Um die Weiterbeschäftigung von Personen nach Erreichen des Pensionierungsalter zu erleichtern, wurden im Vorsorgereglement die Sparbeitragssätze ab 65 Jahren angepasst. Ausserdem können sich neu auch Personen über 65 Jahren einkaufen, um damit ihre persönliche Vorsorge zu optimieren. Zudem wurde die Berechnung der Alters-Kinderrente gemäss Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) angepasst und Bestimmungen zur Berufsinvalidität gestrichen.
Öffentliche Kassen
Alain Kolonovics, nouveau directeur de Prévoyance.ne
A
lain Kolonovics a été nommé directeur Prévoyance.ne, la caisse de pensions de la fonction publique du canton de Neuchâtel. Il a pris ses nouvelles fonctions dès le 1er avril.
Après avoir assuré l’intérim depuis le départ d’Olivier Santschi en début d’année, Alain Kolonovics a été nommé à la tête de Prévoyance.ne, la caisse de pensions de la fonction publique du canton de Neuchâtel.
Son prédécesseur nous expliquait les raisons de son départ en décembre: «J’ai pas mal donné pour le canton de Neuchâtel, après 17 années dans la prévoyance. A 48 ans, j’aimerais faire autre chose».
Alain Kolonovics a travaillé durant quatorze ans dans l’activité de conseil en prévoyance chez Aon Hewitt et a rejoint Prévoyance.ne en 2014, d’abord en tant que responsable «droit et conseils», puis au poste de directeur adjoint.
Auf Kurs – mit Substanzverlust
Publica, die Pensionskasse des Bundes musste im Geschäftsjahr 2018 eine Negativperformance von 3,26 Prozent hinnehmen. Zudem wurden per 1.1.2019 die technische Parameter angepasst. Das hat naturgemäss negative Auswirkungen auf den Deckungsgrad. Seit dem 1. Januar 2019 beträgt der Umwandlungssatz für Männer im Alter 65 bzw. für Frauen im Alter 64 neu 5,09 (5,65) Prozent.
Die Neubewertung der Vorsorgekapitalien der Rentner per 1. Januar 2019 führte zu einer Senkung des Gesamtdeckungsgrades auf 97,9 Prozent (von 101,2 per 31.12.2018). Die Publica gibt sich dennoch optimistisch”: “Dank der guten Kostenstruktur und der rechtzeitigen Anpassung der technischen Parameter an realistische Verhältnisse einerseits und der steten Optimierung der Prozesse andererseits bleibt Publica auf Kurs und fit für die Zukunft.”
Werner Enz schreibt in der NZZ zu den Ergebnissen:
Die turbulenten Dezembertage haben der Pensionskasse des Bundes, Publica, ebenso zugesetzt wie den meisten Vorsorgeeinrichtungen des Landes. Die negative Anlageperformance von 3,26 Prozent für das Gesamtjahr liess zwei offene Vorsorgewerke mit je 99,9 Prozent sogar ganz leicht in eine Unterdeckung geraten.
Die Erholung der Finanzmärkte in den ersten drei Monaten dürfte bei den Publica-Verantwortlichen für ein Aufatmen gesorgt haben, denn die Kapitalpolster sind mit Blick auf die effektiven Rentenverpflichtungen eher dünn. Der Deckungsgrad hat sich seit Jahresbeginn merklich erholt und lag Ende März gemäss ergänzenden Informationen knapp unter 102 Prozent. In Berücksichtigung der schwierigen Zinsverhältnisse wurde auf Anfang Jahr der technische Zins, der künftige Anlagechancen spiegelt, auf 2 Prozent für offene und lediglich 1,25 Prozent für geschlossene Vorsorgewerke abgesenkt. Als Folge davon mussten zulasten des Deckungsgrades die Kapitalien der Rentner verstärkt werden. Neu gilt für Frauen (64) und Männer (65) ein BVG-Umwandlungssatz von 5,09 Prozent. (…)
PK Winterthur: Sanierung gescheitert
Die NZZ schreibt: Mit viel Aufwand hat der Stadtrat Winterthur für einen von hohen Kredit geweibelt, mit dem die Pensionskasse ins Lot gebracht werden sollte. Der Gemeinderat lehnt ihn aber ganz knapp ab. Es sei zu viel Vertrauen verloren gegangen, sagen die Kritiker.
Der politisch umkämpfte Punkt war die weitere Einmaleinlage von 144 Millionen Franken, welche die Stadt leisten sollte. Die Summe erregte die Gemüter nicht nur wegen ihrer schieren Höhe. Ein wichtiger Grund war auch, dass die Winterthurer Stimmbevölkerung schon vor der Verselbständigung 2014 etliche Millionen Franken bewilligt hatte. Vor der Abstimmung hatte es geheissen, danach sei die städtische Pensionskasse saniert und ausfinanziert.
Der Vorschlag provozierte die Bürgerlichen und Grünliberalen. Sie warfen dem Stiftungsrat und seinem früheren Präsidenten Jorge Serra, dem ehemaligen SP-Kantonsrat und Gewerkschafter, Versagen vor. Sie hätten die Weichen nicht rechtzeitig gestellt und wollten die Kosten jetzt einseitig auf die Steuerzahler abwälzen. Ihre Forderung: Die Stadt solle erst wieder in die Tasche greifen, wenn ein Plan für den Anschluss der städtischen Pensionskasse an eine andere Institution vorliege. Die Kasse stelle für die dünne Eigenkapitaldecke der Stadt ein grosses Risiko dar. (…)
Stadtpräsident Michael Künzle appellierte vergeblich an den Rat. Bei einem Nein habe man die Aufsicht im Nacken, und diese werde festlegen, wie die Sanierungsmassnahmen auszusehen hätten. Die hauchdünne Mehrheit aus SVP, FDP, GLP und EVP überzeugte er damit nicht. Man müsse dem Volk aufzeigen, dass die Stadt nicht in ein Fass ohne Boden investiere, sagte der Freisinnige Urs Hofer. Dies sei nicht möglich, in zu vielen Punkten sei die Kasse verbesserungswürdig. Die Bürgerlichen signalisierten aber, eine Einlage bei der neuen Vorlage nicht grundsätzlich ablehnen zu wollen.
PK Zürich mit neuer Kommunikations-Strategie
persoenlich.com berichtet über die neue Kommunikationsstrategie der Pensionskasse der Stadt Zürich.
Die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) hat ihre Kommunikationsstrategie überarbeitet. Um die Basis für deren zukunftsorientierte Ausrichtung zu schaffen, wurde Open up für die Konzeption und Umsetzung eines Markenworkshops beauftragt. Das schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Ziel des Workshops sei es, die Positionierung der städtischen Pensionskasse gegenüber den Anspruchsgruppen zu schärfen und sich der Kompetenzen, Werte sowie der Tonalität der Marke bewusst zu werden.
Die Partner Kilian Borter und Melanie Schneider führen die 14 Mitarbeitende der Kommunikations- und PR-Agentur Open up, die 2001 in Zürich gegründet wurde. Schwerpunkte sind strategische Markenpositionierung, Content-Strategien und interne Krisenkommunikation.
“Caisses publiques de pension: cinq fois le sauvetage d’UBS”
Radiolac befasst sich in einer Sendung mit der anstehenden Abstimmung in Genf über die Sanierung der Funktionärs-PK. Dabei wird auch auf einige wenig kommunizierte Zahl verwiesen. Und es fehlt nicht an ironischen Seitenhieben:
En Suisse, les employés de la fonction publique sont en général mieux payés que dans les entreprises. Sauf dans les positions supérieures et parmi les spécialistes. Il est peut-être normal qu’ils reçoivent aussi de meilleures retraites. Et Genève doit probablement avoir les meilleurs fonctionnaires de Suisse.
Je vous sens un peu ironique. Le renflouement des caisses de pension publiques n’est pas non plus une spécialité genevoise.
Non, justement. Ou ça ne l’était pas, plus précisément. Dans les années 2000, et encore au-delà, les recapitalisations de caisses de pension publiques ont été une sorte de sport national en Suisse. Celle de la Confédération a eu besoin de 90 milliards de francs pour s’en sortir. En comptant les CFF et La Poste.
Et puis il y a les cantons et les communes.
Oui, effectivement. Tous les cantons et les communes de Suisse qui ont dû recourir aux contribuables pour assurer les retraites de leurs fonctionnaires. Pour combien de milliards de francs au total sur vingt ans ? Mystère. C’est un long inventaire qui n’a jamais été fait à ma connaissance. Mais 200 milliards de francs semble une estimation raisonnable.
200 milliards de francs ? Mais c’est beaucoup !
Oui, je vous le concède. C’est même cinq fois plus que le sauvetage d’UBS en 2008. Sauf que la Banque nationale et la Confédération avaient gagné plus de 6 milliards de francs dans cette opération retentissante.
GE: La Caisse de pension de l’Etat transforme les députés genevois en charretiers
L’impossible réforme de la caisse de prévoyance des fonctionnaires a mis la politique genevoise dans une situation inextricable. Un vote complexe se prépare en mai. Un autre se profile en novembre, au risque de perdre le citoyen.
In Unterdeckung
Die Zürcher BVK hat das Performance-Betreffnis für 2018 publiziert. Es liegt bei –3,5 Prozent, der Deckungsgrad sinkt von 100 auf 95%. Die Pensionskasse nimmt es entspannt zur Kenntnis und konzentriert sich auf die positiven Elemente. In der Mitteilung heisst es:
«Eine langfristige Anlagestrategie zu haben und diese konsequent umzusetzen, zeigt sich als richtiger Weg», sagt Thomas R. Schönbächler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der BVK. Das widerspiegelt auch der Jahresabschluss der Zürcher Pensionskasse: Die Rendite liegt bei minus 3,5 Prozent und somit genau auf dem Benchmark und im Rahmen der zu erwartenden Volatilität des Marktes. Der Deckungsgrad sinkt von 100 Prozent im Vorjahr gemäss der provisorischen Berechnung auf 95,1 Prozent per Ende 2018.
Erfreulicheres kann beim Kundenbestand vermeldet werden. Die BVK ist im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gewachsen und versichert mittlerweile über 121’000 Personen in der zweiten Säule – mehr als jede andere autonome Pensionskasse in der Schweiz. Davon sind 70 Prozent Aktivversicherte und 30 Prozent Rentenbeziehende.
Mitte Jahr wurden verschiedene neue Produkte in der Vorsorgepalette angekündigt. So kann seit dem 1. Januar eine versicherte Person unter gewissen Voraussetzungen einen höheren Umwandlungssatz wählen. «Wir sind hocherfreut, dass von den 100 Personen, die per 1. Januar in Pension gingen, ein Drittel von dieser Option Gebrauch machte», sagt Schönbächler. Auch von den Arbeitgeberangeboten, die Eintrittsschwelle zu senken oder den Koordinationsabzug mitzuversichern, wird rege Gebrauch gemacht.
Ebenfalls positiv zu werten sind die tiefen Verwaltungskosten. Im Branchenvergleich von PPCmetrics werden die durchschnittlichen Kosten pro Versicherten mit 312 Franken ausgewiesen. Die BVK liegt mit nur gerade 115 Franken weit darunter.
Erneut gesenkt werden konnten die Vermögensverwaltungskosten. Pro 100 Franken gibt die BVK rekordtiefe 14 Rappen aus. Das sind nochmals zwei Rappen weniger als im Vorjahr. Rechnet man diese Einsparungen auf das Anlagevermögen von rund 32 Milliarden Franken auf, hat die BVK im vergangenen Jahr zusätzlich 6,4 Millionen Franken alleine in diesem Bereich eingespart. Der von PPCmetrics ausgewiesene Branchendurchschnitt liegt mit Ausgaben von 42 Rappen pro 100 Franken deutlich höher.
Winterthurer-PK in die BVK?
Die seit Jahren andauernden Querelen um die Pensionskasse der Stadt Winterthur könnten durch einen Anschluss an die kantonale BVK auf einen Schlag – oder auch schrittweise – beendigt werden. Die NZZ schreibt dazu:
Bisher hat der Stadtrat sich konsequent gegen eine Eingliederung in eine andere Pensionskasse ausgesprochen. Von dieser Haltung ist er jetzt, nachdem er die Offerte eingeholt hatte, abgerückt. Er sei grundsätzlich offen für einen Anschluss an die BVK, teilte der Stadtrat am Freitag mit. Die Nettokosten für eine Übernahme würden gemäss der Offerte 107 Millionen Franken betragen. Aus Sicht des Stadtrats sprechen aber mehrere Punkte für einen Anschluss: Zum Beispiel die Versicherungsbedingungen, die für eine Mehrheit der Stadtangestellten durchaus attraktiv seien, sowie das breit aufgestellte Management oder die Grösse der BVK. Zudem wäre der Anschluss für Winterthur «mit einer gewissen Entpolitisierung» der komplexen Pensionskassen-Thematik verbunden, schreibt der Stadtrat.
Wie rasch es geht, hängt davon ab, ob der Stadtrat zuerst auf der notwendigen Sanierung mit einem Kredit von 144 Mio. Franken und damit einem schrittweisen Vorgehen besteht.
Neuer Leiter der PK Schwyz
Der Verwaltungsrat der Pensionskasse des Kantons Schwyz (PKS) und die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) haben Martin Bieri zum neuen Kassenleiter der Pensionskasse des Kantons Schwyz ernannt. Er wird am 1. Oktober 2019 die Leitung übernehmen.
Der 50-Jährige wohnt in Bonstetten und kennt das Pensionskassenumfeld bestens. Er verfügt über 18 Jahre Erfahrung in der beruflichen Vorsorge als Geschäftsführer, Stiftungsrat und Revisor. Parallel zur beruflichen Weiterentwicklung hat sich der Dipl. Ing. ETH zum Wirtschaftsprüfer und zum Master Pensionskassenmanagement weitergebildet.
Martin Bieri wird per 1. Oktober 2019 die Leitung der Pensionskasse des Kantons Schwyz übernehmen. Er löst Viktor Reichmuth ab, der per 1. Oktober 2019 in den Ruhestand tritt.
APK startet den Reigen
Die Aargauische Pensionskasse hat als erste die Folgen des schwierigen 2018 in einer Mitteilung festgehalten:
Wie viele andere Pensionskassen hat auch die APK 2018 ein anspruchsvolles Anlagejahr erlebt. Nach aktuellem Kenntnisstand beträgt die provisorische Rendite 2018 nach Kosten über minus zwei Prozentpunkte. Die Mehrzahl aller Anlagekategorien hat 2018 mit einer negativen Rendite abgeschlossen. Zum Ergebnis positiv beigetragen haben vor allem die Hypotheken, die Immobilien-Anlagen und die Infrastruktur-Investitionen.
Das negative Anlageergebnis auf der Einnahmenseite sowie die Kosten für die Verzinsung der Sparguthaben (2018: 1.25 Prozent) und massgeblich der Vorsorgekapitalien der Renten (3.00 %) auf der Ausgabenseite belasten den Deckungsgrad der APK. Dieser wird deshalb im Vergleich zum Jahresbeginn 2018 klar unter 100 Prozent zu liegen kommen. Für 2019 muss bei den Kapitalanlagen mit einem schwierigen Marktumfeld gerechnet werden.
Der Vorstand hat entschieden, die Sparguthaben der Versicherten 2019 mit 1 Prozent zu verzinsen. Dies entspricht dem Mindestzinssatz, wie ihn der Bundesrat für die Obligatorische berufliche Vorsorge festgelegt hat.
Mitteilung APK / SRF / AZ
Le Grand Conseil se crée un flou juridique
Les députés genevois ont voté deux projets de loi pour recapitaliser la Caisse de prévoyance de l’Etat. Mais ces textes sont contradictoires.
PK Freiburg: Drei Varianten, ein Ziel
Die PK des Kts. Freiburg muss saniert werden. Folgendes ist vorgesehen:
- Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat
- Drei Varianten sollen Rentenkürzungen abfedern.
- Je nach Variante beträgt die Einbusse 11,5 bis 15 Prozent.
- Steuerzahler müssen für den Übergang 400 bis 600 Mio. Franken zahlen.
- Zusätzlich leistet der Staat 350 Mio. Franken für eine Rekapitalisierung.
Bis Mitte März ist der Vorschlag der Regierung nun in der Vernehmlassung. Dann wird das Parlament darüber beraten. Das letzte Wort hat das Volk. Zudem hat die Regierung im Internet einen Rentenrechner aufgeschaltet. Dort können die Versicherten berechnen, wie sich die drei Varianten auf ihre persönliche Situation auswirken.
BGer: Stäfa unterliegt BVK
Fast sieben Jahre nach dem Ausstieg ist das Kapitel BVK für Stäfa wohl abgeschlossen. Stäfa hatte die Pensionskasse der Angestellten des Kantons aus finanziellen Gründen verlassen. Die Geschichte endet jetzt mit einem negativen Schlusspunkt für die Stäfa. Finanziell kommen die Gemeinde und damit auch ihre Angestellten schlechter weg, als sie erhofft hatten. Konkret geht es um die Frage, ob die Gemeinde korrekt ausbezahlt wurde. Stäfa vertrat die Meinung, die BVK schulde der Gemeinde noch Geld.
Das Bundesgericht hat jetzt aber entschieden, dass die Auszahlung korrekt war. Der Knackpunkt war der Zeitpunkt der letzten Auszahlung, 16 Monate nach dem Stichtag. Die Gemeinde ist der Ansicht, dass die Schlusszahlung über 4,3 Millionen Franken der erfolgten Vermögensveränderung hätte angepasst werden müssen. Die finanzielle Situation der Pensionskasse habe sich seit dem Austritt der Gemeinde deutlich verbessert. Die Gemeinde muss somit auf rund 400’000 Franken verzichten.
Keine Kohle für die Kohle
Der Tages-Anzeiger berichtet über das Vorhaben der PK der Stadt Zürich, ihre Anlagen in Branchen mit Bezug auf fossile Energien stark zu verringern.
Die Anlagekommission der Pensionskasse hat eine Klimastrategie für Aktien erarbeitet und dem Stiftungsrat zur Kenntnis gebracht. Der wichtigste Punkt: Bis 2024 will die Pensionskasse, die das Vorsorgevermögen von 33’500 Mitarbeitern und 18’500 Pensionierten verwaltet, ihren CO2-Fussabdruck im Vergleich zum Jahr 2016 halbieren. (…)
Treffen wird es 21 – namentlich nicht genannte – Firmen, die Kohle fördern, und weitere 41 Firmen, bei denen der Anteil von Kohle in der Stromproduktion bei zwei Drittel oder mehr liegt. Die Stromproduktion aus Kohle sei punkto Treibhausgasemissionen von allen fossilen Energieträgern «deutlich am ineffizientesten», heisst es im 32-seitigen Bericht der Pensionskasse. Jene Stromunternehmen, die den Kohleanteil unter 50 Prozentdrücken können, möchte die Pensionskasse aber wieder in ihr Anlageuniversum aufnehmen.
Zusätzlich zum vollständigen Ausschluss gewisser Firmen will die Pensionskasse die Aktien bestimmter anderer Unternehmen untergewichten. Insbesondere werden die beiden Sektoren Erdöl und Gas sowie Versorger gegenüber der Marktkapitalisierung halbiert. Die Folge: Das Portfolio wird weniger fossil geprägt sein, also nicht mehr jenen ausgewogenen Aktienmix enthalten, der die Verlustrisiken üblicherweise minimiert. (…)
Gemeinderat Markus Knauss (Grüne) hält es zwar für positiv, dass die Pensionskasse nun auf Anlagen in Kohlefirmen verzichten will. «Allerdings ist es schockierend zu sehen, wie viele Investitionen bis heute immer noch in Kohle getätigt worden sind, und das in einer Stadt notabene, die sich seit Jahren schon zum Ziel gesetzt hat, den Ausstoss von CO2 auf 1 Tonne zu begrenzen.» Knauss fordert die Pensionskasse auf zu definieren, bis wann der vollständige Ausstieg aus der Kohlewirtschaft erfolgen könne.
Auch die Bürgerlichen zeigen sich nicht zufrieden mit der Strategie. FDP-Fraktionschef Michael Schmid spricht von einem «willkürlichen und widersprüchlichen» Konzept. Warum soll der CO2-Fussabdruck gerade um 50 Prozentsinken? Warum bis 2024?, fragt Schmid. Für ihn ist klar: Der CO2-Fussabdruck des Aktienvermögens hat auf die Treibhausgasemissionen «keinerlei Einfluss». «Die Unternehmen, deren Aktien die Pensionskasse verkauft, bestehen ja genau gleich weiter. Ebenso wie deren Treibhausgasemissionen.»


