Towers Watson: Risiken der CO2-Blase
Lange haben sich institutionelle Schweizer Anleger wenig um die Problematik der «CO2-Blase» (Carbon Bubble) gekümmert. Dies könnte sich nun ändern, denn mit Towers Watson hat sich jüngst eine global agierende Anlageberatungs-Gesellschaft in die Debatte eingeschaltet, die mehr als 1000 Pensionskassen und andere institutionelle Investoren mit einem Anlagevermögen von über 2 Bio. $ zu ihren Kunden zählt.
Kern der Diskussion ist das im Kyoto-Abkommen festgehaltene Bestreben der internationalen Staatengemeinschaft, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Um dies zu erreichen, dürfte ein Grossteil der bekannten fossilen Energievorkommen nicht verbrannt werden, was zu enormen Abschreibungen bei den Energiefirmen führen würde, in deren Bilanzen diese stehen. Dementsprechend dürfte auch nicht mehr in die Suche und Entwicklung neuer Vorkommen investiert werden, deren Erschliessung und Förderung meist sehr teuer ist.
“L’éducation est au cœur du développement des ETF”
2L’Agefi avait annoncé lundi dernier la création du Comité international d’orientation stratégique de TrackInsight. Cette plateforme d’analyse des ETFs européens permet aux investisseurs de comparer de façon intuitive leur qualité de réplication, entre autres, à l’aide de données fiables et totalement transparentes. Le Comité sera présidé par Pierre Guillemin, Head of Portfolio Management Asset Allocation & Equity chez Swiss Life Asset Managers. Par ailleurs, Pierre Guillemin est ingénieur de l’Ecole Centrale Paris, détenteur d’un Master en statistiques et processus stochastiques de l’université Paris VII et d’un MBA de HEC Lausanne.
Swiss Life Asset Managers (Swiss Life AM) est le troisième plus important fournisseur de fonds sur le marché suisse. Bénéficiant de la confiance de plus de 100 clients institutionnels (suisses et français) dans le cadre de mandats de gestion. Les instituts de prévoyance, tels que les fonds de pension, représentent une part importante de la clientèle de ce gérant d’actifs présent en Suisse, en France et en Allemagne. Plus significatif encore, le groupe appartient à l’une des plus anciennes compagnies d’assurance-vie. La gestion du risque y est pratiquement d’ordre génétique. Ce dont a fortement besoin l’industrie des ETFs.
Listed: highest-paid pension fund CEOs
FTfm research revealing multimillion-dollar salaries at some of the world’s largest pension funds has prompted condemnation over the vast gulf in earnings between chief executives and scheme members.
Analysis of 14 schemes showed Jim Leech, former chief executive of the Ontario Teachers’ Pension Plan, was paid $7.4m in 2013, while his eventual successor, Ron Mock, received $2.5m in his role as vice-president of fixed income and alternatives. The $175bn Canada Pension Plan Investment Board paid its chief executive, Mark Wiseman, $3.1m.
The Canadian pension salaries outstrip the total earnings of many chief executives in the private fund sector, including Man Group’s Emmanuel Roman, who was paid $3.4m for 2013, and Jupiter’s Edward Bonham Carter, who received $3m.
Negativzinsen: Cash-Abbau durch Renten-Vorauszahlung
Die von der Nationalbank verfügten Negativzinsen – ausser der Publica können die Pensionskassen sich nicht durch ein SNB-Konto davon frei machen – scheint zu allerhand mehr oder weniger innovativen Gegenstrategien Anlass zu geben. Marco Jost (PPCmetrics) schlägt zur Verringerung der teuren Liquidität vor, den Pensionierten ihre Rente einige Monate im Voraus zu überweisen, nachdem auch das Einbunkern von Tausendernoten sich als problematisch zu erweisen droht. Jost schreibt in der Sonntags-Zeitung:
Der nächste Gedanke liegt auf der Hand: Die in den kommenden (z. B. 6 oder 12) Monaten anstehenden Zahlungen aus laufenden Renten könnten heute schon (gesammelt) erbracht werden. Mindestens solange die Rentenbezüger das Geld ohne Strafzinsen halten können, wäre dies durchaus auch in ihrem Sinne.
Die Mathematik der Pensionskassen hat aber eine wichtige zusätzliche Dimension: Renten werden nicht für eine fixe Dauer ausbezahlt, sondern sind auf Lebzeiten ausgerichtet. Bei vorschüssiger Zahlung für mehrere Monate aufs Mal hätten die Rentenbezüger, die vor Ablauf dieser Zahlungsperiode sterben, zu viel erhalten. Das Rückfordern dieser Beträge aus der Erbmasse ist wiederum mit administrativen Kosten verbunden und widerstrebt auch dem Grundgedanken einer Rentenzahlung. Möglicherweise kompensieren die negativen Zinsen aber die Risiken mit der genannten Sterblichkeit und die vorschüssige Zahlung lohnt sich für die Pensionskassen sogar, wenn auf eine Rückforderung verzichtet wird.
(…) Mit steigendem Alter der Versicherten wird es hingegen immer unwahrscheinlicher, dass die erwarteten Entlastungen aus Todesfällen durch Negativzinsen kompensiert werden. Ob es sich für eine Pensionskasse rechnet, wenn sämtliche Rentenbezüger einen Rentenvorschuss erhalten, hängt dann von der spezifischen Struktur des Bestandes ab.
Jordan erteilt Pensionskassen Absage
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat nach den Worten ihres Präsidenten Thomas Jordan keine andere Wahl gehabt, als den Euro-Mindestkurs aufzugeben. Wenn die SNB den Schritt später vorgenommen hätte, wäre der Schaden für die Wirtschaft grösser gewesen, sagte er.
«Alle Alternativen wären noch viel schlimmer gewesen für die Schweiz», sagte Jordan in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF.
«Ein Aufschieben des Entscheids hätte enorme negative Konsequenzen gehabt für die Schweiz insgesamt und auch für die Nationalbank», sagte Jordan. Die Verwerfungen wären grösser geworden, ebenso die negativen Auswirkungen für die Wirtschaft.
Nichts wissen will Jordan von Forderungen der Pensionskassen, die sich gegen die Negativzinsen wehren und eine Ausnahme für sich verlangen. Die Negativzinsen wirkten nur, wenn es keine Möglichkeiten zur Umgehung gebe, sagte Jordan. Die gleichen Massnahmen sollen für alle Finanzmarktakteure gelten.
«Für Kassen mit vielen Rentnern wird’s schwierig»
Der Beobachter hat Alfred Bühler, Partner PPCmetrics, zur Situation der PKs nach dem Frankenschock befragt. Auszüge:
Beobachter: Die Schweizer Pensionskassen sollen rund 30 Milliarden verloren haben, als die Nationalbank den Euro nicht mehr stützte.
Alfred Bühler: Am Tag, an dem die Nationalbank den Mindestkurs aufgab, verloren die Kassen schätzungsweise 20 Milliarden Franken. Seit Beginn des Jahres beträgt der Verlust zwischen 10 und 15 Milliarden.
Um solche Währungsschocks zu überleben, bilden die Kassen Reserven. Sind die gross genug?
Die kurzfristige Betrachtung wird dem langfristigen Anlagehorizont der Pensionskassen nicht gerecht. 2014 konnten sie auf ihren Anlagen einen Gewinn von 50 bis 60 Milliarden Franken erzielen. Die Verluste muss man also relativieren.
Die Kassen rechnen ihre zukünftigen Vorsorgeleistungen mit einem technischen Zinssatz hoch. Wurde dieser angepasst?
Die Zinsen wurden nur zögerlich an das massiv gesunkene Zinsniveau angepasst. Die ausgewiesenen Deckungsgrade sind daher zu hoch. Viele Kassen überschätzen ihre tatsächliche finanzielle Lage.
Wo besteht der grösste Handlungsbedarf für die zweite Säule?
Der weitere Rückgang des Zinsniveaus hat die Umverteilung zwischen aktiven Versicherten und Rentenbezügern verstärkt. Das gilt insbesondere für rentnerlastige Kassen ohne starken Arbeitgeber. Die geplante Reform «Altersvorsorge 2020» des Bundes kann dieses Problem nur sehr langfristig lösen.
SNB-Politik: Reaktion bei Safra Sarasin
Inside Paradeplatz berichtet über die Folgen der SNB-Netativzinspolitik für die Kunden von Safra Sarasin. Ein Vorbote, was uns alles noch erwartet? Lukas Hässig schreibt:
Die brasilianisch kontrollierte Safra-Sarasin gibt als erste Schweizer Bank den Minuszins flächendeckend an ihre Kunden weiter. Damit setzt die Basler Privatbank einen neuen Höhepunkt in der rapide unter die Nullgrenze abrutschenden Schweizer Zinslandschaft.
Safra-Sarasin-Berater riefen gestern ihre Externen Vermögensverwalter (EVV) an, die Privatkunden betreuen, welche Bares und Wertpapiere bei der Basler Bank verbucht haben. Der Tagesbefehl vom Rheinknie lautete: Sofort allen Kunden 0,75 Prozent Minuszins auf allen Cash-Konten belasten.
Ausnahmen gab es keine. Weder gewährt Safra einen Freibetrag bis zu einer oberen Grenze, noch nahm sie kleine Kunden aus der Schweiz von der Sofortmassnahme aus. (…)
Auf Anfrage dementierte gestern Abend ein Sprecher der Basler Bank, dass Safra-Sarasin den Negativzins breitflächig belasten würde. Die Massnahme sei “selektiv für sehr wenige, spezifische Kunden mit grossen Positionen” eingeführt worden. Bei den betroffenen Kunden handle es sich um “Profis, welche die Realität und die Notwendigkeit dieses Schrittes zur jetzigen Zeit verstehen” würden. Die Bank rechne nicht mit einem Massenexodus erzürnter Kunden, da mit diesen “mehrfache Beziehungen” bestehen würden. “Einzig wegen dem” würden diese kaum davonlaufen.
Erste Reaktionen lassen das Gegenteil vermuten. Der Safra-Sarasin droht ein Exodus. Ein Kunde, der seit Jahren über seinen unabhängigen Vermögensverwalter bei der Sarasin war, kündigte gestern unverzüglich alle seine Konten.
Swiss regulator to publish catalogue for minimum risk standards
Switzerland’s regulator – the Oberaufsichtskommission, or OAK – is to unveil in the coming months a catalogue of minimum risk standards to be applied by all Pensionskassen from next year.
Speaking at the annual BVS conference, the regional supervisory body for the canton of Zurich, André Tapernoux, head of risk management at the OAK, confirmed that the regulator would decide on the standards “over the next few months”.
The introduction of a unified risk-assessment catalogue has been under discussion by pension fund representatives, industry experts and regional supervisory authorities for the last year.
One of the chief proponents has been BVS director Roger Tischhauser, who has argued that regional supervisors need a standard by which to measure Pensionskassen.
At the conference in Zurich, Tapernoux agreed, acknowledging that regional supervisory bodies required “reliable individual figures” for each Pensionskasse.
He said the OAK had therefore concluded it was “useful to make it mandatory for Pensionskassenexperten to calculate certain key figures”.
Tapernoux told IPE the regulator had not yet decided which parameters the new catalogue will include, but he did say they would be taken from existing guidelines issued by the SKPE, the chamber of pension fund experts.
AV2020 – “Luftschloss des Bundesrates”
Die NZZ nimmt die technischen Vorgaben des Bundesrates zur Altersvorsorge 2020 unter die Lupe. Insbesondere die Senkung des Umwandlungssatzes von derzeit 6,8 auf 6% hält nach Meinung der Zeitung einer kritischen Prüfung nicht stand. Sie zieht dazu die Aussagen einer vom BSV bei der BAK in Auftrag gegebenen Analyse zur Entwicklung der künftigen Renditen heran. In der NZZ heisst es dazu:
Nimmt man mit 2% den Mittelwert der (erwarteten) Bandbreite, ergäbe dies laut dem Pensionskassenexperten Stephan Wyss von Swisscanto bei Annahme einer weiter steigenden Lebenserwartung einen mathematisch korrekten Umwandlungssatz von 5% – womit die Renten über einen Viertel tiefer sein müssten, als sie beim derzeitigen Umwandlungssatz sind, und einen Sechstel tiefer, als sie nach Vollzug des Reformpakets des Bundesrats wären. Bei einem technischen Zins von 3% läge der korrekte Umwandlungssatz gemäss Wyss bei 5,6% und damit immer noch deutlich tiefer als die vom Bundesrat anvisierte Marke. Die Kammer der Pensionskassenexperten empfiehlt einen Umwandlungssatz von 5,6%.
NZZ: “Mindestzins viel zu hoch”
Werner Enz fordert den Bundesrat auf, den aktuellen BVG-Mindestzins von 1,75% zu überdenken. Er schreibt:
Würde der BVG-Mindestzins nun aufgehoben, ausgesetzt oder zumindest stark abgesenkt, wären einige Freiheitsgrade gewonnen, ein vertrauensbildendes Signal gesetzt. Es darf nicht unterschätzt werden, dass schlecht positionierte Pensionskassen oder Rentnerkassen, die sich eine aggressive Anlagestrategie eigentlich nicht leisten dürfen, just aufgrund behördlicher Vorgaben in solche Gewässer gelockt werden. Gewiss, drei Jahre mit schönen Anlagerenditen in Folge haben die Deckungsgrade der meisten Kassen auf über 100 Prozent steigen lassen, aber das ist eine Momentaufnahme.
Die Eskalation an der Zinsfront, die womöglich Vorbote für eine Verschärfung der Euro-Krise ist, darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Verharren die Frankenzinsen längere Zeit im Minusbereich, wird es spätestens dann sehr ungemütlich, wenn es an den Aktienmärkten zu Einbrüchen kommt oder die Immobilienpreise in der Schweiz ins Rutschen geraten. Insgesamt sind die Anlagerisiken gestiegen. Da wäre es nicht verkehrt, wenn die falsch gesetzten BVG-Parameter – der gesetzliche Rentenumwandlungssatz ist das noch grössere Ärgernis als der Mindestzins – korrigiert oder aus der Welt geschafft würden.
Wandelanleihen gegen den Frankenschock?
Stefan Hiestand, CEO AgaNola, empfiehlt Wandelanleihen in der aktuellen Lage nach der Frankenaufwertung. Auf moneycab schreibt er:
“Wandelanleihen haben die Aufhebung der Euro-Franken-Untergrenze sehr gut gemeistert. Investoren in Wandelanleihenfonds mit abgesicherter Fremdwährung blieben von der Aufhebung der Untergrenze weitgehend verschont. Gerade in der heutigen Situation ist die Wandelanleihe für Pensionskassen eine willkommene Alternative zu Obligationen. Eine Wandelanleihe besteht einerseits aus einer Anleihe mit einer regelmässigen Zinszahlung (Coupon) und einer Rückvergütung des Kapitals bei Fälligkeit. Was aber die Wandelanleihe gerade in der aktuellen Situation interessant macht, ist andererseits das Recht des Käufers, die Anleihe in eine vordefinierte Anzahl Aktien umzutauschen. Steigt der Gegenwert der Aktie über den Rückzahlungswert, macht der Käufer von seinem Wandelrecht Gebrauch und schöpft den Gewinn ab. Andernfalls bleibt es bei der Rückvergütung des Nominalwertes am Ende der Laufzeit, sofern der Emittent solvent bleibt.”
Negativ-Zinsen – nicht für die Publica, ASIP interveniert bei der SNB
Auf Obligationen gibt es praktisch keine Zinsen mehr, auf Barbeständen wird ein Negativzins erhoben. Ausnahmefall: die Publica. Als bundesnaher Betrieb kann sie gemäss Darstellung von 10vor10 auf SRF ein Girokonto bei der SNB eröffnen, das nicht unter die Negativzins-Vorschrift fällt. Dass stösst dem ASIP sauer auf. Er hat einen Brief an SNB-Direktor Jordan
geschrieben und aus sozialpolitischen Überlegungen ähnliche Lösungen für die anderen Pensionskassen verlangt.
Die Nationalbank wird auf das Schreiben reagieren, allerdings nicht über die Medien, wie SRF berichtet.
Update. Der ASIP hat seinen Mitgliedern ein Mail folgenden Inhalts zukommen lassen:
Vor dem Hintergrund negativer Verfallsrenditen auf Bundesobligationen und der angekündigten Belastung negativer Zinsen von diversen Banken haben wir der Schweizerischen Nationalbank vor zwei Tagen den Antrag unterbreitet, den schweizerischen Pensionskassen die Möglichkeit einzuräumen, ein Girokonto bei der SNB eröffnen zu können, das mindestens zu 0% verzinst wird. Die privat- oder öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen bilden Solidargemeinschaften, um die berufliche Vorsorge (2. Säule) als Teil des schweizerischen Sozialversicherungssystems durchführen zu können. Sie gelten unseres Erachtens als „andere Inhaber von Girokonten in Schweizerfranken“ gemäss Merkblatt „Negativzins auf Girokontoguthaben“ der SNB, auf deren Guthaben in der Regel kein Negativzins erhoben wird. Gerade angesichts der tiefen bis negativen Renditen auf den Nominalwertanlagen gewinnt die Cash-Haltung vermehrt an Gewicht.
Über die Antwort der SNB auf unser Anliegen werden wir Sie wieder informieren. Wir sind überzeugt, mit diesem Antrag im Sinne der Versicherten in der beruflichen Vorsorge gehandelt zu haben.
Update 2: In der NZZ heisst es dazu: “Der Direktor der Publica, Dieter Stohler, bringt Verständnis für den Asip-Vorstoss auf. Inländische Sparer auf dem Feld der sozialen Sicherheit sollten nicht bestraft werden. Es verhalte sich tatsächlich so, dass die SNB dem Bund und ihm nahestehenden Betrieben – die Publica gehört in den weiter gefassten Kreis der dezentralen Bundesverwaltung – Giro-Dienste zu 0% Zins anbiete. Stohler gibt weiter zu bedenken, dass die Proportionen gewahrt werden. Die Minderkosten würden unter 1Promille der Jahres-Performance betragen; es könnten nicht unlimitiert Gelder auf dem seit Jahren bestehenden SNB-Girokonto gehalten werden, und es sei nicht ausgeschlossen, dass die SNB-Bestimmungen eines Tages änderten.
Viel grösser als eine direkte Ersparnis aufgrund der Nichtbelastung durch Negativzinsen seien die indirekten Kosten daraus. Die Absicherungskosten für Fremdwährungsrisiken seien seit der Aufgabe des Euro-Mindestkurses um ein Mehrfaches gestiegen und im Verhältnis dazu viel grösser. Viele Pensionskassen sind in den kommenden Wochen und Monaten gezwungen, ihre Strategie zur Absicherung der Wechselkursrisiken zu überdenken.”
Swiss government relents on conversion rate to win over voters
A Swiss government official has expressed hope that the Altersvorsorge 2020 pension reform package will survive an “unavoidable” referendum and acknowledged that the government conceded on a major point to achieve this.
In its proposed draft – to be debated by Parliament – the government recommended lowering the conversion rate used to calculate pension payouts from accrued assets from 6.8% to 6%, even though it believes the 6% figure to be too high.
Both industry representatives and government experts agree on the need for the sizeable cut to avoid further transfers of active members’ assets to pensioners.
Swiss actuaries, in their comments on the draft law, strongly recommended lowering the conversion rate even further.
However, Jürg Brechbühl, director at the Swiss Federal Insurance Office (BSV), told participants at a recent conference in Zurich that the government had set the conversion rate level with “the referendum in mind”.
10 Jahre BVG-Revision, 20 Jahre FZG, 30 Jahre BVG, 75 Jahre Bruno Lang
pw. Eine Häufung von Jubiläen, die im laufenden Jahr zu feiern oder zumindest zu registrieren sind, wie der Titel klar macht. Interessieren tut uns aber hier nur das im Titel letztgenannte. Bruno Lang, erster Geschäftsführer der Zürcher BVG-Aufsicht und nach seinem Rücktritt vom Amt VR-Präsident des VPS-Verlags und damit verantwortlich für die “Schweizer Personalvorsorge”, hatte seinen Geburtstag genau genommen zwar bereits im Dezember letzten Jahres, aber offiziell gefeiert wurde er Ende Januar, zeitgemäss “in the cloud” zuoberst im Prime Tower.
Da es kaum im Sinne des Jubilars gewesen wäre, einfach unter Zuhilfenahme der üblichen Alkoholika und der erwarteten netten Worte zu gratulieren, hat der Verlag mit tätiger Unterstützung prominenter Autoren einen Sonderdruck dem Thema gewidmet, das Bruno Lang wohl am meisten am Herzen liegt: die sozialpartnerschaftliche Verantwortung und Führung der Vorsorgeeinrichtungen. Und so heisst das Werk in der Reihe “VPS-Plattform” denn auch (fast) zwingend “Sozialpartnerschaftliche Milizführung in der 2. Säule.”
Die Beiträge im Einzelnen aufzuführen oder gar zu würdigen, würde den Rahmen eines schlichten “Blogs” zwangsweise sprengen. Es reicht festzustellen, dass wer immer auch in irgend einer Weise sich mit der Kombination Sozialpartnerschaft und Pensionskassen beschäftigt, hier Aktuelles und Erhellendes geliefert erhält und natürlich auch einiges über die Person und Leistung des Gefeierten erfährt, der zu den massgeblichen und prägenden Gestalten der beruflichen Vorsorge gehört.
Wir schliessen uns den zahlreichen Gratulanten an und wünschen ihm und auch uns nicht nur viele weitere Jahre aktiver Tätigkeit in seinen vielfältigen Funktionen und Wirkungen, sondern auch dass sein Beispiel bei einer jüngeren Generation Schule macht: sozialpolitisches Engagement verbunden mit einer nicht geringen Dosis Humor und Bescheidenheit in einer gescheiten und oftmals entwaffnenden Form.
Die Gästeschar auf dem Prime Tower
VPS-Direktor Peter Schnider
Bruno Lang
Hanspeter Conrad, VR-MitgliedLink zu weiteren Fotos
Die Fotos vom Anlass, uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gregor Gubser, stv. Chefredaktor der Schweizer Personalvorsorge. Vergrösserung durch Click auf die Bilder.
Negativzinsen für wie lange?
Cash beschäftigt sich (und die Leser) mit der Frage, wie lange die Negativzinsen wohl in Kraft bleiben werden. In einer Umfrage sind 54% der Meinung, bis 2017. 20% hoffen, dass die Sache sich im Sommer normalisiert,13% denken Ende Jahr.
Eine Prognose, wie lange es Negativzinsen geben wird, hat Währungsexperte Constantin Bolz von der UBS nicht. "Wir gehen aber davon aus, dass sie mindestens 12 Monate in Kraft sind." Damit behielten 13 Prozent der cash-Leser recht, die ein Ende der Negativzinsen 2016 erwarten. Die Negativzinsen sind vor allem für die Banken unangenehm, und daher ist es möglich, dass die SNB die Massnahme so kurz wie immer nötig aufrechterhält. Die Finanzinstitute empfinden die Situation als instabil und einige haben schon begonnen, die Negativzinsen auf grosse und vermögende Kunden abzuwälzen.
Die Währungshüter um Thomas Jordan werden die Negativzinsen aller Voraussicht nach schrittweise abbauen. Drei Faktoren bestimmen laut Experte Bolz von der UBS die SNB-Politik: "Eine Verbesserung in der Eurozone – etwa dank des tiefen Ölpreises, der Anleihenkäufe der EZB und eines günstigen Euro-Dollarkurses – könnte die SNB mittelfristig dazu veranlassen, zunächst auf -0,5 Prozent zurückzugehen. Das Hauptaugenmerk gilt aber sicher dem Wechselkurs. So könnte es zu einer Reduzierung der Negativzinsen nur kommen, wenn der Euro eines Tages wieder höher tendiert."


