BE: Gedroht wird mit Referendum und Streik
Dass es kein leichtes Unterfangen wird, war schon klar, als der Regierungsrat seine Pläne zur Sanierung der hoch verschuldeten Pensionskassen für die Staatsangestellten BPK und die Lehrer BLVK im Juli bei den involvierten Kreisen in die Vernehmlassung schickte. Nun, nach Beendigung dieser Konsultation, verstärkt sich das Bild. Die Vorlage wird von allen Seiten zerzaust – natürlich aus jeweils anderen Gründen.
Wird an der Vorlage nichts mehr geändert, dürfte sie daher im Rat nicht durchkommen. SVP und FDP wollen sie in dieser Form ablehnen. Das Ganze gehe zu stark zulasten der Steuerzahler, schreiben beide. Die SP, die auch nicht wirklich zufrieden ist, hofft auf Verbesserungen. Die Grünen würden die Vorlage in dieser Form knapp schlucken. Kommt sie hingegen dennoch durch, ist das Referendum der SVP bereits klar. In ihrer Vernehmlassungsantwort hat die SVP die Drohung erneuert, heisst es im Bund.
YouTube: Wie funktioniert eine Pensionskasse
Ein von Adreas Ulrich erstelltes Video auf YouTube erläutert einige grundlegende Aspekte des BVG.
Li: “Marode Pensionskasse: Sanierung ohne Gemeinden”
In der Pensionskasse der Liechtensteiner Staatsangestellten klafft ein Defizit von 313,6 Millionen Franken. Zur Sanierung sollen alle Beteiligten zur Kasse gebeten werden. Doch die Gemeinden wehren sich.
«Sanierung ja, aber nicht mit uns, da wir nie mitreden durften und am Defizit nicht schuld sind» – so lautet salopp formuliert das Fazit von sechs Gemeinden – Schellenberg, Gamprin, Mauren, Ruggell, Planken und Triesen – in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Vernehmlassungsentwurf der Regierung zur Sanierung der maroden Pensionskasse für Staatsbedienstete (PVS). Dass Sanierungsbedarf an der chronisch unterdotierten Versicherung besteht, wird nicht bestritten. Der Deckungsgrad sinkt seit dem Jahr 2000 kontinuierlich und beträgt inzwischen nur mehr rund 70 Prozent.
Zur Defizitabdeckung schlägt die Regierung eine Einmaleinlage und laufende Zahlungen über zehn Jahre vor, und zwar sowohl seitens des Landes als auch der Gemeinden. Die Gemeinden hingegen verlangen, dass das Land das gesamte Defizit übernimmt. Bei den Aktiven steigen die kumulierten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf 22,7 bis 28,7 Prozent des Lohns und liegt damit deutlich über dem bisherigen Maximum von 20 Prozent. Die Rentner werden mit 10 Prozent Rentenkürzung rechnen müssen. Auch hier regt sich bereits Widerstand.
BVK: “Zu viele Geschenke, zu wenig Kontrolle”
“Wenn heute Gemeinden, die der kantonalen Zürcher Pensionskasse BVK angeschlossen sind, nach noch mehr Steuergeldern schreien, ist das absurd: Sie haben als Arbeitgeber mitsamt ihren Arbeitnehmern und Rentnern in den neunziger Jahren von Zuschüssen in Milliardenhöhe profitiert”, schreibt Charlotte Jacquemart” in der NZZ am Sonntag. “Insgesamt wurde die BVK zwischen 1995 und 2002 verpflichtet, 3,6 Mrd. Fr. an Reserven zu verteilen. Das ist zehnmal mehr als die Anlageverluste, die der entlassene Anlagechef Daniel Gloor durch seine maroden Investitionen verursacht hat. Die Geschenke an Rentner, Arbeitgeber und -nehmer kamen in Form von «Beitragsferien», Höherverzinsungen, Sondergutschriften, Teuerungszulagen für laufende Renten, Erhöhung der Sparguthaben daher – stets mit dem Segen der zuständigen politischen Instanz. Fast alle diese Entscheide wurden unter Finanzdirektor Eric Honegger gefällt. Die erste Tranche Teuerungszulagen für die Rentner über 78 Mio. Fr. wurde 1995 ausbezahlt, obwohl sich die BVK in einer Unterdeckung befand und der Experte der beruflichen Vorsorge davor warnte. Das störte die Politiker nicht, denn: Die angeschlossenen Arbeitgeber (Gemeinden, Institutionen, Kanton) konnten so ihre eigenen angespannten Budgets schonen. Allein für Teuerungszulagen auf laufenden Renten wurden der BVK von 1995 bis 2000 Mittel in Höhe von 1174 Mio. Fr. entzogen. All diese Massnahmen führten zu Renten, die 13% höher lagen als jene in der Stadt Zürich.”
Der Deckungsgrad der Risikoträger
Der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen gehört zu den zentralen und meist genannten Kennzahlen in der beruflichen Vorsorge. Für die Pensionskassen wie auch die Aufsicht hat er beim Ergreifen von Sanierungsmassnahmen entscheidende Bedeutung. Und doch ist allgemein bekannt, dass seine Aussagekraft gering und die Höhe durch diverse Faktoren oftmals verzerrt sein kann. PPCmetrics hat sich die Aufgabe gestellt, eine Masszahl zu entwickeln, welche die bekannten Mängel eliminiert, indem die zufälligen Elemente neutralisiert werden. Es sind dies der technische Zins, die Destinatärsstruktur und die technischen Grundlagen. Das Resultat ist der so genannt risikotragende Deckungsgrad. Er drückt aus, wie hoch der Deckungsgrad der Risikoträger, spricht der aktiven Destinatäre ist.
Zur Berechnung des risikotragenden Deckungsgrads wird in einem ersten Schritt das in der Bilanz ausgewiesene Vorsorgekapital der Rentner in ein die Rentengarantie berücksichtigendes (ökonomisches) Vorsorgekapital umgerechnet. Diese Umrechnung erfolgt anhand eines pauschal ermittelten Umrechnungsfaktors. Dazu wird ein repräsentativ strukturierter Rentnerbestand zum Bilanzstichtag mit der Zinsstruktur der Bundesobligationen und unter Berücksichtigung der Zunahme der Lebenserwartung (Generationentafel) bewertet.
Das so berechnete ökonomische Vorsorgekapital wird ins Verhältnis zum Vorsorgekapital des repräsentativen Bestandes mit den effektiv verwendeten Grundlagen gesetzt. Bei einem technischen Zinssatz von 3,5% und der Verwendung einer Periodentafel liegt das entsprechende Verhältnis per 31. Dezember 2011 bei 135%. Liegt das technische Vorsorgekapital der Rentner bei 100, dann beträgt das ökonomische Vorsorgekapital 135. Verwendet die betrachtete Vorsorgeeinrichtung einen tieferen beziehungsweise höheren technischen Zinssatz oder eine Generationentafel, so ist die Differenz geringer beziehungsweise höher.
In einem zweiten Schritt wird dieses ökonomische Vorsorgekapital vom vorhandenen Vermögen abgezogen. Es resultiert das den aktiven Versicherten zur Verfügung stehende Vorsorgevermögen. Wird dieses Vorsorgevermögen der aktiven Versicherten ins Verhältnis zu den Freizügigkeitsleistungen gesetzt, so resultiert der risikotragende Deckungsgrad.
In einem Beitrag der Swisscanto Pensionskassen-Studie 2012 haben Alfred Bühler und Marco Jost die Methode auf die in der Umfrage ermittelten Daten angewendet. Das Resultat ist bemerkenswert. Die Autoren stellen fest: “(Es) besteht kein nennenswerter Zusammenhang zwischen dem technischen und dem risikotragenden Deckungsgrad. So weisen die privat-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit einem unter 50% liegenden risikotragenden Deckungsgrad einen durchschnittlichen technischen Deckungsgrad von 102,8% auf.”
Die Kennzahl ist damit geeignet, strukturelle Schwächen in einer Kassen aufzuzeigen und insbesondere für Neueintretende die Situation der Aktiven in der jeweiligen Kasse offen zu legen. Ob sie sich als massgebende Grösse dereinst eine grössere Verbreitung finden wird, ist offen. Mit dem Gewicht der PPCmetrics hinter dem Konzept und der zunehmenden Diskussion um unerwünschte Umverteilungen und Solidaritäten könnte sie jedoch einen wesentlichen Beitrag zur allseits geforderten Transparenz leisten.
20 Minuten: “Junge sollen wissen, wieviel sie an Alte zahlen”
Pensionskassen sollen den Bestand an Beitragszahlern und Rentnern ausweisen. Das fordert Swisscanto-Chef Gérard Fischer, um Quersubventionierungen einzudämmen.
GE: Le référendum est lancé
C’est un véritable coup de canon. Les syndicats des services publics viennent de se prononcer pour le lancement du référendum contre la fusion des caisses de pension publiques CIA et CEH votée par le Grand Conseil vendredi.
«La décision a été prise à une majorité des deux tiers, une conférence de presse expliquera vendredi matin sa position», indique un des animateurs du mouvement, Paolo Gilardi. La décision peut surprendre, car mercredi, le Cartel intersyndical, l’organisation faîtière avait décidé, à l’unanimité moins quatre abstentions, de ne pas se lancer dans l’aventure.
La décision du SSP change la donne. Elle met en exergue la division du mouvement syndical genevois, dont de nombreuses composantes soutiennent la fusion. La gauche risque également de se diviser.
SGB: Mehr AHV “zum kleinen Preis”
Im Newsletter des Gewerkschaftsbundes wird das Projekt “AHVplus” thematisiert. Es heisst dazu: “Die Renten sollen merklich angehoben werden – mindestens in der Grössenordnung einer 13. Monatsrente. Dies entschieden die Delegierten des SGB im Mai 2012. Mit welchem Modell das Ziel erreicht werden soll, wird zurzeit von den zuständigen Gremien des SGB geklärt.
Im September 2012 beschloss der SGB-Vorstand, beim Projekt AHVplus aufs Tempo zu drücken und eine Volksinitiative auszuarbeiten. Den definitiven Entscheid über die Lancierung der Initiative und über deren konkreten Inhalt treffen die Delegierten des SGB voraussichtlich im Frühjahr 2013. Zur Debatte steht unter anderem ein Modell, bei dem die Renten um 10 Prozent angehoben werden, das heisst für Alleinstehende rund 200 Franken pro Monat. Bei einem weiteren Modell würden die Renten für Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen stärker angehoben. Diskutiert wird auch die Forderung, das Projekt auf die Invalidenversicherung auszudehnen.”
Die Renditen-Lücke
Auf Basis der Swisscanto Umfrage-Zahlen errechnete Othmar Simeon die durchschnittliche, aktuelle Sollrendite 2012 der Schweizer Pensionskassen. Vom bestehenden Vorsorgekapital entfallen 52% auf die aktiv Versicherten und 48% auf die Rentner. Bei einem Mindestzins von 1,5% und einem ermittelten technischen Zins von 3,24% für die Verzinsung der Rentnerkapitalien kommen damit auf die Aktiven 0,8% und die Rentner 1,56% sowie für Rückstellungen und Verwaltung nochmals 0,2% was eine Summe von 2,56% für die “virtuelle Durchschnittskasse” der Schweiz als Sollrendite für das laufende Jahr ergibt. Die durchschnittliche Anlagerendite der letzten zehn Jahre beträgt 2,4%. Weil die Sollrendite in diesem Zeitraum über den Erträgen lag, mussten die Kassen auf ihre Reserven zurück greifen, was zur beobachteten Senkung der Deckungsgrade führte.
Swisscanto-Studie: Die Pensionskassen 2012
Die jährlich von Swisscanto publizierte Pensionskassen-Studie mit ihren zahlreichen Daten über grundlegende und aktuelle Aspekte der Schweizer Pensionskassen ist für alle an der beruflichen Vorsorge Interessierten eine Fundgrube mit vielfältigen Einblicken in die Struktur der 2. Säule. Nebst der erweiterten Auswertung der bereits im Frühjahr publizierten Resultate finden sich in der Studie wiederum eine Reihe von Beiträgen prominenter Fachleute zu diversen Themen.
Eine der gegenwärtig viel diskutierten Fragen betrifft die Generationensolidarität, ausgelöst durch die teilweise massive Umverteilung zwischen Aktiven und Pensionierten. Gérard Fischer, CEO Swisscanto, empfiehlt in seinem Beitrag, die beiden Destinatärsgruppen getrennt zu erfassen, um so die internen Mittelflüsse wie auch die tatsächliche Finanzierungssituation einer Kasse besser zu erfassen. Als Instrument zur quantitativen Ermittlung hat PPCmetrics dazu den risikotragenden Deckungsgrad entwickelt, der hier anhand der Umfrageergebnisse angewandt wird und gemäss dem Beitrag von Alfred Bühler einige erstaunliche Ergebnisse zeitigt. NR Jürg Stahl erinnert an seine Motion für eine Anpassung des FZG, damit die mit der BVG-Revision ermöglichte Wahlmöglichkeit für Anlagepläne auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Das BSV hat eine längst versprochene Vernehmlassung zum Thema nochmals verschoben. Aufschlussreich sind die Ausführungen von Christina Ruggli, Präsidentin der Aufsichtsbehörden, die sich in einem Interview über das Verhältnis der Direktaufsicht zur neuen Oberaufsichtskommission äussert. Die nicht zuletzt aufgrund der internationalen Rechnungslegungsstandards verstärkten De-Risking-Bemühungen der Unternehmen machen vor der 2. Säule nicht halt. Peter Zanella beschreibt Umfeld und Konsequenzen der Entwicklung. Weitere Themen sind die Folgen der Strukturreform auf die öffentlichen Kassen, die laut Patrick Spuhler nicht zu unterschätzen sind, sowie die Frage: lohnt sich Hedging? Peter Bänziger und Thomas Härter versuchen eine Antwort.
Die Studie ist unentgeltlich bei Swisscanto zu beziehen oder kann als pdf herunter geladen werden.
Swisscanto PK-Herbstgespräch: Aufhellungen und offene Fragen
Swisscanto hat an ihrem traditionellen Herbstgespräch zur Situation der 2. Säule einige positiv stimmende Daten zur Entwicklung von Performance und Deckungsgrad im laufenden Jahr bekannt gegeben. Trotz der anhaltenden Währungsturbulenzen und Eurokrise haben sich insbesondere Aktien gut entwickelt. Der Pictet-Index BVG 25 legte seit Jahresbeginn um 6,7% zu, BVG 25plus um 6,9%. Entsprechend haben sich die Deckungsgrade verbessert. Aufgrund eigener Hochrechnungen kommt Swisscanto laut Othmar Simeon per Ende August für die privaten Kassen auf einen durchschnittlichen Deckungsgrad von 107% (Ende 2011: 103%). Bei den öffentlichen Kassen erreichen jene mit Vollkapitalisierung (keine Staatsgarantie) 99 (95)%, die mit Teilkapitalisierung 75 (72)%. Das Jahr ist damit nach Einschätzung von Swisscanto besser als erwartet verlaufen und dürfte eine Performance zwischen 6 und 8% ergeben. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt die Stabilisierungspolitik der Nationalbank, welche den Kassen Währungsverluste erspart hat.
Die weitere Kapitalmarktentwicklung sieht aufgrund der von der EZB abgegebenen Garantien ebenfalls recht gut aus. Die meisten Aktienmärkte sind laut Peter Bänziger, CIO von Swisscanto, unterbewertet. Dies weniger in der Schweiz als insbesondere in der EU, wo die Unterbewertung einen historischen Höchststand erreicht hat. Die Wirtschaftsaussichten sind hingegen weniger rosig. Die höchste Wahrscheinlichkeit wird für die Weltwirtschaft einem Szenario mit Stagflation eingeräumt (60%), es folgen “Japanisierung” (25%), Depression (10%) und rasche Erholung (5%).
Also Entwarnung für die 2. Säule mit dem steten Ruf der Kassen nach einer weiteren Senkung des Umwandlungssatzes? Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP, warnte, dass mit den politischen Entscheiden nicht mehr allzu lange zugewartet werden dürfe. Den meisten Kassen fehlen ausreichende Schwankungsreserven. Es gehe nicht um Abbau, sondern um Sicherung der Leistungen. Die folgenden Fragen müssten beantwortet werden: Finanzierung bei tiefem Zinsniveau und DG, Anpassung der Leistungsparameter, Anstieg der Lebenserwartung und Generationensolidarität (Umverteilung). Der ASIP favorisiert eine UWS-Anpassung mit flankierenden Massnahmen, um das bestehende Leistungsziel (incl. AHV 60%) garantieren zu können. Ein Ausgleich für die UWS-Senkung über die AHV wird angesichts der Tatsache, dass diese in wenigen Jahren massiv mit den Auswirkungen der Demographie zu kämpfen haben wird, entschieden abgelehnt.
Konrad verwies bezüglich UWS-Anpassung schliesslich darauf, dass viele Pensionskassen ihren Umwandlungssatz sozialpartnerschaftlich bereits auf ein Niveau gesenkt hätten, das von den Gewerkschaften als unakzeptabel qualifiziert werde.
Complementa Risiko Check-up 2012
Bereits zum 18. Mal hat Complementa ihren Risiko Check-up durchgeführt. 261 Kassen mit einem Gesamtkapital von 368 Mrd. Franken haben teilgenommen und damit gleichzeitig ihre Risikofähigkeit analysieren lassen. Die teilnehmenden Kassen weisen 2,1 Mio. Destinatäre auf und repräsentieren damit knapp 60% der beruflichen Vorsorge. An einem Anlass in Zürich wurden die Ergebnisse der Umfrage wie auch die daraus entstandene Studie vorgestellt. Die Studie kann als pdf-Datei herunter geladen oder gegen einen Unkostenbeitrag als Print bestellt werden.
Durch die lange Erfassungsdauer der Zahlen kann Complementa eine grosse Zahl von Zeitreihen darstellen, welche die Entwicklung von Vorsorge und Pensionskassen anschaulich darstellen. Die erfassten Bereiche sind Deckungsgrad, Anlagestruktur und Performance sowie Verzinsung. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wird dem Thema Fremdwährungsrisiken und Absicherung ein eigenes Kapital gewidmet.
Im Einzelnen zeigt die Studie u.a. auf, wie die auseinanderdriftende Entwicklung bei der Verzinsung der Aktivsparkapitalien und der Rentnerkapitalien resp. der technischen Zinsen seit 2002 die berufliche Vorsorge prägt und auch problematisch ist, nicht zuletzt im Sinne der Generationensolidarität.
Mindestzins und Rentenklau
Daniel Lampart, Chefökonom beim Schweiz. Gewerkschaftsbund, hat zur Diskussion des BVG-Mindestzinses 2013 die Rentenklau-Keule hervorgeholt und macht in Versicherer-Bashing. Die tragische Situation der Arbeitnehmervertreter in der BVG-Kommisssion zeigt er anhand der Stimmenverhältnisse auf. Nur fünf der 19 Mitglieder kommen von Gewerkschaften, hingegen gehören sieben der “Pensionskassen, Banken- und Versicherungslobby” an. Dass von den 5 aber nur gerade einer für einen höheren Satz als 1,5% gestimmt hat, bleibt zweckmässigerweise unerwähnt. Die Machtverteilungs-Artithmetik, immer schon wenig überzeugend, verliert damit jeden Sinn. Vielleicht sollte der SGB sein Argumentarium bei Gelegenheit aktualisieren.
Artikel Lampart
US: The Road to Retirement
Even before the Great Recession, Americans were not saving enough, if anything, for retirement, and policy experts were warning of a looming catastrophe. The economic downturn and its consequences — including losses in jobs, income, investments and home equity — have made that bad situation much worse. And yet, judging by the presidential campaign, this clear and present danger is a political nonissue.
Neither side, is grappling with the fact that the nation’s retirement challenges go well beyond both programs, and that most Americans, by and large, cannot afford to retire.
The crux of the problem is that as traditional pensions have disappeared from the private sector, replacement plans have proved woefully inadequate. Fewer than half of the nation’s private sector workers have 401(k) plans, and more than a third of households have no retirement coverage during their work lives, according to the Center for Retirement Research at Boston College.
La caisse de pension passe la rampe

La nouvelle caisse de pension des fonctionnaires est née. Issue de la CIA (enseignement et administration centrale) et de la CEH (santé), la nouvelle institution assurera 64 508 salariés de l’Etat actifs et retraités. Hier, en tout cas, rien n’y a fait. Le député Roger Deneys (PS) a déposé et défendu de nombreux amendements. Sans succès. La majorité, emmenée par Pierre Weiss (PLR), lui a donné naissance par 63 oui, contre 8 non (PS) et 19 abstentions (PS, UDC). Dans son allocution finale, le conseiller d’Etat David Hiler a appelé les syndicats à ne pas lancer de référendum.


