Arbeitgeber und economiesuisse präsentieren Alternative zur Rentenreform AV2020
Zum Auftakt der parlamentarischen Beratung über die Altersvorsorge-Reform präsentieren Arbeitgeberverband und economiesuisse ihre Alternative zur Sicherung der heutigen Renten. Eine zentrale Rolle spielt das Rentenalter 65 für beide Geschlechter. Damit lassen sich die
ausgaben- und einnahmeseitigen Reformmassnahmen ausbalancieren. Massive Mehreinnahmen, wie sie der Bundesrat vorsieht, wären ein Wachstumskiller, schreiben die beiden Verbände in einer Mitteilung.
Die beiden Spitzenverbände verlangen, die Reformmassnahmen auszubalancieren. Die Festsetzung des Referenz-Rentenalters bei 65 Jahren für beide Geschlechter spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie verlängere nicht nur die Beitragsfinanzierung, sondern schaffe auch die Voraussetzungen, das hiesige Arbeitskräfte-Potenzial besser auszuschöpfen. Der demografisch bedingte Fachkräfte-Mangel und eine dadurch drohende Wachstumsschwäche können so abgefedert werden.
Der Lösungsvorschlag von Arbeitgeberverband und economiesuisse birgt gemäss eigener Einschätzung weitere Vorteile: Er teilt die bundesrätliche Mammutvorlage in verdaubare Reformschritte auf – und schützt damit vor Steuererhöhungen auf Vorrat sowie einer voreiligen Erhöhung des Rentenalters. Zudem sei die Lösung der Spitzenverbände fair: Das Volk kann zu in sich stimmigen Fragen ja oder nein sagen. Dagegen setze der Bundesrat mit seinem Paket, das unterschiedlichste Inhalte miteinander vermischt, alles auf eine Karte. Er riskiere damit viel. Allein mit Blick auf die happigen Mehrkosten sei absehbar, dass die Vorlage spätestens an der Urne scheitern wird, heisst es in einer Mitteilung.
Arbeitgeber und economiesuisse wollen das Vorhaben in zwei Kernvorlagen aufteilen: Kernvorlage 1 umfasst:
• Flexibilisierung Rentenbezug 62 bis 70 und Angleichung des Referenzrentenalters von Frau und Mann bei 65/65 (Anhebung Referenzalter Frau in vier Schritten) gekoppelt mit einer Mehrwertsteuererhöhung um max. 0,6 Prozentpunkte;
• Senkung des Mindestumwandlungssatzes mit verhältnismässiger Kompensation auch für die Übergangsgeneration (ab Alter 55), jedoch Verzicht auf Leistungsausbau.
Kernvorlage 2 umfasst:
• Eine Stabilisierungsregel für die AHV, welche ein finanzielles Abdriften der AHV in jedem Fall auch langfristig verhindert;
• In einem ersten Schritt würde bei einer Unterschreitung des Standes des AHV-Fonds von 100 Prozent (Ist-Wert) der Auftrag ausgelöst, wonach Bundesrat und Parlament innert ca. vier bis fünf Jahren die nötigen Korrekturmassnahmen zu treffen hätten (Primat der Politik).
Parallel zu diesen beiden Kernvorlagen würde sich die Wirtschaft einer weiteren Verbesserung der Transparenz im Bereich der Vollversicherungen entlang einer entsprechenden Verordnungsanpassung, die im Einzelnen einer Vernehmlassung zu unterziehen wäre, nicht widersetzen.
In einem späteren zweiten Paket ab 2020 könnten Massnahmen wie die Entpolitisierung des Mindestumwandlungssatzes oder auch eine Modernisierung der Hinterlassenenleistungen im Sinne der vorstehenden Ausführungen an die Hand genommen werden.
Die Wirtschaft erachtet es zudem als zentral, als Zeitpunkt des Inkrafttretens der beiden Kernvorlagen den 1.1.2018 anzustreben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil durch das Wegfallen der IV-Zusatzfinanzierung der erste Schritt der Anhebung der Mehrwertsteuer von 0,3 Prozent zugunsten der AHV ohne zusätzliche Umstellungskosten vollzogen werden könnte.
Das Gesamtpaket sollte zudem um alle technischen Bestimmungen entlastet werden. Diese könnten innert nützlicher Frist als separate Vorlagen verhandelt, beschlossen und umgesetzt werden.
Frédéric Diserens neuer Geschäftsführer der AXA Pension Solutions
Der Verwaltungsrat der AXA Pension Solutions AG hat per 1. Januar 2015 Frédéric Diserens zum neuen Geschäftsführer ernannt. Er verfügt über eine mehrjährige Erfahrung als Geschäftsführer von Pensionskassen. Zudem hat er sein Wissen im vergangenen Jahr mit dem Masterabschluss in Pensionskassen Management der Hochschule Luzern (IFZ) erfolgreich vertieft.
2,7 Milliarden Franken warten auf ihre Besitzer
Auf fast 600’000 Konten liegen ehemalige Pensionskassengelder, von denen die Besitzer nichts wissen. Über 2,7 Mrd CHF "vergessene" Freizügigkeitsleistungen verwaltete die Auffangeinrichtung im letzten Jahr – so viel wie noch nie. Dank einer besseren, systematischen Datenerfassung können immer mehr Konteninhaber ausfindig gemacht werden, sagt Geschäftsleiter Max Meili. Mittlerweile kann bei 34% der insgesamt gut 900’000 Konten bei der Auffangeinrichtung der Besitzer kontaktiert werden, 62% des verwalteten Kapitals gelten als "zustellbar".
Trotzdem nimmt, in absoluten Zahlen, auch die Menge der unzustellbaren Konten zu. 599’212 waren es im letzten Jahr, fünf Jahre zuvor erst 426’303. Mittlerweile werden über 2,7 Mrd CHF "unzustellbares Kapital" verwaltet, gut eine Milliarde mehr als noch 2009. In der Regel sind es eher kleine Pensionskassenguthaben, die vergessen gehen und bei der Auffangeinrichtung landen. Auf einigen Konten liegen gerade einmal 10 Rappen, im Schnitt sind es 4500 Franken.
CS PK-Index: Jahresrendite 2014 bei 7,7%
Im 4. Quartal 2014 nahm der CS-Index um 2.90 Punkte resp. 1,94% zu und lag per 31. Dezember 2014 bei 152.22 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Für das positive Resultat zeichnet sich primär der Monat November mit 1,05% verantwortlich, gefolgt von den Monaten Oktober mit 0,50% und Dezember mit 0,38%. Die Jahresrendite per 31. Dezember 2014 liegt mit 7,73% über den Jahresrenditen von 2013 (5,76%) und 2012 (7,21%). Somit ist 2014 das Dritte Jahr in Folge mit einer positiven Jahresrendite seit 2011 (-0,56%).
Alle Anlageklassen mit Ausnahme der Liquidität (-0,51%) haben zum positiven Jahresergebnis 2014 beigetragen. Die Jahresperformance wurde hauptsächlich durch die positiven Beiträge in den Anlagekategorien Aktien Ausland (2,53%), Aktien Schweiz (1,60%), Obligationen CHF (1,46%), Immobilien (1,43%) und Obligationen Fremdwährung (0,85%) erreicht.
Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75% p.a.) stieg im Berichtsquartal, ebenfalls ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000, um 0.63 Punkte (resp. 0,43%) auf den Stand von 146.18 Punkten. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskasse Index liegt damit im Berichtsquartal 1,51% über der BVG-Vorgabe.
Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 01.01.2000) beträgt per Quartalsende 2,84%. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche 2,56% beträgt.
Towers Watson: Sinkender Ausfinanzierungsgrad nach IAS
Gemäss Analyse von Towers Watson haben sich die Bilanzen der Pensionskassen im vierten Quartal 2014 weiter verschlechtert. Zum Ende des letzten Quartals 2014 waren die Diskontierungssätze auf dem niedrigsten Stand des Jahres und damit so niedrig wie schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Infolgedessen kam es zu einem deutlichen Anstieg der Pensionsverpflichtungen, der bis zu einem gewissen Grad über die anhaltend positiven Anlagerenditen gemindert wurde. Insgesamt ergab sich ein Rückgang beim Ausfinanzierungsgrad der Pensionspläne. Der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Planvermögen zu Pensionsverpflichtungen) verringerte sich um 3 Prozentpunkte, wie aus dem Towers Watson Pension Index hervorgeht, der von 99,5 per 30. September 2014 auf 96,5 per 31. Dezember 2014 zurückging.
Der Pensionsplanindex wird vierteljährlich von Towers Watson in deren Swiss Pension Finance Watch veröffentlicht und basiert auf den International Accounting Standards (IAS). Der Index stellt die quartalsweise Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads dar, statt den sonst typischen (technischen) Deckungsgrad der schweizerischen Pensionspläne anzugeben.
Das bereits in den ersten drei Quartalen 2014 beobachtete Muster – die Kombination aus steigenden Anlagewerten und sinkenden Anleihenrenditen – setzte sich im letzten Jahresquartal fort. Die Schweizer Renditen waren über fast alle Durationen hinweg erneut rückläufig, was den gehaltenen (inländischen) Anleihen Auftrieb verlieh. Gleichzeitig stieg damit aber der Wert der Pensionsverpflichtungen, da diese zu einem geringeren Satz abgezinst wurden. Ähnlich wie bereits im vorhergehenden Quartal konnten die positiven Renditen der von typischen Schweizer Pensionskassen (gemäss BVG-40 plus Index von Pictet, der im 4. Quartal um 3,4% zulegte) gehaltenen Anlageklassen den Anstieg der Verpflichtungen im vierten Quartal nicht wettmachen. In der Folge ging der Ausfinanzierungsgrad im letzten Quartal zurück.
Swiss Life Pension Services übernimmt Actuaries & Associés
Swiss Life Pension Services verstärkt die Präsenz in der Romandie durch die Übernahme von Actuaries & Associés SA. Die Firma aus Petit-Lancy im Kanton Genf ist mit ihren 11 Mitarbeitern auf die Beratung und Verwaltung von Pensionskassen spezialisiert.
Roland Schmid, Geschäftsführer von Swiss Life Pension Services (SLPS), dem Beratungsunternehmen von Swiss Life für autonome Pensionskassen, sagt: «Durch die Akquisition baut SLPS ihre Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen im Bereich der beruflichen Vorsorge weiter aus. Die in der Westschweiz tätige Firma ergänzt hervorragend das in der Deutschschweiz etablierte Geschäft der SLPS.»
Actuaries & Associés SA wird unter ihrem bisherigen Firmennamen weitergeführt. Der derzeitige Geschäftsführer Vincent Duc wird die Firma weiterhin leiten und alle Mitarbeiter werden auch weiterhin für die Firma in Petit-Lancy tätig sein.
Statistik der Familienzulagen 2013
Die Arbeitgeber finanzieren die Familienzulagen in Form von Beiträgen auf den Löhnen. Die Arbeitgeberbeitragssätze der Kassen variieren mit einer Spannweite von 0,15 % bis 3,9 % sehr stark. Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Struktur der einzelnen Familienausgleichskassen, was einen Vergleich sehr erschwert. Kassen mit hohen Löhnen sowie Kassen mit wenigen Kindern haben niedrigere Beitragssätze. Das in einigen Kantonen vorhandene System eines kantonalen Lastenausgleichs zwischen den einzelnen im jeweiligen Kanton tätigen Kassen kann diese Unterschiede teilweise kompensieren. Die Höhe der Schwankungsreserven hat ebenfalls einen Einfluss auf die Beitragssätze. Die mit Hilfe der Summe der kantonalen AHV-pflichtigen Einkommen gewichteten Arbeitgeberbeitragssätze variieren je nach Kanton zwischen 1,11 % und 3,26 %. Der mittlere gewichtete Beitragssatz für die Schweiz liegt bei 1,6 %.
Im Jahr 2013 wurden gesamthaft Familienzulagen in der Höhe von 5,5 Milliarden Franken ausbezahlt. Den mit 97 Prozent grössten Anteil machten die Leistungen gemäss Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) aus, der Rest entfiel auf Familienzulagen in der Landwirtschaft sowie nach weiteren Versicherungssystemen (AVIG, IV). Insgesamt wurden 1,85 Millionen Leistungen an rund 1 Million Bezüger/innen ausgerichtet. Im Rahmen des FamZG beanspruchten die Kinderzulagen 70 Prozent, die Ausbildungszulagen 29 Prozent und die Geburts- und Adoptionszulagen 1 Prozent. Finanziert wurden die Zulagen grösstenteils von den Arbeitgebern, mit einem mittleren gewichteten Beitragssatz in der Höhe von 1,6 Prozent.
Zunzgen will von Fehler der BLPK profitieren
Es war zu schön, um wahr zu sein. Zur Finanzierung der Deckungslücke erhielt die Gemeinde Zunzgen im März 2014 von der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) eine provisorische Berechnung über 418’200 Franken. Im Gemeindehaus wurde man ob des niedrigen Betrags stutzig, fragte bei der BLPK nach, ob Zunzgen nach Annahme des Gegenvorschlags zur Gemeinde-Initiative tatsächlich diese Summe ausfinanzieren müsse. Die BLPK bestätigte dies. Ende November, das Budget für die Gemeindeversammlung war schon gedruckt, traf die Hiobsbotschaft aus Liestal ein: Statt der angekündigten gut 400’000 Franken betrage die Deckungslücke für die Gemeindeangestellten definitiv 1,584 Millionen Franken.
Aus der fehlerhaften, provisorischen Rechnung versucht Zunzgen nun Profit zu schlagen. Zwar hat die Gemeinde den vollen Betrag bereits nach Liestal überwiesen, um später nicht Verzugszinsen aufgebrummt zu bekommen, dies jedoch «nicht anerkennend», wie der Gemeinderat festhält. Das letzte Wort zu den 1’584’400 Franken ist also noch nicht gesprochen.
Das bestätigt der Zunzger Finanzchef Hansruedi Wüthrich. Den geschuldeten Betrag an sich ziehe der Gemeinderat nicht in Zweifel. Doch erwarte man von der BLPK, dass sie wegen ihres Fehlers einen Teil der Differenz übernehme, schreibt die Basler Zeitung.
Un rendement de 2% à l’avenir dans les caisses de pension?
La performance des caisses de pension a été brillante en 2014. Selon une étude de Towers Watson pour l’Association suisse des Instituts de prévoyance (ASIP), elle s’est élevée à 9,6%, contre 6,4% l’année précédente et 7,9% en 2012. Mais Dieter Stohler, directeur de Publica, la plus grande caisse de pension du pays avec 107’000 assurés, se veut prudent. Sa perspective est orientée sur le long terme, explique-t-il dans une interview à la Basler Zeitung. Stefan Beiner, le directeur des placements, qualifie de «sportive à très sportive» l’évaluation des actions et des obligations, les deux plus importantes classes d’actifs de son portefeuille. «Le risque de repli est élevé», indique-t-il.
Dutch pension fund PFZW stops using hedge funds
The Netherlands‘ PFZW has become the latest major pension fund to announce it will no longer use hedge funds to manage investments, citing excessive costs, complexity and poor performance.
The fund, which represents around 2 million workers in the health care sector, had 156.3 billion euros ($184.7 billion) in assets under management as of September 2014. About 2.7 percent of the fund’s assets had been invested with hedge funds in 2013, but the pension fund said it had "all but eradicated" their use by the end of 2014.
FZ-Guthaben beziehen, wenn ich auswandere?
Der Beobachter gibt Auskunft über den Barbezug des Altersguthabens bei Auswanderung.
“Nein, ein Barbezug Ihrer angesparten Gelder ist nicht möglich. Wenn Sie in einen EU- oder Efta-Staat auswandern und dort eine Erwerbstätigkeit mit obligatorischer Versicherung gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität aufnehmen, müssen Sie Ihr Pensionskassenguthaben in der Heimat lassen – zumindest den obligatorischen Teil davon. Diesen müssen Sie vorerst von der bisherigen Pensionskasse auf ein Freizügigkeitskonto in der Schweiz überweisen lassen.
Erkundigen Sie sich bei der Pensionskasse, ob das Kapital vor der Auswanderung an eine Freizügigkeitsstiftung in einem steuergünstigen Kanton – etwa Schwyz – transferiert werden kann. Falls dies möglich ist, kann das Kapital nach der Wohnsitzverlegung ins Ausland bezogen werden, und die günstigere Quellensteuer kommt zur Anwendung. Bei Versicherten, die jünger als 58 sind, ist ein Transfer an einen steuergünstigen Stiftungssitz in der Regel möglich.”
Avenir Suisse: Altersarbeitslosigkeit kein Thema
Die Schweiz geniesst beinahe Vollbeschäftigung. Auch unter älteren Mitarbeitern. Doch das Schicksal von Langzeitarbeitslosen wird im Kontext der Vorsorgereform in den Vordergrund gestellt. Diese Defizitorientierung könnte unseren funktionierenden Arbeitsmarkt gefährden, schreibt Jérôme Cosandey von Avenir Suisse. Zum Thema AV2020 hält er fest:
Ein OECD-Bericht attestierte Ende 2014 die besonders hohe Erwerbsbeteiligung älterer Mitarbeiter in der Schweiz. 71 Prozent der Frauen und Männer im Alter von 55 bis 64 Jahren sind erwerbstätig, drei Prozentpunkte mehr als 2007. Die Schweiz belegt damit den 5. Rang innerhalb der OECD. Zudem beträgt die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe -selbst unter Berücksichtigung der Ausgesteuerten – nur 3,1 Prozent, also halb so viel wie in Deutschland und sechsmal weniger als in Spanien. Auch ist die Arbeitslosenquote der über 55-Jährigen in der Schweiz deutlich tiefer als diejenige der gesamten Erwerbsbevölkerung (5 Prozent). Solche Nachrichten sind im Kontext der Rentenaltersdebatte der Vorsorgereform 2020 wichtig. Doch hierzulande sieht man das Glas eher halb leer denn halb voll. Statt diese positiven Statistiken hervorzuheben, fokussieren Medien auf die Schwierigkeiten älterer Arbeitsloser und die damit implizierten Defizite des Arbeitsmarktes.
ASIP-Performancevergleich 2014: Zweitbestes Resultat seit 2008
Das zweite Halbjahr 2014 war mit hochgerechneten 5.2% das sechste positive Halbjahresergebnis in Folge und das viertbeste Halbjahresergebnis seit Messbeginn im Juni 2000. Die auf Basis der Vermögensallokation per 30.6. ermittelte Medianperformance von 9.6% für das Jahr 2014 ist das zweitbeste Resultat seit der Finanzkrise 2008. Die effektiv errechnete Performance wird im Februar zur Verfügung stehen.
Die vergangenen drei Anlagejahre haben mit überdurchschnittlichen Erträgen die schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen finanziell gestärkt. Die prognostizierte erzielte Performance von 5.2% ist die beste Halbjahresperformance der letzten fünf Jahre. Das positive Halbjahresergebnis konnte weder von der Krise in der Ukraine, der stockenden wirtschaftlichen Leistung des Euroraums, noch vom schlechten Sommerwetter gemindert werden. Die Monate August und November performten überdurchschnittlich und waren ausschlaggebend für das erfreuliche Halbjahresresultat. Auch die kurzen Durationen der Obligationen sowie der Anstieg der Volatilitäten in den Aktienmärkten konnten die Renditen nicht schmälern.
Der Anteil an Schweizer Aktien im Universum liegt bei 90% der Teilnehmer zwischen 3% und 17%, derjenige von ausländischen Aktien zwischen 12% und 45%. Der relativ hohe Liquiditätsbestand in den Vergleichsportfolios von bis zu 15% (auf dem 95. Perzentil), in welchem 2014 kein Ertrag erwirtschaftet werden konnte, kann als Grund aufgeführt werden, warum die Renditen nicht noch positiver ausgefallen sind. Nichtsdestotrotz ermöglicht dieses erfreuliche prognostizierte Ergebnis den Pensionskassen, ihre Rückstellungen weiter zu äufnen.
«J’ai des craintes pour le projet d’Alain Berset»
Historien, professeur à l’Institut d’histoire économique Paul Bairoch à l’Université de Genève et spécialiste de la sécurité sociale, Matthieu Leimgruber* porte son regard sur la réforme «Prévoyance vieillesse 2020» du conseiller fédéral Alain Berset, projet qui entre dans sa phase parlementaire et sera un thème politique majeur ces prochaines années.
Le Temps: Vous n’avez vous-même pas confiance dans le 2e pilier?
Leimgruber: Après avoir longuement étudié les archives des assureurs, je peux vous dire qu’ils ne font pas du social, ils font des affaires. Et les caisses de pension ont longtemps servi d’autres objectifs que celui de payer des rentes: fidéliser et pacifier la main-d’œuvre, réduire la charge fiscale des entreprises, ou encore alimenter toute une série d’intermédiaires financiers.
Vous préféreriez un projet qui renforcerait l’AVS au détriment du 2e pilier?
Si vous voulez véritablement renforcer les retraites des gens qui en ont le plus besoin, c’est-à-dire ceux, et notamment celles, qui ont les plus bas salaires ou vivent dans la précarité, c’est effectivement ce qu’il faudrait faire.
Vous semblez oublier qu’il ne s’agit pas d’améliorer les prestations mais de consolider le système pour faire face au vieillissement de la population?
Mais on entend ce discours depuis trente ans: la société vieillit, donc il y aura des déficits. Oui, la société vieillit. Mais y aura-t-il des déficits? En 1997, les rapports fédéraux parlaient de 15 milliards de déficits pour l’AVS en 2010. Au final, les comptes ont clôturé avec 2 milliards de bénéfices. Aujourd’hui, on parle de 8 milliards de déficits en 2030. Mais personne ne sait vraiment ce qui se passera d’ici à 2030. Ce type d’argumentation démographique catastrophiste sert à cadrer la discussion et à présenter les coupes dans les prestations comme inéluctables.
Vous voulez dire que cette réforme ne se justifie pas?
Ce n’est pas ce que je dis. C’est normal de vouloir réformer ou de tenter d’adapter de manière dynamique un système de retraite. Mais on pourrait aussi dire, concernant la prévoyance vieillesse, qu’il n’y a actuellement pas de problèmes, que les financements des rentes sont garantis, et que si des difficultés apparaissent concrètement, on augmentera les cotisations pour les résoudre. Mais personne n’ose défendre cette position.
Alain Berset se garde pourtant de relever l’âge de la retraite à 66 ou 67 ans, alors que pour la plupart des pays occidentaux, c’est inéluctable.
Si l’âge de la retraite des femmes passe de 64 à 65 ans, une hausse généralisée de la retraite sera l’étape suivante, aucun doute là-dessus. Alain Berset ne peut juste pas dire aujourd’hui qu’il faut augmenter l’âge de la retraite à 66 ou 67 ans alors qu’il y a encore un écart entre hommes et femmes.
US: Fortune 1000 Pension Funds Suffer in 2014
The pension funds of America’s largest employers took a step backward in 2014, according to a new survey. An analysis by Towers Watson found the aggregate pension funded status among Fortune 1000 companies was just 80% in 2014, down from 89% in 2013. Put another way, the total pension deficit for those companies hit $343 billion, twice the deficit that existed at the end of 2013.
Alan Glickstein, a senior retirement consultant at Towers Watson, said much of the deficit increase is due to a change in longevity expectations.
“A one-time strengthening of mortality assumptions is responsible for about 40% of the increased deficit,” he said, in a press release. “We also found that plan sponsors that used liability-driven investing strategies in 2014 had better results, as the declining discount rates were matched with very strong returns for long corporate and treasury bonds.”
Total pension plan assets actually increased in 2014, up 3% to $1.4 trillion, on the strength of an estimated 9% investment return, according to the study. That high return offset a decrease in the amount companies contributed to their plans. Contributions were about $30 billion in 2014, 29% lower than the previous year.
"Given the change in funded status, we expect many plan sponsors will need to reevaluate their retirement plan strategies in 2015,” said Dave Suchsland, another senior retirement consultant at Towers Watson. “Last year’s results surrendered most of the funded status gains earned in 2013. This year will most likely bring higher expenses charges and unless there is an uptick in interest rates or equity market performance, eventually additional contribution requirements.”


