AHV/IV/EO Ausgleichsfonds im Jahr 2014
Die unter dem Logo compenswiss geführten Ausgleichsfonds AHV/IV/EO haben das Anlagejahr 2014 positiv abgeschlossen. Die Nettorendite auf dem Wertschriftenvermögen, ohne Einbezug der Liquidität, beläuft sich auf 7.11%. Das Gesamtvermögen der Anlagefonds betrug per Ende Jahr 33.1 Mrd. Franken. compenswiss verfolgt auftrags- und strategiegemäss eine konservative Anlagepolitik, die einerseits auf den hohen Liquiditätsbedarf und andererseits auf den aktuellen kurzen Anlagehorizont der drei Ausgleichsfonds abgestimmt ist.
Globale PK-Märkte auf Allzeithoch, Beruhigung in der Schweiz
Innerhalb der letzten 10 Jahre ist das globale Pensionskassenvermögen mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von rund 7% angestiegen und erreichte gemäss der „Global Pension Assets Study“ von Towers Watson Ende 2014 in den 16 globalen Hauptmärkten ein neues Allzeithoch von $36 Billionen. Somit konnte der 2008 entstandene Verlust dank konstantem Wachstum – 6.5% über die letzten 5 Jahre und 6.9% über die letzten 10 Jahre – wettgemacht werden.
Gemäss der Studie verfügen die Schweizer Pensionskassen über ein gesammeltes Vermögen von $823 Mrd. (ohne Einbezug von $ 140 Mrd. bei den Versicherern) und der Schweizer Markt befindet sich damit weltweit auf Platz 7. Diese Summe entspricht 121% des Bruttoninlandproduktes; ein Wert, den im internationalen Vergleich nur die Niederlande (166%) und die USA (127%) übertreffen. Im Vergleich zum globalen Vermögen ist der Anteil des Schweizer Marktes jedoch leicht gesunken (von 2.7 % auf 2.3 %). Dieser Rückgang lässt sich mit einem Vergleich der Asset Allokation der verschiedenen Länder erklären. Mit einem Aktienanteil von zirka 30% liegen die Schweizer Kassen etwa 20% hinter dem globalen Durchschnitt. Dieser beträgt knapp 50%. Somit sind über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet Aktien trotz der Finanzkrise die renditetreibende Kraft geblieben.
„Interessant ist auch die Beobachtung, dass der Anteil der einheimischen Anlagen bei Obligationen und Aktien gesunken ist. Weltweit erwies sich dieser Trend stärker bei Aktien als bei Obligationen und zeigte sich in der Schweiz besonders ausgeprägt“, erklärt Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Towers Watson in Zürich. Seit 1998 sank der Anteil Schweizer Obligationen am gesamten Anleihenportfolio von 80% auf 63%, während der Anteil bei Aktien von 56% auf 34% s chrumpfte. Daraus wird ersichtlich, dass Schweizer Kassen mehr ins Ausland diversifizieren als dies in anderen Märkten der Fall ist.
Beruhigung der Märkte nach Entscheid Schweizer Nationalbank
Die Entscheidung der Schweizer Nationalbank (SNB), den Euromindestkurs aufzuheben, führte bekanntermassen zu einigen Turbulenzen und zu panikartigen Reaktionen in den Devisen- und anderen Märkten. So gingen in den ersten Tagen nach Schätzung von Towers Watson rund CHF 30 Mia. an Pensionskassenvermögen verloren. Dank der anschliessenden Beruhigung der Märkte haben sich die meisten Pensionskassen von diesen Verlusten erholt, so dass nur noch ein leichter Rückgang der Vermögen von etwa 2-3% zu verzeichnen ist. Das Umfeld von Negativrenditen auf Obligationen und der damit verbundene Anlagenotstand wird aber weiterhin eine grosse Herausforderung für Schweizer Pensionskassen darstellen.
Arbeitgeber mit neuem Internet-Auftritt
Anhaltend hohe Währungsabsicherungskosten
c-alm hat uns den untenstehenden Chart mit der aktuellen Entwicklung der Währungsabsicherungskosten gemessen am USD zukommen lassen. Gegenüber dem Höchststand kurz nach dem 16.1. hat sich eine gewisse Entspannung eingestellt, die (annualisierten) Absicherungskosten haben sich zwischen 1,5 und 2 Prozent eingependelt, bleiben aber volatil und weiterhin deutlich über den Grössen vor dem Fall des durch die SNB abgesicherten Euro-Mindestkurses.
Annualisierte ökonomische Währungsabsicherungskosten gegenüber USD basierend auf 3 Monats Terminkontrakten.
Quelle: Bloomberg Composite, Berechnungen c-alm, 10.2.2015
UBS PK-Barometer: Minus im Januar
Die Obligationenkurse schossen vom 14. Januar bis zum 16. Januar 2015 um über 1% in die Höhe. Schweizer Aktien verloren im gleichen Zeitraum fast 14%. Mit internationalen Aktien (MSCI) verzeichneten schweizerische Investoren währungsbedingte Verluste von über 15%. Die resultierenden Renditen: im Schnitt -1,71%.
More Pensions Want to Offload Risk to Insurers
A new, controversial funding strategy used by pension funds is gaining steam.
Only in recent years has the climate been favorable for pension plans, mostly at large companies, to offload some of their future pension liabilities to insurers. To companies, it’s a way to guard against the unknown of dour investing returns or a surge in costs. For insurers, it’s a quick way to add billions of dollars in assets.
Some 21% of corporate pensions are “very or moderately likely” to explore this offloading tactic, where retirees draw their monthly checks from insurers such as Prudential Financial Inc. instead of their former employers, according to a new report from Aon Hewitt called, “2015 Hot Topics in Retirement.”
That’s up from 8% of firms who expressed a similar level of interest the previous year. For the report, around 183 companies were surveyed.
SGK-S: Stärkung der Wohlfahrtsfonds, Beratung der AV2020
Die Sozialkommission des Ständerates nahm den Erlassentwurf zur Pa.Iv. Stärkung der Wohlfahrtsfonds mit Ermessensleistungen (Pelli) in der Gesamtabstimmung einstimmig an. Sie folgte damit in der grossen Linie den Beschlüssen des Nationalrates, der mit verschiedenen Vereinfachungen in der Regulierung der Wohlfahrtsfonds mit Ermessenleistungen deren Attraktivität verbessern will.
Im Gegensatz zum Nationalrat unterstützte die Kommission die Anträge des Bundesrates zur Aufnahme einer Transparenzbestimmung (7 zu 3 bei 3 Enthaltungen) sowie zur expliziten Aufnahme der Grundsätze der Gleichbehandlung und der Angemessenheit (11 zu 0 bei 2 Enthaltungen). Letzteres soll garantieren, dass nicht Konflikte im Rahmen des FATCA-Abkommens entstehen könnten. Die Vorlage kommt in die kommende Frühjahrssession.
Die Kommission setzte ihre Anhörungen zur Reform der Altersvorsorge 2020 (14.088 s) fort. Eingeladen waren: das Initiativkomitee zur Volksinitiative AHVplus (14.087 s), die Oberaufsichtskommission BVG, die FINMA, die Schweizerische Kammer der Pensionskassenexperten sowie die Herren Prof. Hato Schmeiser (Uni SG) und Dr. Jürg Keller (Pensionsversicherungsexperte). Am 26./27. März 2015 wird sie über Eintreten entscheiden und die Detailberatung beginnen.
FZG-Revision: Selbstgewählte Anlagestrategie auf eigenes Risiko
Der Bundesrat hat die Botschaft zur Anpassung des Freizügigkeitsgesetzes ans Parlament überwiesen. Neu sollen Versicherte in der zweiten Säule, welche für den überobligatorischen Teil ihres Vorsorgekapitals die Anlagestrategie selber wählen können (sogenannte 1e-Pläne), in jedem Fall nur den effektiven Wert des Vorsorgeguthabens erhalten. Dies gilt auch für den Fall, wenn zum Zeitpunkt des Austritts aus der Vorsorgeeinrichtung ein Anlageverlust resultiert.
Die Änderung betrifft ausschliesslich Personen mit einem Jahreslohn von über 126‘900 Franken, die den überobligatorischen Teil ihres Vorsorgekapitals bei Vorsorgeeinrichtungen versichern, die lediglich im überobligatorischen Teil tätig sind. Nur solche Einrichtungen dürfen ihren Versicherten eine frei wählbare Anlagestrategie anbieten.
Bei einem Austritt muss eine solche Vorsorgeeinrichtung in Zukunft nur noch den effektiven Wert des Vorsorgeguthabens zum Zeitpunkt des Austritts mitgeben und nicht wie bisher einen gesetzlich garantierten Mindestbetrag. Führt eine Anlagestrategie zu Verlusten, müssen diese durch den Versicherten getragen werden, statt wie bisher durch die Vorsorgeeinrichtung und die verbleibenden Versicherten. Um trotzdem einen gewissen Schutz für die Versicherten zu wahren, müssen die Vorsorgeeinrichtungen mindestens eine Strategie mit risikoarmen Anlagen anbieten. Zudem müssen sie die Versicherten über die Risiken und Kosten ihrer Wahl umfassend informieren.
Mit der neuen Bestimmung im Freizügigkeitsgesetz wird eine Motion von Nationalrat Jürg Stahl aus dem Jahr 2008 erfüllt. Damit wird eine Flexibilisierung bei den Vorsorgelösungen im höheren Lohnbereich ermöglicht.
OAK: Liste der anerkannten TER-Konzepte
Auf Gesuch von ICI Global, einem weltweit tätigen Fachverband von regulierten Fonds, hat die OAK BV das Kostenkonzept der „Total Annual Fund Operating Expenses“ gemäss Form N-1A der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) anerkannt. Damit können in Zukunft auch Fonds aus den USA in den Jahresrechnungen der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen kostentransparent im Sinne der Weisungen OAK BV W – 02/2013 ausgewiesen werden.
Unter nachfolgendem Link ist die aktuelle „Liste der anerkannten TER-Kostenquoten-Konzepte für Kollektivanlagen“ zu den Weisungen OAK BV W – 02/2013 „Ausweis der Vermögensverwaltungskosten“ enthalten.
Altersarbeit: Unternehmen mobilisieren Reserven
Mit der bevorstehenden Pensionierungswelle der Generation der Babyboomer hält der demografische Wandel allmählich Einzug in die Schweizer Unternehmenslandschaft. Lange galt dabei die Zuwanderung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte als wirksamstes Mittel, um den Negativtrend wenn auch nicht zu stoppen, so doch zumindest abzufedern. Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar vergangenen Jahres jedoch ist diese Option unsicherer geworden, schreibt die NZZ.
In der Wirtschaft fällt die Idee, das Renteneintrittsalter flexibler zu gestalten, auf fruchtbaren Boden. Beispielsweise verfügt Novartis seit einigen Jahren über einen Pool von pensionierten Mitarbeitern, die bereit sind, ihre frühere Tätigkeit oder eine neue Herausforderung im Unternehmen zu individuell ausgehandelten Konditionen wiederaufzunehmen. Mit dem Projekt «Bogenkarriere» versucht derweil der Migros-Genossenschafts-Bund, den Übergang seiner Mitarbeiter in den dritten Lebensabschnitt fliessend zu gestalten, damit der Erfahrungsschatz älterer Mitarbeiter dem Unternehmen möglichst lange erhalten bleibt.
U.K. Pension Funding Gap Hits Record High
The funding gap in British pensions has ballooned to the highest level on record.
Official figures from the Pension Protection Fund, the government agency that underwrites U.K. pensions, showed that, as of Jan. 31, Britain’s defined benefit pensions expect to have to pay out GBP 367.5 billion more than their assets will produce after the interest paid by U.K. government bonds fell in January.
The record deficit, which is a snapshot of asset values at one moment, is up GBP91.9 billion since the end of 2014, and compares to a much lower total deficit of GBP46.4 billion on the same day in 2014. The gap was accentuated by the sharp downward move in gilt yields in January this year. Pension funds discount their liabilities by the yield they expect to be able to get in the market in order to fund them, so when yields fall, the value of their liabilities rises.
Those Swiss … Global Retirement Index
Those Swiss. They have great chocolate, beautiful lakes, fondue. And their citizens may actually be able to kick back and enjoy those things one day. The 2015 Natixis Global Retirement Security Index put Switzerland at the No. 1 spot in its annual ranking of the well-being and “life conditions” that pre-retirees and retirees can expect across 150 countries. The prospects for current and aspiring retirees in America is less good: The U.S. is stuck at No. 19, where it’s been for the past three years. That means it beat out No. 20, Slovenia (hurray!), but trails countries including Luxembourg, Iceland, and Belgium.
The global retirement index analyzes 20 trends across four categories—health, material well-being, finances, and quality of life—to rank 150 countries on how likely a secure and comfortable retirement is for their citizens. The good news for the U.S.: It moved up to No. 14 from No. 22 in the “finances in retirement” component of the ranking, thanks to good growth in gross domestic product, low interest rates, and low inflation. But the U.S. also has an aging population at a time when government debt is growing, says Ed Farrington, executive vice president for retirement at Natixis Global Asset Management, which could strain government programs that people count on, like Social Security. The U.S. is No. 19 in health; No. 37 in material well-being, dragged down by income inequality; and No. 25 in quality of life, just behind Mexico.
Aon Hewitt: Schweizer schlecht über AG-Leistungen informiert
Unternehmen sind nur mässig damit zufrieden, wie sie ihre Mitarbeitenden über den tatsächlichen Wert der Vergütungspakete informieren. Dies geht aus der Studie “EMEA Benefits Communication Survey 2015” von Aon Hewitt hervor, an der sich auch Schweizer Unternehmen beteiligt haben.
Hierzulande ist die Situation sogar noch unbefriedigender als im Rest von Europa: Während europaweit 40 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass die Mitarbeitenden unzureichend über ihre Vergütungs- und Leistungspakete Bescheid wissen, sind es in der Schweiz sogar 67 Prozent. Nur gerade ein Drittel glaubt, dass die Angestellten ein hohes oder sehr hohes Verständnis davon haben, was sie insgesamt eigentlich für ihre Arbeit zurückbekommen. Dies verwundert laut Aon wenig, kommuniziert doch gerade mal die Hälfte der befragten Schweizer Firmen überhaupt mit seinen Mitarbeitenden über das Total der Vergütungspakete und hat dafür auch ein Budget zur Verfügung. In der vor einem Jahr veröffentlichten selben Befragung haben noch fast zwei Drittel der Firmen seine Mitarbeitenden über das Thema informiert.
Der Euro – eine Fehlkonstruktion
Hansueli Schöchli mokiert sich in der NZZ über die “lockeren Sprüche der Gewerkschafter” (welche einen Franken/Eurokurs von 1.40 empfehlen) und lässt sich dann über die Gemeinschaftswährung aus:
Im Kern ist die Frankenstärke vor allem das Spiegelbild des Euro-Problems. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, weil ihm die zentrale Basis fehlt – eine europäische politische Identität. Doch ein Ende mit Schrecken ist für Europas Politiker das schlimmere Szenario als ein Schrecken ohne Ende, weshalb Durchwursteln angesagt bleibt. Die Schweiz muss mit dieser Fehlkonstruktion und mit periodischen Fieberschüben an den Devisenmärkten leben. Es gibt keine für alle Zeiten «richtige» Antwort zum Währungsregime. Die Optionen sollten offen bleiben. Klar scheint, dass auf absehbare Zeit die Deklaration einer neuen Kursgrenze wenig glaubhaft wäre und der Erfolg der Kursgrenze Franken/D-Mark von 1978 nicht eins zu eins auf die heutige Situation zu übertragen ist. Der Euro-Raum ist politisch und wirtschaftlich viel heterogener und weniger stabil als das damalige Westdeutschland. Die Schweiz wird sich deshalb der Geldpolitik im Euro-Raum noch viel weniger ausliefern wollen als der Geldpolitik der damaligen Bundesbank.
Eco: Kritik am AHV-Fonds
Mit über 30 Milliarden Franken ist er ein Schwergewicht unter den institutionellen Anlegern. Doch der AHV-Fonds hat in der Vergangenheit Milliarden an möglicher Rendite nicht erzielt. Und was die Kontrolle der Geschäftstätigkeit anbelangt, scheint das Parlament den AHV-Fonds vergessen zu haben, heisst es auf der Website von SRF zu einer Sendung von Eco.
Eco liege eine Untersuchung vor, die zwischen 2008 und 2013 den Anteil risikoreicher Anlagen wie Aktien am Gesamtvermögen und die erzielte kumulierte Rendite von über 40 institutionellen Investoren eruiert hat, darunter zum Beispiel auch der Unfallversicherer SUVA. Befund: Der AHV-Fonds hole im Vergleich zum Risiko, das er eingeht, unterdurchschnittlich wenig Rendite.


