Prevas & Gewos sind neu Mitglied der Assepro-Gruppe. Im Rahmen der Gruppenintegration übernimmt René Steffen, eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte, die operative Leitung der PREVAS AG. Lydia Ackermann führt weiterhin die GEWOS AG, während Viktor Ackermann auf Gruppen-Ebene gesamtheitlich den Bereich «Altersvorsorge» weiterentwickelt; er verbleibt weiterhin im Verwaltungsrat der PREVAS AG.
pwirth
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Sinkende Beschäftigung
Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist zwischen dem 2. Quartal 2019 und dem 2. Quartal 2020 um 1,6% gesunken (–82 000). Darüber hinaus ist bei der tatsächlichen wöchentlichen Arbeitszeit pro Erwerbstätige ein Rückgang um 9,5% zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum stieg die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) von 4,2% auf 4,6% in der Schweiz und von 6,6% auf 6,9% in der EU. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor.
BGer: Schadenersatzklage der First Swiss abgewiesen
Das Bundesgericht hat eine Schadensersatzklage der BVG-Sammelstiftung First Swiss Pension Fund gegen die Eidgenossenschaft abgewiesen. Die Aufsicht des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) ist laut Gericht seinen Verpflichtungen als Aufsichtsorgan nachgekommen. Wegen betrügerischer Machenschaften von Stiftungsräten flossen rund 30 Mio. Franken aus der Sammelstiftung First Swiss Pension Fund.
Zwei Personen wurden zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Sie haften solidarisch für die verschwundenen Gelder. Ebenso weitere Pensionskassenantwortliche, die Revisionsstelle und der damalige BVG-Experte der Stiftung. Die Stiftung wird derzeit liquidiert.
Vom Bund verlangte sie rund 24 Mio. Franken Schadenersatz, weil ihr aufgrund der unzureichenden Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde ein Schaden entstanden sei. Die Lausanner Richter führen in ihren Erwägungen aus, die Aufsichtsstelle sei ihren gesetzlich vorgegebenen Pflichten nachgekommen. Es hätten keine Hinweise für Unregelmässigkeiten bestanden, denen sie hätte nachgehen müssen. Das Bundesgericht weist in seinem Urteil mehrmals auf die Kontrollpyramide hin. (Urteil 2C_46/2020 vom 2. Juli 2020).
Ausgleich der UWS-Senkung, ungenutztes Renditepotential
Wie liesse sich die geplante Senkung des Mindestumwandlungs-Satzes von 6,8 auf 6 Prozent kompensieren? Swisscanto hat mit den Daten ihrer PK-Studie eine Reihe von Kennzahlen errechnet und mit dem Sozialpartner-Kompromiss verglichen. Möglich wäre dies mit einer Erhöhung des Rentenalters um 2 Jahre, einer Senkung des Koordinationsabzugs auf 7349 Franken, einer Erhöhung der Sparbeiträge um 13,3 Prozent, einer Verstärkung der Selbstvorsorge um 475 Franken jährlich oder einer Erhöhung der Kapitalerträge um 0,6 Prozentpunkte. Wobei die letztgenannte Möglichkeit bei der Swisscanto am meisten Sympathien geniesst.
Voraussetzung dazu ist allerdings, dass überhaupt ein ungenutztes Renditepotential vorliegt. Swisscanto stellt sich auf den Standpunkt, dass dies in der Tat der Fall ist. Dies nicht zuletzt aufgrund des performancemässig sehr gut verlaufenen 2019.
Die in 4 Gruppen aufgeteilte obige Grafik zeigt ganz rechts den Anteil der Studienteilnehmer, die mittlerweile einen Anteil von Soll-WS-Reserven von 75 % oder mehr aufgebaut haben.
Grau bzw. hellgrau lässt sich ablesen, dass sich aufgrund des ausgezeichneten Anlagejahres der Anteil der PKs mit einer Reserve von über 75 % von 27 auf 63 Prozent nahezu verdoppelt hat und damit den Kassen ein grösseres Sicherheitspolster bietet. Mit nur 29 Prozent im Top Bereich geäuffneten Reserven hinken die öffentlichen Arbeitgeber hier noch etwas hintennach.
DG und Verzinsung nach Branchen
Auf Basis der Angaben der Swisscanto PK-Studie 2020 lässt sich untersuchen, wie sich die Strukturdaten bei den Vorsorgeeinrichtungen in den diversen Branchen unterscheiden. Ausgewertet für die obige Grafik wurden das verarbeitende Gewerbe, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Handel, Gesundheitswesen, Baugewerbe, sonstige DL, öffentliche Verwaltung sowie die Angaben der Sammeleinrichtungen mit den angeschlossenen KMU aus verschiedenen Bereichen.
Auffallend ist der tiefe Deckungsgrad bei der öffentlichen Hand (u.a. der Teilkapitalisierung geschuldet) sowie der Zusammenhang von DG und Verzinsung der Altersguthaben.
Klumpenrisiko Immobilien
Mit einer Detailauswertung wurde mit den Daten der aktuellen Swisscanto PK-Studie untersucht, wie sich ein hoher Immobilienanteil bei der Asset Allocation auswirkt. Dazu wurden die 10 Prozent der Kassen mit dem höchsten Anteil an Liegenschaften mit der Gesamtheit der Umfrageteilnehmer verglichen.
Es zeigt sich, dass diese 10 Prozent insgesamt weniger in Aktien (In- und Ausland) und deutlich weniger in Obligationen investiert sind. Weiter ist erkennbar, dass es sich im Durchschnitt um kleinere Kassen handelt. Ihre Performance über 5 Jahre liegt durchschnittlich um 0,3 Prozentpunkte höher. Swisscanto verweist allerdings auch auf das damit verbundene Klumpenrisiko.
Der Immobilienanteil liegt hier im Schnitt bei gut 43 Prozent, was weit über der Vorgabe der BVV2 mit 30 Prozent liegt und gleichzeitig erkennen lässt, dass zahlreiche Kassen noch deutlich darüber liegen.
Swisscanto PK-Studie 2020: Anlagen, Performance, Leistungen
Swisscanto hat die Pensionskassen-Studie 2020 publiziert. Sie enthält eine Fülle von Daten zu Kapitalanlagen, den technischen Parametern, Kosten und Leistungen. Aus Anlass des 20jährigen Bestehens gibt die Studie auch einen Überblick über die Entwicklung der wichtigsten Fragen und Themen seit der ersten Ausgabe. Die Studie deckt rund 80 Prozent des Vermögens und 70 Prozent der Versicherten in der 2. Säule ab. Die Mitteilung der Swisscanto zur Studie fasst einige der wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Die Swisscanto Pensionskassenstudie wurde in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt. Die aktuellen Resultate der Jubiläumsausgabe zeigen, dass die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen sicher aufgestellt sind. Sie haben auf den demografischen Wandel und das anhaltende Negativzinsumfeld reagiert und die Umwandlungssätze gesenkt. Die aktiv Versicherten und Neupensionierten dagegen müssen seit über zehn Jahren ein sinkendes Leistungsniveau in Kauf nehmen.
Damit steht das Vorsorgesystem der 2. Säule vor grossen, strukturellen Herausforderungen. Um langfristig das Leistungsziel zu erhalten, sind Reformen dringend und unumgänglich. Es braucht zusätzliche Beiträge, um das sinkende Leistungsniveau zu kompensieren. Der Weg führt über höhere Renditen an den Kapitalmärkten und weitere Massnahmen zur Erhöhung der individuellen Altersguthaben.
Im Jahr 2019 verzeichneten die Vorsorgeeinrichtungen ein hervorragendes Anlagejahr, die durchschnittliche Rendite lag bei 10,85%. Auffallend sind aber die enormen Performanceunterschiede. Die Spannbreite der erzielten Renditen reicht von 3,0% bis 19,3%. Diese grossen Renditeunterschiede dürften in den unterschiedlichen Anlagestrategien der Pensionskassen begründet liegen.
Die performancestärksten zehn Prozent der Pensionskassen haben in den letzten fünf Jahren eine jährliche Rendite von 5,4% erzielt. Der Unterschied gegenüber dem Durchschnitt aller Kassen (mit 4,0%) mit mehr als einem Prozent war erheblich. Betrachtet man die Anlagestrategie dieser Überflieger, stechen der hohe Aktienanteil und die tiefe Obligationenquote heraus.
Das ändert sich bei den EL ab 2021
Der Beobachter hat eine Auflistung aller relevanten Änderungen publiziert.
Botschaft zur Änderung des Kollektivanlagengesetzes
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. August 2020 die Botschaft zur Änderung des Kollektivanlagengesetzes verabschiedet. Damit will er in der Schweiz eine Fondskategorie schaffen, die qualifizierten Anlegerinnen und Anlegern eine Alternative zu ähnlichen ausländischen Produkten bietet. Die Massnahme soll die Wettbewerbsfähigkeit des Fondsplatzes Schweiz stärken.
Mit der Vorlage werden gewisse kollektive Kapitalanlagen von der Bewilligungs- und Genehmigungspflicht durch die Aufsichtsbehörde befreit. Bedingung dafür ist, dass sie ausschliesslich qualifizierten Anlegerinnen und Anlegern und nicht dem breiten Publikum offenstehen. Zudem sind sie von Instituten zu verwalten, die durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt werden. Derartige kollektive Kapitalanlagen werden als «Limited Qualified Investor Funds» (L-QIF) bezeichnet. Diese neue Fondskategorie soll dafür sorgen, dass künftig vermehrt kollektive Kapitalanlagen in der Schweiz aufgelegt werden und ein grösserer Teil der Wertschöpfungskette in der Schweiz verbleibt.
“Institutionelle verdrängen private Wohnungsvermieter”
Andrea Martel schreibt in der NZZ über die Datenlage im Immobiliensektor, welche durch verschiedene neue Erhebungen und die digitale Erfassung eine bedeutende Verbesserung erfahren dürfte. Sie schreibt:
Ein Datenschatz ist seit Dienstag zugänglich. Es handelt sich um den «Digitalen Atlas der Immobilienwirtschaft Schweiz», der vom Hauseigentümerverband Schweiz und vom Bundesamt für Wohnungswesen gemeinsam lanciert wurde. Dieser Atlas – eine Weiterentwicklung einer Studie aus dem Jahr 2014, ergänzt mit Daten aus anderen öffentlichen Quellen – enthält verschiedene Statistiken aus dem Immobilienbereich, von der Bautätigkeit über den Gebäudepark und die Versicherungswerte der Liegenschaften bis hin zu den Eigentumsverhältnissen.
Wo vorhanden, wurden auch Vergleichsdaten integriert. So liest man etwa, dass der Wohnungsbestand zwischen 2000 und 2017 um 900’000 Wohnungen auf 4,47 Mio. Wohnungen zugenommen habe, was einem Plus von 25% entspricht (die Bevölkerung hat in diesem Zeitraum nur um 18% zugenommen).
Auch die Eigentumsverhältnisse der Wohnungen lassen sich im Atlas finden, allerdings (noch) ohne Vergleichswerte, obschon gerade in diesem Bereich die Entwicklung sehr interessant ist. So zeigt sich nämlich, dass immer weniger Mietwohnungen von Privatpersonen gehalten werden. Gehörten im Jahr 2000 gemäss den Daten aus der damaligen Volkszählung noch 57% aller Mietwohnungen Privaten, waren es im Jahr 2017 nur noch rund 49%.
Berlin: Der Mietendeckel hat Folgen
Die Handelszeitung befasst sich mit dem Berliner-Experiment der gedeckelten Mieten. Ein Experiment, das nicht wenige wohl gerne auch in der Schweiz durchführen möchten. Jetzt liegt eine erste Auswertung der Konsequenzen vor:
Was bewirkt ein Mietpreisdeckel? In Berlin läuft derzeit ein Experiment, das für alle knappen Wohnungsmärkte interessant ist. Seit Ende Februar sind die Mietpreise in Deutschlands Hauptstadt eingefroren – neue Mietverträge dürfen momentan höchstens zum bisherigen Preis abgeschlossen werden. Es gibt einige Ausnahmen, zum Beispiel bei Neubauten, die nach Januar 2014 fertiggestellt wurden.
Was die Folgen sind, zeigt jetzt eine Auswertung von Immoscout24: Laut den Daten der Vermietungs-Plattform sind jetzt satte 25 Prozent weniger Wohnungen im Angebot als vor einem Jahr. Vor allem: Bei den Wohnungen, die vor 2014 errichtet worden waren – also dort, wo der Mietendeckel wirkt – brachen die Ausschreibungen um 47 Prozent ein.
Verglichen wurde der Juli 2020 mit dem Juli 2019. Die Auswertung, erarbeitet für die «Wirtschaftswoche», zeigt einen weiteren Effekt: Die Wohnungen unter dem Mietpreisdeckel werden offenbar eifrig verkauft. Sie wurden im Juli 2020 deutlich häufiger zum Kauf angeboten als im Vorjahresmonat – plus 39 Prozent.
Moneypark zum Hypo-Markt
In der Schweiz werden noch immer 58 Prozent der von MoneyPark abgeschlossenen Hypotheken an eine Bank vermittelt. Der Anteil an Pensionskassen stieg – zumindest in der Deutschschweiz – von 19 Prozent (2. HJ 2019) auf 24 Prozent im 1. Halbjahr 2020. In der Westschweiz hingegen wurde im 1. Halbjahr 2020 noch vermehrt auf eine Versicherung oder eine Bank gesetzt.
Die temporäre Schliessung einiger Pensionskassen aufgrund von Corona im 2. Quartal 2020 tat der steigenden Beliebtheit von Versicherungen und Pensionskassen über das gesamte 1. Halbjahr 2020 betrachtet keinen Abbruch. Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 nahm der Anteil der Banken als Hypothekargeber gar um zwei Prozentpunkte ab.
Der Trend zu immer länger laufenden Festhypotheken verstärkt sich: Im ersten Halbjahr 2020 nahm der Anteil an Laufzeiten von 10 Jahren und länger weiter zu, während mittelfristige Laufzeiten unattraktiver wurden. Auch die Libor-Hypothek nimmt an Beliebtheit stetig ab – dies kann aber auch mit der baldigen Einstellung des Libors und der Umstellung auf die Saron-Hypothek zu tun haben.
AHV-Kinderrenten und wohin sie gehen
Claude Chatelain hat im Blick allerhand Wissenswertes zum Thema Kinderrenten zusammengetragen:
Wir beginnen heute mit einer Testfrage: Wie viele AHV-Renten fliessen ins Ausland? 10, 20 oder gar über 30 Prozent? Antwort drei ist richtig: Rund 35 Prozent aller Renten fliessen zu Personen, die im Ausland leben. Ähnlich hoch ist der Anteil bei den Kinderrenten. Am meisten davon werden nach Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien überwiesen. Swissinfo, eine Internetplattform, die sich an Auslandschweizer richtet, publizierte vorige Woche eine Übersicht dazu.
Die Anzahl der Kinderrenten ist das eine; der entsprechende Frankenbetrag etwas anderes. Denn gemessen in Franken haben wir eine andere Reihenfolge: Frankreich, Italien, Thailand, Deutschland. Ins Rentnerparadies Thailand wird also für Kinderrenten der AHV eine grössere Summe überwiesen als nach Deutschland.
Die Rede ist hier nicht von Renten für Kinder, sondern von einer Zulage für jene Eltern, die im AHV-Alter noch minderjährige Kinder oder Jugendliche in Ausbildung bis 25 Jahre haben. Der Nationalrat wollte den irreführenden Begriff Kinderrenten durch Zulage für Eltern ersetzen; doch der Ständerat sträubte sich dagegen.
Trau keiner Statistik ….
Werner Hug hat in der FuW die diversen Prognosen zur Finanzierungssituation der AHV unter die Lupe genommen. Mit den Grössen Wirtschaftswachstum, Zuwanderung, Lebenserwartung etc. lassen sich mit leichter Drehung an den Schrauben nach Bedarf sehr unterschiedliche Szenarien entwickeln. Hug schreibt:
Je nachdem, welche Annahmen man trifft, resultieren deutlich unterschiedliche Resultate. Wächst die Wirtschaft nach der Coronakrise 2021 überdurchschnittlich, wachsen die Mehrwertsteuereinnahmen und damit die gesetzlich festgelegten Bundesbeiträge. Rechnet man mit guten Renditen des AHV-Fonds, schwächt sich auch dieser nicht ab. Es erstaunt nicht, dass die AHV-Defizite nach jüngster Schätzung deutlich niedriger ausfallen.
Vor Staf schätzte das BSV für 2025 ein Umlagedefizit von –3,6 und für 2030 von –7,6 Mrd. Fr. Dank Staf reduzieren sich diese Werte auf –1,4 bzw. –5,2 Mrd. Fr. Vor der Debatte um die AHV-Revision landen sie mit der neuen Schätzung bei –0,9 bzw. –4,3 Mrd. Fr., und der Bestand des AHV-Fonds bleibt bis 2025 auf über 45 Mrd. Fr. konstant. Er schwächt sich erst bis 2030 auf 34,3 Mrd ab. In der Schätzung vor Staf schmolz er 2030 auf 3,5 Mrd. Fr.
Wen wundert’s, dass der in Volkswirtschaft promovierte und mit den Prognosetechniken vertraute Departementschef Alain Berset vor der Debatte um den neuesten Versuch einer AHV-Revision mit geplanten Leistungserhöhungen mit Freude solch günstige Prognosen dem Parlament und dem Volk präsentieren kann.
Renditeliegenschaften rentieren weniger
Finews berichtet über die steigenden Leerwohnungsbestände und ungünstigen Prognosen für Renditeliegenschaften auf Basis einer Mitteilung von Raiffeisen Schweiz.
Der Markt für Wohneigentum mag – zumindest bisher – der Coronakrise gut getrotzt haben. Weniger rosig sehen die Prognosen für Renditeliegenschaften aus, die an mehrere Parteien weitervermietet werden. Wie die führende Hypothekenbank Raiffeisen Schweiz am Donnerstag berichtete, zeichnet sich dort ein neuer Negativrekord ab.
So erwarten die Raiffeisen-Experten, dass der aus dem Jahre 1998 stammende Höchstwert einer Leerstands-Quote von 1,85 Prozent spätestens im kommenden Jahr übertroffen wird. Das Überangebot an Wohnungen wird unter anderem wegen des tiefer ausfallenden Migrationssaldos noch grösser, auch wenn bereits weniger projektiert und gebaut wird als vor der Pandemie.
Weiter seien die Neumieten im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zurückgegangen. Die Bestandsmieten hätten leicht um 0,2 Prozent zugelegt. Die Genossenschaftsbank prognostiziert daher, dass der Druck auf die Neumieten damit noch zunimmt.
Für die Eigner der Mietblöcke – oftmals vermögende Privatpersonen, aber auch Pensionskassen, Versicherungen, Immobilienfonds und neuerdings Crowdinvestoren –, sind das keine guten Nachrichten. Und für die Banken als führende Kreditgeber ebenfalls nicht. Seit Jahren warnt die Schweizerische Nationalbank (SNB) unter anderem in ihren Berichten zur Finanzstabilität vor den Risiken in jenem Immobiliensegment.







