Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien
Die ,Perspektive Familienpolitik», die familienpolitische Plattform der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF), Pro Familia Schweiz, pro juventute, der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und der Städteinitiative Sozialpolitik, setzt sich dafür ein, dass der Nationalrat in diesem Herbst die Arbeiten an einem Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien wieder aufnimmt . Unterstützt wird das Anliegen auch von der Schweizerischen Sozialdirektorenkonferenz (SODK).
Mitteilung EKFF
Jürg Maurer macht sich selbständig
Der mit der Swissfirst-Affäre bekannt gewordene Pensionskassen-Manager Jürg Maurer setzt weiter aufs Risiko: Er übergewichtet Aktien und macht sich als Vermögensverwalter selbstständig, schreibt die Handels-Zeitung. «Am 1. Oktober 2008 werde ich zusammen mit Mitarbeitern die Firma JMA Jürg Maurer Asset Management AG starten», bestätigt Maurer seine Pläne gegenüber der Handels-Zeitung. Wie sich dem Handelsregister entnehmen lässt, wo JMA seit Anfang August eingetragen ist, besteht das Angebot aus Vermögensverwaltung, Anlageberatung sowie der Besorgung von Finanz- und Treuhandgeschäften aller Art. Maurer firmiert dabei als Präsident des Verwaltungsrats. Ihm zur Seite stehen Markus Frey, Präsident der Zürcher Beteiligungsgesellschaft Frey Group Holding, sowie Livio Zanetti. Zanetti ist unter anderem Verwaltungsrat der an der Berner Börse BX kotierten Effektenhändlerin CAT Group, die auch Transaktionen für Rieter durchführte.
Handels-Zeitung
Le Temps: "L’autonomie communale, un conflit fribourgeois"
Comment a-t-on pu en arriver là? La commission d’enquête parlementaire chargée de faire la lumière sur la débâcle de la caisse de pension de la Ville de Fribourg ne reposait sur aucune base légale, affirme un récent arrêté de la préfecture de la Sarine. Selon elle, la loi sur les communes (LCo) ne permet pas d’instaurer de tels organes de contrôle, Fribourg faisant partie des «cantons qui n’octroient presque aucune autonomie organisationnelle aux communes».
Le Temps
Ascoop: Beschleunigte Sanierung
580 Millionen Franken fehlten Ende 2007 in der Kasse der Pensionskasse Ascoop, der vorwiegend Unternehmen des öffentlichen Verkehrs angeschlossen sind. Der Deckungsgrad betrug 79,68 Prozent. Zu geringe Beiträge und Fehlspekulationen zu Beginn dieses Jahrzehnts haben zu diesem Loch geführt, schreibt die Berner Zeitung.
Die in den vergangenen Jahren eingeleitete Sanierung soll nun nochmals verbindlicher werden. Der Stiftungsrat hat beschlossen, dass die Kasse bis im Jahr 2020 einen Deckungsgrad von 100 Prozent erreichen muss. Auf dem Weg gilt ein klarer Sanierungspfad: Für jedes Jahr hat Ascoop einen minimalen Deckungsgrad errechnet, der zu erreichen ist. Erstmals ist für Ende 2009 ein minimaler Deckungsgrad festgelegt: Diese Zielgrösse beträgt 81,23 Prozent. Der Ascoop-Stiftungsrat hat einer weiteren Sanierungsmassnahme zugestimmt: Der Umwandlungssatz wird von heute 7,05 Prozent schrittweise bis ins Jahr 2012 auf 6,52 Prozent gesenkt.
Berner Zeitung
CP de Fribourg: les élus ne pouvaient pas enquêter
Selon un arrêté de la préfecture de la Sarine, les bases légales manquaient pour que le parlement communal de la Ville puisse instituer une commission d’enquête parlementaire.
Une saga digne de la plus haletante des séries télévisées. Entamée il y a quatre ans, l’affaire de la caisse de pension de la Ville de Fribourg n’en finit pas de rebondir. Nouvel épisode: un arrêté de la préfecture de la Sarine, datée du 18 août dernier, dont Le Temps a pu obtenir une copie. Ce document remet en cause la légalité de la commission d’enquête parlementaire qui avait investigué en 2005 et 2006 sur les causes du découvert abyssal de la caisse – à la fin de 2004, il manquait 109 millions pour atteindre le capital global, couvert seulement à 31,4%. Un des taux les plus bas de Suisse.
Le Temps
SMI-Konzerne mit geringeren Pensionslasten
Die Konzerne im Swiss-Market-Index (SMI) und im DAX machen weitere Fortschritte bei der Deckung ihrer Pensionsverpflichtungen. Besonders gut finanziert sind die Pensionslasten bei Novartis, Julius Bär, UBS, Swiss Re und Nestlé, wie eine Studie von Towers Perrin für die NZZ zeigt. Der Deckungsgrad der künftig fälligen Pensionszahlungen bei den 20 Konzernen des Swiss-Market-Indexes (SMI) betrug Ende 2007 rund 98% nach 90% im Vorjahr. Damit waren die Pensionszahlungen für die Mitarbeiter fast komplett durch das dafür vorgesehene Vermögen gedeckt. Die 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindexes (DAX) verbuchten ebenfalls ein Plus und steigerten den Wert auf 71% nach 65% im Jahr 2006. Bei den Schweizer Konzernen kamen der Pharmakonzern Novartis, die Banken UBS, Credit Suisse und Julius Bär, der Rückversicherer Swiss Re, der Nahrungsmittelhersteller Nestlé, der Uhrenhersteller Swatch und der Technologiekonzern ABB allesamt auf Werte von über 100%.
Artikel NZZ
Mercer: Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen nach IAS 19
Das IASB (International Accounting Standards Board) hat im Frühjahr 2008 ein Diskussionspapier mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen (Preliminary Views on Amendments to IAS 19 Employee Benefits) veröffentlicht. Ein zentraler Punkt des Papiers ist die Einführung einer Kategorie von „beitragsabhängigen Leistungsversprechungen“, unter die auch die Schweizer BVG-Pläne fallen dürften. Dabei wären die Verpflichtungen nach dem Marktwert zu berechnen.
Anlässlich des Mercer Events „Preliminary Views on Amendments to IAS 19 Employee Benefits, am 24. September 2008 in Zürich haben interessierte Teilnehmer die Möglichkeit, die Bedeutung und Konsequenzen des Vorschlages mit Vertretern des IASB sowie mit Experten der beruflichen Vorsorge zu diskutieren.
Infos und Anmeldung
ASGA: Spuren der Finanzkrise
Das Anlageergebnis 2008 im ersten Halbjahr der Pensionskasse ASGA weist eine Minus- Performance von 6.1 Prozent aus. Der Deckungsrad beträgt 106.6 Prozent (Vorjahresperiode 118.8 Prozent). Die Turbulenzen an den Finanzmärkten sind auch an der ASGA nicht spurlos vorbeigegangen. Die Wertschwankungsreserve ist um und 500 Mio. Franken gesunken. Freie Mittel sind keine mehr vorhanden. Gemäss SGA zählt die Pensionskasse 70’239 Versicherte, rund 6000 mehr als in der Vorjahresperiode. Angeschlossen sind rund 9000 Mitgliederfirmen (Vorjahr 8500).
Semesterdaten ASGA
BZ: "SBB drohen mit Ausbaustopp"
Ohne massive Beiträge des Bundes müsse die Bahn bei den Investitionen in neues Rollmaterial sparen und die Mitarbeiter stärker belasten, sagt Rudolf Stampfli, Leiter der SBB-Pensionskasse in einem Interview mit der Berner Zeitung. Stampfli: «Die von uns geforderten 3,2 Milliarden Franken sind keine Luxuslösung für die Pensionskasse. Selbst dann hätte die Pensionskasse weiterhin eine ungenügend grosse Wertschwankungsreserve. Das heisst, die Verzinsung des Altersguthabens bleibt tief. Der Teuerungsausgleich für die Rentner wird weiterhin nicht zur Diskussion stehen. Priorität hat der Aufbau einer Wertschwankungsreserve von mindestens 15 Prozent. Auch mit den 3,2 Milliarden werden SBB, Angestellte und Rentner in den folgenden Jahren zur Gesundung der Kasse beitragen müssen.»
Artikel BZ
BPV-Info Nr. 16: SST-Richtlinie – Zweite Vernehmlassung eröffnet
Die Konsolidierung der durch das Versicherungsaufsichtgesetz (VAG) und die Aufsichtsverordnung (AVO) vorgegebenen Anforderungen an den Schweizer Solvenz Test (SST) schreitet weiter voran. Das Bundesamt für Privatversicherungen BPV hat den entsprechenden SST-Richtlinienentwurf aufgrund zahlreicher Eingaben aus der Anfang Mai 2008 eröffneten ersten Vernehmlassung adjustiert. Die heute beginnende zweite Vernehmlassung richtet sich zur abschliessenden Stellungnahme an sämtliche betroffenen Versicherungsunternehmen und Verbände sowie an interessierte Kreise.
BPV-Info Nr. 16
Swisscanto AST ermöglicht Pensionskassen Zugang zum globalen, nicht kotierten Immobilienanlagemarkt
«Durch den Einsatz nicht börsenkotierter, globaler Immobilienanlagen können bereits bei geringem Portfolioeinsatz attraktive Effizienzgewinne erzielt und die Wertentwicklung eines gemischten Portfolios stabilisiert werden. Die neue Anlagegruppe von Swisscanto, die am 21. August 2008 liberiert wird, entspricht damit dem Bedürfnis schweizerischer Vorsorgeeinrichtungen nach stabilen, risikoangepassten Erträgen», schreibt Swisscanto in einer Medienmitteilung.
Die Auswahl an Standorten beschränkt sich auf politisch stabile Länder mit verlässlichen rechtlichen Strukturen für Grundbesitz und Privateigentum. Die Anlage in nicht kotierte Immobiliengesellschaften aus den Hauptmärkten Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika soll eine gute interregionale Diversifikation ermöglichen, die stabile Erträge erlaubt.
Mitteilung Swisscanto
Pensionskasse Pro: Nationalrat Wehrli tritt ab
Reto Wehrli, CVP-Nationalrat des Kantons Schwyz, gibt das Präsidium der von ihm selbst gegründeten Pensionskasse Pro vorzeitig auf, scrheibt die NZZ am Sonntag. In einem Schreiben an die der Sammelstiftung angeschlossenen Firmen erklärt Wehrli, er wolle sich auf «anderweitige Verpflichtungen» konzentrieren. Eigentlich wäre seine Amtszeit erst Ende 2009 abgelaufen. Der vorzeitige Rücktritt des CVP-Nationalrates kommt für die PK Pro in einem ungünstigen Moment. Die Kasse ist wegen der Finanzkrise in Schieflage geraten: Der Deckungsgrad, dürfte per Mitte Jahr noch bei 97,6% gelegen haben, schätzen Experten laut NZZaS. Die Kasse wollte auf Anfrage den exakten Wert nicht nennen. Nicht mehr dabei ist auch Vertriebsleiter Rolf Stettler, der seine Aufgabe im Februar 2007 angetreten hatte.
Times: "When it doesn’t pay to be old and affluent"
Pension savers who live in wealthy neighbourhoods could lose thousands of pounds of retirement income after a move by one of the country’s biggest insurers. Prudential has joined Norwich Union and Legal & General in calculating annuity rates according to where you live, because people in affluent areas tend to live longer. Advisers say that Prudential has gone a step further than its rivals with potentially bigger cuts to income.
Retirees with a postcode that places them in an affluent area such as Kensington or Wandsworth in west London, Roger-stone near Newport, or Saffron Walden in Essex are likely to see their incomes drop by up to an estimated 5%. According to its figures, a single man of 60 living in Kensington would receive £6,721 a year from a £100,000 fund under the new regime, compared with an annual payment of £7,181 for a man in the same circumstances but living in Dundee and a current rate of £6,881.
Times online
Nordwestschweizer Aufsicht: Update für die Praxis
Bereits zum vierten Mal hat die «Regionalgruppe der Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden» in Liestal unter dem Titel «BVG aktuell» ihre Info-Tage gestartet (zweite Durchführung am 28.8.08). Die Themen reichten von Case Management, EU und 2. Säule und IKS bis zu Revision der Anlagebestimmungen in der BVV 2.
Insbesondere das letztgenannte Vorhaben dürfte in weiten Kreisen auf Interesse stossen. Mit Anton Streit, Vizedirektor des BSV, war Gewähr für kompetente und aktuelle Informationen gegeben. Streit enttäuschte seine Zuhörer nicht und gab einige weitere Details der geplanten Revision bekannt, welche voraussichtlich im September vom Bundesrat abgesegnet und auf 1.1.09 in Kraft gesetzt wird.
Ausführlich begründete Streit die geplante Weiterführung des «Katalogs», der in der BVV2 das Korrelat zu den immer wichtiger werdenden Prinzipien der Prudent Investor Rule bildet. Die Zweispurigkeit wird beibehalten, nicht zuletzt weil eine Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen darauf nicht verzichten möchte – zum Missvergnügen von Banken, Experten und prominenten Vertretern des ASIP. Streit machte aber deutlich: im Vordergrund der Regelung steht nicht die Einhaltung von Limiten, sondern die systematische Steuerung des Finanzierungsprozesses. Und weiter: «Die formelle Einhaltung der Anlagerichtlinien reichen nicht mehr aus; die Einhaltung von Sorgfaltspflicht, Sicherheit und Risikofähigkeit sind kritisch zu hinterfragen».
Der «Katalog» wird jedoch drastisch vereinfacht und gleichzeitig erweitert. Die Unterscheidung zwischen in- und ausländischen Anlagen entfällt weitgehend. Neu können gewerbliche Liegenschaften gehalten werden und für die Alterntiven Anlagen ist keine Erweiterungebegründung mehr nötig, sie bilden jetzt Bestandteil des Katalogs. Allerdings soll auf Transparenz geachtet werden und selbstverständlich sind weiterhin keine Geschäfte erlaubt, welche in irgend einer Art eine Nachschusspflicht beeinhalten. Die Limite soll bei 15 Prozent zu liegen kommen. Das wiederum dürfte die Finanzdienstleister trösten, denen hier ein lukratives Mehrgeschäft winkt. Gleichzeitig ist jedoch bei Immobilien eine Verringerung der Limite zu erwarten.
Als Fazit fasste Streit zusammen: Es geht um eine Evolution, keine Revolution. Grundsätzlich folgt der Gesetzgeber der Praxis, was auch als normative Kraft des Faktischen bezeichnet wird. Der illusorische Heimatschutz fällt dahin. Grundsätzlich folgt die Verordnung mit gebührender zeitlicher Verzögerung der Dynamik der Märkte, die zweifellos auch in Zukunft nicht geringer wird.
Erfolgreiche Datenmigration für PUBLICA
Am 1. Juli 2008 ist das PUBLICA Gesetz in Kraft getreten. Damit hat PUBLICA den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat und die Ausgestaltung als Sammeleinrichtung vollzogen. Die grösste Datenmigration der BVG-Geschichte ist erfolgreich realisiert worden, wie Ernst & Young und Hewitt bestätigen. Mit der erfolgten Migration haben über 53`000 aktive Versicherte vom Leistungs- ins Beitragsprimat gewechselt. Zudem wurden 45`000 bestehende Rentenverhältnisse in das neue System übernommen.


