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Sanierung SBB-PK: economiesuisse will keine weiteren Steuergelder einschiessen

18. September 2008 By pwirth in Pensionskassen

economiesuisse schreibt in einem Beitrag zur Vernehmlassung über die (erneute) Sanierung der SBB-Pensionskassen: «Der Bundesrat stellt mit der Vernehmlassungsvorlage zur Sanierung der SBB-Pensionskasse ein Wunschkonzert von vier Varianten mit unterschiedlichen Kostenfolgen zur Auswahl. Bis zu drei Milliarden Steuerfranken sollen eingeschossen werden. Aus Sicht von economiesuisse kommt dies nicht in Frage. Für die Wirtschaft wäre einzig Variante 4 „Sanierung ohne Bundeshilfe“ denkbar.

(…) Anstatt das Heft in die Hand zu nehmen und die notwendigen Sanierungsmassnahmen in der Pensionskasse einzuleiten, rufen die SBB-Verantwortlichen nach neuen Steuergeldern. Weitere Steuermittel wären aber ein falsches Signal an andere öffentliche Pensionskassen und sind sowohl aus finanz- als auch wettbewerbspolitischen Gründen abzulehnen. Beispielsweise müssen auch die privaten Bahnen, die im Güterverkehr in Konkurrenz zur SBB stehen, die Sanierung ihrer Pensionskasse aus eigener Kraft regeln. Würde der Bund als Eigner der SBB dieser eine Milliardenspritze verpassen, käme dies einer krassen Wettbewerbsverzerrung gleich.»

economiesuisse

Sterblichkeit 2006: Sinkende Mortalitätsraten, mehr Demenzfälle

18. September 2008 By pwirth in Statistik

admin In der Schweiz wird eine zunehmende Zahl von Todesfällen infolge Demenz beobachtet, wie das  Bundesamt für Statistik (BFS) in der soeben veröffentlichten Todesursachenstatistik 2006 feststellt. Weiterhin die häufigsten Todesursachen bleiben die Herzkreislauferkrankungen und Krebs, auch die Unfälle und gewaltsamen Todesfälle sowie die Atemwegserkrankungen sind zahlenmässig bedeutsam.  Am stärksten abgenommen haben die Todesfälle infolge von Herzkreislaufkrankheiten. Bei den Diagnosen Aids, Diabetes und Asthma sind die vor dem 70. Altersjahr verlorenen potenziellen Lebensjahre am deutlichsten zurückgegangen.

Potenziell verlorene Lebensjahre
Potenziell verlorene Lebensjahre sind ein Indikator für Krankheiten, bei welchen sich präventive und therapeutische Anstrengungen besonders lohnen. Die Altersgrenze von 70 Jahren wird international häufig verwendet. Im Jahr 2006 starben in der Schweiz 14’000 Personen vor dem 70. Altersjahr. Die Summe ihrer potenziellen Lebensjahre bis 70, welche durch den vorzeitigen Tod verloren gingen, liegt bei 190’000 Jahren. Ein Drittel dieser verlorenen Jahre geht auf das Konto von Krebs, ein Viertel auf das Konto von Unfällen, gewaltsamen Todesfällen und anderen äusseren Ursachen, weitere 15% beruhen auf Herzkreislaufkrankheiten. Die Zahl der verlorenen potenziellen Lebensjahre hat in den letzten 10 Jahren um 52’000 Jahre oder 21% abgenommen. Am deutlichsten wurden die vorzeitigen Todesfälle bei Aids (minus 87%), bei Asthma (minus 71%) und bei Diabetes (minus 48%) reduziert. Parallel zur Abnahme der Todesfälle im Alter von unter 70 Jahren steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an.

Mitteilung BfS

SGB: "Kein Mindestzins unter 2.25%"

18. September 2008 By pwirth in Aktuell, Gesetzgebung

sgb SGB, Travail.Suisse und KV Schweiz fordern den Bundesrat im Rahmen der Anhörung der  Sozialpartner auf, den Mindestzinssatz BVG für 2009 nicht unter 2.25 % festzusetzen. In einer  Medienmitteilung heisst es dazu u.a.:

«Die Vorsorgeeinrichtungen leiden gegenwärtig unter den Auswirkungen der Finanzmarktkrise, was eine Senkung des Mindestzinssatzes grundsätzlich rechtfertigt. In den letzten Jahren ist der Mindestzinssatz gemessen an den Renditen der Vorsorgeeinrichtungen jedoch systematisch zu tief gewesen. Er ist auch in den Jahren mit guten bis hervorragenden Renditen der Vorsorgeeinrichtungen auf mickrigen 2.25 % – 2.50 % geblieben.

Wir warnen auch eindringlich davon, den Mindestzins so tief anzusetzen, dass die Versicherten den Eindruck erhalten, berufliche Vorsorge lohne sich nicht mehr für sie. In der Tat liegt der Mindestzinssatz seit langem und auch jetzt unter dem Kassazinssatz von langjährigen Bundesobligationen (3.19 % für 20-jährige Obligationen, 3.27% für 30-jährige). Ein systematisch zu tiefer Mindestzinssatz untergräbt das Vertrauen in die berufliche Vorsorge. Daran kann auch der Bundesrat kein Interesse haben!»

Mitteilung SBG

Beobachter: «Junge Familien sind stärker armutsgefährdet als Rentner»

18. September 2008 By pwirth in Medien

image«Alle reden vom Generationenkrieg – nur die Soziologen nicht: François Höpflinger  stellt gute Beziehungen zwischen Alt und Jung fest, sieht aber Konfliktpotential», schreibt der Beobachter zu einem Interview mit dem Sozialogen François Höpflinger.

Li: Neuer Rückversicherer für Pensionskassen

16. September 2008 By pwirth in Assekuranz

Die Swiss Re, die Liechtensteinische Landesbank LLB und die Beratungsgesellschaft für die zweite Säule AG bauen gemeinsam einen neuen Rückversicherer für Pensionskassen auf. Dieser hat seinen Sitz in Liechtenstein. Der designierte Geschäftsführer und Mitgründer der neuen Gesellschaft Elips Life, Peter Eugster (Bild links), bestätigt, dass die Firma in Gründung sei. Swiss Re und LLB werden mit je 48% an Elips Life beteiligt sein, schreibt die NZZ am Sonntag.

Eugster war bis Ende vergangenen Jahres Geschäftsführer der PK Rück, nach deren Vorbild nun die neue Elips Life aufgebaut werden soll. Zu seinem Rücktritt von der PK Rück sagt Eugster in der NZZaS: «Wir hatten verschiedene strategische Auffassungen.» Dass Eugster, kaum weg von der PK Rück, nun mit Elips Life das Geschäftsmodell der PK Rück kopiert, hat Erstaunen ausgelöst. Eugster dazu: «Das von mir entwickelte Geschäftsmodell der PK Rück ist erfolgreich. Wir wollen es nun weiterentwickeln und auf zusätzliche Kundensegmente ausweiten. Elips ist mehr als nur ein weiterer Rückversicherer.» Mit Swiss Re und LLB im Rücken will Eugster nicht nur in der Schweiz, sondern europaweit tätig sein.

In der NZZaS heisst es weiter: «Mit der Beteiligung an Elips Life hilft Swiss Re, ein Geschäftsmodell aufzubauen, das sie gleichzeitig bei der PK Rück selber rückversichert. Dieses Vorgehen befremdet den Verwaltungsrat der PK Rück. Man werde über die Bücher gehen, was den eigenen Rückversicherer angehe. Bei Elips ist die Swiss Re nicht nur Kapitalgeber, sondern darüber hinaus auch Rückversicherer. Initiant der neuen Firma ist allerdings Eugster, wie dieser bestätigt, und nicht die Swiss Re. Letztere kommentiert das Ganze nicht. Die Liechtensteinische Landesbank wiederum will mit der Beteiligung an Elips Life stärker in der Vorsorgewelt Liechtensteins Fuss fassen.» Laut Hanspeter Tobler, Nachfolger von Eugster, weisen die der PK Rück angeschlossenen PKs heute 92’000 Versicherte auf.

Herbstsession: Ständerat genehmigt Strukturreform

16. September 2008 By pwirth in Gesetzgebung

parlament Der Ständerat hat als Erstrat die Neustrukturierung der Aufsicht über die Vorsorgeeinrichtungen genehmigt. Mit dem Bundesrat beschloss der Ständerat, die direkte Aufsicht über die zweite Säule zu kantonalisieren, das heisst alle rund 2600 Vorsorgeeinrichtungen einer kantonalen Aufsichtsbehörde zu unterstellen. Dazu sollen die Kantone Aufsichtsregionen bilden.

Die heutige Direktaufsicht des Bundes über Vorsorgeeinrichtungen mit nationalem und internationalem Charakter übernehmen die Kantone. Für die Oberaufsicht sorgt neu statt des Bundesrates eine weisungsunabhängige Kommission. Sie soll die Tätigkeit der Aufsichtsbehörden überwachen und für einheitliche Standards sorgen.

Die eidgenössische Oberaufsichtskommission besteht aus sieben bis neun Sachverständigen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer ordnen je einen Vertreter ab. Die SP-Kommissionsminderheit machte sich im Interesse der «Praxisnähe» erfolglos für je zwei Vertreter der Sozialpartner stark.

Neu werden die Anforderungen an die Integrität und Loyalität von Pensionskassenverwaltern präzisiert. Den seiner Ansicht nach zu subjektiven Begriff des «guten Rufs» strich der Rat dabei mit knappem Mehr aus dem Gesetz. Bundesrat und Parlament möchten vorab Interessenskonflikten vorbeugen. Verboten werden soll so das «parallel running»,

Den Vorsorgeeinrichtung sind Vermögensvorteile wie Provisionen, Kickbacks und Rabatte zwingend abzulieferen. Bestimmte Geschäfte sind zudem von der Revisionsstelle vorab zu prüfen. Die in dieser Richtung erweiterte Strukturreform passierte mit 35 zu 0 Stimmen.

Mit 34 zu 0 Stimmen angenommen wurden die Massnahmen, mit denen man ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt erhalten will. Die Reglemente sollen den Versicherten insbesondere die Möglichkeit geben, die Folgen von Lohnreduktionen beim Kürzertreten durch erhöhte eigene Beiträge ab 58 Jahren teilweise aufzufangen. Wer über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeitet, soll zudem bis zum Alter von 70 Jahren weiter versichert werden können. Die so zusätzlich in die berufliche Vorsorge fliessenden Beiträge verbessern die späteren Altersleistungen.

Ratsdebatte / Bericht NZZ

Bignasca verliert Mandat in der Pensionskasse Luganos

16. September 2008 By pwirth in Personelles

Der Präsident der Tessiner Lega, Giuliano Bignasca, verliert sein Mandat im Verwaltungsrat der Luganeser Pensionskasse. Das Gremium warf ihn aus dem Verwaltungsrat, weil er wiederholt Amtsgeheimnisse veröffentlicht hatte.

NZZ

Li: Profond gründet Euvidea in Vaduz

16. September 2008 By pwirth in International, Pensionskassen

«Liechtenstein bietet gute Rahmenbedingungen für Pensionsfonds», sagt Herbert Brändli, Verwaltungsratspräsident der neu gegründeten Euvidea. Der aus Vaduz geleitete Pensionsfonds ist der dritte in Liechtenstein, seit diese Vorsorgeeinrichtungen anfangs 2007 gesetzlich ermöglicht wurden. Vorerst beschäftigt Euvidea drei Mitarbeiter in der Administration, bis Ende nächsten Jahres könnten es zehn sein.

Hinter Euvidea steht allen voran die Schweizer Pensionskasse Profond, bei der Brändli als Stiftungsratspräsident amtet. Da die Schweiz nicht im EWR ist, kam sie jedoch als Sitz für den international ausgerichteten Pensionsfonds nicht infrage. Sonst müsste in jedem Land, wo Euvidea aktiv wird, eine Bewilligung eingeholt und eine Geschäftsstelle eingerichtet werden. Vom Standort Liechtenstein aus gibt es solche Probleme nicht. Alle EWR-Länder stehen dem neuen Pensionsfonds offen.

Euvidea hat als erstes Deutschland im Auge. Dort müssen seit 2002 zwar zwingend alle Firmen etwas für den Ruhestand ihrer Mitarbeiter zur Seite legen. Allerdings verfügt etwa die Hälfte der Unternehmen nicht über eine externe Vorsorgeeinrichtung. Die Pensionsvermögen werden stattdessen intern in Form von Rückstellungen gehalten. Dies führt zu aufgeblähten Bilanzen und unnötigen Risiken, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben. «Viele Unternehmen überlegen sich deshalb momentan, wie sie ihre Pensionsverpflichtungen aus ihren Bilanzen bringen können», sagt Brändli. Davon könne Euvidea profitieren, heisst es im Liechtensteiner Vaterland.

Obwohl Pensionsfonds auf eine EWR-Richtlinie zurückgehen, sind die Rahmenbedingungen nicht überall gleich. Dadurch kann sich Liechtenstein von anderen EWR-Ländern abheben. «Wir können langfristig anlegen, was angesichts des langfristigen Horizonts angebracht ist. Liechtensteiner Pensionsfonds dürfen darum auch vorübergehend eine Unterdeckung aufweisen, wenn es wegen höherer Risiken Verluste gibt», sagt Brändli. Pensionsfonds nach deutschem Recht müssten dagegen jedes Jahr positiv abschliessen, da eine Unterdeckung verboten ist. Dies zwingt die Vorsorgeeinrichtungen zu einer sehr konservativen Anlagestrategie, die viel zu kurzfristig ausgerichtet werden muss. Darum kann von deutschen Pensionsfonds auch nur eine tiefe Rendite erwartet werden.

Neben Deutschland will man sich gemäss Brändli in einem ersten Schritt vor allem auf Österreich konzentrieren. Ausserdem spielen Italien und Frankreich eine Rolle. «Bei Profond haben wir Kunden im Tessin und in der Westschweiz. Diese sind teilweise länderübergreifend tätig, was für einen Teil der Mitarbeiter keine befriedigende Vorsorgelösung zuliess. Mit dem international ausgerichteten Pensionsfonds bestehen diese Probleme nicht mehr», so Brändli. Bezüglich Unternehmensgrösse stehen besonders grössere, grenzüberschreitend aufgestellte Firmen im Vordergrund, die mehrere Hundert Mitarbeiter beschäftigen.

Euvidea wird auf absehbare Zeit nicht die letzte Neugründung eines Liechtensteiner Pensionsfonds sein. Bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) sind zurzeit weitere drei Bewilligungsgesuche pendent. Zudem gibt es laut FMA-Chef Mario Gassner laufend Anfragen. Allerdings hat die Steuerdebatte der jungen Branche einen Dämpfer versetzt, wurden doch seit Februar keine neuen Gesuche mehr eingereicht.

Euvidea / Liechtensteiner Vaterland

BSV: "Die IV-Reform ist auf Kurs"

12. September 2008 By pwirth in Sozialversicherung

admin «Die erste Bilanz der 5. IV-Revision ein halbes Jahr nach Inkrafttreten sieht gut aus: Die Entwicklung von der Renten- zur Integrations-Versicherung ist angelaufen und lässt sich mit den Zahlen des ersten halben Jahres belegen», schreibt das BSV in einer Mitteilung. Mit 800 Meldungen pro Monat sei die Früherfassung von Problemen am Arbeitsplatz ein Erfolg. Die Zahl der neu zugesprochenen IV-Renten nahm nochmals leicht ab und liegt heute 35% tiefer als im Jahr 2003.

Mitteilung BSV

Die nächsten Etappen zur Sanierung der Invalidenversicherung

10. September 2008 By pwirth in Gesetzgebung, Sozialversicherung

admin Nach Ansicht des Bundesrats sind die notwendigen Reformen zur Sanierung der Invalidenversicherung in zwei Schritten anzugehen: In einem ersten Paket sollen unverzüglich Massnahmen vorbereitet werden, die kurzfristig in die Wege geleitet werden können, ein zweites Paket mit Massnahmen, deren Vorbereitung mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll bis Ende 2010 erarbeitet werden, wie es dem Auftrag des Parlaments entspricht. Damit wird die nachhaltige Sanierung der IV ab 2017 gesichert.

Die Zusatzfinanzierung für die IV, die das Parlament verabschiedet hat und die von Volk und Ständen im nächsten Jahr noch bestätigt werden muss, bringt nur eine vorübergehende Entlastung auf der Einnahmenseite. Nach 2017 muss die IV wieder ohne den Ertrag aus dem Mehrwertsteuer-Zuschlag auskommen, die Sparmassnahmen müssen bis zu diesem Zeitpunkt ihre volle Wirkung entfalten. Darum ist es nach Ansicht des Bundesrates wichtig, mit deren Vorbereitung nicht zuzuwarten, bis über die Zusatzfinanzierung entschieden ist.

Mitteilung BSV

Die nächsten Etappen zur Sanierung der Invalidenversicherung

10. September 2008 By pwirth in Gesetzgebung, Sozialversicherung

Nach Ansicht des Bundesrats sind die notwendigen Reformen zur Sanierung der Invalidenversicherung in zwei Schritten anzugehen: In einem ersten Paket sollen unverzüglich Massnahmen vorbereitet werden, die kurzfristig in die Wege geleitet werden können, ein zweites Paket mit Massnahmen, deren Vorbereitung mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll bis Ende 2010 erarbeitet werden, wie es dem Auftrag des Parlaments entspricht. Damit wird die nachhaltige Sanierung der IV ab 2017 gesichert.

Die Zusatzfinanzierung für die IV, die das Parlament verabschiedet hat und die von Volk und Ständen im nächsten Jahr noch bestätigt werden muss, bringt nur eine vorübergehende Entlastung auf der Einnahmenseite. Nach 2017 muss die IV wieder ohne den Ertrag aus dem Mehrwertsteuer-Zuschlag auskommen, die Sparmassnahmen müssen bis zu diesem Zeitpunkt ihre volle Wirkung entfalten. Darum ist es nach Ansicht des Bundesrates wichtig, mit deren Vorbereitung nicht zuzuwarten, bis über die Zusatzfinanzierung entschieden ist.

Mitteilung BSV

SGK-N für verlangsamte Anpassung des Umwandlungssatzes

10. September 2008 By pwirth in Gesetzgebung

parlament Über die im Ständerat gescheiterte Rentenkürzung bei der Zweiten Säule entscheidet in der Herbstsession der Nationalrat. Seine Sozialkommission (SGK) will den Umwandlungssatz etwas weniger rasch senken als der Bundesrat. Heute beträgt der Mindestsatz für Männer 7,05 und für Frauen 7,1 Prozent.

Gemäss der 2003 beschlossenen 1. BVG-Revision sinkt er bis 2014 schrittweise auf 6,8 Prozent. Wegen der höheren Lebenserwartung und der langfristig tieferen Renditeaussichten schlug der Bundesrat neu schon für 2008 eine Senkung auf 6,9 Prozent und dann einen etappenweisen weiteren Abbau auf 6,4 Prozent bis 2011 vor. Eine Satzsenkung um 0,5 Prozent bedeutet eine etwa um 8 Prozent tiefere Rente. Dieses Tempo war dem Ständerat zu rasant. Im Sommer 2007 lehnte die kleine Kammer die Vorlage in der Gesamtabstimmung mit 22 zu 11 Stimmen ab. Zur grundsätzliche opponierenden SP gesellten sich dabei die SVP und eine Mehrheit der FDP, weil der Rat ihrer Ansicht nach zu stark auf die Bremse getreten war.

Gegen den Widerstand der Linken beschloss die SGK des Nationalrates im April mit 14 zu 9 Stimmen Eintreten. In der Gesamtabstimmung hiess sie nun die Vorlage mit 15 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung gut, wie ihr Präsident Jürg Stahl (SVP/ZH) am Dienstag den Medien mitteilte. Nur das Tempo will sie etwas drosseln. Statt innert dreier Jahre wie die Landesregierung strebt die Kommissionsmehrheit laut Stahl den Satz von 6,4 Prozent erst fünf Jahre nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung an. Bei einem Inkrafttreten Anfang 2010 gälte der neue Mindestsatz demnach ab 2015.

Im April hatte die SGK die Beratungen unterbrochen, weil sie gleichzeitig die umstrittene Legal Quote für die Überschussbeteiligung der Versicherung neu regeln wollte. Mit einer Subkommission kam sie nun zum Schluss, dass dieses Problem nicht mit der Absenkung des Umwandlungssatzes gekoppelt werden sollte. Das Geschäft wird am 30.9. im Nationalrat behandelt.

Unbestritten war eine Initiative von Ruedi Rechsteiner (SP/BS). Sie verlangt, dass bei der Teilliquidation von Vorsorgeeinrichtungen die Wertschwankungsreserven anteilsmässig nach den gleichen Prinzipien mitgegeben werden müssen wie die versicherungstechnischen Rückstellungen. Dies soll künftig eine Benachteiligung der Wegzüger gegenüber jenen verhindern, die bei der Vorsorgeeinrichtung bleiben. Die Verwaltung wird nun dem Bundesrat eine entsprechende Verordnungsänderung unterbreiten.

Mitteilung SGK

Erich Peter: Das IKS in der beruflichen Vorsorge

9. September 2008 By pwirth in Aktuarielles, Medien

Erich Peter «Art. 728 a Obligationenrecht (OR) – in Kraft seit 1. Januar 2008 – verlangt, dass die Revisionsstelle bei Aktiengesellschaften unter anderem auch die Existenz eines internen Kontrollsystems (IKS) prüft und bestätigt. Diese Bestimmung ist auf  Vorsorgeeinrichtungen nicht anwendbar. Entsprechend kann auch der neue Prüfungsstandard (PS) zur Prüfung der Existenz des IKS (PS 890) auf Vorsorgeeinrichtungen nicht unbesehen angewendet werden. Daraus zu schliessen, dass Vorsorgeeinrichtungen deshalb über kein System interner Kontrollen verfügen müssen, wäre hingegen falsch», schreibt Erich Peter, Chef des Amts für Berufliche Vorsorge des Kt. Zürich in einem Beitrag im Treuhänder 09/2008.

Und als Fazit hält er folgerichtig fest, dass sowohl registrierte wie nicht registrierte Vorsorgeeinrichtungen «über ein geeignetes System interner Kontrollen verfügen (müssen), da dies zwingend zu einer sachgemässen Organisation gehört. Die sachgemässe Organisation ist als Teil der rechtmässigen Geschäftsführung von der Revisionsstelle zu prüfen und in der Bestätigung der Rechtmässigkeit der Geschäftsführung enthalten.» Womit offenbar die fehlende gesetzliche Vorschrift wettgemacht wäre.

Beitrag Treuhänder

Treuhänder: ALM-Studien bei Vorsorgeeinrichtungen

9. September 2008 By pwirth in Aktuarielles, Medien

imageimageimage Asset und Liability Management (ALM) bei Vorsorgeeinrichtungen ist zurzeit aufgrund der geplanten gesetzlichen Änderungen (Strukturreform) in aller Munde. Der Beitrag im Treuhänder 09/2008 von Ludmila Bertschi, Peter Zanella und Nathalie Munaretto (Watson Wyatt) schafft einen Überblick über die in der Praxis angewandten ALM-Modelle. Zudem wird den Pensions- kassenverantwortlichen eine Checkliste als Instrument zur Überprüfung und Verifizierung von ALM-Studien in die Hand gegeben.

Die drei Autoren verweisen in ihrem Beitrag aber auf damit verbundene Probleme. Sie halten fest: «Die in der Praxis erstellten ALM-Studien variieren stark in Abhängigkeit vom Anlass, der Pensionskasse und dem jeweiligen Anbieter. Eine Verifizierung und Überprüfung einer ALM-Studie ist nur möglich, wenn das verwendete ALM-Modell, die verwendeten Parameter und Grundlagen, sowie die Berechnungsmethode in der Studie offengelegt werden. Es wäre wünschenswert, wenn ein Fachgremium, im Sinne einer Selbstregulierung, verbindliche Vorgaben zur Offenlegung herausgeben würde.»

Treuhänder

Baisse du taux de conversion à 6,2% en discussion au National

9. September 2008 By pwirth in Gesetzgebung, Medien

Les futurs rentiers du 2e pilier échapperont difficilement à une baisse de leur rente. Par 15 voix contre 8, la commission de la sécurité sociale du National propose au plénum de réduire progressivement le taux de conversion à 6,4% en cinq ans.

La commission a suivi dans les grandes lignes le projet du Conseil fédéral. Seule différence, elle propose au National, qui se prononce à fin septembre, d’étaler l’adaptation du taux sur cinq ans au lieu de trois, a indiqué son président Jürg Stahl (UDC/ZH) devant la presse. Comme la révision de la LPP n’entrera vraisemblablement pas en vigueur avant 2010, la baisse ne serait achevée qu’en 2015 avec ce modèle.

Le plénum devra se prononcer sur différentes minorités. L’une propose de ne pas entrer en matière sur cette réforme. Une autre veut adoucir le sort des personnes touchant une rente très basse, a indiqué Thérèse Meyer (PDC/FR). L’idée de prolonger le délai transitoire sur une période plus longue n’a en revanche plus été débattu en commission.

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Politik im Vermietungsgeschäft
Die Basler PK will mit ihren Immobilien in Genf eine angemessene Rendite erzielen. Das stört die Linke. Link

OAK auf dem Holzweg
Die Oberaufsicht will sich mit der risikobasierten Aufsicht einen alten Traum verwirklichen. Experte Roger Baumann hält nichts davon. Link

Bloss keine Reform
Die SGK-N wagt mit zwei BVG-Änderungen einen neuen Reformanlauf. Der ASIP reagiert heftig. Link

inter-pension not amused
Die OAK will den Handlungsspielraum der Sammelstiftungen noch weiter engen. Ihr Verband wagt ein skeptisches Räuspern. Link

Novas Erbe
Mathieu Erb folgt auf Colette Nova im BSV. Link

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