La CP de l’Etat de Genève primée pour sa gestion
BVK: Erlenbach wechselt trotz Berater-Lapsus
Erlenbach wechselt die Vorsorgeeinrichtung. Dies hat der Gemeinderat gestern in einem Communiqué mitgeteilt. Der von der Gemeindeversammlung am 24. Oktober beschlossene Wechsel von der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich zur Profond wird vollzogen, auch wenn dieser aufgrund eines Fehlers der Beratungsfirma 2,5 statt 1,22 Millionen Franken kostet.
Wie die NZZ dazu berichtet, wirft der Wechsel aufgrund der Doppelfunktion der Expertin weitere Fragen auf. Wie deren Recherchen ergeben, ist die Beratungsfirma, welche die Gemeinde zu Rate zog, in dieser Sache nicht unabhängig. Sie hat nämlich nicht nur die Gemeinde Erlenbach in deren Bestreben unterstützt, die Pensionskasse zu wechseln. Sie ist auch als Expertin für die berufliche Vorsorge bei der Profond mandatiert – bei jener Vorsorgeeinrichtung also, die in Erlenbach zum Handkuss kam.
Den Vorwurf, sie habe die Daten nicht auf einfache Weise geliefert, weist die BVK von sich. Sie habe dem Berater alle für die Offertstellung notwendigen Unterlagen korrekt zur Verfügung gestellt, teilt sie auf Anfrage mit. Ausserdem stelle die BVK allen angeschlossenen Arbeitgebern jährlich unaufgefordert eine Übersicht über die bei ihr versicherten Arbeitnehmenden und Rentenbeziehenden zu. Die Gemeinde Erlenbach habe sie zudem wiederholt und frühzeitig auf die hohen Kosten aufmerksam gemacht, die bei der Kündigung des Anschlussvertrags für einen Renteneinkauf in eine übernehmende Pensionskasse anfallen würden, schreibt die BVK.
AV2020: Der Streit um den Ausgleich
Christof Forster breitet in der NZZ die diversen Konzepte zum Ausgleich der Umwandlungssatz-Senkung bei der Altersvorsorge 2020 aus. CVP und SP wollen die Renteneinbussen in der Pensionskasse auch mit einer AHV-Erhöhung von 70 Franken pro Monat ausgleichen. FDP und SVP pochen dagegen auf eine Kompensation innerhalb der 2. Säule. Forster schreibt:
In der Kritik stehen vor allem die 70 Franken, hinter denen CVP und SP stehen. SVP und FDP wehren sich grundsätzlich gegen eine Vermischung der beiden Säulen. Die Kompensation erfolge mit der Giesskanne. Es profitierten auch jene, deren Rente nicht unter das garantierte Niveau falle. Dazu gehört die Gruppe jener, die bei Inkrafttreten der Reform 50 Jahre und älter sind. Diese zählen im Modell des Ständerats zur Übergangsgeneration, deren Verluste der Sicherheitsfonds vollständig ausgleicht. Alle Verluste auszumerzen, vermag auch das Ständerats-Modell nicht, wie Zahlen von Bund und Arbeitgeberverband zeigen: 49-Jährige mit einem Jahreseinkommen von 84 600 Franken müssen mit einer um rund 800 Franken tieferen Rente rechnen. Personen mit diesem Einkommen, das dem maximalen obligatorisch versicherten Lohn in der zweiten Säule entspricht, haben in allen Modellen die grössten Einbussen zu verkraften. Um Teilzeitbeschäftigte besserzustellen, schlägt die Kommission des Ständerats einen neuen Mechanismus mit nach Einkommen abgestuftem Koordinationsabzug vor. Er ist günstiger als die ursprünglich angedachte Lösung, stösst jedoch bei den Wirtschaftsverbänden aufgrund seiner Komplexität auf Ablehnung.
AV2020: “Die 70-Franken-Allianz im Vorteil”
Fabian Schäfer zieht in der Berner Zeitung Bilanz zur Ausgangslage der Beratung im Ständerat zur Altersvorsorge 2o20. Er kommt zum Fazit:
Fazit: Der Rentenpoker entzweit nicht nur die Politik,sondern auch die Wirtschaft. Je nach Lohn- und Vorsorgeniveau sowie Anteil Teilzeitpensen haben die Unternehmen andere Interessen. Und so legen sich ihre Verbände mit immer neuen Modellen gegenseitig Steine in den Weg, während die SP-CVP- Allianz wacker voranschreitet wie rüstige Rentner auf einer Bergwanderung.
AV 2020: Fachverbände nehmen Stellung
Die Fachverbände der 2. Säule haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Stand des Differenzbereinigungsverfahrens bei der Altersvorsorge 2020 geäussert. Die Diskussionen wurden im Rahmen des Vorsorgeforums geführt, dessen Mitglieder sie sind. Beteiligt waren: ASIP, inter-pension (Sammel und Gemeinschaftsstiftungen), Kammer der Pensionskassen-Experten, Aktuarvereinigung und Schweiz. Versicherungsverband.
Entschieden abgelehnt wird der von der SGK des Ständerats weiterhin favorisierte Zuschlag auf Neurenten als Teil des Ausgleichs für den tieferen Mindest-Umwandlungssatz. Als technisch machbar wird die vom Nationalrat beschlossene Abschaffung des Koordinationsabzugs bezeichnet. Es wird aber auch auf die stärkere Belastung für junge Versicherte und die Firmen im Tieflohnbereich verwiesen. Als irritierend werden die grossen unterschiede bei den vorliegenden Kostenschätzungen bezeichnet.
Entschieden wenden die Verbände sich gegen die Uebergangsfrist von 25 Jahren, wie vom Nationalrat beschlossen. Sie fordern eine Verkürzung auf 10 Jahre.
Rothacher übernimmt Complementa
CEO Heinz B. Rothacher übernimmt die Complementa Investment-Controlling AG (Schweiz) und (Deutschland) per 1. Dezember 2016. Complementa ist derzeit eine Tochtergesellschaft der State Street Financial Services Beteiligungs GmbH, Frankfurt. Complementa wird unter neuer Eigentümerschaft weiterhin an den drei Standorten St. Gallen, Zürich und Frankfurt tätig sein. Ziel des Unternehmens ist es gemäss eigener Aussage, nebst den bestehenden Dienstleistungen rund um das Risikomanagement von Finanzanlagen mit weiteren Serviceleistungen neue Kundengruppen zu erschliessen.
Heinz B. Rothacher übernimmt in Form eines Management-Buyouts die Complementa Investment-Controlling AG (Schweiz) und ihre Tochtergesellschaft Complementa Investment-Controlling GmbH (Deutschland) in Frankfurt per 1. Dezember 2016 zu 100%.
Die Complementa Investment-Controlling AG wurde 1984 als erster Investment-Controller und unabhängiger Performance-Measurer der Schweiz gegründet. 2011 wurde das Unternehmen von der amerikanischen State Street Gruppe erworben und als operationell unabhängige Einheit geführt.
Complementa beschäftigt in der Schweiz und Deutschland aktuell rund 90 Angestellte. Die Geschäftsleitung wird sich aus den bisherigen Mitgliedern, Heinz B. Rothacher, Chief Executive Officer, Beat Krieger, Head of Information Providers, Analytics und Reporting, Thomas Breitenmoser, Head of Investment-Consulting/Controlling, Ralph Hüttenmoser, Head of Information Technology und Armin Lustenberger, Chief Financial Officer, zusammensetzen. Insgesamt wechseln 14 Mitarbeiter zur State Street. Alle anderen Mitarbeitenden werden von der Complementa Investment-Controlling AG übernommen. Der Stammsitz des Unternehmens bleibt weiterhin in St. Gallen, ebenso werden die Geschäftstätigkeiten in Zürich und Frankfurt fortgeführt.
Heinz B. Rothacher ist seit 2012 CEO von Complementa. Von 1998 bis 2012 arbeitete er bei BlackRock Asset Management Schweiz AG respektive deren früheren Gesellschaften in der Schweiz; ab 2006 als deren CEO. Zuvor arbeitete er bei UBS Global Asset Management, Credit Suisse und der Schweizerischen Volksbank.
UBS steigt ins Hypo-Geschäft mit PKs ein
Vor kurzem hat die UBS die Hypotheken-Plattform Atrium lanciert. Wenn man so will, schlägt die Grossbank damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens kann sie den nach Rendite suchenden Pensionskassen dadurch neue Anlagemöglichkeiten bieten. Und zweitens ermöglicht die Plattform der Bank, an Geschäften Geld zu verdienen, für die sie beispielsweise aufgrund der Eigenkapitalvorschriften keine kompetitive Offerte unterbreiten kann, schreibt die NZZ.
Die UBS wird Hypo-Anfragen auf ihrer neuen Plattform den Pensionskassen zugänglich machen. Diese können dann bei Vorliegen von Interesse ihre Konditionen bestimmen und der Kunde entscheidet, ob er das Angebot der PK oder jenes der UBS annimmt.
Derzeit werden via Atrium Finanzierungen für Objekte ermöglicht, die mindestens einen Wohnanteil von 70% aufweisen. Auf der Investorenseite steht die Plattform jenen Pensionskassen offen, die über das nötige Know-how und ein genügend grosses Anlageportfolio verfügen, um Hypotheken – abseits von Finanzierungen für Privathaushalte – zu vergeben. Etliche sind hier bereits aktiv, aber meist regional konzentriert. Atrium erlaubt es, die Anlagen schweizweit zu streuen.
Die Fixlend, welche ebenfalls aktiv bei den Hypotheken-Anlagen von Pensionskassen ist, hat zum Thema kürzlich mehrere Artikel auf ihrer Website aufgeschaltet.
Dutch government considers extending pension-fund recovery periods
Jetta Klijnsma, state secretary at the Dutch Social Affairs Ministry, has confirmed that the government plans to decide early next year whether to extend the 10-year recovery term for the country’s beleaguered pension funds.
In a letter to parliament, she said the decision would depend on schemes’ financial position at year-end, which is the criterion for rights cuts, as set out in the new financial assessment framework (nFTK).
Klijnsma warned that, based on the regulator’s Q3 funding estimates, 30 pension funds would be forced to discount pension rights – by more than 0.7 percentage points on average – for more than 2.1m participants and pensioners next year.
Current recovery rules dictate that pension funds must cut pension rights by a equal percentage annually over the next 10 years, with a view to achieving the required funding level of 125%.
Klijnsma, however, said the regulator had concluded that, by extending the recovery period by one year, 24 pension funds would have to implement a 0.4% discount on average for 2m participants, including 190,000 pensioners next year.
Under a 12-year improvement term, the necessary discount could be reduced to 0.4% at no more than 17 schemes.
UK pension funding position weakest in Europe
The level of underfunding in corporate pension funds is at its worst in North America, shows analysis by MSCI ESG Research.
The firm looked at the funded status of almost 5,300 companies that disclose details of their defined benefit funds, across North America, Western Europe, Asia-Pacific and Japan. It analyzed the ratio of underfunded liabilities to annual revenues of the company.
North America’s underfunded ratio was 9.2% according to the analysis made in September. Europe came in second at 4.7%, followed by Japan at 3.7%, and Asia-Pacific at 1.8%.
For Western Europe, Denmark had the best ratio at an average of 2.1%. That compares with the worst underfunded companies, which reside in the U.K., with an average 7.8% underfunding. In North America, Canada’s 6.1% average underfunded ratio bettered the U.S.’s 10.3% average. In Asia-Pacific, Thailand-based companies showed the best average underfunded ratios, at 1.2%, compared with the worst in Singapore at an average 2.5%.
Compared with 2015 figures, the underfunded ratio increased across all four regions, with a few exceptions at country level. The ratio increased 21.7% in 2016 vs. 2015 in North America, 8.2% in Western Europe, and 41.1% in Asia-Pacific. For Japan, the underfunded ratio grew 5.7% over the year. Specific dates were not available.
MSCI analysed 5,296 companies from Europe, North America, Asia and Japan. In addition to breaking down the company results by country, MSCI also looked into results for each industry. Among 1,457 European companies in the sample, semiconductor firms, pharmaceutical companies and banks were among the worst ranked sectors.
MSCI also “flagged” companies that ranked in the weakest 20% of their industry peer groups. The UK had the highest proportion of its companies flagged as among the weakest – 38%.
IPE: Pensions industry underestimating threat of cybercrime
The pensions industry worldwide is underestimating the risks posed by cyber crime, and too few experts are available to help tackle the problem, internet security experts have claimed.
Speaking at the World Pension Summit in The Hague, Lloyd Komori, vice-president of risk management at Canada’s €43bn Ontario Municipal Employees Retirement System (OMERS), argued that internet crime was one of the industry’s biggest risks.
“Of all external and non-investment-related risk for pension funds, this is the scariest,” he said, adding that his pension fund had listed cyber crime in the top three of its “risk shortlist”.
According to Komori, pensions funds acknowledge cyber security risk but do not seem to act “as if there is an enormous shortage of security experts”.
BVK: “Die Umverteilung ist enorm”
Charlotte Jacquemart hat für die NZZ am Sonntag Thomas Schönbächler, Geschäftsführer der kantonalzürcherischen BVK interviewt. Zur Sprache kamen die Themen, die heute alle PKs betreffen, die BVK in ihrer exponierten Stellung aber ganz besonders. Auszüge:
Die Umverteilung von Jung zu Alt ist heute in der zweiten Säule extrem ausgeprägt. Weil an vielen Orten immer noch zu hohe Renten garantiert werden.
Richtig. Die Umverteilung ist enorm. Mein Motto ist deshalb «Back to the roots!» 1985 war das System im Gleichgewicht. Die Rendite von Bundesobligationen garantierte die Verzinsung des Geldes der Arbeitnehmer und die Versprechen an die Rentner. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Jene, die in Rente sind oder gehen, werden krass bevorteilt. Die Jungen werden heute in keiner Weise dafür entschädigt, dass sie das Risikokapital zu Verfügung stellen für zu hohe laufende Renten.
Ihre Kasse geht als eine der ersten sehr konsequent gegen die systemfremde Umverteilung vor. Die Senkung der Renten hat der BVK auch Kritik eingetragen. Einige angeschlossene Firmen haben damit gedroht, die BVK zu verlassen. Wie viele haben das letztlich getan?
Verlassen haben uns nur ganz wenige. In der Gemeinde Schlieren steht die Urabstimmung noch aus. Die Universität Zürich hingegen bleibt bei uns, auch alle Spitäler. Insgesamt haben 67 Anschlüsse ihre Daten bei uns bestellt, um Offerten bei Konkurrenten einzuholen – von rund 450.
Geht die BVK mit der massiven Senkung des Umwandlungssatzes auf 4,87% ab 2017 nicht zu weit?
Nein. Die Lebenserwartung nimmt alle zehn Jahre um über ein Jahr zu. Wir haben rekordtiefe Zinsen. Und vergessen Sie nicht: Die BVK steckt in einer Unterdeckung. Wir verlangen Sanierungsbeiträge. Dies geschieht via Minderverzinsung. Die Sanierungsbeiträge fliessen damit direkt zu den Pensionierten – wegen der zu hohen Umwandlungssätze, die wir dort anwenden müssen. Das ist extrem stossend. Dadurch, dass wir den Umwandlungssatz um 21% reduzieren, sichern wir das finanzielle Gleichgewicht der Kasse und schützen die junge Generation. Die Jungen werden nicht unbedingt tiefere Renten haben, da sie noch viel Zeit haben, um Geld anzusparen.
Was beim PK-Einkauf zu beachten ist
Michael Ferber beschreibt in der NZZ die 10 Punkte, die es bei PK-Einkäufen zu berücksichtigen gilt.
Bilanz: Fehlende Generationengerechtigkeit
Martin Eling, Direktor am Institut für Versicherungswirtschaft der Uni St.Gallen äussert sich in einem Bilanz-Interview zu Fragen der Generationengerechtigkeit. Auszüge:
Brauchen wir ein höheres Rentenalter?
Wir werden in der Schweiz nicht darum herumkommen, ein Rentenalter von 67 Jahren einzuführen. Derzeit erscheint der Handlungsdruck noch nicht gross genug.
Der Nationalrat will das Rentenalter automatisch auf 67 Jahre erhöhen, wenn die AHV in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Das ist eine gute Idee, aber derzeit politisch ganz schwierig durchzusetzen.
Auch eine Kürzung der Rentenhöhe findet keine Mehrheit im Volk.
Das ist eine weitere heilige Kuh, aber eigentlich sollte jeder einen Beitrag zur Reform leisten.
Auch die Versicherer mit ihren Kosten?
Ja, aber dort besteht nicht viel Spielraum.
Dass die Rentenhöhe nicht thematisiert wird, hängt auch mit der Rechtssicherheit zusammen. Den heutigen Rentnern wurden ja verbindliche Versprechungen gemacht, die jetzt nicht gebrochen werden können.
Ich bin auch der Meinung, dass es politisch völlig unrealistisch ist, das jetzt anzugehen. Aber auf der anderen Seite muss man schon sehen, was die Jungen heute an Beiträgen leisten und was sie dann in 30 Jahren erwarten können. Das ist nicht fair. Jetzt sprechen wir über Generationengerechtigkeit. Hier besteht ein Ungleichgewicht, bei dem Handlungs bedarf auf allen Seiten gegeben wäre. Jetzt schauen wir mal, ob wir das mit den Stellschrauben von Beitragshöhen und Rentenalter hinbekommen.
TA: Anlageroboter für Pensionskassen
Andreas Valda berichtet im Tages-Anzeiger über elektronisch gesteuerte Anlageentscheide:
Der TA fand eine einzige Pensionskasse (PK), die Anlageroboter in der Vermögensverwaltung einsetzt. Es ist dies die der Angestellten der Bank Swissquote. Das noch junge Vorsorgewerk – es besteht seit 15 Jahren – versichert rund 450 Mitarbeiter, verwaltet 30 Millionen Franken Sparkapital und gehört zu den Kleinen in der Schweiz. Rund ein Drittel der Gelder ist – wie bei vielen Pensionskassen – in Aktien investiert. «Die Hälfte davon verwalten unsere elektronischen Vermögensverwalter», sagt PK-Präsident und Swissquote-Finanzchef Michael Ploog. Bei der Vorsorgeeinrichtung sind seit rund vier Jahren 5 Millionen in Franken- und Euro-Aktien so angelegt.
Was macht dieser Roboter? Er sucht nach der bekannten Methode der sogenannten quantitativen Finanzanalyse das idealste Risiko-Rendite-Verhältnis von Wertpapieren. Im Beispiel der Swissquote-PK sind dies die an der Schweizer Börse kotierten Aktien. Der «elektronische Vermögensverwalter » wählt aus 207 Schweizer Aktien, die im Gesamtindex der Schweizer Börse SPI enthalten sind, die besten 43 aus. Quartalsweise kauft der Roboter nach programmierten Kriterien gute und verkauft schlechte. Innert vier Jahren erreichte er so eine Performance von durchschnittlich 16 Prozent pro Jahr.
Der Einsatz des Anlageroboters hat sich für die Versicherten also vorerst gelohnt. Hätte die Pensionskasse auf den Kursverlauf aller SPI-Aktien gesetzt (sprich passiv auf den SPI-Börsenindex spekuliert), wäre ihr Vermögen im Schnitt pro Jahr um 8 Prozent gewachsen – halb so viel wie mit dem Roboter. (…)
Zweite-Säule-Fachleute sind skeptisch. Sie betonen, dass Pensionskassen sich eine professionelle Anlageberatung leisten können. «Ich sehe nicht, warum ein Computer anstatt eines Beraters mehr Erfolg dabei haben sollte», sagt Ueli Mettler von C-Alm, der 2011 eine Kostenstudie der beruflichen Vorsorge (BVG) publiziert hat. Er glaubt eher, dass «bewährte Beratungsinstrumente der Pensionskassen früher oder später im Privatsegment Fuss» fassen. Auch werde die BVG-Regulierung «diesem Geschäftsmodell enge Grenzen setzen».
UBS PK-Performance Oktober 2016
Die Märkte haben im Oktober das überraschende Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen zwar nicht antizipiert. Doch stieg die Verunsicherung bezüglich des Wahlausgangs, was sich auf die meisten Anlageklassen und somit die Performance der Pensionskassen negativ auswirkte. Die Hedge Funds konnten sich mit einer deutlichen positiven Rendite dem Trend entgegensetzen, allerdings hatten diese seit Jahresbeginn eine eher schwache Entwicklung aufgezeigt, stellt die UBS im Kommentar zu ihren Daten fest.
Die Pensionskassen im UBS-Sample schnitten mit einer Monatsperformance von durchschnittlich –0,75% im Oktober deutlich schlechter ab als in den Vormonaten. Die durchschnittliche Jahresrendite sank somit auf 2,14%. Alle Vergleichsgruppen erzielten negative Renditen, was aufgrund der Verunsicherung bezüglich der US-Wahlen nicht überraschte. Vorsorgewerke mit verwalteten Vermögen unter CHF 300 Mio. verzeichneten mit durchschnittlich –0,81% die tiefste Rendite, ihre Pendants mit Vermögen über CHF 1 Mrd. mit durchschnittlich –0,64% hingegen die höchste.
Die durchschnittliche Jahresperformance seit 2011 fiel im Oktober auf 3,9% p.a., wobei sich bloss die Pensionskassen mit Vermögen über CHF 1 Mrd. noch immer über der 4%-Marke halten konnten. Die Rendite seit Jahresbeginn sank für alle Vergleichsgruppen. Die Vergleichsgruppen der kleinen und mittleren Vorsorgewerke lagen praktisch gleichauf.





