bundesamtes für Statistik legt offen, dass sich das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern insgesamt verringert hat. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die geschlechterspezifischen Profile im Arbeitsmarkt angleichen. Entscheidend bleiben für die Arbeitgeber aber nach wie vor die betrieblichen Lohngleichheitsanalysen. (…)
Die Analyse legt auch offen, dass der unerklärte Anteil an den Lohnunterschieden im Jahr 2020 zugenommen hat. Betrachtet man diese Werte aber genauer, zeigt sich, dass der öffentliche Sektor einen besonders grossen Teil zu dieser Entwicklung beträgt.
Während der unerklärte Anteil im privaten Sektor relativ moderat um 1 Prozent anstieg, nahm dieser im öffentlichen Sektor im gleichen Zeitraum um sage und schreibe 9,5 Prozentpunkte zu.





