zuerichEine BVK DIVEST sich nennende Gruppierung hat sich jetzt neu in den immer heisser werdenden Wahlkampf für den Stiftungsrat der BVK eingeschaltet. Ihr geht es um Klimapolitik. In einer Mitteilung heisst es alarmistisch: “Die Altersvorsorge ist ein Risiko für den Klimaschutz”. Jetzt muss also der Stiftungsrat der Pensionskasse der drohenden Gefahr begegnen. Weiter wird ausgeführt:

Am 31. Mai werden mehr als 115’000 Versicherte ihre Stiftungsräte für die Arbeitnehmervertretung der BVK der Angestellten des Kantons Zürich, der nach Versichertenzahl grössten Pensionskasse der Schweiz, per e-Voting wählen. Die Klima-Allianz Schweiz und die Versicherten-Kontaktgruppe BVK DIVEST haben die Kandidierenden zu ihrer Einstellung zu Investitionen in fossile Energieunternehmen befragt und veröffentlichen eine Wahlempfehlung für «Renten ohne Risiko» – für Umwelt und Versicherte.

«Unsere Wahlempfehlung hilft jenen Versicherten, die sichere Renten und Klimaschutz verbinden wollen», sagt Geschäftsleiter Christian Lüthi. Der hohe Rücklauf der Umfrage zeigt, dass der Ausstieg aus den fossilen Anlagen auf der Agenda des BVK Stiftungsrates stehen wird.

An der Umfrage haben sich 21 von gesamthaft 32 Kandidierenden für die 9 Arbeitnehmer-Sitze an den Stiftungsratswahlen beteiligt. Mit den 18 in die Wahlempfehlung aufgenommenen Bewerbern spricht sich die grosse Mehrheit der Teilnehmer dafür aus, dass die Pensionskasse BVK der Angestellten des Kantons Zürich alle Anlagen in fossile Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Darunter sind auch Lilo Lätzsch, die aktuelle Präsidentin des BVK-Stiftungsrates, Guido Suter, Mitglied des Anlageausschusses des Stiftungsrates sowie Prof. Thorsten Hens, Finanzprofessor an der Universität Zürich, die auf der Liste der Vereinigten Personalverbände (VPV) antreten. Der Ausstieg der BVK aus Kohleproduzenten ist für sie nur der erste Schritt. Sie sind der Meinung, dass die BVK einen verbindlichen Ausstiegsplan aus allen fossilen Unternehmen erarbeiten sollte.

Unterstützt durch die Kampagne «Renten ohne Risiko» haben bis heute mehrere Hundert BVK-Versicherte ihre Kasse aufgefordert, sich von Anlagen in fossile Unternehmen zu trennen. Die aus diesem Kreis hervorgegangene neu formierte Kontaktgruppe BVK DIVEST will gegenüber der BVK als Dialogpartner für eine klimaverträgliche und rentensichernde Anlagepolitik auftreten.
Die klimaschädliche Anlagepolitik der BVK hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Dem Regierungsrat liegt eine Anfrage von Kantonsrat Jonas Erni (SP Wädenswil) vor, die ihn auffordert, von den BVK-Verantwortlichen den Ausstieg aus Investitionen in fossile Unternehmen zu verlangen.

Die grösste Herausforderung für einen wirksamem Klimaschutz bleibt der Finanzplatz. Trotz des Pariser Klimaabkommens investieren Pensionskassen weiterhin Milliardenbeträge in die Unternehmen der fossilen Industrie. Diese Investitionen sind ein Risiko für das Klima. Der Verzicht darauf ist die Forderung der zahlreichen Versicherten, die den Pensionskassen der Schweiz im Rahmen der Kampagne «Renten ohne Risiko» geschrieben haben.

  Klima-Allianz

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