BLPK: Hätte gerne Aufschub
Die Baselbieter Regierung soll beim Bund darum ersuchen, dass die Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) um ein Jahr auf den 1. Januar 2015 verschoben wird, berichtet die «Basler Zeitung». Die Arbeitsgemeinschaft Basellandschaftlicher Personalverbände hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Sie habe den Eindruck, dass die politischen Abläufe im Kanton massiv im Rückstand sind. Die sorgfältige Einführung einer neuen Pensionskassenlösung habe für die Arbeitnehmer aber höchste Priorität
Publica: BR will Schonung der Versicherten
Am 19. Dezember 2012 hat die Kassenkommission PUBLICA wegen des anhaltend tiefen Zinsniveaus beschlossen, den technischen Zinssatz per 1. Januar 2015 von 3,5 auf 2,75 Prozent zu senken. Dieser Beschluss hat eine neuerliche Senkung des Umwandlungssatzes zur Folge. Ohne flankierende Massnahmen der Arbeitgeber würde dies zu einer Senkung des bisherigen Vorsorgeniveaus der Versicherten führen.
Der Bundesrat will für die Mitarbeiter der Bundesverwaltung das Leistungsniveau weitgehend erhalten. Dieses Ziel soll einerseits durch Rückstellungen der Publica und andererseits durch die Erhöhung der individuellen Sparbeiträge umgesetzt werden. Die Erhöhung der Sparbeiträge soll sowohl durch den Arbeitgeber als auch durch die Arbeitnehmer finanziert werden. Um den Arbeitgeberanteil zu finanzieren, schlägt der Bundesrat vor, frei werdende und “frei zu spielende Mittel” einzusetzen, die bereits heute für die Personalvorsorge verwendet werden. Damit könnten die flankierenden Massnahmen ohne Verschlechterung des Bundeshaushalts finanziert werden.
Towers Watson: 2013 Update on Swiss Pension Legislation
In this issue Towers Watson provides a high-level overview on current legislative developments in Switzerland related to occupational pensions. The two most important aspects are the new rules on shareholder voting for pension funds as well as the implementation of the new provisions regarding governance and transparency requirements. Towers Watson also comments on a number of other legal changes which have been approved or are in the pipeline.
PensExpert: Erfolg mit freier Strategiewahl
PensExpert, gemäss eigener Einschätzung “Pionier im Bereich der individualisierten und flexiblen Vorsorgemodelle”, steigerte die betreuten Vermögen im vergangenen Jahr um 18% auf 2,25 (1,90) Mrd. Franken. Dieses Wachstum wird u.a. auf den Wunsch vieler Versicherter zurück geführt, die Anlagestrategie in der Vorsorge so weit wie möglich selber zu bestimmen.
Die einzelnen Vorsorgeangebote von PensExpert entwickelten sich unterschiedlich. So erzielte die überobligatorische Sammelstiftung PensFlex mit einem Vermögenszuwachs um 200 Mio. auf 960 Mio. Franken den stärksten Anstieg in ihrer nunmehr 13-jährigen Geschichte. Jörg Odermatt, CEO und Mitbegründer von PensExpert, sieht sich in seiner Aufbauarbeit klar bestätigt: „Dieses ausgezeichnete Resultat zeigt deutlich, dass immer mehr Versicherte Eigenverantwortung übernehmen und einen Teil ihrer beruflichen Vorsorgegelder mit freier Anlagestrategiewahl bewirtschaften wollen.“
PensFlex kann im Überobligatorium ab Jahreseinkommen von 126‘360 Franken als Ergänzung zu einer obligatorischen Vorsorgekasse eingesetzt werden. Das Modell ermöglicht es den Versicherten, ihre überobligatorischen Vorsorgevermögen im Rahmen der konservativen Anlagerichtlinien eigenverantwortlich zu bewirtschaften. Dabei profitieren sie von erhöhten Anlagechancen, müssen aber auch die Verlustrisiken tragen.
Flughafen Zürich weniger Gewinn wegen PK
Die gestiegenen Passagierzahlen haben dem Flughafen Zürich im vergangenen Jahr mehr Umsatz beschert. Die Flughafenbetreiberin nahm mit 948,8 Mio. Fr. 4,8% mehr ein als im Vorjahr. Allerdings wurde das Ergebnis durch einen neuen Anschlussvertrag des Unternehmens bei der Pensionskasse BVK belastet, der Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer enthält. Deshalb ging sowohl der Betriebsgewinn als auch der Reingewinn zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) betrug 390,7 Mio. Fr. (- 19,3%), wie der Flughafen Zürich mitteilt. Der Reingewinn sank gar um 44,2% auf 94,7 Mio. Fr. Unter Ausklammerung des Sondereffekts hätte er indessen um 13,1% zugelegt.
Ursprünglich hatte der Flughafen gehofft, dank einer Sonderregelung mit einem Betrag für die vollen Leistungen aus der BVK austreten zu können. Eine später getroffene Vereinbarung hat dieses Privileg aber wieder beseitigt. Der Flughafen hat sich deshalb auch entschlossen, in der Kasse zu verbleiben und entsprechend die Sanierung mitzutragen.
BKB: Erneute Sanierung der PK, Technischer Zins 2,5%
Die Pensionskasse der Basler Kantonalbank, der auch die Bank Coop angeschlossen ist, befindet sich seit Ende 2008 in einer Unterdeckung. Trotz den seit 1.1.2010 durch die Versicherten und den Arbeitgebern erbrachten Sanierungsbeiträgen konnte per Ende 2012 noch keine volle Deckung erreicht werden, heisst es in einer Mitteilung der BKB. Es wurde deshalb ein neues Finanzierungsmodell und eine weitere Sanierungsrunde beschlossen.
Die Pensionskasse der Basler Kantonalbank wird ab 1.1.2014 im Beitragsprimat geführt. Der technische Zinssatz wird von 3,5% auf 2,5% gesenkt. Für die bestehenden Alt-Rentner wird der Zinssatz im Sinne einer Übergangsregelung auf 3,5% verbleiben. Das ordentliche Rentenalter für Frauen und Männer wird von 62 auf das vollendete 64. Altersjahr erhöht, womit im Modell das bisherige Rentenziel erhalten werden kann.
Die Arbeitgeber leisten insgesamt eine Einmaleinlage von 31 Mio. Franken. Die Deckungslücke wird vollständig ausfinanziert, womit der Anfangs-Deckungsgrad im neuen Beitragsprimat mindestens 100% betragen wird. Die Differenz wird zugunsten einer Wertschwankungsreserve verwendet. Die Arbeitgeber leisten die per 1.1.2014 dazu notwendige Einmalzahlung. Im Gegenzug wird die Aufteilung der reglementarischen Beiträge von bisher 75%:25% auf 68%:32% (AG/AN) angepasst.
Zur Schliessung der Deckungslücke und Finanzierung der Übergangsregelung weist der Konzern BKB der Pensionskasse insgesamt 44 Mio. CHF zu. Dieser Betrag setzt sich aus der Einmaleinlage von 31 Mio. CHF sowie einem einmaligen Betrag für die Übergangsregelung von rund 13 Mio. CHF zusammen. Die Basler Kantonalbank beteiligt sich insgesamt mit rund 26,4 Mio. CHF daran, wobei sie im Jahr 2011 bereits eine Rückstellung von 8 Mio. CHF gebildet hat. Als Restbetrag entfällt somit auf das Stammhaus Basler Kantonalbank noch rund 18.4 Mio. CHF und auf den Konzern BKB rund 30.0 Mio. CHF. Dieser Betrag bildet einen Bestandteil des Personalaufwands und wird zu Lasten des Geschäftsjahres 2013 verbucht.
Anzufügen ist: Womit sich der Gewinn entsprechend verringert und der Kanton die Last trägt, wie beim Vorbild Zürich.
PK Li: “Falsche Regeln und Fehler”
«Wenn die Regeln falsch sind, führt auch deren Einhaltung nicht zum Erfolg», brachte Projektleiter Stephan Wyss bei der Präsentation des Swisscanto-Aufklärungsberichts die Ursachen für das 313-Millionen-Loch bei der staatlichen Pensionskasse laut “Vaterland” auf den Punkt.
Die Deckungslücke der Pensionsversicherung für das liechtensteinische Staatspersonal (PVS) hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Sie wurde per 1. Januar 2012 auf 313,6 Mio. Franken beziffert. Im Rahmen der Aufarbeitung der Vergangenheit der Pensionsversicherung hat Regierungschef Klaus Tschütscher den Expertenbericht der Swisscanto Vorsorge präsentiert.
UBS PK-Barometer: Februar 2013
Auch im zweiten Monat des laufenden Jahres vermochten die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen eine gute Rendite zu erzielen. Dies trotz aufkeimender Zinsängste und eines inländischen Immobilienmarkts, der zu Korrekturen neigt, schreibt die UBS zu den Februar-Resultaten.
FuW: 2013 wird schwieriger
In der Finanz und Wirtschaft befasst sich Thomas Hengartner mit den Erfolgen von 2012 und den Aussichten für 2013 bei der Anlagepolitik der Pensionskassen. Die Resultate des letzten Jahres dürften sich kaum wiederholen. Viele Kassen haben ihren Versicherten aber über dem Mindestzins liegende Zinsen gewährt.
VD: Les fonctionnaires manifestent pour leurs retraites
Les syndicats SSP et SUD avaient appelé les fonctionnaires à manifester contre le plan d’assainissement de la caisse de pension concocté par le gouvernement. Lundi en fin d’après midi, ils étaient quelque 1500 – principalement des enseignants – à avoir répondu à l’appel. Le cortège s’est élancé de la place Saint-François, à Lausanne. Un millier de personnes est parvenu jusqu’au Château cantonal, à la Cité, pour huer le Conseil d’Etat. Les membres du gouvernement ont eu droit à leurs quolibets, nommément.
Rentnerkassen – “Zeitbomben in der 2. Säule”
Michael Ferber schreibt in der NZZ: “Gemäss dem Bundesamt für Statistik gab es in der Schweiz per Ende vergangenen Jahres insgesamt 2191 Vorsorgeeinrichtungen. Laut Schätzungen aus Branchenkreisen dürften rund 300 davon solche Rentnerkassen sein. Angesichts der demografischen Entwicklung und mangelnder Reformen in der zweiten Säule ist zu erwarten, dass ihre Zahl in den kommenden Jahren steigt. Das Thema Rentnerkassen werde den Sicherheitsfonds in den kommenden Jahren definitiv beschäftigen, sagt Daniel Dürr, Geschäftsführer des Sicherheitsfonds BVG.
Die Entwicklung birgt einigen Sprengstoff. Viele dieser Vorsorgeeinrichtungen seien regelrechte «Zeitbomben», sagen etwa Peter Zanella und Edouard Stucki von der Beratungsgesellschaft Towers Watson. Gerieten solche Pensionskassen in Unterdeckung, sei es angesichts der geringen Zahl der Aktiven kaum möglich, sie zu sanieren. Die Berater gehen davon aus, dass sich rund ein Dutzend Rentnerkassen in der Schweiz in Unterdeckung befindet. Dürr bestätigt diese Zahl zwar nicht, zumal es keine Statistik gebe. Allerdings schaue sich der Sicherheitsfonds Pensionskassen im Hinblick auf solche Sachverhalte an. Je länger die Phase niedriger Zinsen dauere, desto mehr werde sich das Problem verschärfen, erwarten Zanella und Stucki.”
Umfrage 2013 gestartet
Swisscanto hat ihre Pensionskassen-Umfrage mit den Daten per 31.12.2012 gestartet. Die Umfrage dauert bis 15. April. Die Resultate erlauben jeweils einen detaillierte Einblick in die aktuelle Verfassung der beruflichen Vorsorge und bilden die Basis zahlreicher Studien und Analysen. Zu hoffen ist deshalb, dass wiederum möglichst viele Vorsorgeeinrichtungen sich beteiligen.
Der Sonntag: “Minder setzt die Pensionskassen unter Druck”
Noch rätselt die Vorsorgebranche darüber, was auf sie zukommen wird. Klar ist nur: Der Aufwand für Pensionskassen wird zunehmen, wenn die neuen Gesetze gemäss der Abzocker-Initiative von Thomas Minder in Kraft treten, schreibt der Sonntag.
Vor allem für kleine Pensionskassen wird die Zukunft teuer, haben sie doch denselben Aufwand für Analyse und Anweisungen, jedoch weniger Einnahmen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich viele von ihnen bei einem Stimmzwang an Empfehlungen von Beratungsunternehmen wie Ethos oder ISS ausrichten werden. Schon heute haben diese einen grossen Einfluss auf Pensionskassen, meint die Zeitung.
Viele Kassen aber können noch gar nicht mitbestimmen, da sie ihr Geld indirekt über Fonds oder Anlagestiftungen anlegen, die dann selber über die Stimmrechte der Aktien verfügen. Anbieter wie Credit Suisse, Swiss Life oder Helvetia lassen keine Mitbestimmung der angeschlossenen Pensionskassen zu.
Doch das muss nicht so bleiben. Einzelne grosse Anbieter machen bereits vor, wie es auch ginge. So räumt die UBS ihren institutionellen Kunden seit einigen Jahren indirekte Stimmrechte bei 19 Pensionskassen-Fonds und Anlagestiftungen ein. Über «UBS Voice» werden die Anleger über die Traktanden informiert und können dann ihre Abstimmungsanweisungen abgeben. Die Fondsverwaltung stimme gemäss diesen Vorgaben ab, sagt Projektleiter Theo Amacher.
Die UBS bezeichnet Voice gegenüber dem Sonntag als Erfolg. «Über alle Assets hinweg betrachtet, die in Schweizer Aktien investiert sind, wird bei 40 Prozent des Kapitals das Stimmrecht wahrgenommen.» Die Bank erwägt nun einen Ausbau des Programms.
Ähnliches bieten auch die Zürich-Anlagestiftung und die Aargauer Sammelstiftung Avadis an. «Bei Schweizer Aktien können Pensionskassen ihre Stimmen wahrnehmen», sagt Avadis-Managerin Maria Gumann. Grenzen sieht sie noch bei Geldern, die von Avadis wiederum indirekt über Fonds oder Index-Produkte getätigt werden.
Der Aufwand für das Abstimmen könnte bei kleineren Pensionskassen dazu führen, dass diese mehr Geld indirekt über Fonds und Anlagestiftungen anlegen, sagt Thomas Keller vom Fondsanbieter Swisscanto. Letztlich wären dann ausgerechnet Banken und Versicherer die Profiteure der Abzocker-Initiative.
ASGA mit 111,1% im Jubiläumsjahr
Im 50. Geschäftsjahr erreichte die Bilanzsumme der ASGA Pensionskasse 8.64 Mia. Franken. Das Vorsorgekapital der Aktiven und Rentner stieg um 5.2 % auf 6.98 Mia. Franken. Die Wertschwankungsreserven betragen per 31.12.2012 808.9 Mio.; die Zielgrösse konnte damit fast vollständig erreicht werden. Der technische Zinssatz wurde per 1.1.2012 auf 3% gesenkt, trotzdem konnte ein überdurchschnittlicher Deckungsgrad von 111.1% erreicht werden.
"Unser Grundsatz bei der Verwaltung der Vorsorgegelder unserer Versicherten ist Sicherheit vor Rendite", sagt Sergio Bortolin, Geschäftsführer der grössten unabhängigen Gemeinschafts-Vorsorgeeinrichtung der Schweiz. "Dank der konsequenten Verfolgung unserer nachhaltigen Anlagestrategie haben wir 2012 ein erfreuliches Ergebnis erreicht und konnten unseren Mitgliedern sogar einen Überschuss von 29 Millionen Franken in Form einer Mehrverzinsung auszahlen", so Bortolin weiter. Die Performance auf dem Gesamtvermögen beträgt 5.8%, was angesichts der tiefen Schwankungsbreite des Portfolios von 5 % ein guter Wert ist.
Die ASGA Pensionskasse weist 2012 mit 180 Franken pro versicherter Person erneut die tiefsten Verwaltungskosten im Branchenvergleich aus. Pro Jahr und pro Vertrag verrechnet sie jeder Mitgliedfirma 200 Franken, unabhängig von der Anzahl Versicherte, die der Vertrag umfasst. Diese Beträge werden auch im 2013 nicht erhöht.
avenir suisse: Der Preis der Teilkapitalisierung
Die Ausfinanzierung öffentlich-rechtlicher Pensionskassen wird in vielen Kantonen heftig debattiert. Genf und Zürich haben am letzten Wochenende darüber abgestimmt, in anderen Kantonen stehen zum Teil die parlamentarischen Debatten noch an. Dabei wird eine Teilkapitalisierung häufig als günstigere Variante präsentiert. Was aus Sicht eines Finanzdirektors stimmen kann, wird für den Steuerzahler jedoch teuer, schreibt avenir suisse. Und gibt auch den simplen Grund dafür an: Wer einen schicken Fernseher mit Ratenzahlungen kauft, weiss es: Spätestens beim Ablauf der Vertragsdauer muss er nicht nur den vollen Preis, sondern auch Kreditzinsen zahlen. Auch wenn Rentenversprechen sich mit Elektrogeräten nicht vergleichen lassen, ist die Finanzierungsanalogie durchaus vertretbar. Eine Kasse mit einem Deckungsgrad von 80% verspricht Leistungen von 100%, hat aber nur 80% der nötigen Mittel. Spätestens in 40 Jahren, wenn der heutige jüngste Versicherte auch in Pension geht, wird seine Rente, und damit die letzte Ratenzahlung von 20%, fällig. Das System der Teilkapitalisierung ist deshalb nicht günstiger. Am Schluss müssen ja die versprochenen Leistungen in vollem Umfang beglichen werden.”


