Pierre Triponez aux Journées de la prévoyance 2012
En trois ans, les Journées de la prévoyance sont devenues un rendez-vous incontournable. Les acteurs du deuxième pilier se réunissent au printemps aux Diablerets, dans une atmosphère conviviale, pour s’informer, échanger et débattre des défis de la branche. Cette année, la Commission de Haute surveillance et le rapport du Conseil fédéral sur la situation de la prévoyance dans notre pays étaient au centre de l’attention.
La conférence de Pierre Triponez, président le Commission de Haute surveillance a précisé devant l’auditoire les notions de transparence et de bonne gouvernance. Fondée sur des valeurs de dialogue et de persuasion, la Commission qu’il dirige deviendra un interlocuteur incontournable du système de prévoyance.
Le désormais traditionnel débat, qui eut lieu dans la Maison des Congrès, permet d’affirmer que l’avenir du deuxième pilier est cher à l’ensemble des interlocuteurs, quel que soit leur bord politique ; et que le besoin d’une ligne politique claire, autour de laquelle les opinions pourraient s’articuler, se fait fortement sentir. En ce sens, le rapport du Conseil fédéral n’a, loin s’en faut, pas fait l’unanimité. Son absence de vision et son côté « état des lieux » ont été abondamment commentés.
Des ateliers et des rencontres informelles se sont également déroulés durant ces trois jours, offrant aux participants de nombreuses possibilités de s’informer ou de faire part de leurs attentes et de leurs interrogations. Dans la période tourmentée que traverse le monde de la prévoyance, cet événement basé sur l’échange et le dialogue prend tout son sens.
NZZaS: “Die Schweiz sieht ihrer Rentenkrise tatenlos zu”
In der NZZ am Sonntag beschreibt Charlotte Jaquemart die aktuelle Verfassung der 2. Säule: “Eigentlich liegen die Pensionskassen bereits auf der Intensivstation. Doch die Politik foutiert sich darum. Dabei ist die Diagnose einfach: Die Pensionskassen zehren seit zehn Jahren von ihrer Substanz. Geht es in ähnlicher Agonie weiter, «fährt der Karren an die Wand», wie Colette Nova, die Verantwortliche beim Bund für die zweite Säule, jüngst treffend sagte.”
Als Krankheitssymptome erkennt sie Ueberreglementierung, tiefe Renditen, zu hohe technische Parameter. Als Therapie empfiehlt sie weniger Regeln, Abschaffung von Mindest-Umwandlungssatz und BVG-Zins. Da sich die die Gewerkschaften dagegen sperren, schlägt Jacquemart Ausgleichsmassnahmen im BVG oder Ausbau der AHV vor. “Im Gegenzug müssten die Gewerkschaften allerdings den Verzicht auf die ruinösen Garantien wie Mindestzins und Mindestumwandlungssatz unterstützen und ihr Rentenklau-Geheul in der Mottenkiste verstauen.”
AHV / IV-Statistik 2011
Die Ausgaben der Alters- und Hinterlassenenversicherung beliefen sich im Jahr 2011 auf 38,1 Milliarden Franken. Die Renten machten mit 37,1 Milliarden Franken den Hauptteil der Leistungen aus. Weitere Ausgaben waren die Hilflosenentschädigungen (508 Millionen Franken) und die Beiträge an Hilfsorganisationen für betagte Menschen (112 Millionen). Zur Finanzierung haben die beitragspflichtigen Einkommen 28,3 Milliarden Franken oder 73,8 % der gesamten Einnahmen (38,4 Mia. Franken) beigetragen. Der Bund als zweite bedeutende Finanzierungsquelle hat 7,4 Milliarden Franken (19,4 %) überwiesen. Der Anteil am Mehrwertsteuerprozent zu Gunsten der AHV hat einen Betrag von 2,2 Milliarden Franken (5,9 %) erbracht. Die neue AHV-Statistik gibt weitere Auskünfte über diese Zahlen und geht insbesondere auf die Struktur der Renten-Bezüger nach verschiedenen Kriterien ein.
Die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) richtete 2011 an insgesamt 450’000 Personen Leistungen aus. Den grössten Ausgabenteil bildeten die Renten mit 5,9 Mia. Franken. Die Eingliederungsmassnahmen schlugen mit 1,5 Mia. Franken zu Buche. Diese und weitere Ergebnisse liefert die neue Ausgabe der IV-Statistik. Sie besteht aus Text- und Tabellenteil und gibt einen deskriptiven Überblick über die verschiedenen Leistungsbereiche der IV. Der Schwerpunkt liegt auf der Struktur der Leistungsbezüger.
US: Pension funds bet on high returns
While Americans are typically earning less than 1 percent interest on their savings accounts and watching their 401(k) balances yo-yo along with the stock market, most public pension funds are still betting they will earn annual returns of 7 to 8 percent over the long haul, a practice that New York City Mayor Michael R. Bloomberg recently called indefensible.
Public pension funds across the country are facing a painful reckoning. Their projections look increasingly out of touch in today’s low-interest environment, and pressure is mounting to be more realistic. But lowering their investment assumptions, even slightly, means turning for more cash to local taxpayers — who pay part of the cost of public pensions through property and other taxes.
Grosszügige EL
Wer Ergänzungsleistungen beziehen will, muss nicht ein Leben lang AHV-Beiträge einbezahlt haben. Es reicht ein einziges Jahr. Das wissen Auslandschweizer zu nutzen.
“Le personnel de Lausanne se sacrifie”
Les assurés de la Caisse de pension communale de la Ville de Lausanne (CPCL) ont accepté une réduction des rentes espérées au terme de leur vie active. C’est une petite révolution. De son côté, la commune, avec d’autres employeurs, va injecter 220 millions pour renflouer les réserves de la caisse. Les deux mesures sont destinées à ramener le taux de couverture insuffisante de la CPCL à 80% d’ici à 2052, ainsi que l’exige la Confédération. Aujourd’hui, il s’établit à 55%. L’autorité cantonale de surveillance presse d’ailleurs la CPCL d’atteindre au plus vite 60%.
NZZ: Inflationäre Gefahren
Die Verwendung von Papiergeld hat aus Sicht mancher Ökonomen zu einer Aufblähung des Finanzsektors und zu rasanten Auf- und Abschwungs-Zyklen beigetragen. Die Geldschwemme der Zentralbanken könnte höhere Inflation nach sich ziehen, schreibt Michael Ferber in einem ausführlichen Beitrag zum Thema Inflation in der NZZ.
Lausanne: Weitere 182 Millionen für die PK
Die Stadt Lausanne muss erneut Geld in die städtische Pensionskasse einschiessen. Nach einer ersten Hilfe von 290 Millionen Franken im Jahr 2009 bezahlt Lausanne nun weitere 182 Millionen in die städtische Pensionskasse ein. Ferner werden Sanierungsmassnahmen ergriffen, die zu tieferen Renten für frisch eingestellte und künftige Angestellte führen.
“Bei der Scheidung sollten die Pensionskassengelder geteilt werden”
Die Bestimmungen im Zivilgesetzbuch (ZGB) sind knapp, aber eindeutig: Pensionskassengelder müssen zwingend geteilt werden. Eheleute, die sich scheiden lassen, können nicht einfach frei bestimmen, ob sie das wollen. Das nennt sich Vorsorgeausgleich. Hälftig geteilt wird das Geld, das jeder Partner während der Ehe in der zweiten Säule (Pensionskasse) angespart hat, schreibt die unia-Zeitung “work”.
So weit das Gesetz. Die Realität sieht anders aus: Eine Studie der zwei Juristinnen Margareta Lauterburg und Katerina Baumann zeigt, dass in einem Drittel der Scheidungsfälle auf diese zwingende Teilung nach Artikel 122 ZGB verzichtet wird. Meist zum Nachteil der Frauen. So ist das vom Gesetz nicht vorgesehen. Die Scheidungsgerichte akzeptieren jedoch viele Ausnahmen zulasten der geringer verdienenden Person, obwohl sie das nicht dürften. Um sich wehren zu können, müssen die Betroffenen genau informiert sein. Das fanden auch die Autorinnen der Studie: Sie haben deshalb eine Broschüre für Frauen in Scheidung geschrieben. Herausgegeben wurde sie von der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten. work hat aus dieser Broschüre ein paar nützliche Tipps herausgesucht.
BE: “Lehrer fordern mehr als 3 Milliarden”

Das komplexeste und «teuerste» Thema der Kantonspolitik der nächsten Jahre ist gesetzt: die Sanierung der staatlichen Pensionskassen BLVK (Lehrpersonen) und BPK (Verwaltungspersonal). Ihre Unterdeckung lag Ende 2011 bei 2,8 Milliarden Franken. Je nachdem, wie stark sie ihre Renditeerwartungen senken, wächst die Lücke auf 5,5 Milliarden, schreibt die Berner Zeitung.
Der externe technische Leiter des Mammutprojekts, Stephan Wyss von Swisscanto, gab vor den Delegierten der BLVK einen Überblick. Eines hat er eindringlich betont: Man dürfe die diversen Baustellen nicht vermischen. Er sagte, man werde sich zwar über höhere Beiträge und/oder Leistungskürzungen Gedanken machen müssen – vor allem wohl über eine Erhöhung des Rentenalters bei der BPK von 63 auf 65, allenfalls auch über die Reduktion der künftigen Renten (die heutigen sind unantastbar).
Wyss betonte aber, ein allfälliger Abbau hätte nichts mit dem Primatwechsel zu tun. Der Grund seien – wie bei vielen Pensionskassen – das anhaltend tiefe Niveau der Renditen und die steigende Lebenserwartung.
Bei alldem gibt es ein Fragezeichen: Der Kanton kann sich auch für eine «Teilkapitalisierung» entscheiden und seine Kosten damit stark reduzieren. Der Deckungsgrad der Kassen müsste nur 80 Prozent betragen; für den Rest müsste der Kanton eine Staatsgarantie übernehmen. Dieser Weg sei jedoch nur vordergründig einfacher, warnte Wyss. Eine harte Sanierung sei zwar vermeidbar, dafür schiebe der Kanton eine wachsende Schuld weiter vor sich her, zulasten folgender Generationen. Er und die BLVK-Spitze sprechen sich für eine «Vollkapitalisierung» aus.
IAS 19-Revision und die Folgen für Schweizer IFRS-Bilanzen
Spätestens per 1. Januar 2013 werden die revidierten IAS 19-Vorschriften in Kraft gesetzt. Dies wird weitreichende Auswirkungen auf die Unternehmensbilanzen gemäss IFRS haben. Unter anderem ist anzunehmen, dass risikoärmere Anlagestrategien bevorzugt werden und Generationentafeln an Bedeutung gewinnen, schreibt Peter Zanella von Towers Watson in der Schweizer Personalvorsorge 05/12. Die im Detail oftmals sehr komplexen Regelungen werden knapp zusammen gefasst und die Konsequenzen für Unternehmen und – indirekt – die Vorsorgeeinrichtung dargestellt.
“Erst Pension verjubeln, dann beim Staat die hohle Hand machen”
Im Wissen ums Netz der Ergänzungsleistungen setzen viele Schweizer ihr Pensionskassengeld aufs Spiel – mit bösen Folgen für die Steuerzahler. Nun schlagen die Kantone Alarm. Sie wollen das Gesetz ändern, schreibt der Tages-Anzeiger. Der Hintergrund: die Ergänzungsleistungen sind in den letzten 5 Jahren um 40% gestiegen, von 3,1 auf 4,3 Mrd. Franken.
Die Zeitung schreibt: Viele Rentner lassen sich bei der Pensionierung ihr ganzes Pensionskassenkapital auszahlen und verzichten im Gegenzug auf eine Rente. Die meisten legen das Geld mehr oder weniger sinnvoll an. Andere verprassen es für Reisen, ein neues Auto oder eine Hausrenovation. Und wenn kein Geld mehr da ist, beantragen sie Ergänzungsleistungen.
Das sei legal, befand das Bundesgericht 1989 in einem Leiturteil. Darin gab es einer Baslerin recht, die sich bei ihrer Pensionierung rund 87’000 Franken auszahlen liess. Ein gutes Jahr später hatte sie nur noch 700 Franken. Der Rest ging unter anderem für Reisen nach Mallorca, Madeira und New York drauf. Als die Frau Ergänzungsleistungen beantragte, wollte der Kanton Basel-Stadt das verjubelte Vermögen mitberücksichtigen. Doch das Bundesgericht winkte ab: «Das Ergänzungsleistungssystem bietet keine gesetzliche Handhabe dafür, eine wie auch immer geartete ‹Lebensführungskontrolle› vorzunehmen.» Stattdessen müssten die Behörden von den «tatsächlichen Verhältnissen» ausgehen.
Der Kapitalbezug bei der Pensionierung ist weitverbreitet. Rund die Hälfte der Versicherten machen davon Gebrauch – 35 Prozent ganz, 15 Prozent teilweise. Auffallend ist, dass vor allem tiefere und mittlere Einkommensschichten ihr Vorsorgekapital abziehen. Ausgerechnet jene also, die später am ehesten Ergänzungsleistungen beziehen.
VPOD-Magazin: “Die Zukunft der Pensionskassen”
Die Mai-Ausgabe des VPOD-Magazins beschäftigt sich primär mit der 2. Säule. Doris Bianchi, stv. Leiterin des SGB-Sekretariats, schreibt etwas salopp über “Rentensenkung auf saloppe Art?” und stellt dabei fest: “Klar, die Rentenkürzungen (durch die UWS-Anpassung) könnten kompensiert werden. Möglich wäre dies mittels eines höheren Altersguthabens oder weiteren Zuschüssen. Aber beides verlangt höhere Beiträge an die Zweite Säule. Die Bereitschaft der Arbeitnehmenden und der Arbeitgeber, mehr zu bezahlen, ist jedoch heute weit geringer als vor ein paar Jahren.” Woraus zu schliessen wäre, dass eine UWS-Senkung ausser Abschied und Taktanden fällt?
Etwas ausführlicher äussert sich Jorge Serra, VOPD-Zentralsekretär. Unter dem Titel “Kreativität statt Blockadedenken” kommt er zu interessanten Schlussfolgerungen: “Aber im Moment sind die Fronten verhärtet. Der Arbeitgeberverband will nach wie vor den Umwandlungssatz senken und nichts von Mehrkosten wissen. Der SGB droht erneut mit dem Referendum. Damit verkommt der SGB allerdings zur Lobby der über 60-Jährigen; die jüngere Generation geht vergessen. Sie ist es nämlich, die den zu hohen Umwandlungssatz für die Neurenten finanzieren muss. Und schon heute wird das Kapital der Rentner mit 3,5 bis 4 Prozent viel höher verzinst als jenes der Aktiven (1,5 Prozent). Eine kalte Enteignung der jüngeren Generation findet also statt! Etwas mehr Kreativität statt Blockadedenken wäre deshalb wünschenswert. Klar ist aber auch: Wenn die Zinsen nicht wieder steigen und die Pensionskassen auf ihren Vermögen keine vernünftige Rendite (mehr) erzielen können, wird das Vertrauen in die Zweite Säule vollends schwinden. Stimmen, die sagen, jeder Franken, den man in die berufliche Vorsorge investiere, sei ein Franken zu viel, werden dann noch lauter.”
Vor dieser ungewohnten Attacke auf den Gewerkschaftsbund listet Serra allerdings – wohl als versöhnliche Geste – alle die offiziellen Vorbehalte des SGB gegen die UWS-Senkung auf, inkl. “absolut ungenügende” biometrische Daten, nur vorübergehend tiefes Zinsniveau, hohes Einsparpotenzial bei den Vermögensverwaltungskosten, undurchsichtiges Verhalten der Versicherungen. Aber das Beharren darauf, dass erst alle diese Fragen und Probleme gelöst werden müssten, bevor das Thema Umwandlungssatz wieder angegangen werden darf, ist natürlich genau Teil der SGB-Strategie, dessen Behandlung so lange wie möglich zu blockieren.
Und schliesslich äussern sich zwei Mitglieder der Anlagekommission der PK der Stadt Zürich in einem höchst aufschlussreichen Interview ausführlich über die Schwierigkeiten, derzeit für eine Pensionskasse eine anständige Rendite zu erzielen.
Inflation, Deflation oder weiter wie bisher?
An der Swisscanto-Tagung präsentierte Peter Bänziger, Leiter Asset Management, die anlagetechnischen Ergebnisse und zeichnete mögliche Szenarien künftiger Entwicklung unter Berücksichtigung der massiven Geldmengenausweitung auf.
Die schon in früheren Jahren Stabilität bei der Asset Allocation hat sich auch 2011 fortgesetzt. Die zu beobachtenden Verschiebungen fanden statt bei einer Verringerung des Anteils der Obligationen Schweiz sowie einer Zunahme der Immobilien sowie der Aktien Ausland. Die Alternativen Anlagen wurden ebenfalls nochmals leicht ausgebaut. Der Anteil der Liquidität bleibt hoch und übertrifft die Zielquote um deutlich mehr als das Doppelte.
Das Berichtsjahr verlief enttäuschend und die Aussichten sind keineswegs rosig. Sorgen bereitet Bänziger das enorme Inflationspotenzial, das von der Nationalbank aufgebaut wurde. “Die Schweizerische Nationalbank hielt zwischen 2000 und 2009 etwa 50 Mia. Franken an Devisenreserven. Diese haben sich seither verfünffacht – und bei einem Test der Marke von 1.20 könnten sie nochmals deutlich ansteigen. Ein Anheben dieser Untergrenze wäre aus meiner Sicht sehr riskant, wenn nicht unverantwortlich.”
Was bedeutet das nun?”, fragte er. Seine Antwort: “Das letzte Mal hatte die SNB Ende der 70er Jahre einen Mindestkurs gegen die damalige Deutsche Mark festgelegt, dies nach einer starken Aufwertung des handelsgewichteten Frankens. Mit einer Verzögerung hatte sich die Geldmenge M2 stark erhöht. Dies führte wiederum mit einer gewissen Verzögerung zu einem deutlichen Anstieg der Inflation von 0.5 bis über 7%. Auch Ende der Achtziger Jahre sieg M2 deutlich an – und auch damals stieg die Inflation auf über 6 Prozent an. Damit ist das Risiko erheblich, dass sich die Geschichte nach der Festlegung der Untergrenze von 1.20 gegen den Euro wiederholt.
Grosse Gefahren ortet er angesichts dieser Situation bei den Obligationenportefeuilles. Sein Fazit: “Das entstandene asymmetrische Zinsrisiko zusammen mit dem aufgebauten Inflationspotenzial ist aus meiner Sicht das Hauptrisiko für die Pensionskassen. Eine Überarbeitung der Obligationenstrategie ist dringend und wichtig.” Kommt hinzu das generelle Problem “Euro”, womit die Komplexität der Situation für die Anlageverantwortlichen nochmals erhöht wird. Als Ausweg bieten sich primär Aktien an. Bänzigers Einschätzung: Aktien sind die attraktivste Anlageklasse – aber verlangen Nerven für die Anleger.
Die Umfrage zeigt auf, dass generell von einem Andauern der herrschenden Verhältnisse mit tiefen Zinsen und einer geringen Inflation ausgegangen wird. Von einer stark steigenden Inflation ging kein Teilnehmer aus und 35% erwarten leicht steigende Preissteigerungen. Alle übrigen Teilnehmer erwarten eine konstante, teilweise fallende Inflation.
Wie setzen die Kassen ihre Erwartungen konkret um? Zum Schutz vor Inflation werden
Realwerte wie Immobilieninvestitionen und Aktien von 72% bzw. 60% der Teilnehmer
genannt. Es folgen Rohstoffe (40%) und Cash (37%) sowie Gold (31%). Inflationsgeschützte
Anleihen und vor allem Staatsanleihen kommen erst am Schluss und spielen damit nur eine
untergeordnete Rolle.
Swisscanto: PKs zehren von der Substanz
Die unbefriedigenden Vermögenseträge bei unvermindert hohem Leistungserfordernis haben 2011 zu einem Substanzverlust bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt, machte Othmar Simeon, Leiter der Swisscanto Vorsorgeberatung, an der Swisscanto Tagung 2012 deutlich. Der gesetzliche Mindestzins belief sich auf 2%, inkl. Zuschlag für die steigende Lebenserwartung ergibt ein Renditeerfordernis angesichts der abgegebenen Leistungsversprechen im Durchschnitt von über 3,7%. Erzielt wurden im vergangenen Jahr aber lediglich –0,3%, womit sich für die Kassen die Notwendigkeit zum Rückgriff auf die Reserven ergab, der sich wiederum in rückläufigen Deckungsgraden ausdrückt. Diese erreichten Ende vergangenen Jahres bei den privaten Kassen im Schnitt 103%. Auch wenn sich zwischenzeitlich eine gewisse Entspannung eingestellt hat, so verbleibt doch eine deutliche Lücke zur vollen Deckung mit ausreichenden Schwankungsreserven. Es kann nicht erstaunen, dass unter diesen Umständen bei vielen Kassen Sanierungsmassnahmen einen “Dauerbrenner” bilden, wie sich Simeon ausdrückte. Derzeit führen 38% der öffentlichen und 19% der privaten Kassen solche Massnahmen durch.

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