- Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Juli eine durchschnittliche Performance von 0,89% nach Gebühren. Seit Jahresbeginn steht die Rendite bei –1,44% und seit Messbeginn 2006 bei 55,63%.
- Das beste Ergebnis verbuchte eine grosse Pensionskasse mit 1,83%. Das schlechteste Ergebnis verbuchte eine kleine Pensionskasse mit –0,42%.
- Die Sharpe Ratio betrug im Durchschnitt 0,70. Die grossen Vorsorgeeinrichtungen wiesen mit 0,85 eine höhere risikoadjustierte Rendite auf als die mittleren mit 0,76 und die kleinen mit 0,57.
- Vor allem ausländische Aktien und Schweizer-Franken-Anleihen trugen zur positiven Performance bei.
pwirth
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AHV-Prognosen: Zahlen à la carte
Verwirrung und etwas Aufregung um Prognosen zur Entwicklung der AHV-Finanzen. Das BSV verwendet für seine Zahlen nicht die offizielle Wirtschaftsprognose des Bundes (Seco), sondern hat eigene, etwas optimistischere Daten eingesetzt. Die SGK verlangt Präzisierungen und neue Zahlen. Die NZZ ist der Sache nachgegangen.
Es ist das erste Mal, dass das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) von den offiziellen Prognosen abweicht, die jeweils vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und von der Finanzverwaltung erstellt werden. Das Amt begründet dies mit den grossen Unsicherheiten über den Verlauf der Corona-Krise und der darauffolgenden Erholung. Die Folge des prognostischen Alleingangs: Die Bundesverwaltung arbeitet nicht mit einheitlichen Annahmen, wie man dies eigentlich erwarten dürfte. Bei den Berechnungen für die grossen Sozialwerke AHV und Invalidenversicherung (IV) geht sie von rosigeren Erwartungen aus als in der Finanzplanung für den Bundeshaushalt. (…)
Auch SVP-Ständerat Alex Kuprecht reagiert auf Nachfrage verständnislos auf das Vorgehen des BSV. «Ich begreife nicht, wieso das Amt ein eigenes Szenario erstellt», sagt er. Das sei in hohem Masse verdächtig. Es erwecke den Eindruck, als wolle man die Situation der AHV beschönigen. «Nach allem, was wir mit den jahrelang schöngeredeten Zahlen der IV erlebt haben, ist das leider gar nicht unvorstellbar», sagt Kuprecht. Bundesrat Berset schrecke nicht davor zurück, mit Zahlen Politik zu machen. Kuprecht fordert den Bundesrat auf, alle Ämter zu verpflichten, mit den offiziellen Prognosen zu arbeiten.
Entspannung in der Rösslimatte
Die Aufregung um die Entsendung von Securitas-Einheiten zur Lärmbekämpfung in der Rösslimatte-Siedlung in Buchs durch deren Besitzerin, die Migros-Pensionskasse, dürfte sich jetzt hoffentlich legen. Sie wurden wieder abgezogen. Die Aargauer Zeitung hält fest:
Die Reaktionen waren gewaltig. Die einen applaudierten, die anderen schalten die Liegenschaftsbesitzerin als kinderfeindlich. Eine Petition des Buchser Einwohnerrats Reto Fischer gegen den Einsatz der Securitas hat bisher gut 150 Unterzeichnende. Sie ist nicht mehr nötig: Die Securitas wurde abgezogen. «Die Migros-Pensionskasse hat viele positive Rückmeldungen bezüglich des Einsatzes der Securitas erhalten. Die Ruhezeiten wurden seither vermehrt eingehalten. Sollte sich die Situation verändern, wird die MPK weitere Schritte prüfen», teilt die Liegenschaftsbesitzerin auf Anfrage mit.
“Worauf junge Leute bei der Altersvorsorge achten sollten”
In jungen Jahren ist das Rentenalter zeitlich weit entfernt – folglich interessieren sich viele unter 35-Jährige kaum für Altersvorsorge. Das ist auch durchaus verständlich. Allerdings lässt sich gerade über eine lange Frist viel Vermögen aufbauen, besonders wenn man dieses richtig anlegt. Wer also zeitig mit der Altersvorsorge beginnt, hat gute Chancen, im Ruhestand über ein beträchtliches finanzielles Polster zu verfügen.
Provokation! Komplott! Verrat!
Die vier mehr oder weniger bürgerlichen Parteien des Landes haben sich zusammengerauft und sich vor der Herbstsession auf einige Elemente bei der AHV-Revision 21 geeinigt. Das ist kein grosser Wurf; nichts, das man kontrovers diskutierten müsste, ausser dass die vorgeschlagenen Änderungen längst nicht ausreichen, um die AHV für die Zukunft «fit zu machen». Die Angleichung des Rentenalters soll den Frauen mit diversen Rentenverbesserungen und hunderten von Millionen versüsst werden, obgleich es sich um die Aufhebung eines Privilegs handelt. Aber anders ist das wohl nicht zu machen.
Dazu kommen eine Flexibilisierung mit Teilrenten, höhere Freibeträge für die über 65-Jährigen und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,3 Prozent. Also ein Miniprogramm, das ausser dem überfälligen Referenzalter 65/65 nicht viel bringt. Mit gebremstem Ehrgeiz und kurzfristiger Perspektive sollen das Allernotwendigste plus ein paar Verbesserungen durchgesetzt werden. Vieles bleibt ausgeklammert, etwa die Frage der Ehepaarrente, die nicht mehr ins progressive Weltbild passt, deren Revision aber heikel ist. Bemerkenswert ist vor allem, das überhaupt eine Einigung auf ein paar zentrale Fragen möglich war. Angestrebt wird damit eine «kleine, rasche Revision», wie es Ruth Humbel formulierte, um der AHV das Überleben bis 2030 zu sichern. Weniger geht nicht.
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Das damit ausgelöste Wehklagen auf linker Seite gehört vor diesem Hintergrund in die Kategorie der Realsatire. Barbara Gysi schreibt in einem SP-Communiqué von einem «bürgerlichen Komplott» und einem «Verrat an den Frauen». Es handle sich um eine «Abbauvorlage», um ein «rücksichtsloses Vorgehen» und eine «inakzeptable Provokation» unter dem «Diktat der SVP». Fehlt nur noch der Faschismus-Vorwurf. Das Ganze liest sich wie eine Parodie auf linke Empörungsrhetorik. Aber so war es wohl nicht gedacht.
SP und Gewerkschaften setzen alles auf eine Karte: den Widerstand gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters. Das ist riskant und intellektuell dürftig. Die Strategie ist auch Konsequenz des Populismus, in den die Linke mit ihrer Sozialpolitik geraten ist. Das Wortgedröhn von Gysi vermag diese Entwicklung nicht zu überdecken, es enthüllt sie vielmehr.
Es ist andererseits nachvollziehbar, dass die SP sauer ist. Sie hat im Parlament nur Erfolg, wenn eine der bürgerlichen Parten mit ihr zusammenspannt, um eine Vorlage durchzusetzen (CVP) oder zu Fall zu bringen (SVP). Falls gegen jede Erfahrung und Tradition alle vier am gleichen Strick ziehen, bleiben offenbar nur der Komplottverdacht und die Prophezeiung der Apokalypse.
Blosser Widerstand gegen Anpassungen beim Rentenalter ist den Anforderungen der Altersvorsorge und speziell der AHV nicht angemessen. Im Gegenteil, diese Politik wird selbst zum zentralen Hindernis der Reform. Wenn sie scheitert, steht die Linke am Schluss mit leeren Händen da. Hat sie Erfolg, werden die Probleme bloss aufgeschoben und noch schwerer lösbar. Man ist fast geneigt, von Provokation, Verrat oder ähnlichem zu schreiben.
Peter Wirth, E-Mail
PKs mit grösstem Wachstum
Blick bringt Zahlen von Moneypark über den Schweizer Hypomarkt und schreibt dazu:
“Das Geschäft mit Hypotheken in der Schweiz gehört volumenmässig zu den grössten Märkten der Welt. In den vergangenen fünf Jahren wuchs der hiesige Hypo-Markt um 146 Milliarden Franken auf rund 1100 Milliarden Franken an. Alleine 2019 verzeichnete er ein Plus von 3 Prozent oder 32 Milliarden Franken. Das zeigt die neuste Studie des Hypothekenvermittlers Moneypark, die BLICK vorliegt.
Zum Vergleich: Die ausstehenden Hypothekarkredite in Deutschland sind mit 1200 Milliarden Euro (1115 Milliarden Franken) fast gleich hoch wie in der Schweiz – Deutschland ist jedoch mit 83 Millionen Einwohner rund zehnmal grösser als die Schweiz. Zudem hat Deutschland mit 50 Prozent eine deutlich höhere Eigentumsquote als die Schweiz.
Die Wohneigentumsquote stagniert in der Schweiz seit Jahren bei rund 40 Prozent. Das Wachstum des hiesigen Hypothekarmarkts ist denn auch vor allem auf steigende Immobilienpreise zurückzuführen.
Den Löwenanteil des riesigen Markts beherrschen die Banken. Ihr Anteil: knapp 95 Prozent. Versicherungen und Pensionskassen decken laut der Studie 5 Prozent des Markts ab. (…)
Das mit Abstand grösste prozentuale Wachstum konnten die Pensionskassen erzielen: «Wir schätzen, dass diese Anbietergruppe 2019 um knapp sieben Prozent gewachsen ist», sagt Stefan Heitmann (43), CEO von Moneypark.
«Dies ist umso bemerkenswerter, da die Pensionskassen typischerweise über keine oder nur sehr limitierte eigene Vertriebskanäle verfügen», so Heitmann. Deshalb profitieren Pensionskassen stark von Hypothekenvermittler-Plattformen wie Moneypark, Hypoplus oder Valuu. “
Faire Vorsorge – gescheitert
Josef Bachmann, früherer Geschäftsführer der PwC-Pensionskasse, hat in einem Schreiben an Mitglieder des Komitees, Sympathisanten und Medien das Scheitern seiner Initiative “Vorsorge JA – aber fair” eingestanden. In dem Brief heisst es u.a.
Es gibt nichts zu feiern. Vier Monate vor Ablauf der Eingabefrist muss ich eingestehen: Wunder waren diesmal nicht im Programm. Die Initiative «Vorsorge JA – aber fair» kann nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Ich bin damit gescheitert.
Was ist passiert? Zweifellos habe ich einiges falsch oder mit rosaroter Brille eingeschätzt, ganz speziell die Unterstützungsbereitschaft. Aber ohne viele engagierte Begleiter und ein beträchtliches finanzielles Polster ist ein solches Grossprojekt nicht zu stemmen. Und Corona hat uns den Rest gegeben. Jetzt ist es deutlich anspruchsvoller, die Menschen auf der Strasse zu mobilisieren.
Ist das Ende der Initiative auch das Ende der dahinter stehenden Idee und der damit verbundenen Forderung? Bachmann sieht trotz des Misserfolgs hoffnungsvolle Aspekte:
Mehr denn je besteht bei der Sanierung unserer Altersvorsorge dringender Handlungsbedarf. Die Medien nehmen das Thema immer wieder auf. Entsprechend sind die Menschen auf der Strasse heute über die systemwidrige Umverteilung in der 2. Säule informiert. Sie wünschen eine wirklich faire Reform – für alle Generationen. Das geht nicht ohne Anpassung von Renten und Pensionierungsalter an die aktuellen Rahmenbedingungen. Wir können nicht schwimmen, ohne nass zu werden.
Was sind die Konsequenzen für ihn persönlich, nachdem er sich mehr als ein Jahr mit vollem Einsatz dem Projekt gewidmet hat? Er schreibt:
Für mich ist jetzt Zeit für eine Pause mit realistischer Analyse und ehrlicher Standortbestimmung. (…) Aber eine faire und systemgerechte Altersvorsorge bleibt mir eine Herzensangelegenheit. Sie hätte eine zweite Chance verdient. Meine Freunde meinen das auch!
Anhaltender Boom
Die Handelszeitung schreibt zur Entwicklung der Preise für Mehrfamilienhäuser:
Der Boom ist im Schweizer Immobilienmarkt ein Dauerzustand: Seit Jahrzehnten steigen die Preise fast ununterbrochen. Besonders stark aufgewertet haben Mehrfamilienhäuser. Wer von fünfzehn Jahren in solche Liegenschaften investierte, dürfte in den meisten Fällen viel Geld verdient haben. Denn im Schnitt wechseln solche Objekte zu fast 80 Prozent höheren Preisen die Hand als 2005, wie die Grafik der Woche zeigt. Sie basiert auf einer Aufwertung von etwa 7000 Verkäufen von Mehrfamilienhäusern durch das Beratungsunternehmen Wüest Partner.
“ … sofern man noch Arbeit hat”
Jérôme Cosandey von Avenir Suisse schreibt über die Situation jener Personen, die aufgrund der Corona-Krise ihre Stelle verloren haben und geht auf die BVG-Revision unter den aktuellen Umständen ein.
Angesichts des historischen Ausmasses der Krise befinden sich die meisten Pensionskassen also in einer bemerkenswert guten, wenn auch etwas anfälligeren Lage. Die dezentrale Struktur der 2. Säule und die breite Diversifikation des Vorsorgevermögens haben zur Widerstandsfähigkeit des Systems beigetragen. Die einer solchen Pensionskasse angeschlossenen Versicherten sind bisher ausreichend geschützt. (…)
Problematischer ist die Lage für Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren. Tatsächlich unterstehen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung nur teilweise der beruflichen Vorsorge. Arbeitslose zahlen zwar weiterhin Risikobeiträge zur Absicherung gegen Tod und Invalidität, die Sparbeiträge werden jedoch sistiert. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen weniger Ersparnisse ansammeln, was bei der Pensionierung zu Leistungslücken führen kann. Arbeitslose scheiden zudem aus der Pensionskasse aus und müssen ihr Vermögen auf einem Freizügigkeitskonto «parkieren». Für diese Vermögenswerte gibt es keinen Mindestzinssatz. (…)
UBS Real Estate Bubble Index Q2
Die UBS schreibt:
- Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index misst das Risiko einer Immobilienblase auf dem Schweizer Eigenheimmarkt.
- Der Index verzeichnete im zweiten Quartal 2020 einen scharfen Anstieg auf 1,52 Indexpunkte. Der Anstieg war durch den kurzfristigen Schock der Corona-Krise getrieben und ist somit zu relativieren.
- Die Prognose des Immobilienblasenindex bis Ende 2021 zeigt, dass sich die Bewertungen auf dem Eigenheimmarkt mit der wirtschaftlichen Erholung wieder reduzieren werden.
Dazu wird weiter ausgeführt:
Aufgrund der Volatilität zeigen wir vorübergehend auch die Entwicklung des UBS Swiss Real Estate Bubble Index für die nächsten Quartale gemäss unseren Prognosen für die Wirtschafts- und Immobilienmarktentwicklung. Bis Ende 2021 wird sich der Indexstand selbst ohne Korrektur der Eigenheimpreise wieder auf dem Vor-Corona-Niveau einpendeln.
Allerdings gilt dies insbesondere, wenn die folgenden drei Annahmen erfüllt werden: Das Einkommen pro Haushalt liegt Ende 2021 fast gleichauf mit dem Wert von Ende 2019. Die Steigerungsrate der Eigenheimpreise schwächt sich ab und die Mieten werden weiterhin leicht sinken. Das Wachstum der Hypothekarvolumen schwächt sich gegenüber 2019 leicht ab.
Demnach treibt die Corona-Krise die Ungleichgewichte auf dem Eigenheimmarkt voraussichtlich nur temporär in die Höhe. Es gibt dennoch Anlass zur Vorsicht: Die hohen Preise auf dem Schweizer Eigenheimmarkt sind nicht mit einem länger anhaltenden Krisenmodus der Wirtschaft vereinbar. Zudem sind anhaltende Preissteigerungen in der aktuellen Grössenordnung angesichts sinkender Einkommen nicht nachhaltig.
Ideologische Grabenkämpfe um AHV-Reform
Noch bevor das Parlament die Beratung aufgenommen hat, steckt die Diskussion um die AHV-Reform 21 in der Sackgasse unvereinbarer Weltanschauungen. Am 5.8.20 hat die NZZ über ein “neues bürgerliches AHV-Paket” berichtet, umgehend ist von linker Seite heftige Kritik geübt worden. In der NZZ stand zu lesen:
Wie erst jetzt bekanntwird, haben sozialpolitische Wortführer aus National- und Ständerat im März eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, die sich seither mehrmals zu Absprachen getroffen hat.
SVP, FDP und CVP waren von Beginn weg dabei, später kam die GLP hinzu. Dies bestätigen auf Anfrage SVP-Ständerat Alex Kuprecht, der als Initiant der Gruppe zurzeit auch die Federführung innehat, sowie CVP-Nationalrätin Ruth Humbel, die Präsidentin der Sozialkommission ihres Rats. Die Parteispitzen sind ebenfalls involviert.
Das erste Projekt der Gruppe ist die überfällige AHV-Reform, über die der Ständerat voraussichtlich im September debattiert. Am Montag beginnt die Vorberatung in der Sozialkommission. Die bürgerliche Gruppe hat sich in den Wochen vor den Ferien klandestin auf gemeinsame Eckwerte geeinigt. Diese werden laut Ständerat Kuprecht auch von den Partei- und Fraktionsspitzen unterstützt. Falls sich alle Beteiligten daran halten, wird es dieses Mal keinen Mitte-links-Pakt mehr geben, sondern ein bürgerliches Päckli.
Und so soll die AHV-Reform aussehen: Das Rentenalter der Frauen steigt auf 65 Jahre, im Gegenzug erhalten betroffene Frauen Rentenverbesserungen im Wert von 400 bis 550 Millionen Franken im Jahr. Der Übergang ins Rentenalter soll flexibler ausgestaltet werden, mit Teilrenten ab 63. Um die Arbeit im Alter zu fördern, ist geplant, die Freibeträge für Erwerbstätige über 65 Jahren zu erhöhen. Zudem soll die Mehrwertsteuer für die AHV um maximal 0,3 Prozentpunkte erhöht werden. (…)
Ständerat Kuprecht ist zuversichtlich, dass die bürgerlichen Absprachen erfolgreich sein werden. Als Nächstes will die Gruppe gemeinsame Vorschläge für die anstehende Reform der beruflichen Vorsorge erarbeiten.
Wiewohl viele Fragen noch offen sind, gibt sich die SP angemessen entsetzt. In einer Pressemitteilung heisst es:
Unter dem Diktat der SVP haben sich FDP, CVP und Grünliberale zu einer AHV-Abbauallianz zusammengeschlossen, wie heute den Medien zu entnehmen war. Die SP lehnt diesen Plan der Bürgerlichen ohne Wenn und Aber ab. Eine Erhöhung des Rentenalters – egal ob für Frauen oder Männer – ist der falsche Weg zur Reform der Altersvorsorge.
Besonders stossend im Plan der Bürgerlichen ist, dass die Frauen die Kosten nahezu alleine tragen müssen. Die vorgeschlagenen «Kompensationen» reichen bei weitem nicht aus und fallen sogar hinter die Minimalvariante des Bundesrats zurück.
Mit ihrem rücksichtslosen Vorgehen setzen die Bürgerlichen die AHV-Reform aufs Spiel, noch bevor die Beratungen im Parlament begonnen haben. Dieser bürgerliche Reformplan, der für weite Teile der Bevölkerung eine Rentensenkung bedeutet, ist zum Scheitern verurteilt.
Swiss schemes pushed to adopt riskier strategies
Swiss pension funds will need to pursue riskier investment strategies in a hunt for higher returns in a prolonged period of low interest rates and amid the consequences of the COVID-19 pandemic.
“Hunting for yield is costlier and harder to do for pension funds, as for other investors,” Jackie Bauer, head of retirement and public policy research at UBS, told IPE.
The occupational pension scheme Stiftung Auffangeinrichtung BVG said in a statement that negative interest rates cause long-term damage to savings – placing pension funds at a crossroads that may lead to making choices with uncertain outcomes, it said.
“A specific savings target can only be achieved by taking higher risks, otherwise the savings target must be reduced or financed through higher savings contributions,” the institution added.
Stefan Honegger neuer persönlicher Mitarbeiter von Berset
Bundesrat Alain Berset hat Stefan Honegger zum persönlichen Mitarbeiter ernannt. Er wird den Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unterstützen.
Stefan Honegger nimmt Anfang September seine Tätigkeit im EDI-Generalsekretariat auf. Er wird Bundesrat Berset vor allem in der Gesundheitspolitik unterstützen und sich unter anderem auch mit den Themen Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen befassen. Er übernimmt die Stelle von Doris Bianchi, die zur Direktorin der Pensionskasse des Bundes Publica gewählt wurde.
Der 42-jährige Stefan Honegger ist Rechtanwalt und leitet seit 2016 den Bereich Sach- und Geldleistungen im Geschäftsfeld Invalidenversicherung beim Bundesamt für Sozialversicherungen. Er arbeitet seit 2008 in der Bundesverwaltung, zuerst als stellvertretender Leiter Fachbereich Internationale Handelspolitik beim Bundesamt für Landwirtschaft und ab 2010 bis 2016 als Referent im eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement.
UBS-Vorsorgeindex auf Rekordtief
Die UBS hält in ihrer neusten Ausgabe des Vorsorge-Index fest:
- Der UBS-Vorsorgeindex Schweiz erholte sich insgesamt im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr, blieb aber im negativen Bereich. Die Corona-Krise stoppte die Verbesserung jäh und drückte den Index im ersten Halbjahr 2020 auf den schlechtesten Stand seit Messbeginn.
- Haupttreiber war die Wirtschaftsentwicklung, vor allem die Komponenten Arbeitsmarkt, Staatsschulden und Wirtschaftswachstum brachen massiv ein.
- Auch die Subindizes Finanzen, Demografie und Reformen befanden sich über die letzten Quartale fast ausschliesslich im negativen Bereich.
Subindex Demographie
Der Altersquotient dominiert weiterhin den Subindex Demografie. Die Rentnerpopulation nahm in der Schweiz schnell zu und wird es auch in Zukunft tun, da immer mehr Personen der geburtenstarken Babyboomer-Generation das Rentenalter erreichen. Im Vergleich dazu stagniert die Wachstumsrate der Erwerbstätigen nahezu. So steht die gleiche Anzahl berufstätiger Personen einer steigenden Anzahl Rentner gegenüber. Einen positiven Lichtblick bietet die leicht höhere Geburtenentwicklung im Vergleich zum Durchschnitt der Vorquartale. Diese stieg 2020 an, allerdings sind saisonale Effekte zu berücksichtigen, denn die Geburtenrate ist im ersten Halbjahr jeweils tendenziell höher als im zweiten.
Publica to increase stake in firms with renewable energy ‘high-quality patents’
Publica, Switzerland’s largest pension fund, plans to overweight its portfolio in companies with “promising and high-quality patents” in the renewable energy sector against other companies, based on its climate efficient equity index, deputy chief investment officer Patrick Uelfeti told IPE.
A recently developed MSCI index takes into account expected tax costs on CO2 emissions over a period of 30 years against the market capitalization of a company, patents for the reduction of greenhouse gas emissions, and costs caused by climate change on business operations.
“The patents are classified and evaluated according to their relevance and their market potential,” Uelfeti added.
In its report on climate-related opportunities and risks for 2019, Publica said it excluded investing in the coal sector, preferring renewable energies, wind farms or photovoltaic systems, through a strategic asset allocation of 3.5%.





