Hypozinsen sinken
(FuW) Immobilienbesitzer können sich freuen: Hypotheken sind in den vergangenen Wochen deutlich günstiger geworden. Die zwölf Anbieter in der zweiwöchigen Erhebung von «Finanz und Wirtschaft» haben die Sätze für Festhypotheken im Schnitt um 17 Basispunkte (Bp, 100 Bp = 1 Prozentpunkt) gesenkt. Bei einer Hypothek im Wert von 1 Mio. Fr. entspricht das einer jährlichen Kosteneinsparung von 1700 Fr.
Der Rückgang ist über alle Laufzeiten im gleichen Umfang zu beobachten. Die Anbieter von Immobilienfinanzierungen reagieren damit auf den Stimmungswandel an den Finanzmärkten. Die Inflation in der Schweiz hat sich deutlich abgeschwächt. UBS argumentiert, das Risiko, dass die Teuerungsrate noch einmal über 2% klettere, sei gesunken. Und Raiffeisen spricht nur noch davon, dass die Inflation 2024 vorübergehend näher an 2% heranrücken dürfte.
Weiterhin bestehen nur sehr geringe Unterschiede zwischen Festhypotheken mit kurzer oder langer Laufzeit. In normalen Zeiten sind Finanzierungen teurer, je weiter der Rückzahlungstermin in der Zukunft liegt. Gegenwärtig ist das nicht der Fall. Eine zweijährige Hypothek kostet im Schnitt nur 2 Bp weniger als eine zehnjährige.
TG: 12, 10 oder nur 8 Mitglieder in der Kassenkommission?
In einem kurzen Schreiben an die Arbeitgeber hat die Pensionskasse Thurgau (PKTG) Ende Oktober 2023 mitgeteilt, dass die Pensionskassenkommission (PKK) ihre Zusammensetzung ab dem Kalenderjahr 2024 von aktuell zwölf auf zehn Personen reduzieren wird. Da je eine Arbeitgeber- und eine Arbeitnehmervertretung zurückgetreten seien, nehme man dies zum Anlass, die Kommission zu verkleinern. Eine weitere Verkleinerung auf 8 Mitglieder wird ins Auge gefasst. Wenig überraschend regt sich Widerstand.
Todesfall-Statistik 2022
(BFS) Im Jahr 2022 sind 74 425 Personen der Schweizer Wohnbevölkerung verstorben. Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren für den grössten Teil der Todesfälle verantwortlich (27,5%), gefolgt von Krebs (23,1%). Wie schon vor der Pandemie stand Demenz mit 8,8% der Todesfälle an dritter Stelle der Todesursachen. Covid-19 verursachte im Jahr 2022 insgesamt 5,5% der Todesfälle und belegte damit hinter den Atemwegserkrankungen (6,1%) den fünften Rang.
Im Jahr 2022 sind aus der Schweizer Wohnbevölkerung 36’442 Männer und 37’983 Frauen verstorben. Dies entspricht einer standardisierten Sterberate von 504 pro 100’000 Männer und 352 pro 100’000 Frauen, wobei das Durchschnittsalter der Verstorbenen bei den Männern 77 Jahre und bei den Frauen 83 Jahre betrug. Im Vergleich zu 2021 ist die Sterberate bei den Männern um 0,5% (+1337 Todesfälle) und bei den Frauen um 2,8% (+1896 Todesfälle) angestiegen. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik geben keinen Hinweis darauf, dass dieser Anstieg auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist.
Anleitung zur Berufstätigkeit im AHV-Alter
Manch einer bessert gern die Pension auf. Zudem herrscht Fachkräftemangel. Drei Berufsleute berichten in der NZZ, warum sie im AHV-Alter weiterarbeiten.
Renovate verschmiert Publica
Renovate Switzerland hat wieder einen Angriff durchgeführt. Der Hauptsitz der Pensionskasse Publica wurde mit orangener Farbe besprüht. Der Blick schreibt:
Zwei Klimaaktivisten von Renovate Switzerland haben am Freitagmittag den Publica Hauptsitz in Bern mit Farbe attackiert. Das teilte Renovate in einer Mitteilung mit. Aktivisten hatten bereits vor zwei Wochen in Genf, am Montag in Lausanne und am Donnerstag in Zürich ähnliche Aktionen durchgeführt. Sie fordert den Bundesrat auf, einen Gebäudesanierungsplan für Publica und andere, die die Sanierung verzögern, vorzulegen.
Die beiden Aktivisten sprühten die Worte «100 Jahre?» auf die Wand. Die Message dahinter: Beim derzeitigen Tempo würde die Schweiz 100 Jahre brauchen, um alle ihre Gebäude thermisch zu sanieren. 25 Polizeibeamte waren vor Ort und nahmen die Aktivisten fest. (jwg)
Jans der Lobbyist
Die NZZaS befasst sich mit einem speziellen Kapitel aus Beat Jans’ jüngerer Vergangenheit. Nachdem im Sommer das Rennen um den SP-Bundesratssitz eröffnet war, liess der Basler Regierungspräsident einen Eintrag im Handelsregister löschen. Das Baltt schreibt dazu:
Vielleicht war der Zeitpunkt purer Zufall, als Beat Jans am 30. Juni 2023 einen Brief aufsetzte. Tituliert war das Schreiben mit «Austrittserklärung», es trug den Briefkopf des baselstädtischen Präsidialdepartements. Jans erklärte darin, dass er als Stiftungsrat aus der Stiftung Pro Zukunftsfonds Schweiz austreten wolle. Eine Stiftung, in der – wie Regierungspräsident Jans im Brief selbst schreibt – «die öffentliche Hand nicht vertreten sein sollte».
Jans verschickte den Brief nur wenige Tage nachdem Alain Berset seinen Rücktritt aus dem Bundesrat bekanntgegeben hatte. Das Schreiben liegt der «NZZ am Sonntag» vor. Dass Jans seinen SP-Kollegen Berset beerben möchte, erklärte er offiziell zwar erst Ende September. Seinen persönlichen Entscheid hat er wohl deutlich früher gefällt. Ging es beim Austritt aus der Zukunftsfonds-Stiftung darum, vor dem Bundesrats-Rennen rechtzeitig reinen Tisch zu machen?
UBS PK-Performance
- Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im November eine durchschnittliche Performance von 2,35% nach Abzug von Gebühren. Seit Jahresbeginn steht die Rendite bei 3,50% und die annualisierte Rendite seit Publikation unseres Barometers im Jahr 2006 bei 2,90%.
- Im vergangenen Monat war die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen 3,17 Prozentpunkte. Das beste Ergebnis (4,14%) erzielte eine kleine Pensionskasse mit verwalteten Vermögen unter CHF 300 Mio. Das schlechteste Ergebnis (0,97%) erzielte eine mittelgrosse Pensionskasse mit verwalteten Vermögen zwischen CHF 300 Mio. und 1 Mrd. Die geringste Performancespanne (2,56%) wiesen die mittelgrossen Pensionskassen auf.
- Die Sharpe Ratio (der letzten 36 Monate) war mit durchschnittlich 0,18 geringer als im Vormonat (0,26). Für die grossen Pensionskassen betrug der Wert 0,23, für mittelgrosse 0,24 und für die kleinen 0,10.
CS PK-Index November 2023
November 2023: 2.65%
YTD: 3,76%
November 2023: 2.65%
YTD: 3,76%
(CS) Im Berichtsmonat steigt der Pensionskassen Index um 5,05 Punkte bzw. 2,65%; seine Veränderung seit Jahresanfang beträgt damit 3,76%. Per 30. November 2023 steht der Index bei 195,71 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000.
Der Hauptanteil an der deutlich positiven Entwicklung im November ist den Aktien (+1,62%) zuzuschreiben, wobei auf Aktien Ausland ein positiver Beitrag von 0,97% und auf Aktien Schweiz von 0,65% fällt. Zusätzlich wird das Monatsergebnis durch grosse Beiträge der Obligationen CHF (+0,57%) und Immobilien (+0,30%) massgebend erhöht. Leicht positive Beiträge gab es von der Liquidität (inklusive Devisentermingeschäfte zur Währungsabsicherung) mit 0,12%, den Obligationen FW mit 0,02% und den Hypotheken mit 0,01% zu verzeichnen. Alternative Anlagen belasten das Resultat als einzige Anlageklasse (-0,04%).
Tout ce que vous avez toujours voulu savoir sur les plans 1e
(Texte traduit automatiquement du message «Tout ce que vous avez toujours voulu savoir sur les plans 1e». Nous sommes ici encore en phase de test. Si vous découvrez des erreurs graves, nous vous serions reconnaissants de nous en informer.
Peter Wirth, e-mail)
pw. Le dernier dialogue IZS était consacré aux plans 1e. Les intervenants étaient Simon Tellenbach (VZ Zentrum) et Lukas Riesen (PPCmetrics). Tellenbach a présenté les bases, le développement et l’état actuel des choses ; Riesen a parlé des avantages et des inconvénients. La caractéristique fondamentale des plans est leur simplicité : pas de taux de conversion, pas de taux d’intérêt minimal, pas de redistribution, pas de garanties – tout ce qui rend le 2e pilier si lourd et compliqué est ici absent. En revanche, les utilisateurs (on peut difficilement parler d’assurés) ont une grande liberté dans le choix de leurs stratégies de placement.
Alles, was Sie schon immer über 1e-Pläne wissen wollten
pw. Den 1e-Plänen galt der neuste IZS-Dialog. Referenten auf Teams waren Simon Tellenbach (VZ Zentrum) und Lukas Riesen (PPCmetrics). Tellenbach zeigte Grundlagen, Entwicklung und Stand der Dinge auf; Riesen ging auf Vor- und Nachteile ein. Grundlegendes Merkmal der Pläne sind ihre Einfachheit: kein Umwandlungssatz, kein Mindestzins, keine Umverteilung, keine Garantien – all das, was die 2. Säule so schwerfällig und kompliziert macht, fehlt hier. Dafür haben die Benützer (man kann kaum von Versicherten sprechen) viel Freiheit bei der Wahl ihrer Anlagestrategien.
Bekanntlich sind sie nur für Bezüger von Einkommen über 132’000 Franken vorgesehen, also einer Minderheit. Gemäss Angaben des BSV sind dies rund 305’000 Destinatäre im BVG, davon derzeit 42’000 mit 1e-Plänen, also eine noch geringe Zahl. Auch ihr angespartes Vermögen von 8 Mrd. Franken ist verglichen mit den mittlerweile 1,2 Billionen in der 2. Säule bescheiden. Das hängt auch damit zusammen, dass viele Pläne erst seit Kurzem bestehen und entsprechend noch wenig angespart werden konnte. Laut Tellenbach entfällt jeweils die Hälfte auf firmeneigene Pensionskassen und die 16 Sammelstiftungen, die sie anbieten.
UBS erwartet Zinssenkung der SNB ab Juni 2024
(USB) Nachdem die Inflation im Jahresvergleich in der Schweiz im November auf 1,4 Prozent gefallen ist, ist das Risiko gesunken, dass die Inflation in den kommenden Monaten 2 Prozent übersteigt.
Vor diesem Hintergrund und angesichts ihrer Prognose eines BIP-Wachstums unter dem langjährigen Schnitt im Jahr 2024 revidiert die UBS ihre Inflationsprognose für 2024 von 2 Prozent auf 1,6 Prozent.
Zudem zieht sie ihre Prognose für die erste Leitzinssenkung der SNB von September auf Juni 2024 vor und passt die Prognose für den SNB Leitzins Ende 2024 von 1,25 Prozent auf 1 Prozent an.
Immobilien für die 10 Millionen-Schweiz
Die Einwohnerzahl der Schweiz dürfte bis Mitte der 2030er-Jahre um eine weitere Million ansteigen. Für die Haushalte bedingt das erstmals seit 70 Jahren eine Einschränkung des Wohnkonsums, denn kumuliert fehlen bis dann mindestens 150’000 Wohnungen. Wohnrenditeliegenschaften haben das Potenzial für solide Wertsteigerungen. Verschärfte Mietrechtsregulierungen könnten die Preis-Bonanza jedoch bremsen, meint die UBS in einer Mitteilung.
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wird die 9-Millionen-Grenze in der ersten Jahreshälfte 2024 knacken. Die «magische» 10-Millionen-Marke dürfte dann bereits Mitte der 2030er-Jahre erreicht werden. Diese weitere Million setzt voraussichtlich neue Rekordmarken: Noch nie stieg die Wohnbevölkerung so schnell an. Auch wurde noch nie ein Millionenschritt derart stark durch internationale Migration getrieben und gleichzeitig von so wenig Bautätigkeit begleitet.
Die Schaffung von mehr als genug Wohnraum und ein massiver Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zeichneten seit der 5-Millionen-Schweiz 1955 dafür verantwortlich, dass die Mieten insgesamt deutlich schwächer stiegen als die Löhne. Was in den letzten 70 Jahren galt – sinkende Wohnkosten, grösserer Flächenkonsum pro Person und mehr Wohnkomfort – dürfte nun der Vergangenheit angehören. Denn kumuliert fehlen aufgrund der lahmenden Bautätigkeit bis 2034 voraussichtlich mindestens 150’000 Wohnungen, um den Flächenkonsum stabil zu halten.
OAK: Anhörung zum Mitteilungsentwurf 1e-Stiftungen
Die OAK BV lädt alle betroffenen Kreise zur Anhörung zum Mitteilungsentwurf «Übertragung von Vorsorgeguthaben von einer Nicht-1e-Vorsorgeeinrichtung auf eine 1e-Vorsorgeeinrichtung» ein. Der untenstehende Link führt zu den Anhörungsunterlagen. Die OAK freut sich auf die Stellungnahmen bis zum 19. Januar 2024.
Anzufügen wäre, dass die OAK in Abweichung zur bisherigen Praxis nun auch zu einer Mitteilung eine Anhörung durchführt. Man scheint lernfähig zu sein und Aerger wie mit der Mitteilung 2/23 vermeiden zu wollen.
UBS/CS bringt Konzentration von PK-Vermögen
In Kombination verwalten die UBS und die Credit Suisse mehr als ein Viertel aller Vermögen in der 2. Säule. Für Pensionskassen ist diese Dominanz problematisch – wie Recherchen von finews.ch zeigen, könnte das schon bald zu Absetzbewegungen führen. Auf ihrer Website heisst es:
UBS-Chef Sergio Ermotti weist gerne darauf hin, dass die kombinierte Grossbank vom Schweizer Marktanteil her längst nicht die grösste Kraft ist – die 24 Kantonalbanken hätten kumuliert viel mehr Gewicht, findet der Manager. Das mag für das Retailbanking stimmen. Im Geschäft mit Schweizer Pensionskassen ist die Übermacht der kombinierten UBS aber enorm.
Das belegen Zahlen der führenden Schweizer Pensionskassenberaterin PPCMetrics. Ihren Berechnungen zufolge verwalten die UBS und die Credit Suisse (CS) in Kombination mehr als ein Viertel der rund 900 Milliarden Franken Vermögen in der 2. Säule. Bei den Depotvermögen ist der Anteil der beiden grössten Akteure noch deutlich höher – laut PPCMetrics liegt er bei rund der Hälfte aller «Assets under Custody».
Sozialversicherungs-Statistik 2021/23
(BFS) In der neusten Gesamtrechnung von 2021 resultierte bei Einnahmen von 208,2 Milliarden Franken und Ausgaben von 186,2 Milliarden Franken ein Ergebnis von 22,0 Milliarden Franken. Dieses Ergebnis führte 2021 zusammen mit den positiven Kapitalwertänderungen (inkl. andere Veränderungen) von 81,4 Milliarden Franken zu einer Zunahme des zusammengefassten Sozialversicherungskapitals um 103,4 Milliarden Franken auf 1301 Milliarden Franken.




