Credit Suisse – PK-Index für Q1 2008: Schlechtestes Quartal seit 9/11
Der «Credit Suisse Schweizer PensionskassenIndex» (blaue Linie in obiger Abbildung) hat sich im 1. Quartal 2008 deutlich negativ entwickelt. Der schwächste Monat war mit einem Minus von 4,27 Punkten (–3,37%) der Januar, gefolgt vom März (–2,19 Punkte resp. –1,80%), während der Februar 0,61 Punkte verlor (–0,50%). Unter Ausklammerung des 3. Quartals 2001 (Sondereffekte des 9/11) bedeutet dies das schlechteste Quartalsergebnis seit Lancierung des Index im Jahr 2000.
Der Index, der zu Beginn des Jahres 2000 bei 100 gestartet wurde, hat im Berichtsquartal insgesamt 7,07 Punkte (–5,59%) verloren und einen Stand von 119,45 Punkten erreicht. Der Rückgang hat dazu geführt, dass die von Schweizer Pensionskassen verwalteten Vermögen der 2. Säule hochgerechnet im Berichtsquartal um rund CHF 35 Mrd. auf etwa CHF 595 Mrd. abgenommen haben.
Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie in Abbildung) ist, ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, im Berichtsquartal um 0,87 Punkte (0,68%) von 127,89 auf 128,76 gestiegen. Da sich der Index im ersten Quartal 2008 negativ entwickelt hat, während die BVG-Vorgabe stetig voranschreitet, ist er, verglichen mit dem Startdatum im Jahr 2000, weiter ins Minus gerutscht und liegt nun insgesamt 9,29 Punkte im Hintertreffen. Der Rückstand auf die BVG-Mindestverzinsung hat somit im Quartalsvergleich um 7,94 Punkte resp. 6,27% zugenommen.
PK-Index Q1 2008 / Website CS Pensionskassen-Index / NZZ
Die Forderungen und Sünden der Ascoop
Die Ascoop-Sammelstiftung mit ihren 150 öffentlichen Verkehrsbetrieben und im Tourismus tätigen Unternehmen weist per Ende 2007 einen Fehlbetrag von rund 580 Millionen Franken aus. Sollten auch noch Schwankungsreserven gebildet werden, bräuchte die Ascoop-Sammelstiftung rund 900 Millionen Franken. Sie will deshalb entsprechende Forderungen an den Bund stellen, wenn dieser die SBB-Pensionskasse unterstützt.
Auf dem Arbeitsmarkt steht die SBB mit den anderen Bahnen in direkter Konkurrenz. Wenn nun SBB-Angestellte dank einer feudalen Pensionskasse bessergestellt werden, bekommen die anderen Bahnen Rekrutierungsprobleme, zumal die Ascoop noch weit schlimmer dran ist als die Pensionskasse SBB. Der Deckungsgrad belief sich per Ende 2007 auf 80 Prozent; bei der SBB lag er dagegen bei 92 Prozent. Der Bundesrat wählte in seiner Antwort auf das Postulat klare Worte: «In erster Linie wird es nötig sein, die Ursachen genauer zu untersuchen, die zur gegenwärtigen schwierigen Lage der Ascoop geführt haben.»
PPCmetrics hat die Ursache bereits geprüft. Zu einem Drittel ist das Loch mit dem überdurchschnittlichen Aktienanteil zu erklären. Zu einem zweiten Drittel liegt die Schuld bei den Verantwortlichen, welche sich in riskante Geschäfte eingelassen haben, und zu einem Drittel schliesslich ist das Finanzloch auf ausbezahlte Leistungen zurückzuführen, die nicht voll finanziert waren. Nach Angaben von Ascoop-Direktor Urs Niklaus mussten diese Leistungen zum Teil auf Grund aufsichtsrechtlicher Bestimmungen ausgerichtet werden. Urs Niklaus denkt vorab an den technischen Zins von 4,5 Prozent, den die Ascoop angeblich auf Weisung des Bundesamts für Verkehr anwenden musste. Wegen dieses überdurchschnittlich hohen kalkulatorischen Zinses sind die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu tief ausgefallen. So gesehen hätten die Arbeitgeber, zum grossen Teil eben die öffentliche Hand, zu tiefe Beiträge bezahlt.
Die Zeche dieser früheren Sünden zahlen nun die Angestellten der öffentlichen Verkehrsbetriebe: 3 Prozent vom versicherten Lohn werden für die Sanierung eingesetzt, wobei sich Arbeitgeber und -nehmer diesen Beitrag teilen müssen. Im Vergleich: Bei der SBB zahlen die Angestellten seit 2007 keine Sanierungsbeiträge mehr, dafür hat die SBB für die Sanierung ein Darlehen von 1,5 Milliarden Franken aufgenommen
espace.ch – Wie der SBB, so auch uns, bitte
Aon: BVG-Gesetzessammlung mit Masszahlen und Register
Aon hat ihren Sonderdruck der BVG-Gesetzessammlung von 2006 vollständig überarbeitet und aktualisiert und dabei das höchst praktische Sachregister ebenfalls auf den neusten Stand gebracht. Neben dem BVG und seinen wichtigsten Verordnungen finden sich Auszüge aus der Bundesverfassung, dem Zivilgesetzbuch sowie dem OR, soweit sie für die BV von Interesse sind. Ergänzt werden die Gesetzestexte mit den geltenden Masszahlen und technischen Grössen.
BVK: Verselbständigung in weite Ferne gerückt
Wenn der Deckungsgrad 110 Prozent erreicht, soll die kantonale Zürcher Pensionskasse BVK verselbständigt werden. So ist es im Gesetz über die Verselbständigung der BVK festgehalten. Davon ist sie nach den Kurseinbussen der letzten Monate weit entfernt. Personalvertreter befürchten sogar, dass der Wert auf eine kritische Grösse absacken könnte. Im letzten Sommer einigten sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter auf einen Kompromiss für den Zeitpunkt der Verselbständigung: Die Pensionskasse wird in eine privatrechtliche Stiftung umgewandelt, wenn der Deckungsgrad 110 Prozent erreicht, wenn also die Verpflichtungen der Kasse zu 110 Prozent mit Vermögenswerten gedeckt sind. Das schien in absehbarer Zeit möglich, Ende 2006 waren es 101,4 Prozent, Ende Oktober 2007 schon 104 Prozent. Doch dann ging’s bergab, Ende März dieses Jahres war der Wert auf 94 Prozent gesunken (Grafik Performance per 31.3.2008, Vergrösserung und weitere Daten durch Click auf Bild).
Weit vom angestrebten Deckungsgrad entfernt (Zürich , NZZ Online)
Personenfreizügigkeit: Lauter positive Konsequenzen
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Die Zuwanderung aus dem EU-Raum hat sich gemäss den Bedürfnissen der Schweizer Wirtschaft entwickelt und damit den wirtschaftlichen Aufschwung begünstigt. Die Arbeitslosenquote ist konjunkturbedingt stark gesunken. Generell waren weder eine Verdrängung von Schweizer Arbeitnehmenden noch negative Auswirkungen auf das Lohnniveau feststellbar.
Bei den Sozialversicherungen gibt es keine Hinweise auf eine übermässige Belastung oder zunehmenden Missbrauch (Sozialtourismus): Die Schweizer Sozialwerke AHV/IV profitieren insofern, als das Verhältnis zwischen Aktiven und Rentnern durch die Zuwanderung von Erwerbstätigen verbessert wird: Die EU-Staatsangehörigen zahlten bisher in die AHV/IV mehr ein, als sie Leistungen bezogen, und helfen damit, die Schweizer Sozialwerke zu finanzieren. Das sind die Ergebnisse des 4. Observatoriumsberichts über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit vom 1. Juni 2002 bis 31. Dezember 2007.
www.news.admin.ch – Wachsende Zuwanderung
Kammer der Pensionskassen-Experten: Stephan Gerber neuer Präsident
An der Mitgliederversammlung der Kammer der Pensionskassen-Experten ist turnusgemäss Urs Bracher (CS Pensionskasse) als Präsident zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger gewählt wurde Stephan Gerber (Abcon), Bild links. Ebenfalls gemäss Turnus aus dem Vorstand ausgeschieden ist Jürg Walter (Libera); sein Nachfolger ist Stephan Wyss (Swisscanto Vorsorge AG). Der Vorstand setzt sich damit zusammen aus Stephan Gerber (Präsident), Urs Bracher, Olivier Vaccaro (Hewitt) und Stephan Wyss.
PW. Gerber tritt sein Amt in einem Zeitpunkt an, in dem die von der Kammer erstellten Fachrichtlinien eine immer grössere Bedeutung erlangen. Es hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz dieser Fachrichtlinien ab, inwiefern der Gesetzgeber von stets weiter gehenden Eingriffen in Durchführungsfragen der beruflichen Vorsorge abgehalten werden kann. Im Rahmen der Strukturreform werden sie noch stärker als Gestaltungselement Verwendung finden. Die wachsende Bedeutung hat aber auch innerhalb der Kammer die Diskussion um deren Inhalte verschärft. Es scheint nicht mehr so zu sein, dass die vom Vorstand erarbeiteten Richtlinien (nach einer in der Regel wenig benützten Vernehmlassung) ohne weiteres akzeptiert werden. Es zeigen sich auch grundsätzliche Unterschiede zwischen Deutschschweiz und Romandie in zentralen Fragen. Eingriffe in eine bisher diskussionslos akzeptierte Praxis stossen auf Widerstand. Das macht das Präsidentenamt anspruchsvoller, aber auch interessanter. Der eloquente und fachlich unbestrittene Gerber dürfte für die Aufgabe der richtige Mann im richtigen Zeitpunkt sein.
Soziale Sicherheit CHSS 2/2008: Neues Familienzulagengesetz
Schwerpunkt der Zeitschrift Soziale Sicherheit des BSV Nr. 2/2008: Neues Familienzulagengesetz, Sozialpolitik: Menschen in prekären Lebenslagen, Vorsorge: Die Rechnung 2007 der AHV, IV und EO. Als pdf herunter zu laden.
BSV – Soziale Sicherheit CHSS 2/2008: Neues Familienzulagengesetz
Le Temps: Entretien avec Michel Thétaz, IAM
L’année commence mal pour l’épargne du deuxième pilier. Le rendement des caisses de pension suisses est en baisse de 8% au 1er trimestre 2008, selon une étude de State Street. Un résultat en ligne avec l’indice LPP 40 (composé à 40% d’actions). Des résultats aussi mauvais n’avaient pas été vus depuis 2001. En tenant compte du rendement des parcs d’immeubles, que détiennent de nombreuses institutions, les caisses enregistrent en moyenne -5,6% sur leur portefeuille total, selon l’indice de Credit Suisse (
CSGN.VX). Une mauvaise année boursière est loin d’être une fatalité pour le IIe pilier, assure Michel Thétaz. Cet ancien de Pictet a fondé Institutional Asset Management (IAM) en 1995. La fortune de ce gérant indépendant genevois a connu une croissance fulgurante, pour atteindre 7,5 milliards de francs.
Le Temps – Finance
Institutional Survey: Schweizer PKs mit 2,3 Performance 2007
Gemäss der 10. Ausgabe des Swiss Institutional Survey haben die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen 2007 eine durchschnittliche Performance von 2.3% erwirtschaftet. Positiv zu diesem Ergebnis beigetragen haben die direkten Immobilienanlagen in der Schweiz mit 5.0%, vor allem aber die alternativen Anlagen mit den Untergruppen Rohstoffe (+11% in CHF), Private Equity (über +8.3%) und Hedge Funds (+5.6%). Einige der in den Portfolios am stärksten vertretenen Anklageklassen, Schweizer Aktien und Obligationen in CHF, konnten mit einer Performance von rund 0% nicht überzeugen; die ausländischen Aktien und die Fremdwährungsobligationen schnitten besser ab als die inländischen Werte. Im vergangenen Jahr erzielten 4 Teilnehmer eine negative Performance, und 76 – nahezu die Hälfte aller Teilnehmer – eine Performance unter dem technischen BVG-Mindestzinssatz.
Der ermittelte Deckungsgrad verzeichnete einen Rückgang unter das Niveau von Ende 2006. Bei den Umfrageteilnehmern liegt er bei 110.6% auf Basis der nicht vermögensgewichteten Werte, und bei 104.3% auf Basis der gewichteten Werte. Bei den Vorsorgeeinrichtungen des Privatsektors sind diese Werte mit 115.9% (nicht gewichtete Werte) und 111.0% (gewichtete Werte) noch sehr komfortabel. Bei den Wertschwankungsreserven – 11% per Ende 2007 auf Basis der nicht vermögensgewichteten Werte, 8% auf Basis der gewichteten Werte – resultiert wie beim Deckungsgrad einen Rückgang unter das Niveau von Ende 2006.
Der zweite Teil der Ergebnisse zum aktuellen Thema «Vermögensverwaltung und Anlagemodalitäten» wird am 7. Mai 2008 veröffentlicht.
Mitteilung Institutional Survey
State Street PK-Index: Rendite minus 8,4% im Q1; Transaktionskosten plus 11%
Der von State Street Investment Analytics errechnete Schweizer Pensionskassen-Index ergibt im ersten Quartal 2008 eine Rendite von –8.04 Prozent auf den Wertschriften. «Die Markt-Turbulenzen weiten sich aus» sagt Reto Tschäppeler, Vice President in Zürich und Regional Head von State Street Investment Analytics in Europa. «Das schlechteste Quartalsergebnis seit 2001 wird insbesondere bei Pensionskassen ohne nennenswerte Liegenschaftsbestände deutliche Spuren im Jahresergebnis und Deckungsgrad hinterlassen.»
Die Transaktionskosten nahmen gegenüber dem letzten Quartal zu. Sie stiegen um 11 Prozent von 22.44 auf 24.91 Basispunkte.
Mitteilung State Street
24 Heures: Les fonds de pension partaient dans des plans douteux
Des millions investis dans des sociétés en difficulté ou dans une «arnaque africaine», deux chantiers stoppés à Vidy: un ancien promoteur lausannois, qui a défrayé la chronique à la fin des années nonante, se retrouve toute la semaine face aux juges.
24 Heures – Detail Vaud – PROCÈS – Les fonds de pension
Interpellation R. Rechsteiner: Gewinne der Lebensversicherer im Kollektivgeschäft
Rechsteiner schreibt in seiner Interpellation u.a.:
«Die Gewinne der Versicherungsgesellschaften im Kollektivgeschäft, wo jeder zweite Arbeitnehmer der Schweiz obligatorisch versichert ist, haben in letzter Zeit Anlass zu Diskussionen gegeben und geben auf Basis der BPV-Statistiken zu weiteren Fragen Anlass:
1. Trifft es zu, dass die Verwaltungskosten von 672 Franken (2005) auf 724 Franken (2006) zugenommen haben? Wieso haben die Verwaltungskosten so stark zugenommen?
2. Trifft es zu, dass die Entnahme für die Legalquote in Franken pro Versicherter von 2005 von 279 Franken auf 2006 327 Franken zugenommen hat? Woher stammt dieser Anstieg?
3. Trifft es zu, dass die Versicherungen nebst der Legalquote Gewinne bei den Verwaltungskosten, der Risikoversicherung und der Vermögensverwaltung beanspruchen? Wenn ja, wie hoch sind diese zusätzlichen Gewinne?
4. Wie hoch ist die Eigenkapitalrendite der Versicherungen in diesem Geschäft? Die Eigenkapitalrendite soll derart berechnet werden, dass nur das Eigenkapital, welches von den Aktionären zur Verfügung gestellt wurde, in die Berechnung einfliesst und nicht auch das Eigenkapital, welches mittels Legalquote eigentlich von den Versicherten gebildet wird.»
08.3005 – Curia Vista – Geschäftsdatenbank
Making Your Money Last as Long as You Live

Even for people who have built up a decent nest egg, deciding how to use it is one of the demands of early retirement. The good life may be within reach, but the financial logistics still require careful attention.
Making Your Money Last as Long as You Live – New York Times
CASH: Auftakt zur Mindestzins-Diskussion
«Die Pensionskassenmanager sind stark gefordert», stellt Cash in einem Artikel über die aktuelle finanzielle Verfassung der Kapitalmärkte und ihre Konsequenzen für die Vorsorgeeinrichtungen fest. Im ersten Quartal wurde eine Minusperformance von (je nach Index) 4 bis 5 Prozent ausgewiesen, für das gesamte Jahr ist laut bundesrätlicher Anordnung netto aber mindestens 2,75 Prozent zu erzielen. Damit ist aber auch schon die Mindestzinsdiskussion für 2009 eröffnet.
«Angesichts der Finanzkrise ist die Frage nicht, ob der Zinssatz reduziert wird, sondern um wie viel», sagt Pensionsversicherungsexperte Claude Stierlin von der Sammelstiftung Prevas. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) geht laut Cash nicht so weit, sieht aber auch Gesprächsbedarf. «Die Kommission für berufliche Vorsorge wird aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang Juni über eine Senkung des Mindestzinssatzes für Altersguthaben diskutieren müssen», sagt Joseph Steiger vom BSV. Aufgrund früher angewendeter Modelle scheint für Cash heute eine Senkung des Mindestzinses auf den 1. Januar 2009 um einen Prozentpunkt auf 1.75 Prozent möglich. Konflikte mit den Gewerkschaften sind programmiert: «Der Mindestzinssatz ist eine langfristige Richtlinie, die man nicht ständig anpassen soll», sagt Heinrich Nydegger von der Gewerkschaft Unia. – Wenn das nur die Finanzmärkte auch endlich begreifen würden…..
CASH.ch | CASH daily
UBS veröffentlicht Zusammenfassung ihres Berichts an die EBK
UBS hat einen Bericht veröffentlicht, der zuhanden der Aktionäre die wichtigsten Fakten im Zusammenhang mit ihren bis zum 31. Dezember 2007 eingegangenen Positionen und den darauf entstandenen Verlusten am US-Markt für Subprime-Hypotheken detailliert erläutert. Das Dokument fasst den ausführlichen Bericht zusammen, den UBS bereits der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) vorgelegt hat. Er ist auf www.ubs.com/agm verfügbar.



