Die Stadtregierung von Lugano hat ihren fünf Verwaltungsräten der städtischen Pensionskasse das Mandat per sofort entzogen. Sie reagierte damit auf einen Konflikt um Lega-Präsident Giuliano Bignasca.
Neue Lebensversicherungsrichtlinie tritt am 1. November 2008 in Kraft
Die neue Lebensversicherungsrichtlinie des Bundesamtes für Privatversicherungen (BPV) präzisiert und verdeutlicht die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Lebensversicherung, welche in den Artikeln 120 bis 154 der Aufsichtsverordnung (AVO) niedergelegt sind. Inhaltlich weitgehend an der bisherigen Praxis orientiert, konkretisiert die Richtlinie insbesondere die neuen Regelungen zur Verbesserung der Transparenz von Versicherungsprodukten. Nach umfangreicher Vernehmlassung tritt die neue Lebensversicherungsrichtlinie am 1. November 2008 in Kraft.
Mitteilung BPV
Treuhänder: "Unter dem Joch der schweizerischen Sozialversicherung"
Die schweizerischen Sozialversicherungsbehörden wollen grundsätzlich alle Gesellschafter von Personengesellschaften als Selbständigerwerbende der vollumfänglichen AHV-Beitragspflicht unterstellen und auf dem gesamten Einkommen aus diesen Gesellschaftsanteilen die AHV-Beiträge einfordern, unabhängig davon, ob die betreffenden Gesellschafter effektiv eine Erwerbstätigkeit ausüben. Die Anwendung dieser «Praktikerregel» ist unhaltbar und nicht sachgerecht, schreiben Werner Beilstein und Corinne Scagnet im Treuhänder.
Beitrag im Treuhänder
Ausschreibung des BSV: Evaluationsprogramm Berufliche Vorsorge
Das BSV schreibt eine Forschungsarbeit zur Evaluierung der Herabsetzung der Eintrittsschwelle und des Koordinationsabzugs im Rahmen der 1. BVG-Revision aus. Sie soll im Wesentlichen darüber Aufschluss geben, in welchem Umfang der Vorsorgeschutz dank dieser Massnahmen effektiv auf die Zielgruppen (Arbeitnehmende mit kleinem Einkommen und Teilzeitbeschäftigte) ausgeweitet wurde. Zudem ist zu prüfen, ob und in welchem Ausmass in anderen Bereichen unerwünschte Nebenwirkungen zu beobachten sind.
Ausschreibung BSV
Ex-Siemens-Anlagechef verurteilt
Der frühere Portfolio-Manager der Siemens-Gesellschaften in der Schweiz hat ein Geständnis abgelegt und sich bereit erklärt, eine substanzielle Wiedergutmachung zugunsten seiner früheren Arbeitgeberin zu leisten. Darum konnte das Verfahren per Strafbefehl abgeschlossen werden, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft mitteilte. In den Nebenpunkten wurde die Strafuntersuchung eingestellt. Weitere Angaben wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen.
Der inzwischen entlassene Roland Rümmeli war Anfang September 2006 verhaftet worden. Er stand unter dem Verdacht, so genannte Kickbacks entgegengenommen zu haben. Gemäss einem Bericht des «Tages-Anzeiger» erhielt Rümmeli 400’000 Franken als Gegenleistung, weil er Pensionskassengelder in einen Hedge Fund investiert haben soll. In der Zwischenzeit soll die Kickback-Zahlung an die Pensionskasse von Siemens zurückgeflossen sein. Rümmeli und seine frühere Arbeitgeberin haben sich zivilrechtlich geeinigt, wie aus dem Communiqué der Zürcher Staatsanwaltschaft hervorgeht.
Tages-Anzeiger
Complementa Risiko Check-up: Nur noch 30% der Kassen mit intakter Risikofähigkeit
Insgesamt 427 Pensionskassen haben am diesjährigen Risiko Check-up der Complementa teilgenommen. Sie weisen ein Vermögen von 422 Mrd. Franken auf und versichern 2,34 Mio. Personen. Mit 109.1% per Ende 2007 liegt der durchschnittliche gewichtete Deckungsgrad aller Teilnehmer um lediglich 0.2% tiefer als 2006. In den Vorjahren 2006 und 2005 konnten indessen noch Steigerungen von +2.1% bzw. +8.6% gemessen werden.
Bis Ende Juni 2008 dürften die Deckungsgrade wegen der schlecht laufenden Finanzmärkte um durchschnittlich rund 7.5% auf 101.5% zurückgegangen sein. Diese markante Zäsur in der Deckungsgrad-
Entwicklung wirkt sich auch mit aller Deutlichkeit auf die Risikoklassierung aus: Die per Ende 2007 tiefe Zahl von 1% privatrechtlicher unterdeckter Kassen dürfte sich per Ende Juni 2008 auf ca. 13% erhöht haben. Ebenfalls deutlich gestiegen ist der Anteil privatrechtlicher Kassen mit eingeschränkter Risikofähigkeit, nämlich von 32% auf 57%. Entsprechend hat sich der Anteil der gutsituierten A-Kassen (intakte Risikofähigkeit) von 67% auf 30% reduziert. Bei den öffentlichrechtlichen Kassen ist in der Defizit-Gruppe C fast eine Verdoppelung von 36% auf 62% festzustellen und per Mitte 2008 dürfte nur noch knapp jede zehnte Kasse ausreichend risikofähig gewesen sein.
Der Bericht mit 140 Seiten Umfang, zahlreichen Tabellen und Grafiken sowie eingehenden Analysen kann bei der Complementa Investment Controlling bestellt werden.
Kurzfassung der Studie / Complementa
BPV: Vernehmlassung über drei Richtlinien eröffnet
Das Bundesamt für Privatversicherungen BPV eröffnet die Vernehmlassung über die revidierte Anlagerichtlinie sowie die beiden Richtlinienentwürfe zu den versicherungstechnischen Rückstellungen in der Lebensversicherung sowie in der Schadenversicherung.
BPV-Info Nr. 17
Biedermann: «Pensionskassen müssen ihre UBS-Aktien halten»
In einem Video-Interview mit NZZ Impulse äussert sich Dominique Biedermann (Ethos) über die Haltung der Ethos zu den Geschäften an der bevorstehenden GV der UBS vom 2.10. Seine Haltung zu den vorgeschlagenen Kandidaten für den Verwaltungsrat ist sehr positiv. Ebenso würdigt er die bisherige Arbeit von VR-Präsident Peter Kurer. Auf die Frage, ob Pensionskassen ihre UBS-Aktien verkaufen sollten verneinte er vehement und meinte, es sei in der heutigen Lage absolut notwendig, dass die Kassen die Papiere behielten.
NW: PK mit niedrigerem Deckungsgrad
Die Nidwaldner Pensionskasse spürt die weltweite Finanzkrise. Der Deckungsgrad sank seit Jahresbeginn von rund 98 Prozent auf unter 92 Prozent. Die Gesamtrendite betrug -5,5 Prozent. Einbussen hinnehmen musste die Pensionskasse vor allem bei den Schweizer (-17,4 Prozent seit Jahresbeginn) wie auch den ausländischen (-23,5 Prozent) Aktien. In geringerem Ausmass gab es auch bei den Hedge Funds (-6,7 Prozent) und den Commodities (-11,3 Prozent) Verluste. Positiv verliefen die Schweizer Obligationen (+0,8 Prozent) und Immobilien (+4,0 Prozent). Verbleibt der Deckungsgrad auch im 2009 unter 95 Prozent, müssen von Gesetzes wegen die Beiträge angepasst werden.
Medieninformation NW
Begrenzung des Konkursprivilegs für Arbeitnehmerforderungen
Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates schickt einen Vorentwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) bis 31. Dezember 2008 in die Vernehmlassung. In ihrem im Rahmen einer parlamentarischen Initiative ( 02.440 SchKG. Begrenzung des Konkursprivilegs für Arbeitnehmerforderungen [Zanetti] ) ausgearbeiteten Vorentwurf beantragt die Kommission, das SchKG in dem Sinne zu ändern, dass Forderungen von Arbeitnehmern nur bis zum Betrag des gemäss obligatorischer Unfallversicherung maximal versicherten Jahresverdienstes (derzeit 126 000 Franken) in der ersten Klasse privilegiert sind. Eine allfällig über diesen Höchstbetrag hinausgehende Teilforderung wäre zusammen mit den Forderungen der übrigen Gläubiger in der dritten Klasse einzuordnen.
Mitteilung Parlamentsdienste / Vorentwurf, Erläuterungen
Nein zur Volksinitiative "Für ein flexibles AHV-Alter"
Am 30. November 2008 stimmen die Bürgerinnen und Bürger über die Volksinitiative «Für ein flexibles AHV-Alter» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes ab. Die Initiative will Personen mit einem Einkommen unter 119’340 Franken ab 62 die ungekürzte AHV-Rente gewähren, wenn sie ihre Erwerbsarbeit aufgeben. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab, weil sie nicht denen hilft, die es am nötigsten hätten, weil sie der demographischen Entwicklung zuwider läuft und weil sie die langfristigen Finanzierungsprobleme der AHV noch verschärft.
BSV, Infos zur Abstimmung
Si vous croisiez Marcel Ospel, qu’est-ce que vous aimeriez lui dire?
Nicolas Hayek: Je ne discuterai pas avec Marcel Ospel. Cela ne servirait à rien. Il m’a téléphoné quand UBS a voulu augmenter son capital. Nous avions donné l’ordre à notre caisse de pension de voter contre à l’assemblée générale. Et Ospel, qui me considérait comme un ami, car nous avons souvent travaillé avec eux comme banque, n’a pas fait la différence entre l’amitié et l’intérêt général. Il m’a téléphoné pour me dissuader de le faire. Je lui ai répondu: «Vous faites des coups absolument incroyables, vous faites du mal à toute la société, vous détruisez des milliards et en plus de cela vous faites une augmentation de capital qui exclut des gens qui pendant plus de vingt ans étaient vos actionnaires. Et vous vous attendez à ce que je vous dise que vous pouvez faire ce que bon vous semble? Non, je ne vous suivrai pas là-dessus.» Mais si je le vois à nouveau, je lui parlerai de musique, de théâtre. Mais plus de la banque. (Bilan, 24 septembre 08)
Worldtempus
NYT: "Turning 65? Maybe It’s Not Time to Quit"

Whether through desire or necessity, more older workers are staying in their jobs longer or returning after retiring, according to data from the Bureau of Labor Statistics. According to the bureau, the number of employed people who were 65 and older doubled from 1977 to 2007, compared with a 59 percent increase for those 16 and older.This increase is not explained by any skewing effect of the baby-boom population — those born between 1946 and 1964 — because no baby boomers have even turned 65 yet.
Hedgefunds: "Bloodbath ahead"
The biggest performance dispersion among hedge funds and funds of funds in six years has set the stage for what some predict will be a six-month-long bloodbath. Sources said they expect the body count to total as many as 2,000 hedge funds and 500 hedge funds of funds between now and the end of March as investors redeem assets from the poorest performers and weakest managers, and move into funds managed by strong, institutionally oriented firms.
Data from Hedge Fund Research Inc., Chicago, showed that for the 12-month period ended June 30, there was a 75 percentage point difference between the average performance of the industry’s top and bottom deciles.
Pensions&Investment
Futuristischer Beitrag zur Umwandlungssatz-Debatte
Sieben Verschleissstellen hat Aubrey de Grey beim Menschen identifiziert: Vom Zerfall von Zellen bis zur Anhäufung von schädlichem Abfall in ihrem Inneren. Gelingt es, die daraus resultierenden Schäden zu beheben, gibt es laut Aubrey de Grey keinen Grund, warum der Mensch nicht ewig leben sollte. De Greys Vertrauen in den Fortschritt der Wissenschaft ist unerschütterlich: «Die Chance beträgt 50 zu 50, dass wir in 25 Jahren all diese Reparaturmechanismen gleichzeitig beherrschen», sagt er. Gegenüber der BBC hat er einmal erklärt, der erste Mensch, der 1000 Jahre alt werde, sei heute bereits 60.
