Aon Hewitt zur AV2020
Das Beratungsunternehmen Aon Hewitt zeigt an zwei Beispielen (geringer Lohn, hoher Lohn) die Auswirkungen der Altersvorsorge 2020 im BVG-Teil auf. Dazu heisst es auf ihrer Website:
Die Reform der Altersvorsorge „AV2020“ liegt vor. Die groben Züge sind überall bekannt und lassen sich an einfachen Beispielen gut nachvollziehen. Wie so häufig liegt der Teufel im Detail. Aus unserer täglichen Praxis wurden wir bereits mit zahlreichen interessanten Anfragen konfrontiert. Darum wollen wir im Folgenden einige Beispiele erläutern, um auf die Herausforderungen bei der Umsetzung der AV2020 aufmerksam zu machen.
Anhand von zwei konkreten Beispielen (geringer Lohn, hoher Lohn) werden die Änderungen im BVG nachvollziehbar aufgezeigt. Überdies wird mittels zwei weiteren Beispielen dargelegt, wie die Übergangsregelungen in der 1. und 2. Säule zu verstehen sind. Es gilt dabei zu beachten, dass die Auswirkungen der AV2020 auf einen Vorsorgeplan sehr unterschiedlich ausfallen können: Je mehr die Beiträge und Leistungen des Vorsorgeplans diejenigen gemäss BVG-Minimum übersteigen, umso geringer ist in der Regel der Anpassungsbedarf im Rahmen der AV2020.
Coop-PK hält es mit dem Teufel
Mitten in der Basler Innenstadt soll im Frühjahr 2019 ein neuartiges und hochwertiges Hotelkonzept im 4-Sterne-Segment mit Residenz entstehen. Hinter dem Projekt stehen die Pensionskasse von Coop als Grundeigentümerin und das Traditionshaus Teufelhof Basel als Betreiber.
Blick: “Das grosse Renten-Duell”
Im Sonntags-Blick sind Albert Rösti (SVP) und Christian Levrat (SP) zum Thema AV2020 gegeneinander angetreten. Auszug:
SonntagsBlick: Im Abstimmungskampf um die Rentenreform dreht sich gerade alles um ein Thema: die Jungen. Warum sorgen Sie sich um die Jungen, Herr Rösti?
Albert Rösti: Weil wir die Jungen mit dieser Vorlage verraten. Wir wollen die AHVretten. Doch mit der heutigen Lösung tut man das ganz sicher nicht, im Gegenteil: Der 70-Franken-Zuschlag ist ein Leistungsausbau, der ein Riesenloch in die AHV-Kassen reisst. Bereits in gut 15 Jahren haben wir wieder ein Minus von sieben Milliarden Franken. Diese Vorlage gefährdet den Generationenvertrag.
Christian Levrat: Von wegen! Die Altersvorsorge 2020 stärkt den Generationenvertrag. Wir sichern die Renten für die Babyboomer-Generation, so bleibt das System für alle stabil – Alt und Jung. Und das ist entscheidend. Mit ihrer Kampagne hingegen versuchen die Gegner, Jung und Alt gegeneinander auszuspielen. Sie setzen auf Neid und Aggressivität zwischen den Generationen. Das halte ich für einen gefährlichen Fehler.
Rösti: Wenn jemand das Klima angeheizt hat, dann ist es wohl Bundesrat Berset! Er sagte den Jungen: Wenn ihr jetzt nicht zustimmt, gibts irgendwann nichts mehr. Das Gegenteil ist der Fall.
War die Drohung Bersets ein Fehler, Herr Levrat?
Levrat: Tatsache ist: Wenn wir nichts tun, bekommen AHV und zweite Säule ein gröberes Problem. Das, was wir jetzt auf dem Tisch haben, ist ein Kompromiss. Das Pensionskassen-System ist unter Druck, es macht keinen Sinn, da noch mehr Geld reinzubuttern.
US-PKs klagen gegen CS und UBS
Drei US-Pensionsfonds haben sechs Grossbanken angeklagt mit dem Vorwurf einer missbräuchlichen Kreditvergabe. Betroffen sind neben Bank of America, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase und Morgan Stanley auch die Schweizer Institute Credit Suisse und UBS, wie das «Wall Street Journal» schreibt.
Den Banken werde vorgeworfen, seit 2009 zusammengearbeitet zu haben, um Wettbewerb zu verhindern. Die Sammelklage von Iowa Public Employees‘ Retirement System, Orange County Employees Retirement System und Sonoma County Employees‘ Retirement System sei am Mittwoch am Bundesgerichtshof für den südlichen Bezirk von New York eingereicht worden. Die Banken wollten dies gegenüber der Handelszeitung nicht kommentieren oder waren für ein Statement nicht erreichbar.
Levrats Argumente für die AV2020
In 20 Minuten werden die Argumente von SP-Präsident Christian Levrat ausgebreitet. Die Zeitung schreibt:
Was passiert, wenn die Rentenreform abgelehnt wird? Für die Befürworter ist klar: Es droht eine Erhöhung des Rentenalters auf 67. «FDP und SVP haben seit 20 Jahren den versteckten Plan, dass wir alle bis 67 arbeiten sollen», sagt SP-Präsident Christian Levrat. FDP-Bundesrat Couchepin sei immerhin noch offen dazu gestanden, heute versuchten FDP und SVP ihre Abbaupläne mit Floskeln wie «Interventionsmechanismen» oder «technische Massnahmen» am Volk vorbeizuschmuggeln. Als Beispiel nennt er die Pläne einer automatischen Anhebung des Rentenalters, wenn die AHV in Schieflage gerät.
Arme Kinder
Die Generationenallianz hat auf Facebook ein drastisches Video mit den Konsequenzen der AV2020 für die Jungen aufgeschaltet.
SRF-Umfrage zur AV2020
Gemäss dem Trend der ersten SRG-Umfrage zur AV2020 wären die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Reform der Altersvorsorge wären knapp angenommen worden.
SRF / NZZ / Umfrage TA
Jungparteien zur AV2020
Die Debatte zur AHV Reform wird mehrheitlich von Jungen geführt. Eine spezielle Situation, denn Befürworter und Gegner sind beide noch weit vom Rentenalter entfernt. Was treibt sie an? Drei Stimmen zum Thema auf TV SRF.
“Renten sinken stärker als nötig”
Bernhard Raos geht im Beobachter der Frage nach, wie hoch der technische Zinssatz sein müsste. Raos schreibt:
Die Pensionskassenexperten sind zerstritten. Stundenlang diskutierte ihre Kammer jüngst – und konnte sich dennoch nicht einigen, wie hoch der technische Referenzzinssatz vernünftigerweise sein soll. Der Entscheid wurde auf November vertagt. (…)
Wie hoch der technische Zinssatz vernünftigerweise sein soll, ist schon länger umstritten. 2010 einigte sich die Kammer der Pensionskassenexperten auf ein Berechnungsmodell, wie der Referenzzins festgelegt werden soll. Inzwischen ist er eine wichtige Grösse, nach der sich sehr viele Experten und Pensionskassen richten. Doch gegen den Referenzzinssatz gab es von Beginn weg Kritik. Ein einheitlicher Satz für alle Pensionskassen macht eigentlich keinen Sinn. Denn jede Kasse legt ihr Geld anders an und weist eine andere Altersstruktur auf. (…)
Auch die Oberaufsichtskommission ist mit dem Modell der PK-Experten unzufrieden und will den Referenzzins ganz streichen. Die Kritik kommt allerdings reichlich spät, denn der Referenzzinssatz hat seine Wirkung längst entfaltet. Viele Pensionskassen haben die Renten in den letzten Monaten stärker gesenkt als nötig.
“PKs mischen den Hypomarkt auf”
In einem Interview mit den AWP-Nachrichten erläutert Markus Gygax, CEO der Valiant-Bank, seine Sicht des Hypotheken-Marktes.
Der Hypothekarmarkt ist eine Branche mit scharfer Konkurrenz.
Ja, die Konkurrenz intensiviert sich stetig. In den letzten zwei bis drei Jahren sind auch die Versicherer im Hypothekengeschäft sehr aktiv geworden und soeben hat etwa die Pensionskasse der Post angekündigt, dass sie Hypotheken anbieten möchte. Der Preiskampf wird noch härter und der Druck auf die Margen nimmt weiter zu. Ich glaube nicht, dass die Zinsen bald wieder steigen werden.
Sie wachsen im Hypothekarmarkt langsamer als viele Ihrer Konkurrenten. Ist das eine bewusste Strategie?
Für uns ist der Ertrag wichtiger als Volumen. Das haben wir in den letzten Jahren mit der Steigerung unserer Zinsmarge bewiesen. Im Übrigen glaube ich nicht, dass es der richtige Zeitpunkt für ein aggressives Auftreten am Hypothekarmarkt ist. Unseres Erachtens deuten die Indikatoren darauf hin, dass der Hypothekarmarkt eher am Zenit ist: Es gibt zu viele leere Büros und Geschäftsflächen, Miet- und Renditeliegenschaften sind eher überteuert und die Einwanderung stagniert oder geht zurück.
Wie will Valiant dem anhaltenden Margendruck im Zinsengeschäft begegnen?
Wir haben zwei Ansatzpunkte. Zum einen haben wir angekündigt, im zweiten Halbjahr eine hypothekenbesicherte Obligation herauszugeben. Die Refinanzierung auf dem Kapitalmarkt mit einem solchen «Covered Bond» ist unter den gegenwärtigen Umständen klüger als über Kundengelder. Und zum anderen suchen wir aktiv zu Negativzinsen angelegte Gelder, um unsere Refinanzierung zu verbilligen. Diesen Markt gibt es und er ist auch ziemlich gross. Je länger die Negativzinsphase an-hält – und ich gehe davon aus, dass das noch länger sein wird – desto wichtiger werden diese Instrumente.
Werden Sie die Zinsmarge verteidigen können?
Wir verteidigen sie, können sie aber wahrscheinlich nicht ganz halten. Im Aktivgeschäft kommen die Erträge weiterhin zu-rück, da die neuen Hypotheken weiterhin tiefer verzinst werden als die auslaufenden alten Hypotheken. Auf der Passivseite sind wir bei der Verzinsung der Spargelder dagegen bei null angelangt. Das drückt gezwungenermassen auf die Marge.
Thomas Pohl
Exactis und Prevas rücken zusammen
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Die beiden Dienstleister für die 2. Säule, Exactis und Prevas, haben im Sinne einer strategischen Partnerschaft eine Zusammenarbeit beschlossen und bieten ihre Dienstleistungen im Teilbereich Pensionsversicherungsexperte künftig gemeinsam an. Mit dem Zusammenrücken sollen beide Unternehmen fachlich und personell voneinander profitieren.
“Liebe Catherine, Du hast ja recht!”
In der Unia-Zeitung “work” begründet Marie-Josée Kuhn in einem Editorial ihre Unterstützung der AV2020:
Liebe Catherine, Du hast ja recht! Ihr vom linken Gegenkomitee in der Westschweiz habt ja recht: Dass Alain Bersets Rentenreform uns Frauen neu bis 65 chrampfen lassen will, ist jenseits. Umso mehr, als wir Tonnen Gratisarbeit daheim leisten. Und, wenn wir ausser Haus arbeiten, immer noch rund zwanzig Prozent weniger verdienen als die Männer. Nein, dieses Damenopfer ist nicht zu rechtfertigen. Und ja, einverstanden, dass Berset die heute schon wacklige zweite Säule ausbauen will, ist störend. Ihr sagt deshalb Nein am 24. September. Zusammen mit FDP-Chefin Petra Gössi und SVP-Milliardärin Magdalena Martullo-Blocher. Sie wollen die Altersreform 2020 ebenfalls versenken. (…)
Comparis lance son simulateur
Le comparateur en ligne lance un programme de calcul pour savoir les conséquences à l’échelle individuelle de la Prévoyance 2020 soumise au peuple fin septembre.
Il y avait d’abord les chiffres noirs sur blanc de la Confédération. Il y a eu ensuite le calculateur en ligne de l’Union suisse des arts et métiers, l’USAM. Il y a désormais le simulateur de Comparis.ch. Tous permettent de s’y retrouver financièrement sur le sujet de la Prévoyance 2020, la réforme des retraites soumises au peuple le 24 septembre prochain.
Petit dernier, le simulateur de Comparis, qui se veut indépendant, a été élaboré avec le professeur Dr. Lukas Müller de l’Université de Saint-Gall, précise l’entreprise privée dans un communiqué jeudi.
À la différence des exemples de calcul existants sur Internet, le simulateur montre les effets de la réforme de manière plus précise, pour chaque personne individuellement, vante Comparis, qui se veut politiquement neutre sur ce sujet. « Le simulateur permet de calculer les répercussions de la réforme sur une base individuelle», selon Lukas Müller.
Metastudie zur Einstellung der Bevölkerung zur AV2020
Eine Studie des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St.Gallen bietet eine systematische Zusammenstellung von fünf breit angelegten Bevolkerungsbefragungen im Bereich Altersvorsorge im Zeitraum von 2013 bis 2017. Ziel ist es, im Rahmen eines Quer- und Zeitvergleichs Aussagen und Tendenzen zu zentralen Altersvorsorge-Themen herauszufiltern.
Zu den zentralen Erkenntnissen der Studie gehören folgende Resultate:
- Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten erachtet das Altersvorsorgesystem grundsätzlich als funktionierend. Je höher das Alter und Einkommen, umso positiver ist die aktuelle Sicht auf die Altersvorsorge. Beim Blick in die Zukunft wird die Funktionserfüllung kritischer gesehen. Die stärksten Bedenken äussern jüngere Erwerbstätige, SympathisantInnen der SP und SVP sowie Personen mit Haushaltseinkommen unter 3’000 Franken pro Monat.
- Insgesamt setzen die Stimmbürger auf Bestandssicherung. Ein Leistungsabbau ist nicht mehrheitsfähig. Beitragserhöhungen werden tendenziell eher gutgeheissen. Obwohl ein Reformbedarf in der Altersvorsorge in jüngster Zeit verstärkt akzeptiert wird, erschwert diese Ausgangslage tiefgreifende Reformen.
- Die Altersreform 2020 erhalt insgesamt in den erfassten Bevölkerungsumfragen Zustimmung, obwohl sich die Akzeptanz leicht abgeschwächt hat. Wichtige Elemente der Reform werden wie folgt beurteilt:
– Die Notwendigkeit einer Reform wird zunehmend bejaht. Eine Paketlosung ermöglicht Kompromisse und steigert den Konsens.
– Die Reform darf nicht zu einem Leistungsabbau fuhren. So wird etwa die Senkung des Umwandlungssatzes besonders kritisch beurteilt.
– Die Erhöhung des Frauenrentenalters sowie der erweiterte Zugang zu Renten aus der beruflichen Vorsorge für Teilzeitbeschäftigte und TieflohnbezügerInnen wirken sich positiv auf die Reform aus. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die vorgeschlagene Erhöhung der AHV-Renten tragen geringfügig zur Unterstützung der Reform bei. - Bei der Beurteilung dieser Ergebnisse gilt zu berücksichtigen, dass zum Zeitpunkt der Bevölkerungsumfragen die politische Meinungsbildung noch kaum eingesetzt hatte. Insbesondere fällt auf, dass aktuell zwei dominierende Aspekte der Reform – Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit – in den Bevölkerungsbefragungen kaum thematisiert wurden.
UBS-Performance Juli 2017
- Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Juli mit einer durchschnittlichen Monatsperformance von 1,09% nach Gebühren das zweitbeste Ergebnis dieses Jahres.
- Die kleinen Vorsorgewerke mit verwalteten Vermögen unter CHF 300 Mio. erwirtschafteten mit durchschnittlich 1,23% das beste Ergebnis.
- Das beste Ergebnis von 2,30% erzielte ein kleines Vorsorgewerk mit unter CHF 300 Mio. verwalteten Vermögen.









