Michael Heim vergleicht in der Handelszeitung die Vollversicherer in der 2. Säule:
Welche Versicherungsgesellschaft verdiente 2020 am meisten Geld mit dem Pensionskassengeschäft? Wer bezahlte den Kunden die besten Zinsen? Und zu welchen Kosten? Die «Handelszeitung» hat die Betriebsrechnungen der Vollversicherer verglichen. Als Vollversicherer gelten Versicherungsgesellschaften, die das ganze Anlage- und Langlebigkeitsrisiko übernehmen. Dies im Gegensatz zu autonomen und teilautonomen Pensionskassen, bei denen sich im Krisenfall die Versicherten und Arbeitgeber an einer Sanierung beteiligen müssen.
Insgesamt verdienten die Versicherer 2020 weniger mit dem Kollektiv-Vorsorgegeschäft. Über alle fünf Vollversicherer hinweg – Swiss Life, Baloise, Helvetia, Allianz und Pax – nahmen die Betriebsergebnisse von 285 auf 260 Franken ab. Pro Kunde entspricht das rund 216 Franken pro Jahr. 1,8 Millionen Schweizer und Schweizerinnen waren im vergangenen Jahr über ihre Arbeitgeber bei einer der grossen Versicherungsgesellschaften versichert, wobei in diesem Vergleich immer nur die fünf Vollversicherer berücksichtig werden. Die Axa ist aus dem Geschäft ausgestiegen und verwaltet nur noch einen Restbestand an vollversicherten Kunden.
Der “Organisator” hat einen Vergleich von Sammelstiftungen mit den Folgen und Ergebnissen des Jahres 2020 erstellt und publiziert. Dazu heisst es:
Die Corona-Pandemie scheint den Pensionsvermögen nicht geschadet zu haben, im Gegenteil. Eine durch uns durchgeführte Umfrage unter den wichtigsten teilautonomen Vorsorgeeinrichtungen und Vollversicherern zeigt ein positives Gesamtbild: Befragt nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Performances und Anlagestrategien lauteten die Antworten mehr oder weniger einhellig: Es gab kaum welche.
Simon Herzer von der Gemini Anlagestiftung schrieb: «Die Finanzmärkte entwickelten sich 2020 insgesamt deutlich besser, als nach Ausbruch der Coronapandemie zunächst erwartet werden konnte.» Auch bei der Pensionskasse Spida blieb die Corona-Pandemie ohne negativen Einfluss, im Gegenteil: „Die Pensionskasse ist 2020 weiter gewachsen, die Altersguthaben nahmen um 8,1% zu. Zudem konnten viele neue Anschlüsse gewonnen werden.“
Asga räumt zwar einen Einbruch im März 2020 ein, sagt aber dazu: «Im März 2020 mussten auch wir auf dem Anlagevermögen deutliche Verluste hinnehmen, welche aber bis Ende Sommer wieder wettgemacht werden konnten. Insbesondere im 4. Quartal 2020 steigerten sich dann Aktienmärkte, womit wir eine deutlich positive Rendite erzielten.“
Für 59 Prozent aller Befragten sind garantierte Renten für Personen im Ruhestand ein zentrales Kriterium von Fairness im BVG, während «Erträge aus den Sparguthaben nicht für andere verwenden» von 44 Prozent als zentrales Element von Fairness genannt wird. Der grosse Rückhalt einer Rentengarantie für die aktuellen Rentner und Rentnerinnen macht deutlich, dass weite Teile der Bevölkerung das Kapitaldeckungsprinzip zwar formell gutheissen, es aber nicht wirklich verinnerlicht haben.
Vita. Die aktuelle Umfrage der Vita mit dem Titel “Fairplay in der beruflichen Vorsorge” legt ihren Fokus auf den Vermögensaspekt der beruflichen Vorsorge. Dabei stehen der Umverteilungsaspekt und die Haltung der Versicherten zu ihrem Altersguthaben im Zentrum. Rund 1’600 Personen aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz haben zwischen dem 12. und dem 23. Januar 2021 an dieser Umfrage teilgenommen.
Die repräsentative Erhebung macht deutlich: Nur die wenigsten wissen Bescheid. Gerade einmal 11 Prozent der befragten Erwerbspersonen können sagen, ob und dass Kapitalerträge des eigenen Altersguthabens in der zweiten Säule für aktuelle Rentenzahlungen verwendet werden. Zugleich gehen 78 Prozent davon aus, dass der Widerstand gegen die aktuelle Umverteilung in der zweiten Säule steigen würde, wenn dies besser bekannt wäre.
Der Grund für das fehlende Problembewusstsein gegenüber der Aushöhlung des Kapitaldeckungsprinzips liegt nicht allein im fehlenden Wissen. Die Studie macht einen bemerkenswerten Mangel an Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Altersguthaben sichtbar. Obwohl das Guthaben in der zweiten Säule bei den meisten Erwerbstätigen in der Schweiz den grössten Anteil ihres Ersparten ausmacht, zählen es nur 44 Prozent zum eigenen Vermögen. Bei den 26- bis 35-Jährigen tun dies sogar nur 27 Prozent.
UBS. Der erstmals 2017 erstellte UBS International Pension Gap Index analysiert die Nachhaltigkeit und Angemessenheit der Rentenversprechen von 24 Ländern weltweit. Dies erfolgt anhand der erforderlichen privaten Sparquote, die eine heute 50-jährige Durchschnittsperson erbringen muss, um den Lebensstandard im Ruhestand beizubehalten.
Nahezu keines der untersuchten Vorsorgesysteme bietet eine Garantie, dass alles gut kommt; zumindest wenn man nur den obligatorischen Teil der Vorsorge nutzt. Einige Länder sind in einer besseren Ausgangslage und können ihrer Bevölkerung ein vergleichsweise grosszügigeres Leistungsversprechen abgeben. Dazu gehören die Vereinigten Arabischen Emirate dank ihres Rohstoffreichtums oder Australien aufgrund seiner langjährigen guten Wirtschaftslage. In den meisten Ländern stehen die Versicherten jedoch auch in der Pflicht.
Die Schweiz liegt mit einer durchschnittlichen erforderlichen Sparquote von 14 Prozent am Ende des oberen Drittels. Dieses Mass an Eigenverantwortung sollte für einen Grossteil der Bevölkerung erreichbar sein, vor allem wenn die Säule 3a konsequent genutzt wird. «Die zur Beibehaltung des gewohnten Lebensstandards im Ruhestand erforderliche Sparquote ist heute leicht höher als vor vier Jahren, vor allem weil die Schweiz sich bisher noch nicht zu Reformen durchdringen konnte und die Unsicherheitsfaktoren rund um die zukünftigen Vorsorgeleistungen gestiegen sind», erklärt UBS-Ökonomin Jackie Bauer. (…)
Gewisse Länder haben bewiesen, dass tiefgreifende Reformen möglich sind und zu nicht weniger angemessenen Renten führen. So wurden in Dänemark und Schweden in den vergangenen Jahren Reformen umgesetzt und das System nachhaltiger gestaltet. Zu erwähnen ist, dass sie einen Teil der verlangten Anpassungen aus dem Einflussbereich der gegensätzlichen politischen Interessen herausgelöst haben. In Dänemark steigt das Rentenalter in Abhängigkeit der steigenden Lebenserwartung, in Schweden wird die staatliche Rente an das Verhältnis zwischen der Anzahl Erwerbstätigen und Rentner angepasst. Die Schweiz könnte solchen Beispielen folgen, um auch zukünftigen Generationen eine auf drei Säulen basierende und weiterhin international vorbildliche Altersvorsorge zu bieten.
Thomas Hengartner berichtet in der FuW über die Pressekonferenz der OAK zu den Resultate ihrer jährlichen Erhebung der Struktur und Finanzierungssituation der Vorsorgeeinrichtungen. Er hält u.a. fest:
Die finanzielle Lage der Pensionskassen und Sammeleinrichtungen für KMU sei gemessen am Deckungsgrad (Verhältnis von Vermögen zu Verpflichtungen) auf dem höchsten Niveau seit zehn Jahren. Dennoch wird das Deckungsverhältnis wegen der anstehenden Herausforderungen als eher niedrig eingestuft.
Das Chancen-Risiko-Profil der angelegten Vorsorgegelder bezeichnet die Aufsichtsstelle indes als mehrheitlich eher hoch. Aktienanlagen, Immobilienbestände und Alternativanlagen würden kumuliert im Durchschnitt 60% der Vermögensanlagen ausmachen.
Die Preisschwankungen dieser Sachwertanlagen seien eine Gefahr für die Stabilität des Vorsorgesystems, mahnt die Präsidentin [Vera Kupper] der Aufsichtsbehörde. Zu tauglichem Risikomanagement aufgefordert sind damit die Führungsgremien der Pensionskassen sowie Sammeleinrichtungen und auch ihre Nutzer, die Firmen und ihre Mitarbeitenden.
OAK. Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen haben die coronabedingten Verwerfungen – trotz anhaltend hoher Unsicherheiten – gut überstanden und erzielten im Jahr 2020 eine durchschnittliche Netto-Vermögensrendite von +4,4 % (gegenüber +10,4 % im Vorjahr). Die ausgewiesenen Deckungsgrade erhöhten sich per Ende Dezember 2020 im Durchschnitt auf 113,5 % (gegenüber 111,6 % Ende 2019) und befanden sich damit auf dem höchsten Stand seit 2012. Der Anteil der Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung reduzierte sich auf 1,0 % (gegenüber 1,1 % Ende 2019).
Im Berichtsjahr fiel die geschätzte Umverteilung zulasten der aktiven Versicherten mit 4,4 Milliarden Franken (gegenüber 7,2 Milliarden im Vorjahr) deutlich tiefer aus. Das ist der Effekt der in den vergangenen Jahren gemachten Anpassungen in den Bereichen Verpflichtungsbewertung und Umwandlungssätze. Die Umverteilung hält jedoch weiterhin an. Unverändert dringlich bleibt entsprechend die Notwendigkeit, die gesetzlich festgelegten technischen Parameter endlich den veränderten ökonomischen und demographischen Realitäten anzupassen.
Die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen hat im Berichtsjahr erneut abgenommen. Der Konzentrationsprozess in der zweiten Säule setzt sich damit fort. Von den 1 552 Schweizer Vorsorgeeinrichtungen nahmen bis Mitte April 2021 1 484, d.h. 95,6 % (Vorjahr: 1 504 von 1 624, d.h. 92,6 %) an der Umfrage teil. Von sämtlichen Teilnehmenden wurden 1 454 mit einer Bilanzsumme von 1 129 Milliarden Franken (Vorjahr: 1 066 Milliarden Franken) in den Auswertungen berücksichtigt.
Swiss Life hat eine ausführliche Studie zum Thema Altersrücktritt publiziert. Die wichtigsten Ergebnisse:
1 Wir werden immer älter. Über ein Viertel des Lebens wird inzwischen im Ruhestand verbracht – Tendenz steigend. Drei Viertel der Bevölkerung zwischen 60 und 70 bezeichnen sich selbst als gesund.
2 Im Durchschnitt wird die Erwerbstätigkeit in der Schweiz momentan mit 65,6 Jahren beendet. Die Pensionierung findet häufig gestaffelt statt. Viele reduzieren ihr Pensum vor dem endgültigen Ruhestand und/oder beziehen trotz anhaltender Erwerbstätigkeit bereits eine Rente bzw. ein Alterskapital. Nur eine Minderheit verlässt den Arbeitsmarkt zum ordentlichen Rentenalter mit 64/65.
3 Das durchschnittliche Alter, in dem die Erwerbstätigkeit vollständig aufgegeben wird, stieg seit 2005 um über ein Jahr an. Analog dazu nahmen im gleichen Zeitraum die Zahl der Erwerbstätigen ab 65 und die Erwerbstätigenquote in dieser Altersklasse zu. Entgegen der internationalen Entwicklung flachte sich dieser Trend in der Schweiz jedoch kürzlich ab.
Die Wohntraumstudie 2021 zeigt, dass Corona sehr klaren Einfluss auf die Wohnbedürfnisse der Schweizer Bevölkerung nimmt. Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und das Home-Office ist das Zuhause noch wichtiger geworden. Sowohl dem Innen- als auch dem Aussenraum wird deutlich mehr Bedeutung beigemessen.
Zudem hat Corona den Kaufwunsch verstärkt und ihn bei einem Prozent der Bevölkerung sogar erst geweckt, so dass mittlerweile jede/r Zweite (53 %) von einer (weiteren) Wohnimmobilie träumt. Der Evergreen der Schweizer Wohnträume, das Einfamilienhaus auf dem Lande, bleibt auf Platz 1, die Eigentumswohnung holt aber auf. An Bedeutung verloren hat die unmittelbare Nähe von Wohn- und Arbeitsort. Die Hälfte der Bevölkerung (49 %) bevorzugt aktuell eine ländliche Wohnumgebung – neun Prozent mehr als noch vor Ausbruch der Pandemie.
WTW. Laut der jährlich durchgeführten Untersuchung über das globale Pensionsvermögen stieg im Jahr 2020 das globale Vermögen institutioneller Pensionskassen in den 22 grössten Märkten (die «P22») trotz der Auswirkungen der Pandemie weiter an und stieg zum Jahresende um 11% auf 52,5 Billionen US-Dollar.
Das Schweizer Pensionskassenvermögen wuchs im Jahr 2020 um 12,5% in US$ und lag damit über dem weltweiten Durchschnitt. Im Jahr 2020 war der Schweizer Franken die stärkste ausgewiesene Währung, die gegenüber dem US$ um fast 10% zulegte. In den letzten zehn Jahren wuchs das Schweizer Pensionskassenvermögen um 5,8% p.a. (in US$), was über dem globalen Jahresdurchschnitt von 5,4% liegt, und erreichte damit geschätzte 1’163 Mrd. US$ (1’030 Mrd. CHF).
Die sieben grössten Märkte (die «P7») – Australien, Kanada, Japan, die Niederlande, die Schweiz, Grossbritannien und die USA – machen 92% des P22 aus, unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die USA bleiben der grösste Pensionskassenmarkt mit 62% des weltweiten Vermögens, gefolgt von Japan und Grossbritannien mit 6,9% bzw. 6,8%. Die Schweiz liegt mit 2,2% des Vermögens auf dem siebten Platz.
Swiss Life hat eine ausführliche Studie zum Thema der Scheidungsfolgen für die Vorsorge von Frauen publiziert. Als die neun wichtigsten Erkenntnisse werden bezeichnet:
Die Konsequenzen einer Scheidung für die Altersvorsorge werden sehr häufig unterschätzt: Nur gut ein Fünftel der befragten Frauen hat sich während der Scheidung ernsthaft damit auseinandergesetzt. Fast die Hälfte hat sich gar nicht oder kaum mit diesem Thema beschäftigt. Nur 14 % haben sich vor der Scheidung zu deren Auswirkungen auf die Alters-vorsorge beraten lassen.
Zwei Drittel aller Scheidungen finden vor dem 50. Altersjahr statt – zu einem Zeitpunkt also, in dem in der zweiten Säule typischerweise weniger als die Hälfte des künftigen Altersguthabens angespart wurde. Entscheidend für den Gender Pension Gap unter Geschiedenen ist also vor allem auch, was nach der Scheidung passiert.
Geschiedene Frauen arbeiten in durchschnittlich tieferen Pensen als geschiedene Männer. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Kinderbetreuung, die nach der Scheidung in 77 % der Fälle hauptsächlich der Mutter zufällt.
Kann die kinderbetreuende Ex-Partnerin nach der Scheidung nicht Vollzeit arbeiten, kommt theoretisch der erwähnte Vorsorgeunterhalt zur Anwendung. Dieser soll helfen, die pensumsbedingte Vorsorgelücke, die nach der Scheidung entsteht, durch individuelles Alterssparen auszugleichen.
Die NZZ bringt einen Artikel zu einer Studie von Vontobel / Raiffeisen, durchgeführt von der Hochschule Luzern, zum digitalen Anlegen, in welcher auch die Zukunft des 3a Sparens thematisiert wird.
Die Schweizer Bevölkerung hat sich noch nicht richtig mit der privaten Vorsorge in der Säule 3a angefreundet. Vielen fehlen natürlich die Mittel, um überhaupt etwas einzuzahlen, andere konsumieren lieber unmittelbar, als zu sparen. Jene, die in der dritten Säule sparen, wissen aber wenig darüber. Per Jahresende 2018 betrugen die in der Säule 3a gebundenen Vermögenswerte knapp über 123 Mrd. Fr. Davon befanden sich 59 Mrd. Fr. auf Bankkonti, 18,5 Mrd. Fr. in Fondslösungen und 45,7 Mrd. Fr. in Vorsorgelösungen von Versicherungen.
Investment is a fast-changing industry: 232 names in the TWT 2009 list of 500 largest AMs are not in the 2019 list
Mandate and process trends have been broadly favouring drivers which enhance competitive edges and reduce the friction points in products through more advanced technology, lighter governance or more streamlined service
Client requirements for returns are increasing which is tending to favour products that may involve higher risk
Anhand eines Mikrosimulationsmodells wurden von Ecoplan die Auswirkungen der Reform der beruflichen Vorsorge (BVG 21) untersucht. Es wird geschätzt, dass die Erhöhung der Lohnnebenkosten die Arbeitsnachfrage leicht dämpfen und das Arbeitsvolumen um 3300 Vollzeitäquivalenten reduzieren wird. Der wichtigste Umverteilungseffekt der Reform entsteht durch den Rentenzuschlag und dessen Finanzierung über einen Beitrag von 0,5 Prozent des AHV-Lohnes. Zum Thema Umverteilung wird zusammenfassend ausgeführt:
Die geplante BVG-Reform verändert für die älteren Generationen (bis Jahrgang 1957) die Umverteilung nicht, da sie schon vor dem Inkrafttreten der BVG-Reform in Rente sind und die Rente fixiert ist. Hingegen entlastet die geplante BVG-Reform die Übergangsgeneration (Jahrgänge 1958 bis 1972) und belastet die jüngeren Generationen (ab Jahrgang 1973). Die geplante BVG-Reform bringt eine Umverteilung im Umfang von rund 18 Mrd. CHF (bei «temporärem» Tiefzins) bis 26 Mrd. CHF (bei «permanentem» Tiefzins) zugunsten der Übergangsgeneration und zu Lasten der jüngeren Generationen ab Jahrgang 1973. Dies entspricht einem Umverteilungsgewinn von 13’700 bis 19’300 CHF pro versicherte Person in der Übergangsgeneration.
Raiffeisen Economic Research hat die Ausgabe Q4 ihrer Immobilien-Studie publiziert. In der Zusammenfassung der Ergebnisse heisst es:
[Bei den Mietwohnungen] hat sich die Leerstandquote von 2.63% auf 2.76% er-höht. Die zwar abnehmende, aber weiterhin hohe Bautätigkeit hat den Mietwohnungsleerstandweiter in die Höhegetrieben. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass er vor allem dort steigt, wo es ohnehin schon viele leerstehende Objekte gibt. Vielerorts sind mit den Leerständen die An-gebotsmieten deutlich unter Druck geraten. Damit konnten Neubauwohnungen gegenüber Altbauten an Attraktivität gewinnen. So konzentriert sich der Anstieg der Leer-stände in den letzten Jahren verstärkt auf Altbauwohnungen.
Neben der Entwicklung der Leerwohnungen gehen wir in dieser Ausgabe der Frage nach, wem unsere Mietwohnungen eigentlich gehören. Das Ergebnis dürfte viele überraschen: Rund die Hälfte aller vermieteten Wohnungen sind im Besitz von Privatpersonen. Von einer Dominanz der Immobilienfirmen oder Investmentgesellschaften kann also keine Rede sein. Im Zuge des Baubooms der letzten Jahre haben sich die Besitzverhältnisse aber deutlich zugunsten der institutionellen Investoren verschoben. Ob diese Entwicklung wünschenswert ist, ist schwierig zu beantworten. Aus einer reinen Risikoperspektive ist die wachsende Professionalisierung des Marktes, gerade angesichts der steigenden Leerstände, sicher nicht schlecht. Grosse, risikobewusste Investoren dürften gegenüber Marktveränderungen und Krisen deutlichweniger anfällig sein.
Axa hat ihre Studie zum Pensionskassenwissen mit neuen Daten aktualisiert. Dazu heisst es: “Das grundsätzliche Interesse am Thema Vorsorge geht 2020 leicht zurück – womöglich weil im Corona-Jahr andere Sorgen wichtiger geworden sind. Rund drei Viertel der Befragten (74%) betrachten das angesparte PK-Geld als ihr eigenes und nicht etwa als dasjenige der PK (18%), des Staates (4%) oder des Arbeitgebers (3%). Die aktiv Versicherten rechnen damit, dass sie aus der PK und der AHV zusammen 54% ihres letzten Lohnes erhalten werden, seit 2014 bedeutet dies einen Rückgang von 9% und es ist der tiefste Wert, seit wir die Frage 2011 zum ersten Mal gestellt haben.”
Mit Bezug auf die Reform der Altersvorsorge liegen die beiden Punkte “länger arbeiten” und “tiefere Renten” abgeschlagen am Ende der Zustimmungsskala. Immerhin akzeptieren 45% der Befragen längeres Arbeiten mit eher ja und sicher ja. 2018 waren es lediglich 26%. Bei tieferen Renten stieg die entsprechende Zustimmung von 15 auf 23%. Besonders beliebt sind hingegen freiwilliges Sparen durch Steuervergünstigung (86%) und früher einzahlen (73%).