Sind die Anlage-Richtlinien noch zeitgemäss?
Die Anlage-Richtlinien für Vorsorge-Institute sollen dem Sicherheitsbedürfnis der Kunden Rechnung tragen. Doch müssten diese Bestimmungen angesichts des Niedrigzins-Umfeld nicht revidiert werden, fragt Stephan Heitz von Axa Investment Managers auf Finews.
NZZ: “Kapital oder Rente?”
Soll man von der Pensionskasse eine lebenslange Rente oder das Kapital beziehen? Für viele Beschäftigte ist dieser Entscheid der folgenreichste des Lebens. Er sollte deshalb gut überlegt sein.
AV2020: Nach den Beschlüssen des NR
Das BSV hat eine Übersicht erstellt, welche den Stand der Beratungen zur Altersvorsorge 2020 nach den Beschlüssen des Nationalrats zusammenfasst. Ersichtlich werden die von beiden Kammern ohne Differenz beschlossenen Entscheide wie auch die noch offenen Differenzen, jeweils mit den allfälligen Kostenfolgen. Ebenfalls publiziert wurde eine Kostenübersicht gemäss den Berechnungen des BSV.
Americans Are Dying Faster
The latest, best guesses for U.S. lifespans come from a study (PDF) released this month by the Society of Actuaries: The average 65-year-old American man should die a few months short of his 86th birthday, while the average 65-year-old woman gets an additional two years, barely missing age 88.
This new data turns out to be a disappointment. Over the past several years, the health of Americans has deteriorated—particularly that of middle-aged non-Hispanic whites. Among the culprits are drug overdoses, suicide, alcohol poisoning, and liver disease, according to a Princeton University study issued in December.
Partly as a result, the life expectancy for 65-year-olds is now six months shorter than in last year’s actuarial study. Longevity for younger Americans was also affected: A 25-year-old woman last year had a 50/50 chance of reaching age 90. This year, she is projected to fall about six months short. (The average 25-year-old man is expected to live to 86 years and 11 months, down from 87 years and 8 months in last year’s estimates.) Baby boomers, Generation X, and yes, millennials, are all doing worse.
Bilanz: Wie die CSEIP Rentengelder sammelt
Die junge CS-Vermögensverwalterin CSEIP bringt zwei Partner in Not zusammen: die Pensionskassen und den Energiesektor. Wie das Geschäftsmodell funktioniert, beschreibt Bilanz.
Gut fünfzehn Jahre hat er als Berater in der Energieindustrie gearbeitet, zahlreiche Firmen begleitet, im Inland wie im Ausland, von der BKW bis zum E.On-Konzern. Doch vor ein paar Jahren wollte Roland Dörig etwas anderes machen – ohne dabei seinen Sektor zu verlassen. Für sein neues Projekt brauchte er einen Partner. Er nahm deshalb mit rund 30 Finanzdienstleistern Kontakt auf, bei der Credit Suisse wurde er fündig. Gemeinsam gründeten die Grossbank und der Energieberater Mitte 2014 eine neue Firma: die Vermögensverwalterin mit dem etwas sperrigen Namen Credit Suisse Energy Infrastructure Partners (CSEIP).
Das Geschäftsmodell: Die Firma sucht erstens Anlagen im Energiesektor mit Investitionsbedarf sowie zweitens institutionelle Investoren mit Anlagenotstand – und bringt dann die beiden Parteien über die CS-Anlagestiftung (CSA) zusammen. Der Energiesektor kommt zum Kapital für seine dringend notwendigen Investitionen für den Um- und Ausbau seiner Infrastruktur, die Pensionskassen zu einer teilweise sogar regulierten Rendite mit regelmässigen Ausschüttungen. Und die CSEIP kassiert Gebühren. Für Dörig eine «Win-win-win-Situation».
How We Run Our Money: Unilever Dutch pension funds
The Netherlands has spent years debating how to modernise its solidarity-based occupational pension system. When a nationwide debate closed earlier this year, the government began contemplating reform. The revised model is likely to contain defined benefit (DB) blended with defined contribution (DC).
Dutch pension funds, meanwhile, have not been waiting around. Some have restructured in anticipation of a world where collective defined contribution (CDC), will become the norm.
Unilever is among the companies that have started the transition. After a consultation between stakeholders and the approval of a collective labour agreement at the end of 2014, the company closed its Dutch DB scheme, Progress, to new entrants as of April 2015. At the same time, a new pension scheme for Dutch employees, Forward, was set up.
Hedge Funds Haven’t Lost Appeal for Biggest Danish Pension Fund
As a number of prominent pension funds stop using external managers they say charge too much in exchange for paltry returns, the biggest pension fund in Denmark is bucking the trend and sticking with the hedge funds it uses.
“In our case, funds have played a small but a good part in our portfolio,” Carsten Stendevad, the chief executive officer of ATP, which oversees about $118 billion in assets, said in an interview in Copenhagen.
The comments stand out at a time when a number of other pension funds have questioned the sense of continuing to rely on hedge funds to generate extra returns. There are plenty of examples of prominent skeptics. Rhode Island’s $7.7 billion pension fund terminated investments in seven hedge funds, including Brevan Howard Asset Management and Och-Ziff Capital Management Group LLC, it said earlier this month.
Der einzige Ausweg: Weniger Rente
Sorca Kelly-Scholte von J.P. Morgan Asset Management lässt in einem Interview mit Finews wenig Raum für Optimismus. Auch nicht für die Pensionskassen, denen Ertragsträger für ihre Leistungsverpflichtungen fehlen. Auszüge:
Wie lange werden wir noch mit diesen ausserordenlichen geldpolitischen Massnahmen konfrontiert sein?
Ich glaube nicht, dass sie zum Dauerzustand werden. Denn die Notenbanker erkennen, dass jede neue Massnahme weniger effektiv ist als die letzte. Und am Ende wird es wohl schlicht keine Anleihen mehr geben, welche sie kaufen können.
Was geschieht dann?
Angeführt von der US-Notenbank werden auch die anderen Zentralbanken zu einer Art neuen Normalität übergehen. Das dürfte allerdings noch mehrere Jahre dauern. Am Ende werden die Leitzinsen aber tiefer liegen als vor der Finanzkrise von 2008.
Für Pensionskassen und Versicherer stellt sich zudem das Problem der Überalterung. Wie sind Ihre Prognosen hierzu?
Die Rentenansprüche lassen sich entweder mit Beiträgen oder mit Kapitalgewinnen erfüllen. Wir haben nun das Problem, dass die Finanzmärkte kaum noch Gewinne hergeben, während die aktiven Versicherten mit den Beitragszahlungen an ihre Grenzen stossen. Damit bleibt nur ein einziger Ausweg – weniger Rente.
Sind die fehlenden Kapitalgewinne nicht bloss eine Ausrede der Kassen?
Leider nein. Ich glaube nicht, dass wir mittelfristig viel mehr Wirtschaftswachstum und höhere Anleihen-Renditen sehen werden. Die Rentenversprechen der Vergangenheit können wir uns aus heutiger Warte schlicht nicht mehr leisten.
Aber ein Anbieter wie J.P. Morgan Asset Management müsste da doch ein Gegenmittel parat haben, oder?
Ich wünschte, wir verfügten über ein solches Wundermittel. Wir sehen heute vielfach, dass Pensionskassen zur Sicherheit in Staatsanleihen investieren, und diese mit risikoreichen und potenziell gewinnträchtigen Investments koppeln. Das Problem ist meist, dass die Anleihen weder besonders sicher noch die Risiko-Anlagen besonders lohnend sind.
Was empfehlen Sie also?
Wir suchen nach Investments dazwischen. Infrage kommen massgeschneiderte Zinsinstrumente, die einen anständigen Coupon liefern. Sachwerte wie etwa Immobilien sind interessant, weil sie stabile Erträge liefern und zudem Schutz vor einer Inflation bieten.
Harvard Called ‘Lazy, Fat, Stupid’ in Endowment Report Last Year
Harvard University’s money managers collected tens of millions in bonuses by exceeding “easy-to-beat” investment goals even as the college’s endowment languished, employees complained in an internal review.
The consulting firm McKinsey & Co., in a wide-ranging examination, zeroed in on the endowment’s benchmarks, or investment targets. Some of those surveyed said Harvard allowed a kind of grade inflation when it came to evaluating its money managers.
“This is the only place I’ve seen where people can negotiate the benchmark they get compensated on,” read a “representative quote» in the McKinsey report.
The McKinsey assessment offered an explanation of what it called the “performance paradox” at Harvard’s $35.7 billion endowment, the largest in higher education. Year after year, Harvard would report benchmark-beating performance while falling further behind rivals such as Yale, Princeton, Columbia and the Massachusetts Institute of Technology.
The April 2015 report, which has never been made public, spells out why the fund paid more than peers for lagging performance, as well as its management’s strategy for shifting course. Harvard said it has since revamped its compensation.
Deutsche beziehen 20 Jahre lang Rente
Wer heute in Deutschland in den Ruhestand geht, erhält rund 20 Jahre lang Rente. Damit sei die durchschnittliche Bezugsdauer der Altersrente in Deutschland innerhalb der vergangenen 40 Jahre um mehr als 40 Prozent gestiegen, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden mit. Wer im Jahr 1970 in Rente gegangen ist, hat die Zahlung durchschnittlich 13,9 Jahre lang bekommen.
Dabei gibt es zwischen den Geschlechtern erhebliche Unterschiede: Bei Frauen ist die Dauer der Zahlungen seit den 70er Jahren von 16,3 auf 21,6 Jahre angestiegen, bei Männern im gleichen Zeitraum von 11,8 auf 18,4 Jahre. Entscheidender Grund dafür ist dem Forschungsinstitut zufolge die gestiegene Lebenserwartung der Deutschen.
Ethos und 6 PKs gründen Engagement Pool
Ethos und sechs schweizerische Vorsorgeeinrichtungen gründen den Ethos Engagement Pool International (EEP International), ein Dialogprogramm mit im Ausland börsenkotierten Unternehmen. Ziel des Zusammenschlusses ist es laut Ethos, die Unternehmen für die Anwendung der Best-Practice-Regeln in den Bereichen Corporate Governance sowie Sozial- und Umweltverantwortung zu sensibilisieren. Bei den Pensionskassen handelt es sich um
- Caisse Inter-Entreprises de Prévoyance Professionnelle (CIEPP), Genf, www.ciepp.ch
- Pensionskasse Unia, Bern, www.unia.ch
- CAP Prévoyance, Genf, www.cap-prevoyance.ch
- Prosperita Stiftung für die berufliche Vorsorge, Münsingen, www.prosperita.ch
- Abendrot Stiftung, Bâle, www.abendrot.ch
- Prévoyance.ne, La Chaux-de-Fonds, www.prevoyance.ne.ch
Tiefstzinsen gefährden 2. Säule
Michael Ferber greift in der NZZ die gefährlichen Folgen der verbreiteten Zentralbankpolitik des billigen Geldes für die Pensionskassen auf, die wiederum Konsequenzen für die Unternehmensplanung hat. Ferber schreibt:
Viele Firmen sehen die Lösung darin, ihre Rentnerbestände loszuwerden – etwa, indem sie die berufliche Vorsorge an eine Versicherung oder eine Sammeleinrichtung auslagern. Dabei sollen sie sogar dazu bereit sein, draufzuzahlen. Ein Unternehmensberater berichtet von Fällen, in denen Unternehmen eingewilligt hätten, bei einem Rentnerbestand im Volumen von 100 Mio. Fr. – dieser war zu 100% zurückgestellt für künftige Rentenbezüger – eine Zahlung in Höhe von 25 Mio. Fr. zu leisten, um diesen aus der Bilanz zu bekommen.
Dies zeigt, welch grosse Probleme die künstlich tief gehaltenen Zinsen schaffen – bleiben sie noch mehrere Jahre so niedrig, werden sich die Schwierigkeiten noch vergrössern. Noch mehr Unternehmen werden sich aus der beruflichen Vorsorge zurückzuziehen versuchen. Auch bei Unternehmenstransaktionen wie Fusionen und Übernahmen werden die unterfinanzierten Rentnerbestände zunehmend zum Thema. So werden sie bei Firmenübernahmen dem Kaufpreis angelastet, was bei den Verhandlungen für böse Überraschungen sorgen kann. In der Schweiz sollen bereits mehrere Übernahmen aufgrund hoher Rentnerbestände gescheitert sein.
Cash: “Wie uns die 2. Säule ruiniert”
Werner Vontobel hält nicht viel von der 2. Säule. In einem Beitrag in Cash kommt er mit seiner finanzwirtschaftlichen Analyse zu einem total verheerenden Ergebnis:
Was bleibt unter dem Strich? Es bleibt der gut begründete Verdacht, dass die 2. Säule erstens eine Umverteilung in zweistelliger Milliardenhöhe von den Mietern zu den Rentnern und Immobilienbesitzer bewirkt. Und zweitens, dass sie eine teure Kaste von Finanzverwaltern herangezüchtet hat. Die von Rudolf Strahm erwähnten 4,2 Milliarden Franken sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Das Obligatorium der 2. Säule hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft heute von überdimensionierten, überdotierten, aber ökonomisch unterbelichteten Finanzmärkten gesteuert wird. Eine ganze Generation hat gelernt, dass man mit einer Finanzblase viel mehr Geld abschöpfen kann, als mit echter Wertschöpfung. Die Folgen davon müssen (fast) alle ausbaden, nicht nur die Mieter.
Mindestzins 2017 bei 1 Prozent
Der Bundesrat hat entschieden, den Mindestzinssatz in der obligatorischen Beruflichen Vorsorge von aktuell 1.25 Prozent per 1. Januar 2017 auf 1 Prozent zu senken, schreibt das BSV. Weiter heisst es in der Mitteilung:
Gemäss Gesetz wird die Höhe des Mindestzinssatzes auf Grund der Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften festgelegt. Aufgrund der tiefen Zinsen und der ungenügenden Entwicklung der Aktienmärkte hat der Bundesrat beschlossen, den Mindestzinssatz auf 1 Prozent zu senken. Er folgt damit der Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Berufliche Vorsorge vom 2. September 2016.
Die Rendite der Bundesobligationen ist weiter gefallen und auf rekordtiefe Werte gesunken. Die Verzinsung der 7-jährigen Bundesobligationen lag Ende September 2016 bei minus 0.73%. Im September des Vorjahres hatte der Wert noch minus 0.39% betragen. Tiefe Zinsen im Bereich der Anleihen lassen sich weltweit beobachten. Die Performance der Aktienmärkte war sowohl 2015 als auch im bisherigen Verlauf von 2016 insgesamt unbefriedigend. Mit Immobilien konnte eine ansprechende Rendite erzielt werden, doch beträgt ihr Anteil am Vorsorgevermögen nur 18%.
Der Versicherungsverband kritisiert den Entscheid:
Aus Sicht des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV müsste der Satz stärker gesenkt werden. Letztes Jahr empfahl die BVG-Kommission für 2016 den Satz von 1,25 Prozent. Sie verwies dabei auf die Berechnungsformel, die von der Mehrheit der BVG-Kommission bevorzugt wird. Die damals resultierenden 1,25 Prozent bezeichnete die Kommission als absolutes Maximum wegen der Schwankungen an den Finanzmärkten. Die gleiche Formel ergibt aktuell einen Wert von 0,75 Prozent. Weil sich die Situation an den Märkten seither nicht verbessert hat, hätte der SVV eine Empfehlung der BVG-Kommission von höchstens 0,75% erwartet – und einen dementsprechenden Entscheid des Bundesrats.
Der Gewerkschaftsbund schreibt zur Senkung auf 1%:
Das spiegelt die tiefe Krise, in der sich die zweite Säule nunmehr befindet – und bedeutet für die Versicherten nichts anderes als tiefere Renten. Denn die Verzinsung des Alterssparkapitals bestimmt nebst dem Umwandlungssatz die Höhe der späteren Pensionskassenrente. Wenn das angesparte Geld in den Pensionskassen immer tiefer verzinst wird, wächst das Sparkapital nicht genügend, um später daraus eine anständige Rente zu erhalten. (…)
Für den Ausgleich dieser Verluste ist auf die AHV zu setzen. Sie ist von den Risiken der Kapitalanlage nicht betroffen und funktioniert nach wie vor in höchstem Mass leistungsfähig. Als ersten Schritt in der sich aufdrängenden neuen Austarierung der beiden Säulen fordert der SGB, den durch die Absenkung des Mindestumwandlungssatzes entstehenden Rentenverlust in der Reformvorlage Altersvorsorge 2020 durch eine Verbesserung der AHV-Renten auszugleichen, so wie es der Ständerat vorgeschlagen hat.
Administrative Vereinfachungen in der AHV
An seiner Sitzung vom 26. Oktober 2016 hat der Bundesrat entschieden, eine Reihe von Bestimmungen in der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) zu ändern, um die administrativen Verfahren für Arbeitgeber und Durchführungsstellen zu erleichtern. Die Versicherten erhalten ihren Versicherungsausweis nicht mehr automatisch zugestellt.




