UK pension deficits double to more than £100bn
Pension deficits at the UK’s largest companies nearly doubled over the past year to exceed £100bn, as record low interest rates continued to take a toll.
The combined accounting deficits for FTSE 350 companies with final salary pension schemes ballooned from £98bn to £107bn between November and December, compared with £56bn a year ago, a survey published by pension consultants Mercer found.
Consequently, funding levels — or the ability of schemes to make payments as promised to members of final salary plans — reduced from 86 per cent to 85 per cent over the same period.
Mercer said the deterioration was “substantially” driven by a further fall in corporate bond yields, which are used to measure the pension liabilities reported in company accounts.
“The sharp fall in both corporate and government bond yields to historic lows during the second half of the year has resulted in a sharp rise in pension scheme deficits,” said Ali Tayyebi, a senior partner at Mercer.
According to the Mercer estimates, pension assets held by the top 350 UK companies rose £2bn to reach £608bn between November and December last year. But over the same period liability values rose £11bn to £715bn.
CH-Löhne sind Spitze
Die Schweizer Löhne bleiben in Europa auf ihrer Spitzenposition. Dies ergab die neuste Studie „Global 50 Remuneration Planning“ von Towers Watson. So sind sowohl die Gehälter für Fachkräfte wie auch diejenigen der mittleren Führungsebene im Vergleich zu anderen europäischen Ländern in der Schweiz am höchsten.
Mit einem Mediansalär für Fachkräfte von £ 66‘671 (CHF 92‘639) und £ 115‘826 (CHF 160‘941) auf der mittleren Führungsebene, heben sich die Schweizer Löhne weiterhin klar von anderen europäischen Ländern ab. Der Abstand zu Dänemark, das sich auf zweiter Position im Bereich der Löhne für Fachkräfte befindet, ist mit knapp £ 20‘000 enorm. Auf dem dritten, vierten und fünften Platz befinden sich Luxemburg, Norwegen und Deutschland. Auf mittlerer Führungsstufe ist der Abstand zum zweitplatzierten Luxemburg mit rund £ 24‘000 sogar noch grösser. Dahinter folgen Deutschland, Dänemark und Belgien.
SGB: Mehr AHV, Kritik an 2. Säule
Die traditionelle Jahrespressekonferenz des Schweiz. Gewerkschaftsbundes war einmal mehr dem Thema Sozialversicherung und Umverteilung gewidmet. Doris Bianchi warb für das AHV-Ausbauprojekt des SGB und stellte die 2. Säule in Frage. In ihrem Referat heisst es:
Künftige Rentnergeneration: Pensionskassen-Renten im Sinkflug: Die Pensionskassenlandschaft ist aktuell von sinkenden Umwandlungssätzen geprägt. Die angepeilte Rentenhöhe gerät dadurch ins Rutschen. Zwar wird häufig die angepeilte Rentenhöhe durch eine stärkere Kapitalbildung – also höhere PK-Beiträge und längere Beitragsdauer – gestützt. Aber trotz der wachsenden Beitragslast, die vor allem die tiefen und mittleren Einkommen stark spüren, schwindet die Gewissheit, dass dank den Pensionskassenrenten auch im Alter der gewohnte Lebensstandard in etwa gehalten werden kann. Zwar wird ab 2025 die Aufbauphase der beruflichen Vorsorge abgeschlossen sein. Aber der obligatorische Sparprozess von 40 Jahren ist nur mit einer linearen Erwerbsbiographie erfüllt. Zudem mussten die BVG-Versicherten während den letzten 20 Jahren tiefere Verzinsungen bis hin zu Sanierungsmassnahmen hinnehmen. Mit der vom Bundesrat beabsichtigten Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf 6% sind auch die Arbeitnehmenden mit Niedriglöhnen und in prekären Beschäftigungen von Rentenverschlechterungen betroffen.
Künftige Rentnerinnengeneration: Gefahr der Altersarmut: Besonders ungünstig sieht die Rentensituation für die Frauen aus. Die zwischen 1955 und 1965 geborenen Frauen hatten eine tiefere Erwerbsquote als die spätere Generation von Frauen. Sie gaben mit der Familiengründung häufiger die Erwerbsarbeit auf und arbeiteten später auf Teilzeitbasis. Gleichzeitig sind sie häufiger geschieden als die ältere Generation. Beides wirkt sich verheerend auf die Altersvorsorge aus: Die betroffene Frauengeneration verfugt wegen ihren Lebensläufen über eine ungenügende Rentenabdeckung der 2. Säule und gleichzeitig entfällt für viele Frauen das Renteneinkommen des Ehemannes. Umso unverständlicher ist es, dass der Bundesrat mit der Erhöhung des Rentenalters auf 65 die Situation dieser Frauen noch weiter verschlechtern will.
NZZ: Konti, Kommissionen, Konkurs
Werner Enz berichtet in der NZZ über “den Niedergang” der Freizügigkeitsstiftung Continua und deren Konsequenzen für die Destinatäre. Enz stellt fest: “Der «Fall Continua» wirft ein grelles Schlaglicht auf das Institut Freizügigkeitspolice, das im BVG-Sparen zwar einen wichtigen Stellenwert hat, aber hinsichtlich der Aufsichtspraxis zumindest bis 2011 ziemlich lax gehandhabt wurde. Wer BVG-Sparen unter diesem Titel mit Sicherheit und Schutz dank einer professionellen Aufsicht verbindet, kann sein blaues Wunder erleben”.
Obschon Prozessrisiken bestanden, sah sich Noventus, eine Tochter der Ecofin Holding, Ende 2013 ermutigt dazu, die Continua zu übernehmen. Im Verlauf des Jahres 2014 wurde die Continua in Noventus Passage umfirmiert und völlig renoviert. Geschäftsführer Hansueli Edelmann räumt ein, man habe zwar damals von Prozessrisiken Kenntnis gehabt, diese aber unterschätzt.
Enz kommt zum Schluss: “Letztlich schützt das Bundesgericht die Ansprüche der BVG-Versicherten, doch fragt sich, wie NoventusPassAge dereinst alle wird zufriedenstellen können. Es wurden umfangreiche Abklärungen getroffen, beispielsweise ein Kapitaleinschuss, eine Garantieleistung oder die Rettung durch den Sicherheitsfonds. Letzterer wies auf die Gesetzeslage hin, wonach Freizügigkeitsstiftungen keine Vorsorgeeinrichtungen sind. So blieb am Ende nichts anderes übrig als der Gang zum Konkursamt, wobei noch offen ist, wer wirklich die Zeche bezahlen muss.”
UK: Plans to relax annuity rules
Millions of retired workers would be given the power sell their pensions, under major being drawn up by ministers. Up to five million pensioners would stand to benefit from the proposals, if they would rather have money in their bank accounts than a guaranteed income every year.
Reforms announced in last year’s Budget will mean working people who retire in future will be able to cash-in their pension savings for a lump sum which they will be free to spend as they wish. But an estimated five million pensioners who have already retired will miss out because they are locked into their contracts until they die.
Steve Webb, the Pensions Minister, told The Telegraph he wanted to change the law to enable these pensioners to sell their annual lifetime incomes – known as “annuities” – to the highest bidder at any time after they have retired.
Pensioners may decide they would rather have cash than a guaranteed income stream to give money to children, to pay for home renovations or to invest.
UK considers ban on non-disclosure agreements
The UK government is to debate a ban on non-disclosure agreements that conceal fees between pension funds and asset managers, in a bid to provide individuals with more information about how their pensions are managed.
FT: Hedge fund survey
Calpers is not alone in its retreat from hedge funds. The UK’s £20bn Railways Pension Scheme wants to reduce its £1bn exposure. The same is true for the £39.6bn BT Pension Scheme and the third-largest pension fund in the Netherlands, PMT, with €55bn.
Such institutional rumblings should not come as a surprise. Last year’s survey revealed the paradox of rising net flows into an industry delivering lacklustre performance while stocks continued to shine for a fifth straight year.
BarclayHedge reports hedge fund asset growth in 2014 is set to accelerate past the 8.35 per cent annual expansion rate witnessed since 2008. This is occurring despite hedge funds continuing to underperform the S&P 500 for the sixth straight year. In the year to November, the average fund was up 3.5 per cent while US stocks rose nearly 14 per cent. The MSCI World Index in dollars was up over 7 per cent.
BVK im Deckungsgrad-Finish
Die NZZ hat sich mit der Situation der BVK auseinandergesetzt, welche vor Jahresende einen Deckungsgrad von knapp unter 100 Prozent ausgewiesen hat. Sollte er zum Jahresbeginn auf über 100 Prozent ansteigen, hätte dies für die Kasse eine Reihe von Konsequenzen. Die NZZ schreibt: “Ob der Deckungsgrad Ende Jahr die 100-Prozent- Grenze knackt, entscheidet sich in einem Fotofinish. Ende 2013 betrug er 96,1 Prozent, Ende Oktober 2014 lag er bei 99,1 Prozent, also fast schon im Zielbereich der Sanierung. Seit dann sind die Aktienkurse zwar tendenziell leicht gestiegen, der SMI kletterte etwa von rund 8800 auf über 9000 Punkte. Prognosen sind laut Schönbächler aber nicht möglich. (…)
Neugierig auf den Deckungsgrad per Bilanzstichtag ist auch die Finanzdirektion des Kantons ZH. Die 2 Milliarden Franken für die Einmaleinlage sind zwar definitiv weg; der Kantonsrat hatte sie im Frühling 2012 zähneknirschend gesprochen. Die jährlichen Sanierungsbeiträge, die in der Rechnung 2011 für die Jahre bis und mit 2019 bereits zurückgestellt worden sind, würden aber im besten Fall zumindest teilweise obsolet.
Insgesamt geht es um eine Summe von 617 Millionen Franken. 132 Millionen sind bereits wieder im Trockenen, da die Sanierung besser voranschritt als geplant und die Schwelle von 90 Prozent beim Deckungsgrad bereits im ersten Jahr der Sanierung überschritten wurde. Eine entsprechende Rückstellung wurde in der Rechnung 2013 aufgelöst. Im Budget 2014 ist zudem geplant, weitere 40 Millionen aufzulösen: Ob dies tatsächlich so umgesetzt wird, entscheidet die Regierung im Rahmen der Rechnung 2014. Trifft nun Ende Jahr das Szenario «100 Prozent» tatsächlich ein, könnten im besten Fall weitere 269 Millionen Franken in die Rechnung des Kantons zurückfliessen, was angesichts der drohenden Defizite in den nächsten Jahren höchst willkommen wäre.
BVK-Chef Schönbächler warnt aber vor zu starker Euphorie: «Mit dem Auflösen von Rückstellungen wäre ich zurückhaltend, solange der Deckungsgrad nicht klar über 100 Prozent liegt. Es kann rasch wieder in die andere Richtung gehen.»
Thomas Schönbächler hat in einer vertonten Folienpräsentation für die Versicherten die Grundlagen der Kasse und ihren aktuellen Finanzierungsstand erläutert.
Update: Per 5. Januar war bei der BVK noch unklar, mit welchem DG die Kasse das neue Jahr begonnen hat. Das werde man, so Thomas Schönbächler, erst Ende Januar wissen. Auf irgendwelche Prognosen oder Einschätzungen will er sich bewusst nicht einlassen.
20 Minuten: Antoinette Hunziker weibelt für grüne Investments
In einem Interview mit 20 Minuten fordert Antoinette Hunziker-Ebneter, ehemalige Chefin der Schweizer Börse und künftige Präsidentin der BeKB, ein verstärktes Engagement der Pensionskassen in nachhaltige Anlagen. Auszüge:
Antoinette Hunziker-Ebneter, als ehemalige Chefin der Schweizer Börse liegt Ihnen die Jagd nach Rendite quasi im Blut. Heute sind Sie eine prominente Verfechterin nachhaltiger Anlagen, ist das kein Gegensatz?
Hunziker-Ebneter: Wenn eine Firma 5000 Arbeitsplätze abbaut, dann steigt automatisch ihr Aktienkurs. Das ist aber nur kurzfristig gedacht. Langfristig ist ein Unternehmen nur erfolgreich, wenn es in neue Produkte und Arbeitsplätze investiert. Rendite und sinnvolle Geldanlagen schliessen sich überhaupt nicht aus.
Das sagen Sie jetzt, weil das Ihr neues Geschäftsmodell als Vermögensverwalterin ist.
Nein, ich bin auch dafür, dass die Börse Nachhaltigkeitskriterien in ihr Zulassungsreglement aufnimmt.
Das müsste auch Pensionskassen interessieren, die ihr Geld langfristig anlegen.
Die Schweizer Pensionskassen (PK) investieren ein Vermögen von über 700 Milliarden Franken. Mehr als die Hälfte der Ersparnisse der Schweizer fliesst Jahr für Jahr in die Pensionskassen. Sie haben eine grosse Macht. Und wir sollten wissen, ob sie das Geld in unserem Sinn anlegen. Denn es geht nicht nur um unsere Altersvorsorge, sondern dieses Geld gestaltet auch unsere Zukunft mit, je nachdem wie es eingesetzt wird.
Wie meinen Sie das?
Das ist wie beim Einkaufen: Ich hätte vor 20 Jahren auch nicht gedacht, dass ich heute im Supermarkt schaue, woher das Gemüse, die Früchte kommen und wie sie angebaut wurden. Jetzt aber gehört das für viele einfach dazu. Und wie beim Einkaufen passiert das nun auch beim Geldanlegen. Da achten wir nun auch auf Bio und Fairtrade. Nach dem Bio-Essen kommt jetzt das Bio-Investment. Der Anteil der nachhaltigen Anlagen ist in den letzten zehn Jahren von 3 auf 10 Prozent gestiegen.
Sie meinen, wie inzwischen die Konsumenten können und sollen auch Anleger die Wirtschaft steuern?
Die PKs haben mehr Macht über die Unternehmen als sie glauben. Sie könnten nicht nur nach der Aktienrendite schauen, sondern eben zugleich auch nach der Nachhaltigkeit. Aber dazu bräuchte es mehr Wissen, es ist aufwendiger als einfach in einen Börsenindex oder in eine bestimmte Branche zu investieren. Man muss den Mut haben dazuzulernen.
Wie könnte das konkret gehen?
Es gibt keine zehn Gebote für PKs. Aber neun Fragen, die Arbeitnehmer in puncto Nachhaltigkeit an ihre PK stellen sollten: Zuallererst, ob das Geld nach ökologischen und sozialen Kriterien angelegt wird. Und wie sie die genau definieren. Und wie die PKs die Nachhaltigkeitskriterien bei den Aktienunternehmen überprüfen, nämlich woher sie ihre Informationen über die Unternehmen beziehen. Es genügt nicht, die Hochglanz-Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen zu lesen.
Aktuelles von der 2. Säule für deutsche Leser, Strategieanpassung der Publica
In einem Beitrag von Daniel Zulauf berichtet die deutsche Börsen-Zeitung über die Rückschlagsängste von Schweizer Pensionskassen nach dem Börsenjahr 2014. Konkret wird dies am Beispiel der Publica erläutert und dargestellt, welche Strategieänderungen diese im laufenden Jahr vorzunehmen gedenkt. Zulauf schreibt:
Nebst Anpassungen bei den Leistungsversprechen versucht die Kasse, ihre Anlagestrategie zu verbessern. Offenkundiger Ausfluss dieses Bemühens sind die Anfang 2014 getroffenen Entscheidungen, die einen Aus- und Umbau des Portefeuilles an festverzinslichen Anlagen zum Inhalt haben. Zu diesem Zweck reduzierte Publica die strategische Aktienquote von 33 % auf 29 %. Die freigesetzten Mittel werden in inflationsgeschützte Staatsanleihen außerhalb der Schweiz investiert. Zudem wird der Bestand an Schweizer Staatspapieren, die kaum etwas abwerfen, zugunsten von Staatsanleihen aus Ländern der Eurozone, den USA, Großbritannien und Kanada verringert. Und schließlich sucht die Kasse nach zusätzlichem Know-how im Bereich von nichtöffentlich gehandelten Schuldpapieren.
Mit dem strategischen Richtungswechsel verfolgt die Kasse zwei Ziele: Die neuen Anlagekategorien sollen höhere laufende Erträge einbringen und gleichzeitig die gestiegenen Risiken des Deckungsgrades verringern. Zwar deckt das vorhandene Kassenvermögen von 37 Mrd. Franken die Gesamtheit aller in der Zukunft liegenden Verpflichtungen von Publica derzeit noch relativ komfortabel zu rund 105 % ab. Doch ein Einbruch der Aktienkurse oder ein unvermittelt starker Zinsanstieg könnte die vorhandene Sicherheitsmarge rasch abschmelzen lassen.
Private-Debt-Anlagen im Immobilien-, Unternehmens- und Infrastrukturbereich sind nach Auffassung der Kassenleitung grundsätzlich geeignet, das Rendite-Risiko-Profil der Anlagen zu verbessern. Im November hat die Kasse ein Anlagekonzept verabschiedet und eine entsprechende Mandatssuche für vier externe Manager gestartet.
Wunder kann allerdings auch eine neue Anlagestrategie nicht bewirken. Im Wissen darum, dass solche Veränderungen stets auch mit neuen Risiken einhergehen, tastet sich Publica betont vorsichtig in das unbekannte Gelände vor.
The Coming Retirement Crisis
Feeling pleased that I had survived another year and the annual predictions of the apocalypse, I made the mistake of picking up “Falling Short: The Coming Retirement Crisis and What to Do About It” (Oxford University Press).
Written by Alicia H. Munnell, the director of the Center for Retirement Research at Boston College, with Andrew D. Eschtruth, a colleague there, and Charles D. Ellis, a widely respected consultant and author, “Falling Short” does a fine job of clearly laying out the whats and whys of the impending crisis. It also provides a number of reasonable sounding alternative paths to avoiding financial Armageddon for the coming generations of seniors.
But when I put the book down, I was left with a queasy feeling in my stomach that we are destined to calmly continue down the path we are on until all those reasonable sounding solutions are no longer practical.
Blick: “So zocken uns die Pensionskassen ab”
Der Blick kommentiert Ergebnisse zur Erhebung der Vermögensverwaltungskosten in der Pensionskassen-Statistik 2013. Aufgrund der neuen Bruttomethode für die Kollektivanlagen sind sie naturgemäss deutlich höher, für den Blick Anlass zu Aufschrei und Empörung. Das BFS will die Zahlen anfang 2015 publizieren. Dem Blick scheinen sie bereits zugespielt worden zu sein. Das Blatt schreibt:
Nun, nach neuer Berechnungsmethode, ist das Ergebnis schockierend: Sie sind dreimal höher. Drei Milliarden Franken jährlich wurden den Versicherten letztes Jahr abgeknöpft! Das entspricht 0,4 Prozent der gesamten PK-Vermögen.
Zur Kasse wurden vor allem Angestellte von Bund, Kantonen und Gemeinden gebeten. Ihnen belasteten die PK-Verwalter rund 800 Franken pro Kopf, wie der ehemalige Preisüberwacher-Experte Josef Hunkeler (67) aus der Statistik ausgegraben hat. Bei den PK der Privatwirtschaft mussten die Versicherten immer noch 500 Franken abliefern. Pro Jahr.
Dem PK-Experten Werner Hug (69) sind die Gebühren zu hoch. «Das zeigt, dass sich viele PK bisher nicht getrauten, den Banken das Messer an den Hals zu setzen.» Der Experte geht davon aus, dass halb so hohe Gebühren möglich sind: «Grössere PK schaffen das bereits heute.» Immerhin sind die Gebühren nun bekannt. Hug freut sich. «Der Wettbewerb verstärkt sich. Die PK werden professioneller. Ineffiziente Kassen werden sich sputen müssen.»
Die neuen Zahlen sind noch aus einem anderen Grund brisant. «So transparent wie die Schweizer PK ist europaweit niemand. Wir haben ein Beispiel gesetzt», sagt der St. Galler PK-Experte Ueli Mettler voller Stolz.
Hans Peter Konrad (56) vom PK-Verband Asip freut sich über die neue Kostentransparenz. «Wir begrüssen das.» Man betreibe viel Aufwand, um die Kosten möglichst offen darzulegen.
Update: Werner Hug hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die detaillierten Daten als Excel-Datei beim BFS bereits heruntergeladen werden können. Das entsprechende Blatt ist als Link hier angefügt.
Blick / PK-Statistik 2013 / PK-Statistik BFS / Datenblatt Vermögensverwaltung
Pensionskassen werden Swissgrid-Aktionäre
Die NZZ schreibt: “Die Energiegruppe Alpiq entledigt sich im Rahmen der regulatorischen Möglichkeiten ihrer Beteiligung an der Netzwerkgesellschaft Swissgrid. Die 34,7%-Beteiligung wurde in eine neue Tochtergesellschaft (Alpiq Grid Beteiligungs AG) eingebracht, an der private und öffentlichrechtliche Pensionskassen aus der Schweiz mit 49,9% beteiligt sein werden. Die IST3 Investmentstiftung erwirbt zudem 49,9% des Gesellschafterdarlehens der Alpiq an Swissgrid. Zusammen mit einer bereits bewilligten Tranche von 75 Mio. Fr. werden Alpiq 363 Mio. Fr. zufliessen. Der Erlös dient u. a. dem Abbau der Mitte 2014 auf 2 Mrd. Fr. liegenden Nettoverschuldung. Die Wandelverpflichtung beim Darlehen verbleibt bei der Alpiq.”
PPCmetrics: Negativzinsen der SNB und Institutionelle
Am 18.12.2014 informierte die Schweizerische Nationalbank über die Einführung von negativen Zinsen. In einer Präsentation zeigt PPCmetrics die Auswirkungen auf institutionelle Anleger und gibt Empfehlungen. Die Beratungsfirma fasst die Situation so zusammen:
- Im Gegensatz zu Banken investieren institutionelle Investoren wie bspw. Pensionskassen ihre liquiden Mittel nicht direkt bei der Schweizerischen Nationalbank. Institutionelle Investoren sind somit nicht direkt von den negativen Zinsen betroffen.
- Institutionelle Investoren sind jedoch dann betroffen, wenn Geschäftsbanken die negativen Zinsen ebenfalls auf Einlagen der Investoren erheben. Dies kann insbesondere bei sehr grossen Anlagevolumina möglich sein.
- Es gilt zu beachten, dass bei kurzfristigen CHF-Staatsanleihen bereits seit einiger Zeit negative Renditen zu beobachten sind.
- Die negativen Zinsen der SNB stellen eine Akzentuierung des seit längerem bestehenden generellen Problems eines Tiefzinsumfeldes dar.
- Die negativen Zinsen der SNB, aber insbesondere auch die negativen Renditen von kurzfristigen Staatsanleihen führen zu hohen Opportunitätskosten bei der kurzfristigen Anlage von liquiden Mitteln.
- Aufgrund des aktuell tiefen Zinsniveaus stellt die langfristige Erzielung der Sollrendite für viele institutionelle Investoren und insbesondere Pensionskassen eine grosse Herausforderung dar.
- Wir empfehlen, die Auswirkungen einer lange anhaltenden Tiefzinsphase auf die erwartete Rendite der Anlagestrategie und die Leistungen der Pensionskassen zu analysieren.
OAK: Liste der zugelassenen Vermögensverwalter
Nach Art. 48f BVV 2, in Kraft seit dem 1. Januar 2014, müssen die mit der Verwaltung von Vermögen der beruflichen Vorsorge betrauten Personen strengere Anforderungen erfüllen. Sie müssen über eine Zulassung der OAK BV verfügen, wenn sie nicht zu den unter Art. 48f Abs. 4 genannten Institutionen gehören oder nach Abs. 6 keine Zulassung benötigen.
Um die Voraussetzungen und das Verfahren der Zulassung näher zu umschreiben, hat die OAK BV Weisungen über die Zulassung von Vermögensverwaltern in der beruflichen Vorsorge erlassen, die am 20. Februar 2014 in Kraft getreten sind.
Die Zugelassenen werden von der OAK BV in die Liste der zugelassenen Vermögensverwalter in der beruflichen Vorsorge eingetragen. Die Liste wird auf der Internetseite der OAK BV publiziert.


