Taschenstatistik «Sozialverscherungen der Schweiz» 2008
Die Taschenstatistik «Sozialverscherungen der Schweiz» 2008 ist erschienen. Sie liefert aktuelle Angaben über die einzelnen Zweige und die Gesamtrechnung der Sozialversicherungen. Gedruckte Exemplare sind gratis verfügbar ab dem 1. Oktober 2008; Bestellung via Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), Vertrieb Publikationen, CH-3003 Bern, Fax 031 325 50 58, www.bundespublikationen.ch (Bestellnummer 318.001.08d).
Statistiken zur Sozialversicherung
Dialog Finanzplatz Schweiz: Förderung kollektiver Anlageformen
Die seit einem halben Jahr zwischen Finanzplatz, Behörden und Regierung erfolgte Zusammenarbeit zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz zeigt erste positive Ergebnisse. Der zu diesem Zweck im Januar etablierte Steuerungsausschuss Dialog Finanzplatz Schweiz STAFI hat am 2. September 2008 ein erstes Massnahmenbündel verabschiedet. Die Massnahmen schaffen Klarheit bei der Besteuerung des Hedge-Fund- und Private-Equity-Geschäftes und tragen zur Liberalisierung der Bewilligungspraxis für Anlagefonds bei. Dadurch dürfte der Finanzplatz Schweiz im internationalen Standortwettbewerb mittelfristig gestärkt werden.
Medienmitteilung
BGer: Anspruch gleichgeschlechtlicher Paare auf PK-Guthaben
Gleichgeschlechtliche Konkubinatspartner haben bei der Auszahlung des Pensionskassen-Guthabens an den überlebenden Teil das gleiche Privileg wie unverheiratete Hetero-Paare. Das Bundesgericht hat der lesbischen Freundin einer Verstorbenen Recht gegeben. Mit seinem Entscheid hat das Bundesgericht die Beschwerde der Mutter und der Geschwister der verstorbenen und kinderlosen Frau abgewiesen. Die Verwandten hatten verlangt, dass ihnen das Freizügigkeitsguthaben aus der Pensionskasse der Verblichenen in der Höhe von fast 200’000 Franken ausbezahlt wird.
Den gleichen Anspruch hatte die frühere Partnerin der Verstorbenen erhoben. Das Bundesgericht hat nun entschieden, dass die lesbische Freundin das Geld erhält. Die beiden Frauen hatten über lange Jahre eine Bezieung geführt, indessen weder zusammen gewohnt, noch ihre Partnerschaft registrieren lassen. Laut den Statuten der Pensionskasse gehen den Eltern und den Geschwistern bei der Anspruchsberechtigung diejenigen Personen vor, die mit der oder dem Verstorbenen die letzten fünf Jahre vor dem Tod eine ununterbrochene Lebensgemeinschaft gebildet haben. Gemäss dem Urteil können eine solche «Lebensgemeinschaft» im Sinne des Pensionskassengesetzes nicht nur heterosexuelle, sondern auch homosexuelle Konkubinate bilden.
Entscheid Bundesgericht / St.Galler Tagblatt
Pensionskassenstudie Mercer Österreich: Wege aus der Krise
Eine Studie von Mercer Österreich hat die marktübliche durchschnittliche österreichische Pensionskassenlösung recherchiert und diese auch einem Vergleich mit den europäischen Pensionsvorsorgemodellen unterzogen. Die Experten orten dabei in Österreich dringenden Handlungsbedarf, um dem gegenwärtigen – und noch lange nicht ausgestandenen – Performance-Tief entgegenzusteuern. Lösung dafür könne aber kein Garantieprodukt, wie von der AK gefordert, sein. Die Pensionskasse sollte keine zweite betriebliche Kollektivversicherung werden, so die Meinung der Mercer-Experten. Aber nicht nur die Pensionskassen, auch der Gesetzgeber ist gefordert, rasch Aktionen zu setzen, um die Anzahl der betrieblich Pensionsversicherten in Österreich (13 %) zu heben und die Position als europäisches Schlusslicht zu verbessern.
Ad-hoch News
Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes
Der Bundesrat hat die Botschaft zur Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes verabschiedet. Ziel der Revision ist es, das finanzielle Gleichgewicht wieder herzustellen mit Mehreinnahmen und Einsparungen in der gleichen Grössenordnung.
Mitteilung Seco
Herbstsession 2008: Geschäfte zur 2. Säule
Die Herbstsession 2008 dauert vom 15. September bis 3. Oktober. Folgende Geschäfte zur 2. Säule sind traktandiert:
Ständerat: 16.9. BVG, Teilrevision Strukturreform, Link. Bundesgesetz über die Pensionskasse des Bundes. Totalrevision. Link.
Nationalrat: 30.9. Berufliche Vorsorge, Mindestumwandlungssatz. Link. Motion WBK-NR. Soziale Sicherheit für Berufe mit häufig wechselnden oder befristeten Anstellungen. Link.
Programm Ständerat / Programm Nationalrat
PK Solothurn: Grüner Ruf nach mündelsicheren Anlagen
Der Regierungsrat des Kt. Solothurn will an der Anlagestrategie der kantonalen Pensionskasse nichts ändern. Er verwahrt sich gegen den Vorwurf, dass mit den Versicherungsgeldern des Staatspersonals spekuliert worden sei.
84,5 Mio. Franken – so hoch ist der Verlust der Kantonalen Pensionskasse Solothurn (PKSO) im letzten Jahr ausgefallen. Hauptgrund: Die Kursstürze an den Aktienmärkten infolge der Finanzmarktkrise. «Der Verlust der PKSO ist teilweise durch die Teilnahme an Spekulation entstanden und hätte durchaus vermieden werden können», kritisiert Kantonsrätin Stephanie Affolter (Grüne, Biberist) in ihrer im Juni eingereichten Interpellation. Ein Grossteil der Verluste hätte vermieden werden können, wenn das Anlagevermögen konservativer angelegt worden wäre – in so genannt mündelsicheren Anlagen wie inländischen Staatspapieren, Pfandbriefen oder Spareinlagen.
Das sieht der Regierungsrat überhaupt nicht so. In seiner Antwort auf Affolters Vorstoss stellt er klar, dass sich die Anlagetätigkeit der PKSO im gesetzlichen Rahmen bewege. Die Versicherungsgelder müssten sicher angelegt werden, aber auch genügend Ertrag abwerfen. Wegen ihrer versicherungstechnischen Unterdeckung müsse die kantonale Pensionskasse eine minimale Zielrendite von 4,7 Prozent erreichen. Mit mündelsicheren Anlagen sei bloss eine Rendite von 3,25 Prozent erzielbar.
Oltner Tagblatt
PK-Rating 2008: Tages-Anzeiger startet neue Umfrage
Zum dritten Mal führt der Tages-Anzeiger derzeit ein Pensionskassen-Rating durch. Ziel ist, den Kassen und vor allem ihren Versicherten ein Instrument zum Vergleich zur Verfügung zu stellen. Die Resultate stiessen bei den beiden bisherigen Umfragen jeweils auf grosses Interesse in den Medien und in der Vorsorgelandschaft, lösten aber auch Kritik aus. Der Tages-Anzeiger hat sich deshalb frühzeitig mit Vertretern verschiedener Organisationen und Gremien aus der 2. Säule zusammen gesetzt (ASIP, BSV, PK-Experten, Vorsorgeforum, VPS), um deren Meinung über das Projekt zu erfahren, aber auch um Vorschläge für Verbesserungen zu erhalten. Grundsätzlich wurde das PK-Rating als nützliches und im Sinne der Versicherten liegendes Vorhaben bezeichnet, das aber zahlreicher Korrekturen bedarf.
In dieser dritten Ausführung wurden viele der eingegangenen Vorschläge umgesetzt und sowohl der Fragebogen wie auch die Auswertung vollständig überarbeitet. Bei der Formulierung der Fragen haben die Pensionskassen- und Anlage-Experten von Mercer mitgewirkt, was Gewähr für eine professionelle und faire Erfassung und Auswertung der Daten gibt.
Um den vielen Aspekten einer Vorsorgeeinrichtung gerecht zu werden, wurde der Fragebogen in drei Bereiche eingeteilt. Es sind dies: Struktur der Kassen, Leistungen, Anlagen und Performance. Für alle drei Bereiche erfolgt eine eigene Auswertung, zudem wird eine Schlusswertung aufgrund der Ergebnisse der Teilbereiche errechnet. Die Publikation der Resultate ist für den November vorgesehen.
Fragebogen PK-Rating
LeTemps: "Les femmes se montrent plus attentives à leur prévoyance et à leurs placements"
Différentes études réalisées en Suisse et en Europe montrent que les femmes auraient une approche particulière en matière de gestion de leur patrimoine et de leur carrière. L’indépendance financière arrive en tête du classement de leurs objectifs, avant le désir de fonder une famille. En cas de doute, une femme fait confiance à son intuition (l’intuition féminine n’est pas un mythe!) et elle recherche l’information, plutôt que de suivre le «tuyau» d’un ou d’une amie. (Albert Gallegos, Juriste/MBA-HEC UnilDépartement Conseil patrimonial et prévoyance BCGE).
Le Temps
Tages-Anzeiger: "Die Weichen vor der Pensionierung stellen"
Wer die Frühpensionierung wählt, erhält von der Pensionskasse normalerweise eine Rente – unabhängig davon, ob die Pensionierung freiwillig oder unfreiwillig erfolgt. Dabei hat der Frührentner das Recht, sich beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden und ein Arbeitslosentaggeld zu beziehen, sofern er sich redlich bemüht, eine neue Stelle zu finden.
Tages-Anzeiger
SGK-S: Strukturreform verabschiedet
In der Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Strukturreform, 07.055 s) schlägt der Bundesrat in einer ersten Vorlage eine Kantonalisierung der direkten Aufsicht sowie eine Stärkung der Oberaufsicht durch Schaffung einer eidgenössischen Oberaufsichtskommission vor. Auch sollen zusätzliche Verhaltensregeln für die Verwaltung von Vorsorgeeinrichtungen geschaffen werden.
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Ständerates stimmt der Vorlage mit 12 zu 0 Stimmen zu, wobei sie einige Änderungen vorschlägt: So spricht sie sich gegen die vorgeschlagene Erweiterung des Aufgabenkreises der Revisionsgesellschaften auch auf die materielle Prüfung von Anlagetätigkeit aus. Diese sollen nicht die Verantwortung dafür übernehmen müssen, wie die BVG-Guthaben angelegt sind. Die Anlagestiftungen werden neu ausdrücklich im BVG geregelt.
Die zweite Revisionsvorlage sieht Massnahmen für ältere Arbeitnehmende vor. So sollen Reglemente vorsehen können, dass Lohnreduktionen vor dem Rentenalter durch erhöhte Beiträge aufgefangen und so die Höhe der zukünftigen Altersleistungen erhalten werden können (ab 58 Jahren). Ausserdem sollen Arbeitnehmende, die über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeiten, bis zum Alter von 70 Jahren auch weiter versichert werden und so mit weiteren Beiträgen ihre späteren Leistungen verbessern können. Die Kommission stimmt der Vorlage mit 10 zu 0 ohne Enthaltungen zu. Das Geschäft wird dem Ständerat in der Herbstsession 2008 unterbreitet.
Im Weiteren tritt die Kommission auf die Vorlage zur Einführung der Vertragsfreiheit ein. Sie entscheidet über eine weitere Runde der Differenzbereinigung bei der Medikamentenpreisbildung und im Bundesgesetz um Schutz vor dem Passivrauchen. Ausserdem berät sie eine Anzahl von Motionen und eine Kommissionsinitiative der SGK des Nationalrats.
Mitteilung SGK-S
L’Hebdo: "Les caisses de pension peuvent améliorer leur performance"
L’Hebdo: Vos recherches ont montré que les gérants de caisses choisissent des gestionnaires de fonds ayant réalisé des performances supérieures à la moyenne. Après ce choix, le rendement des nouveaux gestionnaires n’est pas meilleur que celui obtenu par ceux qui ont été remerciés… Les gérants de fonds de pension sont-ils inutiles?
Amit Goyal: Les gérants de fonds de pension ne sont pas très efficaces dans le choix des gestionnaires externes à qui ils confient des mandats. Leurs performances en la matière peuvent sans doute être améliorées. Mais l’appréciation des rendements obtenus par les gestionnaires de fonds dépend aussi des attentes de ceux qui leur confient de l’argent…
Or, de nombreuses recherches ont montré que la majorité des gestionnaires ne parviennent pas à dégager une performance supérieure à celle de leur marché de référence. Quant aux gérants de fonds de pension, leur mission principale – celle pour laquelle ils sont le plus utiles – n’est pas de choisir les établissements bancaires à qui ils confient de l’argent; elle est de définir leur allocation d’actifs.
L’Hebdo
Aon: Record low for Defined Benefit schemes
Only seventeen per cent of final salary pension schemes are still open to new members, according to Aon Consulting.
The record low, Aon says, means the still open defined benefit schemes are now ‘prized assets’ in the battle to keep employees in their jobs.
A combination of factors has been attributed to the difficult conditions under which companies struggle to keep their defined benefit (DB) pension schemes going. Aon’s 2008 Employer Survey found that tighter regulation of pension schemes, volatile market conditions, strengthening of longevity assumptions and fears over future developments in accounting for pensions all contribute to this tough environment. In the same survey last year, 28 per cent of DB schemes were still open to new members, which was also down from 2003’s figure of around 50 per cent.
Business Week: "Boeing’s Costly Pension Breakthrough"
Call it pension envy. Unionized machinists have forced Boeing to give in on one of the most contentious issues in their contract talks, a company demand to scrap a traditional pension plan for new hires and push them into 401(k)-like plans.
The move, coming in a second round of negotiations on Aug. 26, could prove costly to Boeing (BA). The aerospace giant will likely remain stuck with a plan that is fading fast all across Corporate America. And, for now at least, Boeing will lose a chance to modernize the pension scheme, perhaps with an alternative that backers say offers the pluses of a traditional plan and a 401(k) with few of the minuses of both schemes.
Business Week
Bundesrat genehmigt FINMA-Personalverordnung
Der Bundesrat hat die vom Verwaltungsrat der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) und dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) beantragte Personalverordnung genehmigt. Diese ist auf eine starke Leistungsorientierung bei gleichzeitig hoher Flexibilität ausgerichtet. Die Personalverordnung regelt die Grundsätze der Arbeitsverhältnisse sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FINMA.


