In der NZZ am Sonntag beschreibt Charlotte Jaquemart die aktuelle Verfassung der 2. Säule: “Eigentlich liegen die Pensionskassen bereits auf der Intensivstation. Doch die Politik foutiert sich darum. Dabei ist die Diagnose einfach: Die Pensionskassen zehren seit zehn Jahren von ihrer Substanz. Geht es in ähnlicher Agonie weiter, «fährt der Karren an die Wand», wie Colette Nova, die Verantwortliche beim Bund für die zweite Säule, jüngst treffend sagte.”

Als Krankheitssymptome erkennt sie Ueberreglementierung, tiefe Renditen, zu hohe technische Parameter. Als Therapie empfiehlt sie weniger Regeln, Abschaffung von Mindest-Umwandlungssatz und BVG-Zins. Da sich die  die Gewerkschaften dagegen sperren, schlägt Jacquemart Ausgleichsmassnahmen im BVG oder Ausbau der AHV vor. “Im Gegenzug müssten die Gewerkschaften allerdings den Verzicht auf die ruinösen Garantien wie Mindestzins und Mindestumwandlungssatz unterstützen und ihr Rentenklau-Geheul in der Mottenkiste verstauen.”

NZZaS

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