Die Luzerner Pensionskasse hatte im Juni 2017 Anpassungsmassnahmen beschlossen. Unter anderem soll dabei der Umwandlungssatz von 6.15 auf 5.2 Prozent gesenkt werden. In einer Vernehmlassungsantwort wehrt sich nun die Gewerkschaft VPOD. Nicht nur die UWS-Anpassung will die Staatsangestellten-Gewerkschaft nicht hinnehmen, sie stösst sich auch an der Erhöhung des Rentenalters auf 65 und kritisiert die Aufhebung der arbeitgeberfinanzierten AHV-Ersatzrente.
Öffentliche Kassen
CP de Genève: “Un demi-siècle d’excès et de jongleries”
BLPK: “Ein steiler Abstieg ruft nach Sicherungen”
Werner Enz kommentiert in der NZZ die Pläne der basellandschaftlichen Pensionskasse und die darauf folgenden Reaktionen zur Senkung des technischen Zinses auf 1,75%.
Es braucht noch Aufklärung, wie skurrile Positionsbezüge der Grünen-Unabhängigen des Landkantons vermuten lassen. Die Partei läuft Sturm gegen das Senken des technischen Zinses von 3,0% auf 1,75%, wie ihn die Kassenverantwortlichen mit Gültigkeit auf Anfang 2018 beschlossen haben. Wenn der Zins so stark gekürzt werde, würden die Rentenzahlungen nur noch bis zum 84. Lebensjahr ausreichen; aus diesem Grund sei man auch gegen das Kürzen des Umwandlungssatzes von 5,8% auf 5,0%.
Wenn es doch so einfach wäre – de facto ist eben ein technischer Zins von 3,0% mit Blick auf die zu erwartenden Anlagerenditen viel zu hoch angesetzt. Und ein Absenken des Umwandlungssatzes auf 5,0% ist die logische Folge davon, dass jetzt der technische Zins gesenkt wird. Die beiden BVG-Parameter sind siamesische Zwillinge.
Auf der anderen Seite sind Fragezeichen hinter das Vorgehen der Kassenverantwortlichen zu setzen. Sie beliessen den technischen Zins viel zu lange bei 4,0%, senkten ihn dann zackig auf 3,0% (2015) und im Branchenvergleich sehr tiefe 1,75% (2018). Das ruft nach Kompensationsmassnahmen. Ein Deckungsgrad von konsolidiert 103,0% per Ende 2016 zeigt an, dass ohne Kapitalzuschüsse harte Sanierungen warten; sechs Vorsorgewerke wiesen schon so eine Unterdeckung auf. Letztlich geht es darum, dass der Kanton als Arbeitgeber für Lehrer, Polizisten, Beamte und viele Teilzeitbeschäftigte seinen Beitrag wird leisten müssen.
APK senkt Umwandlungssatz auf 5,3%
Per 1. Januar 2019 senkt die APK (Aargauische Pensionskasse) den Umwandlungssatz im Alter 65 von 5.9 % auf 5.3 %. Der Umwandlungssatz von 5.3 % berücksichtigt die längere voraussichtliche Lebensdauer einer 65-Jährigen Person (versicherungstechnische Grundlagen VZ 2015) sowie den tieferen technischen Zinssatz von 2,25 (3,0) %. Die Senkung des Umwandlungssatzes wird durch die APK mit zwei Massnahmen finanziell abgefedert:
1. Der Umwandlungssatz wird stufenweise gesenkt, verteilt über die Jahre 2019 und 2020. 2. Das Sparguthaben der Versicherten per 31. Dezember 2018 wird um 2.5 % erhöht. Diese Gutschrift wird durch die APK finanziert, in dem sie bereits gebildete Rückstellungen auflöst.
GE: «L’Etat versera 4,8 milliards à la caisse des fonctionnaires»
Interview – François Longchamp commente les dossiers chauds de la rentrée.
Vous avez annoncé vouloir remettre à l’équilibre la caisse des fonctionnaires. Quel impact sur le budget?
Il se fera sentir à partir de 2019. Notre projet, qui s’inspire de celui mené par le Canton de Berne, est prêt. Les partenaires sociaux nous ayant demandé du temps pour l’étudier, nous attendrons la fin du mois de septembre pour le présenter. Mais il recoupera les mesures déjà annoncées. En résumé, l’Etat versera 4,8 milliards de francs à la caisse des fonctionnaires (CPEG) pour faire remonter immédiatement son taux de couverture à 80%.
La caisse passera en primauté de cotisations, un système plus juste pour les jeunes actifs et qui prévaut presque partout en Suisse. Cette somme sera versée sous diverses formes: cash, transferts de patrimoine et un prêt simultané. Nous payons aujourd’hui le prix de décisions prises il y a trente ou quarante ans, mais aussi celui d’un système fédéral qui protège les rentiers de tout sacrifice, quelles que soient les circonstances, au détriment des actifs. Notre caisse n’est pas la seule à rencontrer des difficultés. De nombreuses institutions privées et publiques souffrent aujourd’hui en Suisse.
Avenir Suisse: “Röstigraben hoch drei”
Jérôme Cosandey untersucht – am Rande der eidg. politischen Correctness – die markanten Differenzen zwischen den lateinischen und deutschschweizerischen kantonalen Kassen.
Der erste Röstigraben betrifft den Deckungsgrad: Während die Pensionskassen der Ostschweizer Kantone 2011 vor der Reform Deckungsgrade von fast 100% aufwiesen (AI 107%, AR und OW 101%), befanden sich die Deckungsgrade im Sinkflug, je mehr man sich Richtung Westschweiz bewegte. Im Kanton Bern lag er bei 86%, im Kanton Waadt bei 62% und in Genf schliesslich bei 53%.
Vier Jahre nach dem Inkrafttreten der Reform hat sich die Lage in der gesamten Schweiz verbessert. Infolge umfangreicher Sanierungsmassnahmen und dank einträglicher Kapitalmärkte stieg der durchschnittliche Deckungsgrad in der Deutschschweiz von 92% im Jahr 2011 auf 101% im Jahr 2016, in der lateinischen Schweiz wiederum von 63% auf 69%.
Auch beim technischen Zinssatz treten grosse Unterschiede zwischen der lateinischen und der deutschen Schweiz auf. Die Differenz zwischen den durchschnittlichen technischen Zinssätzen in den beiden Regionen blieb in den vergangenen fünf Jahren etwa konstant bei 0,45 Prozentpunkten, selbst wenn in beiden Landesteilen die Zinssätze deutlich gesunken sind.
Der dritte Graben ortet Cosandey beim der Teilkapitalisierung, die in der Romandie grössere Verbreitung hat als in der Deutschschweiz.
PK-Genf massiv in Schieflage
Die Caisse de prévoyance de l’Etat de Genève (CPEG) befindet sich in einer schwachen Verfassung und muss dringend saniert werden, wie Generaldirektor Christophe Decor in der NZZ erklärt. Mit einem Deckungsgrad von 58,1% ist sie zurzeit die am schlechtesten kapitalisierte staatliche Pensionskasse der Schweiz.
Um die Pensionskasse zu sanieren, soll ab Januar 2018 das Rentenalter von 64 auf 65 Jahre erhöht werden. Die Pensionskasse des Kantons Genf schlägt weiter eine Senkung des versicherten Lohnes vor. Die Pensionskasse habe bei einem Kapital von 12 Mrd. Fr. Verpflichtungen von 20 Mrd. zu bedienen, und das zwinge zu Anpassungen. Es ist nach den Worten von Decor deshalb klar, dass nicht einfach weitergemacht werden kann wie bisher.
Wie «links» ist der Stiftungsrat der Winterthurer PK?
Die Pensionskasse braucht Millionen und der Sanierungsplan entzweit die Politik. Nun nennt die SVP den Stiftungsrat «sozialdemokratisch» – was ist da dran?
IPE: PKBS fund reveals details of alternatives strategy
The pension fund for the city of Basel (PKBS) has hired Goldman Sachs and the Institute for Financial Research (IFR) to run its first exposure to commodities. As per year-end 2016, the CHF12bn (€9.8bn) fund had made its first foray into alternative asset classes starting with a 3.5% commodities allocation, according to the Pensionskassen’s annual report..
The mandates are based on the Bloomberg Commodity index hedged to Swiss francs, but “deviations exceeding a pure passive index reconstruction are allowed”, the PKBS noted in its annual report.
Additionally, the pension fund board agreed for “a significant part” of the commodities exposure to be direct investments into physical gold, for which the Basel cantonal bank would serve as a custodian. The commodity exposure can be built up to 5% of the overall portfolio and formed part of a new alternatives segment in the PKBS’ portfolio decided on last year.
In total, the alternatives segment can grow to 11% of the portfolio, but at the end of last year only one more investment had been made in this segment.
In Q4, the fund made its first foray into senior secured loans via the collective investment foundation “Zürich Anlagestiftung”. Further investments up to a quota of 2% of the portfolio are planned. Another exposure that is currently being built is private equity, with PKBS aiming for a quota of 5% over the next few years. For the private equity strategy, PKBS has hired Basel-based BioMed Partners, a venture capital company focusing on the healthcare sector.
Overall the alternatives quota has not yet reached its benchmark performance given that the exposure is still limited. “Building investments in this segment takes more time,” the PKBS explained in its annual report. Nevertheless the alternatives exposure was one of the main contributors to the pension fund’s annual performance of 4% for 2016.
Alternatives contributed 6.9%, while foreign equities – which currently take up 18.3% of the portfolio – performed better at 10.5%. The only two asset classes with slight negative contributions were liquidity and Swiss equities.
PK Thurgau: Schluss mit Zusatzrenten
Die Thurgauer Pensionskasse hebt bis 2020 die Zusatzrente stufenweise auf. Grund dafür ist, dass davon vor allem Besserverdienende profitieren. Ausserdem schliesst sich die Lücke, die mit der Zusatzrente überbrückt wurde, mit der Erhöhung des Referenzalters auf 65 Jahre.
PKBS senkt technischen Zins auf 2,5%
Die Pensionskasse Basel-Stadt orientiert in einer Medienmitteilung über die Senkung von technischem Zins und Umwandlungssatz. Der Satz wird auf 1.1.2019 von 3 auf 2,5% herabgesetzt. Der Deckungsgrad dürfte damit um rund 3% sinken (Stand Ende 2016: 103%), das Vorsorgekapital für die Renten um etwa 5% ansteigen. Der Umwandlungssatz reduziert sich versicherungstechnisch von 5,8 auf 5,44%. Die Kasse, welche auf Teilkapitalisierung beruht und bereits mehrfach mit rund 2 Mrd. Franken saniert werden musste, leistet sich dessen ungeachtet noch diversen Luxus, der wohl nur noch am Rheinknie denkbar ist. In der Mitteilung wird ausgeführt:
Die Mehrheit der Vorsorgewerke, darunter das Vorsorgewerk Staat und die weiteren Vorsorgewerke in Teilkapitalisierung, kennen heute einen Vorsorgeplan, welcher eine vergünstigte vorzeitige Pensionierung und eine versicherte Überbrückungsrente beinhaltet.
Dank den Einsparungen bei den Risikobeiträgen bei den Aktivversicherten (Wechsel von VZ2010 auf 2015) haben die Vorsorgewerke etwas Spielraum, bei vorzeitiger Pensionierung weiterhin attraktive Lösungen anzubieten. Der Entscheid über diese Subventionierungsmöglichkeiten liegt bei den angeschlossenen Vorsorgewerken.
Für die kantonalen Vorsorgewerke in Teilkapitalisierung (Staat, IWB, BVB, USB, FPS, UPK) ist mit den heutigen Beiträgen zusätzlich eine Stützung des Umwandlungssatzes finanzierbar. Für diese Vorsorgewerke stehen die beiden Modelle im Vordergrund, die bei Pensionierung mit 65 weiterhin einen Umwandlungssatz von 5.80 Prozent und damit keine Rentenkürzungen gegenüber heute vorsehen. Während in einem Modell (Variante 2) keine AHV-Überbrückungsrente mehr ausgerichtet werden könnte, ergeben sich im anderen Modell (Variante 4) gegenüber heute leichte Kürzungen des Umwandlungssatzes bei einer vorzeitigen Pensionierung.
Die Senkung des Umwandlungssatzes erfolgt ab 2019 schrittweise bis Ende 2021 und ist so ausgestaltet, dass sich das Weiterarbeiten lohnt und für die Versicherten kein Grund besteht, sich vorzeitig pensionieren zu lassen. Denn die Rente steigt dank dieser vom Verwaltungsrat beschlossenen Übergangsregelung bei Weiterarbeit trotz – je nach Variante – tieferer Umwandlungssätze mit längerer Versicherungszeit an.
Soll die Überbrückungsrente künftig nicht mehr versichert werden, wird zudem eine dreijährige Übergangslösung angeboten.
Publica entfernt Rüstungsfirmen aus dem Portefeuille
Der Schweizer “Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen” SVVK-ASIR hat die Namen von 15 Rüstungsfirmen veröffentlicht, welche gegen Schweizer Gesetze und von der Schweiz ratifizierte internationale Konventionen verstossen sollen. Die Publica ist Gründungsmitglied des SVVK-ASIR. Halbjährlich überprüft und aktualisiert der Verein diese Ausschlussempfehlungen und publiziert sie auf seiner Website.
Der Anlageausschuss der Publica hat beschlossen, die Empfehlungen des SVVK-ASIR für den Ausschluss der 15 Rüstungsfirmen vollumfänglich umzusetzen. Gegenwärtig hält sie 5 dieser Rüstungsfirmen in ihrem Portfolio. Diese werden in den nächsten Monaten veräussert.
BLPK: Rentenkürzungen in Aussicht
Die Basler Zeitung schreibt über die geplanten Massnahmen zur Sanierung der basellandschaftlichen Pensionskasse.
Der Kanton BL und die Staatsangestellten sollen gemeinsam die Folgen der Senkung des technischen Zinssatzes und des Umwandlungssatzes durch die Basellandschaftliche Pensionskasse auffangen und dadurch Rentenkürzungen so weit wie möglich verhindern. Die jährlichen Mehrkosten für den Kanton belaufen sich auf netto 2,9 Millionen Franken, diejenigen der Arbeitnehmenden auf 2,2 Millionen Franken.
Durch den Verzicht des Kantons auf weitere finanzielle Abfederungsmassnahmen verbleibt jedoch ein Loch von 142,7 Millionen Franken, das Rentenkürzungen unvermeidlich macht. Mit diesen Massnahmen glaubt Finanzdirektor Anton Lauber die Flucht der Staatsangestellten in die Frühpension vermeiden zu können, «weil es schlicht irrational ist, unter diesen Umständen frühzeitig zu gehen», wie Lauber an der gestrigen Medienorientierung erklärte. Der Regierungsrat sei überzeugt, die Attraktivität des Kantons als Arbeitgeber so erhalten zu können.
GE: 4,7 Mrd. pour la caisse de retraite des fonctionnaires
Le Canton est prêt à poser 4,7 milliards sur la table pour recapitaliser la Caisse de pension des fonctionnaires. Cette somme permettrait à l’institution de couvrir 80% de ses engagements comme l’exige la loi fédérale sans attendre 2052. Durant plusieurs années, environ sept ans, l’évolution des rentes serait bloquée afin de permettre à la Caisse d’accumuler des réserves pour faire face à un éventuel coup dur sur les marchés financiers.
D’où viendra l’argent versé par le Canton? De sources multiples. A l’instar de la recapitalisation de la CIA (Caisse des enseignants et de l’administration centrale avant la fusion de 2013 avec la Caisse du secteur de la santé), le projet de loi du Conseil d’Etat dessine une solution combinant plusieurs sources de financement. Les moyens viendraient, soit de l’argent frais obtenu suite à la dissolution de provisions aux comptes inscrites ces dernières années, mais aussi via le transfert de biens et de «prêts simultanés».
Aarauer Staatsangestellte gegen Wechsel der PK
Der Aarauer Einwohnerrat hat an seiner Sitzung Anfang Mai entschieden, dass der Stadtrat die Verträge mit der Pensionskasse der Stadt Aarau per Ende 2017 kündigen und die Pensionskasse der städtischen Angestellten zur Trianon Sammelstiftung (Mobiliar) zügeln soll.
Doch das letzte Wort hatten die städtischen Angestellten als Hauptprotagonisten. Und diese lehnten den Wechsel am Montag haushoch ab. Das bestätigt Hans Umbricht, Präsident des Personalverbandes. Bei 518 Stimmberechtigten gingen 305 gültige Stimmzettel ein. Nur 31 stimmten für ein Ja, 274 für ein Nein – das sind 89 Prozent.

