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“War’s das – oder war das erst der Anfang?” ist der neue Webcast mit Daniel Kalt, Chefökonom Schweiz überschrieben. Kalt zeigt anhand einer Reihe von Daten wie sich international das Virus sich verbreitet hat, wie die Länder reagierten und mit welchem Erfolg und wie die Aussichten auf den Finanzmärkte sind. |
Kapitalanlagen
UBS: Negativzinsen und der Immobilienmarkt
UBS hat eine Studie zu den Folgen der seit 2015 und wohl noch für längere Zeit dauernden Negativzinsen auf den Immobilienmarkt publiziert. Dazu heisst es zusammenfassend:
- Negativzinsen begleiten uns nun seit mehr als fünf Jahren. Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Corona-Krise verdeutlichen, dass sich auch in absehbarer Zukunft nichts daran ändern wird. Dies wird den Immobilienmarkt weiter prägen.
- Die wichtigsten Konsequenzen sind: Eigenheime werden zur Investition, der Leerstand bleibt erhöht, der Markt für urbane Mehrfamilienhäuser trocknet aus, Sanierungen nehmen stark zu und Hypotheken werden zur Anlage.
Dividendeninsel Schweiz?
Die Schweizer Banken haben ihre Dividendenpolitik an die Finma-Wünsche zwar angepasst, Aktionäre wurden mitten in der Coronapandemie dennoch belohnt. Die Schweiz werde sich in der Wirtschaftskrise als Dividendeninsel behaupten, so eine Studie von Janus Henderson. Finews berichtet:
Die Prognose des Asset Managers: Die weltweiten Dividenden würden im laufenden Jahr zwischen 15 und 35 Prozent einbrechen; von 1’423 Milliarden Dollar im Jahr 2019 auf 1’210 Milliarden Dollar – oder im schlimmsten Fall auf 933 Milliarden Dollar.
Banken so, Janus Henderson, würden neben zyklischen Industriewerten sowie Nicht-Basiskonsumgütern am stärksten betroffen sein. Ein Beispiel nennt der Asset Manager: Die Danske Bank hat ihre in der Regel im März anfallende Dividendenzahlung ausgesetzt und will im Hinblick auf die verschobene Generalversammlung prüfen, ob die Aktionäre überhaupt noch in den Genuss einer Ausschüttung kommen.
“Die Politik will fremdes Geld verschenken”
Mit dem Zwangsmieterlass nehme die Politik Rentnern Geld weg, um es grossen Konzernen in New York oder Paris zu geben. Das sei wirklich unfassbar, sagt Patrick Frost, Chef von Swiss Life, der grössten privaten Immobilienbesitzerin der Schweiz in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger. Auszüge:
Swiss Life ist einer der grössten Immobilienbesitzer. Das Parlament könnte Sie nun zu einem Mieterlass von 60 Prozent zwingen. Was kostet Sie das?
Wenn das Parlament tatsächlich Mieten bis zu 15’000 Franken mit einbezieht, würde uns das rund 10 Millionen Franken kosten. Ich ärgere mich wirklich enorm über diesen Vorschlag. Ich habe grosses Verständnis für kleine Firmen, die leiden und nicht so viele Rücklagen haben. Aber bei dem Vorschlag, der jetzt kursiert, reden wir von Jahresmieten von 180’000 bis 240’000 Franken. Mieter, die das zahlen, sollten sich das eigentlich leisten können, weil sie im Boom ordentlich verdient haben oder über Rücklagen verfügen. Stossend ist, dass die Mieterverbände aus der Diskussion einen ideologischen Kampf gemacht haben, bei dem sie auch einige bürgerliche Politiker vor ihren Karren spannten.
Das zeigt doch, dass die Frage breite Kreise der Bevölkerung bewegt.
Ich bin einmal die Liste unserer Mieter mit Mieten bis 20’000 Franken durchgegangen. Da sind einige Konzerne aus dem In- und Ausland dabei, die zum Teil finanzkräftiger sind als wir. Ich kann nicht verstehen, dass die politische Linke nun Konzernen aus New York, Paris, München oder Basel Geld schenken will mit diesem Zwangsmieterlass. Dabei fliessen mindestens 90 Prozent der Mieteinnahmen unseren Kunden zu. Stellen Sie sich vor: Die Politik nimmt angehenden Rentnerinnen und Rentnern Geld weg, um es grossen Konzernen zu geben, das finde ich wirklich unfassbar. (…)
Was halten Sie vom Vorschlag von Nationalrat Ruedi Noser, das Rentenalter auf 67 zu erhöhen und die Ferien um zwei Wochen zu verlängern?
Der Vorschlag verdient vielleicht den Originalitäts-Preis unter allen Vorschlägen, die existieren. Mehr aber nicht. Wir sollten jetzt wirklich auf Basis des bestehenden Kompromisses zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern weiterarbeiten – auch wenn noch Anpassungen vorgenommen werden müssen. Insbesondere der Rentenzuschlag für alle Neurentner wäre ein unnötiger Leistungsausbau, der die Jungen zusätzlich belasten würde. Ich rate dringend dazu, die Frage nach dem Rentenalter auf die übernächste Reform zu verschieben.
“Pensionskassen unter Druck”
Die UBS hat auf ihrer Website ein Gespräch mit Patrick Müller, Head Institutional Clients, Vorsorgespezialistin Jackie Bauer und UBS-Chefökonom Daniel Kalt aufgeschaltet. Auszüge:
Was belastet die Pensionskassen momentan am meisten?
Patrick O. Müller: Eindeutig die sinkenden Deckungsgrade. Im Schnitt liegen diese nun wieder auf dem Niveau von Ende 2018. Die negative Performance könnte dazu führen, dass manche Kassen in Unterdeckung geraten. Sammelstiftungen müssen sich überlegen, wie sie damit umgehen, wenn kleinere Anschlüsse in Liquiditätsprobleme geraten.
Jackie Bauer: Hinzu kommt, dass die viele Pensionskassen für das letzte Jahr relativ hohe Zinsen gewährt haben. Das ist neben den Renditeeinbussen eine zusätzliche Belastung für die Deckungsgrade.
Rechnen Sie in diesem Jahr also mit tieferen Zinsen?
Jackie Bauer: Ja. Die Pensionskassen werden alles daransetzen, um die Deckungsgrade soweit wie möglich zu stabilisieren, ohne ausserordentliche Massnahmen ergreifen zu müssen. Deshalb sollten wir für dieses Jahr nur mit der Mindestverzinsung rechnen.
Welche Pensionskassen trifft die Krise besonders hart?
Jackie Bauer: Vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Kassen werden wir vermehrt Unterdeckungsfälle sehen, da die Deckungsgrade hier bereits relativ tief waren. Bei den privatrechtlichen Kassen hingegen lagen sie vor der Krise im Schnitt bei über 110 Prozent. Die meisten von ihnen dürften sich über 100 Prozent halten können, wenn auch nur knapp.
Corona: Obligationen, Mietausfälle und Private Equity
PPCmetrics hat eine Reihe von Präsentationen zu den Folgen der Coronakrise und den verhängten Schutzmassnahmen auf die Pensionskassen publiziert.
- Die jüngsten Entwicklungen auf den Finanzmärkten hatten auch einen erheblichen Einfluss auf die Struktur des CHF Obligationenmarkts. Im Vergleich zu Ende Januar 2020 wiesen CHF Obligationen per Mitte April 2020 deutlich höhere Verfallsrenditen über alle Duration- und Kreditsegmente aus. Die Präsentation «Strukturanalyse CHF Obligationenmarkt seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie» zeigt im Detail, wie sehr sich der CHF Obligationenmarkt in den letzten Monaten verändert hat.
- Die Präsentation «Einfluss von Mietausfällen auf das Immobilienportfolio» geht im Rahmen einer Szenario-Analyse der Frage nach, wie die vom Bundesrat angeordnete Schliessung von Geschäften und die damit verbundenen Mietausfälle die Preise von Immobilienfonds in der Schweiz beeinflussen könnten.
- Die Präsentation «Einfluss des Coronavirus auf die Finanzmärkte: Private Equity» zeigt Herausforderungen von Private Equity Anlagen im aktuellen Umfeld.
Präsentation Obligationenmarkt / Mietausfälle / Private Equity
UBS-Immobilienblasenindex steigt an
Der Anstieg des Immobilienblasenindex im ersten Quartal lässt sich laut UBS auf drei Entwicklungen zurückführen.
Erstens legten die Preise im ersten Quartal um 1,0 Prozent zu, was dem stärksten Anstieg seit 2014 entsprach. Zweitens ging diese Beschleunigung der Preisanstiege auf dem Eigenheimmarkt mit einem geringeren Anstieg der Haushaltseinkommen einher und die Konsumentenpreise stagnierten. Der Rückgang der Einkommen seit März aufgrund der Corona-Krise ist in diesen Berechnungen noch nicht enthalten. Drittens stiegen die Anträge für Buy-to-let-Investitionen auf ein leicht höheres Niveau als in den Vorquartalen. Stabil war hingegen weiterhin die Entwicklung der Bautätigkeit und der Hypothekarkreditvergabe. Auch das Preis-Miet-Verhältnis zeigte sich kaum verändert.
Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Schweizer Eigenheimmarkt dürften frühestens im laufenden Quartal sichtbar werden. «Wir erwarten einen Rückgang der Transaktionen. Da sowohl Verkäufer als auch Käufer vorsichtiger agieren, ist die Preisfindung erschwert und damit der Einfluss auf die Preisentwicklung nicht eindeutig», sagt Claudio Saputelli, Leiter Swiss & Global Real Estate im UBS Chief Investment Office (CIO). «Gerade in wenig liquiden Segmenten und Regionen dürften Zufall und objektspezifische Eigenschaften einen grösseren Einfluss auf den Transaktionspreis haben als noch im Vorjahr.»
FuW: “Vorsorgegelder auf Achterbahn”
Thomas Hengartner befasst sich in der Finanz und Wirtschaft mit den Auswirkungen der Aktienbaisse auf die Vorsorgesysteme und geht konkret auf die Situation bei der Profond mit ihrem bekannt hohen Aktienanteil sowie der Swiss Life Sammelstiftung mit ihren minimalen Aktieninvestments ein. Beide Seiten geben sich zuversichtlich. Hengartner schreibt:
Die Sammelpensionskassen von Swiss Life für die Mitarbeitenden von mehr als 44 000 Firmen sind die schweizweit grössten Vorsorgeträger. Investmentchef Stefan Mächler berichtet «Finanz und Wirtschaft», das Aktienportfolio sei vor der Baisse schon mit Derivaten teilweise abgesichert worden: «Die Solvenz von Swiss Life steht auch nach den Verwerfungen am Finanzmarkt bei rund 175%.» Die Mindestvorgabe der Finanzmarktaufsicht Finma liegt auf 100%.
Die Sammelstiftung Profond betreut die berufliche Vorsorge für die Angestellten von 1800 Firmen. Sie profiliert sich seit Jahren durch eine dynamische Anlage der Vorsorgevermögen, bei der hohe Anteile für Aktien (50%) und Immobilien (30%) festgelegt sind. An dieser Realwertstrategie werde trotz temporärer Bewertungseinbussen festgehalten, lässt Geschäftsführer Laurent Schlaefli ausrichten: «Wir planen keine Umschichtungen und führen unser stufenweises Rebalancing fort».
Damit werden Vermögenselemente, die wie das Aktienportfolio wegen der Wertkorrektur unter das strategisch festgelegte Gewicht im Gesamtvermögen gefallen sind, aus liquiden Mitteln wieder aufgestockt.
Auch Swiss Life führt gemäss Mächler die strategische Anlageaufteilung fort: «Uns interessieren stabile wiederkehrende Investmenterträge und Renditezuschläge gegenüber dem, was Staatsanleihen abwerfen.» Im Fokus hat er Immobilieninvestments, langfristige Hypothekardarlehen wie auch ausgewählte Unternehmensanleihen. Im Anlagemix haben Anleihen und Darlehen einen Anteil von rund 70% (vgl. Tabelle unten).
Zur Investmentperformance des ersten Quartals macht Swiss Life keine Angaben. Das exponiertere Portfolio von Profond hat bis März 11% an Wert eingebüsst, nach Jahren überdurchschnittlicher Resultate. Der Deckungsgrad erodierte auf 96% (Verhältnis von Marktwert des Vermögens zu Verpflichtungen). Das ist jedoch eine Stichtagbetrachtung. Zu einer Sanierung, zu der die angeschlossenen Firmen und ihre Angestellten beitragen müssten, besteht gemäss Schlaefli im Moment keine Notwendigkeit.
500 Mio. Mieteinnahmen-Verlust?
Die UBS hat eine grobe Schätzung gemacht, welche Kosten den Vermietern von Gewerberäumen drohen: Rund eine halbe Milliarde Franken, so die neuste Bankstudie zum Immobilienmarkt.
Die Summe entspricht den Mietzinseinnahmen, auf welche die Eigentümer der Räume in diesem Jahr verzichten müssen. «Die Wortschöpfung im Detailhandel dürfte im Jahresdurchschnitt um knapp 10 Prozent sinken. Die Vermieter werden einen Teil dieser Einbusse wohl mittragen müssen», heisst es im Bericht.
Rekurs gegen Brunaupark-Projekt
Die Credit Suisse will das Areal komplett neu bebauen. Die Stadt erteilte die Bewilligung, doch VCS und Anwohner versuchen, das Vorhaben zu vereiteln. Der Tages-Anzeiger schreibt dazu:
Der Verkehrs-Club Schweiz (VCS) und die IG Wohnen in Laubegg rekurrieren gegen eines der grössten Bauprojekte in der Stadt Zürich. Die Pensionskasse der Credit Suisse plant den kompletten Neubau des Brunaupark-Areals. Circa 500 neue Wohnungen sowie Läden sollen entstehen.
Anfang März erteilte die Bausektion des Zürcher Stadtrats dem Projekt zwischen Saalsporthalle und Albisgüetli die Bewilligung. Umgehend wurde Kritik laut, Einsprachen wurden angedroht. Nun haben VCS und die IG Rekurs eingelegt. Sie beantragen, dass das Baurekursgericht die Baubewilligung «wegen gravierenden formalen und verschiedenen rechtlichen Mängeln» aufhebt, wie es in einer Mitteilung heisst. (…)
Die Credit Suisse, die das Projekt ursprünglich bis 2026 realisieren wollte, zeigt sich vom Rekurs nicht überrascht. Einsprachen seien bei Projekten dieser Grössenordnung üblich, sagt ein Sprecher der Pensionskasse der Credit Suisse. Parallel zum baurechtlichen Verfahren sei es weiterhin ihr Ziel, mit den betroffenen Wohnungsmietern gute Lösungen zu finden. Zum aktuellen Zeitplan könne er keine Angaben machen.
“Les caisses de pension doivent prévoir le pire”
Tribune de Genève: En pleine crise du coronavirus, un prof de l’Uni de Zurich critique les conditions imposées pour la gestion d’une fortune du 2e pilier de plus de 900 milliards.
Des experts du second pilier s’empressent maintenant de démentir ou de nuancer la pertinence de cette analyse. «Les caisses de pension suisses doivent, bien entendu, tenir compte de leur capacité à assumer des risques. Aucune directive ne leur impose toutefois de vendre leurs actions au plus mauvais moment. Nos membres ont en outre réalisé une excellente performance l’an dernier. Celle-ci leur a permis de constituer des réserves. Elles peuvent aujourd’hui être utilisées pour amortir les conséquences liées à la crise du coronavirus», estime Yves-Marie Hostettler, représentant romand de l’Association suisse des institutions de prévoyance (ASIP).
“Geschäftsmieten: PKs werden gnädiger”
“Die Mieten belasten in der Coronakrise noch viele Gewerbler. Einige Pensionskassen und Versicherungen wollen nun entgegenkommen”, schreibt das St.Galler Tagblatt.
Einen Schritt weiter [als die Helvetia-Versicherung] gehen die Valiant-Bank und ihre Pensionskasse. Sie erlässt allen KMU, die in einer ihrer Liegenschaften eingemietet sind, die Mieten für die Monate Mai und Juni. «Ausgenommen davon sind nur drei Grossunternehmen», sagt Pressesprecher Marc Andrey. Einen Unterschied, ob das KMU direkt von den bundesrätlichen Massnahmen betroffen ist oder nicht, macht die Valiant nicht. «Zuerst wollten wir eine Selektion machen», sagt Andrey. «Aber das war nicht zielführend. So werden alle gleich behandelt.» (…)
Nicht nur Restaurants oder Coiffure, deren Betriebe schliessen mussten, sind von den Massnahmen betroffen. Auch Unternehmen, die geöffnet bleiben dürfen, haben oft starke Einbussen. Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit, sagt Stefan Schäfer, Geschäftsführer der St.Galler Pensionskasse. «Ein Coiffeur hat zum Beispiel gar keine Einnahmen mehr. Andere Geschäfte können noch etwas verdienen. Wir streben Gleichbehandlung an.»
430 Mio. Mietzinseinnahmen gefährdet
430 Mio. Franken pro Monat – auf diesen Betrag belaufen sich die Mietzinse für Geschäftsflächen, deren Nutzung durch die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt eingeschränkt ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Wüest Partner im Auftrag des SVIT Schweiz. SVIT Schweiz schreibt dazu:
Derzeit diskutieren Immobilien- und Mieterverbände unter der Leitung des Bundes über die mietrechtlichen Verpflichtungen von Geschäftsmietern, deren Tätigkeit durch die «Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» (COVID-19-Verordnung 2) untersagt oder eingeschränkt ist. Zu den betroffenen Sektoren gehören nebst vielen der Detailhandel und die Gastronomie.
Der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft SVIT Schweiz hat beim Beratungsunternehmen Wüest Partner eine Studie zur Abschätzung der betreffenden Mietzinsvolumen in Auftrag gegeben. Während Gewerbetreibende mit dem Problem laufender Mietkosten bei fehlendem Umsatz konfrontiert sind, stehen Vermieter – Pensionskassen, Versicherungen, Private und zahlreiche andere Eigentümer – unter Druck, Mietzinse für Ihren Kapitaleinsatz und für die Abgeltung von Fremdkapitalzinsen, für den Betrieb und die Instandhaltungs- und Instandsetzung der Immobilien sowie für Leistungsverpflichtungen, wie z. B. Rentenzahlungen zu generieren.
BR: Kein Notrecht bei Geschäftsmieten
Die NZZ äussert sich zur Haltung des Bundesrats, kein Notrecht bei der Frage der Miete für zwangsweise geschlossenen Geschäfte anzuwenden. Rechtlich ist ungeklärt, ob die Miete unter den gegebenen Umständen geschuldet ist. Auf Seite der Vermieter ist wenig Entgegenkommen auszumachen.
Der Bundesrat appellierte an die Mieter und Vermieter, den Dialog zu suchen und zu konstruktiven und pragmatische Lösungen Hand zu bieten. Dies könnten (teilweise) Mietzinserlasse, Stundungen oder vereinbarte Ratenzahlungen oder Kombinationen mit Vertragsverlängerungen usw. umfassen.
Die Vermieterseite habe versprochen, bereit zu sein für Lösungen. Umgekehrt sollten die Mieter nicht vergessen, dass auch die Vermieter finanzielle Verpflichtungen hätten. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung wurde zudem zusammen mit dem Finanzdepartement beauftragt, mit einem Monitoring die Situation im Bereich der Geschäftsmieten zu beobachten und dem Bundesrat bis im Herbst 2020 Bericht zu erstatten.
PPCmetrics zur aktuellen Lage auf dem Finanzplatz
PPCmetrics hat eine Umfrage bei den wichtigsten Vermögensverwaltern von Schweizer Pensionskassengeldern durchgeführt, welche zu folgenden Erkenntnissen geführt hat:
- Alle Vermögensverwalter haben einen Notfallplan bis am 31.03.2020 aktiviert. Die Aktivierung war mit keinen besonderen Störungen verbunden. Alle Anbieter können die wichtigsten Dienstleistungen für Kunden erbringen.
- Rund 50% der Anbieter sind in einem «Full Home Office» Modus, die übrigen haben ein Split-Office, d.h., ein Teil der Mitarbeiter ist abwechselnd im Büro anwesend. Im Durchschnitt sind 85% der für die Vermögensverwaltung von Schweizer Pensionskassen relevanten Mitarbeiter im Home Office.
- Kein Vermögensverwalter hatte einen Ausfall einer Gegenpartei von Währungsabsicherungen oder anderen OTC Derivaten oder im Bereich des Securities Lending. Teilweise wurden Securities Lending Programme eingestellt.
- In der Phase bis Ende März waren primär Abflüsse bei den liquiden Anlagen zu verzeichnen. Zudem sind die Rücknahmespreads teilweise stark gestiegen.




