“Chaos im Ausweis der Vermögensverwaltungskosten …”
André Egli und Mario Niedergerber von balmeretienne befassen sich im Bulletin “bvginfo” mit den Weisungen der OAK zu den Vermögensverwaltungskosten. Zusammenfassend halten sie fest: “Mit der schnellen Einführung der Strukturreform und aufgrund der verspäteten Weisung der OAK ergibt sich nun ein Dilemma. Wie soll per Ende 2012 der Ausweis der Vermögensverwaltungskosten erfolgen? Es ist nicht klar, welche Zahlen wo, wie und ab wann ausgewiesen werden müssen. Die Vorschriften nach Art. 48a Abs. 3 BVV2 sind seit 1. Januar 2012 in Kraft. Wir empfehlen daher, diese Vorschriften mit einem pragmatischen Ansatz umzusetzen. Unseres Erachtens ist die in der Grafik dargestellte dreistufige Methode ein probates Mittel dafür.
Fazit Die Weisung der OAK wird im 1. Halbjahr 2013 definitiv. Es ist zu hoffen, dass die definitive Version Aspekte der Wesentlichkeit und der Praktikabilität berücksichtigt. Vor allem die Verbuchung der Stufe 2 in der Betriebsrechnung ist für uns fragwürdig. Schlussendlich soll aus der ganzen Übung ein Mehrwert für die Vorsorgeeinrichtungen entstehen.”
Immobilien für 290 Mio. als Sacheinlage
Die Avadis Anlagestiftung hat per 1. Januar 2013 19 Immobilien der Pensionskasse Alcan Schweiz im Wert von über 286 Millionen Franken als Sacheinlage übernommen. Das Portfolio mit Schwergewicht Wohnungen wurde bisher im Direktbesitz verwaltet. Die Liegenschaften befinden sich in der Stadt Zürich und in Seegemeinden des Kantons Zürich. Für die Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts: Die Liegenschaften bleiben in ihrer heutigen Form erhalten.
Die Pensionskasse Alcan Schweiz zeichnete im Gegenzug Anteilscheine an den Anlagegruppen Immobilien Schweiz Wohnen beziehungsweise Immobilien Schweiz Geschäft von Avadis. Die Transaktion ist eine der grössten Sacheinlagen der letzten fünf Jahre in der Schweiz.
BVK: Information über Abstimmungsverhalten
Die Zürcher BVK orientiert auf ihrer Website detailliert über ihr Abstimmungsverhalten an den GVs der grosskapitalisierten Standardwerte innerhalb des SMI. Es können dazu jeweils Traktandenliste und Abstimmungsverhalten eingesehen werden.
Die BVK hat rund 8% ihrer Kapitalanlagen im Schweizer Aktienmarkt investiert. Bereits seit 2009 nimmt die BVK ihr Stimmrecht bei den SMI-Titeln aktiv wahr. Vor Generalversammlungen entscheiden die Mitglieder des Investment Committees über das Stimmverhalten der BVK. Dabei stehen dem Investment Committee die Stimmempfehlungen der Ethos-Stiftung konsultativ zur Verfügung. Die BVK beauftragt daraufhin den unabhängigen Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung der Stimmrechte vor Ort.
Konkubinat und Pensionskasse – wie ist Begünstigung geregelt?
Infos auf der Website des SVV.
Motion Aeschi: Freie PK-Wahl als Folge der Annahme der Abzocker-Initiative
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Umsetzung der Abzocker-Initiative die freie Pensionskassenwahl zu garantieren, damit PK-Versicherte bei Unzufriedenheit mit dem Stimmverhalten ihrer Pensionskasse auch tatsächlich eine Wahlmöglichkeit haben und ihr Anlagevermögen zu einer anderen Pensionskasse transferieren können.
Begründung: Die eidgenössische Volksinitiative "gegen die Abzockerei", welche am 3. März 2013 mit einer Zustimmung von 68 Prozent vom Schweizer Volk angenommen wurde, verlangt in Artikel 95 Absatz 3 litera a: "Die Pensionskassen stimmen im Interesse ihrer Versicherten ab und legen offen, wie sie gestimmt haben." Um diese Verfassungsbestimmung im Gesetz umzusetzen, muss zwingend die freie Pensionskassenwahl garantiert werden. Nur so wird sichergestellt, dass PK-Versicherte bei Unzufriedenheit mit dem Stimmverhalten ihrer Pensionskasse auch tatsächlich eine Wahlmöglichkeit haben und ihr Anlagevermögen zu einer anderen Pensionskasse transferieren können, welche auch tatsächlich in ihrem Interesse abstimmt.
Selbständigerwerbend – kann ich das Pensionskassenkapital beziehen?
Auf der SVV-Website werden die Voraussetzungen einer selbständigen Tätigkeit dargestellt.
Auswirkungen der Minder-Initiative auf die PKs
PPCmetrics hat detailliert die Auswirkungen der vom Volk angenommenen Initiative “gegen die Abzockerei” auf die Pensionskassen aufgelistet. Die Folien können hier heruntergeladen werden.
ASIP zur Abzocker-Abstimmung
Der Pensionskassenverband ASIP schreibt in einer Mitteilung zum Ergebnis der Abzocker-Abstimmung: “ASIP bleibt bei seiner Position: Aktionärsrechte stärken – ja, aber nicht zulasten der Versicherten. Der ASIP nimmt zur Kenntnis, dass das Volk sich für die Initiative entschieden hat. Der Gegenvorschlag ist damit vom Tisch. Bundesrat und Parlament müssen nun auf einem weissen Blatt Papier mit der Umsetzung der Initiative beginnen. Die zu findenden Lösungen müssen einerseits die Abzockerei wirkungsvoll bekämpfen, andererseits den Mehraufwand für Pensionskassen aber so gering wie möglich halten. Der ASIP wird sich für eine praxistaugliche, kostenoptimierte Umsetzung der Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch Pensionskassen einsetzen.”
Susanne Haury von Siebenthal verlässt Publica
Die langjährige Leiterin des Asset Managements und Stv. Direktorin, Susanne Haury von Siebenthal, verlässt die Publica per 30. Juni 2013 und wendet sich neuen Aufgaben zu. Unter Ihrer Führung wurde das Asset Management gemäss Darstellung der Kasse “in professioneller und sorgfältiger Weise weiterentwickelt und dafür gesorgt, dass Publica heute einen hervorragenden Ruf geniesst”. Das von ihr entwickelte Credo – “Publica investiert nicht in undurchsichtige Anlagevehikel” – wurde von allen Organen mitgetragen und vom Asset Management Team über Jahre erfolgreich umgesetzt, heisst es weiter. Ein Meilenstein war die Einrichtung zweier verschiedener Anlagestrategien für offene und für geschlossene Vorsorgewerke. Seit 2007 war Haury von Siebenthal ausserdem als stellvertretende Direktorin für die Gesamtführung des Unternehmens mitverantwortlich. Die Kasse bedauert den Austritt ihrer Anlagechefin sehr, bedankt sich “für das äusserst kompetente und verantwortungsbewusste Engagement und wünscht ihr für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Die Nachfolge ist zurzeit noch pendent; Publica wird darüber informieren.
CHSS 1/2013: Soziale Sicherheit–gestern und morgen
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift CHSS 1/2013 befasst sich mit den Schwerpunkten:
- Reform der Altersvorsorge 2020 (Sibel Oezen und Bernadette Deplazes, BSV)
- Handlungsbedarf und Handlungsfelder in der sozialen Krankenversicherung (Marie-Thérèse Furrer, BAG)
- Dezentral und fragmentiert: die Geschichte der sozialen Sicherheit seit Mitte des 19. Jahrhunderts (Prof. Martin Lengwiler, Universität Basel)
- Bundesamt für Sozialversicherung (Dr. Urs Germann, Historiker, Universität Basel)
- Unsicheres Alter, gesichertes Alter? (Matthieu Leimgruber, Universität Genf)
- Krankenversicherung: der lange Schatten des Föderalismus (Prof. Martin Lengwiler, Universität Basel)
SGB: Art 1e BVV2 streichen

Doris Bianchi, geschäftsführende Sekretärin des Schweiz. Gewerkschaftsbunds, begründet in einem Kommentar die Forderung des SGB für die Abschaffung der Strategiewahl in der beruflichen Vorsorge. Die Kadervorsorge soll keine weiteren Vergünstigung erfahren, die Vorsorge der tieferen Einkommensklassen nicht gefährdet werden.
SG: Umstrittener Beitrag der Versicherten an die PK-Sanierung
Die Sanierung der Pensionskasse der Staatsangestellten kostet den Kanton mehrere hundert Millionen Franken, die Volksabstimmung ist damit unumgänglich. Die Freisinnigen spitzen die Diskussion, wie stark sich die Arbeitnehmenden beteiligen sollen, auf diesen Tag an der Urne zu: Die Vorlage habe in der Volksabstimmung weit bessere Chancen, wenn die Staatsangestellten einen finanziellen Beitrag an die Sanierung der Kasse beisteuerten.
100 Millionen, dies die Vorstellung der vorberatenden Kommission, sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beisteuern; die Regierung erachtet 50 Millionen als angemessen SP und Grüne reagieren harsch auf den Vorschlag der vorberatenden Kommission. «Das Kantonsparlament schleicht sich damit aus der Verantwortung für die Deckungslücke bei der Pensionskasse», hält die Fraktion fest. Die Idee, die Versicherten mit 100 Millionen zu belasten, gehe «über die Grenze des Zumutbaren» hinaus. Die Freisinnigen halten dem entgegen: «Die Kosten ausschliesslich mit Steuergeldern zu decken, während die Staatsangestellten keinen Beitrag leisten müssen, ritzt das Gerechtigkeitsempfinden in arger Weise.» Zahlreiche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler müssen oder mussten selber auch ihre Pensionskasse mitsanieren – «es kommt somit zu einer Doppelbelastung».
NZZ: Kritik an neuen Richtlinien für Profi-Investoren
Die Richtlinien zur Ausübung der Aktionärsrechte durch Profi-Investoren sorgen für heftige Diskussionen. Kritiker sehen die Gefahr, dass sie das Aktienrecht verletzen. Den Hintergrund zu der Debatte bildet die «Abzocker»-Initiative, schreibt Michael Ferber in der NZZ.
OAK untersucht finanzielle Lage der PKs
Die Oberaufsichtskommission führt erstmals eine Früherhebung zur aktuellen finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen per 31.12.2012 durch. Die OAK koordiniert diese Erhebung zentral für alle BVG-Aufsichtsbehörden. Die bisherigen Umfragen der kantonalen und regionalen Aufsichtsbehörden zu Unterdeckungen und den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, die jeweils anfangs Jahr durchgeführt wurden, fallen damit weg.
Grundgesamtheit der Erhebung sind sämtliche Vorsorgeeinrichtungen (registrierte und nicht registrierte), die dem FZG unterstellt sind. Die Eingabe der Daten erfolgt durch die Vorsorgeeinrichtung Internet-basiert mittels elektronischem Fragebogen. Die Daten sind per 28.2.2013 abzugeben. Die OAK ist sich bewusst, dass es sich dabei mehrheitlich um nicht geprüfte Zahlen handelt.
Pension funds at ’significant‘ risk from holistic balance sheet complexity
High levels of complexity around the holistic balance sheet (HBS) approach in the revised IORP Directive, and member states‘ varying assumptions in testing the new supervisory tool, could lead to "significant" risks, the Dutch Pensions Federation has warned.
Releasing its position paper on the first quantitative impact study (QIS) for the revised IORP Directive, the association argued that the differing approaches taken by individual member states to calculate the components of the HBS could lead to different valuation outcomes and prudential conclusions.
According to the association, the first QIS exercise conducted by the European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) highlighted that a number of components within the HBS – such as the "strong" dependence on credit ratings and the fact some pension funds use deterministic calculations, as opposed to stochastic valuations – could increase risk for occupational pensions.


